Wolfgang Klosterhalfen
Reimbibel
Heitere Aufklärung über den christlichen Aberglauben
BoD, Mai 2010, 320 S., 19.90 €
Drohungen und Gräueltaten Gottes und seiner Befehlsempfänger
Zusammengestellt von
Wolfgang Klosterhalfen
Aus rechtlichen Gründen
wurde die Lutherbibel von 1912 verwendet.
1. Buch Mose (Genesis)
Kap. 2
17 Aber von dem Baum
der Erkenntnis des Guten und Bösen sollst Du nicht essen; denn welches Tages du
davon issest, wirst du des Todes sterben.
Kap. 3
14 Da sprach Gott der
Herr zu der Schlange: Weil du solches getan hast, seist du verflucht vor
allem Vieh und vor allen Tieren auf dem Felde. Auf deinem Bauche sollst du
gehen und Erde essen dein Leben lang.
15 Und ich will
Feindschaft setzen zwischen dir und deinem Weibe und zwischen deinem Samen
und ihrem Samen. Derselbe soll dir den Kopf zertreten, und du wirst ihn
in die Ferse stechen.
16 Und zum Weibe
sprach er: Ich will dir viel Schmerzen schaffen, wenn du schwanger wirst;
du sollst mit Schmerzen Kinder gebären; und dein Verlangen soll nach
deinem Manne sein, und er soll dein Herr sein.
17 Und zu Adam sprach
er: Dieweil du hast gehorcht der Stimme deines Weibes und gegessen von dem
Baum, davon ich dir gebot und sprach: Du sollst nicht davon essen, - verflucht
sei der Acker um deinetwillen, mit Kummer sollst du dich darauf nähren dein
Leben lang.
18 Dornen und Disteln
soll er dir tragen, und sollst das Kraut auf dem Felde essen.
19 Im Schweiße
deines Angesichts sollst du dein Brot essen, bis dass du wieder zu Erde
werdest, davon du genommen bist. Denn du bist Erde und sollst zu Erde werden.
23 Da wies ihn
Gott der Herr aus dem Garten Eden, dass er das Feld baute, davon er
genommen ist.
24 Und trieb Adam aus
und lagerte vor den Garten Eden die Cherubim mit dem bloßen hauenden Schwert,
zu bewahren den Weg zu dem Baum des Lebens.
Kap. 4
11 Und nun verflucht
seist du auf der Erde, die ihr Maul hat aufgetan und deines Bruders Blut von
deinen Händen empfangen.
12 Wenn du den Acker
bauen wirst, soll er dir hinfort sein Vermögen nicht geben. Unstet und flüchtig
sollst du sein auf Erden.
Kap. 6
5 Da aber der Herr
sah, dass der Menschen Bosheit groß war auf Erden und alles Dichten und
Trachten ihres Herzens nur böse war immerdar,
6 Da reute es ihn,
dass er die Menschen gemacht hatte auf Erden, und es bekümmerte ihn in seinem
Herzen,
7 Und er sprach: Ich
will die Menschen, die ich geschaffen habe, vertilgen von der Erde, vom
Menschen an bis auf das Vieh und bis auf das Gewürm und bis auf die Vögel unter
dem Himmel; denn es reut mich, dass ich sie gemacht habe.
11 Aber die Erde war
verderbt vor Gottes Augen und voll Frevels.
12 Da sah Gott auf die
Erde, und siehe, sie war verderbt; denn alles Fleisch hatte seinen Weg verderbt
auf Erden.
13 Da sprach Gott zu
Noah: Alles Fleisches Ende ist vor mich gekommen; denn die Erde ist voll
Frevels von ihnen; und siehe da, ich will sie verderben mit der Erde.
17 Denn siehe, ich
will eine Sintflut mit Wasser kommen lassen auf Erden, zu verderben alles
Fleisch, darin ein lebendiger Odem ist, unter dem Himmel. Alles, was auf Erden
ist, soll untergehen.
Kap 7
19 Und das Gewässer
nahm überhand und wuchs so sehr auf Erden, dass alle hohen Berge unter dem
ganzen Himmel bedecket wurden.
20 Fünfzehn Ellen
hoch ging das Gewässer über die Berge, die bedeckt wurden.
21 Da ging alles
Fleisch unter, das auf Erden kriecht, an Vögeln, an Vieh, an Tieren und an
allem, was sich regt auf Erden, und alle Menschen.
22 Alles, was einen
lebendigen Odem hatte auf dem Trockenen, das starb.
23 Also ward vertilgt alles, was auf dem Erdboden war, vom
Menschen an bis auf das Vieh und das Gewürm und auf die Vögel unter dem Himmel;
das ward alles von der Erde vertilgt. Allein Noah blieb übrig
und was mit ihm in dem Kasten war.
24
Und das Gewässer stand auf Erden hundertfünfzig Tage.
Kap. 9
5 Auch will ich
seines Leibes Blut rächen, und will’s an allen Tieren rächen und will des Menschen
Leben rächen an einem jeglichen Menschen, als dem, der sein Bruder ist.
Kap. 11
5 Da fuhr der Herr
hernieder, dass er sähe die Stadt und den Turm, die die Menschenkinder bauten.
6 Und der Herr sprach:
Siehe, es ist einerlei Volk und einerlei Sprache unter ihnen allen, und haben
das angefangen zu tun; sie werden nicht ablassen von allem, was sie sich
vorgenommen haben zu tun.
7 Wohlauf, lasset
uns herniederfahren und ihre Sprache daselbst verwirren, dass keiner des
andern Sprache verstehe!
8 Also zerstreute
sie der Herr von dort in alle Länder, dass sie mussten aufhören die Stadt
zu bauen.
9 Daher heißt ihr
Name Babel, dass der Herr daselbst verwirrt hatte aller Länder Sprache und sie zerstreut
von dort in alle Länder.
Kap. 12
3 Ich will segnen,
die dich segnen, und verfluchen, die dich verfluchen;
17 Aber der Herr
plagte den Pharao mit großen Plagen und sein Haus um Sarais, Abrams Weibes,
willen.
Kap. 16
9 Und der Engel des
Herrn sprach zu ihr: Kehre wieder um zu deiner Frau und demütige dich unter
ihrer Hand.
Kap. 17
14 Und wo ein Mannsbild wird nicht beschnitten an der Vorhaut
seines Fleisches, des Seele soll ausgerottet werden aus seinem Volk,
darum dass es meinen Bund unterlassen hat.
Kap. 19
24 Da ließ der
Herr Schwefel und Feuer regnen von dem Herrn vom Himmel herab auf Sodom und
Gomorra.
25 Und kehrte die
Städte um und die ganze Gegend und alle Einwohner der Städte und was auf dem
Lande gewachsen war.
26
Und sein Weib sah hinter sich und ward zur Salzsäule.
Kap. 20
7 So gib nun dem
Manne sein Weib wieder, denn er ist ein Prophet; und lass ihn für dich bitten,
so wirst du lebendig bleiben. Wo du sie aber nicht wiedergibst, so wisse,
dass du des Todes sterben musst, und alles, was dein ist.
17 Abraham aber
betete zu Gott; da heilte Gott Abimelech und sein Weib und seine Mägde, dass
sie Kinder gebaren.
18 Denn der Herr
hatte zuvor hart verschlossen alle Mütter des Hauses Abimelechs um Saras,
Abrahams Weibes, willen.
Kap. 22
2 Und er sprach:
Nimm Isaak, deinen einzigen Sohn, den du liebhast, und gehe hin in das Land
Morija und opfere ihn daselbst zum Brandopfer auf einem Berge, den ich dir
sagen werde.
Kap. 38
7 Aber Ger war böse vor
dem Herrn, darum tötete ihn der Herr.
8 Da sprach Juda zu
Onan: Gehe zu deines Bruders Weib und nimm lie zur Ehe, dass du deinem Bruder
Samen erweckest.
9 Aber da Onan
wusste, dass der Same nicht sein eigen sein sollte, wenn er einging zu seines
Bruders Weib, liess er’s auf die Erde fallen und verderbte es, auf dass er
seinem Bruder nicht Samen gäbe.
10 Da gefiel dem
Herrn übel, was er tat, und er tötete ihn auch.
2. Buch Mose (Exodus)
3. Kap.
19 Aber ich weiß,
dass euch der König in Ägypten nicht wird ziehen lassen, außer durch eine
starke Hand.
20 Denn ich werde
meine Hand ausstrecken und Ägypten schlagen mit allerlei Wundern, die ich
darin tun werde. Darnach wird er euch ziehen lassen.
21 Und ich will
diesem Volk Gnade geben vor den Ägyptern, dass, wenn ihr auszieht, ihr nicht
leer ausziehet;
22 Sondern ein
jeglich Weib soll von ihrer Nachbarin und Hausgenossin fordern silberne und
goldene Gefäße und Kleider; die sollt ihr auf eure Söhne und Töchter legen
und von den Ägyptern zur Beute nehmen.
4. Kap.
21 Und der Herr
sprach zu Mose: Siehe zu, wenn du wieder nach Ägypten kommst, dass du alle die
Wunder tust vor Pharao, die ich dir in deine Hand gegeben habe; ich aber
will sein Herz verstocken, dass er das Volk nicht lassen wird.
22 Und du sollst zu
ihm sagen: So sagt der Herr: Israel ist mein erstgeborener Sohn;
23 Und ich gebiete
dir, dass du meinen Sohn ziehen lassest, dass er mir diene. Wirst du dich des
weigern, so will ich deinen erstgeborenen Sohn erwürgen.
24 Und als er
unterwegs in der Herberge war, kam ihm der Herr entgegen und wollte ihn töten.
25 Da nahm Zippora
einen Stein und beschnitt ihrem Sohn die Vorhaut. Und rührte ihm seine Füße an
und sprach: Du bist mir ein Blutbräutigam.
26 Da ließ er von ihm
ab. Sie sprach aber Blutbräutigam um der Beschneidung willen.
7. Kap.
4 Und Pharao wird
euch nicht hören, auf dass ich meine Hand in Ägypten beweise und führe mein
Heer, mein Volk, die Kinder Israel, aus Ägyptenland durch große Gerichte.
5 Und die Ägypter
sollen’s innewerden, dass ich der Herr bin, wenn ich nun meine Hand über
Ägypten ausstrecken und die Kinder Israel von ihnen wegführen werde.
20 Mose und Aaron taten , wie ihnen der Herr geboten hatte,
und er hob den Stab auf und schlug ins Wasser, das im Strom war, vor Pharao und
seinen Knechten. Und alles Wasser im Strom ward in Blut verwandelt.
21 Und die Fische
im Strom starben, und der Strom ward stinkend, dass die Ägypter nicht trinken
konnten das Wasser aus dem Strom,,,,, und es war Blut in ganz
Ägyptenland.
22 Und die
ägyptischen Zauberer taten auch also mit ihrem Beschwören. Also ward das Herz
Pharaos verstockt, und er hörte sie nicht, wie denn der Herr geredet hatte.
23 Und Pharao wandte
sich und ging heim und nahm’s nicht zu Herzen.
24 Aber alle Ägypter
gruben nach Wasser um den Strom her, zu trinken; denn das Wasser aus dem Strom
konnten sie nicht trinken.
25 Und das währte
sieben Tage lang, dass der Herr den Strom schlug.
26 Der Herr sprach zu
Mose: Gehe hinein zu Pharao und sprich zu ihm: So sagt der Herr: Laß mein Volk,
dass mir’s diene.
27 Wo du dich des
weigerst, so will ich all dein Gebiet mit Fröschen plagen.
28 Dass der Strom
soll von Fröschen wimmeln; die sollen heraufkriechen und kommen in dein Haus,
in deine Schlafkammer, auf dein Bett, auch in die Häuser dieser Knechte, unter
dein Volk, in deine Backöfen und in deine Teige;
29 Und die Frösche
sollen auf dich und auf dein Volk und auf alle deine Knechte kriechen.
8. Kap.
1 Und der Herr sprach
zu Mose: Sage Aaron: Recke deine Hand aus über deinem Stabe über die Bäche und
Ströme und Seen und laß Frösche über Ägyptenland kommen.
2 Und Aaron reckte seine Hand über die Frösche in Ägypten,
und es kamen Frösche herauf, dass Ägyptenland bedeckt ward.
3 Da taten die
Zauberer auch also mit ihrem Beschwören und ließen Frösche über Ägyptenland
kommen.
8 Also gingen Mose
und Aaron von Pharao, und Mose schrie zum Herrn der Frösche halben, wie er
Pharao hatte zugesagt.
9 Und der Herr tat,
wie Mose gesagt hatte; und die Frösche starben in den Häusern, in den Höfen und
auf dem Felde.
10 Und sie häuften
sie zusammen, hier einen Haufen und da einen Haufen, und das Land stank
davon.
12 Und der Herr
sprach zu Mose: Sage Aaron: Recke deinen Stab aus und schlage in den Staub auf
der Erde, dass Stechmücken werden in ganz Ägyptenland.
13 Sie taten also,
und Aaron reckte seine Hand aus mit seinem Stabe und schlug in den Staub auf
der Erde; und es wurden Mücken an den Menschen und an dem Vieh; aller Staub des
Landes ward zu Mücken in ganz Ägyptenland.
9. Kap.
1 Der Herr sprach zu
Mose: Gehe hinein zu Pharao und sprich zu ihm: Also sagt der Herr, der Gott der
Hebräer: Laß mein Volk, dass sie mir dienen.
2
Wo du dich des weigerst und sie weiter aufhältst,
3 Siehe, so wird
die Hand des Herrn sein über dein Vieh auf dem Felde, über Pferde, über Esel,
über Kamele, über Ochsen, über Schafe, mit einer sehr schweren Pestilenz.
6 Und der Herr tat
solches des Morgens, und es starb allerlei Vieh der Ägypter; aber des
Viehs der Kinder Israels starb nicht eins.
8 Da sprach der Herr
zu Mose und Aaron: Nehmet eure Fäuste voll Ruß aus dem Ofen, und Mose sprenge
ihn gen Himmel vor Pharao,
9 Daß es über ganz
Ägypten stäube und böse schwarze Blattern auffahren an den Menschen und am Vieh
in ganz Ägyptenland.
10 Und sie nahmen Ruß
aus dem Ofen und traten vor Pharao, und Mose sprenge ihn gen Himmel. Da fuhren
auf böse schwarze Blattern an den Menschen und am Vieh,
22 Da sprach der Herr
zu Mose: Recke deine Hand aus gen Himmel, dass es hagele über ganz Ägyptenland,
über Menschen, über Vieh und über alles Kraut auf dem Felde in Ägyptenland.
23 Also reckte Mose
seinen Stab gen Himmel, und der Herr ließ donnern und hageln, dass das Feuer
auf die Erde schoß. Also ließ der Herr Hagel regnen über Ägyptenland,
24 Daß Hagel und
Feuer untereinander fuhren, so grausam, dass desgleichen in ganz Ägyptenland
nie gewesen war, seitdem Leute darin gewesen sind.
25 Und der Hagel
schlug in ganz Ägyptenland alles, was auf dem Felde war, Menschen und Vieh, und
schlug alles Kraut auf dem Felde und zerbrach alle Bäume auf dem Felde.
10. Kap.
21 Der Herr sprach zu
Mose: Recke deine Hand gen Himmel, dass es so finster werde in Ägyptenland,
dass man’s greifen mag.
22 Und Mose reckte
seine Hand gen Himmel; da ward eine dicke Finsternis in ganz Ägyptenland drei
Tage,
23 Daß niemand den
anderen sah noch aufstand von dem Ort, da er war, in drei Tagen. Aber bei
allen Kindern Israel war es licht in ihren Wohnungen.
11. Kap.
1 Und der Herr sprach
zu Mose: Ich will noch eine Plage über Pharao und Ägypten kommen lassen;
darnach wird er euch von hinnen lassen und wird nicht allein alles lassen,
sondern euch auch von hinnen treiben.
2 So sage nun vor
dem Volk, dass ein jeglicher von seinem Nächsten und eine jegliche von ihrer
Nächsten silberne und goldene Gefäße fordere.
12. Kap.
18 Am vierzehnten
Tage des ersten Monats, des Abends, sollt ihr ungesäuertes Brot essen bis an
den einundzwanzigsten Tag des Monats an dem Abend,
19 Dass man sieben
Tage keinen Sauerteig finde in euren Häusern. Denn wer gesäuertes Brot isst,
des Seele soll ausgerottet werden aus der Gemeinde Israel, es sei ein
Fremdling oder ein Einheimischer im Lande.
29 Und zur Mitternacht schlug der Herr alle Erstgeburt in
Ägyptenland von dem ersten Sohn Pharaos an, der auf seinem Stuhl saß, bis auf
den ersten Sohn des Gefangenen im Gefängnis und alle Erstgeburt des Viehs.
30 Da stand Pharao
auf und alle seine Knechte in derselben Nacht und alle Ägypter, und ward ein
großes Geschrei in Ägypten; denn es war kein Haus, darin nicht ein Toter war.
14. Kap.
24 Als nun die
Morgenwache kam, schaute der Herr auf der Ägypter Heer aus der Feuersäule und
Wolke und machte einen Schrecken in ihrem Heer,
25 Und stieß die
Räder von ihren Wagen, stürzte sie mit Ungetüm. Da sprachen die Ägypter: Laßt uns
fliehen von Israel; der Herr streitet für sie wider die Ägypter.
26 Aber der Herr
sprach zu Mose: Recke deine Hand aus über das Meer, dass das Wasser wieder
herfalle über die Ägypter, über ihre Wagen und Reiter.
27 Da reckte Mose
seine Hand aus über das Meer, und das Meer kam wieder vor morgens in seinem
Strom, und die Ägypter flohen ihm entgegen. Also stürzte sie der Herr mitten
ins Meer, dass nicht einer aus ihnen übrig blieb.
17. Kapitel
14 Und der Herr
sprach zu Mose: Schreibe das zum Gedächtnis in ein Buch und befiehl’s in die
Ohren Josuas; denn ich will den Amalek unter dem Himmel austilgen, dass man
sein nicht mehr gedenke.
15 Und Mose baute
einen Altar und hieß ihn: Der Herr mein Panier.
16 Denn er sprach: Es
ist ein Malzeichen bei dem Stuhl des Herrn; dass der Herr streiten wird wider Amalek von Kind zu
Kindeskind.
19. Kap.
12 Und mache dem Volk
ein Gehege umher und sprich zu ihnen: Hütet euch, dass ihr nicht auf den Berg
steiget, noch sein Ende anrühret; denn wer den Berg anrührt, soll des Todes
sterben.
13 Keine Hand soll
ihn anrühren, sondern er soll gesteinigt oder mit Geschoß erschossen werden; es
sei ein Tier oder Mensch, so soll er nicht leben. ...
20. Kap.
7 Du sollst den Namen
des Herrn, deines Gottes, nicht missbrauchen; denn der Herr wird den nicht
ungestraft lassen, der seinen Namen missbraucht.
21. Kap.
12 Wer einen Menschen
schlägt, dass er stirbt, soll des Todes sterben.
15 Wer Vater oder
Mutter schlägt, der soll des Todes sterben.
16 Wer einen Menschen
stiehlt, es sei dass er ihn verkauft, oder dass man ihn bei ihm findet, der
soll des Todes sterben.
17 Wer Vater oder
Mutter flucht, der soll des Todes sterben.
18 Wenn Männer
miteinander hadern, und einer schlägt den anderen mit einem Stein oder einer
Faust , dass er nicht stirbt, sondern zu Bette liegt:
19 Kommt er auf, dass
er ausgeht an seinem Stabe, so soll, der ihn schlug, unschuldig sein, nur dass
er ihm bezahle, was er versäumt hat, und das Arztgeld gebe.
20 Wer seinen Knecht
oder seine Magd schlägt mit einem Stabe, dass sie sterben unter seinen Händen,
der soll darum gestraft werden.
21 Bleibt er aber
einen oder zwei Tage am Leben, so soll er nicht darum gestraft werden; denn es
ist sein Geld.
22 Wenn Männer hadern
und verletzen ein schwangeres Weib, dass ihr die Frucht abgeht und ihr kein
Schade widerfährt, so soll man ihn um Geld strafen, wie viel des Weibes Mann
ihm auflegt, und er soll’s geben nach der Schiedsrichter Erkennen.
23 Kommt ihr aber ein
Schade daraus, so soll er lassen Seele um Seele,
24 Auge um Auge, Zahn
um Zahn, Hand um Hand, Fuß um Fuß.
25
Brand um Brand, Wunde um Wunde, Beule um Beule.
28 Wenn ein Ochse
einen Mann oder ein Weib stößt, dass sie sterben, so soll man den Ochsen steinigen
und sein Fleisch nicht essen; so ist der Herr des Ochsen unschuldig.
29 Ist aber der Ochse
zuvor stößig gewesen, und seinem Herrn ist’s angesagt und hat ihn nicht
verwahrt, und er tötet darüber einen Mann oder ein Weib, so soll man den
Ochsen steinigen, und sein Herr soll sterben.
22. Kap.
17
Die Zauberinnen sollst du nicht leben lassen.
18
Wer bei einem Vieh liegt, der soll des Todes sterben.
19 Wer den Göttern
opfert und nicht dem Herrn allein, der sei verbannt.
21
Ihr sollt keine Witwen und Waisen bedrängen.
22 Wirst du sie
bedrängen, so werden sie zu mir schreien, und ich werde ihr Schreien erhören;
23 So wird mein
Zorn ergrimmen, dass ich euch mit dem Schwert töte, und eure Weiber Witwen
und eure Kinder Waisen werden.
28 Deiner Frucht
Hülle und Saft sollst Du nicht zurückhalten. Deinen ersten Sohn sollst du
mir geben.
29 So sollst du auch
tun mit deinem Ochsen und Schafe. Sieben Tage laß es
bei seiner Mutter sein, am achten Tage sollst du mir's geben.
30. Kap.
34
Und der HERR sprach zu Mose: Nimm dir Spezerei; Balsam,
Stakte, Galban und reinen Weihrauch, von einem so viel wie vom andern,
35
und mache Räuchwerk daraus, nach der Kunst des
Salbenbereiters gemengt, daß es rein und heilig sei.
36
Und du sollst es zu Pulver stoßen und sollst davon tun vor
das Zeugnis in der Hütte des Stifts, wo ich mich dir bezeugen werde. Das soll
euch ein Hochheiliges sein.
37
Und desgleichen Räuchwerk sollt ihr euch nicht machen,
sondern es soll dir heilig sein dem HERRN.
38
Wer ein solches machen wird, der wird ausgerottet werden von
seinem Volk.
31. Kap.
14 Darum so haltet meinen Sabbat;
denn er soll euch heilig sein. Wer ihn entheiligt, der soll des Todes
sterben. Denn wer eine Arbeit da tut, des Seele soll ausgerottet werden
von seinem Volk.
15 Sechs Tage soll man arbeiten; aber
am siebenten Tag ist Sabbat, die heilige Ruhe des HERRN. Wer eine Arbeit tut
am Sabbattag, der soll des Todes sterben.
32. Kap.
7 Der HERR aber sprach zu Mose: Gehe,
steig hinab; denn dein Volk, das du aus Ägyptenland geführt hast, hat's
verderbt.
8 Sie sind schnell von dem Wege
getreten, den ich ihnen geboten habe. Sie haben sich ein gegossenes Kalb
gemacht und haben's angebetet und ihm geopfert und gesagt: Das sind deine
Götter, Israel, die dich aus Ägyptenland geführt haben.
9 Und der HERR sprach zu Mose: Ich
sehe, daß es ein halsstarriges Volk ist.
10 Und nun laß mich, daß mein Zorn
über sie ergrimme und sie vertilge; so will ich dich zum großen Volk
machen.
25 Da nun Mose sah, daß das Volk
zuchtlos geworden war (denn Aaron hatte sie zuchtlos gemacht, zum Geschwätz bei
ihren Widersachern),
26 trat er an das Tor des Lagers und
sprach: Her zu mir, wer dem HERRN angehört! Da sammelten sich zu ihm alle Kinder
Levi.
27 Und er sprach zu ihnen: So
spricht der HERR, der Gott Israels: Gürte ein jeglicher sein Schwert um seine
Lenden und durchgehet hin und zurück von einem Tor zum andern das Lager, und
erwürge ein jeglicher seinen Bruder, Freund und Nächsten.
28 Die Kinder Levi taten, wie
ihnen Mose gesagt hatte; und fielen des Tages vom Volk dreitausend Mann.
34. Kap.
11 Halte, was ich dir heute gebiete. Siehe,
ich will vor dir her ausstoßen die Amoriter, Kanaaniter, Hethiter, Pheresiter,
Heviter und Jebusiter.
12 Hüte dich, daß du nicht einen Bund
machest mit den Einwohnern des Landes, da du hineinkommst, daß sie dir nicht
ein Fallstrick unter dir werden;
13 sondern ihre Altäre sollst du
umstürzen und ihre Götzen zerbrechen und ihre Haine ausrotten;
14 denn du sollst keinen andern Gott
anbeten. Denn der HERR heißt ein Eiferer; ein eifriger Gott ist er.
3. Buch Mose (Leviticus)
10. Kap.
1 Und die Söhne Aarons Nadab und
Abihu nahmen ein jeglicher seinen Napf und taten Feuer darein und legten Räuchwerk
darauf und brachten das fremde Feuer vor den HERRN, das er ihnen nicht geboten
hatte.
2 Da fuhr ein Feuer aus von
dem HERRN und verzehrte sie, daß sie starben vor dem HERRN.
17. Kap.
1 Und der
HERR redete mit Mose und sprach:
2 Sage Aaron und seinen Söhnen und
allen Kindern Israel und sprich zu ihnen: Das ist's, was der HERR geboten hat.
3 Welcher aus dem Haus Israel einen
Ochsen oder Lamm oder Ziege schlachtet, in dem Lager oder draußen vor dem
Lager,
4 und es nicht vor die Tür der Hütte
des Stifts bringt, daß es dem HERRN zum Opfer gebracht werde vor der Wohnung
des HERRN, der soll des Blutes schuldig sein als der Blut vergossen hat, und solcher
Mensch soll ausgerottet werden aus seinem Volk.
8 Darum sollst du zu ihnen sagen:
Welcher Mensch aus dem Hause Israel oder auch ein Fremdling, der unter euch
ist, ein Opfer oder Brandopfer tut
9 und bringt's nicht vor die Tür der
Hütte des Stifts, daß er's dem HERRN tue, der soll ausgerottet werden von
seinem Volk.
10 Und welcher Mensch, er sei vom
Haus Israel oder ein Fremdling unter euch, irgend Blut ißt, wider den will ich
mein Antlitz setzen und will ihn mitten aus seinem Volk ausrotten.
14 Denn des Leibes Leben ist in
seinem Blut, solange es lebt; und ich habe den Kindern Israel gesagt: Ihr sollt
keines Leibes Blut essen; denn des Leibes Leben ist in seinem Blut; wer es
ißt, der soll ausgerottet werden.
18. Kap.
29 Denn welche diese Greuel tun, deren Seelen sollen
ausgerottet werden von ihrem Volk.
19. Kap.
8 Und der
Esser wird seine Missetat tragen, darum daß er das Heiligtum des HERRN
entheiligte, und solche Seele wird ausgerottet werden von ihrem Volk.
20. Kap.
1
Und der HERR redete mit Mose und sprach:
2 Sage den Kindern
Israel: Welcher unter den Kindern Israel oder ein Fremdling, der in Israel
wohnt, eines seiner Kinder dem Moloch gibt, der soll des Todes sterben; das
Volk im Lande soll ihn steinigen.
3 Und ich will mein
Antlitz setzen wider solchen Menschen und will ihn aus seinem Volk ausrotten,
daß er dem Moloch eines seiner Kinder gegeben und mein Heiligtum verunreinigt
und meinen heiligen Namen entheiligt hat.
4 Und wo das Volk im Lande durch die Finger sehen würde dem
Menschen, der eines seiner Kinder dem Moloch gegeben hat, daß es ihn nicht
tötet,
5 so will doch ich mein Antlitz wider denselben Menschen
setzen und wider sein Geschlecht und will ihn und alle, die mit ihm mit dem
Moloch Abgötterei getrieben haben, aus ihrem Volke ausrotten.
6 Wenn eine Seele
sich zu den Wahrsagern und Zeichendeutern wenden wird, daß sie ihnen nachfolgt,
so will ich mein Antlitz wider dieselbe Seele setzen und will sie aus ihrem
Volk ausrotten.
9 Wer
seinem Vater oder seiner Mutter flucht, der soll des Todes sterben. Sein Blut
sei auf ihm, daß er seinem Vater oder seiner Mutter geflucht hat.
10 Wer die Ehe bricht
mit jemandes Weibe, der soll des Todes sterben, beide, Ehebrecher und
Ehebrecherin, darum daß er mit seines Nächsten Weibe die Ehe gebrochen hat.
11 Wenn jemand bei
seines Vaters Weibe schläft, daß er seines Vater Blöße aufgedeckt hat, die
sollen beide des Todes sterben; ihr Blut sei auf ihnen.
12 Wenn jemand bei
seiner Schwiegertochter schläft, so sollen sie beide des Todes sterben;
ihr Blut sei auf ihnen.
13 Wenn jemand beim
Knaben schläft wie beim Weibe, die haben einen Greuel getan und sollen beide
des Todes sterben; ihr Blut sei auf ihnen.
14 Wenn jemand ein
Weib nimmt und ihre Mutter dazu, der hat einen Frevel verwirkt; man soll ihn
mit Feuer verbrennen und sie beide auch, daß kein Frevel sei unter euch.
15 Wenn jemand beim
Vieh liegt, der soll des Todes sterben, und das Vieh soll man
erwürgen.
16 Wenn ein Weib sich
irgend zu einem Vieh tut, daß sie mit ihm zu schaffen hat, die sollst du
töten und das Vieh auch; des Todes sollen sie sterben; ihr Blut sei
auf ihnen.
17 Wenn jemand seine
Schwester nimmt, seines Vaters Tochter oder seiner Mutter Tochter, und ihre
Blöße schaut und sie wieder seine Blöße, das ist Blutschande. Die sollen
ausgerottet werden vor den Leuten ihres Volks; denn er hat seiner Schwester
Blöße aufgedeckt; er soll seine Missetat tragen.
20 Wenn ein Mann beim
Weibe schläft zur Zeit ihrer Krankheit und entblößt ihre Scham und deckt ihren
Brunnen auf, und entblößt den Brunnen ihres Bluts, die sollen beide aus
ihrem Volk ausgerottet werden.
21 Deiner Mutter
Schwester Blöße und deines Vater Schwester Blöße sollst du nicht aufdecken;
denn ein solcher hat seine nächste Blutsfreundin aufgedeckt, und sie sollen
ihre Missetat tragen.
22 Wenn jemand bei
seines Vaters Bruders Weibe schläft, der hat seines Oheims Blöße aufgedeckt.
Sie sollen ihre Sünde tragen; ohne Kinder sollen sie sterben.
23 Wenn jemand seines
Bruders Weib nimmt, das ist eine schändliche Tat; sie sollen ohne Kinder sein,
darum daß er seines Bruders Blöße aufgedeckt hat.
27
Wenn ein Mann oder Weib ein Wahrsager oder
Zeichendeuter sein wird, die sollen des Todes sterben. Man soll sie
steinigen; ihr Blut sei auf ihnen.
Kap. 21
9 Wenn
eines Priesters Tochter anfängt zu huren, die soll man mit Feuer verbrennen;
denn sie hat ihren Vater geschändet.
Kap. 22
3 So sage nun ihnen auf ihre
Nachkommen: Welcher eurer Nachkommen herzutritt zum Heiligen, das die Kinder
Israel dem HERRN heiligen, und hat eine Unreinheit an sich, des Seele soll
ausgerottet werden von meinem Antlitz; denn ich bin der HERR.
9 Darum sollen sie meine Sätze
halten, daß sie nicht Sünde auf sich laden und daran sterben, wenn sie sich
entheiligen; denn ich bin der HERR, der sie heiligt.
Kap. 23
27 Des zehnten Tages
in diesem siebenten Monat ist der Versöhnungstag. Der soll bei euch heilig
heißen, daß ihr zusammenkommt; da sollt ihr euren Leib kasteien und dem HERRN
opfern
28 und sollt keine
Arbeit tun an diesem Tage; denn es ist der Versöhnungstag, daß ihr versöhnt
werdet vor dem HERRN, eurem Gott.
29 Denn wer seinen
Leib nicht kasteit an diesem Tage, der soll aus seinem Volk ausgerottet
werden.
30 Und wer dieses
Tages irgend eine Arbeit tut, den will ich vertilgen aus seinem Volk.
13 Und der
HERR redete mit Mose und sprach:
14
Führe den Flucher hinaus vor das Lager und laß alle, die es gehört
haben, ihre Hände auf sein Haupt legen und laß ihn die ganze Gemeinde
steinigen.
15 Und sage den Kindern Israel:
Welcher seinem Gott flucht, der soll seine Sünde tragen.
16 Welcher des HERRN Namen lästert, der
soll des Todes sterben; die ganze Gemeinde soll ihn steinigen. Wie
der Fremdling, so soll auch der Einheimische sein; wenn er den Namen lästert, so
soll er sterben.
17 Wer irgend einen Menschen
erschlägt, der soll des Todes sterben.
18 Wer aber ein Vieh erschlägt, der
soll's bezahlen, Leib um Leib.
19 Und wer seinen Nächsten verletzt,
dem soll man tun, wie er getan hat,
20 Schade um Schade, Auge um Auge,
Zahn um Zahn; wie er hat einen Menschen verletzt, so soll man ihm wieder tun.
21 Also daß, wer ein Vieh erschlägt,
der soll's bezahlen; wer aber einen Menschen erschlägt, der soll sterben.
22 Es soll einerlei Recht unter euch sein,
dem Fremdling wie dem Einheimischen; denn ich bin der HERR, euer Gott.
23 Mose aber sagte es den Kindern
Israel; und sie führten den Flucher hinaus vor das Lager und steinigten ihn.
Also taten die Kinder Israel, wie der HERR dem Mose geboten hatte.
Kap. 26
14
Werdet ihr mir aber nicht gehorchen und nicht tun diese
Gebote alle
15 und werdet meine Satzungen
verachten und eure Seele wird meine Rechte verwerfen, daß ihr nicht tut alle
meine Gebote, und werdet meinen Bund brechen,
16 so will ich euch auch solches tun:
ich will euch heimsuchen mit Schrecken, Darre und Fieber, daß euch die
Angesichter verfallen und der Leib verschmachte; ihr sollt umsonst euren Samen
säen, und eure Feinde sollen ihn essen;
17 und ich will mein Antlitz wider
euch stellen, und sollt geschlagen werden vor euren Feinden; und die euch
hassen, sollen über euch herrschen, und sollt fliehen, da euch niemand jagt.
18 So ihr aber über das noch nicht
mir gehorcht, so will ich's noch siebenmal mehr machen, euch zu strafen um eure
Sünden,
19 daß ich euren Stolz und eure
Halsstarrigkeit breche; und will euren Himmel wie Eisen und eure Erde wie
Erz machen.
20 Und eure Mühe und Arbeit
soll verloren sein, daß euer Land sein Gewächs nicht gebe und die Bäume des
Landes ihre Früchte nicht bringen.
21 Und wo ihr mir entgegen
wandelt und mich nicht hören wollt, so will ich's noch siebenmal mehr machen,
auf euch zu schlagen um eurer Sünden willen.
22 Und will wilde Tiere unter euch
senden, die sollen eure Kinder fressen und euer Vieh zerreißen und euer weniger
machen, und eure Straßen sollen wüst werden.
23 Werdet ihr euch aber damit noch
nicht von mir züchtigen lassen und mir entgegen wandeln,
24 so will ich euch auch entgegen
wandeln und will euch noch siebenmal mehr schlagen um eurer Sünden willen
25 und will ein Racheschwert über
euch bringen, das meinen Bund rächen soll. Und ob ihr euch in eure Städte
versammelt, will ich doch die Pestilenz unter euch senden und will euch in
eurer Feinde Hände geben.
26 Dann will ich euch den Vorrat des
Brots verderben, daß zehn Weiber sollen in einem Ofen backen, und euer Brot
soll man mit Gewicht auswägen, und wenn ihr esset, sollt ihr nicht satt
werden.
27 Werdet ihr aber dadurch mir noch
nicht gehorchen und mir entgegen wandeln,
28 so will ich euch im Grimm entgegen
wandeln und will euch siebenmal mehr strafen um eure Sünden,
29 daß
ihr sollt eurer Söhne und Töchter Fleisch essen.
30 Und will eure Höhen vertilgen und
eure Sonnensäulen ausrotten und will eure Leichname auf eure Götzen werfen, und
meine Seele wird an euch Ekel haben.
31 Und will
eure Städte einreißen und will euren süßen Geruch nicht riechen.
32 Also will ich das Land wüst machen, daß eure
Feinde, so darin wohnen, sich davor entsetzen werden.
33 Euch aber will ich unter die
Heiden streuen, und das Schwert ausziehen hinter euch her, daß euer Land soll
wüst sein und eure Städte verstört.
34 Alsdann wird das Land sich seine
Sabbate gefallen lassen, solange es wüst liegt und ihr in der Feinde Land seid;
ja, dann wird das Land feiern und sich seine Sabbate gefallen lassen.
35 Solange es wüst liegt, wird es
feiern, darum daß es nicht feiern konnte, da ihr's solltet feiern lassen, da
ihr darin wohntet.
36 Und denen, die von euch
übrigbleiben will ich ein feiges Herz machen in ihrer Feinde Land, daß sie soll
ein rauschend Blatt jagen, und soll fliehen davor, als jage sie ein Schwert,
und fallen, da sie niemand jagt.
37 Und soll einer über den andern
hinfallen, gleich als vor dem Schwert, da sie doch niemand jagt; und ihr sollt
euch nicht auflehnen dürfen wider eure Feinde.
38 Und ihr sollt umkommen unter den
Heiden, und eurer Feinde Land soll euch fressen.
39 Welche aber von euch übrigbleiben,
die sollen in ihrer Missetat verschmachten in der Feinde Land; auch in
ihrer Väter Missetat sollen sie mit ihnen verschmachten.
40 Da werden sie denn bekennen ihre
Missetat und ihrer Väter Missetat, womit sie sich an mir versündigt und mir
entgegen gewandelt haben.
41 Darum will ich auch ihnen entgegen
wandeln und will sie in ihrer Feinde Land wegtreiben; da wird sich ja ihr
unbeschnittenes Herz demütigen, und dann werden sie sich die Strafe ihrer
Missetat gefallen lassen.
4. Buch Mose (Numeri)
3. Kap.
10 Aaron aber und seine
Söhne sollst du setzen, daß sie ihres Priestertums warten. Wo ein Fremder
sich herzutut, der soll sterben.
11 Und
der HERR redete mit Mose und sprach:
12 Siehe, ich habe
die Leviten genommen unter den Kindern Israel für alle Erstgeburt, welche die Mutter
bricht, unter den Kindern Israel, also daß die Leviten sollen mein sein.
13 Denn die
Erstgeburten sind mein seit der Zeit, da ich alle Erstgeburt schlug in
Ägyptenland; da heiligte ich mir alle Erstgeburt in Israel, vom Menschen an bis
auf das Vieh, daß sie mein sein sollen, ich, der HERR.
4. Kap.
15 Wenn nun Aaron und
seine Söhne solches ausgerichtet und das Heiligtum und all sein Gerät bedeckt
haben, wenn das Heer aufbricht, darnach sollen die Kinder Kahath hineingehen,
daß sie es tragen; und sollen das Heiligtum nicht anrühren, daß sie nicht
sterben. Dies sind die Lasten der Kinder Kahath an der Hütte des Stifts.
20 Sie sollen aber nicht
hineingehen, zu schauen das Heiligtum auch nur einen Augenblick, daß sie nicht
sterben.
11. Kap.
1 Und da sich das Volk
ungeduldig machte, gefiel es übel vor den Ohren des HERRN. Und als es der
HERR hörte, ergrimmte sein Zorn, und zündete das Feuer des HERRN unter ihnen
an; das verzehrte die äußersten Lager.
33 Da aber das Fleisch
noch unter ihren Zähnen war und ehe es aufgezehrt war, da ergrimmte der Zorn
des HERRN unter dem Volk, und schlug sie mit einer sehr großen Plage.
34 Daher heißt diese
Stätte Lustgräber, darum daß man daselbst begrub das lüsterne Volk.
14. Kap.
11 Und der HERR sprach zu
Mose: Wie lange lästert mich dies Volk? und wie lange wollen sie nicht an mich
glauben durch allerlei Zeichen, die ich unter ihnen getan habe?
12 So will ich sie mit
Pestilenz schlagen und vertilgen und dich zu einem größeren und mächtigeren
Volk machen, denn dies ist.
17 So laß nun die Kraft
des HERRN groß werden, wie du gesagt hast und gesprochen:
18 Der HERR
ist geduldig und von großer Barmherzigkeit und vergibt Missetat und Übertretung
und läßt niemand ungestraft sondern sucht heim die Missetat der Väter über
die Kinder ins dritte und vierte Glied.
26 Und
der HERR redete mit Mose und Aaron und sprach:
27 Wie lange murrt diese
böse Gemeinde wider mich? Denn ich habe das Murren der Kinder Israel, das sie
wider mich gemurrt haben, gehört.
28 Darum sprich zu ihnen:
So wahr ich lebe, spricht der HERR, ich will euch tun, wie ihr vor meinen Ohren
gesagt habt.
29 Eure Leiber sollen in
dieser Wüste verfallen; und alle, die ihr gezählt seid von
zwanzig Jahren und darüber, die ihr wider mich gemurrt habt,
30 sollt
nicht in das Land kommen, darüber ich meine Hand gehoben habe, daß ich euch
darin wohnen ließe, außer Kaleb, dem Sohn Jephunnes, und Josua, dem Sohn Nuns.
31 Eure Kinder, von denen
ihr sagtet: Sie werden ein Raub sein, die will ich hineinbringen, daß sie
erkennen sollen das Land, das ihr verwerft.
32 Aber ihr samt euren
Leibern sollt in dieser Wüste verfallen.
33 Und eure Kinder sollen
Hirten sein in dieser Wüste vierzig Jahre und eure Untreue tragen, bis daß
eure Leiber aufgerieben werden in der Wüste,
34 Nach der Zahl der
vierzig Tage, darin ihr das Land erkundet habt; je ein Tag soll ein Jahr
gelten, daß ihr vierzig Jahre eure Missetaten tragt; auf daß ihr innewerdet,
was es sei, wenn ich die Hand abziehe.
35 Ich, der HERR, habe es
gesagt; das will ich auch tun aller dieser bösen Gemeinde, die sich wider mich
empört hat. In dieser Wüste sollen sie aufgerieben werden und daselbst
sterben.
36 Also starben durch die
Plage vor dem HERRN alle die Männer, die Mose gesandt hatte, das Land zu
erkunden, und wiedergekommen waren und wider ihn murren
machten die ganze Gemeinde,
37 damit daß sie dem
Lande ein Geschrei machten, daß es böse wäre.
15. Kap.
30 Wenn aber eine Seele
aus Frevel etwas tut, es sei ein Einheimischer oder Fremdling, der hat den
HERRN geschmäht. Solche Seele soll ausgerottet werden aus ihrem Volk;
31 denn sie hat des HERRN
Wort verachtet und sein Gebot lassen fahren. Ja, sie soll ausgerottet werden;
die Schuld sei ihr.
32 Als nun die Kinder
Israel in der Wüste waren, fanden sie einen Mann Holz lesen am Sabbattage.
33 Und die ihn darob
gefunden hatten, da er das Holz las, brachten sie ihn zu Mose und Aaron und vor
die ganze Gemeinde.
34 Und sie legten ihn
gefangen; denn es war nicht klar ausgedrückt, was man mit ihm tun sollte.
35 Der HERR aber
sprach zu Mose: Der Mann soll des Todes sterben; die ganze Gemeinde soll ihn
steinigen draußen vor dem Lager.
36 Da führte die
ganze Gemeinde ihn hinaus vor das Lager und steinigten ihn, daß er starb, wie
der HERR dem Mose geboten hatte.
16. Kap.
20 Und
der HERR redete mit Mose und Aaron und sprach:
21 Scheidet euch von
dieser Gemeinde, daß ich sie plötzlich vertilge.
22 Sie fielen aber auf
ihr Angesicht und sprachen: Ach Gott, der du bist ein Gott der Geister alles
Fleisches, wenn ein Mann gesündigt hat, willst du darum über die ganze Gemeinde
wüten?
23 Und
der HERR redete mit Mose und sprach:
24 Sage der Gemeinde und sprich:
Weicht ringsherum von der Wohnung Korahs und Dathans und Abirams.
25 Und Mose stand auf und
ging zu Dathan und Abiram, und die Ältesten Israels folgten ihm nach,
26 und er redete mit der
Gemeinde und sprach: Weichet von den Hütten dieser gottlosen Menschen und rührt
nichts an, was ihr ist, daß ihr nicht vielleicht umkommt in irgend einer ihrer
Sünden.
27 Und sie gingen hinweg
von der Hütte Korahs, Dathans und Abirams. Dathan aber und Abiram gingen heraus
und traten an die Tür ihrer Hütten mit ihren Weibern und Söhnen und Kindern.
28 Und Mose sprach: Dabei
sollt ihr merken, daß mich der HERR gesandt hat, daß ich alle diese Werke täte,
und nicht aus meinem Herzen:
29 werden sie sterben,
wie alle Menschen sterben, oder heimgesucht, wie alle Menschen heimgesucht
werden, so hat mich der HERR nicht gesandt;
30 wird aber der HERR
etwas Neues schaffen, daß die Erde ihren Mund auftut und verschlingt sie mit
allem, was sie haben, daß sie lebendig hinunter in die Hölle fahren, so werdet
ihr erkennen, daß diese Leute den HERRN gelästert haben.
31 Und als er
diese Worte hatte alle ausgeredet, zerriß die Erde unter ihnen
32 und tat ihren
Mund auf und verschlang sie mit ihren Häusern, mit allen Menschen, die bei Korah
waren, und mit aller ihrer Habe;
33 und sie fuhren
hinunter lebendig in die Hölle mit allem, was sie hatten, und die Erde deckte
sie zu, und kamen um aus der Gemeinde.
34 Und ganz
Israel, das um sie her war, floh vor ihrem Geschrei; denn sie sprachen: daß uns
die Erde nicht auch verschlinge!
35 Dazu fuhr das
Feuer aus von dem HERRN und fraß die zweihundertundfünfzig Männer, die das
Räuchwerk opferten.
17. Kap.
9 Und der HERR redete mit Mose und
sprach:
10
Hebt Euch aus dieser Gemeinde; ich will sie plötzlich vertilgen.
Und sie fielen auf ihr Angesicht.
11
Und Mose sprach zu Aaron: Nimm die Pfanne und tue Feuer darein vom Altar
und lege Räuchwerk darauf, und gehe eilend zu der Gemeinde und versöhne sie;
denn das Wüten ist von dem HERRN ausgegangen, un die Plage ist angegangen.
12
Und Aaron nahm, wie ihm Mose gesagt hatte, und lief mitten unter die
Gemeinde (und siehe, die Plage war angegangen unter dem Volk), und räucherte
und versöhnte das Volk,
13
Und stand zwischen den Toten und Lebendigen. Da ward der Plage gewehrt.
14
Derer aber, die an der
Plage gestorben waren, waren 14700 ohne die, so mit Korah starben.
25 Der
HERR sprach aber zu Mose: Trage den Stecken Aarons wieder vor das Zeugnis, daß
er verwahrt werde zum Zeichen den ungehorsamen Kindern, daß ihr Murren von
mir aufhöre, daß sie nicht sterben.
18. Kap.
7 Du aber und deine
Söhne mit dir sollt eures Priestertums warten, daß ihr dienet in allerlei
Geschäft des Altars und inwendig hinter dem Vorhang; denn euer Priestertum gebe
ich euch zum Amt, zum Geschenk. Wenn ein Fremder sich herzutut, der soll
sterben.
21. Kap.
1 Und da die Kanaaniter,
der König von Arad, der gegen Mittag wohnte, hörte, daß Israel hereinkommt
durch den Weg der Kundschafter, stritt er wider Israel und führte etliche
gefangen.
2 Da gelobte Israel dem
HERRN ein Gelübde und sprach: Wenn du dies Volk unter Meine Hand gibst, so will
ich ihre Städte verbannen.
3 Und der HERR erhörte
die Stimme Israels und gab die Kanaaniter, und sie verbannten sie samt ihren Städten
und hießen die Stätte Horma.
4 Da zogen sie von dem
Berge Hor auf dem Wege gegen das Schilfmeer, daß sie um der Edomiter Land
hinzögen. Und das Volk ward verdrossen auf dem Wege
5 und redete wider Gott
und wider Mose: Warum hast du uns aus Ägypten geführt, daß wir sterben in der
Wüste? Denn es ist kein Brot noch Wasser hier, und unsre Seele ekelt vor dieser
mageren Speise.
6 Da sandte der HERR
feurige Schlangen unter das Volk; die bissen das Volk, daß viel Volks in Israel
starb.
34 Und der HERR sprach zu
Mose: Fürchte dich nicht vor ihm; denn ich habe ihn in deine Hand gegeben mit
Land und Leuten, und du sollst mit ihm tun, wie du mit Sihon, dem König der
Amoriter, getan hast, der zu Hesbon wohnte.
35 Und sie schlugen ihn und
seine Söhne und all sein Volk, bis daß keiner übrigblieb, und nahmen das Land
ein.
25. Kap.
1 Und Israel wohnte in
Sittim. Und das Volk hob an zu huren mit der Moabiter Töchtern,
2 welche luden das Volk
zum Opfer ihrer Götter. Und das Volk aß und betete ihre Götter an.
3 Und Israel hängte sich
an den Baal-Peor. Da ergrimmte des HERRN Zorn über Israel,
4 und er sprach zu Mose:
nimm alle Obersten des Volks und hänge sie dem HERRN auf an der Sonne, auf daß
der grimmige Zorn des HERRN von Israel gewandt werde.
5 Und Mose sprach zu den
Richtern Israels: Erwürge ein jeglicher seine Leute, die sich an den Baal-Peor
gehängt haben.
6 Und siehe, ein Mann
aus den Kindern Israel kam und brachte unter seine Brüder eine Midianitin vor
den Augen Mose's und der ganzen Gemeinde der Kinder Israel, die da weinten vor
der Tür der Hütte des Stifts.
7 Da das sah Pinehas,
der Sohn Eleasars, des Sohnes Aarons, des Priesters, stand er auf aus der
Gemeinde und nahm einen Spieß in seine Hand
8 und ging dem
israelitischen Mann nach hinein in die Kammer und durchstach sie beide, den
israelitischen Mann und das Weib, durch ihren Bauch. Da hörte die Plage auf
von den Kindern Israel.
9 Und es wurden getötet in
der Plage vierundzwanzigtausend.
16 Und
der HERR redete mit Mose und sprach:
17 Tut
den Midianitern Schaden und schlagt sie;
18 denn sie haben euch
Schaden getan mit ihrer List, die sie wider euch geübt haben durch den Peor und
durch ihre Schwester Kosbi, die Tochter des Fürsten der Midianiter, die
erschlagen ist am Tag der Plage um des Peor willen.
31. Kap.
1 Und
der HERR redete mit Mose und sprach:
2 Räche die Kinder
Israel an den Midianitern, daß du darnach dich sammelst zu deinem
Volk.
3 Da redete Mose mit dem
Volk und sprach: Rüstet unter euch Leute zum Heer wider die Midianiter, daß sie
den HERRN rächen an den Midianitern,
4 aus jeglichem Stamm
tausend, daß ihr aus allen Stämmen Israels in das Heer schickt.
5 Und sie nahmen aus den
Tausenden Israels je tausend eines Stammes, zwölftausend gerüstet zum Heer.
6 Und Mose schickte sie
mit Pinehas, dem Sohn Eleasars, des Priesters, ins Heer und die heiligen Geräte
und die Halldrommeten in seiner Hand.
7 Und sie führten das
Heer wider die Midianiter, wie der HERR dem Mose geboten hatte, und
erwürgten alles, was männlich war.
8 Dazu die Könige der
Midianiter erwürgten sie samt ihren Erschlagenen, nämlich Evi, Rekem, Zur, Hur
und Reba, die fünf Könige der Midianiter. Bileam, den Sohn Beors, erwürgten sie
auch mit dem Schwert.
9 Und die Kinder
Israel nahmen gefangen die Weiber der Midianiter und ihre Kinder; all ihr Vieh,
alle ihre Habe und alle ihre Güter raubten sie,
10 und verbrannten
mit Feuer alle ihre Städte ihrer Wohnungen und alle Zeltdörfer.
11 Und nahmen
allen Raub und alles, was zu nehmen war, Menschen und Vieh,
12 und brachten's zu Mose
und zu Eleasar, dem Priester, und zu der Gemeinde der Kinder Israel, nämlich
die Gefangenen und das genommene Vieh und das geraubte Gut ins Lager auf der Moabiter
Gefilde, das am Jordan liegt gegenüber Jericho.
13 Und Mose und Eleasar,
der Priester, und alle Fürsten der Gemeinde gingen ihnen entgegen, hinaus vor
das Lager.
14 Und
Mose ward zornig über die Hauptleute des Heeres, die Hauptleute über tausend
und über hundert waren, die aus dem Heer und Streit kamen,
15 und
sprach zu ihnen: Warum habt ihr alle Weiber leben lassen?
16 Siehe, haben nicht
dieselben die Kinder Israel durch Bileams Rat abwendig gemacht, daß sie sich
versündigten am HERRN über dem Peor und eine Plage der Gemeinde des HERRN
widerfuhr?
17 So
erwürget nun alles, was männlich ist unter den Kindern, und alle Weiber, die
Männer erkannt und beigelegen haben;
18 aber
alle Kinder, die weiblich sind und nicht Männer erkannt haben, die laßt für
euch leben.
19 Und lagert euch
draußen vor dem Lager sieben Tage, alle, die jemand erwürgt oder Erschlagene
angerührt haben, daß ihr euch entsündigt am dritten und am siebenten Tage, samt
denen, die ihr gefangen genommen habt.
20 Und alle Kleider und
alles Gerät von Fellen und alles Pelzwerk und alles hölzerne Gefäß sollt ihr
entsündigen.
21 Und Eleasar, der
Priester, sprach zu dem Kriegsvolk, das in den Streit gezogen war: Das ist das
Gesetz, welches der HERR dem Mose geboten hat:
22 Gold,
Silber, Erz, Eisen, Zinn und Blei
23 und alles was das
Feuer leidet, sollt ihr durchs Feuer lassen gehen und reinigen; nur daß es mit
dem Sprengwasser entsündigt werde. Aber alles, was das Feuer nicht leidet,
sollt ihr durchs Wasser gehen lassen.
24 Und sollt eure Kleider
waschen am siebenten Tage, so werdet ihr rein; darnach sollt ihr ins Lager
kommen.
25 Und
der HERR redete mit Mose und sprach:
26 Nimm die Summe des
Raubes der Gefangenen, an Menschen und an Vieh, du und Eleasar, der Priester,
und die obersten Väter der Gemeinde;
27 und gib die
Hälfte denen, die ins Heer gezogen sind und die Schlacht getan haben, und die
andere Hälfte der Gemeinde.
28 Du sollst aber dem
HERRN heben von den Kriegsleuten, die ins Heer gezogen sind, je fünf Hunderten
eine Seele, an Menschen, Rindern, Eseln und Schafen.
29 Von ihrer Hälfte
sollst du es nehmen und dem Priester Eleasar geben zur Hebe dem HERRN.
30 Aber von der Hälfte
der Kinder Israel sollst du je ein Stück von fünfzigen nehmen, an Menschen,
Rindern, Eseln und Schafen und von allem Vieh, und sollst es den Leviten geben,
die des Dienstes warten an der Wohnung des HERRN.
31
Und Mose und Eleasar, der Priester, taten, wie
der HERR dem Mose geboten hatte.
32 Und es war die
übrige Ausbeute, die das Kriegsvolk geraubt hatte, sechsmal hundert und
fünfundsiebzigtausend Schafe,
33
zweiundsiebzigtausend Rinder,
34
einundsechzigtausend Esel
35
und der Mädchen, die nicht Männer erkannt
hatten, zweiunddreißigtausend Seelen.
36 Und die Hälfte,
die denen, so ins Heer gezogen waren, gehörte, war an der Zahl dreihundertmal
und siebenunddreißigtausend und fünfhundert Schafe;
37 davon wurden
dem HERRN sechshundertfünfundsiebzig Schafe.
38 Desgleichen
sechsunddreißigtausend Rinder; davon wurden dem HERRN zweiundsiebzig.
39 Desgleichen
dreißigtausend und fünfhundert Esel; davon wurden dem HERRN einundsechzig.
40 Desgleichen
Menschenseelen, sechzehntausend Seelen; davon wurden dem HERRN zweiunddreißig
Seelen.
41 Und Mose gab solche
Hebe des HERRN dem Priester Eleasar, wie ihm der HERR geboten hatte.
42 Aber die andere
Hälfte, die Mose den Kindern Israel zuteilte von den Kriegsleuten,
43 nämlich die
Hälfte, der Gemeinde zuständig, war auch dreihundertmal und siebenunddreißigtausend
fünfhundert Schafe,
44 sechsunddreißigtausend
Rinder,
45 dreißigtausend
und fünfhundert Esel
46 und
sechzehntausend Menschenseelen.
47 Und Mose nahm von
dieser Hälfte der Kinder Israel je ein Stück von fünfzigen, sowohl des Viehs
als der Menschen, und gab's den Leviten, die des Dienstes warteten an der
Wohnung des HERRN, wie der HERR dem Mose geboten hatte.
48 Und es traten herzu
die Hauptleute über die Tausende des Kriegsvolks, nämlich die über tausend und
über hundert waren, zu Mose
49 und sprachen zu ihm:
Deine Knechte haben die Summe genommen der Kriegsleute, die unter unsern Händen
gewesen sind, und fehlt nicht einer.
50 Darum bringen wir dem
HERRN Geschenke, was ein jeglicher gefunden hat von goldenem Geräte, Ketten,
Armgeschmeide, Ringe, Ohrenringe und Spangen, daß unsere Seelen versöhnt werden
vor dem HERRN.
51 Und Mose samt dem
Priester Eleasar nahm von ihnen das Gold von allerlei Geräte.
52 Und alles Goldes Hebe,
das sie dem HERRN hoben, war sechzehntausend und siebenhundertfünfzig Lot von
den Hauptleuten über tausend und hundert.
53 Denn
die Kriegsleute hatten geraubt ein jeglicher für sich.
54 Und Mose mit Eleasar,
dem Priester, nahm das Gold von den Hauptleuten über tausend und hundert, und
brachten es in die Hütte des Stifts zum Gedächtnis der Kinder Israel vor dem
HERRN.
32. Kap.
13 Also ergrimmte des
HERRN Zorn über Israel, und er ließ sie hin und her
in der Wüste ziehen vierzig Jahre, bis daß ein Ende
ward all des Geschlechts, das übel getan hatte vor dem HERRN.
33. Kap.
3 Sie zogen aus von
Raemses am fünfzehnten Tag des ersten Monats, dem zweiten Tage der Ostern,
durch eine hohe Hand, daß es alle Ägypter sahen,
4 als sie eben die
Erstgeburt begruben, die der HERR unter ihnen geschlagen hatte;
denn der HERR hatte auch an ihren Göttern Gericht geübt.
50 Und der HERR redete
mit Mose in dem Gefilde der Moabiter an dem Jordan gegenüber Jericho und
sprach:
51 Rede mit den
Kindern Israel und sprich zu ihnen: Wenn ihr über den Jordan
gegangen seid in das Land Kanaan,
52 so
sollt ihr alle Einwohner vertreiben vor eurem Angesicht
und alle ihre Säulen und alle ihre gegossenen Bilder zerstören und alle ihre
Höhen vertilgen,
53 daß ihr also das Land einnehmet
und darin wohnet; denn euch habe ich das Land gegeben, daß ihr's einnehmet.
54 Und sollt das Land
austeilen durchs Los unter eure Geschlechter. Denen, deren viele sind, sollt
ihr desto mehr zuteilen, und denen, deren wenige sind, sollt ihr desto weniger
zuteilen. Wie das Los einem jeglichen daselbst fällt, so soll er's haben; nach
den Stämmen eurer Väter sollt ihr's austeilen.
55 Werdet ihr aber die
Einwohner des Landes nicht vertreiben vor eurem Angesicht, so werden euch die,
so ihr überbleiben laßt, zu Dornen werden in euren Augen und zu Stacheln in
euren Seiten und werden euch drängen in dem Lande darin ihr wohnet.
56 So wird's dann gehen,
daß ich euch gleich tun werde, wie ich gedachte ihnen zu tun.
35. Kap.
16 Wer jemand mit einem
Eisen schlägt, daß er stirbt, der ist ein Totschläger und soll des Todes
sterben.
17 Wirft er ihn
mit einem Stein, mit dem jemand mag getötet werden, daß er davon stirbt, so ist
er ein Totschläger und soll des Todes sterben.
18 Schlägt er ihn
aber mit einem Holz, mit dem jemand mag totgeschlagen werden, daß er stirbt, so
ist er ein Totschläger und soll des Todes sterben.
19 Der Rächer des
Bluts soll den Totschläger zum Tode bringen; wo er ihm begegnet, soll er ihn
töten.
20 Stößt er ihn
aus Haß oder wirft etwas auf ihn aus List, daß er stirbt,
21 oder schlägt
ihn aus Feindschaft mit seiner Hand, daß er stirbt, so soll er des Todes
sterben, der ihn geschlagen hat; denn er ist ein Totschläger. Der Rächer des
Bluts soll ihn zum Tode bringen, wo er ihm begegnet.
26 Wird aber der
Totschläger aus seiner Freistadt Grenze gehen, dahin er geflohen ist,
27 und der
Bluträcher findet ihn außerhalb der Grenze seiner Freistadt und schlägt ihn
tot, so soll er des Bluts nicht schuldig sein.
30 Den Totschläger soll
man töten nach dem Mund zweier Zeugen. Ein Zeuge soll nicht aussagen über eine
Seele zum Tode.
31 Und ihr sollt keine
Versühnung nehmen für die Seele eines Totschlägers; denn er ist des Todes
schuldig, und er soll des Todes sterben.
5. Buch Mose (Deuteronium)
4. Kap.
24
Denn der HERR, dein Gott, ist ein verzehrendes
Feuer und ein eifriger Gott.
25 Wenn
ihr nun aber Kinder zeuget und Kindeskinder und im Lande wohnet und verderbt euch
und machet euch Bilder irgend einer Gestalt, daß ihr übel tut vor dem HERRN,
eurem Gott, und ihr ihn erzürnet:
26 so rufe ich
heutigestages über euch zu Zeugen Himmel und Erde, daß ihr werdet bald umkommen
von dem Lande, in welches ihr gehet über den Jordan, daß ihr's einnehmet; ihr
werdet nicht lange darin bleiben, sondern werdet vertilgt werden.
27 Und der HERR wird euch
zerstreuen unter die Völker, und wird euer ein geringer Haufe übrig
sein unter den Heiden, dahin euch der HERR treiben wird.
7. Kap.
1 Wenn
dich der HERR, dein Gott, in das Land bringt, darein du kommen wirst, es
einzunehmen, und ausgerottet viele Völker vor dir her, die Hethiter,
Girgasiter, Amoriter, Kanaaniter, Pheresiter, Heviter und Jebusiter, sieben
Völker, die größer und stärker sind denn du,
2 und
wenn sie der HERR, dein Gott, vor dir dahingibt, daß du sie schlägst, so sollt
ihr sie verbannen, daß du keinen Bund mit ihnen machest noch ihnen Gunst
erzeigest.
3 Und sollst dich mit
ihnen nicht befreunden: eure Töchter sollt ihr nicht geben ihren Söhnen, und
ihre Töchter sollt ihr nicht nehmen euren Söhnen.
4 Denn sie werden eure
Söhne mir abfällig machen, daß sie andern Göttern dienen; so wird dann des
HERRN Zorn ergrimmen über euch und euch bald vertilgen.
5 Sondern also sollt ihr
mit ihnen tun: ihre Altäre sollt ihr zerreißen, ihre Säulen zerbrechen, ihre
Haine abhauen und ihre Götzen mit Feuer verbrennen.
9 So
sollst du nun wissen, daß der HERR, dein Gott, ein Gott ist, ein treuer Gott,
der den Bund und die Barmherzigkeit hält denen, die ihn lieben und seine Gebote
halten, in tausend Glieder,
10 und vergilt denen, die
ihn hassen, ins Angesicht, daß er sie umbringe,
und säumt sie nicht, daß er denen vergelte ins Angesicht, die ihn hassen.
16
Du wirst alle Völker verzehren, die der HERR, dein
Gott, dir geben wird. Du sollst ihrer nicht schonen und ihren
Göttern nicht dienen; denn das würde dir ein Strick sein.
19
durch große Versuchungen, die du mit Augen
gesehen hast, und durch Zeichen und Wunder, durch mächtige Hand und
ausgereckten Arm, womit dich der HERR, dein Gott, ausführte. Also wird der
HERR, dein Gott, allen Völkern tun, vor denen du dich fürchtest.
20 Dazu wird der HERR,
dein Gott, Hornissen unter sie senden, bis umgebracht werde, was übrig ist und
sich verbirgt vor dir.
21 Laß
dir nicht grauen vor ihnen; denn der HERR, dein Gott, ist unter dir, der große
und schreckliche Gott.
22 Er, der HERR, dein
Gott, wird diese Leute ausrotten vor dir, einzeln nacheinander. Du kannst sie
nicht eilend vertilgen, auf daß sich nicht wider dich mehren die Tiere auf dem
Felde.
23 Der HERR, dein Gott,
wird sie vor dir dahingeben und wird sie mit großer Schlacht erschlagen, bis er
sie vertilge,
24 und wird dir ihre
Könige in deine Hände geben, und du sollst ihren Namen umbringen unter dem
Himmel. Es wird dir niemand widerstehen, bis du sie vertilgst.
25 Die Bilder ihrer
Götter sollst du mit Feuer verbrennen, und sollst nicht begehren des Silbers
oder Goldes, das daran ist, oder es zu dir nehmen, daß du dich nicht darin
verstrickst; denn solches ist dem HERRN, deinem Gott, ein Greuel.
26 Darum sollst du nicht
in dein Haus den Greuel bringen, daß du nicht wie dasselbe verbannt werdest;
sondern du sollst einen Ekel und Greuel daran haben, denn es ist verbannt.
9.Kap.
2 ein
großes, hohes Volk, die Enakiter, die du kennst, von denen du auch gehört hast:
Wer kann wider die Kinder Enak bestehen?
3 So sollst du wissen
heute, daß der HERR, dein Gott, vor dir her geht, ein verzehrendes Feuer. Er
wird sie vertilgen und wird sie unterwerfen vor dir her, und du wirst sie
vertreiben und umbringen bald, wie dir der HERR geredet hat.
4 Wenn nun der HERR,
dein Gott, sie ausgestoßen hat vor dir her, so sprich nicht in deinem Herzen:
Der HERR hat mich hereingeführt, dies Land einzunehmen, um meiner Gerechtigkeit
willen, so doch der HERR diese Heiden vertreibt vor dir her um ihres gottlosen
Wesens willen.
5 Denn du kommst nicht
herein, ihr Land einzunehmen, um deiner Gerechtigkeit und deines aufrichtigen
Herzens willen; sondern der HERR, dein Gott, vertreibt diese Heiden um ihres
gottlosen Wesens willen, daß er das Wort halte, das der HERR geschworen hat
deinen Vätern Abraham, Isaak und Jakob.
6 So wisse nun, daß der
HERR, dein Gott, dir nicht um deiner Gerechtigkeit willen dies gute Land gibt
einzunehmen, sintemal du ein halsstarriges Volk bist.
10. Kap.
17
Denn der HERR, euer Gott, ist ein Gott aller
Götter und HERR über alle Herren, ein großer Gott, mächtig und schrecklich, der
keine Person achtet und kein Geschenk nimmt.
11.Kap.
16
Hütet euch aber, daß sich euer Herz nicht
überreden lasse, daß ihr abweichet und dienet andern Göttern und betet sie an,
17 und daß dann der Zorn
des HERRN ergrimme über euch und schließe den Himmel zu, daß kein Regen komme
und die Erde ihr Gewächs nicht gebe und ihr bald umkommt
von dem guten Lande, das euch der HERR gegeben hat.
23
so wir der HERR alle diese Völker vor euch her
ausstoßen, daß ihr größere und stärkere Völker vertreibt, denn ihr seid.
24 Alle Orte, darauf eure
Fußsohle tritt, sollen euer sein; von der Wüste an und von dem Berge Libanon
und von dem Wasser Euphrat bis ans Meer gegen Abend soll eure Grenze sein.
25 Niemand wird euch
widerstehen können. Furcht und Schrecken vor euch wird der HERR über alles
Land kommen lassen, darauf ihr tretet, wie er euch verheißen hat.
12. Kap.
2 Verstört
alle Orte, da die Heiden, die ihr vertreiben werdet, ihren Göttern gedient
haben, es sei auf hohen Bergen, auf Hügeln oder unter
grünen Bäumen,
3 und reißt um ihre
Altäre und zerbrecht ihre Säulen und verbrennt mit Feuer ihre Haine, und die
Bilder ihrer Götter zerschlagt, und vertilgt ihren Namen aus demselben Ort.
13. Kap.
2 Wenn
ein Prophet oder Träumer unter euch soll aufstehen und gibt dir ein Zeichen
oder Wunder,
3 und das
Zeichen oder Wunder kommt, davon er dir gesagt hat, und er spricht: Laß uns
andern Göttern folgen, die ihr nicht kennt, und ihnen dienen;
4 s o sollst du nicht gehorchen den Worten des
Propheten oder Träumers; denn der HERR, euer Gott, versucht euch, daß er
erfahre, ob ihr ihn von ganzem Herzen liebhabt.
5 Denn
ihr sollt dem HERRN, eurem Gott, folgen und ihn fürchten und seine Gebote
halten und seiner Stimme gehorchen und ihm dienen und ihm anhangen.
6 Der
Prophet aber oder der Träumer soll sterben, darum daß er euch von dem
HERRN, eurem Gott, der euch aus Ägyptenland geführt und dich von dem
Diensthause erlöst hat, abzufallen gelehrt und dich aus dem Wege verführt hat,
den der HERR, dein Gott, geboten hat, darin zu wandeln, auf daß du das Böse von
dir tust.
7 Wenn
dich dein Bruder, deiner Mutter Sohn, oder dein Sohn oder deine Tochter oder
das Weib in deinen Armen oder dein Freund, der dir ist wie dein Herz, heimlich
überreden würde und sagen: Laß uns gehen und andern Göttern dienen! -die du
nicht kennst noch deine Väter,
8 von den
Göttern der Völker, die um euch her sind, sie seien dir nahe oder ferne, von
einem Ende der Erde bis an das andere,
9 so
willige nicht darein und gehorche ihm nicht. Auch soll dein Auge seiner nicht
schonen, und sollst dich seiner nicht erbarmen noch ihn verbergen,
10
sondern sollst ihn erwürgen. Deine Hand soll die erste über ihm sein,
daß man ihn töte, und darnach die Hand des ganzen Volks.
11 Man
soll ihn zu Tode steinigen, denn er hat dich wollen verführen von dem HERRN,
deinem Gott, der dich aus Ägyptenland, aus dem Diensthaus, geführt hat,
12 auf
daß ganz Israel höre und fürchte sich und man nicht mehr solch Übel vornehme
unter euch.
13 Wenn du hörst von
irgend einer Stadt, die dir der HERR, dein Gott, gegeben hat, darin zu wohnen,
daß man sagt:
14 Es sind etliche
heillose Leute ausgegangen unter dir und haben die Bürger ihrer Stadt verführt
und gesagt: Laßt uns gehen und andern Göttern dienen! -die ihr nicht kennt-
15 so sollst du sie
fleißig suchen, forschen und fragen. Und so sich findet die Wahrheit, daß es
gewiß also ist, daß der Greuel unter euch geschehen ist,
16 so sollst du
die Bürger derselben Stadt schlagen mit des Schwertes Schärfe und sie verbannen
mit allem, was darin ist, und ihr Vieh mit der Schärfe des Schwerts.
17 Und allen ihren
Raub sollst du sammeln mitten auf die Gasse und mit Feuer verbrennen, die Stadt
und allen ihren Raub miteinander, dem HERRN, deinem Gott, daß sie auf einem
Haufen liege ewiglich und nie wieder gebaut werde.
18 Und laß nichts von
dem Bann an deiner Hand hangen, auf daß der HERR von dem Grimm seines Zorns
abgewendet werde und gebe dir Barmherzigkeit und erbarme sich deiner und mehre
dich, wie er den Vätern geschworen hat;
19 darum daß du der
Stimme des HERRN, deines Gottes, gehorcht hast, zu halten alle seine Gebote,
die ich dir heute gebiete, daß du tust, was recht ist vor den Augen des HERRN,
deines Gottes.
17. Kap.
2 Wenn
unter dir in der Tore einem, die dir der HERR, geben wird, jemand gefunden
wird, Mann oder Weib, der da übel tut vor den Augen des HERRN, deines Gottes,
daß er seinen Bund übertritt
3 und hingeht und dient
andern Göttern und betet sie an, es sei Sonne oder Mond oder allerlei Heer des
Himmels, was ich nicht geboten habe,
4 und es wird dir
angesagt, und du hörst es, so sollst du wohl darnach fragen. Und wenn du
findest, das es gewiß wahr ist, daß solcher Greuel in Israel geschehen ist,
5 so sollst du den Mann
oder das Weib ausführen, die solches Übel getan haben, zu deinem Tor und sollst
sie zu Tode steinigen.
12
Und wo jemand vermessen handeln würde, daß er
dem Priester nicht gehorchte, der daselbst in des HERRN, deines Gottes, Amt
steht, oder dem Richter, der soll sterben, und sollst
das Böse aus Israel tun,
13 daß es alles Volk höre
und sich fürchte und nicht mehr vermessen sei.
18. Kap.
20
Doch wenn ein Prophet vermessen ist, zu reden in
meinem Namen, was ich ihm nicht geboten habe zu reden, und wenn einer redet in dem
Namen anderer Götter, derselbe Prophet soll sterben.
19. Kap.
11
Wenn aber jemand Haß trägt wider seinen
Nächsten und lauert auf ihn und macht sich über ihn und schlägt ihn tot und
flieht in dieser Städte eine,
12 so sollen die
Ältesten in seiner Stadt hinschicken und ihn von da holen lassen und ihn in die
Hände des Bluträchers geben, daß er sterbe.
20. Kap.
10 Wenn du vor eine Stadt ziehst, sie zu bestreiten, so sollst du ihr den Frieden anbieten.
11 Antwortet sie dir
friedlich und tut dir auf, so soll das Volk, das darin gefunden wird dir
zinsbar und untertan sein.
12
Will sie aber nicht friedlich mit dir
handeln und will mit dir kriegen, so belagere sie.
13 Und
wenn sie der HERR, dein Gott, dir in die Hand gibt, so sollst du alles, was männlich
darin ist, mit des Schwertes Schärfe schlagen.
14 Allein
die Weiber, die Kinder und das Vieh und alles, was in der Stadt ist, und allen
Raub sollst du unter dich austeilen und sollst essen von der Ausbeute deiner
Feinde, die dir der HERR, dein Gott, gegeben hat.
15 Also
sollst du allen Städten tun, die sehr ferne von dir liegen und nicht von den
Städten dieser Völker hier sind.
16 Aber
in den Städten dieser Völker, die dir der HERR, dein Gott, zum Erbe geben wird,
sollst du nichts leben lassen, was Odem hat,
17 sondern
sollst sie verbannen, nämlich die Hethiter, Amoriter, Kanaaniter, Pheresiter,
Heviter und Jebusiter, wie dir der HERR, dein Gott, geboten hat,
18 auf daß sie euch nicht
lehren tun alle die Greuel, die sie ihren Göttern tun, und ihr euch versündigt
an dem HERR, eurem Gott.
21. Kap.
18 Wenn
jemand einen eigenwilligen und ungehorsamen Sohn hat, der seines Vaters und
seiner Mutter Stimme nicht gehorcht und, wenn sie ihn züchtigen, ihnen nicht
gehorchen will,
19 so
sollen ihn Vater und Mutter greifen und zu den Ältesten der Stadt führen und zu
dem Tor des Orts,
20 und
zu den Ältesten der Stadt sagen: Dieser unser Sohn ist eigenwillig und
ungehorsam und gehorcht unsrer Stimme nicht und ist ein Schlemmer und ein
Trunkenbold.
21 So
sollen ihn steinigen alle Leute der Stadt, daß er sterbe, und sollst also das
Böse von dir tun, daß es ganz Israel höre und sich fürchte.
22. Kap.
20 Ist's
aber Wahrheit, daß die Dirne nicht ist Jungfrau gefunden,
21 so
soll man sie heraus vor die Tür ihres Vaters Hauses führen, und die Leute der
Stadt sollen sie zu Tode steinigen, darum daß sie eine
Torheit in Israel begangen und in ihres Vaters Hause gehurt hat; und sollst das
Böse von dir tun.
22 Wenn jemand
gefunden wird, der bei einem Weibe schläft, die einen Ehemann hat, so sollen
sie beide sterben, der Mann und das Weib, bei dem er geschlafen hat; und sollst
das Böse von Israel tun.
23 Wenn eine Dirne
jemand verlobt ist, und ein Mann kriegt sie in der Stadt und schläft bei ihr,
24 so sollt ihr
sie alle beide zu der Stadt Tor ausführen und sollt sie steinigen, daß sie
sterben; die Dirne darum, daß sie nicht geschrieen hat, da sie doch in der
Stadt war; den Mann darum, daß er seines Nächsten Weib geschändet hat; und
sollst das Böse von dir tun.
25 Wenn aber
jemand eine verlobte Dirne auf dem Felde kriegt und ergreift sie und schläft
bei ihr, so soll der Mann allein sterben, der bei ihr geschlafen hat,
24. Kap.
1 Wenn
jemand ein Weib nimmt und ehelicht sie, und sie nicht Gnade findet vor seinen
Augen, weil er etwas schändliches an ihr gefunden hat, so soll er einen
Scheidebrief schreiben und ihr in die Hand geben und sie aus seinem Haus
entlassen.
7 Wenn
jemand gefunden wird, der aus seinen Brüdern, aus den Kindern Israel, eine Seele
stiehlt, und versetzt oder verkauft sie: solcher Dieb soll sterben, daß du das
Böse von dir tust.
28. Kap.
7 Und
der HERR wird deine Feinde, die sich wider dich auflehnen, vor dir schlagen;
durch einen Weg sollen sie ausziehen wider dich, und durch sieben Wege vor dir
fliehen.
15
Wenn du aber nicht gehorchen wirst der
Stimme des HERRN, deines Gottes, daß du hältst und tust alle seine Gebote und
Rechte, die ich dir heute gebiete, so werden alle Flüche über dich kommen und
dich treffen.
16 Verflucht wirst
du sein in der Stadt, verflucht auf dem Acker.
17 Verflucht
wird sein dein Korb und dein Backtrog.
18 Verflucht wird
sein die Frucht deines Leibes, die Frucht deines Landes, die Frucht deiner
Rinder und die Frucht deiner Schafe.
19 Verflucht wirst
du sein, wenn du eingehst, verflucht, wenn du ausgehst.
20 Der HERR wird
unter dich senden Unfall, Unruhe und Unglück in allem, was du vor die Hand
nimmst, was du tust, bis du vertilgt werdest und bald untergehst um deines
bösen Wesens willen, darum daß du mich verlassen hast.
21 Der HERR wird
dir die Pestilenz anhängen, bis daß er dich vertilge in dem Lande, dahin du
kommst, es einzunehmen.
22 Der HERR wird
dich schlagen mit Darre, Fieber, Hitze, Brand, Dürre, giftiger Luft und
Gelbsucht und wird dich verfolgen, bis er dich umbringe.
23 Dein Himmel,
der über deinem Haupt ist, wird ehern sein und die Erde unter dir eisern.
24 Der HERR wird
deinem Lande Staub und Asche für Regen geben vom Himmel auf dich, bis du
vertilgt werdest.
25 Der HERR wird
dich vor deinen Feinden schlagen; durch einen Weg wirst du zu ihnen ausziehen,
und durch sieben Wege wirst du vor ihnen fliehen und wirst zerstreut werden
unter alle Reiche auf Erden.
26 Dein Leichnam
wird eine Speise sein allen Vögeln des Himmels und allen Tieren auf Erden, und
niemand wird sein, der sie scheucht.
27 Der HERR wird
dich schlagen mit Drüsen Ägyptens, mit Feigwarzen, mit Grind und Krätze, daß du
nicht kannst heil werden.
28 Der HERR wird
dich schlagen mit Wahnsinn, Blindheit und Rasen des Herzens;
29 und wirst
tappen am Mittag, wie ein Blinder tappt im Dunkeln; und wirst auf deinem Wege
kein Glück haben; und wirst Gewalt und Unrecht leiden müssen dein Leben lang,
und niemand wird dir helfen.
30 Ein Weib wirst
du dir vertrauen lassen; aber ein anderer wird bei ihr schlafen. Ein Haus wirst
du bauen; aber du wirst nicht darin wohnen. Einen Weinberg wirst du pflanzen;
aber du wirst seine Früchte nicht genießen.
31 Dein Ochse wird
vor deinen Augen geschlachtet werden; aber du wirst nicht davon essen. Dein
Esel wird vor deinem Angesicht mit Gewalt genommen und dir nicht wiedergegeben
werden. Dein Schaf wird deinen Feinden gegeben werden, und niemand wird dir
helfen.
32 Deine Söhne und
Töchter werden einem andern Volk gegeben werden, daß deine Augen zusehen und
verschmachten über ihnen täglich; und wird keine Stärke in deinen Händen sein.
33 Die Früchte
deines Landes und alle deine Arbeit wird ein Volk verzehren, das du nicht kennst,
und wirst Unrecht leiden und zerstoßen werden dein Leben lang
34 und wirst
unsinnig werden vor dem, das deine Augen sehen müssen.
35 Der HERR wird
dich schlagen mit bösen Drüsen an den Knieen und Waden, daß du nicht kannst geheilt
werden, von den Fußsohlen an bis auf den Scheitel.
36 Der HERR wird
dich und deinen König, den du über dich gesetzt hast, treiben unter ein Volk,
das du nicht kennst noch deine Väter; und wirst daselbst dienen andern Göttern:
Holz und Steinen.
37 Und wirst ein
Scheusal und ein Sprichwort und Spott sein unter allen Völkern, dahin dich der
HERR getrieben hat.
38 Du wirst viel
Samen ausführen auf das Feld, und wenig einsammeln; denn die Heuschrecken
werden's abfressen.
39 Weinberge wirst
du pflanzen und bauen, aber keinen Wein trinken noch lesen; denn die Würmer
werden's verzehren.
40 Ölbäume wirst
du haben in allen deinen Grenzen; aber du wirst dich nicht salben mit Öl, denn
dein Ölbaum wird ausgerissen werden.
41 Söhne und
Töchter wirst du zeugen, und doch nicht haben; denn sie werden gefangen
weggeführt werden.
42 Alle deine
Bäume und Früchte deines Landes wird das Ungeziefer fressen.
43 Der Fremdling,
der bei dir ist, wird über dich steigen und immer oben schweben; du aber wirst
heruntersteigen und immer unterliegen.
44 Er wird dir
leihen, du aber wirst ihm nicht leihen; er wird das Haupt sein, und du wirst
der Schwanz sein.
45 Und alle diese
Flüche werden über dich kommen und dich verfolgen und treffen, bis du vertilgt
werdest, darum daß du der Stimme des HERRN, deines Gottes, nicht gehorcht hast,
daß du seine Gebote und Rechte hieltest, die er dir geboten hat.
46 Darum werden
Zeichen und Wunder an dir sein und an deinem Samen ewiglich,
47 daß du dem
HERRN, deinem Gott, nicht gedient hast mit Freude und Lust deines Herzens, da
du allerlei genug hattest,
48 Und du wirst
deinem Feinde, den dir der HERR zuschicken wird, dienen in Hunger und Durst, in
Blöße und allerlei Mangel; und er wird ein eisernes Joch auf deinen Hals legen,
bis daß er dich vertilge.
49 Der HERR wird
ein Volk über dich schicken von ferne, von der Welt Ende, wie ein Adler fliegt,
des Sprache du nicht verstehst,
50 ein freches
Volk, das nicht ansieht die Person des Alten noch schont der Jünglinge.
51 Es wird
verzehren die Frucht deines Viehs und die Frucht deines Landes, bis du vertilgt
werdest; und wird dir nichts übriglassen an Korn, Most, Öl, an Früchten der
Rinder und Schafe, bis daß dich's umbringe;
52 und wird dich
ängsten in allen deinen Toren, bis daß es niederwerfe deine hohen und festen
Mauern, darauf du dich verläßt, in allem deinem Lande; und wirst geängstet
werden in allen deinen Toren, in deinem ganzen Lande, das dir der HERR, dein
Gott, gegeben hat.
53 Du wirst die
Frucht deines Leibes essen, das Fleisch deiner Söhne und Töchter, die dir der
HERR, dein Gott, gegeben hat, in der Angst und
Not, womit dich dein Feind bedrängen wird,
54 daß ein Mann,
der zuvor sehr zärtlich und in Üppigkeit gelebt hat unter euch, wird seinem
Bruder und dem Weibe in seinen Armen und dem Sohne, der noch übrig ist von
seinen Söhnen, nicht gönnen,
55 zu geben jemand
unter ihnen von dem Fleisch seiner Söhne, das er ißt, sintemal ihm nichts übrig
ist von allem Gut in der Angst und Not, womit dich dein Feind bedrängen wird in
allen deinen Toren.
56 Ein Weib unter
euch, das zuvor zärtlich und in Üppigkeit gelebt hat, daß sie nicht versucht
hat, ihre Fußsohle auf die Erde zu setzen, vor Zärtlichkeit und Wohlleben, die
wird ihrem Manne in ihren Armen und ihrem Sohne und ihrer Tochter nicht gönnen
57 die Nachgeburt,
die zwischen ihren eigenen Beinen ist ausgegangen, dazu ihre Söhne, die sie
geboren hat; denn sie werden vor Mangel an allem heimlich essen in der Angst und
Not, womit dich dein Feind bedrängen wird in deinen Toren.
58 Wo du nicht
wirst halten, daß du tust alle Worte dieses Gesetzes, die in diesem Buch
geschrieben sind, daß du fürchtest diesen herrlichen und schrecklichen Namen,
den HERRN, deinen Gott,
59 so wird der
HERR erschrecklich mit dir umgehen, mit Plagen auf dich und deinen Samen, mit
großen und langwierigen Plagen, mit bösen und langwierigen Krankheiten,
60 und wird dir
zuwenden alle Seuchen Ägyptens, davor du dich fürchtest, und sie werden dir
anhangen;
61 dazu alle
Krankheiten und alle Plagen, die nicht geschrieben sind in dem Buch dieses
Gesetzes, wird der HERR über dich kommen lassen, bis du vertilgt werdest.
62 Und wird euer
ein geringer Haufe übrigbleiben, die ihr zuvor gewesen seid wie Sterne am
Himmel nach der Menge, darum daß du nicht gehorcht hast der Stimme des HERRN,
deines Gottes.
63 Und wie sich
der HERR über euch zuvor freute, daß er euch Gutes täte und mehrte euch, also wird
er sich über euch freuen, daß er euch umbringe und vertilge; und werdet
verstört werden von dem Lande, in das du jetzt einziehst, es einzunehmen.
64 Denn der HERR
wird dich zerstreuen unter alle Völker von einem Ende der Welt bis ans andere;
und wirst daselbst andern Göttern dienen, die du nicht kennst noch deine Väter:
Holz und Steinen.
65 Dazu wirst du
unter denselben Völkern kein bleibend Wesen haben, und deine Fußsohlen werden
keine Ruhe haben. Denn der HERR wird dir daselbst ein bebendes Herz geben und
verschmachtete Augen und eine verdorrte Seele,
66 daß dein Leben
wird vor dir schweben. Nacht und Tag wirst du dich fürchten und deines Lebens
nicht sicher sein.
67 Des Morgens
wirst du sagen: Ach, daß es Abend wäre! des Abends wirst du sagen: Ach, das es
Morgen wäre! vor Furcht deines Herzens, die dich schrecken wird, und vor dem,
was du mit deinen Augen sehen wirst.
68 Und der HERR
wird dich mit Schiffen wieder nach Ägypten führen, den Weg, davon ich gesagt
habe: Du sollst ihn nicht mehr sehen. Und ihr werdet daselbst euren Feinden zu
Knechten und Mägden verkauft werden, und wird kein Käufer dasein.
29. Kap.
17
und saht ihre Greuel und ihre Götzen, Holz und
Stein, Silber und Gold, die bei ihnen waren.
18 Daß nicht vielleicht
ein Mann oder ein Weib oder ein Geschlecht oder ein Stamm unter euch sei, des
Herz heute sich von dem HERRN, unserm Gott, gewandt habe, daß er hingehe und
diene den Göttern dieser Völker und werde vielleicht eine Wurzel unter euch,
die da Galle und Wermut trage,
19 und ob er schon höre
die Worte dieses Fluches, dennoch sich segne in seinem Herzen und spreche: Es
geht mir wohl, dieweil ich wandle, wie es mein Herz dünkt, auf daß die
Trunkenen mit den Durstigen dahinfahren!
20 Da wird der HERR dem
nicht gnädig sein; sondern dann wird sein Zorn und Eifer rauchen über
solchen Mann und werden sich auf ihn legen alle Flüche, die in diesem Buch
geschrieben sind; und der HERR wird seinen Namen austilgen unter dem Himmel
21 und wird ihn absondern
zum Unglück aus allen Stämmen Israels, laut aller Flüche des Bundes, der in dem
Buch dieses Gesetzes geschrieben ist.
22 So werden dann sagen
die Nachkommen eurer Kinder, die nach euch aufkommen werden, und die Fremden,
die aus fernen Landen kommen, wenn sie die Plagen dieses Landes sehen und die
Krankheiten, womit sie der HERR beladen hat
23 (daß er all ihr Land
mit Schwefel und Salz verbrannt hat, daß es nicht besät werden kann noch etwas
wächst noch Kraut darin aufgeht, gleich wie Sodom und Gomorra, Adama und Zeboim
umgekehrt sind, die der HERR in seinem Zorn und Grimm umgekehrt hat),
24 so werden alle Völker
sagen: Warum hat der HERR diesem Lande also getan? Was ist das für ein so
großer und grimmiger Zorn?
25 So wird man sagen:
Darum daß sie den Bund des HERRN, des Gottes ihrer Väter, verlassen haben, den
er mit ihnen machte, da er sie aus Ägyptenland führte,
26 und sind hingegangen
und haben andern Göttern gedient und sie angebetet (solche Götter, die sie
nicht kennen und die er ihnen nicht verordnet hat),
27 darum ist des HERRN
Zorn ergrimmt über dies Land, daß er über sie hat kommen lassen alle Flüche,
die in diesem Buch geschrieben stehen;
28 und der HERR hat sie
aus ihrem Lande gestoßen mit großem Zorn, Grimm und Ungnade und hat sie in ein
ander Land geworfen, wie es steht heutigestages.
29 Das Geheimnis ist des
HERRN, unsers Gottes; was aber offenbart ist, das ist unser und unserer Kinder
ewiglich, daß wir tun sollen alle Worte dieses Gesetzes.
30. Kap.
7 Aber
diese Flüche wird der HERR, dein Gott, alle auf deine Feinde legen und auf die,
so dich hassen und verfolgen;
17
Wendest du aber dein Herz und gehorchst
nicht, sondern läßt dich verführen, daß du andere Götter anbetest und ihnen
dienest,
18 so verkündige
ich euch heute, daß ihr umkommen und nicht lange in dem Lande bleiben werdet,
dahin du einziehst über den Jordan, es einzunehmen.
31. Kap.
16
Und der HERR sprach zu Mose: Siehe, du wirst
schlafen mit deinen Vätern; und dies Volk wird aufkommen und wird abfallen zu
fremden Göttern des Landes, darein sie kommen, und wird mich verlassen und den
Bund fahren lassen, den ich mit ihm gemacht habe.
17 So wird mein Zorn
ergrimmen über sie zur selben Zeit, und ich werde sie verlassen und mein
Antlitz vor ihnen verbergen, daß sie verzehrt werden.
Und wenn sie dann viel Unglück und Angst treffen wird, werden sie sagen: Hat
mich nicht dies Übel alles betreten, weil mein Gott nicht mit mir ist?
18 Ich aber werde mein
Antlitz verbergen zu der Zeit um alles Bösen willen, das sie getan haben, daß
sie sich zu andern Göttern gewandt haben.
32. Kap.
19
Und da es der HERR sah, ward er zornig über
seine Söhne und Töchter,
20 und er sprach: Ich
will mein Antlitz vor ihnen verbergen, will sehen, was ihnen zuletzt
widerfahren wird; denn es ist eine verkehrte Art, es sind untreue Kinder.
21 Sie haben mich gereizt
an dem, das nicht Gott ist; mit ihrer Abgötterei haben sie mich erzürnt. Und
ich will sie wieder reizen an dem, das nicht ein Volk ist; an einem törichten
Volk will ich sie erzürnen.
22 Denn ein Feuer
ist angegangen durch meinen Zorn und wird brennen bis in die unterste Hölle und
wird verzehren das Land mit seinem Gewächs und wird anzünden die Grundfesten
der Berge.
23 Ich will alles
Unglück über sie häufen, ich will meine Pfeile in sie schießen.
24 Vor Hunger
sollen sie verschmachten und verzehrt werden vom Fieber und von jähem Tod. Ich
will der Tiere Zähne unter sie schicken und der Schlangen Gift.
25 Auswendig wird
sie das Schwert berauben und inwendig der Schrecken, beide, Jünglinge und Jungfrauen,
die Säuglinge mit dem grauen Mann.
26 Ich wollte sagen:
"Wo sind sie? ich werde ihr Gedächtnis aufheben unter den Menschen",
27 wenn ich nicht den
Zorn der Feinde scheute, daß nicht ihre Feinde stolz würden und möchten sagen:
Unsre Macht ist hoch, und der HERR hat nicht solches alles getan.
28 Denn es ist ein Volk,
darin kein Rat ist, und ist kein Verstand in ihnen.
29 O, daß sie weise wären
und vernähmen solches, daß sie verstünden, was ihnen hernach begegnen wird!
30 Wie gehet es zu, daß
einer wird ihrer tausend jagen, und zwei werden zehntausend flüchtig machen?
Ist es nicht also, daß sie ihr Fels verkauft hat und der HERR sie übergeben
hat?
31 Denn unser Fels ist
nicht wie ihr Fels, des sind unsre Feinde selbst Richter.
32 Denn ihr Weinstock ist
vom Weinstock zu Sodom und von dem Acker Gomorras; ihre Trauben sind Galle, sie
haben bittere Beeren;
33 ihr Wein ist
Drachengift und wütiger Ottern Galle.
34 Ist solches nicht bei
mir verborgen und versiegelt in meinen Schätzen?
35 Die Rache ist
mein; ich will vergelten. Zu seiner Zeit soll ihr Fuß gleiten; denn die Zeit
ihres Unglücks ist nahe, und was über sie kommen soll, eilt herzu.
36 Denn der HERR wird
sein Volk richten, und über seine Knechte wird er sich
erbarmen. Denn er wird ansehen, daß ihre Macht dahin ist und beides, das
Verschlossene und Verlassene, weg ist.
37 Und man wird sagen: Wo
sind ihre Götter, ihr Fels, auf den sie trauten?
38 Welche das Fett ihrer
Opfer aßen und tranken den Wein ihrer Trankopfer, laßt sie aufstehen und euch
helfen und schützen!
39 Seht ihr nun, daß
ich's allein bin und ist kein Gott neben Mir! Ich kann töten und lebendig
machen, ich kann schlagen und heilen, und ist niemand, der aus meiner Hand
errette.
40 Denn ich will meine
Hand in den Himmel heben und will sagen: Ich lebe ewiglich.
41 Wenn ich den
Blitz meines Schwerts wetzen werde und meine Hand zur Strafe greifen wird, so
will ich mich wieder rächen an meinen Feinden und denen, die mich hassen,
vergelten.
42 Ich will meine
Pfeile mit Blut trunken machen, und mein Schwert soll Fleisch fressen, mit dem
Blut der Erschlagenen und Gefangenen, von dem entblößten Haupt des Feindes.
43 Jauchzet alle,
die ihr sein Volk seid; denn er wird das Blut seiner Knechte rächen und wird
sich an seinen Feinden rächen und gnädig sein dem
Lande seines Volkes.
44 Und Mose kam und
redete alle Worte dieses Liedes vor den Ohren des Volks, er und Josua, der Sohn
Nuns.
45
Da nun Mose solches alles ausgeredet hatte zum
ganzen Israel,
46 sprach er zu ihnen:
Nehmet zu Herzen alle Worte, die ich euch heute bezeuge, daß ihr euren Kindern
befehlt, daß sie halten und tun alle Worte dieses Gesetzes.
47 Denn es ist nicht ein
vergebliches Wort an euch, sondern es ist euer Leben; und solches Wort wird
euer Leben verlängern in dem Lande, da ihr hin gehet über den Jordan, daß ihr
es einnehmet.
48 Und der HERR redete
mit Mose desselben Tages und sprach:
49 Gehe auf das Gebirge
Abarim, auf den Berg Nebo, der da liegt im Moabiterland, gegenüber Jericho, und
schaue das Land Kanaan, das ich den Kindern Israel zum Eigentum geben werde,
50 und stirb auf dem
Berge, wenn du hinaufgekommen bist, und versammle dich zu deinem Volk, gleich
wie dein Bruder Aaron starb auf dem Berge Hor und sich zu seinem Volk
versammelte,
51 darum daß ihr euch an
mir versündigt habt unter den Kindern Israel bei dem Haderwasser zu Kades in
der Wüste Zin, daß ihr mich nicht heiligtet unter den Kindern Israel;
52 denn du sollst das Land vor dir
sehen, daß ich den Kindern Israel gebe, aber du sollst nicht hineinkommen.
1. Kap.
5 Es soll dir niemand widerstehen dein Leben lang. Wie ich mit Mose gewesen bin, also will ich auch mit dir sein. Ich will dich nicht verlassen noch von dir weichen.
3. Kap.
9 Und Josua
sprach zu den Kindern Israel: Herzu! und Hört die Worte des HERRN, eures
Gottes!
10
Und sprach: Dabei sollt ihr merken, daß ein lebendiger
Gott unter euch ist, und daß er vor euch austreiben wird die Kanaaniter,
Hethiter, Heviter, Pheresiter, Girgasiter, Amoriter und Jebusiter.
5. Kap.
6 Denn die
Kinder Israel wandelten vierzig Jahre in der Wüste, bis daß das ganze Volk der
Kriegsmänner, die aus Ägypten gezogen waren, umkamen, darum daß sie der Stimme
des HERRN nicht gehorcht hatten; wie denn der HERR ihnen
geschworen hatte uns zu geben, ein Land, darin Milch und Honig fließt.
6. Kap.
1 Jericho
aber war verschlossen und verwahrt vor den Kindern Israel, daß niemand aus oder
ein kommen konnte,
2 Aber der
HERR sprach zu Josua: Siehe da, ich habe Jericho samt seinem König und seinen
Kriegsleuten in deine Hände gegeben.
3 Laß alle
Kriegsmänner rings um die Stadt her gehen einmal, und tue sechs Tage also.
4 Und laß
sieben Priester sieben Posaunen des Halljahrs tragen vor der Lade her, und am siebenten
Tage geht siebenmal um die Stadt, und laß die Priester die Posaunen blasen.
5 Und wenn
man das Halljahrshorn bläst und es lange tönt, daß ihr die Posaune hört, so
soll das ganze Volk ein großes Feldgeschrei machen, so werden der Stadt Mauern
umfallen, und das Volk soll hineinsteigen, ein jeglicher stracks vor sich.
20
Da machte das Volk ein Feldgeschrei, und man blies die
Posaunen. Denn als das Volk den Hall der Posaunen hörte, machte es ein großes Feldgeschrei.
Und die Mauer fielen um, und das Volk erstieg die Stadt, ein jeglicher stracks
vor sich. Also gewannen sie die Stadt
21
und verbannten alles, was in der Stadt war, mit der
Schärfe des Schwerts: Mann und Weib, jung und alt, Ochsen, Schafe und Esel.
24
Aber die Stadt verbrannten sie mit Feuer und alles,
was darin war. Allein das Silber und Gold und eherne und eiserne Geräte taten
sie zum Schatz in das Haus des HERRN.
26
Zu der Zeit schwur Josua und sprach: Verflucht sei der Mann
vor dem HERRN, der sich aufmacht und diese Stadt Jericho wieder baut! Wenn
er einen Grund legt, das koste ihn den ersten Sohn; wenn er ihre Tore setzt,
das koste ihn seinen jüngsten Sohn!
27
Also war der HERR mit Josua, daß man von ihm sagte in allen
Landen.
7. Kap.
1 Aber die
Kinder Israel vergriffen sich an dem Verbannten; denn Achan, der Sohn Charmis,
des Sohnes Sabdis, des Sohnes Serahs, vom Stamm Juda nahm des Verbannten etwas.
Da ergrimmte der Zorn des HERRN über die Kinder Israel.
10
Da sprach der HERR zu Josua: Stehe auf! Warum liegst du also
auf deinem Angesicht?
11
Israel hat sich versündigt, sie haben meinen Bund
übertreten, den ich ihnen angeboten habe, und haben des Verbannten etwas
genommen und gestohlen und es verleugnet und unter eure Geräte gelegt.
12
Die Kinder Israel können nicht stehen vor ihren Feinden,
sondern müssen ihren Feinden den Rücken kehren; denn sie sind im Bann. Ich
werde hinfort nicht mit euch sein, wo ihr nicht den Bann aus euch vertilgt.
15
Und welcher gefunden wird im Bann, den soll man mit Feuer
verbrennen mit allem, was er hat, darum daß er den Bund des HERRN
übertreten und eine Torheit in Israel begangen hat.
25
Und Josua sprach: Weil du uns betrübt hast, so betrübe dich
der HERR an diesem Tage. Und das ganze Israel steinigte ihn und verbrannte
sie mit Feuer. Und da sie sie gesteinigt hatten,
26
machten sie über sie einen großen Steinhaufen, der bleibt
bis auf diesen Tag. Also kehrte sich der HERR von dem Grimm seines Zorns, Daher
heißt derselbe Ort das Tal Achor bis auf diesen Tag.
8. Kap.
1 Und der
HERR sprach zu Josua: Fürchte dich nicht und zage nicht! Nimm mit dir alles
Kriegsvolk und mache dich auf und zieh hinauf gen Ai! Siehe da, ich habe den
König zu Ai samt seinem Volk, seiner Stadt, und seinem Lande in deine Hände
gegeben.
2 Du sollst
mit Ai und seinem König tun, wie du mit Jericho und seinem König getan hast,
nur daß ihr ihren Raub und ihr Vieh unter euch teilen sollt. Aber stelle einen
Hinterhalt hinter der Stadt.
8 Wenn ihr
aber die Stadt eingenommen habt, so steckt sie an mit Feuer und tut nach dem
Wort des HERRN. Seht, ich habe es euch geboten.
18
Da sprach der HERR zu Josua: Recke aus die Lanze in deiner
Hand gegen Ai; denn ich will sie in deine Hand geben. Und da Josua die Lanze in
seiner Hand gegen die Stadt ausreckte,
19
da brach der Hinterhalt eilends auf aus seinem Ort, und
liefen, nachdem er seine Hand ausreckte und kamen in die Stadt und gewannen sie
und eilten und steckten sie mit Feuer an.
20
Und die Männer von Ai wandten sich und sahen hinter sich und
sahen den Rauch der Stadt aufgehen gen Himmel und hatten nicht Raum zu fliehen,
weder hin noch her. Und das Volk, das zur Wüste floh, kehrte sich um gegen die,
so ihnen nachjagten.
21
Denn da Josua und das ganze Israel sah, daß der Hinterhalt
die Stadt gewonnen hatte, weil der Stadt Rauch aufging, kehrten sie wieder um
und schlugen die Männer von Ai.
22
Und die in der Stadt kamen auch heraus ihnen entgegen, daß
sie mitten unter Israel kamen, von dorther und von hierher; und schlugen
sie, bis daß niemand unter ihnen übrigblieb noch entrinnen konnte,
23
und griffen den König zu Ai lebendig und brachten ihn zu
Josua.
24
Und da Israel alle Einwohner zu Ai erwürgt hatte auf dem Felde
und in der Wüste, die ihnen nachgejagt hatten, und alle durch die Schärfe des
Schwertes fielen, bis daß sie alle umkamen, da kehrte sich ganz Israel gegen Ai
und schlugen es mit der Schärfe des Schwerts.
25
Und alle, die des Tages fielen, beide Männer und Weiber, der
waren zwölftausend, alles Leute von Ai.
26
Josua aber zog nicht wieder zurück seine Hand, mit der er
die Lanze ausgereckt hatte, bis daß verbannt wurden alle Einwohner Ais.
27
Nur das Vieh und den Raub der Stadt teilte Israel aus unter
sich nach dem Wort des HERRN, das er Josua geboten hatte.
28
Und Josua brannte Ai aus und machte einen Haufen daraus
ewiglich, der noch heute daliegt,
29
und ließ den König zu Ai an einen Baum hängen bis an den Abend.
Da aber die Sonne war untergegangen, gebot er, daß man seinen Leichnam vom Baum
täte, und sie warfen ihn unter der Stadt Tor und machten einen großen
Steinhaufen auf ihn, der bis auf diesen Tag da ist.
10. Kap.
8 Und der
HERR sprach zu Josua: Fürchte dich nicht vor ihnen, denn ich habe sie in deine
Hände gegeben; niemand unter ihnen wird vor dir stehen können.
9 Also kam
Josua plötzlich über sie; denn die ganze Nacht zog er herauf von Gilgal.
10
Aber der HERR schreckte sie vor Israel, daß sie eine
große Schlacht schlugen zu Gibeon und jagten ihnen nach den Weg hinan zu
Beth-Horon und schlugen sie bis gen Aseka und Makkeda.
11
Und da sie vor Israel flohen den Weg zu Beth-Horon,
ließ der HERR einen großen Hagel vom Himmel auf sie fallen bis gen Aseka, daß
sie starben. Und viel mehr starben ihrer von dem Hagel, als die Kinder Israel
mit dem Schwert erwürgten.
22
Josua aber sprach: Macht auf das Loch der Höhle und bringt
hervor die fünf Könige zu mir!
23
Sie taten also und brachten die fünf Könige zu ihm aus der
Höhle: den König zu Jerusalem, den König zu Hebron, den König zu Jarmuth, den
König zu Lachis, den König zu Eglon.
24
Da aber die fünf Könige zu ihm herausgebracht waren, rief
Josua das ganze Israel und sprach zu den Obersten des Kriegsvolks, die mit ihm
zogen: Kommt herzu und setzt eure Füße auf die Hälse dieser Könige. Und sie
kamen herzu und setzten ihre Füße auf ihre Hälse.
25
Und Josua sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht und
erschreckt nicht, seid getrost und unverzagt; denn also wird der HERR allen
euren Feinden tun, wider die ihr streitet.
26
Und Josua schlug sie darnach und tötete sie und hing
sie an fünf Bäume; und sie hingen an den Bäumen bis zum Abend.
28
Desselben Tages aber gewann Josua auch Makkeda und schlug es
mit der Schärfe des Schwerts, dazu seinen König, und verbannte es und alle
Seelen, die darin waren, und ließ niemand übrigbleiben und tat dem König zu
Makkeda, wie er dem König zu Jericho getan hatte.
29
Da zog Josua und das ganze Israel mit ihm von Makkeda gen
Libna und stritt dawider.
30
Und der HERR gab dieses auch in die Hand Israels mit
seinem König; und er schlug es mit der Schärfe des Schwerts und alle Seelen,
die darin waren, und ließ niemand übrigbleiben und tat seinem König, wie er dem
König zu Jericho getan hatte.
31
Darnach zog Josua und das ganze Israel mit ihm von Libna
nach Lachis und belagerten und bestritten es.
32
Und der HERR gab Lachis auch in die Hände Israels, daß sie
des andern Tages gewannen und schlugen es mit der Schärfe des Schwerts und
alle Seelen, die darin waren, allerdinge wie sie Libna getan hatten.
33
Zu derselben Zeit zog Horam, der König der Geser, hinauf,
Lachis zu helfen; aber Josua schlug ihn mit allem seinem Volk, bis daß
niemand übrigblieb.
34
Und Josua zog von Lachis samt dem ganzen Israel gen Eglon
und belagerte und bestritt es
35
und gewann es desselben Tages und schlug es mit der
Schärfe des Schwerts und verbannte alle Seelen, die darin waren, desselben
Tages, allerdinge wie er Lachis getan hatte.
36
Darnach zog Josua hinauf samt dem ganzen Israel von Eglon
gen Hebron und bestritt es
37
und gewann es und schlug es mit der Schärfe des Schwerts
und seinen König mit allen seinen Städten und allen Seelen, die darin waren,
und ließ niemand übrigbleiben, allerdinge wie er Eglon getan hatte, und
verbannte es und alle Seelen, die darin waren.
38
Da kehrte Josua wieder um samt dem ganzen Israel gen Debir
und bestritt es
39
und gewann es samt seinem König und alle seine Städte;
und schlugen es mit der Schärfe des Schwerts und verbannten alle Seelen, die
darin waren, und ließ niemand übrigbleiben. Wie er Hebron getan hatte, so
tat er auch Debir und seinem König, und wie er Libna und seinem König getan
hatte.
40
Also schlug Josua alles Land auf dem Gebirge und gegen
Mittag und in den Gründen und an den Abhängen mit allen ihren Königen und
ließ niemand übrigbleiben und verbannte alles, was Odem hatte, wie der HERR,
der Gott Israels, geboten hatte.
41
Und schlug sie von Kades-Barnea an bis gen Gaza und das
ganze Land Gosen bis gen Gibeon
42
und gewann alle diese Könige mit ihrem Lande auf einmal;
denn der HERR, der Gott Israels, stritt für Israel.
11. Kap.
6 Und der
HERR sprach zu Josua: Fürchte dich nicht vor ihnen! denn morgen um diese Zeit will
ich sie alle erschlagen geben vor den Kindern Israel; ihre Rosse sollst du
Lähmen und ihre Wagen mit Feuer verbrennen.
7 Und Josua
kam plötzlich über sie und alles Kriegsvolk mit ihm am Wasser Merom, und
überfielen sie.
8 Und der
HERR gab sie in die Hände Israels, und schlugen sie und jagten sie bis gen
Groß-Sidon und bis an die warmen Wasser und bis an die Ebene Mizpa gegen Morgen
und schlugen sie, bis daß niemand unter ihnen übrigblieb.
9 Da tat ihnen
Josua, wie der HERR ihm gesagt hatte, und lähmte ihre Rosse und verbrannte ihre
Wagen
10
und kehrte um zu derselben Zeit und gewann Hazor und schlug
seinen König mit dem Schwert; denn Hazor war vormals die Hauptstadt aller
dieser Königreiche.
11
Und sie schlugen alle Seelen, die darin waren, mit
der Schärfe des Schwerts und verbannten sie, und er ließ nichts übrigbleiben,
das Odem hatte, und verbrannte Hazor mit Feuer.
12
Dazu gewann Josua alle Städte dieser Könige mit ihren
Königen und schlug sie mit der Schärfe des Schwerts und verbannte sie, wie
Mose, der Knecht des HERRN, geboten hatte.
13
Doch verbrannten die Kinder Israel keine Städte, die auf
Hügeln standen, sondern Hazor allein verbrannte Josua.
14
Und allen Raub dieser Städte und das Vieh teilten die Kinder
Israel unter sich; aber alle Menschen schlugen sie mit der Schärfe des
Schwerts, bis sie die vertilgten, und ließen nichts übrigbleiben, das Odem
hatte.
15 Wie der HERR dem Mose,
seinem Knecht, und Mose Josua geboten hatte, so tat Josua, daß nichts fehlte an
allem, was der HERR dem Mose geboten hatte.
16 Also nahm Josua alles dies
Land ein, das Gebirge und alles, was gegen Mittag liegt, und das Land Gosen und
die Gründe und das Gefilde und das Gebirge Israel mit seinen Gründen,
17
von dem kahlen Gebirge an, das aufsteigt gen Seir, bis gen
Baal-Gad in der Ebene beim Berge Libanon, unten am Berge Hermon. Alle ihre
Könige gewann er und schlug sie und tötete sie.
18 Er stritt aber eine lange Zeit mit
diesen Königen.
19
Es war aber keine Stadt, die sich mit Frieden ergab den
Kindern Israel, ausgenommen die Heviter, die zu Gibeon wohnten; sondern sie
gewannen sie alle im Streit.
20
Und das alles geschah also von dem HERRN, daß ihr Herz
verstockt würde, mit Streit zu begegnen den Kindern Israel, auf daß sie
verbannt würden und ihnen keine Gnade widerführe, sondern vertilgt würden, wie
der HERR dem Mose geboten hatte.
21
Zu der Zeit kam Josua und rottete aus die Enakiter
von dem Gebirge, von Hebron, von Debir, von Anab und von allem Gebirge Juda und
von allem Gebirge Israel und verbannte sie mit ihren Städten
22
und ließ keine Enakiter übrigbleiben im Lande der
Kinder Israel; außer zu Gaza, zu Gath, zu Asdod, da blieben ihrer übrig.
23
Also nahm Josua alles Land ein, allerdinge wie der HERR zu
Mose geredet hatte, und gab es Israel zum Erbe, einem jeglichen Stamm seinen
Teil. Und der Krieg hörte auf im Lande.
12. Kap.
1 Dies sind die Könige des
Landes, die die Kinder Israel schlugen und nahmen ihr Land ein jenseit des
Jordans gegen der Sonne Aufgang von dem Bach Arnon an bis an den Berg Hermon
und das ganze Gefilde gegen Morgen:
2 Sihon, der
König der Amoriter, der zu Hesbon wohnte und herrschte von Aroer an, das am
Ufer liegt des Bachs Arnon, und von der Mitte des Tals an und über das halbe
Gilead bis an den Bach Jabbok, der die Grenze ist der Kinder Ammon,
3 und über
das Gefilde bis an das Meer Kinneroth gegen Morgen und bis an das Meer im
Gefilde, nämlich das Salzmeer, gegen Morgen, des Weges gen Beth-Jesimoth, und
gegen Mittag unten an den Abhängen des Gebirges Pisga.
4 Dazu das
Gebiet des Königs Og von Basan, der noch von den Riesen übrig war und wohnte zu
Astharoth und Edrei
5 und
herrschte über den Berg Hermon, über Salcha und über ganz Basan bis an die
Grenze der Gessuriter und Maachathiter und über das halbe Gilead, da die Grenze
war Sihons, des Königs zu Hesbon.
6 Mose, der
Knecht des HERRN, und die Kinder Israel schlugen sie. Und Mose, der Knecht des
HERRN, gab ihr Land einzunehmen den Rubenitern, Gaditer und dem halben Stamm
Manasse.
7 Dies sind
die Könige des Landes, die Josua schlug und die Kinder Israel, diesseit des
Jordans gegen Abend, von Baal-Gad an auf der Ebene beim Berge Libanon bis an
das kahle Gebirge, das aufsteigt gen Seir (und Josua gab das Land den Stämmen
Israels einzunehmen, einem jeglichen sein Teil,
8 was auf
den Gebirgen, in den Gründen, Gefilden, an den Abhängen, in der Wüste und gegen
Mittag war: die Hethiter, Amoriter, Kanaaniter, Pheresiter, Heviter und
Jebusiter):
9 der König zu
Jericho, der König zu Ai, das zur Seite an Beth-el liegt,
10 der König zu Jerusalem, der König
zu Hebron,
11
der König zu Jarmuth, der König zu Lachis,
12 der König zu Eglon, der König zu
Geser,
13
der König zu Debir, der König zu Geder,
14 der König zu Horma, der König zu
Arad,
15
der König zu Libna, der König zu Adullam,
16 der König zu Makkeda, der König zu
Beth-El,
17
der König zu Thappuah, der König zu Hepher,
18 der König zu Aphek, der König zu
Lasaron,
19
der König zu Madon, der König zu Hazor,
20
der König zu Simron-Meron, der König zu Achsaph,
21 der König zu Thaanach, der König
zu Megiddo,
22
der König zu Kedes, der König zu Jokneam am Karmel,
23
der König zu Naphoth-Dor, der König der Heiden zu Gilgal,
24
der König zu Thirza. Das sind einunddreißig Könige.
13. Kap.
1 Da nun
Josua alt war und wohl betagt, sprach der HERR zu ihm: Du bist alt geworden und
wohl betagt, und des Landes ist noch sehr viel übrig einzunehmen,
2 nämlich
alle Kreise der Philister und ganz Gessur,
3 vom Sihor
an, der vor Ägypten fließt bis an die Grenze Ekrons gegen Mitternacht, die den
Kanaanitern zugerechnet wird, fünf Herren der Philister, nämlich der Gaziter,
der Asdoditer, der Askaloniter, der Gathiter der Ekroniter, und die Avviter;
4 vom Mittag
an aber das ganze Land der Kanaaniter und Meara der Sidonier bis gen Aphek, bis
an die Grenze der Amoriter;
5 dazu das
Land der Gebaliter und der ganze Libanon gegen der Sonne Aufgang, von Baal-Gad
an unter dem Berge Hermon, bis man kommt gen Hamath.
6 Alle, die
auf dem Gebirge wohnen, vom Libanon an bis an die warmen Wasser, alle Sidonier:
ich will sie vertreiben vor den Kindern Israel; lose nur darum, sie auszuteilen
unter Israel, wie ich dir geboten habe.
7 So teile
nun dies Land zum Erbe unter die neun Stämme und unter den halben Stamm
Manasse.
8 Denn die
Rubeniter und Gaditer haben mit dem andern halben Manasse ihr Erbteil
empfangen, das ihnen Mose gab jenseit des Jordans, gegen Aufgang, wie ihnen
dasselbe Mose, der Knecht des HERRN, gegeben hat,
9 von Aroer
an, das am Ufer des Bachs Arnon liegt, und von der Stadt mitten im Tal und die
ganze Ebene Medeba bis gen Dibon
10
und alle Städte Sihons, des Königs der Amoriter, der zu
Hesbon saß, bis an die Grenze der Kinder Ammon,
11
dazu Gilead und das Gebiet von Gessur und Maacha und den
ganzen Berg Hermon und das ganze Basan bis gen Salcha
12 (das ganze Reich Ogs von
Basan, der zu Astharoth und Edrei saß, welcher noch übrig war von den Riesen. Mose
aber schlug sie und vertrieb sie.
13
Die Kinder Israel vertrieben aber die zu Gessur und zu
Maacha nicht, sondern es wohnten beide, Gessur und Maacha, unter den Kindern
Israel bis auf diesen Tag).
14
Aber dem Stamm der Leviten gab er kein Ertbteil; denn das
Opfer des HERRN, des Gottes Israels, ist ihr Erbteil, wie er ihnen geredet hat.
15
Also gab Mose dem Stamm der Kinder Ruben nach ihren
Geschlechtern,
16
daß ihr Gebiet war von Aroer an, das am Ufer des Bachs Arnon
liegt, und von der Stadt mitten im Tal mit allem ebenen Felde bis gen Medeba,
17
Hesbon und alle seine Städte, die im ebenen Felde liegen,
Dibon, Bamoth-Baal und Beth-Baal-Meon,
18 Jahza, Kedemoth, Mephaath,
19 Kirjathaim, Sibma, Zereth-Sahar
auf dem Berge im Tal,
20 Beth-Peor, die Abhänge am Pisga
und Beth-Jesimoth
21
und alle Städte auf der Ebene und das ganze Reich Sihons,
des Königs der Amoriter, der zu Hesbon saß, den Mose schlug samt den Fürsten
Midians, Evi, Rekem, Zur, Hur und Reba, den Gewaltigen des Königs Sihon, die im
Lande wohnten.
22
Auch Bileam, der Sohn Beors, den Weissager erwürgten
die Kinder Israel mit dem Schwert samt den Erschlagenen.
23
Und die Grenze der Kinder Ruben war der Jordan. Das ist das
Erbteil der Kinder Ruben nach ihren Geschlechtern, die Städte und ihre Dörfer.
24
Dem Stamm der Kinder Gad nach ihrem Geschlecht gab Mose,
25
daß ihr Gebiet war Jaser und alle Städte in Gilead und das
halbe Land der Kinder Ammon bis gen Aroer, welches liegt vor Rabba,
26
und von Hesbon bis gen Ramath-Mizpe und Betonim, und von
Mahanaim bis an die Grenze Debirs,
27
im Tal aber Beth-Haran, Beth-Nimra, Sukkoth und Zaphon, was
übrig war von dem Reich Sihons, des Königs zu Hesbon, daß der Jordan die Grenze
war bis ans Ende des Meeres Kinnereth, jenseit des Jordans gegen Aufgang.
28
Das ist das Erbteil der Kinder Gad nach ihren Geschlechtern,
die Städte und ihre Dörfer.
29
Dem halben Stamm der Kinder Manasse nach ihren Geschlechtern
gab Mose,
30
daß ihr Gebiet war von Mahanaim an: das ganze Basan, das ganze
Reich Ogs, des Königs von Basan, und alle Flecken Jairs, die in Basan liegen,
nämlich Städte.
31
Und das halbe Gilead, Astharoth, Edrei, die Städte des
Königreichs Ogs von Basan, gab er den Kindern Machirs, des Sohnes Manasses, das
ist die Hälfte der Kinder Machirs, nach ihren Geschlechtern.
32
Das ist es, was Mose ausgeteilt hat in dem Gefilde Moabs,
jenseit des Jordans vor Jericho gegen Aufgang.
33
Aber dem Stamm Levi gab Mose kein Erbteil; denn der HERR,
der Gott Israels, ist ihr Erbteil, wie er ihnen geredet hat.
[Die Kapitel 14 bis 19 beschreiben die weitere Aufteilung
des eingenommenen Landes.]
Kap. 19
47
Und an demselben endet das Gebiet der Kinder Dan. Und die
Kinder Dan zogen hinauf und stritten wider Lesem und gewannen und schlugen es
mit der Schärfe des Schwerts und nahmen es ein und wohnten darin und
nannten es Dan nach ihres Vaters Namen.
Kap. 21
43
Also gab der HERR Israel alles Land, das er geschworen hatte
ihren Vätern zu geben, und sie nahmen es ein und wohnten darin.
Kap. 22
7 Dem halben Stamm
Manasse hatte Mose gegeben in Basan; der andern Hälfte gab Josua unter ihren
Brüdern diesseit des Jordans gegen Abend. Und da er sie gesegnet hatte,
8 sprach er
zu ihnen: Ihr kommt wieder heim mit großem Gut zu euren Hütten, mit sehr viel
Vieh, Silber, Gold, Erz, Eisen und Kleidern; so teilt nun den Raub eurer Feinde
mit euren Brüdern.
Kap. 23
15
Gleichwie nun alles Gute gekommen ist, das der HERR, euer
Gott, euch verheißen hat, also wird der HERR auch über euch kommen lassen alles
Böse, bis er euch vertilge von diesem guten Land, das euch der HERR, euer Gott,
gegeben hat,
16
wenn ihr übertretet den Bund des HERRN, eures Gottes, den er
euch geboten hat, und hingeht und andern Göttern dient und sie anbetet, daß der
Zorn des HERRN über euch ergrimmt und euch bald umbringt hinweg von dem guten
Land, das er euch gegeben hat.
Kap. 24
1 Josua
versammelte alle Stämme Israels gen Sichem und berief die Ältesten von Israel,
die Häupter, Richter und Amtleute. Und da sie vor Gott getreten waren,
2 sprach er
zum ganzen Volk: So sagt der HERR, der Gott Israels: Eure Väter wohnten
vorzeiten jenseit des Stroms, Tharah, Abrahams und Nahors Vater, und dienten
andern Göttern.
3 Da nahm
ich euren Vater Abraham jenseit des Stroms und ließ ihn wandern im ganzen Land
Kanaan und mehrte ihm seinen Samen und gab ihm Isaak.
4 Und Isaak
gab ich Jakob und Esau und gab Esau das Gebirge Seir zu besitzen. Jakob aber
und seine Kinder zogen hinab nach Ägypten.
5 Da sandte
ich Mose und Aaron und plagte Ägypten, wie ich unter ihnen getan habe.
6 Darnach
führte ich euch und eure Väter aus Ägypten. Und da ihr an das Meer kamt und die
Ägypter euren Vätern nachjagten mit Wagen und Reitern ans Schilfmeer,
7 da
schrieen sie zum HERRN; der setzte eine Finsternis zwischen euch und die
Ägypter und führte das Meer über sie, und es bedeckte sie. Und eure Augen haben
gesehen, was ich an den Ägyptern getan habe. Und ihr habt gewohnt in der Wüste
eine lange Zeit.
8 Und ich
habe euch gebracht in das Land der Amoriter, die jenseit des Jordans wohnten;
und da sie wider euch stritten, gab ich sie in eure Hände, daß ihr ihr Land
besaßet, und vertilgte sie vor euch her.
9 Da machte
sich auf Balak, der Sohn Zippors, der Moabiter König, und stritt wider Israel
und sandte hin und ließ rufen Bileam, den Sohn Beors, daß er euch verfluchte.
10
Aber ich wollte ihn nicht hören. Und er segnete euch und ich
errettete euch aus seinen Händen.
11
Und da ihr über den Jordan gingt und gen Jericho kamt,
stritten wider euch die Bürger von Jericho, die Amoriter, Pheresiter,
Kanaaniter, Hethiter, Girgasiter, Heviter und Jebusiter; aber ich gab sie in
eure Hände.
12
Und sandte Hornissen vor euch her; die trieben sie
aus vor euch her, die zwei Könige der Amoriter, nicht durch dein
Schwert noch durch deinen Bogen.
19
Josua sprach zu dem Volk: Ihr könnt dem HERRN nicht dienen;
denn er ist ein heiliger Gott, ein eifriger Gott, der eurer Übertretungen und
Sünden nicht schonen wird.
20
Wenn ihr aber den HERRN verlaßt und fremden Göttern dient,
so wird er sich wenden und euch plagen und euch umbringen, nachdem er euch
Gutes getan hat.
1. Kap.
1 Nach dem Tod Josuas fragten die Kinder Israel den HERRN und sprachen: Wer soll unter uns zuerst hinaufziehen, Krieg zu führen wider die Kanaaniter?
2 Der HERR sprach: Juda
soll hinaufziehen. Siehe, ich habe das Land in seine Hand gegeben.
3 Da sprach Juda zu
seinem Bruder Simeon: Zieh mit mir hinauf in mein Los und laß uns wider die Kanaaniter
streiten, so will ich wieder mit dir ziehen in dein Los. Also zog Simeon mit
ihm.
4 Da nun Juda hinaufzog,
gab der HERR die Kanaaniter und Pheresiter in ihre Hände, und sie schlugen zu
Besek zehntausend Mann.
5 Und fanden den
Adoni-Besek zu Besek und stritten wider ihn und schlugen die Kanaaniter und
Pheresiter.
6 Aber Adoni-Besek floh,
und sie jagten ihm nach; und da sie ihn ergriffen, hieben sie ihm die Daumen ab
an seinen Händen und Füßen.
7 Da
sprach Adoni-Besek: Siebzig Könige mit abgehauenen Daumen ihrer Hände und Füße
lasen auf unter meinem Tisch. Wie ich nun getan habe, so hat mir Gott wieder
vergolten. Und man brachte ihn gen Jerusalem; daselbst starb er.
8 Aber die Kinder Juda
stritten wider Jerusalem und gewannen es und schlugen es mit der Schärfe des
Schwerts und zündeten die Stadt an.
9 Darnach zogen die
Kinder Juda herab, zu streiten wider die Kanaaniter, die auf dem Gebirge und
gegen Mittag und in den Gründen wohnten.
10 Und Juda zog hin wider
die Kanaaniter, die zu Hebron wohnten (Hebron aber hieß vorzeiten
Kirjath-Arba), und sie schlugen den Sesai und Ahiman und Thalmai.
11 Und zogen von da wider
die Einwohner zu Debir (Debir aber hieß vorzeiten Kirjath-Sepher).
12 Und Kaleb sprach: Wer
Kirjath-Sepher schlägt und gewinnt, dem will ich meine Tochter Achsa zum Weibe
geben.
13 Da gewann es Othniel,
der Sohn des Kenas, Kalebs jüngerer Bruder. Und er gab ihm sein Tochter Achsa
zum Weibe.
17 Und Juda zog hin mit
seinem Bruder Simeon, und schlugen die Kanaaniter zu Zephath und verbannten sie
und nannten die Stadt Horma.
18 Dazu gewann Juda Gaza
mit seinem Zugehör und Askalon mit seinem Zugehör und Ekron mit seinem Zugehör.
19 Und der HERR war mit
Juda, daß er das Gebirge einnahm; denn er konnte die Einwohner im Grunde nicht
vertreiben, darum daß sie eiserne Wagen hatten.
20 Und sie gaben dem
Kaleb Hebron, wie Mose gesagt hatte; und er vertrieb daraus die drei Söhne des
Enak.
22 Desgleichen zogen auch
die Kinder Joseph hinauf gen Beth-El, und der HERR war mit ihnen.
23 Und das Haus Josephs
ließ auskundschaften Beth-El, das vorzeiten Lus hieß.
24 Und die Wächter sahen
einen Mann aus der Stadt gehen und sprachen zu ihm: Weise uns, wo wir in die
Stadt kommen, so wollen wir Barmherzigkeit an dir tun.
25 Und da er ihnen
zeigte, wo sie in die Stadt kämen, schlugen sie die Stadt mit der Schärfe des
Schwerts; aber den Mann und all sein Geschlecht ließen sie gehen.
28 Da aber Israel mächtig
war, machte es die Kanaaniter zinsbar und vertrieb sie nicht.
30 Sebulon vertrieb auch
nicht die Einwohner von Kitron und Nahalol; sondern die Kanaaniter wohnten
unter ihnen und waren zinsbar.
33 Naphthali vertrieb die
Einwohner nicht zu Beth-Semes noch zu Beth-Anath, sondern wohnte unter den
Kanaanitern, die im Lande wohnten. Aber die zu Beth-Semes und zu Beth-Anath
wurden zinsbar.
34 Und die Amoriter
drängten die Kinder Dan aufs Gebirge und ließen nicht zu, daß sie herunter in
den Grund kämen.
35 Und die Amoriter
blieben wohnen auf dem Gebirge Heres, zu Ajalon und Saalbim. Doch ward ihnen
die Hand des Hauses Joseph zu schwer, und wurden zinsbar.
2. Kap.
2 ihr aber solltet
keinen Bund machen mit den Einwohnern dieses Landes und ihre Altäre zerbrechen.
Aber ihr habt meiner Stimme nicht gehorcht. Warum habt ihr das getan?
3 Da sprach ich auch:
Ich will sie nicht vertreiben vor euch, daß sie euch zum Strick werden und ihre
Götter zum Netz.
11 Da taten die Kinder
Israel übel vor dem HERRN und dienten den Baalim
12 und verließen den
HERRN, ihrer Väter Gott, der sie aus Ägyptenland geführt hatte, und folgten
andern Göttern nach von den Göttern der Völker, die um sie her wohnten, und
beteten sie an und erzürnten den HERRN;
13 denn sie verließen je
und je den HERRN und dienten Baal und den Astharoth.
14 So ergrimmte der Zorn
des HERRN über Israel und gab sie in die Hand der Räuber, daß diese sie
beraubten, und verkaufte sie in die Hände ihrer Feinde umher. Und sie konnten
nicht mehr ihren Feinden widerstehen;
15 sondern wo sie hinaus
wollten, da war des HERRN Hand wider sie zum Unglück, wie denn der HERR ihnen
gesagt und geschworen hatte. Und sie wurden hart gedrängt.
20 Darum ergrimmte denn
des HERRN Zorn über Israel, daß er sprach: Weil dies Volk meinen Bund
übertreten hat, den ich ihren Vätern geboten habe, und gehorchen meiner Stimme
nicht,
21 so will ich auch
hinfort die Heiden nicht vertreiben, die Josua hat gelassen, da er starb,
22 daß ich Israel durch
sie versuche, ob sie auf dem Wege des HERRN bleiben, daß sie darin wandeln, wie
ihre Väter geblieben sind, oder nicht.
23 Also ließ der HERR
diese Heiden, daß er sie nicht bald vertrieb, die er nicht hatte in Josuas Hand
übergeben.
3. Kap.
7 Und die Kinder Israel taten
übel vor dem HERRN und vergaßen des HERRN, ihres Gottes, und dienten den Baalim
und den Ascheroth.
8 Da ergrimmte der Zorn
des HERRN über Israel, und er verkaufte sie unter die Hand Kusan-Risathaims,
des Königs von Mesopotamien; und dienten also die Kinder Israel dem
Kusan-Risathaim acht Jahre.
12 Aber die Kinder Israel
taten fürder übel vor dem HERRN. Da stärkte der HERR den Eglon, den König der
Moabiter, wider Israel, darum daß sie übel taten vor dem HERRN.
13 Und er sammelte zu
sich die Kinder Ammon und die Amalekiter und zog hin und schlug Israel und nahm
ein die Palmenstadt.
14 Und die Kinder Israel
dienten Eglon, dem König der Moabiter, achtzehn Jahre.
28 und sprach zu ihnen:
Jagt mir nach; denn der HERR hat euch die Moabiter, eure Feinde, in eure Hände
gegeben! Und sie jagten ihm nach und gewannen die Furten am Jordan, die gen
Moab gehen, und ließen niemand hinüber
29 und schlugen die
Moabiter zu der Zeit, bei zehntausend Mann, allzumal die besten und streitbare
Männer, daß nicht einer entrann.
30 Also wurden die
Moabiter zu der Zeit unter die Hand der Kinder Israel gedämpft. Und das Land
war still achtzig Jahre.
31 Darnach war Samgar,
der Sohn Anaths; der schlug sechshundert Philister mit einem Ochsenstecken, und
auch er erlöste Israel.
4. Kap.
1 Aber die Kinder Israel
taten fürder übel vor dem HERRN, da Ehud gestorben war.
2 Und der HERR verkaufte
sie in die Hand Jabins, des Königs der Kanaaniter, der zu Hazor saß; und sein
Feldhauptmann war Sisera, und er wohnte zu Haroseth der Heiden.
3 Und die Kinder Israel
schrieen zum HERRN; denn er hatte neunhundert eiserne Wagen und zwang die
Kinder Israel mit Gewalt zwanzig Jahre.
15 Aber der HERR
erschreckte den Sisera samt allen seinen Wagen und ganzem Heer vor der Schärfe
des Schwertes Baraks, daß Sisera von seinem Wagen sprang und floh zu Fuß.
16 Barak aber jagte nach
den Wagen und dem Heer bis gen Haroseth der Heiden. Und alles Heer Siseras fiel
vor der Schärfe des Schwerts, daß nicht einer übrigblieb.
21 Da nahm Jael, das Weib
Hebers, einen Nagel von der Hütte und einen Hammer in ihre Hand und ging leise
zu ihm hinein und schlug ihm den Nagel durch seine Schläfe, daß er in die Erde
drang. Er aber war entschlummert, ward ohnmächtig und starb.
22 Da aber Barak Sisera
nachjagte, ging Jael heraus, ihm entgegen, und sprach zu ihm: Gehe her! ich
will dir den Mann zeigen, den du suchst. Und da er zu ihr hineinkam, lag Sisera
tot, und der Nagel steckte in seiner Schläfe.
23 Also dämpfte Gott zu
der Zeit Jabin, der Kanaaniter König, vor den Kindern Israel.
24 Und die Hand der
Kinder Israel ward immer stärker wider Jabin, der Kanaaniter König, bis sie ihn
ausrotteten.
5. Kap.
20 Vom Himmel ward wider
sie gestritten; die Sterne in ihren Bahnen stritten wider Sisera.
21 Der Bach Kison wälzte
sie, der Bach Kedumin, der Bach Kison. Tritt, meine Seele, auf die Starken!
22 Da rasselten der
Pferde Füße von dem Jagen ihrer mächtigen Reiter.
23 Fluchet der Stadt
Meros, sprach der Engel des HERRN; fluchet ihren Bürgern, daß sie nicht kamen
dem HERRN zu Hilfe, zu Hilfe dem HERRN unter den Helden!
31 Also müssen umkommen,
HERR, alle deine Feinde! Die ihn aber liebhaben, müssen sein, wie die Sonne
aufgeht in ihrer Macht! -Und das Land war still vierzig Jahre.
6. Kap.
1 Und da die Kinder Israel
übel taten vor dem HERRN, gab sie der HERR unter die Hand der Midianiter sieben
Jahre.
2 Und da der Midianiter
Hand zu stark ward über Israel, machten die Kinder Israel für sich Klüfte in
den Gebirgen und Höhlen und Festungen.
3 Und wenn Israel etwas
säte, so kamen die Midianiter und Amalekiter und die aus dem Morgenlande herauf
über sie
4 und lagerten sich
wider sie und verderbten das Gewächs auf dem Lande bis hinan gen Gaza und
ließen nichts übrig von Nahrung in Israel, weder Schafe noch Ochsen noch Esel.
5 Denn sie kamen herauf
mit ihrem Vieh und Hütten wie eine große Menge Heuschrecken, daß weder sie noch
ihre Kamele zu zählen waren, und fielen ins Land, daß sie es verderbten.
6 Also war Israel sehr
gering vor den Midianitern. Da schrieen die Kinder Israel zu dem HERRN.
16 der HERR aber sprach
zu ihm: Ich will mit dir sein, daß du die Midianiter schlagen sollst wie einen
einzelnen Mann.
7. Kap.
19 Also kam Gideon und hundert
Mann mit ihm vor das Lager, zu Anfang der mittelsten Nachtwache, da sie eben
die Wächter aufgestellt hatten, und bliesen mit Posaunen und zerschlugen die
Krüge in ihren Händen.
20 Also bliesen alle drei
Haufen mit Posaunen und zerbrachen die Krüge. Sie hielten aber die Fackeln in
ihrer linken Hand und die Posaunen in ihrer rechten Hand, daß sie bliesen und
riefen: Hie Schwert des HERRN und Gideons!
21 Und ein jeglicher
stand auf seinem Ort um das Lager her. Da ward das ganze Heer laufend, und schrieen
und flohen.
22 Und indem die
dreihundert Mann bliesen die Posaunen, schaffte der HERR, daß sie im ganzen
Heer eines jeglichen Schwert wider den andern war. Und das Heer floh bis
Beth-Sitta gen Zereda, bis an die Grenze von Abel-Mehola bei Tabbath.
23 Und die Männer Israels
von Naphthali, von Asser und vom ganzen Manasse wurden zuhauf gerufen und
jagten den Midianitern nach.
24 Und Gideon sandte
Botschaft auf das ganze Gebirge Ephraim und ließ sagen: Kommt herab, den
Midanitern entgegen, und gewinnt das Wasser vor ihnen bis gen Beth-Bara und
auch den Jordan. Da eilten zusammen alle, die von Ephraim waren, und gewannen
das Wasser vor ihnen bis gen Beth-Bara und den Jordan
25 und fingen zwei Fürsten
der Midianiter, Oreb und Seeb, und erwürgten Oreb auf dem Fels Oreb und Seeb in
der Kelter Seeb, und jagten die Midianiter und brachten die Häupter Orebs und
Seebs zu Gideon über den Jordan.
8. Kap.
21 Sebah aber und Zalmuna
sprachen: Stehe du auf und mache dich an uns; denn darnach der Mann ist, ist
auch seine Kraft. Also stand Gideon auf und erwürgte Sebah und Zalmuna und nahm
die Spangen, die an ihrer Kamele Hälsen waren.
9. Kap.
22 Als
nun Abimelech drei Jahre über Israel geherrscht hatte,
23 sandte Gott einen
bösen Willen zwischen Abimelech und den Männern zu Sichem. Und die Männer zu
Sichem wurden Abimelech untreu,
24 auf daß der Frevel, an
den siebzig Söhnen Jerubbaals begangen, und ihr Blut käme auf Abimelech, ihren
Bruder, der sie erwürgt hatte, und auf die Männer zu Sichem, die ihm seine Hand
dazu gestärkt hatten, daß er seine Brüder erwürgte.
25 Und die Männer zu
Sichem stellten einen Hinterhalt auf den Spitzen der Berge und beraubten alle,
die auf der Straße zu ihnen wandelten. Und es ward Abimelech angesagt.
26 Es kam aber Gaal, der
Sohn Ebeds, und seine Brüder und zogen zu Sichem ein. Und die Männer von Sichem
verließen sich auf ihn
27 und zogen heraus aufs
Feld und lasen ab ihre Weinberge und kelterten und machten einen Tanz und
gingen in ihres Gottes Haus und aßen und tranken und fluchten dem Abimelech.
28 Und Gaal, der Sohn
Ebeds, sprach: Wer ist Abimelech, und was ist Sichem, daß wir ihm dienen
sollten? Ist er nicht Jerubbaals Sohn und hat Sebul, seinen Knecht, hergesetzt?
Dienet den Leuten Hemors, des Vaters Sichems! Warum sollten wir jenen dienen?
29 Wollte Gott, das Volk
wäre unter meiner Hand, daß ich Abimelech vertriebe! Und es ward Abimelech
gesagt: Mehre dein Heer und zieh aus!
30 Denn Sebul, der
Oberste in der Stadt, da er die Worte Gaals, des Sohnes Ebeds, hörte, ergrimmte
er in seinem Zorn
31 und sandte Botschaft
zu Abimelech heimlich und ließ ihm sagen: Siehe, Gaal, der Sohn Ebeds, und
seine Brüder sind gen Sichem gekommen und machen dir die Stadt aufrührerisch.
32 So mache dich nun auf
bei der Nacht, du und dein Volk, das bei dir ist, und mache einen Hinterhalt
auf sie im Felde.
33 Und des Morgens, wenn
die Sonne aufgeht, so mache dich früh auf und überfalle die Stadt. Und wo er
und das Volk, das bei ihm ist, zu dir hinauszieht, so tue mit ihm, wie es deine
Hand findet.
34 Abimelech stand auf
bei der Nacht und alles Volk, das bei ihm war, und hielt auf Sichem mit vier
Haufen.
35 Und Gaal, der Sohn
Ebeds, zog heraus und trat vor die Tür an der Stadt Tor. Aber Abimelech machte
sich auf aus dem Hinterhalt samt dem Volk, das mit ihm war.
36 Da nun Gaal das Volk
sah, sprach er zu Sebul: Siehe, da kommt ein Volk von der Höhe des Gebirges
hernieder. Sebul aber sprach zu Ihm: Du siehst die Schatten der Berge für Leute
an.
37 Gaal redete noch mehr
und sprach: Siehe, ein Volk kommt hernieder aus der Mitte des Landes, und ein
Haufe kommt auf dem Wege zur Zaubereiche.
38 Da sprach Sebul zu
ihm: Wo ist nun hier dein Maul, das da sagte: Wer ist Abimelech, daß wir ihm
dienen sollten? Ist das nicht das Volk, das du verachtet hast? Zieh nun aus und
streite mit ihm!
39 Gaal zog aus vor den
Männern zu Sichem her und stritt mit Abimelech.
40 Aber Abimelech jagte
ihn, daß er floh vor ihm; und fielen viel Erschlagene bis an die Tür des Tors.
41 Und Abimelech blieb zu
Aruma. Sebul aber verjagte den Gaal und seine Brüder, die zu Sichem nicht
durften bleiben.
42 Am Morgen aber ging
das Volk heraus aufs Feld. Da das Abimelech ward angesagt,
43 nahm er das Kriegsvolk
und teilte es in drei Haufen und machte einen Hinterhalt auf sie im Felde. Als
er nun sah, daß das Volk aus der Stadt ging, erhob er sich über sie und schlug
sie.
44 Abimelech aber und die
Haufen, die bei ihm waren, überfielen sie und traten an die Tür des Stadttors;
und zwei der Haufen überfielen alle, die auf dem Felde waren, und schlugen sie.
45 Da stritt Abimelech
wider die Stadt denselben Tag und gewann sie und erwürgte das Volk, das darin war,
und zerbrach die Stadt und säte Salz darauf.
46 Da das hörten alle
Männer des Turms zu Sichem, gingen sie in die Festung des Hauses des Gottes
Berith.
47 Da das Abimelech
hörte, daß sich alle Männer des Turms zu Sichem versammelt hatten,
48 ging er auf den Berg
Zalmon mit allem seinem Volk, das bei ihm war und nahm eine Axt in seine Hand
und hieb einen Ast von den Bäumen und legte ihn auf seine Achsel und sprach zu
allem Volk, das mit ihm war: Was ihr gesehen habt, daß ich tue, das tut auch
ihr eilend wie ich.
49 Da hieb alles Volk ein
jeglicher einen Ast ab und folgten Abimelech nach und legten sie an die Festung
und steckten's an mit Feuer, daß auch alle Männer des Turms zu Sichem starben,
bei tausend Mann und Weib.
50 Abimelech
aber zog gen Thebez und belagerte es und gewann es.
51 Es war aber ein
starker Turm mitten in der Stadt. Auf den flohen alle Männer und Weiber und
alle Bürger der Stadt und schlossen hinter sich zu und stiegen auf das Dach des
Turms.
52 Da kam Abimelech zum
Turm und stritt dawider und nahte sich zur Tür des Turms, daß er ihn mit Feuer
verbrannte.
53 Aber ein Weib warf
einen Mühlstein Abimelech auf den Kopf und zerbrach ihm den Schädel.
54 Da rief Abimelech
eilend dem Diener, der seine Waffen trug, und sprach zu ihm: Zieh dein Schwert
aus und töte mich, daß man nicht von mir sage: Ein Weib hat ihn erwürgt. Da
durchstach ihn sein Diener, und er starb.
55 Da aber die
Israeliten, die mit ihm waren, sahen, daß Abimelech tot war, ging ein jeglicher
an seinen Ort.
56 Also bezahlte Gott
Abimelech das Übel, das er an seinem Vater getan hatte, da er seine siebzig
Brüder erwürgte;
57 desgleichen alles Übel
der Männer Sichems vergalt ihnen Gott auf ihren Kopf, und es kam über sie der
Fluch Jothams, des Sohnes Serubbaals.
10. Kap.
6 Aber die Kinder Israel
taten fürder übel vor dem HERRN und dienten den Baalim und den Astharoth und
den Göttern von Syrien und den Göttern von Sidon und den Göttern Moabs und den
Göttern der Kinder Ammon und den Göttern der Philister und verließen den HERRN
und dienten ihm nicht.
7 Da ergrimmte der Zorn
des HERRN über Israel, und er verkaufte sie unter die Hand der Philister und
der Kinder Ammon.
8 Und sie zertraten und
zerschlugen die Kinder Israel von dem Jahr an wohl achtzehn Jahre, nämlich alle
Kinder Israel jenseit des Jordans, im Lande der Amoriter, das in Gilead liegt.
9 Dazu zogen die Kinder
Ammon über den Jordan und stritten wider Juda, Benjamin und das Haus Ephraim,
also daß Israel sehr geängstet ward.
11. Kap.
31 was zu meiner Haustür
heraus mir entgegengeht, wenn ich mit Frieden wiederkomme von den Kindern
Ammon, das soll des HERRN sein, und ich will's zum Brandopfer opfern.
32 Also zog Jephthah auf
die Kinder Ammon, wider sie zu streiten. Und der HERR gab sie in seine Hände.
33 Und er schlug sie von
Aroer an, bis wo man kommt gen Minnith, zwanzig Städte, und bis an den Plan der
Weinberge, eine sehr große Schlacht. Und wurden also die Kinder Ammon
gedemütigt vor den Kindern Israel.
34 Da nun Jephthah kam
gen Mizpa zu seinem Hause, siehe, da geht seine Tochter heraus ihm entgegen mit
Pauken und Reigen; und sie war sein einziges Kind, und er hatte sonst keinen
Sohn noch Tochter.
35 Und da er sie sah,
zerriß er seine Kleider und sprach: Ach, meine Tochter, wie beugst du mich und
betrübst mich! Denn ich habe meinen Mund aufgetan gegen den HERRN und kann's
nicht widerrufen.
36 Sie aber sprach: Mein
Vater, hast du deinen Mund aufgetan gegen den HERRN, so tue mir, wie es aus
deinem Mund gegangen ist, nachdem der HERR dich gerächt hat an deinen Feinden,
den Kindern Ammon.
37 Und sie sprach zu
ihrem Vater: Du wollest mir das tun, daß du mir lassest zwei Monate, daß ich
von hinnen hinabgehe auf die Berge und meine Jungfrauschaft beweine mit meinen
Gespielen.
38 Er sprach: Gehe hin!
und ließ sie zwei Monate gehen. Da ging sie hin mit ihren Gespielen und
beweinte ihre Jungfrauschaft auf den Bergen.
39 Und nach zwei Monaten
kam sie wieder zu ihrem Vater. Und er tat ihr, wie er gelobt hatte; und sie war
nie eines Mannes schuldig geworden. Und es ward eine Gewohnheit in Israel,
40 daß die Töchter Israel
jährlich hingehen, zu klagen um die Tochter Jephthahs, des Gileaditers, des
Jahres vier Tage.
13. Kap.
1 Und die Kinder Israel taten fürder übel vor dem HERRN; und der HERR gab sie in die Hände der Philister vierzig Jahre.
14. Kap.
19 Und der Geist des
HERRN geriet über ihn, und er ging hinab gen Askalon und schlug dreißig Mann
unter ihnen und nahm ihr Gewand und gab Feierkleider denen, die das Rätsel erraten
hatten. Und ergrimmte in seinem Zorn und ging herauf in seines Vaters Haus.
20 Aber Simsons Weib ward
einem seiner Gesellen gegeben, der ihm zugehörte.
15. Kap.
14 Und da er kam bis gen
Lehi, jauchzten die Philister ihm entgegen. Aber der Geist Gottes geriet über
ihn, und die Stricke an seinen Armen wurden wie Fäden, die das Feuer versengt
hat, daß die Bande an seinen Händen zerschmolzen.
15 Und er fand einen
frischen Eselskinnbacken; da reckte er seine Hand aus und nahm ihn und schlug
damit tausend Mann.
16 Und Simson sprach: Da
liegen sie bei Haufen; durch eines Esels Kinnbacken habe ich tausend Mann
geschlagen.
16. Kap.
28 Simson aber rief den
HERRN an und sprach: HERR HERR, gedenke mein und stärke mich doch, Gott,
diesmal, daß ich für meine beiden Augen mich einmal räche an den Philistern!
29 Und er faßte die zwei
Mittelsäulen, auf welche das Haus gesetzt war und darauf es sich hielt, eine in
seine rechte und die andere in seine linke Hand,
30 und sprach: Meine
Seele sterbe mit den Philistern! und neigte sich kräftig. Da fiel das Haus auf
die Fürsten und auf alles Volk, das darin war, daß der Toten mehr waren, die in
seinem Tod starben, denn die bei seinem Leben starben.
20. Kap.
17 Aber derer von Israel
(ohne die von Benjamin) wurden gezählt vierhunderttausend Mann, die das Schwert
führten, und alle streitbare Männer.
18 Die machten sich auf
und zogen hinauf gen Beth-el und fragten Gott und sprachen: Wer soll vor uns
hinaufziehen, den Streit anzufangen mit den Kindern Benjamin? Der HERR sprach:
Juda soll anfangen.
19 Also machten sich die
Kinder Israel des Morgens auf und lagerten sich vor Gibea.
20 Und ein jeder Mann von
Israel ging heraus, zu streiten mit Benjamin, und schickten sich, zu streiten
wider Gibea.
21 Da fielen die Kinder
Benjamin heraus aus Gibea und schlugen des Tages unter Israel
zweiundzwanzigtausend zu Boden.
22 Aber das Volk der
Männer von Israel ermannte sich und stellte sich auf, noch weiter zu streiten
am selben Ort, da sie sich des vorigen Tages gestellt hatten.
23 Und die Kinder Israel
zogen hinauf und weinten vor dem HERRN bis an den Abend und fragten den HERRN
und sprachen: Sollen wir wieder nahen, zu streiten mit den Kindern Benjamin,
unsern Brüdern? Der HERR sprach: Zieht hinauf zu ihnen!
24 Und da die Kinder
Israel sich machten an die Kinder Benjamin des andern Tages,
25 fielen die
Benjaminiter heraus aus Gibea ihnen entgegen desselben Tages und schlugen von
den Kindern Israel noch achtzehntausend zu Boden, die alle das Schwert führten.
26 Da zogen alle Kinder
Israel hinauf und alles Volk und kamen gen Beth-El und weinten und blieben
daselbst vor dem HERRN und fasteten den Tag bis zum Abend und opferten
Brandopfer und Dankopfer vor dem HERRN.
27 Und die Kinder Israel
fragten den HERRN (es war aber daselbst die Lade des Bundes Gottes zu der Zeit,
28 und Pinehas, der Sohn
Eleasars, Aarons Sohns, stand vor ihm zu der Zeit) und sprachen: Sollen wir
weiter ausziehen, zu streiten mit den Kindern Benjamin, unsern Brüdern, oder
sollen wir ablassen? Der HERR sprach: Zieht hinauf; morgen will ich sie in eure
Hände geben.
29 Und
die Kinder Israel stellten einen Hinterhalt auf Gibea umher.
30 Und zogen also die
Kinder Israel hinauf des dritten Tages gegen die Kinder Benjamin und stellten
sich wider Gibea wie zuvor zweimal.
31 Da fuhren die Kinder
Benjamin heraus, dem Volk entgegen, und wurden losgerissen von der Stadt und
fingen an zu schlagen und zu verwunden etliche vom Volk, wie zuvor zweimal, im
Felde auf zwei Straßen, deren eine gen Beth-El, die andere gen Gibea geht, bei
dreißig Mann in Israel.
32 Da gedachten die
Kinder Benjamin: Sie sind geschlagen vor uns wie vorhin. Aber die Kinder Israel
sprachen: Laßt uns fliehen, daß wir sie von der Stadt reißen auf die Straßen!
33 Da machten sich auf
alle Männer von Israel von ihrem Ort und stellten sich zu Baal-Thamar. Und der
Hinterhalt Israels brach hervor an seinem Ort, von der Höhle Geba,
34 und kamen gen Gibea
zehntausend Mann, auserlesen aus ganz Israel, daß der Streit hart ward; sie
aber wußten nicht, daß sie das Unglück treffen würde.
35 Also schlug der HERR
den Benjamin vor den Kindern Israel, daß die Kinder Israel auf den Tag
verderbten fünfundzwanzigtausend und hundert Mann in Benjamin, die alle das
Schwert führten.
36 Denn da die Kinder
Benjamin sahen, daß sie geschlagen waren, gaben ihnen die Männer Israels Raum;
denn sie verließen sich auf den Hinterhalt, den sie bei Gibea aufgestellt
hatten.
37 Und der Hinterhalt
eilte auch und brach hervor auf Gibea zu und zog hinan und schlug die ganze
Stadt mit der Schärfe des Schwerts.
38 Sie hatten aber
abgeredet miteinander, die Männer von Israel und der Hinterhalt, mit dem
Schwert über sie zu fallen, wenn der Rauch aus der Stadt sich erhöbe.
39 Da nun die Männer von
Israel sich wandten im Streit und Benjamin anfing zu schlagen und verwundeten
in Israel bei dreißig Mann und gedachten: Sie sind vor uns geschlagen wie im
vorigen Streit,
40 da fing an sich zu
erheben von der Stadt ein Rauch stracks über sich. Und Benjamin wandte sich
hinter sich, und siehe, da ging die Stadt ganz auf gen Himmel.
41 Und die Männer von
Israel wandten sich auch um. Da erschraken die Männer Benjamins; denn sie
sahen, daß sie das Unglück treffen wollte.
42 Und wandten sich von
den Männern Israels auf den Weg zur Wüste; aber der Streit folgte ihnen nach,
und die von den Städten hineingekommen waren, die verderbten sie drinnen.
43 Und sie umringten
Benjamin und jagten ihn bis gen Menuha und zertraten sie bis vor Gibea gegen
der Sonne Aufgang.
44 Und es fielen von
Benjamin achtzehntausend Mann, die alle streitbare Männer waren.
45 Da wandten sie sich
und flohen zu der Wüste, an den Fels Rimmon; aber auf derselben Straße schlugen
sie fünftausend Mann und folgten ihnen hintennach bis gen Gideom und schlugen
ihrer zweitausend.
46 Und also fielen des
Tages von Benjamin fünfundzwanzigtausend Mann, die das Schwert führten und alle
streitbare Männer waren.
47 Nur sechshundert Mann
wandten sich und flohen zur Wüste, zum Fels Rimmon, und blieben im Fels Rimmon,
vier Monate.
48 Und die Männer Israels
kamen wieder zu den Kindern Benjamin und schlugen mit der Schärfe des Schwerts
die in der Stadt, Leute und Vieh und alles, was man fand; und alle Städte, die
man fand, verbrannte man mit Feuer.
Das erste Buch Samuel
Kap. 2
25 Wenn jemand wider
einen Menschen sündigt, so kann's der Richter schlichten. Wenn aber jemand
wider den HERRN sündigt, wer kann für ihn bitten? Aber sie gehorchten ihres
Vaters Stimme nicht; denn der HERR war willens, sie zu töten.
27 Es kam aber ein Mann
Gottes zu Eli und sprach zu ihm: So spricht der HERR: Ich habe mich offenbart
deines Vaters Hause, da sie noch in Ägypten waren, in Pharaos Hause,
28
und habe ihn daselbst mir erwählt vor allen
Stämmen Israels zum Priestertum, daß er opfern sollte auf meinem Altar und
Räuchwerk anzünden und den Leibrock vor mir tragen, und habe deines Vaters
Hause gegeben alle Feuer der Kinder Israel.
29 Warum tretet ihr denn
mit Füßen meine Schlachtopfer und Speisopfer, die ich geboten habe in der
Wohnung? Und du ehrst deine Söhne mehr denn mich, daß ihr euch mästet von dem
Besten aller Speisopfer meines Volkes Israel.
30 Darum spricht der
HERR, der Gott Israels: Ich habe geredet, dein Haus und deines Vaters Haus
sollten wandeln vor mir ewiglich. Aber nun spricht der HERR: Es sei fern von
mir! sondern wer mich ehrt, den will ich auch ehren; wer aber mich verachtet,
der soll wieder verachtet werden.
31 Siehe, es wird die
Zeit kommen, daß ich will entzweibrechen deinen Arm und den Arm deines
Vaterhauses, daß kein Alter sei in deinem Hause,
32 und daß du sehen wirst
deinen Widersacher in der Wohnung bei allerlei Gutem, das Israel geschehen
wird, und wird kein Alter sein in deines Vaters Hause ewiglich.
33 Doch will ich dir
nicht einen jeglichen von meinem Altar ausrotten, auf daß deine Augen
verschmachten und deine Seele sich gräme; und alle Menge deines Hauses sollen
sterben, wenn sie Männer geworden sind.
34 Und das soll dir ein
Zeichen sein, das über deine zwei Söhne, Hophni und Pinehas, kommen wird: auf
einen Tag werden sie beide sterben.
Kap. 3
11 Und der HERR sprach zu
Samuel: Siehe, ich tue ein Ding in Israel, daß, wer das hören wird, dem werden
seine beiden Ohren gellen.
12 An dem Tage will ich
erwecken über Eli, was ich wider sein Haus geredet habe; ich will's anfangen
und vollenden.
13 Denn ich habe es ihm
angesagt, daß ich Richter sein will über sein Haus ewiglich um der Missetat
willen, daß er wußte, wie seine Kinder sich schändlich hielten, und hat ihnen
nicht gewehrt.
14 Darum habe ich dem
Hause Eli geschworen, daß die Missetat des Hauses Eli solle nicht versöhnt
werden weder mit Schlachtopfer noch mit Speisopfer ewiglich.
Kap. 4
1 Israel aber zog aus,
den Philistern entgegen, in den Streit, und lagerten sich bei Eben-Ezer. Die
Philister aber hatten sich gelagert zu Aphek
2 und stellten sich
gegen Israel. Und der Streit teilte sich weit, und Israel ward vor den
Philistern geschlagen; und sie schlugen in der Ordnung im Felde bei viertausend
Mann.
10
Da stritten die Philister, und Israel ward geschlagen, und
ein jeglicher floh in seine Hütte; und es war eine sehr große Schlacht, daß aus
Israel fielen dreißigtausend Mann Fußvolk.
11 Und die Lade Gottes
ward genommen, und die zwei Söhne Elis, Hophni und Pinehas, starben.
12 Da lief einer von
Benjamin aus dem Heer und kam gen Silo desselben Tages und hatte seine Kleider
zerrissen und hatte Erde auf sein Haupt gestreut.
13 Und siehe, als er
hineinkam, saß Eli auf dem Stuhl, daß er den Weg sähe; denn sein Herz war
zaghaft über die Lade Gottes. Und da der Mann in die Stadt kam, sagte er's an,
und die ganze Stadt schrie.
14 Und da Eli das laute
Schreien hörte, fragte er: Was ist das für ein lautes Getümmel? Da kam der Mann
eilend und sagte es Eli an.
15 Eli aber war
achtundneunzig Jahre alt, und seine Augen waren dunkel, daß er nicht sehen
konnte.
16 Der Mann aber sprach
zu Eli: Ich komme und bin heute aus dem Heer geflohen. Er aber sprach: Wie geht
es zu, mein Sohn?
17 Da antwortete der
Verkündiger und sprach: Israel ist geflohen vor den Philistern, und ist eine
große Schlacht im Volk geschehen, und deine zwei Söhne, Hophni und Pinehas,
sind gestorben; dazu die Lade Gottes ist genommen.
18 Da er aber der Lade Gottes
gedachte, fiel er zurück vom Stuhl am Tor und brach seinen Hals entzwei und
starb; denn er war alt und ein schwerer Mann. Er richtete aber Israel vierzig
Jahre.
Kap. 5
6 Aber die Hand des HERRN
war schwer über die von Asdod und verderbte sie und schlug sie mit bösen
Beulen, Asdod und sein Gebiet.
7 Da aber die Leute zu
Asdod sahen, daß es so zuging, sprachen sie: Laßt die Lade des Gottes Israels
nicht bei uns bleiben; denn seine Hand ist zu hart über uns und unserm Gott
Dagon.
8 Und sie sandten hin
und versammelten alle Fürsten der Philister zu sich und sprachen: Was sollen
wir mit der Lade des Gottes Israels machen? Da antworteten sie: Laßt die Lade
des Gottes Israels nach Gath tragen. Und sie trugen die Lade des Gottes Israels
dahin.
9 Da sie aber dieselbe
dahin getragen hatten, ward durch die Hand des HERRN in der Stadt ein sehr
großer Schrecken, und er schlug die Leute in der Stadt, beide, klein und groß,
also daß an ihnen Beulen ausbrachen.
10 Da sandten sie die
Lade des HERRN gen Ekron. Da aber die Lade Gottes gen Ekron kam, schrieen die
von Ekron: Sie haben die Lade Gottes hergetragen zu mir, daß sie mich töte und
mein Volk.
11 Da sandten sie hin und
versammelten alle Fürsten der Philister und sprachen: Sendet die Lade des
Gottes Israels wieder an ihren Ort, daß sie mich und mein Volk nicht töte. Denn
die Hand Gottes machte einen sehr großen Schrecken mit Würgen in der ganzen
Stadt.
12 Und welche Leute nicht
starben, die wurden geschlagen mit Beulen, daß das Geschrei der Stadt auf gen
Himmel ging.
Kap. 6
19 Und etliche zu
Beth-Semes wurden geschlagen, darum daß sie die Lade des HERRN angesehen
hatten. Und er schlug des Volks
fünfzigtausendundsiebzig Mann. Da trug das Volk Leid, daß der HERR so
eine große Schlacht im Volk getan hatte.
Kap. 7
9 Samuel nahm ein
Milchlämmlein und opferte dem HERRN ein ganzes Brandopfer und schrie zum HERRN
für Israel; und der HERR erhörte ihn.
10 Und indem Samuel das
Brandopfer opferte, kamen die Philister herzu, zu streiten wider Israel. Aber
der HERR ließ donnern einen großen Donner über die Philister desselben Tages
und schreckte sie, daß sie vor Israel geschlagen wurden.
11 Da zogen die Männer
Israels aus von Mizpa und jagten die Philister und schlugen sie bis unter
Beht-Kar.
12 Da nahm Samuel einen
Stein und setzte ihn zwischen Mizpa und Sen und hieß ihn Eben-Ezer und sprach:
Bis hierher hat uns der HERR geholfen.
13 Also wurden die Philister
gedämpft und kamen nicht mehr in die Grenze Israels; und die Hand des HERRN war
wider die Philister, solange Samuel lebte.
Kap. 11
5 Und siehe, da kam Saul
vom Felde hinter den Rindern her und sprach: Was ist dem Volk, daß es weint? Da
erzählten sie ihm die Sache der Männer von Jabes.
6 Da geriet der Geist
Gottes über ihn, als er solche Worte hörte, und sein Zorn ergrimmte sehr,
7 und er nahm ein paar
Ochsen und zerstückte sie und sandte in alles Gebiet Israels durch die Boten
und ließ sagen: Wer nicht auszieht, Saul und Samuel nach, des Rinder soll man
also tun. Da fiel die Furcht des HERRN auf das Volk, daß sie auszogen wie ein
Mann.
8 Und er musterte sie zu
Besek; und der Kinder Israel waren dreihundert mal tausend Mann und der Kinder
Juda dreißigtausend.
9 Und sie sagten den
Boten, die gekommen waren: Also sagt den Männern zu Jabes in Gilead: Morgen
soll euch Hilfe geschehen, wenn die Sonne beginnt heiß zu scheinen. Da die
Boten kamen und verkündigten das den Männern zu Jabes, wurden sie froh.
10 Und die Männer von
Jabes sprachen: Morgen wollen wir zu euch hinausgehen, daß ihr uns tut alles,
was euch gefällt.
11 Und des andern Morgens
stellte Saul das Volk in drei Haufen, und sie kamen ins Lager um die
Morgenwache und schlugen die Ammoniter, bis der Tag heiß ward; welche aber
übrigblieben, wurden also zerstreut, daß ihrer nicht zwei beieinander blieben.
Kap. 14
12 Und die Männer der
Wache antworteten Jonathan und seinem Waffenträger und sprachen: Kommt herauf zu
uns, so wollen wir's euch wohl lehren! Da sprach Jonathan zu seinem
Waffenträger: Steig mir nach! der HERR hat sie gegeben in die Hände Israels.
13 Und Jonathan kletterte
mit Händen und mit Füßen hinauf und sein Waffenträger ihm nach. Da fielen sie
vor Jonathan darnieder, und sein Waffenträger würgte ihm immer nach,
14 also daß derer, die
Jonathan und sein Waffenträger zuerst erschlug, waren bei zwanzig Mann, beinahe
auf einer halben Hufe Acker, die ein Joch pflügt.
15 Und es kam ein
Schrecken ins Lager auf dem Felde und ins ganze Volk; die Wache und die
streifenden Rotten erschraken auch, also daß das Land erbebte; denn es war ein
Schrecken von Gott.
16 Und die Wächter Sauls
zu Gibea-Benjamin sahen, daß der Haufe zerrann und verlief sich und ward
zerschmissen.
22 Und alle Männer von
Israel, die sich auf dem Gebirge Ephraim verkrochen hatten, da sie hörten, daß
die Philister flohen, strichen hinter ihnen her im Streit.
23 Also half der HERR zu
der Zeit Israel. Und der Streit währte bis gen Beth-Aven.
36 Und Saul sprach: Laßt
uns hinabziehen den Philistern nach bei der Nacht und sie berauben, bis daß es
lichter Morgen wird, daß wir niemand von ihnen übriglassen. Sie antworteten:
Tue alles, was dir gefällt. Aber der Priester sprach: Laßt uns hierher zu Gott
nahen.
47 Aber da Saul das Reich
über Israel eingenommen hatte, stritt er wider alle seine Feinde umher: wider
die Moabiter, wider die Kinder Ammon, wider die Edomiter, wider die Könige
Zobas, wider die Philister; und wo er sich hin wandte, da übte er Strafe.
48 Und er hatte Sieg und
schlug die Amalekiter und errettete Israel von der Hand aller, die sie
zwackten.
Kap. 15
1 Samuel aber sprach zu
Saul: Der HERR hat mich gesandt, daß ich dich zum König salbte über sein Volk
Israel; so höre nun die Stimme der Worte des HERRN.
2 So spricht der HERR
Zebaoth: Ich habe bedacht, was Amalek Israel tat und wie er ihm den Weg
verlegte, da er aus Ägypten zog.
3 So zieh nun hin und
schlage die Amalekiter und verbanne sie mit allem, was sie haben; schone ihrer
nicht sondern töte Mann und Weib, Kinder und Säuglinge, Ochsen und Schafe,
Kamele und Esel!
4 Saul ließ solches vor
das Volk kommen; und er zählte sie zu Telaim: zweihunderttausend Mann Fußvolk
und zehntausend Mann aus Juda.
5 Und da Saul kam zu der
Amalekiter Stadt, machte er einen Hinterhalt am Bach
6 und ließ den Kenitern
sagen: Geht hin, weicht und zieht herab von den Amalekiter, daß ich euch nicht
mit ihnen aufräume; denn ihr tatet Barmherzigkeit an allen Kindern Israel, da
sie aus Ägypten zogen. Also machten sich die Keniter von den Amalekitern.
7 Da schlug Saul die
Amalekiter von Hevila an bis gen Sur, das vor Ägypten liegt,
8 und griff Agag, der
Amalekiter König, lebendig, und alles Volk verbannte er mit des Schwertes
Schärfe.
32 Samuel aber sprach:
Laßt her zu mir bringen Agag, der Amalekiter König. Und Agag ging zu ihm
getrost und sprach: Also muß man des Todes Bitterkeit vertreiben.
33 Samuel sprach: Wie
dein Schwert Weiber ihrer Kinder beraubt hat, also soll auch deine Mutter der
Kinder beraubt sein unter den Weibern. Also hieb Samuel den Agag zu Stücken vor
dem HERRN in Gilgal.
Kap. 17
45 David aber sprach zu
dem Philister: Du kommst zu mir mit Schwert, Spieß und Schild; ich aber komme zu
dir im Namen des HERRN Zebaoth, des Gottes des Heeres Israels, das du gehöhnt
hast.
46 Heutigestages wird
dich der HERR in meine Hand überantworten, daß ich dich schlage und nehme dein
Haupt von dir und gebe die Leichname des Heeres der Philister heute den Vögeln
unter dem Himmel und dem Wild auf Erden, daß alles Land innewerde, daß Israel
einen Gott hat,
47 und daß alle diese
Gemeinde innewerde, daß der HERR nicht durch Schwert noch Spieß hilft; denn der
Streit ist des HERRN, und er wird euch geben in unsre Hände.
48 Da sich nun der
Philister aufmachte und daherging und nahte sich zu David, eilte David und lief
auf das Heer zu, dem Philister entgegen.
49 Und David tat seine
Hand in die Tasche und nahm einen Stein daraus und schleuderte und traf den
Philister an seine Stirn, daß der Stein in seine Stirn fuhr und er zur Erde
fiel auf sein Angesicht.
50 Also überwand David
den Philister mit der Schleuder und mit dem Stein und schlug ihn und tötete ihn.
Und da David kein Schwert in seiner Hand hatte,
51 lief er und trat zu
dem Philister und nahm sein Schwert und zog's aus der Scheide und tötete ihn
und hieb ihm den Kopf damit ab. Da aber die Philister sahen, daß ihr Stärkster
tot war, flohen sie.
52 Und die Männer Israels
und Juda's machten sich auf und riefen und jagten den Philistern nach, bis man
kommt ins Tal und bis an die Tore Ekrons. Und die Philister fielen erschlagen
auf dem Wege zu den Toren bis gen Gath und gen Ekron.
53 Und die Kinder Israel
kehrten um von dem Nachjagen der Philister und beraubten ihr Lager.
Kap. 19
8 Es erhob sich aber
wieder ein Streit, und David zog aus und stritt wider die Philister und tat
eine große Schlacht, daß sie vor ihm flohen.
Kap. 27
8 David aber zog hinauf
samt seinen Männern und fiel ins Land der Gessuriter und Girsiter und
Amalekiter; denn diese waren von alters her die Einwohner dieses Landes, wo man
kommt gen Sur bis an Ägyptenland.
9 Da aber David das Land
schlug, ließ er weder Mann noch Weib leben und nahm Schafe, Rinder, Esel,
Kamele und Kleider und kehrte wieder und kam zu Achis.
10 Wenn dann Achis
sprach: Seid ihr heute nicht eingefallen? so sprach David: In das Mittagsland
Juda's und in das Mittagsland der Jerahmeeliter und in das Mittagsland der
Keniter.
11 David aber ließ weder
Mann noch Weib lebendig gen Gath kommen und gedachte: Sie möchten wider uns
reden und schwätzen. Also tat David, und das war seine Weise, solange er wohnte
in der Philister Lande.
Kap. 30
6 Und David war sehr geängstet,
denn das Volk wollte ihn steinigen; denn des ganzen Volkes Seele war unwillig,
ein jeglicher um seine Söhne und Töchter willen. David aber stärkte sich in dem
HERRN, seinem Gott,
7 und sprach zu
Abjathar, dem Priester, Ahimelechs Sohn: Bringe mir her den Leibrock. Und da
Abjathar den Leibrock zu David gebracht hatte,
8 fragte David den HERRN
und sprach: Soll ich den Kriegsleuten nachjagen, und werde ich sie ergreifen?
Er sprach: Jage ihnen nach! du wirst sie ergreifen und Rettung tun.
17 Und David schlug sie vom Morgen an
bis an den Abend gegen den andern Tag, daß ihrer keiner entrann, außer
vierhundert Jünglinge; die stiegen auf die Kamele und flohen.
Kap.
5
19 Und David fragte den HERRN und sprach: Soll ich hinaufziehen wider die Philister? und willst du sie in meine Hand geben? Der HERR sprach zu David: Zieh hinauf! ich will die Philister in deine Hände geben.
20 Und David kam gen Baal-Perazim und
schlug sie daselbst und sprach: Der HERR hat meine Feinde vor mir voneinander
gerissen, wie die Wasser reißen. Daher hieß man den Ort Baal-Perazim.
21 Und sie ließen ihre Götzen
daselbst; David aber und seine Männer hoben sie auf.
22 Die Philister aber zogen abermals
herauf und ließen sich nieder im Grunde Rephaim.
23 Und David fragte den HERRN; der
sprach: Du sollst nicht hinaufziehen, sondern komm von hinten zu ihnen, daß du
an sie kommst gegenüber den Maulbeerbäumen.
24 Und wenn du hörst das Rauschen auf
den Wipfeln der Maulbeerbäume einhergehen, so eile; denn der HERR ist dann
ausgegangen vor dir her, zu schlagen das Heer der Philister.
25 David tat, wie ihm der HERR
geboten hatte, und schlug die Philister von Geba an, bis man kommt gen Geser.
Kap. 6
4 Und da sie ihn mit der Lade Gottes
aus dem Hause Abinadabs führten, der auf einem Hügel wohnte, und Ahjo vor der
Lade her ging,
5 spielte David und das ganze Haus
Israel vor dem HERRN her mit allerlei Saitenspiel von Tannenholz, mit Harfen
und Psaltern und Pauken und Schellen und Zimbeln.
6 Und da sie kamen zu Tenne Nachons,
griff Usa zu und hielt die Lade Gottes; denn die Rinder traten beiseit aus.
7 Da ergrimmte des HERRN Zorn über
Usa, und Gott schlug ihn daselbst um seines Frevels willen, daß er daselbst
starb bei der Lade Gottes.
Kap. 7
8 So sollst du nun so sagen meinem
Knechte David: So spricht der HERR Zebaoth: Ich habe dich genommen von den
Schafhürden, daß du sein solltest ein Fürst über mein Volk Israel,
9 und bin mit dir gewesen, wo du hin
gegangen bist, und habe alle deine Feinde vor dir ausgerottet und habe dir
einen großen Namen gemacht wie der Name der Großen auf Erden.
Kap. 8
1 Und es begab sich darnach, daß
David die Philister schlug und schwächte sie und nahm den Dienstzaum von der
Philister Hand.
2 Er schlug auch die Moabiter also
zu Boden, daß er zwei Teile zum Tode brachte und einen Teil am Leben ließ. Also
wurden die Moabiter David untertänig, daß sie ihm Geschenke zutrugen.
3 David schlug auch Hadadeser, den
Sohn Rehobs, König zu Zoba, da er hinzog, seine Macht wieder zu holen an dem
Wasser Euphrat.
4 Und David fing aus ihnen
tausendundsiebenhundert Reiter und zwanzigtausend Mann Fußvolk und verlähmte
alle Rosse der Wagen und behielt übrig hundert Wagen.
5 Es kamen aber die Syrer von
Damaskus, zu helfen Hadadeser, dem König zu Zoba; und David schlug der Syrer
zweiundzwanzigtausend Mann
6 und legte Volk in das Syrien von
Damaskus. Also ward Syrien David untertänig, daß sie ihm Geschenke zutrugen.
Denn der HERR half David, wo er hin zog.
7 Und David nahm die goldenen
Schilde, die Hadadesers Knechte gehabt hatten, und brachte sie gen Jerusalem.
8 Aber von Betah und Berothai, den
Städten Hadadesers, nahm der König David sehr viel Erz.
13 Auch machte sich David einen Namen
da er wiederkam von der Syrer Schlacht und schlug im Salztal achtzehntausend
Mann,
14 und legte Volk in ganz Edom, und
ganz Edom war David unterworfen; denn der HERR half David, wo er hin zog.
Kap. 10
17 Da das David ward angesagt,
sammelte er zuhauf das ganze Israel und zog über den Jordan und kam gen Helam.
Und die Syrer stellten sich wider David, mit ihm zu streiten.
18 Aber die Syrer flohen vor Israel.
Und David verderbte der Syrer siebenhundert Wagen und vierzigtausend Reiter;
dazu Sobach, den Feldhauptmann, schlug er, daß er daselbst starb.
Kap. 12
9 Warum hast du denn das Wort des
HERRN verachtet, daß du solches Übel vor seinen Augen tatest? Uria, den
Hethiter, hast du erschlagen mit dem Schwert; sein Weib hast du dir zum Weib genommen;
ihn aber hast du erwürgt mit dem Schwert der Kinder Ammon.
10 Nun so soll von deinem Hause das
Schwert nicht lassen ewiglich, darum daß du mich verachtet hast und das Weib
Urias, des Hethiters, genommen hast, daß sie dein Weib sei.
11 So spricht der HERR: Siehe, ich
will Unglück über dich erwecken aus deinem eigenen Hause und will deine Weiber
nehmen vor deinen Augen und will sie deinem Nächsten geben, daß er bei deinen
Weibern schlafen soll an der lichten Sonne.
12 Denn du hast es heimlich getan;
ich aber will dies tun vor dem ganzen Israel und an der Sonne.
13 Da sprach David zu Nathan: Ich
habe gesündigt wider den HERRN. Nathan sprach zu David: So hat auch der HERR
deine Sünde weggenommen; du wirst nicht sterben.
14 Aber weil du die Feinde des HERRN
hast durch diese Geschichte lästern gemacht, wird der Sohn, der dir geboren
ist, des Todes sterben.
15 Und Nathan ging heim. Und der HERR
schlug das Kind, das Urias Weib David geboren hatte, daß es todkrank ward.
16 Und David suchte Gott um des
Knäbleins willen und fastete und ging hinein und lag über Nacht auf der Erde.
17 Da standen auf die Ältesten seines
Hauses und wollten ihn aufrichten von der Erde; er wollte aber nicht und aß
auch nicht mit ihnen.
18 Am siebenten Tage aber starb das
Kind. ...
29 Also nahm David alles Volk zuhauf
und zog hin und stritt wider Rabba und gewann es
30 und nahm die Krone seines Königs
von seinem Haupt, die am Gewicht einen Zentner Gold hatte und Edelgesteine, und
sie ward David auf sein Haupt gesetzt; und er führte aus der Stadt sehr viel
Beute.
31 Aber das Volk drinnen führte er
heraus und legte sie unter eiserne Sägen und Zacken und eiserne Keile und
verbrannte sie in Ziegelöfen. So tat er allen Städten der Kinder Ammon. Da
kehrte David und alles Volk wieder gen Jerusalem.
Kap. 21
15 Es erhob sich aber wieder ein
Krieg von den Philistern wider Israel; und David zog hinab und seine Knechte
mit ihm und stritten wider die Philister. Und David ward müde.
16 Und Jesbi zu Nob (welcher war der
Kinder Raphas einer, und das Gewicht seines Speers war dreihundert Gewicht
Erzes, und er hatte neue Waffen), der gedachte David zu schlagen.
17 Aber Abisai, der Zeruja Sohn, half
ihm und schlug den Philister tot. Da schwuren ihm die Männer Davids und
sprachen: Du sollst nicht mehr mit uns ausziehen in den Streit, daß nicht die
Leuchte in Israel verlösche.
18 Darnach erhob sich noch ein Krieg
zu Gob mit den Philistern. Da schlug Sibbechai, der Husathiter, den Saph,
welcher auch der Kinder Raphas einer war.
19 Und es erhob sich noch ein Krieg
zu Gob mit den Philistern. Da schlug El-Hanan, der Sohn Jaere-Orgims, ein
Bethlehemiter, den Goliath, den Gathiter, welcher hatte einen Spieß, des Stange
war wie ein Weberbaum.
20 Und es erhob sich noch ein Krieg
zu Gath. Da war ein langer Mann, der hatte sechs Finger an seinen Händen und
sechs Zehen an seinen Füßen, das ist vierundzwanzig an der Zahl; und er war
auch geboren dem Rapha.
21 Und da er Israel Hohn sprach,
schlug ihn Jonathan, der Sohn Simeas, des Bruders Davids.
Kap. 23
8 Dies sind die Namen der Helden
Davids: Jasobeam, der Sohn Hachmonis, ein Vornehmster unter den Rittern; er hob
seinen Spieß auf und schlug achthundert auf einmal.
9 Nach ihm war Eleasar, der Sohn
Dodos, des Sohnes Ahohis, unter den drei Helden mit David. Da sie Hohn sprachen
den Philistern und daselbst versammelt waren zum Streit und die Männer Israels
hinaufzogen,
10 da stand er und schlug die
Philister, bis seine Hand müde am Schwert erstarrte. Und der HERR gab ein
großes Heil zu der Zeit, daß das Volk umwandte ihm nach, zu rauben.
11 Nach ihm war Samma, der Sohn Ages,
des Harariters. Da die Philister sich versammelten in eine Rotte, und war
daselbst ein Stück Acker voll Linsen, und das Volk floh vor den Philistern,
12 da trat er mitten auf das Stück
und errettete es und schlug die Philister; und Gott gab ein großes Heil.
Kap. 24
1 Und der Zorn des HERRN ergrimmte
abermals wider Israel und er reizte David wider sie, daß er sprach: Gehe hin,
zähle Israel und Juda!
11 Und da David des Morgens aufstand,
kam des HERRN Wort zu Gad, dem Propheten, Davids Seher, und sprach:
12 Gehe hin und rede mit David: So
spricht der HERR: Dreierlei bringe ich zu dir; erwähle dir deren eins, daß ich
es dir tue.
13 Gad kam zu David und sagte es ihm
an und sprach zu ihm: Willst du, daß sieben Jahre Teuerung in dein Land komme?
oder daß du drei Monate vor deinen Widersachern fliehen müssest und sie dich
verfolgen? oder drei Tage Pestilenz in deinem Lande sei? So merke nun und
siehe, was ich wieder sagen soll dem, der mich gesandt hat.
14 David sprach zu Gad: Es ist mir
sehr angst; aber laß uns in die Hand des HERRN fallen, denn seine
Barmherzigkeit ist groß; ich will nicht in der Menschen Hand fallen.
15 Also ließ der HERR Pestilenz in
Israel kommen von Morgen an bis zur bestimmten Zeit, daß des Volks starb von
Dan an bis gen Beer-Seba siebzigtausend Mann.
Kap. 11
5 Also wandelte Salomo
Asthoreth, der Göttin derer von Sidon, nach und Milkom, dem Greuel der
Ammoniter.
6 Und Salomo tat, was
dem HERRN übel gefiel, und folgte nicht gänzlich dem HERRN wie sein Vater
David.
11 Darum sprach der HERR
zu Salomo: Weil solches bei dir geschehen ist, und hast meinen Bund und meine
Gebote nicht gehalten, die ich dir geboten habe, so will ich auch das
Königreich von dir reißen und deinem Knecht geben.
12 Doch bei deiner Zeit
will ich's nicht tun um deines Vaters David willen; sondern von der Hand deines
Sohnes will ich's reißen.
13 Doch ich will nicht
das ganze Reich abreißen; einen Stamm will ich deinem Sohn geben um Davids
willen, meines Knechtes, und um Jerusalems willen, das ich erwählt habe.
14 Und der HERR erweckte Salomo
einen Widersacher, Hadad, den Edomiter, vom königlichen Geschlecht in Edom.
15 Denn da David in Edom
war und Joab, der Feldhauptmann, hinaufzog, die Erschlagenen zu begraben,
schlug er was ein Mannsbild war in Edom.
16 (Denn Joab blieb sechs
Monate daselbst und das ganze Israel, bis er ausrottete alles, was ein
Mannsbild war in Edom.)
23 Auch erweckte Gott ihm
einen Widersacher, Reson, den Sohn Eljadas, der von seinem Herrn, Hadadeser,
dem König zu Zoba, geflohen war,
24 und sammelte wider ihn
Männer und ward ein Hauptmann der Kriegsknechte, da sie David erwürgte; und sie
zogen gen Damaskus und wohnten daselbst und regierten zu Damaskus.
25 Und er war Israels
Widersacher, solange Salomo lebte. Das kam zu dem Schaden, den Hadad tat; und
Reson hatte einen Haß wider Israel und ward König über Syrien.
26 Dazu Jerobeam, der
Sohn Nebats, ein Ephraimiter von Zereda, Salomos Knecht (und seine Mutter hieß
Zeruga, eine Witwe), der hob auch die Hand auf wider den König.
Kap. 13
21 und er rief dem Mann
Gottes zu, der da von Juda gekommen war, und sprach: So spricht der HERR: Darum
daß du dem Munde des HERRN bist ungehorsam gewesen und hast nicht gehalten das
Gebot, das dir der HERR, dein Gott, geboten hat,
22 und bist umgekehrt, hast
Brot gegessen und Wasser getrunken an dem Ort, davon ich dir sagte: Du sollst
weder Brot essen noch Wasser trinken, so soll dein Leichnam nicht in deiner
Väter Grab kommen.
23 Und nachdem er Brot
gegessen und getrunken hatte, sattelte man den Esel dem Propheten, den er
wieder zurückgeführt hatte.
24 Und da er wegzog, fand
ihn ein Löwe auf dem Wege und tötete ihn; und sein Leichnam lag geworfen in dem
Wege, und der Esel stand neben ihm und der Löwe stand neben dem Leichnam.
Kap. 14
6 Als aber Ahia hörte
das Rauschen ihrer Füße zur Tür hineingehen, sprach er: Komm herein, du Weib
Jerobeams! Warum stellst du dich so fremd? Ich bin zu dir gesandt als ein
harter Bote.
7 Gehe hin und sage
Jerobeam: So spricht der HERR, der Gott Israels: Ich habe dich erhoben aus dem
Volk und zum Fürsten über mein Volk Israel gesetzt
8 und habe das
Königreich von Davids Haus gerissen und dir gegeben. Du aber bist nicht gewesen
wie mein Knecht David, der meine Gebote hielt und wandelte mir nach von ganzem
Herzen, daß er tat, was mir wohl gefiel,
9 und hast übel getan
über alle, die vor dir gewesen sind, bist hingegangen und hast dir andere
Götter gemacht und gegossene Bilder, daß du mich zum Zorn reizest, und hast
mich hinter deinen Rücken geworfen.
10 Darum siehe, ich will
Unglück über das Haus Jerobeam führen und ausrotten von Jerobeam alles, was
männlich ist, den Verschlossenen und Verlassenen in Israel, und will die
Nachkommen des Hauses Jerobeams ausfegen, wie man Kot ausfegt, bis es ganz mit
ihm aus sei.
11 Wer von Jerobeam
stirbt in der Stadt, den sollen die Hunde fressen; wer aber auf dem Felde
stirbt, den sollen die Vögel des Himmels fressen; denn der HERR hat's geredet.
12 So mache dich nun auf
und gehe heim; und wenn dein Fuß zur Stadt eintritt, wird das Kind sterben.
13 Und es wird ihn das
ganze Israel beklagen, und werden ihn begraben; denn dieser allein von Jerobeam
wird zu Grabe kommen, darum daß etwas Gutes an ihm erfunden ist vor dem HERRN,
dem Gott Israels, im Hause Jerobeams.
14 Der HERR aber wird
sich einen König über Israel erwecken, der wird das Haus Jerobeams ausrotten an
dem Tage. Und was ist's, das schon jetzt geschieht!
15 Und der HERR wird
Israel schlagen, gleich wie das Rohr im Wasser bewegt wird, und wird Israel
ausreißen aus diesem guten Lande, daß er ihren Vätern gegeben hat, und wird sie
zerstreuen jenseit des Stromes, darum daß sie ihre Ascherahbilder gemacht
haben, den HERRN zu erzürnen.
16 Und er wird Israel
übergeben um der Sünden willen Jerobeams, der da gesündigt hat und Israel hat
sündigen gemacht.
17 Und das Weib Jerobeams
machte sich auf, ging hin und kam gen Thirza. Und da sie auf die Schwelle des
Hauses kam, starb der Knabe
.
Kap. 15
28 Also tötete ihn Baesa
im dritten Jahr Asas, des Königs Juda's, und ward König an seiner Statt.
29 Als er nun König war,
schlug er das ganze Haus Jerobeam und ließ nichts übrig, was Odem hatte, von
Jerobeam, bis er ihn vertilgte, nach dem Wort des HERRN, das er geredet hatte
durch seinen Knecht Ahia von Silo
30 um der Sünden willen Jerobeam,
die er tat und durch die er Israel sündigen machte, mit dem Reizen, durch das
er den HERRN, den Gott Israels, erzürnte.
Kap. 16
1 Es kam aber das Wort
des HERRN zu Jehu, dem Sohn Hananis, wider Baesa und sprach:
2 Darum daß ich dich aus
dem Staub erhoben habe und zum Fürsten gemacht habe über mein Volk Israel und
du wandelst in dem Wege Jerobeams und machst mein Volk Israel sündigen, daß du
mich erzürnst durch ihre Sünden,
3 siehe, so will ich die
Nachkommen Baesas und die Nachkommen seines Hauses wegnehmen und will dein Haus
machen wie das Haus Jerobeams, des Sohnes Nebats.
4 Wer von Baesa stirbt
in der Stadt, den sollen die Hunde fressen; und wer von ihm stirbt auf dem
Felde, den sollen die Vögel des Himmels fressen.
7 Auch kam das Wort des
HERRN durch den Propheten Jehu, den Sohn Hananis, über Baesa und über sein Haus
und wider alles Übel, das er tat vor dem HERRN, ihn zu erzürnen durch die Werke
seiner Hände, daß es würde wie das Haus Jerobeam, und darum daß er dieses geschlagen
hatte.
8 Im sechundzwanzigsten
Jahr Asas, des Königs Juda's, ward Ela, der Sohn Baesas, König über Israel zu
Thirza zwei Jahre.
9 Aber sein Knecht
Simri, der Oberste über die Hälfte der Wagen, machte einen Bund wider ihn. Er
war aber zu Thirza, trank und war trunken im Hause Arzas, des Vogts zu Thirza.
10 Und Simri kam hinein
und schlug ihn tot im siebenundzwanzigsten Jahr Asas, des Königs Juda's, und
ward König an seiner Statt.
11 Und da er König war
und auf seinem Stuhl saß, schlug er das ganze Haus Baesas, und ließ nichts
übrig, was männlich war, dazu seine Erben und seine Freunde.
12 Also vertilgte Simri
das ganze Haus Baesa nach dem Wort des Herrn, das er über Baesa geredet hatte
durch den Propheten Jehu,
13 um aller Sünden willen
Baesas und seines Sohnes Ela, die sie taten und durch die sie Israel sündigen
machten, den HERRN, den Gott Israels, zu erzürnen durch ihr Abgötterei.
18 Da aber Simri sah, daß
die Stadt würde gewonnen werden, ging er in den Palast im Hause des Königs und
verbrannte sich mit dem Hause des Königs und starb
19 um seiner Sünden
willen, die er getan hatte, daß er tat, was dem HERRN übel gefiel, und wandelte
in dem Wege Jerobeams und seiner Sünde, die er tat, daß er Israel sündigen
machte.
Kap. 18
40 Elia aber sprach zu
ihnen: Greift die Propheten Baals, daß ihrer keiner entrinne! und sie griffen
sie. Und Elia führte sie hinab an den Bach Kison und schlachtete sie daselbst.
Kap. 19
15 Aber der HERR sprach
zu ihm: Gehe wiederum deines Weges durch die Wüste gen Damaskus und gehe hinein
und salbe Hasael zum König über Syrien,
16 Und Jehu, den Sohn
Nimsis, zum König über Israel, und Elisa, den Sohn Saphats, von Abel-Mehola,
zum Propheten an deiner Statt.
17 Und es soll geschehen,
daß wer dem Schwert Hasaels entrinnt, den soll Jehu töten.
18 Und ich will
übriglassen siebentausend in Israel: alle Kniee, die sich nicht gebeugt haben
vor Baal, und allen Mund, der ihn nicht geküßt hat.
Kap. 20
13 Und siehe, ein Prophet
trat zu Ahab, dem Königs Israels, und sprach: So spricht der HERR: Du hast ja
gesehen all diesen großen Haufen. Siehe, ich will ihn heute in deine Hand
geben, daß du wissen sollst, ich sei der HERR.
14 Ahab sprach: Durch
wen? Er sprach: So spricht der HERR: Durch die Leute der Landvögte. Er sprach:
Wer soll den Streit anheben? Er sprach: Du.
15 Da zählte er die
Landvögte, und ihrer waren zweihundertzweiunddreißig, und zählte nach ihnen das
Volk aller Kinder Israel, siebentausend Mann.
16 Und sie zogen aus am
Mittag. Benhadad aber trank und war trunken im Gezelt samt den zweiunddreißig
Königen, die ihm zu Hilfe gekommen waren.
17 Und die Leute der
Landvögte zogen am ersten aus. Benhadad aber sandte aus, und die sagten ihm an
und sprachen: Es ziehen Männer aus Samaria.
18 Er sprach: Greift sie
lebendig, sie seien um Friedens oder um Streit ausgezogen!
19 Da aber die Leute der
Landvögte waren ausgezogen und das Heer ihnen nach,
20 schlug ein jeglicher,
wer ihm vorkam. Und die Syrer flohen und Israel jagte ihnen nach. Und Benhadad,
der König von Syrien, entrann mit Rossen und Reitern.
21 Und der König Israels
zog aus und schlug Roß und Wagen, daß er an den Syrern eine große Schlacht tat.
28 Und es trat der Mann Gottes
herzu und sprach zum König Israels: So spricht der HERR: Darum daß die Syrer
haben gesagt, der HERR sei ein Gott der Berge und nicht ein Gott der Gründe, so
habe ich all diesen großen Haufen in deine Hand gegeben, daß ihr wisset, ich
sei der HERR.
29 Und sie lagerten sich
stracks gegen jene, sieben Tage. Am siebenten Tage zogen sie zuhauf in den
Streit; und die Kinder Israel schlugen die Syrer hunderttausend Mann Fußvolk
auf einen Tag.
30 Und die übrigen flohen
gen Aphek in die Stadt; und die Mauer fiel auf die übrigen
siebenundzwanzigtausend Mann. Und Benhadad floh auch in die Stadt von einer
Kammer in die andere.
21. Kap.
17 Aber das Wort des
HERRN kam zu Elia, dem Thisbiter, und sprach:
18 Mache dich auf und
gehe hinab, Ahab, dem König Israels, entgegen, der zu Samaria ist, siehe, er
ist im Weinberge Naboths, dahin er ist hinabgegangen, daß er ihn einnehme,
19 und rede mit ihm und
sprich: So spricht der HERR: Du hast totgeschlagen, dazu auch in Besitz
genommen. Und sollst mit ihm reden und Sagen: So spricht der HERR: An der
Stätte, da Hunde das Blut Naboths geleckt haben, sollen auch Hunde dein Blut
lecken.
20 Und Ahab sprach zu
Elia: Hast du mich gefunden, mein Feind? Er aber sprach: Ja, ich habe dich
gefunden, darum daß du dich verkauft hast, nur Übles zu tun vor dem HERRN.
21 Siehe, ich will
Unglück über dich bringen und deine Nachkommen wegnehmen und will von Ahab
ausrotten, was männlich ist, den der verschlossen und übriggelassen ist in
Israel,
22 und will dein Haus
machen wie das Haus Jerobeams, des Sohnes Nebats, und wie das Haus Baesas, des
Sohnes Ahias, um des Reizens willen, durch das du mich erzürnt und Israel
sündigen gemacht hast.
23 Und über Isebel redete
der HERR auch und sprach: Die Hunde sollen Isebel fressen an der Mauer
Jesreels.
24 Wer von Ahab stirbt in
der Stadt, den sollen die Hunde fressen; und wer auf dem Felde stirbt, den
sollen die Vögel unter dem Himmel fressen.
25 (Also war niemand, der
sich so gar verkauft hätte, übel zu tun vor dem HERRN, wie Ahab; denn sein Weib
Isebel überredete ihn also.
26 Und er machte sich zum
großen Greuel, daß er den Götzen nachwandelte allerdinge, wie die Amoriter
getan hatten, die der HERR vor den Kindern Israel vertrieben hatte.)
27 Da aber Ahab solche
Worte hörte, zerriß er seine Kleider und legte einen Sack an seinen Leib und
fastete und schlief im Sack und ging jämmerlich einher.
28 Und das Wort des HERRN
kam zu Elia, dem Thisbiter, und sprach:
29 Hast du nicht gesehen,
wie sich Ahab vor mir bückt? Weil er sich nun vor mir bückt, will ich das
Unglück nicht einführen bei seinem Leben; aber bei seines Sohnes Leben will ich
das Unglück über sein Haus führen.
Kap. 22
35 Und der Streit nahm
überhand desselben Tages, und der König stand auf dem Wagen der Syrer und starb
des Abends. Und das Blut floß von den Wunden mitten in den Wagen.
36 Und man ließ ausrufen
im Heer, da die Sonne unterging, und sagen: Ein jeglicher gehe in seine Stadt
und in sein Land.
37 Also starb der König
und ward gen Samaria gebracht. Und sie begruben ihn zu Samaria.
38 Und da sie den Wagen
wuschen bei dem Teich Samarias, leckten die Hunde sein Blut (es wuschen ihn
aber die Huren) nach dem Wort des HERRN, das er geredet hatte.
Kap 1
1 Es fielen aber die Moabiter
ab von Israel, da Ahab tot war.
2 Und Ahasja fiel durch
das Gitter in seinem Söller zu Samaria und ward krank; und sandte Boten und
sprach zu ihnen: Geht hin und fragt Baal-Sebub, den Gott zu Ekron, ob ich von
dieser Krankheit genesen werde.
3 Aber der Engel des
HERRN redete mit Elia, dem Thisbiter: Auf! und begegne den Boten des Königs zu
Samaria und sprich zu ihnen: Ist denn nun kein Gott in Israel, daß ihr
hingehet, zu fragen Baal-Sebub, den Gott Ekrons?
4 Darum so spricht der
HERR: Du sollst nicht von dem Bette kommen, darauf du dich gelegt hast, sondern
sollst des Todes sterben. Und Elia ging weg.
5 Und da die Boten
wieder zu ihm kamen, sprach er zu ihnen: Warum kommt ihr wieder?
6 Sie sprachen zu ihm: Es
kam ein Mann herauf uns entgegen und sprach zu uns: Gehet wiederum hin zu dem
König, der euch gesandt hat, und sprecht zu ihm: So spricht der HERR: Ist denn
kein Gott in Israel, daß du hinsendest, zu fragen Baal-Sebub, den Gott Ekrons?
Darum sollst du nicht kommen von dem Bette, darauf du dich gelegt hast, sondern
sollst des Todes sterben.
7 Er sprach zu ihnen:
Wie war der Mann gestaltet, der euch begegnete und solches zu euch sagte?
8 Sie sprachen zu ihm:
Er hatte eine rauhe Haut an und einen ledernen Gürtel um seine Lenden. Er aber
sprach: Es ist Elia, der Thisbiter.
9 Und er sandte hin zu
ihm einen Hauptmann über fünfzig samt seinen fünfzigen. Und da er hinaufkam,
siehe, da saß er oben auf dem Berge. Er aber sprach zu Ihm: Du Mann Gottes, der
König sagt: Du sollst herabkommen!
10 Elia antwortete dem
Hauptmann über fünfzig und sprach zu ihm: Bin ich ein Mann Gottes, so falle
Feuer vom Himmel und fresse dich und deine fünfzig. Da fiel Feuer vom Himmel
und fraß ihn und seine fünfzig.
11 Und er sandte wiederum
einen andern Hauptmann über fünfzig zu ihm samt seinen fünfzigen. Der
antwortete und sprach zu ihm: Du Mann Gottes, so spricht der König: Komm
eilends herab!
12 Elia antwortete und
sprach: Bin ich ein Mann Gottes, so falle Feuer vom Himmel und fresse dich und
deine fünfzig. Da fiel das Feuer Gottes vom Himmel und fraß ihn und seine
fünfzig.
13 Da sandte er wiederum
den dritten Hauptmann über fünfzig samt seinen fünfzigen. Da der zu ihm
hinaufkam, beugte er seine Kniee gegen Elia und flehte ihn an und sprach zu
ihm: Du Mann Gottes, laß meine Seele und die Seele deiner Knechte, dieser
fünfzig, vor dir etwas gelten.
14 Siehe, das Feuer ist
vom Himmel gefallen und hat die ersten zwei Hauptmänner über fünfzig mit ihren
fünfzigen gefressen; nun aber laß meine Seele etwas gelten vor dir.
15 Da sprach der Engel
des HERRN zu Elia: Gehe mit ihm hinab und fürchte dich nicht vor ihm! und er
machte sich auf und ging mit ihm hinab zum König.
16 Und er sprach zu ihm:
So spricht der HERR: Darum daß du hast Boten hingesandt und lassen fragen
Baal-Sebub, den Gott zu Ekron, als wäre kein Gott in Israel, dessen Wort man
fragen möchte, so sollst du von dem Bette nicht kommen, darauf du dich gelegt
hast, sondern sollst des Todes sterben.
17 Also starb er nach dem
Wort des HERRN, das Elia geredet hatte. Und Joram ward König an seiner Statt im
zweiten Jahr Jorams, des Sohnes Josaphats, des Königs Juda's; denn er hatte
keinen Sohn.
Kap. 2
23 Und er ging hinauf gen
Beth-El. Und als er auf dem Wege hinanging, kamen kleine Knaben zur Stadt
heraus und spotteten sein und sprachen zu ihm: Kahlkopf, komm herauf! Kahlkopf,
komm herauf!
24 Und er wandte sich um;
und da er sie sah, fluchte er ihnen im Namen des HERRN. Da kamen zwei Bären aus
dem Walde und zerrissen der Kinder zweiundvierzig.
Kap. 3
16 und er sprach: So
spricht der HERR: Macht hier und da Gräben an diesem Bach!
17 Denn so spricht der
HERR: Ihr werdet keinen Wind noch Regen sehen; dennoch soll der Bach voll
Wasser werden, daß ihr und euer Gesinde und euer Vieh trinket.
18 Dazu ist das ein
Geringes vor dem HERRN; er wird auch die Moabiter in eure Hände geben,
19 daß
ihr schlagen werdet alle festen Städte und alle auserwählten Städte und werdet fällen
alle guten Bäume und werdet verstopfen alle Wasserbrunnen und werdet allen
guten Acker mit Steinen verderben.
24
Aber da sie zum Lager Israels kamen, machte sich Israel auf
und schlug die Moabiter; und sie flohen vor ihnen. Aber sie kamen hinein und
schlugen Moab.
25 Die Städte zerbrachen
sie, und ein jeglicher warf seine Steine auf alle guten Äcker und machten sie
voll und verstopften die Wasserbrunnen und fällten alle guten Bäume, bis daß
nur die Steine von Kir-Hareseth übrigblieben; und es umgaben die Stadt die
Schleuderer und warfen auf sie.
26 Da aber der Moabiter
König sah, daß ihm der Streit zu stark war, nahm er siebenhundert Mann zu sich,
die das Schwert auszogen, durchzubrechen wider den König Edoms; aber sie
konnten nicht.
27 Da nahm er seinen
ersten Sohn, der an seiner Statt sollte König werden, und opferte ihn zum
Brandopfer auf der Mauer. Da kam ein großer Zorn über Israel, daß sie von ihm
abzogen und kehrten wieder in ihr Land.
Kap. 6
15 Und der Diener des
Mannes Gottes stand früh auf, daß er sich aufmachte und auszöge; und siehe, da
lag eine Macht um die Stadt mit Rossen und Wagen. Da sprach sein Diener zu ihm:
O weh, mein Herr! wie wollen wir nun tun?
16 Er sprach: Fürchte
dich nicht! denn derer ist mehr, die bei uns sind, als derer, die bei ihnen
sind.
17 Und Elisa betete und
sprach: HERR, öffne ihm die Augen, daß er sehe! Da öffnete der HERR dem Diener
die Augen, daß er sah; und siehe, da war der Berg voll feuriger Rosse und Wagen
um Elisa her.
18 Und da sie zu ihm
hinabkamen, bat Elisa und sprach: HERR, schlage dies Volk mit Blindheit! Und er
schlug sie mit Blindheit nach dem Wort Elisas.
Kap. 7
6 Denn der HERR hatte
die Syrer lassen hören ein Geschrei von Rossen, Wagen und großer Heereskraft,
daß sie untereinander sprachen: Siehe, der König Israels hat wider uns gedingt
die Könige der Hethiter und die Könige der Ägypter, daß sie über uns kommen
sollen.
7 Und sie machten sich
auf und flohen in der Frühe und ließen ihre Hütten, Rosse und Esel im Lager,
wie es stand, und flohen mit ihrem Leben davon. 15Und da sie
ihnen nachzogen bis an den Jordan, siehe, da lag der Weg voll Kleider und
Geräte, welche die Syrer von sich geworfen hatten, da sie eilten. Und da die
Boten wiederkamen und sagten es dem König an,
16 ging das Volk hinaus
und beraubte das Lager der Syrer. Und es galt ein Scheffel Semmelmehl einen
Silberling und zwei Scheffel Gerste auch einen Silberling nach dem Wort des
HERRN.
Kap.8
12 Da sprach Hasael:
Warum weint mein Herr? Er sprach: Ich weiß, was für Übel du den Kindern Israel
tun wirst: du wirst ihre festen Städte mit Feuer verbrennen und ihre junge
Mannschaft mit dem Schwert erwürgen und ihre jungen Kinder töten und ihre
schwangeren Weiber zerhauen.
13 Hasael sprach: Was ist
dein Knecht, der Hund, daß er solch großes Ding tun sollte? Elisa sprach: Der
HERR hat mir gezeigt, daß du König von Syrien sein wirst.
Kap. 9
4 Und der Jüngling, der
Diener des Propheten, ging hin gen Ramoth in Gilead.
5 Und da er hineinkam,
siehe, da saßen die Hauptleute des Heeres. Und er sprach: Ich habe dir,
Hauptmann, was zu sagen. Jehu sprach: Welchem unter uns allen? Er sprach: Dir,
Hauptmann.
6 Da stand er auf und
ging hinein. Er aber schüttete das Öl auf sein Haupt und sprach zu ihm: So sagt
der HERR, der Gott Israels: Ich habe dich zum König gesalbt über das Volk
Israel.
7 Und du sollst das Haus
Ahabs, deines Herrn, schlagen, daß ich das Blut der Propheten, meiner Knechte,
und das Blut aller Knechte des HERRN räche, das die Hand Isebels vergossen hat,
8 daß das ganze Haus
Ahab umkomme. Und ich will von Ahab ausrotten, was männlich ist, den
Verschlossenen und Verlassenen in Israel,
9 und will das Haus
Ahabs machen wie das Haus Jerobeams, des Sohnes Nebats, und wie das Haus
Baesas, des Sohnes Ahias.
10 Und die Hunde sollen
Isebel fressen auf dem Acker zu Jesreel, und soll sie niemand begraben. Und er
tat die Tür auf und floh.
24 Aber Jehu faßte den
Bogen und schoß Joram zwischen die Arme, daß sein Pfeil durch sein Herz ausfuhr,
und er fiel in seinen Wagen.
25 Und er sprach zu
seinem Ritter Bidekar: Nimm und wirf ihn auf den Acker Naboths, des
Jesreeliten! Denn ich gedenke, daß du mit mir auf einem Wagen seinem Vater Ahab
nachfuhrst, da der HERR solchen Spruch über ihn tat:
26 Was gilt's (sprach der
HERR), ich will dir das Blut Naboths und seiner Kinder, das ich gestern sah,
vergelten auf diesem Acker. So nimm nun und wirf ihn auf den Acker nach dem
Wort des HERRN.
27 Da das Ahasja, der
König Juda's, sah, floh er des Weges zum Hause des Gartens. Jehu aber jagte ihm
nach und hieß ihn auch schlagen in dem Wagen auf der Höhe Gur, die bei Jibleam
liegt. Und er floh gen Megiddo und starb daselbst.
28 Und seine Knechte
ließen ihn führen gen Jerusalem und begruben ihn in seinem Grabe mit seinen
Vätern in der Stadt Davids.
29 Ahasja aber regierte
über Juda im elften Jahr Jorams, des Sohnes Ahabs.
30 Und da Jehu gen
Jesreel kam und Isebel das erfuhr, schminkte sie ihr Angesicht und schmückte
ihr Haupt und guckte zum Fenster hinaus.
31 Und da Jehu unter das
Tor kam, sprach sie: Ist's Simri wohl gegangen, der seinen Herrn erwürgte?
32 Und er hob sein
Angesicht auf zum Fenster und sprach: Wer hält's hier mit mir? Da sahen zwei
oder drei Kämmerer zu ihm heraus.
33 Er sprach: Stürzt sie
herab! und sie stürzten sie herab, daß die Wand und die Rosse mit ihrem Blut
besprengt wurden, und sie ward zertreten.
34 Und da er hineinkam
und gegessen und getrunken hatte, sprach er: Sehet doch nach der Verfluchten
und begrabet sie; denn sie ist eines Königs Tochter!
35 Da sie aber hingingen,
sie zu begraben, fanden sie nichts von ihr denn den Schädel und die Füße und
ihre flachen Hände.
36 Und sie kamen wieder
und sagten's ihm an. Er aber sprach: Es ist, was der HERR geredet hat durch
seinen Knecht Elia, den Thisbiter, und gesagt: Auf dem Acker Jesreel sollen die
Hunde der Isebel Fleisch fressen;
37 und das Aas Isebels
soll wie Kot auf dem Felde sein im Acker Jesreels, daß man nicht sagen könne:
Das ist Isebel.
Kap. 10
5 Und die über das Haus
und über die Stadt waren und die Ältesten und Vormünder sandten hin zu Jehu und
ließen ihm sagen: Wir sind deine Knechte: wir wollen alles tun, was du uns
sagst; wir wollen niemand zum König machen. Tue was dir gefällt.
6 Da schrieb er den
andern Brief an sie, der lautete also: So ihr mein seid und meiner Stimme
gehorcht, so nehmet die Häupter von den Männern, eures Herrn Söhnen, und bringt
sie zu mir morgen um diese Zeit gen Jesreel. (Der Söhne aber des Königs waren
siebzig Mann, und die Größten der Stadt zogen sie auf.)
7 Da nun der Brief zu
ihnen kam, nahmen sie des Königs Söhne und schlachteten die siebzig Männer und
legten ihre Häupter in Körbe und schickten sie zu ihm gen Jesreel.
8 Und da der Bote kam und
sagte es ihm an und sprach: Sie haben die Häupter der Königskinder gebracht,
sprach er: Legt sie auf zwei Haufen vor die Tür am Tor bis morgen.
9 Und des Morgens, da er
ausging, trat er dahin und sprach zu allem Volk: Ihr seid ja gerecht. Siehe,
habe ich wider meinen Herrn einen Bund gemacht und ihn erwürgt, wer hat denn
diese alle geschlagen?
10 So erkennet ihr ja,
daß kein Wort des HERRN ist auf die Erde gefallen, das der HERR geredet hat
wider das Haus Ahab; und der HERR hat getan, wie er geredet hat durch seinen
Knecht Elia.
11 Also schlug Jehu alle
übrigen vom Hause Ahab zu Jesreel, alle seine Großen, seine Verwandten und
seine Priester, bis daß ihm nicht einer übrigblieb;
12 und machte sich auf,
zog hin und kam gen Samaria. Unterwegs aber war ein Hirtenhaus.
13 Da traf Jehu an die
Brüder Ahasjas, des Königs Juda's, und sprach: Wer seid ihr? Sie sprachen: Wir
sind Brüder Ahasjas und ziehen hinab, zu grüßen des Königs Kinder und der
Königin Kinder.
14 Er aber sprach:
Greifet sie lebendig! Und sie griffen sie lebendig und schlachteten sie bei dem
Brunnen am Hirtenhaus, zweiundvierzig Mann, und ließen nicht einen von ihnen
übrig.
15 Und da er von dannen
zog, fand er Jonadab, den Sohn Rechabs, der ihm begegnete. Und er grüßte ihn
und sprach zu ihm: Ist dein Herz richtig wie mein Herz mit deinem Herzen?
Jonadab sprach: Ja. Ist's also, so gib mir deine Hand! Und er gab ihm seine
Hand! Und er ließ ihn zu sich auf den Wagen sitzen
16 und sprach: Komm mit
mir und siehe meinen Eifer um den HERRN! Und sie führten ihn mit ihm auf seinem
Wagen.
17 Und da er gen Samaria
kam, schlug er alles, was übrig war von Ahab zu Samaria, bis daß er ihn
vertilgte nach dem Wort des HERRN, das er zu Elia geredet hatte.
18 Und Jehu versammelt alles
Volk und ließ ihnen sagen: Ahab hat Baal wenig gedient; Jehu will ihm besser
dienen.
19 So laßt nun rufen alle
Propheten Baals, alle seine Knechte und alle seine Priester zu mir, daß man
niemand vermisse; denn ich habe ein großes Opfer dem Baal zu tun. Wen man
vermissen wird, der soll nicht leben. Aber Jehu tat solches mit Hinterlist, daß
er die Diener Baals umbrächte.
20 Und Jehu sprach:
Heiligt dem Baal das Fest! Und sie ließen es ausrufen.
21 Auch sandte Jehu in
ganz Israel und ließ alle Diener Baals kommen, daß niemand übrig war, der nicht
gekommen wäre. Und sie gingen in das Haus Baals, daß das Haus Baals voll ward
an allen Enden.
22 Da sprach er zu denen,
die über das Kleiderhaus waren: Bringet allen Dienern Baals Kleider heraus! Und
sie brachten die Kleider heraus.
23 Und Jehu ging in das
Haus Baal mit Jonadab, dem Sohn Rechabs, und sprach zu den Dienern Baals:
Forschet und sehet zu, daß nicht hier unter euch sei jemand von des HERRN
Dienern, sondern Baals Diener allein!
24 Und da sie hineinkamen
Opfer und Brandopfer zu tun, bestellte sich Jehu außen achtzig Mann und sprach:
Wenn der Männer jemand entrinnt, die ich unter eure Hände gebe, so soll für
seine Seele dessen Seele sein.
25 Da er nun die
Brandopfer vollendet hatte, sprach Jehu zu den Trabanten und Rittern: Geht
hinein und schlagt jedermann; laßt niemand herausgehen! Und sie schlugen sie
mit der Schärfe des Schwerts. Und die Trabanten und Ritter warfen sie weg und
gingen zur Stadt des Hauses Baals
26 und
brachte heraus die Säulen in dem Hause Baal und verbrannten sie
27 und zerbrachen die
Säule Baals samt dem Hause Baals und machten heimliche Gemächer daraus bis auf
diesen Tag.
28 Also vertilgte Jehu
den Baal aus Israel;
29 aber von den Sünden
Jerobeams, des Sohnes Nebats, der Israel sündigen machte, ließ Jehu nicht, von
den goldenen Kälbern zu Beth-El und zu Dan.
30 Und der HERR sprach zu
Jehu: Darum, daß du willig gewesen bist zu tun, was mir gefallen hat, und hast
am Hause Ahab getan alles, was in meinem Herzen war, sollen dir auf dem Stuhl
Israels sitzen deine Kinder ins vierte Glied.
31 Aber doch hielt Jehu
nicht, daß er im Gesetz des HERRN, des Gottes Israels, wandelte von ganzem
Herzen; denn er ließ nicht von den Sünden Jerobeams, der Israel hatte sündigen
gemacht.
32 Zur selben Zeit fing
der HERR an, Israel zu mindern; denn Hasael schlug sie in allen Grenzen
Israels,
33 vom Jordan gegen der
Sonne Aufgang, das Land Gilead der Gaditer, Rubeniter und Manassiter, von Aroer
an, das am Bach Arnon liegt, so Gilead wie Basan.
Kap. 11
17 Da machte Jojada einen
Bund zwischen dem HERRN und dem König und dem Volk, daß sie des HERRN Volk sein
sollten; also auch zwischen dem König und dem Volk.
18 Da ging alles Volk des
Landes in das Haus Baals und brachen ihre Altäre ab und zerbrachen seine
Bildnisse gründlich, und Matthan, den Priester Baals, erwürgten sie vor den
Altären. Der Priester aber bestellte die Ämter im Hause des HERRN
19 und nahm die Obersten über
hundert und die Leibwächter und die Trabanten und alles Volk des Landes, und
sie führten den König hinab vom Hause des HERRN und kamen durchs Tor der
Trabanten zum Königshause; und er setzte sich auf der Könige Stuhl.
20 Und alles Volk im
Lande war fröhlich, und die Stadt war still. Athalja aber töteten sie mit dem
Schwert in des Königs Hause.
Kap. 13
1 Im dreiundzwanzigsten
Jahr des Joas, des Sohnes Ahasjas, des Königs Juda's, ward Joahas, der Sohn
Jehus, König über Israel zu Samaria siebzehn Jahre;
2 und er tat, was dem
HERRN übel gefiel, und wandelte nach den Sünden Jerobeams, des Sohnes Nebats,
der Israel sündigen machte, und ließ nicht davon.
3 Und des HERRN Zorn
ergrimmte über Israel, und er gab sie in die Hand Hasaels, des Königs von Syrien,
und Benhadads, des Sohnes Hasaels, die ganze Zeit.
22 Also zwang nun Hasael,
der König von Syrien, Israel, solange Joahas lebte.
23
Aber der HERR tat ihnen Gnade und erbarmte sich
ihrer und wandte sich zu ihnen um seines Bundes willen mit Abraham, Isaak und
Jakob und wollte sie nicht verderben, verwarf sie auch nicht von seinem Angesicht bis auf diese Stunde.
24 Und Hasael, der König
von Syrien, starb, und sein Sohn Benhadad ward König an seiner Statt.
25 Joas aber nahm wieder die
Städte aus der Hand Benhadads, des Sohnes Hasaels, die er aus der Hand seines
Vaters Joahas genommen hatte im Streit. Dreimal schlug ihn Joas und brachte die
Städte Israels wieder.
Kap. 15
1 Im
siebenundzwanzigsten Jahr Jerobeams, des Königs Israels, ward König Asarja, der
Sohn Amazjas, des Königs Juda's;
2 und er war sechzehn
Jahre alt, da er König ward, und regierte zweiundfünfzig Jahre zu Jerusalem.
Seine Mutter hieß Jecholja von Jerusalem.
3 Und er tat, was dem
HERRN wohl gefiel, ganz wie sein Vater Amazja,
4 nur, daß sie die Höhen
nicht abtaten; denn das Volk opferte und räucherte noch auf den Höhen.
5 Der HERR aber plagte
den König, daß er aussätzig war bis an seinen Tod, und wohnte in einem
besonderen Hause. ...
Kap. 17
16 aber sie verließen
alle Gebote des HERRN, ihres Gottes, und machten sich zwei gegossene Kälber und
Ascherabild und beteten an alles Heer des Himmels und dienten Baal
17 und ließen ihre Söhne
und Töchter durchs Feuer gehen und gingen mit Weissagen und Zaubern um und verkauften
sich, zu tun, was dem HERRN übel gefiel, ihn zu erzürnen:
18 da ward der HERR sehr
zornig über Israel und tat sie von seinem Angesicht, daß nichts übrigblieb denn
der Stamm Juda allein.
19 (Dazu hielten auch die
von Juda nicht die Gebote des HERRN, ihres Gottes, und wandelten in den Sitten,
darnach Israel getan hatte.)
20 Darum verwarf der HERR
allen Samen Israels und drängte sie und gab sie in die Hände der Räuber, bis er
sie verwarf von seinem Angesicht.
21 Denn Israel ward
gerissen vom Hause Davids; und sie machten zum König Jerobeam, den Sohn Nebats.
Derselbe wandte Israel ab vom HERRN und machte, daß sie schwer sündigten.
22 Also wandelten die
Kinder Israel in allen Sünden Jerobeams, die er angerichtet hatte, und ließen
nicht davon,
23 bis der HERR Israel
von seinem Angesicht tat, wie er geredet hatte durch alle seine Knechte, die
Propheten. Also ward Israel aus seinem Lande weggeführt nach Assyrien bis auf
diesen Tag.
24 Der König aber von
Assyrien ließ kommen Leute von Babel, von Kutha, von Avva, von Hamath und
Sepharvaim und setzte sie in die Städte in Samaria anstatt der Kinder Israel.
Und sie nahmen Samaria ein und wohnten in desselben Städten.
25 Und da sie aber
anhoben daselbst zu wohnen und den HERRN nicht fürchteten, sandte der HERR
Löwen unter sie, die erwürgten sie.
Kap. 18
9 Im vierten Jahr
Hiskias, des Königs in Juda (das war das siebente Jahr Hoseas, des Sohnes Elas,
des Königs über Israel), da zog Salmanasser, der König von Assyrien, herauf
wider Samaria und belagerte es
10 und gewann es nach
drei Jahren; im sechsten Jahr Hiskias, das ist im neunten Jahr Hoseas, des
Königs Israels, da ward Samaria gewonnen.
11 Und der König von
Assyrien führte Israel weg gen Assyrien und setzte sie nach Halah und an den
Habor, an das Wasser Gosan und in die Städte der Meder,
12 darum daß sie nicht
gehorcht hatten der Stimme des HERRN, ihres Gottes, und übertreten hatten
seinen Bund und alles, was Mose, der Knecht des HERRN, geboten hatte; deren sie
keines gehört noch getan.
Kap. 19
1 Da der König Hiskia
das hörte, zerriß er seine Kleider und legte einen Sack an und ging in das Haus
des Herrn
2 und sandte Eljakim,
den Hofmeister, und Sebna, den Schreiber, samt den Ältesten der Priester, mit Säcken
angetan, zu dem Propheten Jesaja, dem Sohn des Amoz;
3 und sie sprachen zu
ihm: So sagt Hiskia: Das ist ein Tag der Not, des Scheltens und des Lästerns;
die Kinder sind gekommen an die Geburt und ist keine Kraft da, zu gebären.
4 Ob vielleicht der
HERR, dein Gott, hören wollte alle Worte des Erzschenken, den sein Herr, der
König von Assyrien, gesandt hat, Hohn zu sprechen dem lebendigen Gott und zu
schelten mit Worten, die der HERR, dein Gott, gehört hat: So erhebe dein Gebet
für die übrigen, die noch vorhanden sind.
5 Und da die Knechte
Hiskias zu Jesaja kamen,
6 sprach Jesaja zu
ihnen: So sagt eurem Herrn: So spricht der HERR: Fürchte dich nicht vor den
Worten, die du gehört hast, womit mich die Knechte des Königs von Assyrien
gelästert haben.
7 Siehe, ich will ihm
einen Geist geben, daß er ein Gerücht hören wird und wieder in sein Land
ziehen, und will ihn durchs Schwert fällen in seinem Lande.
32 Darum spricht der HERR
vom König von Assyrien also: Er soll nicht in diese Stadt kommen und keinen
Pfeil hineinschießen und mit keinem Schilde davonkommen und soll keinen Wall
darum schütten;
33 sondern er soll den
Weg wiederum ziehen, den er gekommen ist, und soll in diese Stadt nicht kommen;
der HERR sagt's.
34 Und ich will diese
Stadt beschirmen, daß ich ihr helfe um meinetwillen und um Davids, meines
Knechtes, willen.
35 Und in derselben Nacht
fuhr aus der Engel des HERRN und schlug im Lager von Assyrien
hundertfünfundachtzigtausend Mann. Und da sie sich des Morgens früh aufmachten,
siehe, da lag's alles eitel tote Leichname.
Kap. 21
10 Da redete der HERR
durch seine Knechte, die Propheten, und sprach:
11 Darum daß Manasse, der
König Juda's, hat diese Greuel getan, die ärger sind denn alle Greuel, so die
Amoriter getan haben, die vor ihm gewesen sind, und hat auch Juda sündigen
gemacht mit seinen Götzen;
12 darum spricht der
HERR, der Gott Israels, also: Siehe, ich will Unglück über Jerusalem und Juda
bringen, daß, wer es hören wird, dem sollen seine beide Ohren gellen;
13 und will über
Jerusalem die Meßschnur Samarias ziehen und das Richtblei des Hauses Ahab; und
will Jerusalem ausschütten, wie man Schüsseln ausschüttet, und will sie
umstürzen;
14 und ich will die
übrigen meines Erbteils verstoßen und sie geben in die Hände ihrer Feinde, daß
sie ein Raub und Reißen werden aller ihrer Feinde,
15 darum daß sie getan
haben, was mir übel gefällt, und haben mich erzürnt von dem Tage an, da ihre
Väter aus Ägypten gezogen sind, bis auf diesen Tag.
16 Auch vergoß Manasse
sehr viel unschuldig Blut, bis daß Jerusalem allerorten voll ward, außer der
Sünde, durch die er Juda sündigen machte, daß sie taten, was dem HERRN übel
gefiel.
Kap. 22
16 So spricht der HERR:
Siehe, ich will Unglück über diese Stätte und ihre Einwohner bringen, alle
Worte des Gesetzes, die der König Juda's hat lassen lesen.
17 Darum, daß sie mich
verlassen und andern Göttern geräuchert haben, mich zu erzürnen mit allen
Werken ihrer Hände, darum wird mein Grimm sich wider diese Stätte entzünden und
nicht ausgelöscht werden.
Kap. 23
26 Doch kehrte sich der
Herr nicht von dem Grimm seines Zorns, mit dem er über Juda erzürnt war um all
der Reizungen willen, durch die ihn Manasse gereizt hatte.
27 Und der HERR sprach:
Ich will Juda auch von meinem Angesicht tun, wie ich Israel weggetan habe, und
will diese Stadt verwerfen, die ich erwählt hatte, Jerusalem, und das Haus,
davon ich gesagt habe: Mein Namen soll daselbst sein.
Kap. 24
1 Zu seiner Zeit zog herauf
Nebukadnezar, der König zu Babel, und Jojakim war ihm untertänig drei Jahre;
und er wandte sich und ward abtrünnig von ihm.
2 Und der HERR ließ auf
ihn Kriegsknechte kommen aus Chaldäa, aus Syrien, aus Moab und aus den Kindern
Ammon und ließ sie nach Juda kommen, daß sie es verderbten, nach dem Wort des
HERRN, das er geredet hatte durch seine Knechte, die Propheten.
3 Es geschah aber Juda
also nach dem Wort des HERRN, daß er sie von seinem Angesicht täte um der
Sünden willen Manasses, die er getan hatte;
4 auch um des
unschuldigen Blutes willen, das er vergoß und machte Jerusalem voll mit
unschuldigem Blut, wollte der HERR nicht vergeben.
11 Und Nebukadnezar kam
zur Stadt, da seine Knechte sie belagerten.
12 Aber Jojachin, der
König Juda's, ging heraus zum König von Babel mit seiner Mutter, mit seinen
Knechten, mit seinen Obersten und Kämmerern; und der König von Babel nahm ihn
gefangen im achten Jahr seines Königreiches.
13 Und er nahm von dort
heraus alle Schätze im Hause des HERRN und im Hause des Königs und zerschlug
alle goldenen Gefäße, die Salomo, der König Israels, gemacht hatte im Tempel
des HERRN, wie denn der HERR geredet hatte.
14 Und führte weg das
ganze Jerusalem, alle Obersten, alle Gewaltigen, zehntausend Gefangene, und
alle Zimmerleute und alle Schmiede und ließ nichts übrig denn geringes Volk des
Landes.
15 Und er führte weg
Jojachin gen Babel, die Mutter des Königs, die Weiber des Königs und seine
Kämmerer; dazu die Mächtigen im Lande führte er auch gefangen von Jerusalem gen
Babel,
16 und was der besten
Leute waren, siebentausend, und Zimmerleute und Schmiede, tausend, alles starke
Kriegsmänner; und der König von Babel brachte sie gen Babel.
17 Und der König von
Babel machte Matthanja, Jojachins Oheim, zum König an seiner Statt und wandelte
seinen Namen in Zedekia.
18 Einundzwanzig Jahre
alt war Zedekia, da er König ward, und regierte elf Jahre zu Jerusalem. Seine
Mutter hieß Hamutal, eine Tochter Jeremia's von Libna.
19 Und er tat, was dem
HERRN übel gefiel, wie Jojakim getan hatte.
20 Denn es geschah also
mit Jerusalem und Juda aus dem Zorn des HERRN, bis daß er sie von seinem
Angesicht würfe. Und Zedekia ward abtrünnig vom König zu Babel.
Kap. 5
41 Jozadak aber ward mit weggeführt, da der HERR Juda und
Jerusalem durch Nebukadnezar ließ gefangen wegführen.
Kap 10
1 Die
Philister stritten wider Israel. Und die von Israel flohen vor den Philistern
und fielen erschlagen auf dem Gebirge Gilboa.
2 Aber die Philister
hingen sich an Saul und seine Söhne hinter ihnen her und erschlugen Jonathan,
Abinadab und Malchisua, die Söhne Sauls.
3 Und des Streit ward
hart wider Saul; und die Bogenschützen kamen an ihn, daß er von den Schützen
verwundet ward.
4 Da sprach Saul zu
seinem Waffenträger: Zieh dein Schwert aus und erstich mich damit, daß diese
Unbeschnittenen nicht kommen und schändlich mit mir umgehen! Aber sein
Waffenträger wollte nicht; denn er fürchtete sich sehr. Da nahm Saul sein
Schwert und fiel hinein.
5 Da aber sein
Waffenträger sah, daß er tot war, fiel er auch ins Schwert und starb.
6 Also starb Saul und
seine drei Söhne und sein ganzes Haus zugleich.
7 Da aber die Männer Israels,
die im Grunde wohnten, sahen, daß sie geflohen waren und daß Saul und seine
Söhne tot waren, verließen sie ihre Städte und flohen, und die Philister kamen
und wohnten darin.
8 Des andern Morgens
kamen die Philister, die Erschlagenen auszuziehen, und fanden Saul und seine
Söhne liegen auf dem Gebirge Gilboa
9 und zogen ihn aus und
hoben auf sein Haupt und seine Waffen und sandten's ins Land der Philister
umher und ließen's verkündigen vor ihren Götzen und dem Volk
10 und legten seine
Waffen ins Haus ihres Gottes, und seinen Schädel hefteten sie ans Haus Dagons.
11 Da aber alle die zu
Jabes in Gilead hörten alles, was die Philister Saul getan hatten,
12 machten sie sich auf,
alle streitbaren Männer, und nahmen die Leichname Sauls und seiner Söhne und
brachten sie gen Jabes und begruben ihre Gebeine unter der Eiche zu Jabes und
fasteten sieben Tage.
13 Also starb Saul an
seiner Missetat, die er wider den HERRN getan hatte an dem Wort des HERRN, das
er nicht hielt; auch daß er die Wahrsagerin fragte
14 und fragte den HERRN
nicht, darum tötete er ihn und wandte das Reich zu David, dem Sohn Isais.
Kap. 13
9 Da
sie aber kamen zur Tenne Chidon, reckte Usa seine Hand aus, die Lade zu halten;
denn die Rinder schritten beiseit aus.
10 Da erzürnte der Grimm
des HERRN über Usa, und er schlug ihn, darum daß er seine Hand hatte ausgereckt
an die Lade, daß er daselbst starb vor Gott.
Kap. 7
12 Und der HERR erschien
Salomo des Nachts und sprach zu ihm: Ich habe dein Gebet erhört und diese
Stätte mir erwählt zum Opferhause.
13 Siehe, wenn ich den
Himmel zuschließe, daß es nicht regnet, oder heiße die Heuschrecken das Land
fressen oder lasse Pestilenz unter mein Volk kommen,
14 und mein Volk sich
demütigt, das nach meinem Namen genannt ist, daß sie beten und mein Angesicht
suchen und sich von ihren bösen Wegen bekehren werden: so will ich vom Himmel
hören und ihre Sünde vergeben und ihr Land heilen.
19 Werdet ihr euch aber
umkehren und meine Rechte und Gebote, die ich euch vorgelegt habe, verlassen
und hingehen und andern Göttern dienen und sie anbeten:
20 so werde ich sie
auswurzeln aus meinem Lande, das ich ihnen gegeben habe; und dies Haus, das ich
meinem Namen geheiligt habe, werde ich von meinem Angesicht werfen und werde es
zum Sprichwort machen und zur Fabel unter allen Völkern.
21 Und vor diesem Haus,
das das höchste gewesen ist, werden sich entsetzen alle, die vorübergehen, und
sagen: Warum ist der HERR mit diesem Lande und diesem Hause also verfahren?
22 so wird man sagen:
Darum daß sie den HERRN, ihrer Väter Gott, verlassen haben, der sie aus
Ägyptenland geführt hat, und haben sich an andere Götter gehängt und sie
angebetet und ihnen gedient, darum hat er all dies Unglück über sie gebracht.
Kap. 10
12 Als nun Jerobeam und
alles Volk zu Rehabeam kam am dritten Tage, wie denn der König gesagt hatte:
Kommt wieder zu mir am dritten Tage,
13 antwortete ihnen der
König hart. Und der König Rehabeam ließ außer acht den Rat der Ältesten
14 und redete mit ihnen
nach dem Rat der Jungen und sprach: Hat mein Vater euer Joch schwer gemacht, so
will ich noch mehr dazu machen: mein Vater hat euch mit Peitschen gezüchtigt,
ich aber mit Skorpionen.
15 Also gehorchte der
König dem Volk nicht; denn es war also von Gott gewandt, auf daß der HERR sein
Wort bestätigte, das er geredet hatte durch Ahia von Silo zu Jerobeam, dem Sohn
Nebats.
Kap. 12
1 Da aber das Königreich
Rehabeams befestigt und bekräftigt ward, verließ er das Gesetz des HERRN und
ganz Israel mit ihm.
2 Aber im fünften Jahr
des Königs Rehabeam zog herauf Sisak, der König in Ägypten, wider Jerusalem
(denn sie hatten sich versündigt am HERRN)
3 mit tausendzweihundert
Wagen und mit sechzigtausend Reiter, und das Volk war nicht zu zählen, das mit
ihm kam aus Ägypten: Libyer, Suchiter und Mohren.
4 Und er gewann die
festen Städte, die in Juda waren, und kam bis gen Jerusalem.
5 Da kam Semaja, der
Prophet, zu Rehabeam und zu den Obersten Juda's, die sich gen Jerusalem
versammelt hatten vor Sisak, und sprach zu ihnen: So spricht der HERR: Ihr habt
mich verlassen; darum habe ich euch auch verlassen in Sisaks Hand.
Kap. 13
15 und jedermann in Juda
erhob Geschrei. Und da jedermann in Juda schrie, schlug Gott Jerobeam und das
ganze Israel vor Abia und Juda.
16 Und die Kinder Israel
flohen vor Juda, und Gott gab sie in ihre Hände,
17 daß Abia mit seinem
Volk eine große Schlacht an ihnen tat und fielen aus Israel Erschlagene
fünfhunderttausend junger Mannschaft.
18 Also wurden die Kinder
Israel gedemütigt zu der Zeit; aber die Kinder Juda wurden getrost, denn sie
verließen sich auf den HERRN, ihrer Väter Gott.
19 Und Abia jagte
Jerobeam nach und gewann ihm Städte ab: Beth-El mit seinen Ortschaften, Jesana
mit seinen Ortschaften und Ephron mit seinen Ortschaften,
20 daß Jerobeam fürder
nicht zu Kräften kam, solange Abia lebte. Und der HERR plagte ihn, daß er
starb.
Kap. 14
8 Und Asa hatte eine
Heereskraft, die Schild und Spieß trugen, aus Juda dreihunderttausend und aus
Benjamin, die Schilde trugen und mit dem Bogen schießen konnten
zweihundertachtzigtausend; und diese waren starke Helden.
9 Es zog aber wider sie
aus Serah, der Mohr, mit einer Heereskraft tausendmaltausend, dazu dreihundert
Wagen, und sie kamen bis gen Maresa.
10 Und Asa zog aus ihnen
entgegen; und sie rüsteten sich zum Streit im Tal Zephatha bei Maresa.
11 Und Asa rief an den
HERRN, seinen Gott, und sprach: HERR, es ist bei dir kein Unterschied, zu
helfen unter vielen oder da keine Kraft ist. Hilf uns, HERR, unser Gott; denn
wir verlassen uns auf dich, und in deinem Namen sind wir gekommen wider diese
Menge. HERR, unser Gott, wider dich vermag kein Mensch etwas.
12 Und der HERR schlug
die Mohren vor Asa und vor Juda, daß sie flohen.
13 Und Asa samt dem Volk,
das bei ihm war, jagte ihnen nach bis gen Gerar. Und die Mohren fielen, daß
ihrer keiner lebendig blieb; sondern sie wurden geschlagen vor dem HERRN und
vor seinem Heerlager. Und sie trugen sehr viel Raub davon.
14 Und er schlug alle
Städte um Gerar her; denn die Furcht des HERRN kam über sie. Und sie beraubten
alle Städte; denn es war viel Raub darin.
15 Auch schlugen sie die
Hütten des Viehs und führten weg Schafe die Menge und Kamele und kamen wieder
gen Jerusalem.
Kap. 15
1 Und auf Asarja, den
Sohn Odeds, kam der Geist Gottes.
2 Der ging hinaus Asa
entgegen und sprach zu ihm: Höret mir zu, Asa und ganz Juda und Benjamin. Der HERR
ist mit euch, weil ihr mit ihm seid; und wenn ihr ihn sucht, wird er sich von
euch finden lassen. Werdet ihr aber ihn verlassen, so wird er euch auch
verlassen.
3 Es werden aber viel
Tage sein in Israel, daß kein rechter Gott, kein Priester, der da lehrt, und
kein Gesetz sein wird.
4 Und wenn sie sich
bekehren in ihrer Not zum Herrn, dem Gott Israels, und werden ihn suchen, so
wird er sich finden lassen.
5 Zu der Zeit wird's
nicht wohl gehen dem, der aus und ein geht; denn es werden große Getümmel sein
über alle, die auf Erden wohnen.
6 Denn ein Volk wird das
andere zerschlagen und eine Stadt die andere; denn Gott wird sie erschrecken
mit allerlei Angst.
13 und wer nicht würde
den HERRN, den Gott Israels, suchen, sollte sterben, klein oder groß, Mann oder
Weib.
Kap. 21
12 Es kam aber Schrift zu
ihm von dem Propheten Elia, die lautete also: So spricht der HERR, der Gott
deines Vaters David: Darum daß du nicht gewandelt hast in den Wegen deines
Vaters Josaphat noch in den Wegen Asas, des Königs in Juda,
13 sondern wandelst in
dem Wege der Könige Israels und machst Juda und die zu Jerusalem abgöttisch
nach der Abgötterei des Hauses Ahab, und hast dazu deine Brüder, deines Vaters
Haus, erwürgt, die besser waren als du:
14 siehe, so wird dich der
HERR mit einer großen Plage schlagen an deinem Volk, an deinen Kindern, an
deinen Weibern und an aller deiner Habe;
15 du aber wirst viel
Krankheit haben in deinem Eingeweide, bis daß dein Eingeweide vor Krankheit
herausgehe in Jahr und Tag.
16 Also erweckte der HERR
wider Joram den Geist der Philister und Araber, die neben den Mohren wohnen;
17 und sie zogen herauf
und brachen ein in Juda und führten weg alle Habe, die vorhanden war im Hause
des Königs, dazu seine Söhne und seine Weiber, daß ihm kein Sohn übrigblieb,
außer Joahas, sein jüngster Sohn.
18 Und nach alledem
plagte ihn der HERR in seinem Eingeweide mit solcher Krankheit, die nicht zu
heilen war.
19 Und das währte von Tag
zu Tag, als die Zeit zweier Jahre um war, ging sein Eingeweide von ihm in
seiner Krankheit, und er starb in schlimmen Schmerzen. Und sie machten ihm
keinen Brand, wie sie seinen Vätern getan hatten.
Kap. 22
1 Und die zu Jerusalem
machten zum König Ahasja, seinen jüngsten Sohn, an seiner Statt. Denn die
Kriegsleute, die aus den Arabern zum Lager kamen, hatten die ersten alle
erwürgt; darum ward König Ahasja, der Sohn Jorams, des Königs in Juda.
2 Zweiundzwanzig Jahre
alt war Ahasja, da er König ward, und regierte ein Jahr zu Jerusalem. Seine
Mutter hieß Athalja, die Tochter Omris.
3 Und er wandelte auch
in den Wegen des Hauses Ahab; denn sein Mutter hielt ihn dazu, daß er gottlos
war.
4 Darum tat er, was dem
HERRN übel gefiel, wie das Haus Ahab. Denn sie waren seine Ratgeber nach seines
Vaters Tode, daß sie ihn verderbten.
5 Und er wandelte nach
ihrem Rat. Und er zog hin mit Joram, dem Sohn Ahabs, dem König Israels, in den
Streit gen Ramoth in Gilead wider Hasael, den König von Syrien. Aber die Syrer
schlugen Joram,
6 daß er umkehrte, sich
heilen zu lassen zu Jesreel; denn er hatte Wunden, die ihm geschlagen waren zu
Rama, da er stritt mit Hasael, dem König von Syrien. Und Ahasja, der Sohn
Jorams, der König Juda's, zog hinab, zu besuchen Joram, den Sohn Ahabs, zu
Jesreel, der krank lag.
7 Denn es war von Gott
Ahasja der Unfall zugefügt, daß er zu Joram käme und also mit Joram auszöge
wider Jehu, den Sohn Nimsis, welchen der HERR gesalbt hatte, auszurotten das
Haus Ahab.
8 Da nun Jehu Strafe
übte am Hause Ahab, fand er etliche Oberste aus Juda und die Kinder der Brüder
Ahasjas, die Ahasja dienten, und erwürgte sie.
9 Und er suchte Ahasja,
und sie fingen ihn, da er sich versteckt hatte zu Samaria. Und er ward zu Jehu
gebracht; der tötete ihn, und man begrub ihn. Denn sie sprachen: Er ist
Josaphats Sohn, der nach dem HERRN trachtete von ganzem Herzen. Und es niemand
mehr aus dem Hause Ahasja, der tüchtig war zum Königreich.
Kap. 24
17 Und nach dem Tode
Jojadas kamen die Obersten von Juda und bückten sich vor dem König; da hörte
der König auf sie.
18 Und sie verließen das
Haus des HERRN, des Gottes ihrer Väter, und dienten den Ascherabildern und
Götzen. Da kam der Zorn über Juda und Jerusalem um dieser ihrer Schuld willen.
19 Er sandte aber Propheten
zu ihnen, daß sie sich zu dem HERRN bekehren sollten, und die zeugten wider
sie; aber sie nahmen's nicht zu Ohren.
20 Und der Geist Gottes
erfüllte Sacharja, den Sohn Jojadas, des Priesters. Der trat oben über das Volk
und sprach zu ihnen: So spricht Gott: Warum übertretet ihr die Gebote des HERRN
und wollt kein Gelingen haben? Denn ihr habt den HERRN verlassen, so wird er
euch wieder verlassen.
21 Aber sie machten einen
Bund wider ihn und steinigten ihn, nach dem Gebot des Königs, im Hofe am Hause
des HERRN.
22 Und der König Joas
gedachte nicht an die Barmherzigkeit, die Jojada, sein Vater, an ihm getan
hatte, sondern erwürgte seinen Sohn. Da er aber starb, sprach er: Der HERR
wird's sehen und heimsuchen.
23 Und da das Jahr um
war, zog herauf das Heer der Syrer, und sie kamen gen Juda und Jerusalem und
brachten um alle Obersten im Volk, und allen ihren Raub sandten sie dem König
zu Damaskus.
24 Denn der Syrer Macht
kam mit wenig Männer; doch gab der HERR in ihre Hand eine sehr große Macht,
darum daß sie den HERRN, den Gott ihrer Väter, verlassen hatten. Auch übten sie
an Joas Strafe.
25 Und da sie von ihm
zogen, ließen sie ihn in großer Krankheit zurück. Es machten aber seine Knechte
einen Bund wider ihn um des Blutes willen der Kinder Jojadas, des Priesters,
und erwürgten ihn auf seinem Bett, und er starb. Und man begrub ihn in der
Stadt Davids, aber nicht in der Könige Gräbern.
Kap. 25
5 Und Amazja brachte
zuhauf Juda und stellte sie nach ihren Vaterhäusern, nach den Obersten über tausend
und über hundert unter ganz Juda und Benjamin, und zählte sie von zwanzig
Jahren und darüber und fand ihrer dreihunderttausend auserlesen, die ins Heer
ziehen und Spieß und Schild führen konnten.
6 Dazu nahm er aus
Israel hunderttausend starke Kriegsleute um hundert Zentner Silber.
7 Es kam aber ein Mann
Gottes zu ihm und sprach: König, laß nicht das Heer Israels mit dir kommen;
denn der HERR ist nicht mit Israel, mit allen Kindern Ephraim;
8 sondern ziehe du hin,
daß du Kühnheit beweisest im Streit. Sollte Gott dich fallen lassen vor deinen
Feinden? Denn bei Gott steht die Kraft zu helfen und fallen zu lassen.
9 Amazja sprach zum Mann
Gottes: Was soll man denn tun mit den hundert Zentnern, die ich den
Kriegsknechten von Israel gegeben habe? Der Mann Gottes sprach: Der HERR hat
noch mehr, das er dir geben kann, denn dies.
10 Da sonderte Amazja die
Kriegsleute ab, die zu ihm aus Ephraim gekommen waren, daß sie an ihren Ort
hingingen. Da ergrimmte ihr Zorn wider Juda sehr, und sie zogen wieder an ihren
Ort mit grimmigem Zorn.
11 Und Amazja ward
getrost und führte sein Volk aus und zog aus ins Salztal und schlug die Kinder
von Seir zehntausend.
12 Und die Kinder Juda
fingen ihrer zehntausend lebendig; die führten sie auf die Spitze eines Felsen
und stürzten sie von der Spitze des Felsens, daß sie alle zerbarsten.
13 Aber die
Kriegsknechte, die Amazja hatte wiederum lassen ziehen, daß sie nicht mit
seinem Volk zum Streit zögen, fielen ein in die Städte Juda's, von Samaria an
bis gen Beth-Horon, und schlugen ihrer dreitausend und nahmen viel Raub.
14 Und da Amazja
wiederkam von der Edomiter Schlacht, brachte er die Götter der Kinder Seir und
stellte sie sich zu Göttern und betete an vor ihnen und räucherte ihnen.
15 Da ergrimmte der Zorn
des HERRN über Amazja, und er sandte den Propheten zu ihm; der sprach zu ihm:
Warum suchst du die Götter des Volks, die ihr Volk nicht konnten erretten von
deiner Hand?
16 Und da er mit ihm
redete, sprach er zu ihm: Hat man dich zu des Königs Rat gemacht? Höre auf;
warum willst du geschlagen sein? Da hörte der Prophet auf und sprach: Ich merke
wohl, daß Gott sich beraten hat, dich zu verderben, weil du solches getan hast
und gehorchst meinem Rat nicht.
17 Und Amazja, der König
Juda's, ward Rats und sandte hin zu Joas, dem Sohn des Joahas, des Sohnes
Jehus, dem König Israels, und ließ ihm sagen: Komm, wir wollen uns miteinander
messen!
18 Aber Joas, der König
Israels, sandte zu Amazja, dem König Juda's, und ließ ihm sagen: Der
Dornstrauch im Libanon sandte zur Zeder im Libanon und ließ ihr sagen: Gib
deine Tochter meinem Sohn zum Weibe! Aber das Wild im Libanon lief über den
Dornstrauch und zertrat ihn.
19 Du gedenkst: Siehe,
ich habe die Edomiter geschlagen; des überhebt sich dein Herz, und du suchst
Ruhm. Nun bleib daheim! Warum ringst du nach Unglück, daß du fallest und Juda
mit dir?
20 Aber Amazja gehorchte
nicht; denn es geschah von Gott, daß sie dahingegeben würden, darum daß sie die
Götter der Edomiter gesucht hatten.
21 Da zog Joas, der König
Israels, herauf; und sie maßen sich miteinander, er und Amazja, der König
Juda's, zu Beth-Semes, das in Juda liegt.
22 Aber Juda ward
geschlagen vor Israel, und sie flohen, ein jeglicher in seine Hütte.
23 Aber Amazja, den König
in Juda, den Sohn des Joas, griff Joas, der Sohn des Joahas, der König über
Israel, zu Beth-Semes und brachte ihn gen Jerusalem und riß ein die Mauer zu
Jerusalem vom Tor Ephraim an bis an das Ecktor, vierhundert Ellen lang.
24 Und alles Gold und
Silber und alle Gefäße, die vorhanden waren im Hause Gottes bei Obed-Edom und
in dem Schatz im Hause des Königs, und die Geiseln nahm er mit sich gen
Samaria.
Kap. 26
3 Sechzehn Jahre alt war
Usia, da er König ward, und regierte zweiundfünfzig Jahre zu Jerusalem. Seine Mutter
hieß Jecholja von Jerusalem.
4 Und er tat, was dem
HERRN wohl gefiel, wie sein Vater Amazja getan hatte.
5 Und er suchte Gott,
solange Sacharja lebte, der Lehrer in den Gesichten Gottes; und solange er den
HERRN suchte, ließ es ihm Gott gelingen.
6 Denn er zog aus und
stritt wider die Philister und riß nieder die Mauer zu Gath und die Mauer zu
Jabne und die Mauer zu Asdod und baute Städte um Asdod und unter den
Philistern.
7 Denn Gott half ihm
wider die Philister, wider die Araber, die zu Gur-Baal wohnten, und wider die
Meuniter.
16 Und da er mächtig
geworden war, überhob sich sein Herz zu seinem Verderben; denn er vergriff sich
an dem HERRN, seinem Gott, und ging in den Tempel des HERRN, zu räuchern auf
dem Räucheraltar.
17 Aber Asarja, der
Priester, ging ihm nach und achtzig Priester des HERRN mit ihm, ansehnliche
Leute,
18 und standen wider
Usia, den König, und sprachen zu ihm: Es gebührt dir, Usia, nicht, zu räuchern
dem HERRN, sondern den Priestern, Aarons Kindern, die zu räuchern geheiligt
sind. Gehe heraus aus dem Heiligtum; denn du vergreifst dich, und es wird dir
keine Ehre sein vor Gott dem HERRN.
19 Aber Usia ward zornig
und hatte ein Räuchfaß in der Hand. Und da er mit den Priestern zürnte, fuhr
der Aussatz aus an seiner Stirn vor den Priestern im Hause des HERRN, vor dem
Räucheraltar.
20 Und Asarja, der
oberste Priester, wandte das Haupt zu ihm und alle Priester, und siehe, da war
er aussätzig an seiner Stirn; und sie stießen ihn von dannen. Er eilte auch
selbst, herauszugehen; denn seine Plage war vom HERRN.
21 Also war Usia, der
König, aussätzig bis an seinen Tod und wohnte in einem besonderen Hause
aussätzig; denn er ward verstoßen vom Hause des HERRN. Jotham aber, sein Sohn,
stand des Königs Hause vor und richtete das Volk im Lande.
Kap. 27
1 Jotham war
fünfundzwanzig Jahre alt, da er König ward, und regierte sechzehn Jahre zu
Jerusalem. Seine Mutter hieß Jerusa, eine Tochter Zadoks.
2 Und er tat, was dem
HERRN wohl gefiel, ganz wie sein Vater Usia getan hatte, nur ging er nicht in
den Tempel des HERRN; das Volk aber verderbte sich noch immer.
3 Er baute das obere Tor
am Hause des HERRN, und an der Mauer des Ophel baute er viel,
4 und baute die Städte
auf dem Gebirge Juda, und in den Wäldern baute er Burgen und Türme.
5 Und er stritt mit dem
König der Kinder Ammon, und ward ihrer mächtig, daß ihm die Kinder Ammon
dasselbe Jahr gaben hundert Zentner Silber, zehntausend Kor Weizen und
zehntausend Kor Gerste. So viel gaben ihm die Kinder Ammon auch im zweiten und
im dritten Jahr.
6 Also ward Jotham
mächtig; denn er richtete seine Wege vor dem HERRN, seinem Gott.
Kap. 28
1 Ahas war zwanzig Jahre
alt, da er König ward, und regierte sechzehn Jahre zu Jerusalem und tat nicht,
was dem HERRN wohl gefiel, wie sein Vater David,
2 sondern wandelte in
den Wegen der Könige Israels. Dazu machte er gegossene Bilder den Baalim
3 und räucherte im Tal
der Kinder Hinnom und verbrannte seine Söhne mit Feuer nach den Greuel der Heiden,
die der HERR vor den Kindern Israel vertrieben hatte,
4 und opferte und
räucherte auf den Höhen und auf den Hügeln und unter allen grünen Bäumen.
5 Darum gab ihn der
HERR, sein Gott, in die Hand des Königs von Syrien, daß sie ihn schlugen und einen
großen Haufen von den Seinen gefangen wegführten und gen Damaskus brachten.
Auch ward er gegeben unter die Hand des Königs Israels, daß er einen großen
Schlag an ihm tat.
6 Denn Pekah, der Sohn
Remaljas, schlug in Juda hundertzwanzigtausend auf einen Tag, die alle
streitbare Leute waren, darum daß sie den HERRN, ihrer Väter Gott, verließen.
7 Und Sichri, ein
Gewaltiger in Ephraim, erwürgte Maaseja, einen Königssohn, und Asrikam, den
Hausfürsten, und Elkana, den nächsten nach dem König.
8 Und die Kinder Israel
führten gefangen weg zweihunderttausend Weiber, Söhne und Töchter und nahmen
dazu großen Raub von ihnen und brachten den Raub gen Samaria.
17 Und es kamen abermals
die Edomiter und schlugen Juda und führten etliche weg.
18 Auch fielen die Philister
ein in die Städte in der Aue und dem Mittagslande Juda's und gewannen
Beth-Semes, Ajalon, Gederoth und Socho mit ihren Ortschaften und wohnten darin.
19 Denn der HERR
demütigte Juda um Ahas willen, des Königs Juda's, darum daß er die Zucht auflöste
in Juda und vergriff sich am HERRN.
20 Und es kam wider ihn
Thilgath-Pilneser, der König von Assyrien; der bedrängte ihn, und stärkte ihn
nicht.
21 Denn Ahas plünderte
das Haus des HERRN und das Haus des Königs und der Obersten und gab es dem König
von Assyrien; aber es half ihm nichts.
Kap. 32
20 Aber der König Hiskia
und der Prophet Jesaja, der Sohn des Amoz, beteten dawider und schrieen gen
Himmel.
21 Und der HERR sandte
einen Engel, der vertilgte alle Gewaltigen des Heeres und Fürsten und Obersten
im Lager des Königs von Assyrien, daß er mit Schanden wieder in sein Land zog.
Und da er in seines Gottes Haus ging, fällten ihn daselbst durchs Schwert, die
von seinem eigenen Leib gekommen waren.
22 Also half der HERR dem
Hiskia und denen zu Jerusalem aus der Hand Sanheribs, des Königs von Assyrien,
und aller andern und gab ihnen Ruhe umher,
23 daß viele dem HERRN
Geschenke brachten gen Jerusalem und Kleinode Hiskia, dem König Juda's. Und er
ward darnach erhoben vor allen Heiden.
Kap. 33
21 Zweiundzwanzig Jahre
alt war Amon, da er König ward, und regierte zwei Jahre zu Jerusalem
22 und tat, was dem HERRN
übel gefiel, wie sein Vater Manasse getan hatte. Und Amon opferte allen Götzen,
die sein Vater Manasse gemacht hatte, und diente ihnen.
23 Aber er demütigte sich
nicht vor dem HERRN, wie sich sein Vater Manasse gedemütigt hatte; denn er,
Amon machte der Schuld viel.
24 Und seine Knechte
machten einen Bund wieder ihn und töteten ihn in seinem Hause
Kap. 34
22 Da ging Hilkia hin
samt den andern, die der König gesandt hatte, zu der Prophetin Hulda, dem Weibe
Sallums, des Sohnes Thokehaths, des Sohnes Hasras, des Kleiderhüters, die zu
Jerusalem wohnte im andern Teil, und redeten solches mit ihr.
23 Und sie sprach zu
ihnen: So spricht der HERR, der Gott Israels: Saget dem Manne, der euch zu mir
gesandt hat:
24 So spricht der HERR:
Siehe, ich will Unglück bringen über diesen Ort und die Einwohner, alle die
Flüche, die geschrieben stehen in dem Buch, das man vor dem König Juda's
gelesen hat,
25 darum daß sie mich
verlassen haben und andern Göttern geräuchert, daß sie mich erzürnten mit
allerlei Werken ihrer Hände. Und mein Grimm ist entbrannt über diesen Ort und
soll nicht ausgelöscht werden.
26 Und zum König Juda's, der
euch gesandt hat, den HERRN zu fragen, sollt ihr also sagen: So spricht der
HERR, der Gott Israels, von den Worten, die du gehört hast:
27 Darum daß dein Herz
weich geworden ist und hast dich gedemütigt vor Gott, da du seine Worte hörtest
wider diesen Ort und wider die Einwohner, und hast dich vor mir gedemütigt und
deine Kleider zerrissen und vor mir geweint, so habe ich dich auch erhört,
spricht der HERR.
28 Siehe, ich will dich
sammeln zu deinen Vätern, daß du in dein Grab mit Frieden gesammelt werdest,
daß deine Augen nicht sehen all das Unglück, das ich über diesen Ort und die
Einwohner bringen will. Und sie sagten's dem König wieder.
Kap. 36
5 Fünfundzwanzig Jahre
alt war Jojakim, da er König ward. Und regierte elf Jahre zu Jerusalem und tat,
was dem HERRN, seinem Gott, übel gefiel.
6 Und Nebukadnezar, der
König zu Babel, zog wider ihn herauf und band ihn mit Ketten, daß er ihn gen
Babel führte.
9 Acht Jahre alt war
Jojachin, da er König ward. Und regierte drei Monate und zehn Tage zu Jerusalem
und tat, was dem HERRN übel gefiel.
10 Da aber das Jahr um
kam, sandte hin Nebukadnezar und ließ ihn gen Babel holen mit den köstlichen
Gefäßen im Hause des HERRN und machte Zedekia, seinen Bruder zum König über
Juda und Jerusalem.
11 Einundzwanzig Jahre
alt war Zedekia, da er König ward. Und regierte elf Jahre zu Jerusalem
12 und tat, was dem
HERRN, seinem Gott, übel gefiel, und demütigte sich nicht vor dem Propheten
Jeremia, der da redete aus dem Munde des HERRN.
13 Dazu ward er abtrünnig
von Nebukadnezar, dem König zu Babel, der einen Eid bei Gott ihm genommen
hatte, und ward halsstarrig und verstockte sein Herz, daß er sich nicht
bekehrte zu dem HERRN, dem Gott Israels.
14 Auch alle Obersten
unter den Priestern samt dem Volk machten des Sündigens viel nach allerlei
Greueln der Heiden und verunreinigten das Haus des HERRN, das er geheiligt
hatte zu Jerusalem.
15 Und der HERR, ihrer
Väter Gott, sandte zu ihnen durch seine Boten früh und immerfort; denn er schonte
seines Volkes und seiner Wohnung.
16 Aber sie spotteten der
Boten Gottes und verachteten seine Worte und äfften seine Propheten, bis der
Grimm des HERRN über sein Volk wuchs, daß kein Heilen mehr da war.
17 Denn er führte über
sie den König der Chaldäer und ließ erwürgen ihre junge Mannschaft mit dem
Schwert im Hause ihres Heiligtums und verschonte weder die Jünglinge noch die
Jungfrauen, weder die Alten noch die Großväter; alle gab er sie in seine Hand.
18 Und alle Gefäße im
Hause Gottes, groß und klein, die Schätze im Hause des HERRN und die Schätze
des Königs und seiner Fürsten, alles ließ er gen Babel führen.
19 Und sie verbrannten
das Haus Gottes und brachen ab die Mauer zu Jerusalem, und alle ihre Paläste
brannten sie mit Feuer aus, daß alle ihre köstlichen Geräte verderbt wurden.
20 Und er führte weg gen
Babel, wer vom Schwert übriggeblieben war, und sie wurden seine und seiner
Söhne Knechte, bis das Königreich der Perser aufkam,
21 daß erfüllt würde das
Wort des HERRN durch den Mund Jeremia's, bis das Land an seinen Sabbaten genug
hätte. Denn die ganze Zeit über, da es wüst lag, hatte es Sabbat, bis daß
siebzig Jahre voll wurden.
Kap. 2
17 Und ich sprach zu
ihnen: Ihr seht das Unglück, darin wir sind, daß Jerusalem wüst liegt und seine
Tore sind mit Feuer verbrannt. Kommt, laßt uns die Mauern Jerusalems bauen, daß
wir nicht mehr eine Schmach seien!
Kap. 9
11 Und hast das Meer vor
ihnen zerrissen, daß sie mitten im Meer trocken hindurchgingen, und ihre Verfolger
in die Tiefe geworfen wie Steine in mächtige Wasser
22 Und gabst ihnen
Königreiche und Völker und teiltest sie hierher und daher, daß sie einnahmen
das Land Sihons, des Königs zu Hesbon, und das Land Ogs, des Königs von Basan.
24 Und die Kinder zogen
hinein und nahmen das Land ein; und du demütigtest vor ihnen die Einwohner des
Landes, die Kanaaniter, und gabst sie in ihre Hände, ihre Könige und die Völker
im Lande, daß sie mit ihnen täten nach ihrem Willen.
25 Und sie gewannen feste
Städte und ein fettes Land und nahmen Häuser ein voll allerlei Güter,
ausgehauene Brunnen, Weinberge, Ölgärten und Bäume, davon man ißt, die Menge,
und sie aßen und wurden satt und fett und lebten in Wonne durch deine große
Güte.
26 Aber sie wurden
ungehorsam und widerstrebten dir und warfen dein Gesetz hinter sich zurück und
erwürgten deine Propheten, die ihnen zeugten, daß sie sollten sich zu dir
bekehren, und taten große Lästerungen.
27 Darum gabst du sie in
die Hand ihrer Feinde, die sie ängsteten. Und zur Zeit ihrer Angst schrieen sie
zu dir;
30 Und du verzogst viele
Jahre über ihnen und ließest ihnen bezeugen durch deinen Geist in deinen
Propheten; aber sie nahmen es nicht zu Ohren. Darum hast du sie gegeben in die
Hand der Völker in den Ländern.
36 Siehe, wir sind
heutigestages Knechte, und in dem Lande, das du unsern Vätern gegeben hast, zu
essen seine Früchte und Güter, siehe, da sind wir Knechte.
37 Und sein Ertrag mehrt
sich den Königen, die du über uns gesetzt hast um unsrer Sünden willen; und sie
herrschen über unsre Leiber und unser Vieh nach ihrem Willen, und wir sind in
großer Not.
Kap. 13
16 Es wohnten auch Tyrer
darin; die brachten Fische und allerlei Ware und verkauften's am Sabbat den
Kinder Juda's in Jerusalem.
17 Da schalt ich die Obersten
in Juda und sprach zu ihnen: Was ist das für ein böses Ding, das ihr tut, und
brecht den Sabbattag?
18 Taten nicht eure Väter
also, und unser Gott führte all dies Unglück über uns und über diese Stadt? Und
ihr macht des Zorns über Israel noch mehr, daß ihr den Sabbat brecht!
Kap. 9
1 Im zwölften Monat, das
ist der Monat Adar, am dreizehnten Tag, den des Königs Wort und Gebot bestimmt
hatte, daß man's tun sollte, ebendesselben Tages, da die Feinde der Juden
hofften, sie zu überwältigen, wandte sich's, daß die Juden ihre Feinde
überwältigen sollten.
2 Da versammelten sich
die Juden in ihren Städten in allen Landen des Königs Ahasveros, daß sie die
Hand legten an die, so ihnen übel wollten. Und niemand konnte ihnen
widerstehen; denn ihre Furcht war über alle Völker gekommen.
3 Auch alle Obersten in
den Landen und Fürsten und Landpfleger und Amtleute des Königs halfen den
Juden; denn die Furcht vor Mardochai war über sie gekommen.
4 Denn Mardochai war
groß im Hause des Königs, und sein Gerücht erscholl in allen Ländern, wie er
zunähme und groß würde.
5 Also schlugen die
Juden an allen ihren Feinden eine Schwertschlacht und würgten und raubten und
brachten um und taten nach ihrem Willen an denen, die ihnen feind waren.
6 Und zu Schloß Susan
erwürgten die Juden und brachten um fünfhundert Mann;
7 dazu erwürgten sie
Parsandatha, Dalphon, Aspatha,
8 Poratha, Adalja, Aridatha,
9 Parmastha, Arisai, Aridai, Vajesatha,
10 die zehn Söhne Hamans,
des Sohne Hammedathas, des Judenfeindes. Aber an die Güter legten sie ihre
Hände nicht.
11 Zu derselben Zeit kam
die Zahl der Erwürgten zu Schloß Susan vor den König.
12 Und der König sprach
zu der Königin Esther: Die Juden haben zu Schloß Susan fünfhundert Mann erwürgt
und umgebracht und die zehn Söhne Hamans; was werden sie tun in den andern
Ländern des Königs? was bittest du, daß man dir gebe? und was forderst du mehr,
daß man tue?
13 Esther sprach:
Gefällt's dem König, so lasse er auch morgen die Juden tun nach dem heutigen
Gebot, und die zehn Söhne Hamans soll man an den Baum hängen.
14 Und der König hieß
also tun. Und das Gebot ward zu Susan angeschlagen, und die zehn Söhne Haman
wurden gehängt.
15 Und die Juden zu Susan
versammelten sich auch am vierzehnten Tage des Monats Adar und erwürgten zu
Susan dreihundert Mann; aber an ihre Güter legten sie ihre Hände nicht.
16 Aber die andern Juden
in den Ländern des Königs kamen zusammen und standen für ihr Leben, daß sie
Ruhe schafften vor ihren Feinden, und erwürgten ihrer Feinde
fünfundsiebzigtausend;
Kap. 1
1 Es
war ein Mann im Lande Uz, der hieß Hiob. Derselbe war schlecht und recht,
gottesfürchtig und mied das Böse.
2 Und
zeugte sieben Söhne und drei Töchter;
3 und
seines Viehs waren siebentausend Schafe, dreitausend Kamele, fünfhundert Joch
Rinder und fünfhundert Eselinnen, und er hatte viel Gesinde; und er war
herrlicher denn alle, die gegen Morgen wohnten.
4 Und
seine Söhne gingen und machten ein Mahl, ein jeglicher in seinem Hause auf
seinen Tag, und sandten hin und luden ihre drei Schwestern, mit ihnen zu essen
und zu trinken.
5 Und
wenn die Tage des Mahls um waren, sandte Hiob hin und heiligte sie und machte
sich des Morgens früh auf und opferte Brandopfer nach ihrer aller Zahl; denn
Hiob gedachte: Meine Söhne möchten gesündigt und Gott abgesagt haben in ihrem
Herzen. Also tat Hiob allezeit.
6 Es
begab sich aber auf einen Tag, da die Kinder Gottes kamen und vor den HERRN
traten, kam der Satan auch unter ihnen.
7 Der
HERR aber sprach zu dem Satan: Wo kommst du her? Satan antwortete dem HERRN und
sprach: Ich habe das Land umher durchzogen.
8 Der
HERR sprach zu Satan: Hast du nicht achtgehabt auf meinen Knecht Hiob? Denn es
ist seinesgleichen nicht im Lande, schlecht und recht, gottesfürchtig und
meidet das Böse.
9 Der
Satan antwortete dem HERRN und sprach: Meinst du, daß Hiob umsonst Gott
fürchtet?
10
Hast du doch ihn, sein Haus und alles, was er
hat, ringsumher verwahrt. Du hast das Werk seiner Hände gesegnet, und sein Gut
hat sich ausgebreitet im Lande.
11
Aber recke deine Hand aus und taste an alles,
was er hat: was gilt's, er wird dir ins Angesicht absagen?
12
Der HERR sprach zum Satan: Siehe, alles, was er
hat, sei in deiner Hand; nur an ihn selbst lege deine Hand nicht. Da ging der
Satan aus von dem HERRN.
13
Des Tages aber, da seine Söhne und Töchter aßen
und Wein tranken in ihres Bruders Hause, des Erstgeborenen,
14
kam ein Bote zu Hiob und sprach: Die Rinder pflügten,
und die Eselinnen gingen neben ihnen auf der Weide,
15
da fielen die aus Saba herein und nahmen sie und
schlugen die Knechte mit der Schärfe des Schwerts; und ich bin allein
entronnen, daß ich dir's ansagte.
16
Da er noch redete, kam ein anderer und sprach:
Das Feuer Gottes fiel vom Himmel und verbrannte Schafe und Knechte und
verzehrte sie; und ich bin allein entronnen, daß ich dir's ansagte.
17
Da der noch redete, kam einer und sprach: Die
Chaldäer machte drei Rotten und überfielen die Kamele und nahmen sie und
schlugen die Knechte mit der Schärfe des Schwerts; und ich bin allein
entronnen, daß ich dir's ansagte.
18
Da der noch redete, kam einer und sprach: Deine
Söhne und Töchter aßen und tranken im Hause ihres Bruders, des Erstgeborenen,
19
Und siehe, da kam ein großer Wind von der Wüste
her und stieß auf die vier Ecken des Hauses und warf's auf die jungen Leute,
daß sie starben; und ich bin allein entronnen, daß ich dir's ansagte.
20
Da stand Hiob auf und zerriß seine Kleider und
raufte sein Haupt und fiel auf die Erde und betete an
21
und sprach: Ich bin nackt von meiner Mutter
Leibe gekommen, nackt werde ich wieder dahinfahren. Der HERR hat's gegeben, der
HERR hat's genommen; der Name des HERRN sei gelobt.
22
In diesem allem sündigte Hiob nicht und tat
nichts Törichtes wider Gott
Kap. 2
1 Es
begab sich aber des Tages, da die Kinder Gottes kamen und traten vor den HERRN,
daß der Satan auch unter ihnen kam und vor den HERRN trat.
2 Da
sprach der HERR zu dem Satan: Wo kommst du her? Der Satan antwortete dem HERRN
und sprach: Ich habe das Land umher durchzogen.
3 Der
HERR sprach zu dem Satan: Hast du nicht acht auf meinen Knecht Hiob gehabt?
Denn es ist seinesgleichen im Lande nicht, schlecht und recht, gottesfürchtig
und meidet das Böse und hält noch fest an seiner Frömmigkeit; du aber hast mich
bewogen, daß ich ihn ohne Ursache verderbt habe.
4 Der
Satan antwortete dem HERRN und sprach: Haut für Haut; und alles was ein Mann
hat, läßt er für sein Leben.
5 Aber
recke deine Hand aus und taste sein Gebein und Fleisch an: was gilt's, er wird
dir ins Angesicht absagen?
6 Der
HERR sprach zu dem Satan: Siehe da, er ist in deiner Hand; doch schone seines
Lebens!
7 Da
fuhr der Satan aus vom Angesicht des HERRN und schlug Hiob mit bösen Schwären
von der Fußsohle an bis auf seinen Scheitel.
8 Und
er nahm eine Scherbe und schabte sich und saß in der Asche.
9 Und
sein Weib sprach zu ihm: Hältst du noch fest an deiner Frömmigkeit? Ja, sage
Gott ab und stirb!
10 Er
aber sprach zu ihr: Du redest, wie die närrischen Weiber reden. Haben wir Gutes
empfangen von Gott und sollten das Böse nicht auch annehmen? In diesem allem
versündigte sich Hiob nicht mit seinen Lippen.
Kap. 3
1 Darnach
tat Hiob seinen Mund auf und verfluchte seinen Tag.
2 Und Hiob sprach:
3 Der Tag müsse verloren
sein, darin ich geboren bin, und die Nacht, welche sprach: Es ist ein Männlein
empfangen!
4 Derselbe
Tag müsse finster sein, und Gott von obenherab müsse nicht nach ihm fragen;
kein Glanz müsse über ihn scheinen!
5 Finsternis
und Dunkel müssen ihn überwältigen, und dicke Wolken müssen über ihm bleiben,
und der Dampf am Tage mache ihn gräßlich!
6 Die
Nacht müsse Dunkel einnehmen; sie müsse sich nicht unter den Tagen des Jahres
freuen noch in die Zahl der Monden kommen!
7 Siehe,
die Nacht müsse einsam sein und kein Jauchzen darin sein!
8 Es
müssen sie verfluchen die Verflucher des Tages und die da bereit sind, zu
erregen den Leviathan!
9 Ihre
Sterne müssen finster sein in ihrer Dämmerung; sie hoffe aufs Licht, und es
komme nicht, und müsse nicht sehen die Wimpern der Morgenröte,
10
darum daß sie nicht verschlossen hat die Tür des
Leibes meiner Mutter und nicht verborgen das Unglück vor meinen Augen!
11
Warum bin ich nicht gestorben von Mutterleib an?
Warum bin ich nicht verschieden, da ich aus dem Leibe kam?
12
Warum hat man mich auf den Schoß gesetzt? Warum
bin ich mit Brüsten gesäugt?
13 So läge ich doch nun
und wäre still, schliefe und hätte Ruhe
14
mit den Königen und Ratsherren auf Erden, die
das Wüste bauen,
15
oder mit den Fürsten, die Gold haben und deren
Häuser voll Silber sind.
16
Oder wie eine unzeitige Geburt, die man
verborgen hat, wäre ich gar nicht, wie Kinder, die das Licht nie gesehen haben.
17
Daselbst müssen doch aufhören die Gottlosen mit
Toben; daselbst ruhen doch, die viel Mühe gehabt haben.
18
Da haben doch miteinander Frieden die Gefangenen
und hören nicht die Stimme des Drängers.
19
Da sind beide, klein und groß, und der Knecht
ist frei von seinem Herrn.
20
Warum ist das Licht gegeben dem Mühseligen und
das Leben den betrübten Herzen
21
(die des Todes warten, und er kommt nicht, und
grüben ihn wohl aus dem Verborgenen,
22 die sich sehr freuten
und fröhlich wären, wenn sie ein Grab bekämen),
23
dem Manne, dessen Weg verborgen ist und vor ihm
von Gott verzäunt ward?
24
Denn wenn ich essen soll, muß ich seufzen, und
mein Heulen fährt heraus wie Wasser.
25
Denn was ich gefürchtet habe ist über mich
gekommen, und was ich sorgte, hat mich getroffen.
26
War ich nicht glückselig? War ich nicht fein
stille? Hatte ich nicht gute Ruhe? Und es kommt solche Unruhe!
Kap. 6
1 Hiob
antwortete und sprach:
2 Wenn
man doch meinen Unmut wöge und mein Leiden zugleich in die Waage legte!
3 Denn
nun ist es schwerer als Sand am Meer; darum gehen meine Worte irre.
4 Denn
die Pfeile des Allmächtigen stecken in mir: derselben Gift muß mein Geist
trinken, und die Schrecknisse Gottes sind auf mich gerichtet.
5 Das
Wild schreit nicht, wenn es Gras hat; der Ochse blökt nicht, wenn er sein
Futter hat.
6 Kann
man auch essen, was ungesalzen ist? Oder wer mag kosten das Weiße um den
Dotter?
7 Was
meine Seele widerte anzurühren, das ist meine Speise, mir zum Ekel.
8 O,
daß meine Bitte geschähe und Gott gäbe mir, was ich hoffe!
9 Daß
Gott anfinge und zerschlüge mich und ließe seine Hand gehen und zerscheiterte
mich!
10
So hätte ich nun Trost, und wollte bitten in meiner
Krankheit, daß er nur nicht schonte, habe ich doch nicht verleugnet die Reden
des Heiligen.
11
Was ist meine Kraft, daß ich möge beharren? und
welches ist mein Ende, daß meine Seele geduldig sein sollte?
12
Ist doch meine Kraft nicht steinern und mein
Fleisch nicht ehern.
13
Habe ich doch nirgend Hilfe, und mein Vermögen
ist dahin.
14
Wer Barmherzigkeit seinem Nächsten verweigert,
der verläßt des Allmächtigen Furcht.
15
Meine Brüder trügen wie ein Bach, wie
Wasserströme, die vergehen,
16
die trübe sind vom Eis, in die der Schnee sich
birgt:
17
zur Zeit, wenn sie die Hitze drückt, versiegen
sie; wenn es heiß wird, vergehen sie von ihrer Stätte.
18
Die Reisezüge gehen ab vom Wege, sie treten aufs
Ungebahnte und kommen um;
19
die Reisezüge von Thema blicken ihnen nach, die
Karawanen von Saba hofften auf sie:
20
aber sie wurden zu Schanden über ihrer Hoffnung
und mußten sich schämen, als sie dahin kamen.
21
So seid ihr jetzt ein Nichts geworden, und weil
ihr Jammer sehet, fürchtet ihr euch.
22 Habe ich auch gesagt:
Bringet her von eurem Vermögen und schenkt mir
23
und errettet mich aus der Hand des Feindes und
erlöst mich von der Hand der Gewalttätigen?
24
Lehret mich, so will ich schweigen; und was ich
nicht weiß, darin unterweist mich.
25
Warum tadelt ihr rechte Rede? Wer ist unter
euch, der sie strafen könnte?
26
Gedenket ihr, Worte zu strafen? Aber eines
Verzweifelten Rede ist für den Wind.
27
Ihr fielet wohl über einen armen Waisen her und
grübet eurem Nachbarn Gruben.
28
Doch weil ihr habt angehoben, sehet auf mich, ob
ich vor euch mit Lügen bestehen werde.
29
Antwortet, was recht ist; meine Antwort wird
noch recht bleiben.
30
Ist denn auf meiner Zunge Unrecht, oder sollte
mein Gaumen Böses nicht merken?
Kap. 7
1 Muß
nicht der Mensch immer im Streit sein auf Erden, und sind seine Tage nicht wie
eines Tagelöhners?
2 Wie
ein Knecht sich sehnt nach dem Schatten und ein Tagelöhner, daß seine Arbeit
aus sei,
3 also
habe ich wohl ganze Monden vergeblich gearbeitet, und elender Nächte sind mir
viel geworden.
4 Wenn
ich mich legte, sprach ich: Wann werde ich aufstehen? Und der Abend ward mir
lang; ich wälzte mich und wurde des satt bis zur Dämmerung.
5 Mein
Fleisch ist um und um wurmig und knotig; meine Haut ist verschrumpft und
zunichte geworden.
6 Meine
Tage sind leichter dahingeflogen denn die Weberspule und sind vergangen, daß
kein Aufhalten dagewesen ist.
7 Gedenke,
daß mein Leben ein Wind ist und meine Augen nicht wieder Gutes sehen werden.
8 Und
kein lebendiges Auge wird mich mehr schauen; sehen deine Augen nach mir, so bin
ich nicht mehr.
9 Eine
Wolke vergeht und fährt dahin: also, wer in die Hölle hinunterfährt, kommt
nicht wieder herauf
10
und kommt nicht wieder in sein Haus, und sein
Ort kennt ihn nicht mehr.
11
Darum will ich auch meinem Munde nicht wehren;
ich will reden in der Angst meines Herzens und will klagen in der Betrübnis
meiner Seele.
12
Bin ich denn ein Meer oder ein Meerungeheuer,
daß du mich so verwahrst?
13
Wenn ich gedachte: Mein Bett soll mich trösten,
mein Lager soll mir meinen Jammer erleichtern,
14
so erschrecktest du mich mit Träumen und
machtest mir Grauen durch Gesichte,
15
daß meine Seele wünschte erstickt zu sein und
meine Gebeine den Tod.
16
Ich begehre nicht mehr zu leben. Laß ab von mir,
denn meine Tage sind eitel.
17
Was ist ein Mensch, daß du ihn groß achtest und
bekümmerst dich um ihn?
18
Du suchst ihn täglich heim und versuchst ihn
alle Stunden.
19
Warum tust du dich nicht von mir und lässest
mich nicht, bis ich nur meinen Speichel schlinge?
20
Habe ich gesündigt, was tue ich dir damit, o du
Menschenhüter? Warum machst du mich zum Ziel deiner Anläufe, daß ich mir selbst
eine Last bin?
21
Und warum vergibst du mir meine Missetat nicht
und nimmst weg meine Sünde? Denn nun werde ich mich in die Erde legen, und wenn
du mich morgen suchst, werde ich nicht da sein.
Kap. 9
1 Hiob
antwortete und sprach:
2 Ja,
ich weiß gar wohl, daß es also ist und daß ein Mensch nicht recht behalten mag
gegen Gott.
3 Hat
er Lust, mit ihm zu hadern, so kann er ihm auf tausend nicht eins antworten.
4 Er
ist weise und mächtig; wem ist's je gelungen, der sich wider ihn gelegt hat?
5 Er
versetzt Berge, ehe sie es innewerden, die er in seinem Zorn umkehrt.
6 Er
bewegt die Erde aus ihrem Ort, daß ihre Pfeiler zittern.
7 Er
spricht zur Sonne, so geht sie nicht auf, und versiegelt die Sterne.
8 Er
breitet den Himmel aus allein und geht auf den Wogen des Meeres.
9 Er
macht den Wagen am Himmel und Orion und die Plejaden und die Sterne gegen
Mittag.
10
Er tut große Dinge, die nicht zu erforschen
sind, und Wunder, deren keine Zahl ist.
11
Siehe, er geht an mir vorüber, ehe ich's gewahr
werde, und wandelt vorbei, ehe ich's merke.
12
Siehe, wenn er hinreißt, wer will ihm wehren?
Wer will zu ihm sagen: Was machst du?
13
Er ist Gott; seinen Zorn kann niemand stillen;
unter ihn mußten sich beugen die Helfer Rahabs.
14
Wie sollte ich denn ihm antworten und Worte
finden gegen ihn?
15
Wenn ich auch recht habe, kann ich ihm dennoch
nicht antworten, sondern ich müßte um mein Recht flehen.
16
Wenn ich ihn schon anrufe, und er mir antwortet,
so glaube ich doch nicht, daß er meine Stimme höre.
17
Denn er fährt über mich mit Ungestüm und macht
mir Wunden viel ohne Ursache.
18
Er läßt meinen Geist sich nicht erquicken,
sondern macht mich voll Betrübnis.
19
Will man Macht, so ist er zu mächtig; will man
Recht, wer will mein Zeuge sein?
20
Sage ich, daß ich gerecht bin, so verdammt er mich
doch; bin ich Unschuldig, so macht er mich doch zu Unrecht.
21
Ich bin unschuldig! ich frage nicht nach meiner
Seele, begehre keines Lebens mehr.
22
Es ist eins, darum sage ich: Er bringt um beide,
den Frommen und den Gottlosen.
23
Wenn er anhebt zu geißeln, so dringt er alsbald
zum Tod und spottet der Anfechtung der Unschuldigen.
24
Das Land aber wird gegeben unter die Hand der
Gottlosen, und der Richter Antlitz verhüllt er. Ist's nicht also, wer anders
sollte es tun?
25
Meine Tage sind schneller gewesen denn ein
Läufer; sie sind geflohen und haben nichts Gutes erlebt.
26
Sie sind dahingefahren wie die Rohrschiffe, wie
ein Adler fliegt zur Speise.
27
Wenn ich gedenke: Ich will meiner Klage
vergessen und meine Gebärde lassen fahren und mich erquicken,
28
so fürchte ich alle meine Schmerzen, weil ich
weiß, daß du mich nicht unschuldig sein lässest.
29
Ich muß ja doch ein Gottloser sein; warum mühe
ich mich denn so vergeblich?
30
Wenn ich mich gleich mit Schneewasser wüsche und
reinigte mein Hände mit Lauge,
31
so wirst du mich doch tauchen in Kot, und so
werden mir meine Kleider greulich anstehen.
32
Denn er ist nicht meinesgleichen, dem ich
antworten könnte, daß wir vor Gericht miteinander kämen.
33
Es ist zwischen uns kein Schiedsmann, der seine
Hand auf uns beide lege.
34
Er nehme von mir seine Rute und lasse seinen
Schrecken von mir,
35
daß ich möge reden und mich nicht vor ihm
fürchten dürfe; denn ich weiß, daß ich kein solcher bin.
Kap. 10
1 Meine
Seele verdrießt mein Leben; ich will meiner Klage bei mir ihren Lauf lassen und
reden in der Betrübnis meiner Seele
2 und
zu Gott sagen: Verdamme mich nicht! laß mich wissen, warum du mit mir haderst.
3 Gefällt
dir's, daß du Gewalt tust und mich verwirfst, den deine Hände gemacht haben,
und bringst der Gottlosen Vornehmen zu Ehren?
4 Hast
du denn auch fleischliche Augen, oder siehst du, wie ein Mensch sieht?
5 Oder
ist deine Zeit wie eines Menschen Zeit, oder deine Jahre wie eines Mannes
Jahre?
6 daß du nach einer
Missetat fragest und suchest meine Sünde,
7 so
du doch weißt wie ich nicht gottlos sei, so doch niemand ist, der aus deiner
Hand erretten könne.
8 Deine
Hände haben mich bereitet und gemacht alles, was ich um und um bin; und du
wolltest mich verderben?
9 Gedenke
doch, daß du mich aus Lehm gemacht hast; und wirst mich wieder zu Erde machen?
10
Hast du mich nicht wie Milch hingegossen und wie
Käse lassen gerinnen?
11
Du hast mir Haut und Fleisch angezogen; mit
Gebeinen und Adern hast du mich zusammengefügt.
12
Leben und Wohltat hast du an mir getan, und dein
Aufsehen bewahrt meinen Odem.
13
Aber dies verbargst du in deinem Herzen, ich
weiß, daß du solches im Sinn hattest:
14
wenn ich sündigte, so wolltest du es bald merken
und meine Missetat nicht ungestraft lassen.
15
Bin ich gottlos, dann wehe mir! bin ich gerecht,
so darf ich doch mein Haupt nicht aufheben, als der ich voll Schmach bin und
sehe mein Elend.
16
Und wenn ich es aufrichte, so jagst du mich wie
ein Löwe und handelst wiederum wunderbar an mir.
17
Du erneuest deine Zeugen wider mich und machst
deines Zornes viel auf mich; es zerplagt mich eins über das andere in Haufen.
18
Warum hast du mich aus Mutterleib kommen lassen?
Ach, daß ich wäre umgekommen und mich nie ein Auge gesehen hätte!
19
So wäre ich, als die nie gewesen sind, von
Mutterleibe zum Grabe gebracht.
20
Ist denn mein Leben nicht kurz? So höre er auf
und lasse ab von mir, daß ich ein wenig erquickt werde,
21
ehe ich denn hingehe und komme nicht wieder, ins
Land der Finsternis und des Dunkels,
22
ins Land da es stockfinster ist und da keine
Ordnung ist, und wenn's hell wird, so ist es wie Finsternis.
Kap. 12
1 Da
antwortete Hiob und sprach:
2 Ja,
ihr seid die Leute, mit euch wird die Weisheit sterben!
3 Ich
habe so wohl ein Herz als ihr und bin nicht geringer denn ihr; und wer ist, der
solches nicht wisse?
4 Ich
muß von meinem Nächsten verlacht sein, der ich Gott anrief, und er erhörte
mich. Der Gerechte und Fromme muß verlacht sein
5 und
ist ein verachtet Lichtlein vor den Gedanken der Stolzen, steht aber, daß sie
sich daran ärgern.
6 Der
Verstörer Hütten haben die Fülle, und Ruhe haben, die wider Gott toben, die
ihren Gott in der Faust führen.
7 Frage
doch das Vieh, das wird dich's lehren und die Vögel unter dem Himmel, die
werden dir's sagen;
8 oder
rede mit der Erde, die wird dich's lehren, und die Fische im Meer werden dir's
erzählen.
9 Wer
erkennte nicht an dem allem, daß des HERRN Hand solches gemacht hat?
10
daß in seiner Hand ist die Seele alles dessen,
was da lebt, und der Geist des Fleisches aller Menschen?
11
Prüft nicht das Ohr die Rede? und der Mund
schmeckt die Speise?
12
Ja, "bei den Großvätern ist die Weisheit,
und der Verstand bei den Alten".
13
Bei ihm ist Weisheit und Gewalt, Rat und
Verstand.
14
Siehe, wenn er zerbricht, so hilft kein Bauen;
wenn er jemand einschließt, kann niemand aufmachen.
15
Siehe, wenn er das Wasser verschließt, so wird
alles dürr; und wenn er's ausläßt, so kehrt es das Land um.
16
Er ist stark und führt es aus. Sein ist, der da
irrt und der da verführt.
17
Er führt die Klugen wie einen Raub und macht die
Richter toll.
18
Er löst auf der Könige Zwang und bindet mit
einem Gurt ihre Lenden.
19
Er führt die Priester wie einen Raub und bringt
zu Fall die Festen.
20
Er entzieht die Sprache den Bewährten und nimmt
weg den Verstand der Alten.
21
Er schüttet Verachtung auf die Fürsten und macht
den Gürtel der Gewaltigen los.
22
Er öffnet die finsteren Gründe und bringt heraus
das Dunkel an das Licht.
23
Er macht etliche zu großem Volk und bringt sie
wieder um. Er breitet ein Volk aus und treibt es wieder weg.
24
Er nimmt weg den Mut der Obersten des Volkes im Lande
und macht sie irre auf einem Umwege, da kein Weg ist,
25
daß sie in Finsternis tappen ohne Licht; und
macht sie irre wie die Trunkenen.
Kap. 13
1 Siehe,
das alles hat mein Auge gesehen und mein Ohr gehört, und ich habe es
verstanden.
2 Was
ihr wißt, das weiß ich auch; und bin nicht geringer denn ihr.
3 Doch
wollte ich gern zu dem Allmächtigen reden und wollte gern mit Gott rechten.
4 Aber
ihr deutet's fälschlich und seid alle unnütze Ärzte.
5 Wollte
Gott, ihr schwieget, so wäret ihr weise.
6 Höret
doch meine Verantwortung und merket auf die Sache, davon ich rede!
7 Wollt
ihr Gott verteidigen mit Unrecht und für ihn List brauchen?
8 Wollt
ihr seine Person ansehen? Wollt ihr Gott vertreten?
9 Wird's
euch auch wohl gehen, wenn er euch richten wird? Meint ihr, daß ihr ihn
täuschen werdet, wie man einen Menschen täuscht?
10
Er wird euch strafen, wo ihr heimlich Person
ansehet.
11
Wird er euch nicht erschrecken, wenn er sich
wird hervortun, und wird seine Furcht nicht über euch fallen?
12
Eure Denksprüche sind Aschensprüche; eure
Bollwerke werden wie Lehmhaufen sein.
13
Schweiget mir, daß ich rede, es komme über mich,
was da will.
14
Was soll ich mein Fleisch mit meinen Zähnen
davontragen und meine Seele in meine Hände legen?
15 Siehe, er wird mich
doch erwürgen, und ich habe nichts zu hoffen; doch will ich meine Wege vor ihm
verantworten.
16
Er wird ja mein Heil sein; denn es kommt kein
Heuchler vor ihn.
17
Höret meine Rede, und meine Auslegung gehe ein
zu euren Ohren.
18
Siehe, ich bin zum Rechtsstreit gerüstet; ich
weiß, daß ich recht behalten werde.
19
Wer ist, der mit mir rechten könnte? Denn dann
wollte ich schweigen und verscheiden.
20
Zweierlei tue mir nur nicht, so will ich mich
vor dir nicht verbergen:
21
laß deine Hand fern von mir sein, und dein
Schrecken erschrecke mich nicht!
22
Dann rufe, ich will antworten, oder ich will
reden, antworte du mir!
23
Wie viel ist meiner Missetaten und Sünden? Laß
mich wissen meine Übertretung und Sünde.
24
Warum verbirgst du dein Antlitz und hältst mich
für deinen Feind?
25
Willst du wider ein fliegend Blatt so ernst sein
und einen dürren Halm verfolgen?
26
Denn du schreibst mir Betrübnis an und willst
über mich bringen die Sünden meiner Jugend.
27
Du hast meinen Fuß in den Stock gelegt und hast
acht auf alle meine Pfade und siehst auf die Fußtapfen meiner Füße,
28
der ich doch wie Moder vergehe und wie ein
Kleid, das die Motten fressen.
Kap. 14
1 Der
Mensch, vom Weibe geboren, lebt kurze Zeit und ist voll Unruhe,
2 geht
auf wie eine Blume und fällt ab, flieht wie ein Schatten und bleibt nicht.
3 Und
du tust deine Augen über einen solchen auf, daß du mich vor dir ins Gericht
ziehest.
4 Kann
wohl ein Reiner kommen von den Unreinen? Auch nicht einer.
5 Er
hat seine bestimmte Zeit, die Zahl seiner Monden steht bei dir; du hast ein
Ziel gesetzt, das wird er nicht überschreiten.
6 So
tu dich von ihm, daß er Ruhe habe, bis daß seine Zeit komme, deren er wie ein
Tagelöhner wartet.
7 Ein
Baum hat Hoffnung, wenn er schon abgehauen ist, daß er sich wieder erneue, und
seine Schößlinge hören nicht auf.
8 Ob
seine Wurzel in der Erde veraltet und sein Stamm im Staub erstirbt,
9 so
grünt er doch wieder vom Geruch des Wassers und wächst daher, als wäre er erst
gepflanzt.
10
Aber der Mensch stirbt und ist dahin; er
verscheidet, und wo ist er?
11
Wie ein Wasser ausläuft aus dem See, und wie ein
Strom versiegt und vertrocknet,
12
so ist ein Mensch, wenn er sich legt, und wird nicht
aufstehen und wird nicht aufwachen, solange der Himmel bleibt, noch von seinem
Schlaf erweckt werden.
13
Ach daß du mich in der Hölle verdecktest und
verbärgest, bis dein Zorn sich lege, und setztest mir ein Ziel, daß du an mich
dächtest.
14
Wird ein toter Mensch wieder leben? Alle Tage
meines Streites wollte ich harren, bis daß meine Veränderung komme!
15
Du würdest rufen und ich dir antworten; es würde
dich verlangen nach dem Werk deiner Hände.
16
Jetzt aber zählst du meine Gänge. Hast du nicht
acht auf meine Sünden?
17
Du hast meine Übertretungen in ein Bündlein
versiegelt und meine Missetat zusammengefaßt.
18
Zerfällt doch ein Berg und vergeht, und ein Fels
wird von seinem Ort versetzt;
19
Wasser wäscht Steine weg, und seine Fluten
flößen die Erde weg: aber des Menschen Hoffnung ist verloren;
20
denn du stößest ihn gar um, daß er dahinfährt,
veränderst sein Wesen und lässest ihn fahren.
21
Sind seine Kinder in Ehren, das weiß er nicht;
oder ob sie gering sind, des wird er nicht gewahr.
22
Nur sein eigen Fleisch macht ihm Schmerzen, und
seine Seele ist ihm voll Leides.
Kap. 16
1 Hiob
antwortete und sprach:
2 Ich
habe solches oft gehört. Ihr seid allzumal leidige Tröster!
3 Wollen
die leeren Worte kein Ende haben? Oder was macht dich so frech, also zu reden?
4 Ich
könnte auch wohl reden wie ihr. Wäre eure Seele an meiner Statt, so wollte ich
auch Worte gegen euch zusammenbringen und mein Haupt also über euch schütteln.
5 Ich
wollte euch stärken mit dem Munde und mit meinen Lippen trösten.
6 Aber
wenn ich schon rede, so schont mein der Schmerz nicht; lasse ich's anstehen so
geht er nicht von mir.
7 Nun
aber macht er mich müde und verstört alles, was ich bin.
8 Er
hat mich runzlig gemacht, das zeugt wider mich; und mein Elend steht gegen mich
auf und verklagt mich ins Angesicht.
9 Sein
Grimm zerreißt, und der mir gram ist, beißt die Zähne über mich zusammen; mein
Widersacher funkelt mit seinen Augen auf mich.
10
Sie haben ihren Mund aufgesperrt gegen mich und
haben mich schmählich auf meine Backen geschlagen; sie haben ihren Mut
miteinander an mir gekühlt.
11
Gott hat mich übergeben dem Ungerechten und hat
mich in der Gottlosen Hände kommen lassen.
12
Ich war in Frieden, aber er hat mich zunichte
gemacht; er hat mich beim Hals genommen und zerstoßen und hat mich zum Ziel
aufgerichtet.
13
Er hat mich umgeben mit seinen Schützen; er hat
meine Nieren gespalten und nicht verschont; er hat meine Galle auf die Erde
geschüttet.
14
Er hat mir eine Wunde über die andere gemacht;
er ist an mich gelaufen wie ein Gewaltiger.
15
Ich habe einen Sack um meine Haut genäht und
habe mein Horn in den Staub gelegt.
16
Mein Antlitz ist geschwollen von Weinen, und meine
Augenlider sind verdunkelt,
17
wiewohl kein Frevel in meiner Hand ist und mein
Gebet ist rein.
18
Ach Erde, bedecke mein Blut nicht! und mein
Geschrei finde keine Ruhestätte!
19
Auch siehe da, meine Zeuge ist mein Himmel; und
der mich kennt, ist in der Höhe.
20
Meine Freunde sind meine Spötter; aber mein Auge
tränt zu Gott,
21
daß er entscheiden möge zwischen dem Mann und
Gott, zwischen dem Menschenkind und seinem Freunde.
22
Denn die bestimmten Jahre sind gekommen, und ich
gehe hin des Weges, den ich nicht wiederkommen werde.
Kap. 17
1 Mein
Odem ist schwach, und meine Tage sind abgekürzt; das Grab ist da.
2 Fürwahr,
Gespött umgibt mich, und auf ihrem Hadern muß mein Auge weilen.
3 Sei
du selber mein Bürge bei dir; wer will mich sonst vertreten?
4 Denn
du hast ihrem Herzen den Verstand verborgen; darum wirst du ihnen den Sieg
geben.
5 Es
rühmt wohl einer seinen Freunden die Ausbeute; aber seiner Kinder Augen werden
verschmachten.
6 Er
hat mich zum Sprichwort unter den Leuten gemacht, und ich muß mir ins Angesicht
speien lassen.
7 Mein
Auge ist dunkel geworden vor Trauern, und alle meine Glieder sind wie ein
Schatten.
8 Darüber
werden die Gerechten sich entsetzen, und die Unschuldigen werden sich entrüsten
gegen die Heuchler.
9 Aber
der Gerechte wird seinen Weg behalten; und wer reine Hände hat, wird an Stärke
zunehmen.
10
Wohlan, so kehrt euch alle her und kommt; ich
werde doch keinen Weisen unter euch finden.
11
Meine Tage sind vergangen; meine Anschläge sind
zerrissen, die mein Herz besessen haben.
12
Sie wollen aus der Nacht Tag machen und aus dem
Tage Nacht.
13
Wenn ich gleich lange harre, so ist doch bei den
Toten mein Haus, und in der Finsternis ist mein Bett gemacht;
14
Die Verwesung heiße ich meinen Vater und die
Würmer meine Mutter und meine Schwester:
15
was soll ich denn harren? und wer achtet mein
Hoffen?
16
Hinunter zu den Toten wird es fahren und wird
mit mir in dem Staub liegen.
Kap. 19
1 Hiob
antwortete und sprach:
2 Wie
lange plagt ihr doch meine Seele und peinigt mich mit Worten?
3 Ihr
habt mich nun zehnmal gehöhnt und schämt euch nicht, daß ihr mich also
umtreibt.
4 Irre
ich, so irre ich mir.
5 Wollt
ihr wahrlich euch über mich erheben und wollt meine Schmach mir beweisen,
6 so
merkt doch nun einmal, daß mir Gott Unrecht tut und hat mich mit seinem
Jagdstrick umgeben.
7 Siehe,
ob ich schon schreie über Frevel, so werde ich doch nicht erhört; ich rufe, und
ist kein Recht da.
8 Er
hat meinen Weg verzäunt, daß ich nicht kann hinübergehen, und hat Finsternis
auf meinen Steig gestellt.
9 Er
hat meine Ehre mir ausgezogen und die Krone von meinem Haupt genommen.
10
Er hat mich zerbrochen um und um und läßt mich
gehen und hat ausgerissen meine Hoffnung wie einen Baum.
11
Sein Zorn ist über mich ergrimmt, und er achtet
mich für seinen Feind.
12
Seine Kriegsscharen sind miteinander gekommen
und haben ihren Weg gegen mich gebahnt und haben sich um meine Hütte her
gelagert.
13
Er hat meine Brüder fern von mir getan, und
meine Verwandten sind mir fremd geworden.
14
Meine Nächsten haben sich entzogen, und meine
Freunde haben mein vergessen.
15
Meine Hausgenossen und meine Mägde achten mich
für fremd; ich bin unbekannt geworden vor ihren Augen.
16
Ich rief meinen Knecht, und er antwortete mir
nicht; ich mußte ihn anflehen mit eigenem Munde.
17
Mein Odem ist zuwider meinem Weibe, und ich bin
ein Ekel den Kindern meines Leibes.
18
Auch die jungen Kinder geben nichts auf mich;
wenn ich ihnen widerstehe, so geben sie mir böse Worte.
19
Alle meine Getreuen haben einen Greuel an mir;
und die ich liebhatte, haben sich auch gegen mich gekehrt.
20
Mein Gebein hanget an mir an Haut und Fleisch,
und ich kann meine Zähne mit der Haut nicht bedecken.
21
Erbarmt euch mein, erbarmt euch mein, ihr meine
Freunde! denn die Hand Gottes hat mich getroffen.
22
Warum verfolgt ihr mich gleich wie Gott und
könnt meines Fleisches nicht satt werden?
23
Ach daß meine Reden geschrieben würden! ach daß
sie in ein Buch gestellt würden!
24
mit einem eisernen Griffel auf Blei und zum
ewigem Gedächtnis in Stein gehauen würden!
25
Aber ich weiß, daß mein Erlöser lebt; und als
der letzte wird er über dem Staube sich erheben.
26
Und nachdem diese meine Haut zerschlagen ist,
werde ich ohne mein Fleisch Gott sehen.
27
Denselben werde ich mir sehen, und meine Augen
werden ihn schauen, und kein Fremder. Darnach sehnen sich meine Nieren in
meinem Schoß.
28
Wenn ihr sprecht: Wie wollen wir ihn verfolgen
und eine Sache gegen ihn finden!
29
so fürchtet euch vor dem Schwert; denn das
Schwert ist der Zorn über die Missetaten, auf daß ihr wißt, daß ein Gericht
sei.
Kap. 21
1 Hiob
antwortete und sprach:
2 Hört
doch meiner Rede zu und laßt mir das anstatt eurer Tröstungen sein!
3 Vertragt
mich, daß ich auch rede, und spottet darnach mein!
4 Handle
ich denn mit einem Menschen? oder warum sollte ich ungeduldig sein?
5 Kehrt
euch her zu mir; ihr werdet erstarren und die Hand auf den Mund legen müssen.
6 Wenn
ich daran denke, so erschrecke ich, und Zittern kommt mein Fleisch an.
7 Warum
leben denn die Gottlosen, werden alt und nehmen zu an Gütern?
8 Ihr
Same ist sicher um sie her, und ihre Nachkömmlinge sind bei ihnen.
9 Ihr
Haus hat Frieden vor der Furcht, und Gottes Rute ist nicht über ihnen.
10
Seinen Stier läßt man zu, und es mißrät ihm
nicht; seine Kuh kalbt und ist nicht unfruchtbar.
11
Ihre jungen Kinder lassen sie ausgehen wie eine
Herde, und ihre Knaben hüpfen.
12
Sie jauchzen mit Pauken und Harfen und sind
fröhlich mit Flöten.
13
Sie werden alt bei guten Tagen und erschrecken
kaum einen Augenblick vor dem Tode,
14
die doch sagen zu Gott: "Hebe dich von uns,
wir wollen von deinen Wegen nicht wissen!
15
Wer ist der Allmächtige, daß wir ihm dienen
sollten? oder was sind wir gebessert, so wir ihn anrufen?"
16
"Aber siehe, ihr Glück steht nicht in ihren
Händen; darum soll der Gottlosen Sinn ferne von mir sein."
17
Wie oft geschieht's denn, daß die Leuchte der
Gottlosen verlischt und ihr Unglück über sie kommt? daß er Herzeleid über sie
austeilt in seinem Zorn?
18
daß sie werden wie Stoppeln vor dem Winde und
wie Spreu, die der Sturmwind wegführt?
19
"Gott spart desselben Unglück auf seine
Kinder". Er vergelte es ihm selbst, daß er's innewerde.
20
Seine Augen mögen sein Verderben sehen, und vom
Grimm des Allmächtigen möge er trinken.
21
Denn was ist ihm gelegen an seinem Hause nach
ihm, wenn die Zahl seiner Monden ihm zugeteilt ist?
22
Wer will Gott lehren, der auch die Hohen
richtet?
23
Dieser stirbt frisch und gesund in allem
Reichtum und voller Genüge,
24
sein Melkfaß ist voll Milch, und seine Gebeine
werden gemästet mit Mark;
25
jener aber stirbt mit betrübter Seele und hat
nie mit Freuden gegessen;
26
und liegen gleich miteinander in der Erde, und
Würmer decken sie zu.
27
Siehe, ich kenne eure Gedanken wohl und euer
frevles Vornehmen gegen mich.
28 Denn ihr sprecht:
"Wo ist das Haus des Fürsten? und wo ist die Hütte, da die Gottlosen
wohnten?"
29 Habt ihr denn die
Wanderer nicht befragt und nicht gemerkt ihre Zeugnisse?
30 Denn der Böse wird
erhalten am Tage des Verderbens, und am Tage des Grimms bleibt er.
31 Wer will ihm ins Angesicht
sagen, was er verdient? wer will ihm vergelten, was er tut?
32 Und er wird zu Grabe
geleitet und hält Wache auf seinem Hügel.
33 Süß sind ihm die
Schollen des Tales, und alle Menschen ziehen ihm nach; und derer, die ihm
vorangegangen sind, ist keine Zahl.
34 Wie tröstet ihr mich
so vergeblich, und eure Antworten finden sich unrecht!
Kap. 23
1 Hiob
antwortete und sprach:
2 Meine Rede bleibt noch
betrübt; meine Macht ist schwach über meinem Seufzen.
3 Ach daß ich wüßte, wie
ich ihn finden und zu seinem Stuhl kommen möchte
4 und das Recht vor ihm
sollte vorlegen und den Mund voll Verantwortung fassen
5 und erfahren die
Reden, die er mir antworten, und vernehmen, was er mir sagen würde!
6 Will er mit großer
Macht mit mir rechten? Er stelle sich nicht so gegen mich,
7 sondern lege mir's
gleich vor, so will ich mein Recht wohl gewinnen.
8 Aber ich gehe nun
stracks vor mich, so ist er nicht da; gehe ich zurück, so spüre ich ihn nicht;
9 ist er zur Linken, so
schaue ich ihn nicht; verbirgt er sich zur Rechten, so sehe ich ihn nicht.
10 Er aber kennt meinen
Weg wohl. Er versuche mich, so will ich erfunden werden wie das Gold.
11 Denn ich setze meinen
Fuß auf seine Bahn und halte seinen Weg und weiche nicht ab
12 und trete nicht von
dem Gebot seiner Lippen und bewahre die Rede seines Mundes mehr denn mein eigen
Gesetz.
13 Doch er ist einig; wer
will ihm wehren? Und er macht's wie er will.
14 Denn er wird
vollführen, was mir bestimmt ist, und hat noch viel dergleichen im Sinne.
15 Darum
erschrecke ich vor ihm; und wenn ich's bedenke, so fürchte ich mich vor ihm.
16 Gott hat mein Herz
blöde gemacht, und der Allmächtige hat mich erschreckt.
17 Denn die Finsternis macht
kein Ende mit mir, und das Dunkel will vor mir nicht verdeckt werden.
Kap. 24
1 Warum
sind von dem Allmächtigen nicht Zeiten vorbehalten, und warum sehen, die ihn
kennen, seine Tage nicht?
2 Man verrückt die
Grenzen, raubt die Herde und weidet sie.
3 Sie treiben der Waisen
Esel weg und nehmen der Witwe Ochsen zum Pfande.
4 Die Armen müssen ihnen
weichen, und die Dürftigen im Lande müssen sich verkriechen.
5 Siehe, wie Wildesel in
der Wüste gehen sie hinaus an ihr Werk und suchen Nahrung; die Einöde gibt
ihnen Speise für ihre Kinder.
6 Sie ernten auf dem
Acker, was er trägt, und lesen den Weinberg des Gottlosen.
7 Sie liegen in der
Nacht nackt ohne Gewand und haben keine Decke im Frost.
8 Sie müssen sich zu den
Felsen halten, wenn ein Platzregen von den Bergen auf sie gießt, weil sie sonst
keine Zuflucht haben.
9 Man reißt das Kind von
den Brüsten und macht's zum Waisen und macht die Leute arm mit Pfänden.
10 Den Nackten lassen sie
ohne Kleider gehen, und den Hungrigen nehmen sie die Garben.
11 Sie zwingen sie, Öl zu
machen auf ihrer Mühle und ihre Kelter zu treten, und lassen sie doch Durst
leiden.
12 Sie machen die Leute
in der Stadt seufzend und die Seele der Erschlagenen schreiend, und Gott stürzt
sie nicht.
13 Jene sind abtrünnig
geworden vom Licht und kennen seinen Weg nicht und kehren nicht wieder zu
seiner Straße.
14 Wenn der Tag anbricht,
steht auf der Mörder und erwürgt den Armen und Dürftigen; und des Nachts ist er
wie ein Dieb.
15 Das Auge des
Ehebrechers hat acht auf das Dunkel, und er spricht: "Mich sieht kein
Auge", und verdeckt sein Antlitz.
16 Im Finstern bricht man
in die Häuser ein; des Tages verbergen sie sich miteinander und scheuen das
Licht.
17 Denn wie wenn der
Morgen käme, ist ihnen allen die Finsternis; denn sie sind bekannt mit den
Schrecken der Finsternis.
18 "Er fährt leicht
wie auf einem Wasser dahin; seine Habe wird gering im Lande, und er baut seinen
Weinberg nicht.
19 Der Tod nimmt weg, die
da sündigen, wie die Hitze und Dürre das Schneewasser verzehrt.
20 Der Mutterschoß
vergißt sein; die Würmer haben ihre Lust an ihm. Sein wird nicht mehr gedacht;
er wird zerbrochen wie ein fauler Baum,
21 er, der beleidigt hat
die Einsame, die nicht gebiert, und hat der Witwe kein Gutes getan."
22 Aber Gott erhält die
Mächtigen durch seine Kraft, daß sie wieder aufstehen, wenn sie am Leben
verzweifelten.
23 Er gibt ihnen, daß sie
sicher seien und eine Stütze haben; und seine Augen sind über ihren Wegen.
24 Sie sind hoch erhöht,
und über ein kleines sind sie nicht mehr; sinken sie hin, so werden sie
weggerafft wie alle andern, und wie das Haupt auf den Ähren werden sie
abgeschnitten.
25 Ist's nicht also?
Wohlan, wer will mich Lügen strafen und bewähren, daß meine Rede nichts sei?
Kap. 26
1 Hiob
antwortete und sprach:
2 Wie stehest du dem
bei, der keine Kraft hat, hilfst dem, der keine Stärke in den Armen hat!
3 Wie gibst du Rat dem, der
keine Weisheit hat, und tust kund Verstandes die Fülle!
4 Zu wem redest du? und
wes Odem geht von dir aus?
5 Die Toten ängsten sich
tief unter den Wassern und denen, die darin wohnen.
6 Das Grab ist aufgedeckt
vor ihm, und der Abgrund hat keine Decke.
7 Er breitet aus die
Mitternacht über das Leere und hängt die Erde an nichts.
8 Er faßt das Wasser
zusammen in seine Wolken, und die Wolken zerreißen darunter nicht.
9 Er verhüllt seinen
Stuhl und breitet seine Wolken davor.
10 Er hat um das Wasser
ein Ziel gesetzt, bis wo Licht und Finsternis sich scheiden.
11 Die Säulen des Himmels
zittern und entsetzen sich vor seinem Schelten.
12 Von seiner Kraft wird
das Meer plötzlich ungestüm, und durch seinen Verstand zerschmettert er Rahab.
13 Am Himmel wird's schön
durch seinen Wind, und seine Hand durchbohrt die flüchtige Schlange.
14 Siehe, also geht sein
Tun, und nur ein geringes Wörtlein davon haben wir vernommen. Wer will aber den
Donner seiner Macht verstehen?
Kap. 27
1 Und
Hiob fuhr fort und hob an seine Sprüche und sprach:
2 So wahr Gott lebt, der
mir mein Recht weigert, und der Allmächtige, der meine Seele betrübt;
3 solange mein Odem in
mir ist und der Hauch von Gott in meiner Nase ist:
4 meine Lippen sollen
nichts Unrechtes reden, und meine Zunge soll keinen Betrug sagen.
5 Das sei ferne von mir,
daß ich euch recht gebe; bis daß mein Ende kommt, will ich nicht weichen von
meiner Unschuld.
6 Von meiner
Gerechtigkeit, die ich habe, will ich nicht lassen; mein Gewissen beißt mich
nicht meines ganzen Lebens halben.
7 Aber mein Feind müsse
erfunden werden als ein Gottloser, und der sich wider mich auflehnt, als ein
Ungerechter.
8 Denn was ist die
Hoffnung des Heuchlers, wenn Gott ein Ende mit ihm macht und seine Seele
hinreißt?
9 Meinst du das Gott
sein Schreien hören wird, wenn die Angst über ihn kommt?
10 Oder kann er an dem
Allmächtigen seine Lust haben und Gott allezeit anrufen?
11 Ich will euch lehren
von der Hand Gottes; und was bei dem Allmächtigen gilt, will ich nicht
verhehlen.
12 Siehe, ihr haltet euch
alle für klug; warum bringt ihr denn solch unnütze Dinge vor?
13 Das ist der Lohn eines
gottlosen Menschen bei Gott und das Erbe der Tyrannen, das sie von dem Allmächtigen
nehmen werden:
14 wird er viele Kinder
haben, so werden sie des Schwertes sein; und seine Nachkömmlinge werden des
Brots nicht satt haben.
15 Die ihm übrigblieben,
wird die Seuche ins Grab bringen; und seine Witwen werden nicht weinen.
16 Wenn er Geld
zusammenbringt wie Staub und sammelt Kleider wie Lehm,
17 so wird er es wohl
bereiten; aber der Gerechte wird es anziehen, und der Unschuldige wird das Geld
austeilen.
18 Er baut sein Haus wie eine
Spinne, und wie ein Wächter seine Hütte macht.
19 Der Reiche, wenn er
sich legt, wird er's nicht mitraffen; er wird seine Augen auftun, und da wird
nichts sein.
20 Es wird ihn Schrecken überfallen
wie Wasser; des Nachts wird ihn das Ungewitter wegnehmen.
21 Der Ostwind wird ihn
wegführen, daß er dahinfährt; und Ungestüm wird ihn von seinem Ort treiben.
22 Er wird solches über
ihn führen und wird sein nicht schonen; vor seiner Hand muß er fliehen und
wieder fliehen.
23 Man wird über ihn mit
den Händen klatschen und über ihn zischen, wo er gewesen ist.
Kap. 28
1 Es
hat das Silber seine Gänge, und das Gold, das man läutert seinen Ort.
2 Eisen bringt man aus
der Erde, und aus den Steinen schmelzt man Erz.
3 Man macht der
Finsternis ein Ende und findet zuletzt das Gestein tief verborgen.
4 Man bricht einen
Schacht von da aus, wo man wohnt; darin hangen und schweben sie als die
Vergessenen, da kein Fuß hin tritt, fern von den Menschen.
5 Man zerwühlt unten die
Erde wie mit Feuer, darauf doch oben die Speise wächst.
6 Man findet Saphir an
etlichen Orten, und Erdenklöße, da Gold ist.
7 Den Steig kein Adler
erkannt hat und kein Geiersauge gesehen;
8 es hat das stolze Wild
nicht darauf getreten und ist kein Löwe darauf gegangen.
9 Auch legt man die Hand
an die Felsen und gräbt die Berge um.
10 Man reißt Bäche aus
den Felsen; und alles, was köstlich ist, sieht das Auge.
11 Man wehrt dem Strome
des Wassers und bringt, das darinnen verborgen ist, ans Licht.
12 Wo will man aber die
Weisheit finden? und wo ist die Stätte des Verstandes?
13 Niemand weiß, wo sie
liegt, und sie wird nicht gefunden im Lande der Lebendigen.
14 Die Tiefe spricht:
"Sie ist in mir nicht"; und das Meer spricht: "Sie ist nicht bei
mir".
15 Man kann nicht Gold um
sie geben noch Silber darwägen, sie zu bezahlen.
16 Es gilt ihr nicht
gleich ophirisch Gold oder köstlicher Onyx und Saphir.
17 Gold und Glas kann man
ihr nicht vergleichen noch um sie golden Kleinod wechseln.
18 Korallen und Kristall
achtet man gegen sie nicht. Die Weisheit ist höher zu wägen denn Perlen.
19 Topaz aus dem
Mohrenland wird ihr nicht gleich geschätzt, und das reinste Gold gilt ihr nicht
gleich.
20 Woher kommt denn die Weisheit?
und wo ist die Stätte des Verstandes?
21 Sie ist verhohlen vor
den Augen aller Lebendigen, auch den Vögeln unter dem Himmel.
22 Der Abgrund und der
Tod sprechen: "Wir haben mit unsern Ohren ihr Gerücht gehört."
23 Gott weiß den Weg dazu
und kennt ihre Stätte.
24 Denn er sieht die
Enden der Erde und schaut alles, was unter dem Himmel ist.
25 Da er dem Winde sein
Gewicht machte und setzte dem Wasser sein gewisses Maß;
26 da er dem Regen ein
Ziel machte und dem Blitz und Donner den Weg:
27 da sah er sie und
verkündigte sie, bereitete sie und ergründete sie
28 und sprach zu den
Menschen: Siehe, die Furcht des HERRN, das ist Weisheit; und meiden das Böse,
das ist Verstand.
Kap. 29
1 Und
Hiob hob abermals an seine Sprüche und sprach:
2 O daß ich wäre wie in
den vorigen Monden, in den Tagen, da mich Gott behütete;
3 da seine Leuchte über
meinem Haupt schien und ich bei seinem Licht in der Finsternis ging;
4 wie war ich in der
Reife meines Lebens, da Gottes Geheimnis über meiner Hütte war;
5 da der Allmächtige
noch mit mir war und meine Kinder um mich her;
6 da ich meine Tritte
wusch in Butter und die Felsen mir Ölbäche gossen;
7 da ich ausging zum Tor
in der Stadt und mir ließ meinen Stuhl auf der Gasse bereiten;
8 da mich die Jungen
sahen und sich versteckten, und die Alten vor mir aufstanden;
9 da die Obersten
aufhörten zu reden und legten ihre Hand auf ihren Mund;
10 da die Stimme der
Fürsten sich verkroch und ihre Zunge am Gaumen klebte!
11 Denn wessen Ohr mich
hörte, der pries mich selig; und wessen Auge mich sah, der rühmte mich.
12 Denn ich errettete den
Armen, der da schrie, und den Waisen, der keinen Helfer hatte.
13 Der Segen des, der
verderben sollte, kam über mich; und ich erfreute das Herz der Witwe.
14 Gerechtigkeit war mein
Kleid, das ich anzog wie einen Rock; und mein Recht war mein fürstlicher Hut.
15 Ich war des Blinden
Auge und des Lahmen Fuß.
16 Ich war ein Vater der
Armen; und die Sache des, den ich nicht kannte, die erforschte ich.
17 Ich zerbrach die
Backenzähne des Ungerechten und riß den Raub aus seinen Zähnen.
18 Ich gedachte:
"Ich will in meinem Nest ersterben und meiner Tage viel machen wie
Sand."
19 Meine Wurzel war
aufgetan dem Wasser, und der Tau blieb über meinen Zweigen.
20 Meine Herrlichkeit
erneute sich immer an mir, und mein Bogen ward immer stärker in meiner Hand.
21 Sie hörten mir zu und
schwiegen und warteten auf meinen Rat.
22 Nach meinen Worten
redete niemand mehr, und meine Rede troff auf sie.
23 Sie warteten auf mich
wie auf den Regen und sperrten ihren Mund auf als nach dem Spätregen.
24 Wenn ich mit ihnen
lachte, wurden sie nicht zu kühn darauf; und das Licht meines Angesichts machte
mich nicht geringer.
25 Wenn ich zu ihrem
Geschäft wollte kommen, so mußte ich obenan sitzen und wohnte wie ein König
unter Kriegsknechten, da ich tröstete, die Leid trugen.
Kap. 30
1 Nun
aber lachen sie mein, die jünger sind denn ich, deren Väter ich verachtet
hätte, sie zu stellen unter meine Schafhunde;
2 deren Vermögen ich für
nichts hielt; die nicht zum Alter kommen konnten;
3 die vor Hunger und
Kummer einsam flohen in die Einöde, neulich verdarben und elend wurden;
4 die da Nesseln
ausraufen um die Büsche, und Ginsterwurzel ist ihre Speise;
5 aus der Menschen Mitte
werden sie weggetrieben, man schreit über sie wie über einen Dieb;
6 in grausigen Tälern
wohnen sie, in den Löchern der Erde und Steinritzen;
7 zwischen den Büschen
rufen sie, und unter den Disteln sammeln sie sich:
8 die Kinder gottloser
und verachteter Leute, die man aus dem Lande weggetrieben.
9 Nun bin ich ihr
Spottlied geworden und muß ihr Märlein sein.
10 Sie haben einen Greuel
an mir und machen sich ferne von mir und scheuen sich nicht, vor meinem
Angesicht zu speien.
11 Sie haben ihr Seil
gelöst und mich zunichte gemacht und ihren Zaum vor mir abgetan.
12 Zur Rechten haben sich
Buben wider mich gesetzt und haben meinen Fuß ausgestoßen und haben wider mich
einen Weg gemacht, mich zu verderben.
13 Sie haben meine Steige
zerbrochen; es war ihnen so leicht, mich zu beschädigen, daß sie keiner Hilfe
dazu bedurften.
14 Sie sind gekommen wie
zu einer weiten Lücke der Mauer herein und sind ohne Ordnung dahergefallen.
15 Schrecken hat sich
gegen mich gekehrt und hat verfolgt wie der Wind meine Herrlichkeit; und wie
eine Wolke zog vorüber mein glückseliger Stand.
16 Nun aber gießt sich
aus meine Seele über mich, und mich hat ergriffen die elende Zeit.
17 Des Nachts wird mein
Gebein durchbohrt allenthalben; und die mich nagen, legen sich nicht schlafen.
18 Mit großer Gewalt
werde ich anders und anders gekleidet, und ich werde damit umgürtet wie mit
einem Rock.
19 Man hat mich in den
Kot getreten und gleich geachtet dem Staub und der Asche.
20 Schreie ich zu dir, so
antwortest du mir nicht; trete ich hervor, so achtest du nicht auf mich.
21 Du hast mich
verwandelt in einen Grausamen und zeigst an mit der Stärke deiner Hand, daß du
mir gram bist.
22 Du hebst mich auf und
lässest mich auf dem Winde fahren und zerschmelzest mich kräftig.
23 Denn ich weiß du wirst
mich dem Tod überantworten; da ist das bestimmte Haus aller Lebendigen.
24 Aber wird einer nicht
die Hand ausstrecken unter Trümmern und nicht schreien vor seinem Verderben?
25 Ich weinte ja über den,
der harte Zeit hatte; und meine Seele jammerte der Armen.
26 Ich wartete des Guten,
und es kommt das Böse; ich hoffte aufs Licht, und es kommt Finsternis.
27 Meine Eingeweide
sieden und hören nicht auf; mich hat überfallen die elende Zeit.
28 Ich gehe schwarz
einher, und brennt mich doch die Sonne nicht; ich stehe auf in der Gemeinde und
schreie.
29 Ich bin ein Bruder der
Schakale und ein Geselle der Strauße.
30 Meine Haut über mir
ist schwarz geworden, und meine Gebeine sind verdorrt vor Hitze.
31 Meine Harfe ist eine
Klage geworden und meine Flöte ein Weinen.
Kap. 31
1 Ich
habe einen Bund gemacht mit meinen Augen, daß ich nicht achtete auf eine
Jungfrau.
2 Was gäbe mir Gott
sonst als Teil von oben und was für ein Erbe der Allmächtige in der Höhe?
3 Wird nicht der
Ungerechte Unglück haben und ein Übeltäter verstoßen werden?
4 Sieht er nicht meine
Wege und zählt alle meine Gänge?
5 Habe ich gewandelt in
Eitelkeit, oder hat mein Fuß geeilt zum Betrug?
6 So wäge man mich auf
der rechten Waage, so wird Gott erfahren meine Unschuld.
7 Ist mein Gang gewichen
aus dem Wege und mein Herz meinen Augen nachgefolgt und klebt ein Flecken an
meinen Händen,
8 so müsse ich säen, und
ein andrer esse es; und mein Geschlecht müsse ausgewurzelt werden.
9 Hat sich mein Herz
lassen reizen zum Weibe und habe ich an meines Nächsten Tür gelauert,
10 so müsse mein Weib von
einem andern geschändet werden, und andere müssen bei ihr liegen;
11 denn das ist ein
Frevel und eine Missetat für die Richter.
12 Denn das wäre ein
Feuer, das bis in den Abgrund verzehrte und all mein Einkommen auswurzelte.
13 Hab ich verachtet das
Recht meines Knechtes oder meiner Magd, wenn sie eine Sache wider mich hatten?
14 Was wollte ich tun,
wenn Gott sich aufmachte, und was würde ich antworten, wenn er heimsuchte?
15 Hat ihn nicht auch der
gemacht, der mich in Mutterleibe machte, und hat ihn im Schoße ebensowohl
bereitet?
16 Habe ich den Dürftigen
ihr Begehren versagt und die Augen der Witwe lassen verschmachten?
17 Hab ich meinen Bissen
allein gegessen, und hat nicht der Waise auch davon gegessen?
18 Denn ich habe mich von
Jugend auf gehalten wie ein Vater, und von meiner Mutter Leib an habe ich gerne
getröstet.
19 Hab ich jemand sehen
umkommen, daß er kein Kleid hatte, und den Armen ohne Decke gehen lassen?
20 Haben mich nicht
gesegnet seine Lenden, da er von den Fellen meiner Lämmer erwärmt ward?
21 Hab ich meine Hand an
den Waisen gelegt, weil ich sah, daß ich im Tor Helfer hatte?
22 So falle meine
Schulter von der Achsel, und mein Arm breche von der Röhre.
23 Denn ich fürchte
Gottes Strafe über mich und könnte seine Last nicht ertragen.
24 Hab ich das Gold zu
meiner Zuversicht gemacht und zu dem Goldklumpen gesagt: "Mein
Trost"?
25 Hab ich mich gefreut,
daß ich großes Gut hatte und meine Hand allerlei erworben hatte?
26 Hab ich das Licht
angesehen, wenn es hell leuchtete, und den Mond, wenn er voll ging,
27 daß ich mein Herz heimlich
beredet hätte, ihnen Küsse zuzuwerfen mit meiner Hand?
28 was auch eine Missetat
ist vor den Richtern; denn damit hätte ich verleugnet Gott in der Höhe.
29 Hab ich mich gefreut,
wenn's meinem Feind übel ging, und habe mich überhoben, darum daß ihn Unglück
betreten hatte?
30 Denn ich ließ meinen
Mund nicht sündigen, daß ich verwünschte mit einem Fluch seine Seele.
31 Haben nicht die Männer
in meiner Hütte müssen sagen: "Wo ist einer, der von seinem Fleisch nicht
wäre gesättigt worden?"
32 Draußen mußte der Gast
nicht bleiben, sondern meine Tür tat ich dem Wanderer auf.
33 Hab ich meine
Übertretungen nach Menschenweise zugedeckt, daß ich heimlich meine Missetat
verbarg?
34 Habe ich mir grauen
lassen vor der großen Menge, und hat die Verachtung der Freundschaften mich
abgeschreckt, daß ich stille blieb und nicht zur Tür ausging?
35 O hätte ich einen, der
mich anhört! Siehe, meine Unterschrift, der Allmächtige antworte mir!, und
siehe die Schrift, die mein Verkläger geschrieben!
36 Wahrlich, dann wollte
ich sie auf meine Achsel nehmen und mir wie eine Krone umbinden;
37 ich wollte alle meine
Schritte ihm ansagen und wie ein Fürst zu ihm nahen.
38 Wird mein Land gegen
mich schreien und werden miteinander seine Furchen weinen;
39 hab ich seine Früchte
unbezahlt gegessen und das Leben der Ackerleute sauer gemacht:
40
so mögen mir Disteln wachsen für Weizen
und Dornen für Gerste. Die Worte Hiobs haben ein Ende.
Psalm 2
8 heische
von mir, so will ich dir Heiden zum Erbe geben und der Welt Enden zum Eigentum.
9 Du sollst sie mit
einem eisernen Zepter zerschlagen; wie Töpfe sollst du sie zerschmeißen."
Psalm 5
7 Du
bringst die Lügner um;
Psalm 7
12
Will man sich nicht bekehren, so hat er sein Schwert
gewetzt und seinen Bogen gespannt und zielt
13 und hat darauf gelegt
tödliche Geschosse; seine Pfeile hat er zugerichtet, zu verderben.
14 Siehe, der hat Böses
im Sinn; mit Unglück ist er schwanger und wird Lüge gebären.
Psalm 8
3 Aus
dem Munde der jungen Kinder und Säuglinge hast du eine Macht zugerichtet um
deiner Feinde willen, daß du vertilgest den Feind und den Rachgierigen.
Psalm 9
3 Ich
freue mich und bin fröhlich in dir und lobe deinen Namen, du Allerhöchster,
4 daß
du meine Feinde hinter sich getrieben hast; sie sind gefallen und umgekommen
vor dir.
6 Du
schiltst die Heiden und bringst die Gottlosen um; ihren Namen vertilgst du
immer und ewiglich.
7 Die
Schwerter des Feindes haben ein Ende; die Städte hast du umgekehrt; ihr Gedächtnis
ist umgekommen samt ihnen.
Psalm 11
5 Der
HERR prüft den Gerechten; seine Seele haßt den Gottlosen und die gerne freveln.
6 Er wird regnen lassen
über die Gottlosen Blitze, Feuer und Schwefel und wird ihnen ein Wetter zum
Lohn geben.
Psalm 18
30
Denn mit dir kann ich Kriegsvolk zerschlagen und
mit meinem Gott über die Mauer springen.
37
Ich will meinen Feinden nachjagen und sie
ergreifen, und nicht umkehren, bis ich sie umgebracht habe.
38 Ich will sie
zerschmettern; sie sollen mir nicht widerstehen und müssen unter meine Füße
fallen.
39 Du kannst mich rüsten
mit Stärke zum Streit; du kannst unter mich werfen, die sich wider mich setzen.
40 Du gibst mir meine
Feinde in die Flucht, daß ich meine Hasser verstöre.
41 Sie rufen-aber da ist kein
Helfer-zum HERRN; aber er antwortet ihnen nicht.
42 Ich will sie zerstoßen
wie Staub vor dem Winde; ich will sie wegräumen wie den Kot auf der Gasse.
43 Du hilfst mir von dem zänkischen
Volk und machst mich zum Haupt unter den Heiden; ein Volk, das ich nicht
kannte, dient mir;
44 es gehorcht mir mit
gehorsamen Ohren. Ja, den Kindern der Fremde hat's wider mich gefehlt;
45 die Kinder der Fremde
verschmachten und kommen mit Zittern aus ihren Burgen.
46 Der HERR lebt, und
gelobt sei mein Hort; und erhoben werde der Gott meines Heils,
47 der Gott, der mir
Rache gibt und zwingt die Völker unter mich;
48 der mich errettet von
meinen Feinden und erhöht mich aus denen, die sich wider mich setzen; du hilfst
mir von den Frevlern.
49 Darum will ich dir
danken, HERR, unter den Heiden und deinem Namen lobsingen,
50 der seinem König
großes Heil beweist und wohltut seinem Gesalbten, David und seinem Samen
ewiglich.
Psalm 21
8 Deine
Hand wird finden alle deine Feinde; deine Rechte wird finden, die dich hassen.
9 Du wirst sie machen
wie ein Feuerofen, wenn du dreinsehen wirst; der HERR wird sie verschlingen in
seinem Zorn; Feuer wird sie fressen.
10 Ihre Frucht wirst du
umbringen vom Erdboden und ihren Samen von den Menschenkindern.
11 Denn sie gedachten dir
Übles zu tun und machten Anschläge, die sie nicht konnten ausführen.
12 Denn du wirst machen,
daß sie den Rücken kehren; mit deiner Sehne wirst du gegen ihr Antlitz zielen.
13 HERR, erhebe dich in
deiner Kraft, so wollen wir singen und loben deine Macht.
Psalm 28
3 Raffe
mich nicht hin mit den Gottlosen und mit den Übeltätern, die freundlich reden
mit ihrem Nächsten und haben Böses im Herzen.
4 Gib ihnen nach ihrer Tat
und nach ihrem bösen Wesen; gib ihnen nach den Werken ihrer Hände; vergilt
ihnen, was sie verdient haben.
5 Denn sie wollen nicht
achten auf das Tun des HERRN noch auf die Werke seiner Hände; darum wird er sie
zerbrechen und nicht aufbauen.
Psalm 31
18
HERR, laß mich nicht zu Schanden werden; denn
ich rufe dich an. Die Gottlosen müssen zu Schanden werden und schweigen in der
Hölle.
Psalm 34
16
das Antlitz aber des HERRN steht gegen die, so
Böses tun, daß er ihr Gedächtnis ausrotte von der Erde.
21 Den Gottlosen wird das
Unglück töten; und die den Gerechten hassen, werden Schuld haben.
Psalm 37
1 (Ein
Psalm Davids.) Erzürne dich nicht über die Bösen; sei nicht neidisch auf die
Übeltäter.
2 Denn wie das Gras werden
sie bald abgehauen, und wie das grüne Kraut werden sie verwelken.
9 Denn
die Bösen werden ausgerottet; die aber des HERRN harren, werden das Land erben.
20
Denn die Gottlosen werden umkommen; und die
Feinde des HERRN, wenn sie gleich sind wie köstliche Aue, werden sie doch
vergehen, wie der Rauch vergeht.
28 ... aber der Gottlosen Same wird ausgerottet.
34 ... du wirst es sehen, dass die Gottlosen
ausgerottet werden.
38
Die Übertreter aber werden vertilgt miteinander,
und die Gottlosen werden zuletzt ausgerottet.
Psalm 44
2 Du
hast mit deiner Hand die Heiden vertrieben, aber sie hast du eingesetzt; du
hast die Völker verderbt, aber sie hast du ausgebreitet.
3 Denn sie haben das
Land nicht eingenommen durch ihr Schwert, und ihr Arm half ihnen nicht, sondern
deine Rechte, dein Arm und das Licht deines Angesichts; denn du hattest
Wohlgefallen an ihnen.
4 Du, Gott, bist mein
König, der du Jakob Hilfe verheißest.
5 Durch dich wollen wir unsre
Feinde zerstoßen; in deinem Namen wollen wir untertreten, die sich wider uns
setzen.
6 Denn ich verlasse mich
nicht auf meinen Bogen, und mein Schwert kann mir nicht helfen;
7 sondern du hilfst uns
von unsern Feinden und machst zu Schanden, die uns hassen.
Psalm 46
8 Kommet
her und schauet die Werke des HERRN, der auf Erden solch zerstören anrichtet,
9 der den Kriegen
steuert in aller Welt, den Bogen zerbricht, Spieße zerschlägt und Wagen mit
Feuer verbrennt.
Psalm 53
2 Deine
Zunge trachtet nach Schaden und schneidet mit Lügen wie ein scharfes
Schermesser.
3 Du redest lieber Böses
denn Gutes, und Falsches denn Rechtes.
4 Du redest gerne alles,
was zu verderben dient, mit falscher Zunge.
Psalm 58
3 Die
Gottlosen sind verkehrt von Mutterschoß an; die Lügner irren von Mutterleib an.
4 Ihr Wüten ist
gleichwie das Wüten einer Schlange, wie die taube Otter, die ihr Ohr zustopft,
5 daß sie nicht höre die
Stimme des Zauberers, des Beschwörers, der wohl beschwören kann.
6 Gott, zerbrich ihre
Zähne in ihrem Maul; zerstoße, HERR, das Gebiß der jungen Löwen!
7 Sie werden zergehen
wie Wasser, das dahinfließt. Sie zielen mit ihren Pfeilen; aber dieselben
zerbrechen.
8 Sie vergehen wie die
Schnecke verschmachtet; wie eine unzeitige Geburt eines Weibes sehen sie die
Sonne nicht.
9 Ehe eure Dornen reif
werden am Dornstrauch, wird sie ein Zorn so frisch wegreißen.
10 Der Gerechte wird sich
freuen, wenn er solche Rache sieht, und wird seine Füße baden in des Gottlosen
Blut,
11 daß die Leute werden
sagen: Der Gerechte wird ja seiner Frucht genießen; es ist ja noch Gott Richter
auf Erden.
Psalm 59
5 Du,
HERR, Gott Zebaoth, Gott Israels, wache auf und suche heim alle Heiden; sei der
keinem gnädig, die so verwegene Übeltäter sind. (Sela.)
6 Des Abends heulen sie
wiederum wie die Hunde und laufen in der Stadt umher.
7 Siehe, sie plaudern
miteinander; Schwerter sind in ihren Lippen: "Wer sollte es hören?"
8 Aber du, HERR, wirst
ihrer lachen und aller Heiden spotten.
9 Vor ihrer Macht halte
ich mich zu dir; denn Gott ist mein Schutz.
10 Gott erzeigt mir
reichlich seine Güte; Gott läßt mich meine Lust sehen an meinen Feinden.
11 Erwürge sie nicht, daß
es mein Volk nicht vergesse; zerstreue sie aber mit deiner Macht, HERR, unser
Schild, und stoße sie hinunter!
12 Das Wort ihrer Lippen
ist eitel Sünde, darum müssen sie gefangen werden in ihrer Hoffart; denn sie
reden eitel Fluchen und Lügen.
13 Vertilge sie ohne alle
Gnade; vertilge sie, daß sie nichts seien und innewerden, daß Gott Herrscher
sei in Jakob, in aller Welt. (Sela.)
14 Des Abends heulen sie
wiederum wie die Hunde und laufen in der Stadt umher.
15 Sie laufen hin und her
um Speise und murren, wenn sie nicht satt werden.
Psalm 60
12
Mit Gott wollen wir Taten tun. Er wird unsre
Feinde untertreten.
Psalm 63
9 Sie
aber stehen nach meiner Seele, mich zu überfallen; sie werden unter die Erde
hinunterfahren.
10 Sie werden ins Schwert
fallen und den Füchsen zuteil werden.
Psalm 68
1 Es stehe
Gott auf, daß seine Feinde zerstreut werden, und die ihn hassen, vor ihm
fliehen.
2 Vertreibe sie, wie der
Rauch vertrieben wird; wie das Wachs zerschmilzt vom Feuer, so müssen umkommen
die Gottlosen vor Gott.
Psalm 72
9 Vor
ihm werden sich neigen die in der Wüste, und seine Feinde werden Staub lecken.
Psalm 73
18
Ja, du setzest sie aufs Schlüpfrige und stürzest
sie zu Boden.
19 Wie werden sie so
plötzlich zunichte! Sie gehen unter und nehmen ein Ende mit Schrecken.
27
Denn siehe, die von dir weichen, werden
umkommen; du bringest um, alle die von dir abfallen.
Psalm 75
8 Denn
der HERR hat einen Becher in der Hand und mit starkem Wein voll eingeschenkt
und schenkt aus demselben; aber die Gottlosen müssen alle trinken und die Hefen
aussaufen.
10
Und will alle Gewalt der Gottlosen zerbrechen,
daß die Gewalt des Gerechten erhöht werde.
Psalm 76
5 Die
Stolzen müssen beraubt werden und entschlafen, und alle Krieger müssen die Hand
lassen sinken.
6 Von deinem Schelten,
Gott Jakobs, sinkt in Schlaf Roß und Wagen.
7 Du bist erschrecklich.
Wer kann vor dir stehen, wenn du zürnest?
8 Wenn du das Urteil
lässest hören vom Himmel, so erschrickt das Erdreich und wird still,
Psalm 78
17
Dennoch sündigten sie weiter gegen ihn und
erzürnten den Höchsten in der Wüste
18 und versuchten Gott in
ihrem Herzen, daß sie Speise forderten für ihre Seelen,
19 und redeten gegen Gott
und sprachen: "Ja, Gott sollte wohl können einen Tisch bereiten in der
Wüste?
20 Siehe, er hat wohl den
Felsen geschlagen, daß Wasser flossen und Bäche sich ergossen; aber wie kann er
Brot geben und seinem Volke Fleisch verschaffen?"
21 Da nun das der HERR
hörte, entbrannte er, und Feuer ging an in Jakob, und Zorn kam über Israel,
22 daß sie nicht glaubten
an Gott und hofften nicht auf seine Hilfe.
23 Und
er gebot den Wolken droben und tat auf die Türen des Himmels
24 und ließ das Man auf
sie regnen, zu essen, und gab ihnen Himmelsbrot.
25 Sie aßen Engelbrot; er
sandte ihnen Speise die Fülle.
26 Er ließ wehen den
Ostwind unter dem Himmel und erregte durch seine Stärke den Südwind
27 und
ließ Fleisch auf sie regnen wie Staub und Vögel wie Sand am Meer
28 und ließ sie fallen
unter ihr Lager allenthalben, da sie wohnten.
29 Da aßen sie und wurden
allzu satt; er ließ sie ihre Lust büßen.
30 Da sie nun ihre Lust
gebüßt hatten und noch davon aßen,
31 da kam der Zorn Gottes
über sie und erwürgte die Vornehmsten unter ihnen und schlug darnieder die
Besten in Israel.
32 Aber über das alles
sündigten sie noch mehr und glaubten nicht an seine Wunder.
33 Darum ließ er sie
dahinsterben, daß sie nichts erlangten und mußten ihr Leben lang geplagt sein.
44
da er ihr Wasser in Blut wandelte, daß sie ihre
Bäche nicht trinken konnten;
45 da er Ungeziefer unter
sie schickte, daß sie fraß, und Frösche, die sie verderbten,
46 und gab ihre Gewächse
den Raupen und ihre Saat den Heuschrecken;
47 da er ihre Weinstöcke
mit Hagel schlug und ihre Maulbeerbäume mit Schloßen;
48 da er ihr Vieh schlug mit
Hagel und ihre Herden mit Wetterstrahlen;
49 da er böse Engel unter
sie sandte in seinem grimmigen Zorn und ließ sie toben und wüten und Leid tun;
50 da er seinen Zorn ließ
fortgehen und ihre Seele vor dem Tode nicht verschonte und übergab ihr Leben
der Pestilenz;
51 da er alle Erstgeburt
in Ägypten schlug, die Erstlinge ihrer Kraft in den Hütten Hams,
55
und vertrieb vor ihnen her die Völker und ließ
ihnen das Erbe austeilen und ließ in jener Hütten die Stämme Israels wohnen.
59
Und da das Gott hörte, entbrannte er und verwarf
Israel ganz,
60 daß er seine Wohnung
zu Silo ließ fahren, die Hütte, da er unter Menschen wohnte,
61 und gab seine Macht
ins Gefängnis und seine Herrlichkeit in die Hand des Feindes
62 und übergab sein Volk
ins Schwert und entbrannte über sein Erbe.
63 Ihre junge Mannschaft
fraß das Feuer, und ihre Jungfrauen mußten ungefreit bleiben.
64 Ihre Priester fielen
durchs Schwert, und waren keine Witwen, die da weinen sollten.
Psalm 83
1 (Ein
Psalmlied Asaphs.) Gott, schweige doch nicht also und sei doch nicht so still;
Gott, halt doch nicht so inne!
2 Denn siehe, deine
Feinde toben, und die dich hassen, richten den Kopf auf.
3 Sie machen listige
Anschläge gegen dein Volk und ratschlagen wider deine Verborgenen.
4 "Wohl her!"
sprechen sie; "laßt uns sie ausrotten, daß sie kein Volk seien, daß des
Namens Israel nicht mehr gedacht werde!"
5 Denn sie haben sich
miteinander vereinigt und einen Bund wider dich gemacht,
6 die
Hütten der Edomiter und Ismaeliter, der Moabiter und Hagariter,
7 der Gebaliter,
Ammoniter und Amalekiter, die Philister samt denen zu Tyrus;
8 Assur hat sich auch zu
ihnen geschlagen; sie helfen den Kindern Lot. (Sela.)
9 Tue ihnen, wie den
Midianitern, wie Sisera, wie Jabin am Bach Kison,
10 die vertilgt wurden
bei Endor und wurden zu Kot auf der Erde.
11 Mache ihre Fürsten wie
Oreb und Seeb, alle ihre Obersten wie Sebah und Zalmuna,
12
die da sagen: Wir wollen Häuser Gottes
einnehmen.
13
Gott, mache sie wie einen Wirbel, wie Stoppeln
vor dem Winde.
14
Wie ein Feuer den Wald verbrennt und wie eine
Flamme die Berge anzündet:
15
also verfolge sie mit deinem Wetter und
erschrecke sie mit deinem Ungewitter.
16
Mache ihr Angesicht voll Schande, daß sie nach
deinem Namen fragen müssen, o HERR.
17
Schämen müssen sie sich und erschrecken auf
immer und zu Schanden werden und umkommen;
18
so werden sie erkennen, daß du mit deinem Namen
heißest HERR allein und der Höchste in aller Welt.
Psalm 89
10
Du schlägst Rahab zu Tod; du zerstreust deine
Feinde mit deinem starken Arm.
Psalm 94
1 HERR,
Gott, des die Rache ist, Gott, des die Rache ist, erscheine!
Psalm 101
8Jeden Morgen
will ich vertilgen alle Gottlosen im Lande, daß ich alle Übeltäter ausrotte aus
der Stadt des HERRN.
Psalm 105
28
Er ließ Finsternis kommen und machte es finster;
und sie waren nicht ungehorsam seinen Worten.
29
Er verwandelte ihre Wasser in Blut und tötete
ihre Fische.
30
Ihr Land wimmelte Frösche heraus in den Kammern
ihrer Könige.
31
Er sprach: da kam Ungeziefer, Stechmücken in all
ihr Gebiet.
32 Er gab ihnen Hagel zum
Regen, Feuerflammen in ihrem Lande
33
und schlug ihre Weinstöcke und Feigenbäume und
zerbrach die Bäume in ihrem Gebiet.
34
Er sprach: da kamen Heuschrecken und Käfer ohne
Zahl.
35
Und sie fraßen alles Gras in ihrem Lande und
fraßen die Früchte auf ihrem Felde.
36
Er schlug alle Erstgeburt in Ägypten, alle
Erstlinge ihrer Kraft.
Psalm 106
17
Die Erde tat sich auf und verschlang Dathan und
deckte zu die Rotte Abirams,
18 und
Feuer ward unter ihrer Rotte angezündet, die Flamme verbrannte die Gottlosen.
26 Und er
hob auf seine Hand wider sie, daß er sie niederschlüge in der Wüste
27 Und
würfe ihren Samen unter die Heiden und zerstreute sie in die Länder.
34
Auch vertilgten sie die Völker nicht, wie sie
doch der HERR geheißen hatte;
40
Da ergrimmte der Zorn des HERRN über sein Volk,
und er gewann einen Greuel an seinem Erbe
41
und gab sie in die Hände der Heiden, daß über
sie herrschten, die ihnen gram waren.
42
Und ihre Feinde ängsteten sie; und sie wurden
gedemütigt unter ihre Hände.
Psalm 107
33
Er machte Bäche trocken und ließ Wasserquellen
versiegen,
34
daß ein fruchtbar Land zur Salzwüste wurde um
der Bosheit willen derer, die darin wohnten.
40
Er schüttete Verachtung auf die Fürsten und ließ
sie irren in der Wüste, da kein Weg ist,
Psalm 108
13
Mit Gott wollen wir Taten tun; er wird unsre
Feinde untertreten.
Psalm 109
7 Wenn
er gerichtet wird, müsse er verdammt ausgehen, und sein Gebet müsse Sünde sein.
8 Seiner
Tage müssen wenige werden, und sein Amt müsse ein anderer empfangen.
9 Seine
Kinder müssen Waisen werden und sein Weib eine Witwe.
10
Seine Kinder müssen in der Irre gehen und
betteln und suchen, als die verdorben sind.
11
Es müsse der Wucherer aussaugen alles, was er
hat; und Fremde müssen seine Güter rauben.
12
Und niemand müsse ihm Gutes tun, und niemand
erbarme sich seiner Waisen.
13
Seine Nachkommen müssen ausgerottet werden; ihr
Name werde im andern Glied vertilgt.
14
Seiner Väter Missetat müsse gedacht werden vor
dem HERRN, und seiner Mutter Sünde müsse nicht ausgetilgt werden.
15
Der HERR müsse sie nimmer aus den Augen lassen,
und ihr Gedächtnis müsse ausgerottet werden auf Erden,
16
darum daß er so gar keine Barmherzigkeit hatte,
sondern verfolgte den Elenden und Armen und Betrübten, daß er ihn tötete.
17
Und er wollte den Fluch haben, der wird ihm auch
kommen; er wollte den Segen nicht, so wird er auch ferne von ihm bleiben.
18
Er zog an den Fluch wie sein Hemd; der ist in
sein Inwendiges gegangen wie Wasser, und wie Öl in seine Gebeine;
19
So werde er ihm wie ein Kleid, das er anhabe,
und wie ein Gürtel, mit dem er allewege sich gürte.
20
So geschehe denen vom HERRN, die mir zuwider
sind und reden Böses wider meine Seele.
Psalm 110
1 (Ein
Psalm Davids.) Der HERR sprach zu meinem Herrn: "Setze dich zu meiner
Rechten, bis ich deine Feinde zum Schemel deiner Füße lege."
5 Der
HERR zu deiner Rechten wird zerschmettern die Könige am Tage seines Zorns;
6 er
wird richten unter den Heiden; er wird ein großes Schlagen unter ihnen tun; er
wird zerschmettern das Haupt über große Lande.
Psalm 118
7 Der
HERR ist mit mir, mir zu helfen; und ich will meine Lust sehen an meinen
Feinden.
10
Alle Heiden umgeben mich; aber im Namen des
HERRN will ich sie zerhauen.
11
Sie umgeben mich allenthalben; aber im Namen des
HERRN will ich sie zerhauen.
12
Sie umgeben mich wie Bienen; aber sie erlöschen
wie Feuer in Dornen; im Namen des HERRN will ich sie zerhauen.
Psalm 119
84
Wie lange soll dein Knecht warten? Wann willst
du Gericht halten über meine Verfolger?
Psalm 125
5 Die
aber abweichen auf ihre krummen Wege, wird der HERR wegtreiben mit den
Übeltätern. Friede sei über Israel!
Psalm 135
8 der
die Erstgeburten schlug in Ägypten, beider, der Menschen und des Viehes,
10
der viele Völker schlug und tötete mächtige
Könige:
11
Sihon, der Amoriter König, und Og, den König von
Basan, und alle Königreiche in Kanaan;
12
und gab ihr Land zum Erbe, zum Erbe seinem Volk
Israel.
15
Der Heiden Götzen sind Silber und Gold, von
Menschenhänden gemacht.
16
Sie haben Mäuler, und reden nicht; sie haben
Augen, und sehen nicht;
17
sie haben Ohren, und hören nicht; auch ist kein
Odem in ihrem Munde.
Psalm 136
10
der Ägypten schlug an ihren Erstgeburten, denn
seine Güte währet ewiglich
15
der Pharao und sein Heer ins Schilfmeer stieß,
denn seine Güte währet ewiglich;
17 der große Könige
schlug, denn seine Güte währet ewiglich
18
und erwürgte mächtige Könige, denn seine Güte
währet ewiglich:
19 Sihon, der Amoriter
König, denn seine Güte währet ewiglich
20
und Og, den König von Basan, denn seine Güte
währet ewiglich,
21
und gab ihr Land zum Erbe, denn seine Güte
währet ewiglich,
Psalm 137
8 Du
verstörte Tochter Babel, wohl dem, der dir vergilt, wie du uns getan hast!
9 Wohl
dem, der deine jungen Kinder nimmt und zerschmettert sie an dem Stein!
Psalm 141
6 Ihre
Führer müssen gestürzt werden über einen Fels; so wird man dann meine Rede
hören, daß sie lieblich sei.
10
Die Gottlosen müssen in ihr eigen Netz fallen
miteinander, ich aber immer vorübergehen.
Psalm 143
12
und verstöre meine Feinde um deiner Güte willen
und bringe alle um, die meine Seele ängsten; denn ich bin dein Knecht.
Psalm 145
20
Der HERR behütet alle, die ihn lieben, und wird
vertilgen alle Gottlosen.
Psalm 146
9 Der
HERR behütet die Fremdlinge und erhält die Waisen und Witwen und kehrt zurück
den Weg der Gottlosen.
Psalm 149
6 Ihr
Mund soll Gott erheben, und sie sollen scharfe Schwerter in ihren Händen haben,
7 daß
sie Rache üben unter den Heiden, Strafe unter den Völkern;
Kap. 2
22 Aber die Gottlosen
werden aus dem Lande ausgerottet, und die Verächter werden daraus vertilgt.
Kap. 3
33 Im Hause des Gottlosen
ist der Fluch des HERRN;
35 Die Weisen werden Ehre
erben; aber wenn die Narren hochkommen, werden sie doch zu Schanden.
Kap. 10
30 Der Gerechte wird
nimmermehr umgestoßen; aber die Gottlosen werden nicht im Lande bleiben.
31 Der Mund des Gerechten
bringt Weisheit; aber die Zunge der Verkehrten wird ausgerottet.
Kap. 11
10 Eine Stadt freut sich,
wenn's den Gerechten wohl geht; und wenn die Gottlosen umkommen, wird man froh.
Kap. 12
7 Die Gottlosen werden umgestürzt
und nicht mehr sein; aber das Haus der Gerechten bleibt stehen.
Kap. 15
10 Den Weg verlassen
bringt böse Züchtigung, und wer Strafe haßt, der muß sterben.
Kap. 20
26 Ein weiser König
zerstreut die Gottlosen und bringt das Rad über sie.
Kap. 21
31 Rosse werden zum
Streittage bereitet; aber der Sieg kommt vom HERRN.
Kap. 24
16 Denn ein Gerechter
fällt siebenmal und steht wieder auf; aber die Gottlosen versinken im Unglück.
20 Denn der Böse hat
nichts zu hoffen, und die Leuchte der Gottlosen wird verlöschen.
Kap. 28
28 Wenn die Gottlosen
aufkommen, so verbergen sich die Leute; wenn sie aber umkommen, werden der
Gerechten viel.
Kap. 30
17 Ein Auge, das den
Vater verspottet, und verachtet der Mutter zu gehorchen, das müssen die Raben
am Bach aushacken und die jungen Adler fressen.
Kap. 6
6 Laß deinem Mund nicht
zu, daß er dein Fleisch verführe; und sprich vor dem Engel nicht: Es ist ein
Versehen. Gott möchte erzürnen über deine Stimme und verderben alle Werke deiner
Hände.
13 Aber dem Gottlosen
wird es nicht wohl gehen; und wie ein Schatten werden nicht lange leben, die
sich vor Gott nicht fürchten.
Kap. 1
19 Wollt ihr mir
gehorchen, so sollt ihr des Landes Gut genießen.
20
Weigert ihr euch aber und seid ungehorsam, so
sollt ihr vom Schwert gefressen werden; denn der Mund des HERRN sagt es.
24
Darum spricht der HERR HERR Zebaoth, der
Mächtige in Israel: O weh! Ich werde mich trösten an meinen Feinden und mich
rächen an meinen Widersachern;
25
und muß meine Hand gegen dich kehren und deinen
Schaum aufs lauterste ausfegen und all dein Blei ausscheiden
28
daß die Übertreter und Sünder miteinander
zerbrochen werden, und die den HERRN verlassen, umkommen.
29
Denn sie müssen zu Schanden werden über den
Eichen, daran ihr Lust habt, und schamrot werden über den Gärten, die ihr
erwählt,
30
wenn ihr sein werdet wie eine Eiche mit dürren
Blättern und wie ein Garten ohne Wasser,
31
wenn der Gewaltige wird sein wie Werg und sein Tun
wie ein Funke und beides miteinander angezündet wird, daß niemand lösche.
Kap. 2
4 Und er wird richten
unter den Heiden und strafen viele Völker.
19
Da wird man in der Felsen Höhlen gehen und in
der Erde Klüfte vor der Furcht des HERRN und vor seiner herrlichen Majestät,
wenn er sich aufmachen wird, zu schrecken die Erde.
21
auf daß er möge in die Steinritzen und
Felsklüfte kriechen vor der Furcht des HERRN und vor seiner herrlichen
Majestät, wenn er sich aufmachen wird, zu schrecken die Erde.
Kap. 3
1 Denn
siehe, der HERR HERR Zebaoth wird Jerusalem und Juda nehmen allerlei Vorrat,
allen Vorrat des Brots und allen Vorrat des Wassers,
2 Starke und
Kriegsleute, Richter, Propheten, Wahrsager und Älteste,
3 Hauptleute
über fünfzig und vornehme Leute, Räte und weise Werkleute und kluge Redner.
4 Und
ich will ihnen Jünglinge zu Fürsten geben, und Kindische sollen über sie
herrschen.
5 Und
das Volk wird Schinderei treiben, einer an dem andern und ein jeglicher an
seinem Nächsten; und der Jüngere wird stolz sein gegen den Alten und der
geringe Mann wider den geehrten.
6 Dann
wird einer seinen Bruder aus seines Vaters Haus ergreifen: Du hast Kleider; sei
unser Fürst, hilf du diesem Einsturz!
7 Er
aber wird zu der Zeit schwören und sagen: Ich bin kein Arzt; es ist weder Brot
noch Kleid in meinem Hause; setzt mich nicht zum Fürsten im Volk!
8 Denn
Jerusalem fällt dahin, und Juda liegt da, weil ihre Zunge und ihr Tun gegen den
HERRN ist, daß sie den Augen seiner Majestät widerstreben.
9 Ihres
Wesens haben sie kein Hehl und rühmen ihre Sünde wie die zu Sodom und verbergen
sie nicht. Weh ihrer Seele! denn damit bringen sie sich selbst in alles
Unglück.
10
Predigt von den Gerechten, daß sie es gut haben;
denn sie werden die Frucht ihrer Werke essen.
11
Weh aber den Gottlosen! denn sie haben es übel,
und es wird ihnen vergolten werden, wie sie es verdienen.
12
Kinder sind Gebieter meines Volkes, und Weiber
herrschen über sie. Mein Volk, deine Leiter verführen dich und zerstören den
Weg, da du gehen sollst.
13
Aber der HERR steht da, zu rechten, und ist
aufgetreten, die Völker zu richten.
14
Und der HERR geht ins Gericht mit den Ältesten
seines Volkes und mit seinen Fürsten: Denn ihr habt den Weinberg verderbt, und
der Raub von den Armen ist in eurem Hause.
15
Warum zertretet ihr mein Volk und zerschlaget
die Person der Elenden? spricht der HERR HERR Zebaoth.
16
Und der HERR spricht: Darum daß die Töchter
Zions stolz sind und gehen mit aufgerichtetem Halse, mit geschminkten
Angesichtern, treten einher und schwänzen und haben köstliche Schuhe an ihren
Füßen,
17
so wird der HERR den Scheitel der Töchter Zions
kahl machen, und der HERR wird ihr Geschmeide wegnehmen.
18
Zu der Zeit wird der HERR den Schmuck an den
köstlichen Schuhen wegnehmen und die Heftel, die Spangen,
19 die Kettlein, die
Armspangen, die Hauben,
20
die Flitter, die Gebräme, die Schnürlein, die
Bisamäpfel, die Ohrenspangen,
21 die Ringe, die
Haarbänder,
22
die Feierkleider, die Mäntel, die Schleier, die
Beutel,
23
die Spiegel, die Koller, die Borten, die
Überwürfe;
24
und es wird Gestank für guten Geruch sein, und
ein Strick für einen Gürtel, und eine Glatze für krauses Haar, und für einen
weiten Mantel ein enger Sack; solches alles anstatt deiner Schöne.
25
Die Mannschaft wird durchs Schwert fallen und
deine Krieger im Streit.
26
Und ihre Tore werden trauern und klagen, und sie
wird jämmerlich sitzen auf der Erde;
Kap. 5
11
Weh denen, die des Morgens früh auf sind, des
Saufens sich zu fleißigen, und sitzen bis in die Nacht, daß sie der Wein
erhitzt,
12
und haben Harfen, Psalter, Pauken, Pfeifen und
Wein in ihrem Wohlleben und sehen nicht auf das Werk des HERRN und schauen nicht
auf das Geschäft seiner Hände!
13
Darum wird mein Volk müssen weggeführt werden
unversehens, und werden seine Herrlichen Hunger leiden und sein Pöbel Durst
leiden.
14
Daher hat die Hölle den Schlund weit aufgesperrt
und den Rachen aufgetan ohne Maß, daß hinunterfahren beide, ihre Herrlichen und
der Pöbel, ihre Reichen und Fröhlichen;
20
Weh denen, die Böses gut und Gutes böse heißen,
die aus Finsternis Licht und aus Licht Finsternis machen, die aus sauer süß und
aus süß sauer machen!
21
Weh denen, die bei sich selbst weise sind und
halten sich selbst für klug!
22
Weh denen, die Helden sind, Wein zu saufen, und
Krieger in Völlerei;
23
die den Gottlosen gerechtsprechen um Geschenke
willen und das Recht der Gerechten von ihnen wenden!
24
Darum, wie des Feuers Flamme Stroh verzehrt und
die Lohe Stoppeln hinnimmt, also wird ihre Wurzel verfaulen und ihre Blüte
auffliegen wie Staub. Denn sie verachten das Gesetz des HERRN Zebaoth und
lästern die Rede des Heiligen in Israel.
25
Darum ist der Zorn des HERRN ergrimmt über sein
Volk, und er reckt seine Hand über sie und schlägt sie, daß die Berge beben und
ihre Leichname wie Kot auf den Gassen sind. Und in dem allen läßt sein Zorn
nicht ab, sondern seine Hand ist noch ausgereckt.
26
Denn er wird ein Panier aufwerfen fern unter den
Heiden und dieselben locken vom Ende der Erde. Und siehe, eilend und schnell
kommen sie daher,
27
und ist keiner unter ihnen müde oder schwach,
keiner schlummert noch schläft; keinem geht der Gürtel auf von seinen Lenden,
und keinem zerreißt ein Schuhriemen.
28
Ihre Pfeile sind scharf und alle ihre Bogen
gespannt. Ihrer Rosse Hufe sind wie Felsen geachtet und ihre Wagenräder wie ein
Sturmwind.
29
Ihr Brüllen ist wie das der Löwen, und sie
brüllen wie junge Löwen; sie werden daherbrausen und den Raub erhaschen und
davonbringen, daß niemand retten wird,
30
und werden über sie brausen zu der Zeit wie das
Meer. Wenn man dann das Land ansehen wird, siehe, so ist's finster vor Angst,
und das Licht scheint nicht mehr oben über ihnen.
Kap. 6
9 Und
er sprach: Gehe hin und sprich zu diesem Volk: Höret, und verstehet's nicht;
sehet, und merket's nicht!
10
Verstocke das Herz dieses Volkes und laß ihre
Ohren hart sein und blende ihre Augen, daß sie nicht sehen mit ihren Augen noch
hören mit ihren Ohren noch verstehen mit ihrem Herzen und sich bekehren und
genesen.
11
Ich aber sprach: HERR, wie lange? Er sprach: Bis
daß die Städte wüst werden ohne Einwohner und die Häuser ohne Leute und das
Feld ganz wüst liege.
12
Denn der HERR wird die Leute fern wegtun, daß
das Land sehr verlassen wird.
13
Und ob der zehnte Teil darin bleibt, so wird es
abermals verheert werden, doch wie eine Eiche und Linde, von welchen beim
Fällen noch ein Stamm bleibt. Ein heiliger Same wird solcher Stamm sein.
Kap. 8
19 Wenn sie aber zu euch
sagen: Ihr müßt die Wahrsager und Zeichendeuter fragen, die da flüstern und
murmeln so sprecht: Soll nicht ein Volk seinen Gott fragen, oder soll man die
Toten für die Lebendigen fragen?
20 Ja, nach dem Gesetz
und Zeugnis! Werden sie das nicht sagen, so werden sie die Morgenröte nicht
haben,
21 sondern werden im
Lande umhergehen, hart geschlagen und hungrig. Wenn sie aber Hunger leiden,
werden sie zürnen und fluchen ihrem König und ihrem Gott
22 und werden über sich
gaffen und unter sich die Erde ansehen und nichts finden als Trübsal und
Finsternis; denn sie sind im Dunkel der Angst und gehen irre im Finstern.
Kap. 9 8Der HERR
hat sein Wort gesandt in Jakob, und es ist in Israel gefallen,
9 daß alles Volk es
innewerde, Ephraim und die Bürger zu Samaria, die da sagen in Hochmut und
stolzem Sinn:
10 Ziegelsteine sind
gefallen, aber wir wollen's mit Werkstücken wieder bauen; man hat Maulbeerbäume
abgehauen, so wollen wir Zedern an die Stelle setzen.
11 Denn der HERR wird
Rezins Kriegsvolk wider sie erhöhen und ihre Feinde zuhauf ausrotten:
12 die Syrer vorneher und
die Philister hintenzu, daß sie Israel fressen mit vollem Maul. In dem allem
läßt sein Zorn noch nicht ab; seine Hand ist noch ausgereckt.
13 So kehrt sich das Volk
auch nicht zu dem, der es schlägt, und fragen nicht nach dem HERRN Zebaoth.
14 Darum wird der HERR
abhauen von Israel beide, Kopf und Schwanz, beide, Ast und Stumpf, auf einen
Tag.
15 Die alten und vornehmen
Leute sind der Kopf; die Propheten aber, so falsch lehren, sind der Schwanz.
16 Denn die Leiter dieses
Volks sind Verführer; und die sich leiten lassen, sind verloren.
17 Darum kann sich der HERR
über die junge Mannschaft nicht freuen noch ihrer Waisen und Witwen erbarmen;
denn sie sind allzumal Heuchler und böse, und aller Mund redet Torheit. In dem
allem läßt sein Zorn noch nicht ab; seine Hand ist noch ausgereckt.
18 Denn das gottlose Wesen
ist angezündet wie Feuer und verzehrt Dornen und Hecken und brennt wie im
dicken Wald und gibt hohen Rauch.
19 Im Zorn des HERRN
Zebaoth ist das Land verfinstert, daß das Volk ist wie Speise des Feuers;
keiner schont des andern.
20 Rauben sie zur Rechten,
so leiden sie Hunger; essen sie zur Linken, so werden sie nicht satt. Ein
jeglicher frißt das Fleisch seines Arms:
21 Manasse den Ephraim,
Ephraim den Manasse, und sie beide miteinander wider Juda. In dem allem läßt
sein Zorn noch nicht ab, seine Hand ist noch ausgereckt.
Kap. 10
1 Weh den
Schriftgelehrten, die ungerechte Gesetze machen und die unrechtes Urteil
schreiben,
2 auf daß sie die Sache
der Armen beugen und Gewalt üben am Recht der Elenden unter meinem Volk, daß
die Witwen ihr Raub und die Waisen ihre Beute sein müssen!
3 Was wollt ihr tun am
Tage der Heimsuchung und des Unglücks, das von fern kommt? Zu wem wollt ihr
fliehen um Hilfe? Und wo wollt ihr eure Ehre lassen,
4 daß sie nicht unter
die Gefangenen gebeugt werde und unter die Erschlagenen falle? In dem allem
läßt sein Zorn nicht ab, seine Hand ist noch ausgereckt.
5 O weh Assur, der
meines Zornes Rute und in dessen Hand meines Grimmes Stecken ist!
6 Ich will ihn senden
gegen ein Heuchelvolk und ihm Befehl tun gegen das Volk meines Zorns, daß er's
beraube und austeile und zertrete es wie Kot auf der Gasse,
7 wiewohl er's nicht so
meint und sein Herz nicht so denkt; sondern sein Herz steht, zu vertilgen und
auszurotten nicht wenig Völker.
8 Denn
er spricht: Sind meine Fürsten nicht allzumal Könige?
9 Ist Kalno nicht wie
Karchemis? ist Hamath nicht wie Arpad? ist nicht Samaria wie Damaskus?
10 Wie meine Hand
gefunden hat die Königreiche der Götzen, so doch ihre Götzen stärker waren,
denn die zu Jerusalem und Samaria sind:
11 sollte ich nicht
Jerusalem tun und ihren Götzen, wie ich Samaria und ihren Götzen getan habe?
12 Wenn aber der HERR all
sein Werk ausgerichtet hat auf dem Berge Zion und zu Jerusalem, will ich
heimsuchen die Frucht des Hochmuts des Königs von Assyrien und die Pracht
seiner Hoffärtigen Augen,
13 darum daß er spricht:
Ich habe es durch meiner Hände Kraft ausgerichtet und durch meine Weisheit,
denn ich bin klug; ich habe die Länder anders geteilt und ihr Einkommen geraubt
und wie ein Mächtiger die Einwohner zu Boden geworfen,
14 und meine Hand hat
gefunden die Völker wie ein Vogelnest, daß ich habe alle Lande zusammengerafft,
wie man Eier aufrafft, die verlassen sind, da keines eine Feder regt oder den
Schnabel aufsperrt oder zischt.
15 Mag sich auch eine Axt
rühmen gegen den, der damit haut? oder eine Säge trotzen gegen den, der sie
zieht? Als ob die Rute schwänge den der sie hebt; als ob der Stecken höbe den,
der kein Holz ist!
16 Darum wird der HERR
HERR Zebaoth unter die Fetten Assurs die Darre senden, und seine Herrlichkeit
wird er anzünden, daß sie brennen wird wie ein Feuer.
17 Und das Licht Israels
wird ein Feuer sein, und sein Heiliger wird eine Flamme sein, und sie wird
seine Dornen und Hecken anzünden und verzehren auf einen Tag.
18 Und die Herrlichkeit
seines Waldes und seines Baumgartens soll zunichte werden, von den Seelen bis
aufs Fleisch, und wird zergehen und verschwinden,
19 daß die übrigen Bäume
seines Waldes können gezählt werden und ein Knabe sie kann aufschreiben.
20 Zu der Zeit werden die
Übriggebliebenen in Israel und die errettet werden im Hause Jakob, sich nicht
mehr verlassen auf den, der sie schlägt; sondern sie werden sich verlassen auf
den HERRN, den Heiligen in Israel, in der Wahrheit.
21 Die Übriggebliebenen
werden sich bekehren, ja, die Übriggebliebenen in Jakob, zu Gott, dem Starken.
22 Denn ob dein Volk, o
Israel, ist wie Sand am Meer, sollen doch nur seine Übriggebliebenen bekehrt
werden. Denn Verderben ist beschlossen; und die Gerechtigkeit kommt
überschwenglich.
23 Denn der HERR HERR
Zebaoth wird ein Verderben gehen lassen, wie beschlossen ist, im ganzen Lande.
24 Darum spricht der HERR
HERR Zebaoth: Fürchte dich nicht, mein Volk, das zu Zion wohnt, vor Assur. Er wird
dich mit einem Stecken schlagen und seinen Stab wider dich aufheben, wie in
Ägypten geschah.
25 Denn es ist noch gar
um ein kleines zu tun, so wird die Ungnade und mein Zorn über ihre Untugend ein
Ende haben.
26 Alsdann wird der HERR
Zebaoth eine Geißel über ihn erwecken wie in der Schlacht Midians auf dem Fels
Oreb und wird seinen Stab, den er am Meer brauchte, aufheben wie in Ägypten.
27 Zu der Zeit wird seine
Last von deiner Schulter weichen müssen und sein Joch von deinem Halse; denn
das Joch wird bersten vor dem Fett.
28 Er kommt gen Ajath; er
zieht durch Migron; er mustert sein Gerät zu Michmas.
29 Sie ziehen durch den
engen Weg, bleiben in Geba über Nacht. Rama erschrickt; Gibea Sauls flieht.
30 Du Tochter Gallim,
schreie laut! merke auf, Laisa, du elendes Anathoth!
31 Madmena
weicht; die Bürger zu Gebim werden flüchtig.
32 Man bleibt vielleicht
einen Tag zu Nob, so wird er seine Hand regen wider den Berg der Tochter Zion,
wider den Hügel Jerusalems.
33 Aber siehe, der HERR
HERR Zebaoth wird die Äste mit Macht verhauen, und was hoch aufgerichtet steht,
verkürzen, daß die Hohen erniedrigt werden.
34 Und der Dicke Wald
wird mit Eisen umgehauen werden, und der Libanon wird fallen durch den
Mächtigen.
Kap. 11
4 sondern wird mit Gerechtigkeit
richten die Armen und rechtes Urteil sprechen den Elenden im Lande und wird mit
dem Stabe seines Mundes die Erde schlagen und mit dem Odem seiner Lippen den
Gottlosen töten.
13 und der Neid gegen
Ephraim wird aufhören, und die Feinde Juda's werden ausgerottet werden, daß
Ephraim nicht neide den Juda und Juda nicht sei gegen Ephraim.
14 Sie werden aber den
Philistern auf dem Halse sein gegen Abend und berauben alle die, so gegen
Morgen wohnen; Edom und Moab werden ihre Hände gegen sie falten; die Kinder
Ammon werden gehorsam sein.
Kap. 13
1 Dies
ist die Last über Babel, die Jesaja, der Sohn des Amoz, sah:
2 Auf hohem Berge werfet
Panier auf, rufet laut ihnen zu, winket mit der Hand, daß sie einziehen durch
die Tore der Fürsten.
3 Ich habe meine
Geheiligten geboten und meine Starken gerufen zu meinem Zorn, die fröhlich sind
in meiner Herrlichkeit.
4 Es ist ein Geschrei
einer Menge auf den Bergen wie eines großen Volks, ein Geschrei wie eines
Getümmels der versammelten Königreiche der Heiden. Der HERR Zebaoth rüstet ein
Heer zum Streit,
5 sie kommen aus fernen
Landen vom Ende des Himmels, ja, der HERR selbst samt den Werkzeugen seines
Zorns, zu verderben das ganze Land.
6 Heulet, denn des HERRN
Tag ist nahe; er kommt wie eine Verwüstung vom Allmächtigen.
7 Darum werden alle
Hände laß und aller Menschen Herz wird feige sein.
8 Schrecken, Angst und
Schmerzen wird sie ankommen; es wird ihnen bange sein wie einer Gebärerin;
einer wird sich vor dem andern entsetzen; feuerrot werden ihre Angesichter
sein.
9 Denn siehe, des HERRN
Tag kommt grausam, zornig, grimmig, das Land zu verstören und die Sünder daraus
zu vertilgen.
10 Denn die Sterne am
Himmel und sein Orion scheinen nicht hell; die Sonne geht finster auf, und der Mond
scheint dunkel.
11 Ich will den Erdboden
heimsuchen um seiner Bosheit willen und will dem Hochmut der Stolzen ein Ende
machen und die Hoffart der Gewaltigen demütigen,
12 daß ein Mann teurer
sein soll denn feines Gold und ein Mensch werter denn Goldes Stücke aus Ophir.
13 Darum will ich den
Himmel bewegen, daß die Erde beben soll von ihrer Stätte durch den Grimm des
HERRN Zebaoth und durch den Tag seines Zorns.
14 Und sie sollen sein wie
ein verscheuchtes Reh und wie eine Herde ohne Hirten, daß sich ein jeglicher zu
seinem Volk kehren und ein jeglicher in sein Land fliehen wird,
15 darum daß, wer sich da
finden läßt, erstochen wird, und wer dabei ist, durchs Schwert fallen wird.
16 Es sollen auch ihre
Kinder vor ihren Augen zerschmettert werden, ihre Häuser geplündert und ihre
Weiber geschändet werden.
17 Denn siehe, ich will
die Meder über sie erwecken, die nicht Silber suchen oder nach Gold fragen,
18 sondern die Jünglinge
mit Bogen erschießen und sich der Furcht des Leibes nicht erbarmen noch der
Kinder schonen.
19 Also soll Babel, das
schönste unter den Königreichen, die herrliche Pracht der Chaldäer, umgekehrt
werden vor Gott wie Sodom und Gomorra,
20 daß man hinfort nicht
mehr da wohne noch jemand da bleibe für und für, daß auch die Araber keine
Hütten daselbst machen und die Hirten keine Hürden da aufschlagen;
21 sondern Wüstentiere
werden sich da lagern, und ihre Häuser sollen voll Eulen sein, und Strauße
werden da wohnen, und Feldgeister werden da hüpfen
22 und wilde Hunde in
ihren Palästen heulen und Schakale in den lustigen Schlössern. Und ihre Zeit
wird bald kommen, und ihre Tage werden nicht säumen.
Kap. 14
5 Der HERR hat die Rute
der Gottlosen zerbrochen, die Rute der Herrscher,
6 welche die Völker
schlug mit Grimm ohne Aufhören und mit Wüten herrschte über die Heiden und
verfolgte ohne Barmherzigkeit.
9 Die Hölle drunten
erzittert vor dir, da du ihr entgegenkamst. Sie erweckt dir die Toten, alle
Gewaltigen der Welt, und heißt alle Könige der Heiden von ihren Stühlen
aufstehen,
10 daß dieselben alle
umeinander reden und sagen zu dir: "Du bist auch geschlagen gleichwie wir,
und es geht dir wie uns."
11 Deine Pracht ist
herunter in die Hölle gefahren samt dem Klange deiner Harfen. Maden werden dein
Bett sein und Würmer deine Decke.
12 Wie bist du vom Himmel
gefallen, du schöner Morgenstern! Wie bist du zur Erde gefällt, der du die
Heiden schwächtest!
13 Gedachtest du doch in
deinem Herzen: "Ich will in den Himmel steigen und meinen Stuhl über die
Sterne Gottes erhöhen;
14 ich will mich setzen
auf den Berg der Versammlung in der fernsten Mitternacht; ich will über die
hohen Wolken fahren und gleich sein dem Allerhöchsten."
15 Ja,
zur Hölle fährst du, zur tiefsten Grube.
16 Wer dich sieht, wird
dich schauen und betrachten und sagen: "Ist das der Mann, der die Erde
zittern und die Königreiche beben machte?
17 der den Erdboden zur
Wüste machte und die Städte darin zerbrach und gab seine Gefangenen nicht
los?"
18 Alle Könige der Heiden
miteinander liegen doch mit Ehren, ein jeglicher in seinem Hause;
19 du aber bist verworfen
fern von deinem Grabe wie ein verachteter Zweig, bedeckt von Erschlagenen, die
mit dem Schwert erstochen sind, die hinunterfahren zu den Steinen der Grube,
wie eine zertretene Leiche.
20 Du wirst nicht wie
jene begraben werden, denn du hast dein Land verderbt und dein Volk erschlagen;
denn man wird des Samens der Boshaften nimmermehr gedenken.
21 Richtet zu, daß man seine
Kinder schlachte um ihrer Väter Missetat willen, daß sie nicht aufkommen noch
das Land erben noch den Erdboden voll Städte machen.
22 Und ich will über dich
kommen, spricht der HERR Zebaoth, und zu Babel ausrotten ihr Gedächtnis, ihre
Übriggebliebenen, Kind und Kindeskind, spricht der HERR,
23 und will Babel machen
zum Erbe der Igel und zum Wassersumpf und will sie mit einem Besen des
Verderbens kehren, spricht der HERR Zebaoth.
24 Der HERR Zebaoth hat
geschworen und gesagt: Was gilt's? es soll gehen, wie ich denke, und soll
bleiben, wie ich es im Sinn habe;
25 daß Assur zerschlagen
werde in meinem Lande und ich ihn zertrete auf meinen Bergen, auf daß sein Joch
von ihnen genommen werde und seine Bürde von ihrem Hals komme.
26 Das ist der Anschlag,
den er hat über alle Lande, und das ist die ausgereckte Hand über alle Heiden.
27 Denn der HERR Zebaoth
hat's beschlossen, wer will's wehren?, und seine Hand ist ausgereckt, wer will
sie wenden?
28 Im
Jahr, da der König Ahas starb, war dies die Last:
29 Freue dich nicht, du
ganzes Philisterland, daß die Rute, die dich schlug, zerbrochen ist! Denn aus
der Wurzel der Schlange wird ein Basilisk kommen, und ihre Frucht wird ein
feuriger fliegender Drache sein.
30 Denn die Erstlinge der
Dürftigen werden weiden, und die Armen sicher ruhen; aber deine Wurzel will ich
mit Hunger töten, und deine Übriggebliebenen wird er erwürgen.
31 Heule Tor! schreie
Stadt! Ganz Philisterland ist feige; denn von Mitternacht kommt ein Rauch, und
ist kein Einsamer in seinen Gezelten.
Kap. 15
1 Dies ist die Last über
Moab: Des Nachts kommt Verstörung über Ar in Moab; sie ist dahin. Des Nachts
kommt Verstörung über Kir in Moab; sie ist dahin.
2 Sie gehen hinauf gen
Baith und Dibon zu den Altären, daß sie weinen, und heulen über Nebo und Medeba
in Moab. Aller Haupt ist kahl geschoren, aller Bart ist abgeschnitten.
3 Auf ihren Gassen gehen
sie mit Säcken umgürtet; auf ihren Dächern und Straßen heulen sie alle und
gehen weinend herab.
4 Hesbon und Eleale
schreien, daß man's zu Jahza hört. Darum wehklagen die Gerüsteten in Moab; denn
es geht ihrer Seele übel.
5 Mein Herz schreit über
Moab, seine Flüchtigen fliehen bis gen Zoar, bis zum dritten Eglath. Denn sie
gehen gen Luhith hinan und weinen, und auf dem Wege nach Horonaim zu erhebt
sich ein Jammergeschrei.
6 Denn die Wasser zu
Nimrim versiegen, daß das Gras verdorrt und das Kraut verwelkt und kein Grünes
wächst.
7 Denn das Gut, das sie
gesammelt haben, und alles, was sie verwahrt haben, führt man über den
Weidenbach.
8 Geschrei geht um in
den Grenzen Moabs; sie heulen bis gen Eglaim und heulen bei dem Born Elim.
9 Denn die Wasser zu
Dimon sind voll Blut. Dazu will ich über Dimon noch mehr kommen lassen, über
die, so erhalten sind in Moab, einen Löwen, und über die übrigen im Lande.
Kap. 16
6 Wir hören aber von dem
Hochmut Moabs, daß er gar groß ist, daß auch ihr Hochmut, Stolz und Zorn größer
ist denn ihre Macht.
7 Darum wird ein
Moabiter über den andern heulen; allesamt werden sie Heulen. Über die
Grundfesten der Stadt Kir-Hareseth werden sie seufzen, ganz zerschlagen.
8 Denn Hesbon ist ein
wüstes Feld geworden; der Weinstock zu Sibma ist verderbt; die Herren unter den
Heiden haben seine edlen Reben zerschlagen, die da reichten bis gen Jaser und
sich zogen in die Wüste; ihre Schößlinge sind zerstreut und über das Meer
geführt.
9 Darum weine ich um
Jaser und um den Weinstock zu Sibma und vergieße viel Tränen um Hesbon und
Eleale. Denn es ist ein Gesang in deinen Sommer und in deine Ernte gefallen,
10 daß Freude und Wonne
im Felde aufhört, und in den Weinbergen jauchzt noch ruft man nicht. Man
keltert keinen Wein in den Keltern; ich habe dem Gesang ein Ende gemacht.
11 Darum rauscht mein Herz
über Moab wie eine Harfe und mein Inwendiges über Kir-Heres.
12 Alsdann wird's
offenbar werden, wie Moab müde ist bei den Altären und wie er zu seinem
Heiligtum gegangen sei, zu beten, und doch nichts ausgerichtet habe.
13 Das
ist's, was der HERR dazumal gegen Moab geredet hat.
14 Nun aber redet der
HERR und spricht: In drei Jahren, wie eines Tagelöhners Jahre sind, wird die
Herrlichkeit Moabs gering werden bei all seiner großen Menge, daß gar wenig
übrigbleibe und nicht viel.
Kap. 17
1 Dies ist die Last über
Damaskus: Siehe, Damaskus wird keine Stadt mehr sein, sondern ein zerfallener
Steinhaufe.
2 Die Städte Aroer
werden verlassen sein, daß Herden daselbst weiden, die niemand scheuche.
3 Und es wird aus sein
mit der Feste Ephraims; und das Königreich zu Damaskus und das übrige Syrien
wird sein wie die Herrlichkeit der Kinder Israel, spricht der HERR Zebaoth.
4 Zu der Zeit wird die
Herrlichkeit Jakobs dünn sein, und sein fetter Leib wird mager sein.
5 Denn sie wird sein, als
wenn einer Getreide einsammelte in der Ernte, und als wenn einer mit seinem Arm
die Ähren einerntete, und als wenn einer Ähren läse im Tal Rephaim
6 und die Nachernte
darin bliebe; als wenn man einen Ölbaum schüttelte, daß zwei oder drei Beeren
blieben oben in dem Wipfel, oder als wenn vier oder fünf Früchte an den Zweigen
hangen, spricht der HERR, der Gott Israels.
7 Zu der Zeit wird sich
der Mensch halten zu dem, der ihn gemacht hat, und seine Augen werden auf den
Heiligen in Israel schauen,
8 und wird sich nicht
halten zu den Altären, die seine Hände gemacht haben, und nicht schauen auf
das, was seine Finger gemacht haben, weder auf Ascherabilder noch Sonnensäulen.
9 Zu der Zeit werden die
Städte ihrer Stärke sein wie verlassene Burgen im Wald und auf der Höhe, so
verlassen wurden vor den Kindern Israel, und werden wüst sein.
10 Denn du hast vergessen
des Gottes deines Heils und nicht gedacht an den Felsen deiner Stärke. Darum
setzest du lustige Pflanzen und legest ausländische Reben.
11 Zur Zeit des Pflanzens
wirst du sein wohl warten, daß der Same zeitig wachse; aber in der Ernte, wenn
du die Garben sollst erben, wirst du dafür Schmerzen eines Betrübten haben.
12 O weh der Menge so
großen Volks! Wie das Meer wird es brausen; und das Getümmel der Leute wird
wüten, wie groß Wasser wüten.
13 Ja, wie große Wasser
wüten, so werden die Leute wüten. Aber er wird sie schelten, so werden sie
ferne wegfliehen, und wird sie verfolgen, wie der Spreu auf den Bergen vom
Winde geschieht und wie einem Staubwirbel vom Ungewitter geschieht.
14 Um den Abend, siehe,
so ist Schrecken da; und ehe es Morgen wird, sind sie nimmer da. Das ist der
Lohn unsrer Räuber und das Erbe derer, die uns das Unsre nehmen.
Kap. 19
1 Dies ist die Last über
Ägypten: Siehe, der HERR wird auf einer schnellen Wolke fahren und über Ägypten
kommen. Da werden die Götzen in Ägypten vor ihm beben, und den Ägyptern wird
das Herz feige werden in ihrem Leibe.
2 Und ich will die
Ägypter aneinander hetzen, daß ein Bruder gegen den andern, ein Freund gegen
den andern, eine Stadt gegen die andere, ein Reich gegen das andere streiten
wird.
3 Und der Mut soll den
Ägyptern in ihrem Herzen vergehen, und ich will ihre Anschläge zunichte machen.
Da werden sie dann fragen ihre Götzen und Pfaffen und Wahrsager und
Zeichendeuter.
4 Aber ich will die
Ägypter übergeben in die Hände grausamer Herren, und ein harter König soll über
sie herrschen, spricht der Herrscher, der HERR Zebaoth.
5 Und das Wasser in den
Seen wird vertrocknen; dazu der Strom wird versiegen und verschwinden.
6 Und die Wasser werden
verlaufen, daß die Flüsse Ägyptens werden gering und trocken werden, daß Rohr
und Schilf verwelken,
7 und das Gras an den Wassern
wird verstieben, und alle Saat am Wasser wird verdorren und zunichte werden.
8 Und die Fischer werden
trauern; und alle die, so Angeln ins Wasser werfen, werden klagen; und die, so
Netze auswerfen aufs Wasser, werden betrübt sein.
9 Es werden mit Schanden
bestehen, die da gute Garne wirken und Netze stricken.
10 Und des Landes Pfeiler
werden zerschlagen; und alle, die um Lohn arbeiten, werden bekümmert sein.
11 Die Fürsten zu Zoan
sind Toren; die weisen Räte Pharaos sind im Rat zu Narren geworden. Was sagt
ihr doch zu Pharao: Ich bin der Weisen Kind und komme von alten Königen her?
12 Wo sind denn nun deine
Weisen? Laß sie dir's verkündigen und anzeigen, was der HERR Zebaoth über
Ägypten beschlossen hat.
13 Aber die Fürsten zu
Zoan sind zu Narren geworden, die Fürsten zu Noph sind betrogen; es verführen
Ägypten die Ecksteine seiner Geschlechter.
14 Denn der HERR hat
einen Schwindelgeist unter sie ausgegossen, daß sie Ägypten verführen in allem
ihrem Tun, wie ein Trunkenbold taumelt, wenn er speit.
15 Und Ägypten wird kein
Werk haben, das Haupt oder Schwanz, Ast oder Stumpf ausrichte.
16 Zu der Zeit wird
Ägypten sein wie Weiber und sich fürchten und erschrecken, wenn der HERR
Zebaoth die Hand über sie schwingen wird.
17 Und Ägypten wird sich
fürchten vor dem Lande Juda, daß, wer desselben gedenkt, wird davor erschrecken
über den Rat des HERRN Zebaoth, den er über sie beschlossen hat.
Kap. 20
3 Da sprach der HERR:
Gleichwie mein Knecht Jesaja nackt und barfuß geht, zum Zeichen und Wunder
dreier Jahre über Ägypten und Mohrenland,
4 also wird der König
von Assyrien hintreiben das ganze gefangene Ägypten und vertriebene Mohrenland,
beide, jung und alt, nackt und barfuß, in schmählicher Blöße, zu Schanden
Ägyptens.
5 Und sie werden erschrecken
und mit Schanden bestehen über dem Mohrenland, darauf sie sich verließen, und
über den Ägyptern, welcher sie sich rühmten.
6 Und die Einwohner
dieser Küste werden sagen zu derselben Zeit: Ist das unsre Zuversicht, dahin
wir flohen um Hilfe, daß wir errettet würden von dem König von Assyrien? Wie
könnten denn wir entrinnen?
Kap. 21
9 Und siehe, da kommt
einer, der fährt auf einem Wagen; der antwortet und spricht: Babel ist
gefallen, sie ist gefallen, und alle Bilder ihrer Götter sind zu Boden
geschlagen.
10 Meine liebe Tenne,
darauf gedroschen wird! was ich gehört habe vom HERRN Zebaoth, dem Gott
Israels, das verkündige ich euch.
11 Dies ist die Last über
Duma: Man ruft zu mir aus Seir: Hüter, ist die Nacht schier hin? Hüter ist die
Nacht schier hin?
12 Der Hüter aber sprach:
Wenn der Morgen schon kommt, so wird es doch Nacht sein. Wenn ihr schon fragt,
so werdet ihr doch wieder kommen und wieder fragen.
13 Dies ist die Last über
Arabien: ihr werdet im Walde in Arabien herbergen, ihr Reisezüge der Dedaniter.
14 Bringet den Durstigen
Wasser entgegen, die ihr wohnet im Lande Thema; bietet Brot den Flüchtigen.
15 Denn sie fliehen vor
dem Schwert, ja, vor dem bloßen Schwert, vor dem gespannten Bogen, vor dem
großen Streit.
16 Denn also spricht der
HERR zu mir: Noch in einem Jahr, wie des Tagelöhners Jahre sind, soll alle
Herrlichkeit Kedars untergehen,
17 und der übrigen
Schützen der Helden zu Kedar soll wenig sein; denn der HERR, der Gott Israels,
hat's geredet.
Kap. 22
1 Dies ist die Last über
das Schautal: Was ist denn euch, daß ihr alle so auf die Dächer lauft?
2 Du warst voll Getönes,
eine Stadt voll Volks, eine fröhliche Stadt. Deine Erschlagenen sind nicht mit
dem Schwert erschlagen und nicht im Streit gestorben;
3 alle deine Hauptleute
sind vor dem Bogen gewichen und gefangen; alle, die man in dir gefunden hat,
sind gefangen und fern geflohen.
4 Darum sage ich: Hebt
euch von mir, laßt mich bitterlich weinen; müht euch nicht, mich zu trösten
über die Verstörung der Tochter meines Volks!
5 Denn es ist ein Tag
des Getümmels und der Zertretung und Verwirrung vom HERRN HERRN Zebaoth im
Schautal um des Untergrabens willen der Mauer und des Geschreies am Berge.
6 Denn Elam fährt daher
mit Köcher, Wagen, Leuten und Reitern, und Kir glänzt daher mit Schilden.
7 Und es wird geschehen,
daß deine auserwählten Täler werden voll Wagen sein, und Reiter werden sich
lagern vor die Tore.
8 Da wird der Vorhang
Juda's aufgedeckt werden, daß man schauen wird zu der Zeit nach Rüstungen im
Hause des Waldes.
9 Und ihr werdet die
Risse an der Stadt Davids viel sehen und werdet das Wasser des untern Teiches
sammeln;
10 ihr werdet auch die
Häuser zu Jerusalem zählen; ja, ihr werdet die Häuser abbrechen, die Mauer zu
befestigen,
11 und werdet einen
Graben machen zwischen beiden Mauern vom Wasser des alten Teiches. Doch sehet
ihr nicht auf den, der solches tut, und schauet nicht auf den, der solches
schafft von ferneher.
12 Darum wird der HERR
HERR Zebaoth zu der Zeit rufen lassen, daß man weine und klage und sich das
Haar abschere und Säcke anziehe.
13 Wiewohl jetzt, siehe,
ist's eitel Freude und Wonne, Ochsen würgen, Schafe schlachten, Fleisch essen,
Wein trinken und ihr sprecht: "Laßt uns essen und trinken, wir sterben
doch morgen!"
14 Aber meinen Ohren ist
es vom HERRN Zebaoth offenbart: Was gilt's, ob euch diese Missetat soll
vergeben werden, bis ihr sterbet? spricht der HERR HERR Zebaoth.
15 So spricht der HERR
HERR Zebaoth: Gehe hinein zum Schatzmeister Sebna, dem Hofmeister, und sprich
zu ihm:
16 Was hast du hier? wem
gehörst du an, daß du dir ein Grab hier hauen lässest, als der sein Grab in der
Höhe hauen läßt und als der seine Wohnung in den Felsen machen läßt?
17 Siehe, der HERR wird
dich wegwerfen, wie ein Starker einen wegwirft, und wird dich greifen
18 und dich umtreiben wie
eine Kugel auf weitem Lande. Daselbst wirst du sterben, daselbst werden deine
köstlichen Wagen bleiben, du Schmach des Hauses deines Herrn!
19 Und ich will dich von deinem
Stande stürzen, und von deinem Amt will ich dich setzen.
20 Und zu der Zeit will
ich rufen meinen Knecht Eljakim, den Sohn Hilkias,
21 und will ihm deinen
Rock anziehen und ihn mit deinem Gürtel gürten und deine Gewalt in seine Hand
geben, daß er Vater sei derer, die zu Jerusalem wohnen und des Hauses Juda.
22 Und ich will die
Schlüssel zum Hause Davids auf seine Schulter legen, daß er auftue und niemand
zuschließe, daß er zuschließe und niemand auftue.
23 Und will ihn zum Nagel
stecken an einen festen Ort, und er soll haben den Stuhl der Ehre in seines
Vaters Hause,
24 daß man an ihn hänge
alle Herrlichkeit seines Vaterhauses, Kind und Kindeskinder, alle kleinen
Geräte, beide, Trinkgefäße und allerlei Krüge.
25 Zu der Zeit, spricht
der HERR Zebaoth, soll der Nagel weggenommen werden, der am festen Ort steckt,
daß er zerbreche und falle und seine Last umkomme. Denn der HERR sagt's.
Kap. 23
1 Dies ist die Last über
Tyrus: Heulet, ihr Tharsisschiffe; denn sie ist zerstört, daß kein Haus da ist
noch jemand dahin zieht. Aus dem Lande Chittim werden sie des gewahr werden.
2 Die Einwohner der
Insel sind still geworden. Die Kaufleute zu Sidon, die durchs Meer zogen,
füllten dich,
3 und was von Früchten am
Sihor und Getreide am Nil wuchs, brachte man zu ihr hinein durch große Wasser;
und du warst der Heiden Markt geworden.
4 Du magst wohl
erschrecken, Sidon; denn das Meer, ja, die Feste am Meer spricht: Ich bin nicht
mehr schwanger, ich gebäre nicht mehr; so ziehe ich keine Jünglinge mehr auf
und erziehe keine Jungfrauen.
5 Sobald es die Ägypter
hören, erschrecken sie über die Kunde von Tyrus.
6 Fahret
hin gen Tharsis; heulet, ihr Einwohner der Insel!
7 Ist das eure fröhliche
Stadt, die sich ihres Alters rühmte? Ihre Füße werden sie wegführen, zu wallen.
8 Wer hätte das gemeint,
daß es Tyrus, der Krone, so gehen sollte, so doch ihre Kaufleute Fürsten sind
und ihre Krämer die Herrlichsten im Lande?
9 Der HERR Zebaoth hat's
also gedacht, auf daß er schwächte alle Pracht der lustigen Stadt und
verächtlich machte alle Herrlichen im Lande.
10 Fahr hin durch dein
Land wie ein Strom, du Tochter Tharsis! Da ist kein Gurt mehr.
11 Er reckt seine Hand
über das Meer und erschreckt die Königreiche. Der HERR gebeut über Kanaan, zu
vertilgen ihre Mächtigen,
12 und spricht: Du sollst
nicht mehr fröhlich sein, du geschändete Jungfrau, du Tochter Sidon! Nach
Chittim mache dich auf und zieh fort; doch wirst du daselbst auch nicht Ruhe
haben.
13 Siehe, der Chaldäer
Land, das nicht ein Volk war, sondern Assur hat es angerichtet, zu schiffen,
die haben ihre Türme aufgerichtet und die Paläste niedergerissen; denn sie ist
gesetzt, daß sie geschleift werden soll.
14 Heulet,
ihr Tharsisschiffe! denn eure Macht ist zerstört.
15 Zu der Zeit wird Tyrus
vergessen werden siebzig Jahre, solange ein König leben mag. Aber nach siebzig
Jahren wird es mit Tyrus gehen, wie es im Hurenlied heißt:
16 Nimm die Harfe, gehe
in der Stadt um, du vergessene Hure; mache es gut auf dem Saitenspiel und singe
getrost, auf daß dein wieder gedacht werde!
17 Denn nach siebzig
Jahren wird der HERR Tyrus heimsuchen, daß sie wiederkomme zu ihrem Hurenlohn
und Hurerei treibe mit allen Königreichen auf Erden.
18 Aber ihr Kaufhandel
und Hurenlohn werden dem HERRN heilig sein. Man wird sie nicht wie Schätze
sammeln noch verbergen; sondern die vor dem HERRN wohnen, werden ihr Kaufgut
haben, daß sie essen und satt werden und wohl bekleidet seien.
Kap. 24
1 Siehe, der HERR macht
das Land leer und wüst und wirft um, was darin ist, und zerstreut seine
Einwohner.
2 Und es geht dem
Priester wie dem Volk, dem Herrn wie dem Knecht, der Frau wie der Magd, dem
Verkäufer wie dem Käufer, dem Leiher wie dem Borger, dem Mahnenden wie dem
Schuldner.
3 Denn das Land wird
leer und beraubt sein; denn der HERR hat solches geredet.
4 Das Land steht
jämmerlich und verderbt; der Erdboden nimmt ab und verdirbt; die Höchsten des
Volks im Lande nehmen ab.
5 Das Land ist entheiligt
von seinen Einwohnern; denn sie übertreten das Gesetz und ändern die Gebote und
lassen fahren den ewigen Bund.
6 Darum frißt der Fluch
das Land; denn sie verschulden's, die darin wohnen. Darum verdorren die
Einwohner des Landes, also daß wenig Leute übrigbleiben.
7 Der Most verschwindet,
der Weinstock verschmachtet; und alle, die von Herzen fröhlich waren, seufzen.
8 Die Freude der Pauken
feiert, das Jauchzen der Fröhlichen ist aus, und die Freude der Harfe hat ein
Ende.
9 Man singt nicht mehr
beim Weintrinken, und gutes Getränk ist bitter denen, die es trinken.
10 Die leere Stadt ist
zerbrochen; alle Häuser sind zugeschlossen, daß niemand hineingeht.
11 Man klagt um den Wein auf
den Gassen, daß alle Freude weg ist, alle Wonne des Landes dahin ist.
12 Eitel
Wüstung ist in der Stadt geblieben, und die Tore stehen öde.
13 Denn es geht im Lande
und im Volk eben, wie wenn ein Ölbaum abgepflückt ist, wie wenn man nachliest,
so die Weinernte aus ist.
14 Dieselben heben ihre
Stimme auf und rühmen und jauchzen vom Meer her über der Herrlichkeit des
HERRN.
15 So preiset nun den
HERRN in den Gründen, in den Inseln des Meeres den Namen des HERRN, des Gottes
Israels.
16 Wir hören Lobgesänge
vom Ende der Erde zu Ehren dem Gerechten. Und ich muß sagen: Wie bin ich aber
so elend! wie bin ich aber so elend! Weh mir! denn es rauben die Räuber, ja
immerfort rauben die Räuber.
17 Darum kommt über euch,
Bewohner der Erde, Schrecken, Grube und Strick.
18 Und ob einer entflöhe
vor dem Geschrei des Schreckens, so wird er doch in die Grube fallen; kommt er
aus der Grube, so wird er doch im Strick gefangen werden. Denn die Fenster der
Höhe sind aufgetan, und die Grundfesten der Erde beben.
19 Es
wird die Erde mit Krachen zerbrechen, zerbersten und zerfallen.
20 Die Erde wird taumelm
wie ein Trunkener und wird hin und her geworfen wie ein Hängebett; denn ihre
Missetat drückt sie, daß sie fallen muß und kann nicht stehenbleiben.
21 Zu der Zeit wird der
HERR heimsuchen das hohe Heer, das in der Höhe ist, und die Könige der Erde,
die auf Erden sind,
22 daß sie versammelt
werden als Gefangene in die Grube und verschlossen werden im Kerker und nach
langer Zeit wieder heimgesucht werden.
23 Und der Mond wird sich
schämen, und die Sonne mit Schanden bestehen, wenn der HERR Zebaoth König sein
wird auf dem Berge Zion und zu Jerusalem und vor seinen Ältesten in der
Herrlichkeit.
Kap. 25
1 HERR, du bist mein
Gott! dich preise ich; ich lobe deinen Namen, denn du tust Wunder; deine
Ratschlüsse von alters her sind treu und wahrhaftig.
2 Denn du machst die
Stadt zum Steinhaufen, die feste Stadt, daß sie auf einem Haufen liegt, der
Fremden Palast, daß sie nicht mehr eine Stadt sei und nimmermehr gebaut werde.
3 Darum ehrt dich ein
mächtiges Volk: die Städte gewaltiger Heiden fürchten dich.
4 Denn du bist der
Geringen Stärke, der Armen Stärke in der Trübsal, eine Zuflucht vor dem
Ungewitter, ein Schatten vor der Hitze, wenn die Tyrannen wüten wie ein
Ungewitter wider eine Wand.
5 Du demütigst der
Fremden Ungestüm wie die Hitze in einem dürren Ort; wie die Hitze durch der
Wolken Schatten, so wird gedämpft der Tyrannen Siegesgesang.
10 Denn die Hand des
HERRN ruht auf diesem Berge. Moab aber wird unter ihm zertreten werden, wie
Stroh zertreten wird und wie Kot.
11 Und er wird seine
Hände ausbreiten mitten unter sie, wie sie ein Schwimmer ausbreitet, zu
schwimmen; und wird ihre Pracht erniedrigen mit den Armen seiner Hände
12 und die hohen Festen
eurer Mauern beugen, erniedrigen und in den Staub zu Boden werfen.
Kap. 26
5 Und er bewegt die, so
in der Höhe wohnen; die hohe Stadt erniedrigt er, ja er stößt sie zur Erde, daß
sie im Staube liegt,
6daß sie mit Füßen
zertreten wird, ja mit Füßen der Armen, mit Fersen der Geringen.
14 Die Toten werden nicht
lebendig, die Verstorbenen stehen nicht auf; denn du hast sie heimgesucht und
vertilgt, und zunichte gemacht all ihr Gedächtnis.
21 Denn siehe, der HERR
wird ausgehen von seinem Ort, heimzusuchen die Bosheit der Einwohner des Landes
über sie, daß das Land wird offenbaren ihr Blut und nicht weiter verhehlen, die
darin erwürgt sind.
Kap. 27
6 Es wird dennoch dazu kommen,
daß Jakob wurzeln und Israel blühen und grünen wird, daß sie den Erdboden mit
Früchten erfüllen.
7 Wird er doch nicht
geschlagen, wie seine Feinde geschlagen werden, und wird nicht erwürgt, wie
seine Feinde erwürgt werden;
10 Denn die feste Stadt
muß einsam werden, die schönen Häuser verödet und verlassen werden wie eine
Wüste, daß Kälber daselbst weiden und ruhen und daselbst Reiser abfressen.
11 Ihre Zweige werden vor
Dürre brechen, daß die Weiber kommen und Feuer damit machen werden; denn es ist
ein unverständiges Volk. Darum wird sich auch ihrer nicht erbarmen, der sie
gemacht hat; und der sie geschaffen hat, wird ihnen nicht gnädig sein.
14 So höret nun des HERRN
Wort, ihr Spötter, die ihr herrschet über dies Volk, das zu Jerusalem ist.
15 Denn ihr sprecht: Wir
haben mit dem Tod einen Bund und mit der Hölle einen Vertag gemacht; wenn eine
Flut dahergeht, wird sie uns nicht treffen; denn wir haben die Lüge zu unsrer
Zuflucht und Heuchelei zu unserm Schirm gemacht.
16 Darum spricht der HERR
HERR: Siehe, ich lege in Zion einen Grundstein, einen bewährten Stein, einen
köstlichen Eckstein, der wohl gegründet ist. Wer glaubt, der flieht nicht.
17 Und ich will das Recht
zur Richtschnur und die Gerechtigkeit zum Gericht machen; so wird der Hagel die
falsche Zuflucht wegtreiben, und Wasser sollen den Schirm wegschwemmen,
18 daß euer Bund mit dem
Tode los werde und euer Vertrag mit der Hölle nicht bestehe. Und wenn eine Flut
dahergeht, wird sie euch zertreten; sobald sie dahergeht, wird sie euch
wegnehmen.
19 Kommt sie des Morgens,
so geschieht's des Morgens; also auch, sie komme des Tags oder des Nachts. Denn
allein die Anfechtung lehrt aufs Wort merken.
20 Denn das Bett ist so
eng, daß nichts übrig ist, und die Decke so kurz, daß man sich drein schmiegen
muß.
21 Denn der HERR wird
sich aufmachen wie auf dem Berge Perazim und zürnen wie im Tal Gibeon, daß er
sein Werk vollbringe auf eine fremde Weise und daß er seine Arbeit tue auf
seltsame Weise.
22 So lasset nun euer
Spotten, auf daß eure Bande nicht härter werden; denn ich habe ein Verderben
gehört, das vom HERRN HERRN Zebaoth beschlossen ist über alle Welt.
Kap. 29
1 Weh Ariel, Ariel, du
Stadt des Lagers Davids! Füget Jahr zu Jahr und feiert die Feste;
2 dann will ich den
Ariel ängsten, daß er traurig und voll Jammers sei; und er soll mir ein rechter
Ariel sein.
3 Denn ich will dich
belagern ringsumher und will dich ängsten mit Bollwerk und will Wälle um dich
aufführen lassen.
4 Alsdann sollst du
erniedrigt werden und aus der Erde reden und aus dem Staube mit deiner Rede
murmeln, daß deine Stimme sei wie eines Zauberers aus der Erde und deine Rede
aus dem Staube wispele.
5 Aber die Menge deiner
Feinde soll werden wie dünner Staub und die Menge der Tyrannen wie wehende
Spreu; und das soll plötzlich unversehens geschehen.
6 Denn vom HERRN Zebaoth
wird Heimsuchung geschehen mit Wetter und Erdbeben und großem Donner, mit
Windwirbel und Ungewitter und mit Flammen des verzehrenden Feuers.
7 Und wie ein
Nachtgesicht im Traum, so soll sein die Menge aller Heiden, die wider Ariel
streiten, samt allem Heer und Bollwerk, und die ihn ängsten.
8 Denn gleichwie einem
Hungrigen träumt, daß er esse, wenn er aber aufwacht, so ist seine Seele noch
leer; und wie einem Durstigen träumt, daß er trinke, wenn er aber aufwacht, ist
er matt und durstig: also soll sein die Menge aller Heiden, die wider den Berg
Zion streiten.
9 Erstarret und werdet
bestürzt, verblendet euch und werdet blind! Werdet trunken, doch nicht vom
Wein, taumelt, doch nicht von starkem Getränk!
10 Denn der HERR hat euch
einen Geist des harten Schlafs eingeschenkt und eure Augen zugetan; eure
Propheten und Fürsten samt den Sehern hat er verhüllt,
11 daß euch aller
Propheten Gesichte sein werden wie die Worte eines versiegelten Buches, welches
man gäbe einem, der lesen kann, und spräche: Lies doch das! und er spräche: Ich
kann nicht, denn es ist versiegelt;
12 oder gleich als wenn
man's gäbe dem, der nicht lesen kann, und spräche: Lies doch das! und er
spräche: Ich kann nicht lesen.
13 Und der HERR spricht:
Darum daß dies Volk zu mir naht mit seinem Munde und mit seinen Lippen mich
ehrt, aber ihr Herz fern von mir ist und sie mich fürchten nach
Menschengeboten, die sie lehren:
14 so will ich auch mit diesem
Volk wunderlich umgehen, aufs wunderlichste und seltsamste, daß die Weisheit
seiner Weisen untergehe und der Verstand seiner Klugen verblendet werde.
15 Weh, die verborgen
sein wollen vor dem HERRN, ihr Vornehmen zu verhehlen, und ihr Tun im Finstern
halten und sprechen: Wer sieht uns, und wer kennt uns?
16 Wie seid ihr so
verkehrt! Gleich als wenn des Töpfers Ton gedächte und ein Werk spräche von
seinem Meister: Er hat mich nicht gemacht! und ein Gemächte spräche von seinem
Töpfer: Er kennt mich nicht!
17 Wohlan, es ist noch um
ein klein wenig zu tun, so soll der Libanon ein Feld werden, und das Feld soll
wie ein Wald geachtet werden.
18 Und zu derselben Zeit
werden die Tauben hören die Worte des Buches, und die Augen der Blinden werden
aus Dunkel und Finsternis sehen,
19 und die Elenden werden
wieder Freude haben am HERRN, und die Armen unter den Menschen werden fröhlich
sein in dem Heiligen Israels,
20 wenn die
Tyrannen ein Ende haben und es mit den Spöttern aus sein wird und vertilgt sein
werden alle die, so wachen, Mühsal anzurichten,
21 welche die Leute
sündigen machen durchs Predigen und stellen dem nach, der sie straft im Tor,
und stürzen durch Lügen den Gerechten.
Kap. 30
1 Weh den abtrünnigen
Kindern, spricht der HERR, die ohne mich ratschlagen und ohne meinen Geist
Schutz suchen, zu Häufen eine Sünde über die andere;
2 die hinabziehen nach
Ägypten und fragen meinen Mund nicht, daß sie sich stärken mit der Macht
Pharaos und sich beschirmen unter dem Schatten Ägyptens!
3 Denn es soll euch die
Stärke Pharaos zur Schande geraten und der Schutz unter dem Schatten Ägyptens
zum Hohn.
4 Ihre Fürsten sind wohl
zu Zoan gewesen und ihre Botschafter gen Hanes gekommen;
5 aber sie müssen doch
alle zu Schanden werden über dem Volk, das ihnen nicht nütze sein kann, weder
zur Hilfe noch sonst zu Nutz, sondern nur zu Schande und Spott.
27 Siehe, des HERRN Name
kommt von fern! Sein Zorn brennt und ist sehr schwer; seine Lippen sind voll
Grimm und seine Zunge wie ein verzehrend Feuer,
28 und sein Odem wie eine
Wasserflut, die bis an den Hals reicht: zu zerstreuen die Heiden, bis sie
zunichte werden, und er wird die Völker mit einem Zaum in ihren Backen hin und
her treiben.
29 Da werdet ihr singen
wie in der Nacht eines heiligen Festes und euch von Herzen freuen, wie wenn man
mit Flötenspiel geht zum Berge des HERRN, zum Hort Israels.
30 Und der HERR wird
seine herrliche Stimme erschallen lassen, daß man sehe seinen ausgereckten Arm
mit zornigem Dräuen und mit Flammen des verzehrenden Feuers, mit
Wetterstrahlen, mit starkem Regen und mit Hagel.
31 Denn Assur wird
erschrecken vor der Stimme des HERRN, der ihn mit der Rute schlägt.
32 Und es wird die Rute
ganz durchdringen und wohl treffen, wenn sie der HERR über ihn führen wird mit Pauken
und Harfen, und allenthalben wider sie streiten.
33 Denn die Grube ist von
gestern her zugerichtet; ja sie ist auch dem König bereitet, tief und weit
genug; der Scheiterhaufen darin hat Feuer und Holz die Menge. Der Odem des
HERRN wird ihn anzünden wie ein Schwefelstrom.
Kap. 31
1 Weh denen, die
hinabziehen nach Ägypten um Hilfe und verlassen sich auf Rosse und hoffen auf
Wagen, daß ihrer viel sind, und auf Reiter, darum daß sie sehr stark sind, und
halten sich nicht zum Heiligen in Israel und fragen nichts nach dem HERRN!
2 Er aber ist weise und
bringt Unglück herzu und wendet seine Worte nicht, sondern wird sich aufmachen
wider das Haus der Bösen und wider die Hilfe der Übeltäter.
3 Denn Ägypten ist
Mensch und nicht Gott, und ihre Rosse sind Fleisch und nicht Geist. Und der
HERR wird seine Hand ausrecken, daß der Helfer strauchle und der, dem geholfen
wird, falle und alle miteinander umkommen.
4 Denn so spricht der
HERR zu mir: Gleichwie ein Löwe und ein junger Löwe brüllt über seinen Raub,
wenn der Hirten Menge ihn anschreit, so erschrickt er vor ihrem Geschrei nicht
und ist ihm auch nicht leid vor ihrer Menge: also wird der HERR Zebaoth
herniederfahren, zu streiten auf dem Berge Zion und auf seinem Hügel.
5 Und der HERR Zebaoth wird
Jerusalem beschirmen, wie die Vögel tun mit Flügeln, schützen, erretten, darin
umgehen und aushelfen.
6 Kehret um, ihr Kinder
Israel, zu dem, von welchem ihr sehr abgewichen seid!
7 Denn zu der Zeit wird
ein jeglicher seine silbernen und goldenen Götzen verwerfen, welche euch eure
Hände gemacht hatten zur Sünde.
8 Und Assur soll fallen,
nicht durch Mannes-Schwert, und soll verzehrt werden, nicht durch
Menschen-Schwert, und wird doch vor dem Schwert fliehen, und seine junge Mannschaft
wird zinsbar werden.
9 Und sein Fels wird vor
Furcht wegziehen, und seine Fürsten werden vor dem Panier die Flucht geben,
spricht der HERR, der zu Zion Feuer und zu Jerusalem einen Herd hat.
Kap. 33
10 Nun will ich mich
aufmachen, spricht der HERR; nun will ich mich emporrichten, nun will ich mich
erheben.
11 Mit Stroh gehet ihr
schwanger, Stoppeln gebäret ihr; Feuer wird euch mit eurem Mut verzehren.
12 Und die Völker werden
zu Kalk verbrannt werden, wie man abgehauene Dornen mit Feuer ansteckt.
13 So höret nun ihr, die
ihr ferne seid, was ich getan habe; und die ihr nahe seid, merket meine Stärke.
14 Die Sünder zu Zion
sind erschrocken, Zittern ist die Heuchler angekommen und sie sprechen: Wer ist
unter uns, der bei einem verzehrenden Feuer wohnen möge? wer ist unter uns, der
bei der ewigen Glut wohne?
Kap. 34
1 Kommt herzu, ihr
Heiden, und höret, ihr Völker, merkt auf! Die Erde höre zu und was darinnen
ist, der Weltkreis samt seinem Gewächs!
2 Denn der HERR ist
zornig über alle Heiden und grimmig über all ihr Heer. Er wird sie verbannen
und zum Schlachten überantworten.
3 Und ihre Erschlagenen
werden hingeworfen werden, daß der Gestank von ihren Leichnamen aufgehen wird
und die Berge von ihrem Blut fließen.
4 Und wird alles Heer
des Himmels verfaulen, und der Himmel wird zusammengerollt werden wie ein Buch,
und all sein Heer wird verwelken, wie ein Blatt verwelkt am Weinstock und wie
ein dürres Blatt am Feigenbaum.
5 Denn mein Schwert ist
trunken im Himmel; und siehe, es wird herniederfahren auf Edom und über das
verbannte Volk zur Strafe.
6 Des HERRN Schwert ist
voll Blut und dick von Fett, vom Blut der Lämmer und Böcke, von der Nieren Fett
aus den Widdern; denn der HERR hält ein Schlachten zu Bozra und ein großes
Würgen im Lande Edom.
7 Da werden die
Einhörner samt ihnen herunter müssen und die Farren samt den gemästeten Ochsen.
Denn ihr Land wird trunken werden von Blut und ihre Erde dick werden von Fett.
8 Denn das ist der Tag
der Rache des HERRN und das Jahr der Vergeltung, zu rächen Zion.
9 Da werden Edoms Bäche zu Pech
werden und seine Erde zu Schwefel; ja sein Land wird zu brennendem Pech werden,
10 das weder Jahr noch Tag verlöschen wird, sondern ewiglich
wird Rauch von ihm aufgehen; und es wird für und für wüst sein, daß niemand
dadurchgehen wird in Ewigkeit;
11 sondern Rohrdommeln und Igel werden's innehaben,
Nachteulen und Raben werden daselbst wohnen. Denn er wird eine Meßschnur
darüber ziehen, daß es wüst werde, und ein Richtblei, daß es öde sei,
12 daß seine Herren heißen müssen
Herren ohne Land und alle seine Fürsten ein Ende haben;
13 und werden Dornen wachsen in
seinen Palästen, Nesseln und Disteln in seinen Schlössern; und es wird eine
Behausung sein der Schakale und Weide für die Strauße.
14 Da werden untereinander laufen
Wüstentiere und wilde Hunde, und ein Feldteufel wird dem andern begegnen; der
Kobold wird auch daselbst herbergen und seine Ruhe daselbst finden.
15 Die Natter wird auch daselbst
nisten und legen, brüten und aushecken unter seinem Schatten; auch werden die
Weihen daselbst zusammenkommen.
Kap. 36
9 Wie willst du denn
bleiben vor einem Hauptmann, der geringsten Diener einem meines Herrn? Und du
verlässest dich auf Ägypten um der Wagen und Reiter willen.
10 Dazu, meinst du, daß
ich ohne den HERRN bin heraufgezogen in dies Land, es zu verderben? Ja, der
HERR sprach zu mir: Zieh hinauf in dies Land und verderbe es!
Kap. 37
36 Da fuhr aus der Engel
des HERRN und schlug im assyrischen Lager hundertfünfundachtzigtausend Mann.
Und da sie sich des Morgens früh aufmachten, siehe, da lag's alles eitel tote
Leichname.
Kap. 40
15 Siehe, die Heiden sind
geachtet wie ein Tropfen, so im Eimer bleibt, und wie ein Scherflein, so in der
Waage bleibt. Siehe, die Inseln sind wie ein Stäublein.
16 Der Libanon wäre zu
gering zum Feuer und seine Tiere zu gering zum Brandopfer.
17 Alle Heiden sind vor
ihm nichts und wie ein Nichtiges und Eitles geachtet.
22 Er sitzt auf dem Kreis
der Erde, und die darauf wohnen, sind wie Heuschrecken; der den Himmel ausdehnt
wie ein dünnes Fell und breitet ihn aus wie eine Hütte, darin man wohnt;
23 Der die Fürsten
zunichte macht und die Richter auf Erden eitel macht,
24 als wären sie nicht gepflanzt
noch gesät und als hätte ihr Stamm keine Wurzel in der Erde, daß sie, wo ein
Wind unter sie weht, verdorren und sie ein Windwirbel wie Stoppeln wegführt.
Kap. 41
11 Siehe, sie sollen zu
Spott und zu Schanden werden alle, die dir gram sind; sie sollen werden wie
nichts; und die Leute, die mit dir hadern, sollen umkommen,
12 daß du nach ihnen
fragen möchtest, und wirst sie nicht finden. Die Leute, die mit dir zanken,
sollen werden wie nichts; und die Leute, die wider dich streiten, sollen ein Ende
haben.
13 Denn ich bin der HERR,
dein Gott, der deine rechte Hand stärkt und zu dir spricht: Fürchte dich nicht,
ich helfe dir!
Kap. 42
13 Der HERR wird
ausziehen wie ein Riese; er wird den Eifer aufwecken wie ein Kriegsmann; er
wird jauchzen und tönen; er wird seinen Feinden obliegen.
14 Ich schweige wohl eine
Zeitlang und bin still und halte an mich; nun aber will wie eine Gebärerin
schreien; ich will sie verwüsten und alle verschlingen.
15 Ich will Berge und
Hügel verwüsten und all ihr Gras verdorren und will die Wasserströme zu Inseln
machen und die Seen austrocknen.
Kap. 43
13 Auch bin ich, ehe denn
ein Tag war, und ist niemand, der aus meiner Hand erretten kann. Ich wirke; wer
will's abwenden?
14 So spricht der HERR,
euer Erlöser, der Heilige in Israel: Um euretwillen habe ich gen Babel
geschickt und habe alle Flüchtigen hinuntergetrieben und die klagenden Chaldäer
in ihre Schiffe gejagt.
16 So spricht der HERR,
der im Meer Weg und in starken Wassern Bahn macht,
17 der ausziehen läßt Wagen
und Roß, Heer und Macht, daß sie auf einem Haufen daliegen und nicht aufstehen,
daß sie verlöschen, wie ein Docht verlischt:
27 Deine Voreltern haben
gesündigt, und deine Lehrer haben wider mich mißgehandelt.
28 Darum habe ich die
Fürsten des Heiligtums entheiligt und habe Jakob zum Bann gemacht und Israel
zum Hohn.
Kap. 44
9 Die Götzenmacher sind
allzumal eitel, und ihr Köstliches ist nichts nütze. Sie sind ihre Zeugen und
sehen nichts; darum müssen sie zu Schanden werden.
10 Wer sind sie, die
einen Gott machen und einen Götzen gießen, der nichts nütze ist?
11 Siehe, alle ihre
Genossen werden zu Schanden; denn es sind Meister aus Menschen. Wenn sie gleich
alle zusammentreten, müssen sie dennoch sich fürchten und zu Schanden werden.
Kap. 45
1 So spricht der HERR zu seinem
Gesalbten, dem Kores, den ich bei seiner rechten Hand ergreife, daß ich die
Heiden vor ihm unterwerfe und den Königen das Schwert abgürte, auf daß vor ihm
die Türen geöffnet werden und die Tore nicht verschlossen bleiben:
2 Ich will vor dir her gehen und die
Höcker eben machen; ich will die ehernen Türen zerschlagen und die eisernen
Riegel zerbrechen
3 und will dir geben die heimlichen
Schätze und die verborgenen Kleinode, auf daß du erkennest, daß ich, der HERR,
der Gott Israels, dich bei deinem Namen genannt habe,
4 um Jakobs, meines Knechtes, willen
und um Israels, meines Auserwählten, willen. Ja, ich rief dich bei deinem Namen
und nannte dich, da du mich noch nicht kanntest.
5 Ich bin der HERR, und sonst keiner
mehr; kein Gott ist außer mir. Ich habe dich gerüstet, da du mich noch nicht
kanntest,
6 auf daß man erfahre, von der Sonne
Aufgang und der Sonne Niedergang, daß außer mir keiner sei. Ich bin der HERR,
und keiner mehr;
7 der ich das Licht mache und schaffe
die Finsternis, der ich Frieden gebe und schaffe das Übel. Ich bin der HERR,
der solches alles tut.
14 So spricht der HERR: Der Ägypter
Handel und der Mohren und der langen Leute zu Seba Gewerbe werden sich dir
ergeben und dein eigen sein; sie werden dir folgen, in Fesseln werden sie gehen
und werden vor dir niederfallen und zu dir flehen; denn bei dir ist Gott, und
ist sonst kein Gott mehr.
24 und sagen: Im HERRN
habe ich Gerechtigkeit und Stärke. Solche werden auch zu ihm kommen; aber alle,
die ihm widerstehen, müssen zu Schanden werden.
Kap. 47
1 Herunter, Jungfrau, du
Tochter Babel, setze dich in den Staub! Setze dich auf die Erde; denn die
Tochter der Chaldäer hat keinen Stuhl mehr. Man wird dich nicht mehr nennen:
"Du Zarte und Üppige".
2 Nimm die Mühle und
mahle Mehl; flicht deine Zöpfe aus, hebe die Schleppe, entblöße den Schenkel,
wate durchs Wasser,
3 daß deine Blöße
aufgedeckt und deine Schande gesehen werde. Ich will mich rächen, und soll mir
kein Mensch abbitten.
4 Solches tut der
Erlöser, welcher heißt der HERR Zebaoth, der Heilige in Israel.
5 Setze dich in das
Stille, gehe in die Finsternis, du Tochter der Chaldäer; denn du sollst nicht
mehr heißen "Herrin über Königreiche".
6 Denn da ich über mein
Volk zornig war und entweihte mein Erbe, übergab ich sie in deine Hand; aber du
bewiesest ihnen keine Barmherzigkeit, auch über die Alten machtest du ein Joch
allzu schwer,
7 und dachtest: Ich bin
eine Königin ewiglich. Du hast solches bisher noch nicht zu Herzen gefaßt noch
daran gedacht, wie es damit hernach werden sollte.
8 So höre nun dies, die
du in Wollust lebst und so sicher sitzest und sprichst in deinem Herzen: Ich
bin's, und keine mehr; ich werde keine Witwe werden noch ohne Kinder sein.
9 Aber es wird dir solches
beides kommen plötzlich auf einen Tag, daß du Witwe und ohne Kinder seist; ja,
vollkommen wird es über dich kommen um der Menge willen deiner Zauberer und um
deiner Beschwörer willen, deren ein großer Haufe bei dir ist.
10 Denn du hast dich auf
deine Bosheit verlassen, da du dachtest: Man sieht mich nicht! Deine Weisheit
und Kunst hat dich verleitet, daß du sprachst in deinem Herzen: Ich bin's, und
sonst keine!
11 Darum wird über dich
ein Unglück kommen, daß du nicht weißt, wann es daherbricht; und wird ein
Unfall auf dich fallen, den du nicht sühnen kannst; und es wird plötzlich ein
Getümmel über dich kommen, dessen du dich nicht versiehst.
12 So tritt nun auf mit
deinen Beschwörern und der Menge deiner Zauberer, unter welchen du dich von
deiner Jugend auf bemüht hast, ob du dir könntest raten, ob du dich könntest
stärken.
13 Denn du bist müde von
der Menge deiner Anschläge. Laß hertreten und dir helfen die Meister des
Himmelslaufs und die Sterngucker, die nach den Monaten rechnen, was über dich
kommen werde.
14 Siehe, sie sind wie
Stoppeln, die das Feuer verbrennt; sie können ihr Leben nicht erretten vor der
Flamme; denn es wird nicht eine Glut sein, dabei man sich wärme, oder ein
Feuer, darum man sitzen möge.
15 Also sind sie, unter
welchen du dich bemüht hast, die mit dir Handel trieben von deiner Jugend auf;
ein jeglicher wird seines Ganges hierher und daher gehen, und hast keinen
Helfer.
Kap 48
22 Aber
die Gottlosen, spricht der HERR, haben keinen Frieden.
Kap. 49
7 So spricht der HERR,
der Erlöser Israels, sein Heiliger, zu der verachteten Seele, zu dem Volk, das
man verabscheut, zu dem Knecht, der unter den Tyrannen ist: Könige sollen sehen
und aufstehen, und Fürsten sollen niederfallen um des HERRN willen, der treu
ist, um des Heiligen in Israel willen, der dich erwählt hat.
23 Und Könige sollen
deine Pfleger, und ihre Fürstinnen deine Säugammen sein; sie werden vor dir
niederfallen zur Erde aufs Angesicht und deiner Füße Staub lecken. Da wirst du
erfahren, daß ich der HERR bin, an welchem nicht zu Schanden werden, die auf
mich harren.
25 Denn so spricht der
HERR: Nun sollen die Gefangenen dem Riesen genommen werden und der Raub des
Starken los werden; und ich will mit deinen Haderern hadern und deinen Kindern
helfen.
26 Und ich will deine
Schinder speisen mit ihrem eigenen Fleisch, und sie sollen von ihrem eigenen
Blut wie von süßem Wein trunken werden; und alles Fleisch soll erfahren, daß
ich bin der HERR, dein Heiland, und dein Erlöser der Mächtige in Jakob.
Kap. 50
9 Siehe, der HERR HERR
hilft mir; wer ist, der mich will verdammen? Siehe, sie werden allzumal wie ein
Kleid veralten, Motten werden sie fressen.
11 Siehe, ihr alle, die
ihr ein Feuer anzündet, mit Flammen gerüstet, geht hin in das Licht eures
Feuers und in die Flammen, die ihr angezündet habt! Solches widerfährt euch von
meiner Hand; in Schmerzen müßt ihr liegen.
Kap. 51
22 So spricht dein
Herrscher, der HERR, und dein Gott, der sein Volk rächt: Siehe, ich nehme den
Taumelkelch von deiner Hand samt den Hefen des Kelchs meines Grimmes; du sollst
ihn nicht mehr trinken,
23 sondern ich will ihn
deinen Schindern in die Hand geben, die zu deiner Seele sprachen: Bücke dich,
daß wir darüberhin gehen, und mache deinen Rücken zur Erde und wie die Gasse,
daß man darüberhin laufe.
Kap. 53
4 Fürwahr, er trug
unsere Krankheit und lud auf sich unsre Schmerzen. Wir aber hielten ihn für
den, der geplagt und von Gott geschlagen und gemartert wäre.
5 Aber er ist um unsrer
Missetat willen verwundet und um unsrer Sünde willen zerschlagen. Die Strafe
liegt auf ihm, auf daß wir Frieden hätten, und durch seine Wunden sind wir
geheilt.
Kap. 54
3 Denn du wirst
ausbrechen zur Rechten und zur Linken, und dein Same wird die Heiden erben und
in den verwüsteten Städten wohnen.
Kap. 57
17 Ich war zornig über
die Untugend ihres Geizes und schlug sie, verbarg mich und zürnte; da gingen
sie hin und her im Wege ihres Herzens.
20 Aber die Gottlosen
sind wie ein ungestümes Meer, das nicht still sein kann, und dessen Wellen Kot
und Unflat auswerfen.
21 Die
Gottlosen haben nicht Frieden, spricht mein Gott.
Kap. 60
10 Fremde werden deine
Mauern bauen, und ihre Könige werden dir dienen. Denn in meinem Zorn habe ich
dich geschlagen, und in meiner Gnade erbarme ich mich über dich.
12 Denn welche Heiden
oder Königreiche dir nicht dienen wollen, die sollen umkommen und die Heiden
verwüstet werden.
Kap. 61
2 zu verkündigen ein
gnädiges Jahr des Herrn und einen Tag der Rache unsers Gottes, zu trösten alle
Traurigen,
Kap. 63
1 Wer ist der, so von
Edom kommt, mit rötlichen Kleidern von Bozra? der so geschmückt ist in seinen
Kleidern und einhertritt in seiner großen Kraft? "Ich bin's, der
Gerechtigkeit lehrt und ein Meister ist zu helfen."
2 Warum ist dein Gewand
so rotfarben und dein Kleid wie eines Keltertreters?
3 "Ich trete die
Kelter allein, und ist niemand unter den Völkern mit mir. Ich habe sie
gekeltert in meinem Zorn und zertreten in meinem Grimm. Daher ist ihr Blut auf
meine Kleider gespritzt, und ich habe all mein Gewand besudelt.
4 Denn ich habe einen
Tag der Rache mir vorgenommen; das Jahr, die Meinen zu erlösen, ist gekommen.
5 Und ich sah mich um,
und da war kein Helfer; und ich verwunderte mich, und niemand stand mir bei;
sondern mein Arm mußte mir helfen, und mein Zorn stand mir bei.
6 Und ich habe die
Völker zertreten in meinem Zorn und habe sie trunken gemacht in meinem Grimm
und ihr Blut auf die Erde geschüttet."
10 Aber sie erbitterten
und entrüsteten seinen heiligen Geist; darum ward er ihr Feind und stritt wider
sie.
Kap. 65
3 Ein Volk, das mich
entrüstet, ist immer vor meinem Angesicht, opfert in den Gärten und räuchert
auf den Ziegelsteinen,
4 sitzt unter den
Gräbern und bleibt über Nacht in den Höhlen, fressen Schweinefleisch und haben
Greuelsuppen in ihren Töpfen
5 und sprechen:
"Bleibe daheim und rühre mich nicht an; denn ich bin heilig." Solche
sollen ein Rauch werden in meinem Zorn, ein Feuer, das den ganzen Tag brenne.
11 Aber
ihr, die ihr den HERRN verlasset und meines heiligen Berges vergesset und
richtet dem Gad einen Tisch und schenkt vom Trankopfer voll ein der Meni,
12 wohlan ich will euch
zählen zum Schwert, daß ihr euch alle bücken müßt zur Schlachtung, darum daß
ich rief, und ihr antwortetet nicht, daß ich redete, und ihr hörtet nicht,
sonder tatet, was mir übel gefiel, und erwähltet, was mir nicht gefiel.
13 Darum spricht der HERR
HERR also: Siehe, meine Knechte sollen essen, ihr aber sollt hungern; siehe,
meine Knechte sollen trinken, ihr aber sollt dürsten; siehe, meine Knechte
sollen fröhlich sein, ihr aber sollt zu Schanden werden;
14 siehe, meine Knechte
sollen vor gutem Mut jauchzen, ihr aber sollt vor Herzeleid schreien und vor
Jammer heulen
15 und sollt euren Namen
lassen meinen Auserwählten zum Schwur; und der HERR wird dich töten und seine
Knechte mit einem andern Namen nennen,
Kap. 66
4 Darum will ich auch
erwählen, was ihnen wehe tut; und was sie scheuen, will ich über sie kommen
lassen, darum daß ich rief, und niemand antwortete, daß ich redete, und sie
hörten nicht und taten, was mir übel gefiel, und erwählten, was mir nicht
gefiel.
5 Höret des HERRN Wort,
die ihr euch fürchtet vor seinem Wort: Eure Brüder, die euch hassen und sondern
euch ab um meines Namens willen, sprechen: "Laßt sehen, wie herrlich der
HERR sei, laßt ihn erscheinen zu eurer Freude"; die sollen zu Schanden
werden.
14 Ihr werdet's sehen,
und euer Herz wird sich freuen, und euer Gebein soll grünen wie Gras. Da wird
man erkennen die Hand des HERRN an seinen Knechten und den Zorn an seinen
Feinden.
15 Denn siehe, der HERR
wird kommen mit Feuer und seine Wagen wie ein Wetter, daß er vergelte im Grimm
seines Zorns und mit Schelten in Feuerflammen.
16 Denn der HERR wird
durchs Feuer richten und durch sein Schwert alles Fleisch; und der Getöteten
des HERRN wird viel sein.
17 Die sich heiligen und
reinigen in den Gärten, einer hier, der andere da, und essen
24 Und sie werden
hinausgehen und schauen die Leichname der Leute, die an mir übel gehandelt
haben; denn ihr Wurm wird nicht sterben, und ihr Feuer nicht verlöschen, und
werden allem Fleisch ein Greuel sein.
Kap. 1
14 Und der HERR sprach zu
mir: Von Mitternacht wird das Unglück ausbrechen über alle, die im Lande
wohnen.
15 Denn siehe, ich will
rufen alle Fürsten in den Königreichen gegen Mitternacht, spricht der HERR, daß
sie kommen sollen und ihre Stühle setzen vor die Tore zu Jerusalem und rings um
die Mauern her und vor alle Städte Juda's.
16 Und ich will das Recht
lassen über sie gehen um all ihrer Bosheit willen, daß sie mich verlassen und
räuchern andern Göttern und beten an ihrer Hände Werk.
17 So begürte nun deine
Lenden und mache dich auf und predige ihnen alles, was ich dich heiße.
Erschrick nicht vor ihnen, auf daß ich dich nicht erschrecke vor ihnen;
18 denn ich will dich
heute zur festen Stadt, zur eisernen Säule, zur ehernen Mauer machen im ganzen
Lande, wider die Könige Juda's, wider ihre Fürsten, wider ihre Priester, wider
das Volk im Lande,
19 daß, wenn sie gleich
wider dich streiten, sie dennoch nicht sollen wider dich siegen; denn ich bin
bei dir, spricht der HERR, daß ich dich errette.
Kap. 2
14 Ist denn Israel ein
Knecht oder Leibeigen, daß er jedermanns Raub sein muß?
15 Denn Löwen brüllen
über ihn und schreien und verwüsten sein Land, und seine Städte werden
verbrannt, daß niemand darin wohnt.
16 Dazu
zerschlagen die von Noph und Thachpanhes dir den Kopf.
17 Solches machst du dir
selbst, weil du den HERRN, deinen Gott, verläßt, so oft er dich den rechten Weg
leiten will.
18 Was hilft's dir, daß
du nach Ägypten ziehst und willst vom Wasser Sihor trinken? Und was hilft's
dir, daß du nach Assyrien ziehst und willst vom Wasser des Euphrat trinken?
19 Es ist deiner Bosheit
Schuld, daß du so gestäupt wirst, und deines Ungehorsams, daß du so gestraft
wirst. Also mußt du innewerden und erfahren, was es für Jammer und Herzeleid
bringt, den HERRN, deinen Gott, verlassen und ihn nicht fürchten, spricht der
HERR HERR Zebaoth.
20 Denn du hast immerdar
dein Joch zerbrochen und deine Bande zerrissen und gesagt: Ich will nicht
unterworfen sein! sondern auf allen hohen Hügeln und unter allen grünen Bäumen
liefst du den Götzen nach.
21 Ich aber hatte dich
gepflanzt zu einem süßen Weinstock, einen ganz rechtschaffenen Samen. Wie bist
du mir denn geraten zu einem bitteren, wilden Weinstock?
22 Und wenn du dich
gleich mit Lauge wüschest und nähmest viel Seife dazu, so gleißt doch deine
Untugend desto mehr vor mir, spricht der HERR HERR.
23 Wie darfst du denn
sagen: Ich bin nicht unrein, ich hänge nicht an den Baalim? Siehe an, wie du es
treibst im Tal, und bedenke, wie du es ausgerichtet hast.
24 Du läufst umher wie eine
Kamelstute in der Brunst, und wie ein Wild in der Wüste pflegt, wenn es vor
großer Brunst lechzt und läuft, daß es niemand aufhalten kann. Wer's wissen
will, darf nicht weit laufen; am Feiertage sieht man es wohl.
25 Schone doch deiner
Füße, daß sie nicht bloß, und deines Halses das er nicht durstig werde. Aber du
sprichst: Da wird nichts draus; ich muß mit den Fremden buhlen und ihnen
nachlaufen.
26 Wie ein Dieb zu
Schanden wird, wenn er ergriffen wird, also wird das Haus Israel zu Schanden
werden samt ihren Königen, Fürsten, Priestern und Propheten,
27 die zum Holz sagen: Du
bist mein Vater, und zum Stein: Du hast mich gezeugt. Denn sie kehren mir den
Rücken zu und nicht das Angesicht. Aber wenn die Not hergeht, sprechen sie:
Auf, und hilf uns!
28 Wo sind aber dann
deine Götter, die du dir gemacht hast? Heiße sie aufstehen; laß sehen, ob sie
dir helfen können in deiner Not! Denn so manche Stadt, so manchen Gott hast du,
Juda. 29Was wollt
ihr noch recht haben wider mich? Ihr seid alle von mir abgefallen, spricht der
HERR.
30 Alle Schläge sind
verloren an euren Kindern; sie lassen sich doch nicht ziehen. Denn euer Schwert
frißt eure Propheten wie ein wütiger Löwe.
31 Du böse Art, merke auf
des HERRN Wort! Bin ich denn für Israel eine Wüste oder ödes Land? Warum
spricht denn mein Volk: Wir sind die Herren und müssen dir nicht nachlaufen?
32 Vergißt doch eine
Jungfrau ihres Schmuckes nicht, noch eine Braut ihres Schleiers; aber mein Volk
vergißt mein ewiglich.
33 Was beschönst du viel
dein Tun, daß ich dir gnädig sein soll? Unter solchem Schein treibst du je mehr
und mehr Bosheit.
34 Überdas findet man
Blut der armen und unschuldigen Seelen bei dir an allen Orten, und das ist
nicht heimlich, sondern offenbar an diesen Orten.
35 Doch sprichst du: Ich
bin unschuldig; er wende seinen Zorn von mir. Siehe, ich will mit dir rechten,
daß du sprichst: Ich habe nicht gesündigt.
36 Wie weichst du doch so
gern und läufst jetzt dahin, jetzt hierher! Aber du wirst an Ägypten zu
Schanden werden, wie du an Assyrien zu Schanden geworden bist.
37 Denn du mußt von dort
auch wegziehen und deine Hände über dem Haupt zusammenschlagen; denn der Herr
wird deine Hoffnung trügen lassen, und nichts wird dir bei ihnen gelingen.
Kap. 3
1 Und er spricht: Wenn
sich ein Mann von seinem Weibe scheidet, und sie zieht von ihm und nimmt einen
andern Mann, darf er sie auch wieder annehmen? Ist's nicht also, daß das Land
verunreinigt würde? Du aber hast mit vielen Buhlen gehurt; doch komm wieder zu
mir; spricht der HERR.
2 Hebe deine Augen auf
zu den Höhen und siehe, wie du allenthalben Hurerei treibst. An den Straßen
sitzest du und lauerst auf sie wie ein Araber in der Wüste und verunreinigst
das Land mit deiner Hurerei und Bosheit.
3 Darum muß auch der
Frühregen ausbleiben und kein Spätregen kommen. Du hast eine Hurenstirn, du
willst dich nicht mehr schämen
Kap. 4
4
Beschneidet euch dem HERRN und tut weg die Vorhaut eures Herzens, ihr
Männer in Juda und ihr Leute zu Jerusalem, auf daß nicht mein Grimm ausfahre
wie Feuer und brenne, daß niemand löschen könne, um eurer Bosheit willen.
6 Werft zu Zion ein
Panier auf; flieht und säumt nicht! Denn ich bringe ein Unglück herzu von
Mitternacht und einen großen Jammer.
7 Es fährt daher der
Löwe aus seiner Hecke, und der Verstörer der Heiden zieht einher aus seinem
Ort, daß er dein Land verwüste und deine Städte ausbrenne, daß niemand darin
wohne.
11 Zu derselben Zeit wird
man diesem Volk und Jerusalem sagen: "Es kommt ein dürrer Wind über das
Gebirge her aus der Wüste, des Weges zu der Tochter meines Volks, nicht zum
Worfeln noch zu Schwingen."
12 Ja, ein Wind kommt,
der ihnen zu stark sein wird; da will ich denn auch mit ihnen rechten. 13Siehe, er fährt
daher wie Wolken, und seine Wagen sind wie Sturmwind, seine Rosse sind
schneller denn Adler. Weh uns! wir müssen verstört werden."
14 So wasche nun,
Jerusalem, dein Herz von der Bosheit, auf daß dir geholfen werde. Wie lange
wollen bei dir bleiben deine leidigen Gedanken?
15 Denn es kommt ein
Geschrei von Dan her und eine böse Botschaft vom Gebirge Ephraim.
16 Saget an den Heiden,
verkündiget in Jerusalem, daß Hüter kommen aus fernen Landen und werden
schreien wider die Städte Juda's.
17 Sie werden sich um sie
her lagern wie die Hüter auf dem Felde; denn sie haben mich erzürnt, spricht
der HERR.
18 Das hast du zum Lohn
für dein Wesen und dein Tun. Dann wird dein Herz fühlen, wie deine Bosheit so
groß ist.
19 Wie ist mir so
herzlich weh! Mein Herz pocht mir im Leibe, und habe keine Ruhe; denn meine
Seele hört der Posaunen Hall und eine Feldschlacht
20 und einen Mordschrei
über den andern; denn das ganze Land wird verheert, plötzlich werden meine
Hütten und meine Gezelte verstört.
21 Wie lange soll ich
doch das Panier sehen und der Posaune Hall hören?
22 Aber mein Volk ist
toll, und sie glauben mir nicht; töricht sind sie und achten's nicht. Weise
sind sie genug, Übles zu tun; aber wohltun wollen sie nicht lernen.
23 Ich schaute das Land
an, siehe, das war wüst und öde, und den Himmel, und er war finster.
24 Ich sah die Berge an,
und siehe, die bebten, und alle Hügel zitterten.
25 Ich sah, und siehe, da
war kein Mensch, und alle Vögel unter dem Himmel waren weggeflogen.
26 Ich sah, und siehe,
das Gefilde war eine Wüste; und alle Städte darin waren zerbrochen vor dem
HERRN und vor seinem grimmigen Zorn.
27 Denn so spricht der
HERR: Das ganze Land soll wüst werden, und ich will's doch nicht gar aus
machen.
28 Darum wird das Land
betrübt und der Himmel droben traurig sein; denn ich habe es geredet, ich habe
es beschlossen, und es soll mich nicht reuen, will auch nicht davon ablassen.
29 Aus allen Städten
werden sie vor dem Geschrei der Reiter und Schützen fliehen und in die dicken
Wälder laufen und in die Felsen kriechen; alle Städte werden verlassen stehen,
daß niemand darin wohnt.
30 Was willst du alsdann
tun, du Verstörte? Wenn du dich schon mit Purpur kleiden und mit goldenen
Kleinoden schmücken und dein Angesicht schminken würdest, so schmückst du dich
doch vergeblich; die Buhlen werden dich verachten, sie werden dir nach dem
Leben trachten.
31 Denn ich höre ein
Geschrei als einer Gebärerin, eine Angst als einer, die in den ersten
Kindesnöten ist, ein Geschrei der Tochter Zion, die da klagt und die Hände
auswirft: "Ach, wehe mir! Ich muß fast vergehen vor den Würgern."
Kap. 5
5 Ich will zu den
Gewaltigen gehen und mit ihnen reden; die werden um des HERRN Weg und ihres Gottes
Recht wissen. Aber sie allesamt hatten das Joch zerbrochen und die Seile
zerrissen.
6 Darum wird sie auch
der Löwe, der aus dem Walde kommt, zerreißen, und der Wolf aus der Wüste wird
sie verderben, und der Parder wird um ihre Städte lauern; alle, die daselbst
herausgehen, wird er fressen. Denn ihrer Sünden sind zuviel, und sie bleiben
verstockt in ihrem Ungehorsam.
7 Wie soll ich dir denn
gnädig sein, weil mich meine Kinder verlassen und schwören bei dem, der nicht
Gott ist? und nun ich ihnen vollauf gegeben habe, treiben sie Ehebruch und
laufen ins Hurenhaus.
8 Ein jeglicher wiehert
nach seines Nächsten Weib wie die vollen, müßigen Hengste.
9 Und ich sollte sie um
solches nicht heimsuchen? spricht der HERR, und meine Seele sollte sich nicht rächen
an solchem Volk, wie dies ist?
10 Stürmet ihre Mauern
und werfet sie um, und macht's nicht gar aus! Führet ihre Reben weg, denn sie
sind nicht des HERRN;
11 sondern
sie verachten mich, beide, das Haus Israel und das Haus Juda, spricht der HERR.
12 Sie verleugnen den
HERRN und sprechen: "Das ist er nicht, und so übel wird es uns nicht
gehen; Schwert und Hunger werden wir nicht sehen.
13 Ja, die Propheten sind
Schwätzer und haben auch Gottes Wort nicht; es gehe über sie selbst also!"
14 Darum spricht der
HERR, der Gott Zebaoth: Weil ihr solche Rede treibt, siehe, so will ich meine
Worte in deinem Munde zu Feuer machen, und dies Volk zu Holz, und es soll sie
verzehren.
15 Siehe, ich will über
euch vom Hause Israel, spricht der HERR, ein Volk von ferne bringen, ein
mächtiges Volk, dessen Sprache du nicht verstehst, und kannst nicht vernehmen,
was sie reden.
16 Seine
Köcher sind offene Gräber; es sind eitel Helden.
17 Sie werden deine Ernte
und dein Brot verzehren; sie werde deine Söhne und Töchter fressen; sie werden
deine Schafe und Rinder verschlingen; sie werden deine Weinstöcke und
Feigenbäume verzehren; deine festen Städte, darauf du dich verläßt, werden sie
mit dem Schwert verderben.
18 Doch will ich's,
spricht der HERR, zur selben Zeit mit euch nicht gar aus machen.
19 Und ob sie würden
sagen: "Warum tut uns der HERR, unser Gott, solches alles?", sollst
du ihnen antworten: Wie ihr mich verlaßt und den fremden Göttern dient in eurem
eigenen Lande, also sollt ihr auch Fremden dienen in einem Lande, das nicht
euer ist.
20 Solches sollt ihr
verkündigen im Hause Jakob und predigen in Juda und sprechen:
21 Höret zu, ihr tolles Volk, das
keinen Verstand hat, die da Augen haben, und sehen nicht, Ohren haben, und
hören nicht!
22 Wollt ihr mich nicht
fürchten? spricht der HERR, und vor mir nicht erschrecken, der ich dem Meer den
Sand zum Ufer setzte, darin es allezeit bleiben muß, darüber es nicht gehen
darf? Und ob's schon wallet, so vermag's doch nichts; und ob seine Wellen schon
toben, so dürfen sie doch nicht darüberfahren.
23 Aber dies Volk hat ein
abtrünniges, ungehorsames Herz; sie bleiben abtrünnig und gehen immerfort weg
24 und sprechen nicht
einmal in ihrem Herzen: Laßt uns doch den HERRN, unsern Gott, fürchten, der uns
Frühregen und Spätregen zu rechter Zeit gibt und uns die Ernte treulich und
jährlich behütet.
25 Aber eure Missetaten
hindern solches, und eure Sünden wenden das Gute von euch.
26 Denn man findet unter
meinem Volk Gottlose, die den Leuten nachstellen und Fallen zurichten, sie zu
fangen, wie die Vogler tun.
27 Und ihre Häuser sind
voller Tücke, wie ein Vogelbauer voller Lockvögel ist. Daher werden sie
gewaltig und reich, fett und glatt.
28 Sie gehen mit bösen
Stücken um; sie halten kein Recht, der Waisen Sache fördern sie nicht, daß auch
sie Glück hätten, und helfen den Armen nicht zum Recht.
29 Sollte ich denn
solches nicht heimsuchen, spricht der HERR, und meine Seele sollte sich nicht
rächen an solchem Volk, wie dies ist?
30 Es
steht greulich und schrecklich im Lande.
31 Die Propheten
weissagen falsch, und die Priester herrschen in ihrem Amt, und mein Volk hat's
gern also. Wie will es euch zuletzt darob gehen?
Kap. 6
6 Denn also spricht der HERR
Zebaoth: Fällt die Bäume und werft einen Wall auf wider Jerusalem; denn sie ist
eine Stadt, die heimgesucht werden soll. Ist doch eitel Unrecht darin.
7 Denn gleichwie ein
Born sein Wasser quillt, also quillt auch ihre Bosheit. Ihr Frevel und Gewalt
schreit über sie, und ihr Morden und Schlagen treiben sie täglich vor mir.
8 Bessere dich
Jerusalem, ehe sich mein Herz von dir wendet und ich dich zum wüsten Lande
mache, darin niemand wohne!
9 So
spricht der HERR Zebaoth: Was übriggeblieben ist von Israel, das muß
nachgelesen werden wie am Weinstock. Der Weinleser wird eins nach dem andern in
die Butten werfen.
10 Ach, mit wem soll ich
doch reden und zeugen? Daß doch jemand hören wollte! Aber ihre Ohren sind unbeschnitten;
sie können's nicht hören. Siehe, sie halten des HERRN Wort für einen Spott und
wollen es nicht.
11 Darum bin ich von des
HERRN Drohen so voll, daß ich's nicht lassen kann. Schütte es aus über die
Kinder auf der Gasse und über die Mannschaft im Rat miteinander; denn es sollen
beide, Mann und Weib, Alte und der Wohlbetagte, gefangen werden.
12 Ihre Häuser sollen den
Fremden zuteil werden samt den Äckern und Weibern; denn ich will meine Hand
ausstrecken, spricht der HERR, über des Landes Einwohner.
13 Denn sie geizen
allesamt, klein und groß; und beide, Propheten und Priester, gehen allesamt mit
Lügen um
14 und trösten mein Volk
in seinem Unglück, daß sie es gering achten sollen, und sagen: "Friede!
Friede!", und ist doch nicht Friede.
15 Darum werden sie mit
Schanden bestehen, daß sie solche Greuel treiben; wiewohl sie wollen
ungeschändet sein und wollen sich nicht schämen. Darum müssen sie fallen auf
einen Haufen; und wenn ich sie heimsuchen werde, sollen sie stürzen, spricht
der HERR.
16 So spricht der HERR:
Tretet auf die Wege und schauet und fraget nach den vorigen Wegen, welches der
gute Weg sei, und wandelt darin, so werdet ihr Ruhe finden für eure Seele! Aber
sie sprechen: Wir wollen's nicht tun!
17 Ich habe Wächter über
dich gesetzt: Merket auf die Stimme der Drommete! Aber sie sprechen: Wir
wollen's nicht tun!
18 Darum
so höret, ihr Heiden, und merket samt euren Leuten!
19 Du, Erde, höre zu!
Siehe, ich will ein Unglück über dies Volk bringen, darum daß sie auf meine
Worte nicht achten und mein Gesetz verwerfen.
20 Was frage ich nach
Weihrauch aus Reicharabien und nach den guten Zimtrinden, die aus fernen Landen
kommen? Eure Brandopfer sind mir nicht angenehm, und eure Opfer gefallen mir
nicht.
21 Darum spricht der HERR
also: Siehe, ich will diesem Volk einen Anstoß in den Weg stellen, daran sich
die Väter und Kinder miteinander stoßen und ein Nachbar mit dem andern umkommen
sollen.
22 So spricht der HERR:
Siehe, es wird ein Volk kommen von Mitternacht, und ein großes Volk wird sich
erregen vom Ende der Erde,
23 die Bogen und Lanze
führen. Es ist grausam und ohne Barmherzigkeit; sie brausen daher wie ein
ungestümes Meer und reiten auf Rossen, gerüstet wie Kriegsleute, wider dich, du
Tochter Zion.
24 Wenn wir von ihnen
hören werden, so werden uns die Fäuste entsinken; es wird uns angst und weh
werden wie einer Gebärerin.
25 Es gehe ja niemand
hinaus auf den Acker, niemand gehe über Feld; denn es ist allenthalben unsicher
vor dem Schwert des Feindes.
26
O Tochter meines Volks, zieh Säcke an und lege
dich in Asche; trage Leid wie um einen einzigen Sohn und klage wie die, so hoch
betrübt sind! denn der Verderber kommt über uns plötzlich.
27 Ich habe dich zum
Schmelzer gesetzt unter mein Volk, das so hart ist, daß du ihr Wesen erfahren
und prüfen sollst.
28 Sie sind allzumal
Abtrünnige und wandeln verräterisch, sind Erz und Eisen; alle sind sie
verderbt.
29 Der Blasebalg ist
verbrannt, das Blei verschwindet; das Schmelzen ist umsonst, denn das Böse ist
nicht davon geschieden.
30 Darum heißen sie auch
ein verworfenes Silber; denn der HERR hat sie verworfen.
Kap. 7
8 Aber
nun verlasset ihr euch auf Lügen, die nichts nütze sind.
9 Daneben seid ihr
Diebe, Mörder, Ehebrecher und Meineidige und räuchert dem Baal und folgt
fremden Göttern nach, die ihr nicht kennt.
10 Darnach kommt ihr dann
und tretet vor mich in diesem Hause, das nach meinem Namen genannt ist, und
sprecht: Es hat keine Not mit uns, weil wir solche Greuel tun.
11 Haltet ihr denn dies
Haus, das nach meinem Namen genannt ist, für eine Mördergrube? Siehe, ich sehe
es wohl, spricht der HERR.
12 Gehet hin an meinen
Ort zu Silo, da vormals mein Name gewohnt hat, und schauet, was ich daselbst
getan habe um der Bosheit willen meines Volkes Israel.
13 Weil ihr denn alle
solche Stücke treibt, spricht der HERR, und ich stets euch predigen lasse, und
ihr wollt nicht hören, ich rufe euch, und ihr wollt nicht antworten:
14 so will ich dem Hause,
das nach meinem Namen genannt ist, darauf ihr euch verlaßt, und den Ort, den
ich euren Vätern gegeben habe, eben tun, wie ich zu Silo getan habe,
15 und will euch von
meinem Angesicht wegwerfen, wie ich weggeworfen habe alle eure Brüder, den
ganzen Samen Ephraims.
16 Und du sollst für dies
Volk nicht bitten und sollst für sie keine Klage noch Gebet vorbringen, auch
nicht sie vertreten vor mir; denn ich will dich nicht hören.
17 Denn siehst du nicht,
was sie tun in den Städten Juda's und auf den Gassen zu Jerusalem?
18 Die Kinder lesen Holz,
so zünden die Väter das Feuer an, und die Weiber kneten den Teig, daß sie der
Himmelskönigin Kuchen backen, und geben Trankopfer den fremden Göttern, daß sie
mir Verdruß tun.
19 Aber sie sollen nicht
mir damit, spricht der HERR, sondern sich selbst Verdruß tun und müssen zu
Schanden werden.
20 Darum spricht der HERR
HERR: Siehe, mein Zorn und mein Grimm ist ausgeschüttet über diesen Ort, über
Menschen und Vieh, über Bäume auf dem Felde und über die Früchte des Landes;
und der soll brennen, daß niemand löschen kann.
21 So spricht der HERR
Zebaoth, der Gott Israels: Tut eure Brandopfer und anderen Opfer zuhauf und
esset Fleisch.
22 Denn ich habe euren
Vätern des Tages, da ich sie aus Ägyptenland führte, weder gesagt noch geboten
von Brandopfer und anderen Opfern;
23 sondern dies gebot ich
ihnen und sprach: Gehorchet meinem Wort, so will ich euer Gott sein, und ihr
sollt mein Volk sein; und wandelt auf allen Wegen, die ich euch gebiete, auf
daß es euch wohl gehe.
24 Aber sie wollen nicht
hören noch ihre Ohren zuneigen, sondern wandelten nach ihrem eigenen Rat und
nach ihres bösen Herzens Gedünken und gingen hinter sich und nicht vor sich.
25 Ja, von dem Tage an,
da ich eure Väter aus Ägyptenland geführt habe, bis auf diesen Tag habe ich
stets zu euch gesandt alle meine Knechte, die Propheten.
26 Aber sie wollen mich
nicht hören noch ihre Ohren neigen, sondern waren halsstarrig und machten's
ärger denn ihre Väter.
27 Und wenn du ihnen dies
alles schon sagst, so werden sie dich doch nicht hören; rufst du ihnen, so
werden sie dir nicht antworten.
28 Darum sprich zu ihnen:
Dies ist das Volk, das den HERRN, seinen Gott, nicht hören noch sich bessern
will. Der Glaube ist untergegangen und ausgerottet von ihrem Munde.
29 Schneide deine Haare
ab und wirf sie von dir und wehklage auf den Höhen; denn der HERR hat dies
Geschlecht, über das er zornig ist, verworfen und verstoßen.
30 Denn die Kinder Juda
tun übel vor meinen Augen, spricht der HERR. Sie setzen ihre Greuel in das
Haus, das nach meinem Namen genannt ist, daß sie es verunreinigen,
31 und bauen die Altäre
des Thopheth im Tal Ben-Hinnom, daß sie ihre Söhne und Töchter verbrennen, was
ich nie geboten noch in den Sinn genommen habe.
32 Darum siehe, es kommt
die Zeit, spricht der HERR, daß man's nicht mehr heißen soll Thopheth und das
Tal Ben-Hinnom, sondern Würgetal; und man wird im Thopheth müssen begraben,
weil sonst kein Raum mehr sein wird.
33 Und die Leichname
dieses Volkes sollen den Vögeln des Himmels und den Tieren auf Erden zur Speise
werden, davon sie niemand scheuchen wird.
34 Und ich will in den
Städten Juda's und auf den Gassen zu Jerusalem wegnehmen das Geschrei der
Freude und Wonne und die Stimme des Bräutigams und der Braut; denn das Land
soll wüst sein.
Kap. 8
1 Zu derselben Zeit,
spricht der HERR, wird man die Gebeine der Könige Juda's, die Gebeine ihrer
Fürsten, die Gebeine der Priester, die Gebeine der Propheten, die Gebeine der
Bürger zu Jerusalem aus ihren Gräbern werfen;
2 und wird sie
hinstreuen unter Sonne, Mond und alles Heer des Himmels, welche sie geliebt und
denen sie gedient haben, denen sie nachgefolgt sind und die sie gesucht und
angebetet haben. Sie sollen nicht wieder aufgelesen und begraben werden,
sondern Kot auf der Erde sein.
3 Und alle übrigen von
diesem bösen Volk, an welchen Ort sie sein werden, dahin ich sie verstoßen
habe, werden lieber tot als lebendig sein wollen, spricht der HERR Zebaoth.
8 Wie mögt ihr doch
sagen: "Wir wissen, was recht ist, und haben die heilige Schrift vor
uns"? Ist's doch eitel Lüge, was die Schriftgelehrten setzen.
9 Darum müssen solche
Lehrer zu Schanden, erschreckt und gefangen werden; denn was können sie Gutes
lehren, weil sie des HERRN Wort verwerfen?
10 Darum will ich ihre
Weiber den Fremden geben und ihre Äcker denen, die sie verjagen werden. Denn
sie geizen allesamt, beide, klein und groß; und beide, Priester und Propheten,
gehen mit Lügen um
1 und
trösten mein Volk in ihrem Unglück, daß sie es gering achten sollen, und sagen:
"Friede! Friede!", und ist doch nicht Friede.
12 Darum werden sie mit
Schanden bestehen, daß sie solche Greuel treiben; wiewohl sie wollen
ungeschändet sein und wollen sich nicht schämen. Darum müssen sie fallen auf
einen Haufen; und wenn ich sie heimsuchen werde, sollen sie stürzen, spricht
der HERR.
13 Ich will sie also
ablesen, spricht der HERR, daß keine Trauben am Weinstock und keine Feigen am
Feigenbaum bleiben, ja auch die Blätter wegfallen sollen; und was ich ihnen
gegeben habe, das soll ihnen genommen werden.
14 Wo werden wir dann
wohnen? Ja, sammelt euch dann und laßt uns in die festen Städte ziehen, daß wir
daselbst umkommen. Denn der HERR, unser Gott, wird uns umkommen lassen und
tränken mit einem bitteren Trunk, daß wir so gesündigt haben wider den HERRN.
15 Wir hofften, es sollte
Friede werden, so kommt nichts Gutes; wir hofften, wir sollten heil werden,
aber siehe, so ist mehr Schaden da.
16 Man hört ihre Rosse
schnauben von Dan her; vom Wiehern ihrer Gäule erbebt das ganze Land. Und sie
fahren daher und werden das Land auffressen mit allem, was darin ist, die
Städte samt allen, die darin wohnen. 17Denn siehe, ich will Schlangen und Basilisken unter euch senden,
die nicht zu beschwören sind; die sollen euch stechen, spricht der HERR.
18 Was mag mich in meinem
Jammer erquicken? Mein Herz ist krank.
19 Siehe, die Tochter
meines Volks wird schreien aus fernem Lande her: "Will denn er HERR nicht
mehr Gott sein zu Zion, oder soll sie keinen König mehr haben?" Ja, warum
haben sie mich so erzürnt durch ihre Bilder und fremde, unnütze Gottesdienste?
20 "Die Ernte ist
vergangen, der Sommer ist dahin, und uns ist keine Hilfe gekommen."
21 Mich jammert herzlich,
daß mein Volk so verderbt ist; ich gräme mich und gehabe mich übel.
22 Ist denn keine Salbe
in Gilead, oder ist kein Arzt da? Warum ist denn die Tochter meines Volks nicht
geheilt?
23 Ach
dass ich Wasser genug hätte in meinem Haupte und meine Augen Tränenquellen
wären, dass ich Tag und Nacht beweinen möchte die Erschlagenen in meinem Volk.
Kap. 9
7 Darum spricht der HERR
Zebaoth also: Siehe, ich will sie schmelzen und prüfen. Denn was soll ich sonst
tun, wenn ich ansehe die Tochter meines Volks?
8 Ihre falschen Zungen
sind mörderische Pfeile; mit ihrem Munde reden sie freundlich gegen den
Nächsten, aber im Herzen lauern sie auf ihn.
9 Sollte ich nun solches
nicht heimsuchen an ihnen, spricht der HERR, und meine Seele sollte sich nicht
rächen an solchem Volk, wie dies ist?
10 Ich muß auf den Bergen
weinen und heulen und bei den Hürden in der Wüste klagen; denn sie sind so gar
verheert, daß niemand da wandelt und man auch nicht ein Vieh schreien hört. Es
ist beides, Vögel des Himmels und das Vieh, alles weg.
11 Und ich will Jerusalem
zum Steinhaufen und zur Wohnung der Schakale machen und will die Städte Juda's
wüst machen, daß niemand darin wohnen soll.
12 Wer nun weise wäre und
ließe es sich zu Herzen gehen und verkündigte, was des HERRN Mund zu ihm sagt,
warum das Land verderbt und verheert wird wie eine Wüste, da niemand wandelt!
13 Und der HERR sprach:
Darum daß sie mein Gesetz verlassen, daß ich ihnen vorgelegt habe, und
gehorchen meiner Rede nicht, leben auch nicht darnach,
14 sondern folgen ihres
Herzens Gedünken und den Baalim, wie sie ihre Väter gelehrt haben:
15 darum spricht der HERR
Zebaoth, der Gott Israels, also: Siehe ich will dies Volk mit Wermut speisen
und mit Galle tränken;
16 ich will sie unter die
Heiden zerstreuen, welche weder sie noch ihre Väter gekannt haben, und will das
Schwert hinter sie schicken, bis daß es aus mit ihnen sei.
17 So spricht der HERR
Zebaoth: Schaffet und bestellt Klageweiber, daß sie kommen, und schickt nach
denen, die es wohl können,
18 daß sie eilend um uns
klagen, daß unsre Augen von Tränen rinnen und unsre Augenlider von Wasser
fließen,
19 daß man ein klägliches
Geschrei höre zu Zion: Ach, wie sind wir so gar verstört und zu Schanden
geworden! Wir müssen das Land räumen; denn sie haben unsere Wohnungen
geschleift.
20 So höret nun, ihr
Weiber, des HERRN Wort und nehmet zu Ohren seines Mundes Rede; lehret eure
Töchter weinen, und eine lehre die andere klagen:
21 Der Tod ist zu unseren
Fenstern eingefallen und in unsere Paläste gekommen, die Kinder zu würgen auf
der Gasse und die Jünglinge auf der Straße.
25 Siehe, es kommt die
Zeit, spricht der HERR, daß ich heimsuchen werde alle, die Beschnittenen mit
den Unbeschnittenen:
26 Ägypten, Juda, Edom, die
Kinder Ammon, Moab und alle, die das Haar rundumher abschneiden, die in der
Wüste wohnen. Denn alle Heiden haben unbeschnittenen Vorhaut; aber das ganze
Israel hat ein unbeschnittenes Herz.
Kap. 10
18 Denn so spricht der HERR:
Siehe, ich will die Einwohner des Landes auf diesmal wegschleudern und will sie
ängsten, daß sie es fühlen sollen.
22 Siehe, es kommt ein
Geschrei daher und ein großes Beben aus dem Lande von Mitternacht, daß die
Städte Juda's verwüstet und zur Wohnung der Schakale werden sollen.
25 Schütte aber deinen
Zorn über die Heiden, so dich nicht kennen, und über die Geschlechter, so
deinen Namen nicht anrufen. Denn sie haben Jakob aufgefressen und verschlungen;
sie haben ihn weggeräumt und seine Wohnung verwüstet.
Kap. 11
1 Dies ist das Wort, das
zu Jeremia geschah vom HERRN, und sprach:
2 Höret die Worte dieses
Bundes, daß ihr sie denen in Juda und den Bürgern zu Jerusalem saget.
3 Und sprich zu ihnen:
So spricht der HERR, der Gott Israels: Verflucht sei, wer nicht gehorcht den
Worten dieses Bundes,
8 Aber sie gehorchten
nicht, neigten auch ihre Ohren nicht; sondern ein jeglicher ging nach seines
bösen Herzens Gedünken. Darum habe ich auch über sie kommen lassen alle Worte
dieses Bundes, den ich geboten habe zu tun, und nach dem sie doch nicht getan
haben.
9 Und der HERR sprach zu
mir: Ich weiß wohl, wie sie in Juda und zu Jerusalem sich rotten.
10 Sie kehren sich eben
zu den Sünden ihrer Väter, die vormals waren, welche auch nicht gehorchen
wollten meinen Worten und folgten auch andern Göttern nach und dienten ihnen.
Also hat das Haus Israel und das Haus Juda meinen Bund gebrochen, den ich mit
ihren Vätern gemacht habe.
11 Darum siehe, spricht
der HERR, ich will ein Unglück über sie gehen lassen, dem sie nicht sollen
entgehen können; und wenn sie zu mir Schreien, will ich sie nicht hören.
16 Der HERR nannte dich
einen grünen, schönen, fruchtbaren Ölbaum; aber nun hat er mit einem
Mordgeschrei ein Feuer um ihn lassen anzünden, daß seine Äste verderben müssen.
17 Denn der HERR Zebaoth,
der dich gepflanzt hat, hat dir ein Unglück gedroht um der Bosheit willen des
Hauses Israel und des Hauses Juda, welche sie treiben, daß sie mich erzürnen
mit ihrem Räuchern, das sie dem Baal tun.
21 Darum spricht der HERR
also wider die Männer zu Anathoth, die dir nach deinem Leben stehen und
sprechen: Weissage uns nicht im Namen des HERRN, willst du anders nicht von
unsern Händen sterben!
22 darum spricht der HERR
Zebaoth also: Siehe, ich will sie heimsuchen; ihre junge Mannschaft soll mit
dem Schwert getötet werden, und ihre Söhne und Töchter sollen Hungers sterben,
daß nichts von ihnen übrigbleibe;
23 denn ich will über die
Männer zu Anathoth Unglück kommen lassen des Jahres, wann sie heimgesucht
werden sollen.
Kap. 12
12 Denn die Verstörer
fahren daher über alle Hügel der Wüste, und das fressende Schwert des HERRN von
einem Ende des Landes bis zum andern; und kein Fleisch wird Frieden haben.
13 Sie säen Weizen, aber
Disteln werden sie ernten; sie lassen's sich sauer werden, aber sie werden's
nicht genießen; sie werden ihres Einkommens nicht froh werden vor dem grimmigen
Zorn des HERRN.
14 So spricht der HERR
wider alle meine bösen Nachbarn, so das Erbteil antasten, das ich meinem Volk
Israel ausgeteilt habe: Siehe, ich will sie aus ihrem Lande ausreißen und das
Haus Juda aus ihrer Mitte reißen.
15 Und wenn ich sie nun
ausgerissen habe, will ich mich wiederum über sie erbarmen und will einen
jeglichen zu seinem Erbteil und in sein Land wiederbringen.
16 Und soll geschehen, wo
sie von meinem Volk lernen werden, daß sie schwören bei meinem Namen: "So
wahr der HERR lebt!", wie sie zuvor mein Volk gelehrt haben schwören bei
Baal, so sollen sie unter meinem Volk erbaut werden.
17 Wo sie aber nicht
hören wollen, so will ich solches Volk ausreißen und umbringen, spricht der
HERR.
Kap. 13
8 Da
geschah des HERRN Wort zu mir und sprach:
9 So spricht der HERR:
Eben also will ich auch verderben die große Hoffart Juda's und Jerusalems.
10 Das böse Volk, das meine
Worte nicht hören will, sondern gehen hin nach Gedünken ihres Herzens und
folgen andern Göttern, daß sie ihnen dienen und sie anbeten: sie sollen werden
wie der Gürtel, der nichts mehr taugt.
14 und will einen mit dem
andern, die Väter samt den Kindern, verstreuen, spricht der HERR; und will
weder schonen noch übersehen noch barmherzig sein über ihrem Verderben.
24 Darum will ich sie
zerstreuen wie Stoppeln, die vor dem Winde aus der Wüste verweht werden.
25 Das soll dein Lohn
sein und dein Teil, den ich dir zugemessen habe, spricht der HERR. Darum daß du
mein vergessen hast und verlässest dich auf Lügen,
26 so will ich auch deine
Säume hoch aufdecken, daß man deine Schande sehen muß.
27 Denn ich habe gesehen deine
Ehebrecherei, dein Geilheit, deine freche Hurerei, ja, deine Greuel auf Hügeln
und auf Äckern. Weh dir, Jerusalem! Wann wirst du doch endlich rein werden?
Kap. 14
1 Dies ist das Wort, das
der HERR zu Jeremia sagte von der teuren Zeit:
2 Juda liegt jämmerlich,
ihre Tore stehen elend; es steht kläglich auf dem Lande, und ist zu Jerusalem
ein großes Geschrei.
3 Die Großen schicken
die Kleinen nach Wasser; aber wenn sie zum Brunnen kommen, finden sie kein
Wasser und bringen ihre Gefäße leer wieder; sie gehen traurig und betrübt und
verhüllen ihre Häupter.
4 Darum daß die Erde
lechzt, weil es nicht regnet auf die Erde, gehen die Ackerleute traurig und
verhüllen ihre Häupter.
5 Denn auch die Hinden,
die auf dem Felde werfen, verlassen ihre Jungen, weil kein Gras wächst.
6 Das Wild steht auf den
Hügeln und schnappt nach der Luft wie die Drachen und verschmachtet, weil kein
Kraut wächst.
10 So spricht der HERR
von diesem Volk: Sie laufen gern hin und wieder und bleiben nicht gern daheim;
darum will sie der HERR nicht, sondern er denkt nun an ihre Missetat und will
ihre Sünden heimsuchen.
11 Und der HERR sprach zu
mir: Du sollst nicht für dies Volk um Gnade bitten.
12 Denn ob sie gleich
fasten, so will ich doch ihr Flehen nicht hören; und ob sie Brandopfer und
Speisopfer bringen, so gefallen sie mir doch nicht, sondern ich will sie mit
Schwert, Hunger und Pestilenz aufreiben.
15 Darum so spricht der
HERR von den Propheten, die in meinem Namen weissagen, so ich sie doch nicht
gesandt habe, und die dennoch predigen, es werde kein Schwert und keine
Teuerung in dies Land kommen: Solche Propheten sollen sterben durch Schwert und
Hunger.
16 Und die Leute, denen
sie weissagen, sollen vom Schwert und Hunger auf den Gassen zu Jerusalem hin
und her liegen, daß sie niemand begraben wird, also auch ihre Weiber, Söhne und
Töchter; und ich will ihre Bosheit über sie schütten.
17 Und du sollst zu ihnen
sagen dies Wort: Meine Augen fließen von Tränen Tag und Nacht und hören nicht
auf; denn die Jungfrau, die Tochter meines Volks, ist greulich zerplagt und
jämmerlich geschlagen.
18 Gehe ich hinaus aufs
Feld, siehe, so liegen da Erschlagene mit dem Schwert; komme ich in die Stadt,
so liegen da vor Hunger Verschmachtete. Denn es müssen auch die Propheten, dazu
auch die Priester in ein Land ziehen, das sie nicht kennen.
Kap. 15
1 Und der HERR sprach zu
mir: Und wenngleich Mose und Samuel vor mir stünden, so habe ich doch kein Herz
zu diesem Volk; treibe sie weg von mir und laß sie hinfahren!
2 Und wenn sie zu dir
sagen: Wo sollen wir hin? so sprich zu ihnen: So spricht der HERR: Wen der Tod
trifft, den treffe er; wen das Schwert trifft, den treffe es; wen der Hunger
trifft, den treffe er; wen das Gefängnis trifft, den treffe es.
3 Denn ich will sie heimsuchen
mit vielerlei Plagen, spricht der HERR: mit dem Schwert, daß sie erwürgt
werden; mit Hunden, die sie schleifen sollen; mit den Vögeln des Himmels und
mit Tieren auf Erden, daß sie gefressen und vertilgt werden sollen.
4 Und ich will sie in
allen Königreichen auf Erden hin und her treiben lassen um Manasses willen, des
Sohnes Hiskias, des Königs in Juda, um deswillen, was er zu Jerusalem begangen
hat.
5 Wer will denn sich
dein erbarmen, Jerusalem? Wer wird denn Mitleiden mit dir haben? Wer wird denn
hingehen und dir Frieden wünschen?
6 Du hast mich
verlassen, spricht der HERR, und bist von mir abgefallen; darum habe ich meine
Hand ausgestreckt wider dich, daß ich dich verderben will; ich bin des
Erbarmens müde.
7
Ich will sie mit der Wurfschaufel zum
Lande hinausworfeln und will mein Volk, so von seinem Wesen sich nicht bekehren
will, zu eitel Waisen machen und umbringen.
8
Es sollen mir mehr Witwen unter ihnen
werden, denn Sand am Meer ist. Ich will über die Mutter der jungen Mannschaft
kommen lassen einen offenbaren Verderber und die Stadt damit plötzlich und
unversehens überfallen lassen,
9 daß die, die sieben Kinder hat,
soll elend sein und von Herzen seufzen. Denn ihre Sonne soll bei hohem Tage
untergehen, daß ihr Ruhm und ihre Freude ein Ende haben soll. Und die übrigen
will ich ins Schwert geben vor ihren Feinden, spricht der HERR.
13 Ich will aber zuvor
euer Gut und eure Schätze zum Raub geben, daß ihr nichts dafür kriegen sollt,
und das um aller eurer Sünden willen, die ihr in allen euren Grenzen begangen
habt.
14 Und ich will euch zu
euren Feinden bringen in ein Land, das ihr nicht kennt; denn es ist das Feuer
in meinem Zorn über euch angegangen.
Kap. 16
1 Und
des HERRN Wort geschah zu mir und sprach:
2 Du sollst kein Weib
nehmen und weder Söhne noch Töchter zeugen an diesem Ort.
3 Denn so spricht der
HERR von den Söhnen und Töchtern, die an diesem Ort geboren werden, dazu von
ihren Müttern die sie gebären, und von ihren Vätern, die sie zeugen in diesem
Lande:
4 Sie sollen an Krankheiten
sterben und weder beklagt noch begraben werden, sondern sollen Dung werden auf
dem Lande, dazu durch Schwert und Hunger umkommen, und ihre Leichname sollen
der Vögel des Himmels und der Tiere auf Erden Speise sein.
5 Denn so spricht der HERR:
Du sollst nicht zum Trauerhaus gehen und sollst auch nirgend hin zu Klagen
gehen noch Mitleiden über sie haben; denn ich habe meinen Frieden von diesem
Volk weggenommen, spricht der HERR, samt meiner Gnade und Barmherzigkeit,
6 daß beide, groß und klein,
sollen in diesem Lande sterben und nicht begraben noch beklagt werden, und
niemand wird sich über sie zerritzen noch kahl scheren.
7 Und man wird auch
nicht unter sie Brot austeilen bei der Klage, sie zu trösten über die Leiche,
und ihnen auch nicht aus dem Trostbecher zu trinken geben über Vater und
Mutter.
8 Du sollst auch in kein
Trinkhaus gehen, bei ihnen zu sitzen, weder zu essen noch zu trinken.
9 Denn so spricht der
HERR Zebaoth, der Gott Israels: Siehe, ich will an diesem Ort wegnehmen vor
euren Augen und bei eurem Leben die Stimme der Freude und Wonne, die Stimme des
Bräutigams und der Braut.
10 Und wenn du solches
alles diesem Volk gesagt hast und sie zu dir sprechen werden: Warum redet der
HERR über uns all dies Unglück? welches ist die Missetat und Sünde, damit wir
wider den HERRN, unsern Gott, gesündigt haben?
11 sollst du ihnen sagen:
Darum daß eure Väter mich verlassen haben, spricht der HERR, und andern Göttern
gefolgt sind, ihnen gedient und sie angebetet, mich aber verlassen und mein
Gesetz nicht gehalten haben
12 und ihr noch ärger tut
als eure Väter. Denn siehe, ein jeglicher lebt nach seines bösen Herzens
Gedünken, daß er mir nicht gehorche.
13 Darum will ich euch
aus diesem Lande stoßen in ein Land, davon weder ihr noch eure Väter gewußt
haben; daselbst sollt ihr andern Göttern dienen Tag und Nacht, dieweil ich euch
keine Gnade erzeigen will.
18 Aber zuvor will ich
ihre Missetat und Sünde zwiefach bezahlen, darum daß sie mein Land mit den
Leichen ihrer Abgötterei verunreinigt und mein Erbe mit Greueln angefüllt
haben.
Kap. 17
1 Die Sünde Juda's ist
geschrieben mit eisernen Griffeln, und spitzigen Demanten geschrieben, und auf
die Tafel ihres Herzens gegraben und auf die Hörner an ihren Altären,
2 daß die Kinder
gedenken sollen derselben Altäre und Ascherabilder bei den grünen Bäumen, auf
den hohen Bergen.
3 Aber ich will deine
Höhen, beide, auf den Bergen und Feldern, samt deiner Habe und allen deinen
Schätzen zum Raube geben um der Sünde willen, in allen deinen Grenzen begangen.
4 Und du sollst aus
deinem Erbe verstoßen werden, das ich dir gegeben habe, und ich will dich zu
Knechten deiner Feinde machen in einem Lande, das du nicht kennst; denn ihr
habt ein Feuer meines Zorns angezündet, das ewiglich brennen wird.
5 So spricht der HERR:
Verflucht ist der Mann, der sich auf Menschen verläßt und hält Fleisch für
seinen Arm, und mit seinem Herzen vom HERRN weicht.
6 Der wird sein wie die
Heide in der Wüste und wird nicht sehen den zukünftigen Trost, sondern bleiben
in der Dürre, in der Wüste, in einem unfruchtbaren Lande, da niemand wohnt.
27 Werdet ihr mich aber
nicht hören, daß ihr den Sabbattag heiliget und keine Last tragt durch die Tore
zu Jerusalem ein am Sabbattage, so will ich ein Feuer unter ihren Toren
anzünden, das die Häuser zu Jerusalem verzehren und nicht gelöscht werden soll.
Kap. 18
7 Plötzlich rede ich
wider ein Volk und Königreich, daß ich es ausrotten, zerbrechen und verderben
wolle.
11 So sprich nun zu denen
in Juda und zu den Bürgern zu Jerusalem: So spricht der HERR: Siehe, ich
bereite euch ein Unglück zu und habe Gedanken wider euch: darum kehre sich ein
jeglicher von seinem bösen Wesen und bessert euer Wesen und Tun.
15 Sie räuchern den
Göttern und richten Ärgernis an auf ihren Wegen für und für und gehen auf
ungebahnten Straßen,
16 auf daß ihr Land zur
Wüste werde, ihnen zur ewigen Schande, daß, wer vorübergeht, sich verwundere
und den Kopf schüttle.
17 Denn ich will sie wie
durch einen Ostwind zerstreuen vor ihren Feinden; ich will ihnen den Rücken,
und nicht das Antlitz zeigen, wenn sie verderben.
Kap. 19
1 So spricht nun der
HERR: Gehe hin und kaufe dir einen irdenen Krug vom Töpfer, samt etlichen von
den Ältesten des Volks und von den Ältesten der Priester,
2 und gehe hinaus ins
Tal Ben-Hinnom, das vor dem Ziegeltor liegt, und predige daselbst die Worte,
die ich dir sage,
3 und sprich: Höret des
HERRN Wort, ihr Könige Juda's und Bürger zu Jerusalem! So spricht der HERR
Zebaoth, der Gott Israels: Siehe, ich will ein solch Unglück über diese Stätte
gehen lassen, daß, wer es hören wird, dem die Ohren klingen sollen,
4 darum daß sie mich
verlassen und diese Stätte einem fremden Gott gegeben haben und andern Göttern
darin geräuchert haben, die weder sie noch ihre Väter noch die Könige Juda's
gekannt haben, und haben die Stätte voll unschuldigen Bluts gemacht
5 und haben dem Baal
Höhen gebaut, ihre Kinder zu verbrennen, dem Baal zu Brandopfern, was ich ihnen
weder geboten noch davon geredet habe, was auch in mein Herz nie gekommen ist.
6 Darum siehe, es wird
die Zeit kommen, spricht der HERR, daß man diese Stätte nicht mehr Thopheth
noch das Tal Ben-Hinnom, sondern Würgetal heißen wird.
7 Und ich will den
Gottesdienst Juda's und Jerusalems an diesem Ort zerstören und will sie durchs
Schwert fallen lassen vor ihren Feinden, unter der Hand derer, die nach ihrem
Leben stehen, und will ihre Leichname den Vögeln des Himmels und den Tieren auf
Erden zu fressen geben
8 und will diese Stadt wüst
machen und zum Spott, daß alle, die vorübergehen, werden sich verwundern über
alle ihre Plage und ihrer spotten.
9 Ich will sie lassen
ihrer Söhne und Töchter Fleisch fressen, und einer soll des andern Fleisch
fressen in der Not und Angst, damit sie ihre Feinde und die, so nach ihrem
Leben stehen, bedrängen werden.
10 Und du sollst den Krug
zerbrechen vor den Männern, die mit dir gegangen sind,
11 und sprich zu ihnen:
So spricht der HERR Zebaoth: Eben wie man eines Töpfers Gefäß zerbricht, das nicht
kann wieder ganz werden, so will ich dies Volk und diese Stadt auch zerbrechen;
und sie sollen im Thopheth begraben werden, weil sonst kein Raum sein wird, zu
begraben.
12 So will ich mit dieser
Stätte, spricht der HERR, und ihren Einwohnern umgehen, daß diese Stadt werden
soll gleich wie das Thopheth.
13 Dazu sollen ihre
Häuser zu Jerusalem und die Häuser der Könige Juda's ebenso unrein werden wie
die Stätte Thopheth, ja, alle Häuser, wo sie auf den Dächern geräuchert haben
allem Heer des Himmels und andern Göttern Trankopfer geopfert haben.
14 Und da Jeremia wieder
vom Thopheth kam, dahin ihn der HERR gesandt hatte, zu weissagen, trat er in
den Vorhof am Hause des HERRN und sprach zu allem Volk:
15 So spricht der HERR Zebaoth,
der Gott Israels: Siehe, ich will über diese Stadt und über alle ihre Städte
all das Unglück kommen lassen, das ich wider sie geredet habe, darum daß sie
halsstarrig sind und meine Worte nicht hören wollen.
Kap. 20
3 Und da es Morgen ward,
zog Pashur Jeremia aus dem Stock. Da sprach Jeremia zu ihm: Der HERR heißt dich
nicht Pashur, sondern Schrecken um und um.
4 Denn so spricht der
HERR: Siehe, ich will dich zum Schrecken machen dir selbst und allen deinen
Freunden, und sie sollen fallen durchs Schwert ihrer Feinde; das sollst du mit
deinen Augen sehen. Und will das ganze Juda in die Hand des Königs zu Babel
übergeben; der soll euch wegführen gen Babel und mit dem Schwert töten.
5 Auch will ich alle
Güter dieser Stadt samt allem, was sie gearbeitet und alle Kleinode und alle
Schätze der Könige Juda's in ihrer Feinde Hand geben, daß sie dieselben rauben,
nehmen und gen Babel bringen.
6 Und du, Pashur, sollst
mit allen deinen Hausgenossen gefangen gehen und gen Babel kommen; daselbst
sollst du sterben und begraben werden samt allen deinen Freunden, welchen du
Lügen predigst.
Kap. 21
4 Das spricht der Herr,
der Gott Israels: Siehe, ich will die Waffen zurückwenden, die ihr in euren
Händen habt, womit ihr streitet wider den König zu Babel und wider die
Chaldäer, welche euch draußen an der Mauer belagert haben; und will sie zuhauf
sammeln mitten in dieser Stadt.
5 Und ich will wider
euch streiten mit ausgereckter Hand, mit starkem Arm, mit Zorn, Grimm und
großer Ungnade.
6 Und ich will die Bürger
dieser Stadt schlagen, die Menschen und das Vieh, daß sie sterben sollen durch
eine große Pestilenz.
7 Und darnach, spricht
der HERR, will ich Zedekia, den König Juda's, samt seinen Knechten und dem
Volk, das in dieser Stadt vor der Pestilenz, vor Schwert und Hunger
übrigbleiben wird, geben in die Hände Nebukadnezars, des Königs zu Babel, und
in die Hände ihrer Feinde, und in die Hände derer, die ihnen nach dem Leben
stehen, daß er sie mit der Schärfe des Schwerts also schlage, daß kein Schonen
noch Gnade noch Barmherzigkeit da sei.
8 Und sage diesem Volk:
So spricht der HERR: Siehe, ich lege euch vor den Weg zum Leben und den Weg zum
Tode.
9 Wer in dieser Stadt
bleibt, der wird sterben müssen durch Schwert, Hunger und Pestilenz; wer aber
sich hinausbegibt zu den Chaldäern, die euch belagern, der soll lebendig
bleiben und soll sein Leben als eine Ausbeute behalten.
10 Denn ich habe mein
Angesicht über diese Stadt gerichtet zum Unglück und zu keinem Guten, spricht
der HERR. Sie soll dem König zu Babel übergeben werden, daß er sie mit Feuer
verbrenne.
11 Und
höret des HERRN Wort, ihr vom Hause des Königs in Juda!
12 Du Haus David, so
spricht der Herr: Haltet des Morgens Gericht und errettet die Beraubten aus des
Frevlers Hand, auf daß mein Grimm nicht ausfahre wie ein Feuer und brenne also,
das niemand löschen könne, um eures bösen Wesens willen.
13 Siehe, spricht der
HERR, ich will an dich, die du wohnst im Grunde, auf dem Felsen der Ebene und
sprichst: Wer will uns überfallen oder in unsre Feste kommen?
14 Ich will euch
heimsuchen, spricht der HERR, nach der Frucht eures Tuns; ich will ein Feuer
anzünden in ihrem Walde, das soll alles umher verzehren.
Kap. 22
5 Werdet ihr aber
solchem nicht gehorchen, so habe ich bei mir selbst geschworen, spricht der
HERR, dies Haus soll zerstört werden.
6 Denn so spricht der
HERR von dem Hause des Königs in Juda: Ein Gilead bist du mir, ein Haupt im
Libanon. Was gilt's? ich will dich zur Wüste und die Einwohner ohne Städte
machen.
7 Denn ich habe den Verderber
über dich bestellt, einen jeglichen mit seinen Waffen; die sollen deine
auserwählten Zedern umhauen und ins Feuer werfen.
8 So werden viele Heiden
vor dieser Stadt vorübergehen und untereinander sagen: Warum hat der HERR mit
dieser großen Stadt also gehandelt?
9 Und man wird
antworten: Darum daß sie den Bund des HERRN, ihres Gottes, verlassen und andere
Götter angebetet und ihnen gedient haben.
10 Weinet nicht über die
Toten und grämet euch nicht darum; weinet aber über den, der dahinzieht; denn
er wird nimmer wiederkommen, daß er sein Vaterland sehen möchte.
11 Denn so spricht der
HERR von Sallum, dem Sohn Josias, des Königs in Juda, welcher König ist anstatt
seines Vaters Josia, der von dieser Stätte hinausgezogen ist: Er wird nicht
wieder herkommen,
12 sondern muß sterben an
dem Ort, dahin er gefangen geführt ist, und wird dies Land nicht mehr sehen.
13 Weh dem, der sein Haus
mit Sünden baut und seine Gemächer mit Unrecht, der seinen Nächsten umsonst
arbeiten läßt und gibt ihm seinen Lohn nicht
18 Darum spricht der HERR
von Jojakim, dem Sohn Josias, dem König Juda's: Man wird ihn nicht beklagen:
"Ach Bruder! ach Schwester!", man wird ihn auch nicht beklagen:
"Ach Herr! ach Edler!"
19 Er soll wie ein Esel
begraben werden, zerschleift und hinausgeworfen vor die Tore Jerusalems.
20 Gehe hinauf auf den
Libanon und schreie und laß dich hören zu Basan und schreie von Abarim; denn
alle deine Liebhaber sind zunichte gemacht.
21 Ich habe dir's
vorhergesagt, da es noch wohl um dich stand; aber du sprachst: "Ich will
nicht hören." Also hast du dein Lebtage getan, daß du meiner Stimme nicht
gehorchtest.
22 Alle deine Hirten wird
der Wind weiden, und deine Liebhaber ziehen gefangen dahin; da mußt du zum
Spott und zu Schanden werden um aller deiner Bosheit willen.
23 Die du jetzt auf dem
Libanon wohnest und in Zedern nistest, wie schön wirst du sehen, wenn dir
Schmerzen und Wehen kommen werden wie einer in Kindsnöten!
24 So wahr ich lebe,
spricht der HERR, wenn Chonja, der Sohn Jojakims, der König Juda's, ein
Siegelring wäre an meiner rechten Hand, so wollte ich dich doch abreißen
25 und in die Hände geben
derer, die nach deinem Leben stehen und vor welchen du dich fürchtest, in die
Hände Nebukadnezars, des Königs zu Babel, und der Chaldäer.
26 Und ich will dich und
deine Mutter, die dich geboren hat, in ein anderes Land treiben, das nicht euer
Vaterland ist, und sollt daselbst sterben.
27 Und in das Land, da
sie von Herzen gern wieder hin wären, sollen sie nicht wiederkommen.
28 Wie ein elender,
verachteter, verstoßener Mann ist doch Chonja! ein unwertes Gefäß! Ach wie ist
er doch samt seinem Samen so vertrieben und in ein unbekanntes Land geworfen!
29 O
Land, Land, Land, höre des HERRN Wort!
30 So spricht der HERR:
Schreibet an diesen Mann als einen, der ohne Kinder ist, einen Mann, dem es
sein Lebtage nicht gelingt. Denn er wird das Glück nicht haben, daß jemand
seines Samens auf dem Stuhl Davids sitze und fürder in Juda herrsche.
Kap. 23
1 Weh euch Hirten, die
ihr die Herde meiner Weide umbringet und zerstreuet! spricht der HERR.
2 Darum spricht der
HERR, der Gott Israels, von den Hirten, die mein Volk weiden: Ihr habt meine
Herde zerstreut und verstoßen und nicht besucht. Siehe, ich will euch
heimsuchen um eures bösen Wesens willen, spricht der HERR.
14 aber bei den Propheten
zu Jerusalem sehe ich Greuel, wie sie ehebrechen und gehen mit Lügen um und
stärken die Boshaften, auf daß sich ja niemand bekehre von seiner Bosheit. Sie
sind alle vor mir gleichwie Sodom, und die Bürger zu Jerusalem wie Gomorra.
15 Darum spricht der HERR
Zebaoth von den Propheten also: Siehe, ich will sie mit Wermut speisen und mit
Galle tränken; denn von den Propheten zu Jerusalem kommt Heuchelei aus ins
ganze Land.
19 Siehe, es wird ein
Wetter des HERRN mit Grimm kommen und ein schreckliches Ungewitter den
Gottlosen auf den Kopf fallen.
20 Und des HERRN Zorn
wird nicht nachlassen, bis er tue und ausrichte, was er im Sinn hat; zur
letzten Zeit werdet ihr's wohl erfahren.
29 Ist mein Wort nicht
wie Feuer, spricht der HERR, und wie ein Hammer, der Felsen zerschmeißt?
30 Darum siehe, ich will
an die Propheten, spricht der HERR, die mein Wort stehlen einer dem andern.
31 Siehe, ich will an die
Propheten, spricht der HERR, die ihr eigenes Wort führen und sprechen: Er hat's
gesagt.
32 Siehe, ich will an
die, so falsche Träume weissagen, spricht der HERR, und erzählen dieselben und
verführen mein Volk mit ihren Lügen und losen Reden, so ich sie doch nicht
gesandt und ihnen nichts befohlen habe und sie auch diesem Volk nichts nütze
sind, spricht der HERR.
33 Wenn dich dies Volk
oder ein Prophet oder ein Priester fragen wird und sagen: Welches ist die Last
des HERRN? sollst du zu ihnen sagen, was die Last sei: Ich will euch hinwerfen,
spricht der HERR.
34 Und wo ein Prophet
oder Priester oder das Volk wird sagen: "Das ist die Last des HERRN",
den will ich heimsuchen und sein Haus dazu.
35 Also sollt ihr aber
einer mit dem andern reden und untereinander sagen: "Was antwortet der
HERR, und was sagt der HERR?"
36 Und nennt's nicht mehr
"Last des HERRN"; denn einem jeglichem wird sein eigenes Wort eine
"Last" sein, weil ihr also die Worte des lebendigen Gottes, des HERRN
Zebaoth, unsers Gottes, verkehrt.
37 Darum sollt ihr zum
Propheten also sagen: Was antwortet dir der HERR, und was sagt der HERR?
38 Weil ihr aber sprecht:
"Last des HERRN", darum spricht der HERR also: Nun ihr dieses Wort
eine "Last des HERRN" nennt und ich zu euch gesandt habe und sagen
lassen, ihr sollt's nicht nennen "Last des HERRN":
39 siehe, so will ich
euch hinwegnehmen und euch samt der Stadt, die ich euch und euren Vätern
gegeben habe, von meinem Angesicht wegwerfen
40 und will euch ewige
Schande und ewige Schmach zufügen, der nimmer vergessen soll werden.
Kap. 24
8 Aber wie die
schlechten Feigen so schlecht sind, daß man sie nicht essen kann, spricht der
HERR, also will ich dahingeben Zedekia, den König Juda's samt seinen Fürsten,
und was übrig ist zu Jerusalem und übrig in diesem Lande und die in Ägyptenland
wohnen.
9 Und will ihnen Unglück
zufügen und sie in keinem Königreich auf Erden bleiben lassen, daß sie sollen
zu Schanden werden, zum Sprichwort, zur Fabel und zum Fluch an allen Orten,
dahin ich sie verstoßen werde;
10 und will Schwert,
Hunger und Pestilenz unter sie schicken, bis sie umkommen von dem Lande, das
ich ihnen und ihren Vätern gegeben habe.
Kap. 25
6 Folget nicht andern
Göttern, daß ihr ihnen dienet und sie anbetet, auf daß ihr mich nicht erzürnt
durch eurer Hände Werk und ich euch Unglück zufügen müsse.
7 Aber ihr wolltet mir
nicht gehorchen, spricht der HERR, auf daß ihr mich ja wohl erzürntet durch
eurer Hände Werk zu eurem eigenen Unglück.
8 Darum so spricht der
HERR Zebaoth: Weil ihr denn meine Worte nicht hören wollt,
9 siehe, so will ich
ausschicken und kommen lassen alle Völker gegen Mitternacht, spricht der HERR,
auch meinen Knecht Nebukadnezar, den König zu Babel, und will sie bringen über
dies Land und über diese Völker, so umherliegen, und will sie verbannen und
verstören und zum Spott und zur ewigen Wüste machen,
10 und will herausnehmen
allen fröhlichen Gesang, die Stimme des Bräutigams und der Braut, die Stimme
der Mühle und das Licht der Lampe,
11 daß dies ganze Land
wüst und zerstört liegen soll. Und sollen diese Völker dem König zu Babel
dienen siebzig Jahre.
12 Wenn aber die siebzig
Jahre um sind, will ich den König zu Babel heimsuchen und dies Volk, spricht der
HERR, um ihre Missetat, dazu das Land der Chaldäer, und will es zur ewigen
Wüste machen.
15 Denn also spricht zu
mir der HERR, der Gott Israels: Nimm diesen Becher Wein voll Zorns von meiner
Hand und schenke daraus allen Völkern, zu denen ich dich sende,
16 daß sie trinken,
taumeln und toll werden vor dem Schwert, das ich unter sie schicken will.
17 Und ich nahm den
Becher von der Hand des HERRN und schenkte allen Völkern, zu denen mich der
HERR sandte,
18 nämlich Jerusalem, den
Städten Juda's, ihren Königen und Fürsten, daß sie wüst und zerstört liegen und
ein Spott und Fluch sein sollen, wie es denn heutigestages steht;
19 auch Pharao, dem König
in Ägypten, samt seinen Knechten, seinen Fürsten und seinem ganzen Volk;
20 allen Ländern gegen Abend,
allen Königen im Lande Uz, allen Königen in der Philister Lande, samt Askalon,
Gaza, Ekron und den übrigen zu Asdod;
21 denen zu Edom, denen
zu Moab, den Kindern Ammon;
22 allen Königen zu
Tyrus, allen Königen zu Sidon, den Königen auf den Inseln jenseit des Meeres;
23 denen von Dedan, denen
von Thema, denen von Bus und allen, die das Haar rundherum abschneiden;
24 allen Königen in
Arabien, allen Königen gegen Abend, die in der Wüste wohnen;
25 allen Königen in Simri,
allen Königen in Elam, allen Königen in Medien;
26 allen Königen gegen
Mitternacht, in der Nähe und Ferne, einem mit dem andern, und allen Königen auf
Erden, die auf dem Erdboden sind; und der König zu Sesach soll nach diesen
trinken.
27 Und sprich zu ihnen:
So spricht der HERR Zebaoth, der Gott Israels: Trinket, daß ihr trunken werdet,
speiet und niederfallt und nicht aufstehen könnt vor dem Schwert, das ich unter
euch schicken will.
28 Und wo sie den Becher
nicht wollen von deiner Hand nehmen und trinken, so sprich zu ihnen: Also
spricht der HERR Zebaoth: Nun sollt ihr trinken!
29 Denn siehe, in der
Stadt, die nach meinem Namen genannt ist, fange ich an zu Plagen; und ihr
solltet ungestraft bleiben? Ihr sollt nicht ungestraft bleiben; denn ich rufe
das Schwert herbei über alle, die auf Erden wohnen, spricht der HERR Zebaoth.
30 Und du sollst alle
diese Wort ihnen weissagen und sprich zu ihnen: Der HERR wird brüllen aus der
Höhe und seinen Donner hören lassen aus seiner heiligen Wohnung; er wird
brüllen über seine Hürden; er wird singen ein Lied wie die Weintreter über alle
Einwohner des Landes, des Hall erschallen wird bis an der Welt Ende.
31 Der HERR hat zu
rechten mit den Heiden und will mit allem Fleisch Gericht halten; die Gottlosen
wird er dem Schwert übergeben, spricht der HERR.
32 So spricht der HERR
Zebaoth: Siehe, es wird eine Plage kommen von einem Volk zum andern, und ein
großes Wetter wird erweckt werden aus einem fernen Lande.
33 Da werden die
Erschlagenen des HERRN zu derselben Zeit liegen von einem Ende der Erde bis an
das andere Ende; die werden nicht beklagt noch aufgehoben noch begraben werden,
sondern müssen auf dem Felde liegen und zu Dung werden.
34 Heulet nun, ihr
Hirten, und schreiet, wälzet euch in der Asche, ihr Gewaltigen über die Herde;
denn die Zeit ist hier, daß ihr geschlachtet und zerstreut werdet und zerfallen
müßt wie ein köstliches Gefäß.
35 Und die Hirten werden
nicht fliehen können, und die Gewaltigen über die Herde werden nicht entrinnen
können.
36 Da werden die Hirten
schreien, und die Gewaltigen über die Herde werden heulen, daß der HERR ihre
Weide so verwüstet hat
37 und ihre Auen, die so
wohl standen, verderbt sind vor dem grimmigen Zorn des HERRN.
38 Er hat seine Hütte
verlassen wie ein junger Löwe, und ist also ihr Land zerstört vor dem Zorn des
Tyrannen und vor seinem grimmigen Zorn.
Kap. 26
4 Und sprich zu ihnen:
So spricht der HERR: Werdet ihr mir nicht gehorchen, daß ihr nach meinem Gesetz
wandelt, das ich euch vorgelegt habe,
5 daß ihr hört auf die
Worte meiner Knechte, der Propheten, welche ich stets zu euch gesandt habe, und
ihr doch nicht hören wolltet:
6 so will ich's mit
diesem Hause machen wie mit Silo und diese Stadt zum Fluch allen Heiden auf
Erden machen.
Kap. 27
8 Welches Volk aber und
Königreich dem König zu Babel, Nebukadnezar, nicht dienen will, und wer seinen
Hals nicht wird unter das Joch des Königs zu Babel geben, solch Volk will ich
heimsuchen mit Schwert, Hunger und Pestilenz, spricht der HERR, bis daß ich sie
durch seine Hand umbringe.
9 Darum so gehorcht
nicht euren Propheten, Weissagern, Traumdeutern, Tagewählern und Zauberern, die
euch sagen: Ihr werdet nicht dienen müssen dem König zu Babel.
10 Denn sie weissagen
euch falsch, auf daß sie euch fern aus eurem Lande bringen und ich euch
ausstoße und ihr umkommt.
13 Warum wollt ihr
sterben, du und dein Volk, durch Schwert, Hunger und Pestilenz, wie denn der
HERR geredet hat über das Volk, so dem König zu Babel nicht dienen will?
15 und ich habe sie nicht
gesandt, spricht der HERR; sondern sie weissagen falsch in meinem Namen, auf
daß ich euch ausstoße und ihr umkommt samt den Propheten, die euch weissagen.
17 Gehorchet ihnen nicht,
sondern dienet dem König zu Babel, so werdet ihr lebendig bleiben. Warum soll
doch diese Stadt zur Wüste werden?
Kap. 28
15 Und der Prophet
Jeremia sprach zum Propheten Hananja: Höre doch, Hananja! Der HERR hat dich
nicht gesandt, und du hast gemacht, daß dies Volk auf Lügen sich verläßt.
16 Darum spricht der HERR
also: Siehe, ich will dich vom Erdboden nehmen; dies Jahr sollst du sterben;
denn du hast sie mit deiner Rede vom HERRN abgewendet.
17 Also starb der Prophet
Hananja desselben Jahres im siebenten Monat.
Kap. 29
17 ja, also spricht der
HERR Zebaoth: Siehe, ich will Schwert, Hunger und Pestilenz unter sie schicken
und will mit ihnen umgehen wie mit den schlechten Feigen, davor einen ekelt zu
essen,
18 und will hinter ihnen
her sein mit Schwert, Hunger und Pestilenz und will sie in keinem Königreich
auf Erden bleiben lassen, daß sie sollen zum Fluch, zum Wunder, zum Hohn und
zum Spott unter allen Völkern werden, dahin ich sie verstoßen werde,
21 So spricht der HERR
Zebaoth, der Gott Israels, wider Ahab, den Sohn Kolajas, und wider Zedekia, den
Sohn Maasejas, die euch falsch weissagen in meinem Namen; Siehe, ich will sie
geben in die Hände Nebukadnezars, des Königs zu Babel; der soll sie totschlagen
lassen vor euren Augen,
22 daß man wird aus ihnen
einen Fluch machen unter allen Gefangenen aus Juda, die zu Babel sind, und
sagen: Der HERR tue dir wie Zedekia und Ahab, welche der König zu Babel auf
Feuer braten ließ,
26 Der HERR hat dich zum
Priester gesetzt anstatt des Priesters Jojada, daß ihr sollt Aufseher sein im
Hause des HERRN über alle Wahnsinnigen und Weissager, daß du sie in den Kerker
und Stock legst.
30 Darum
geschah des HERRN Wort zu Jeremia und sprach:
31 Sende hin zu allen
Gefangenen und laß ihnen sagen: So spricht der HERR wider Semaja von Nehalam: Darum
daß euch Semaja weissagt, und ich habe ihn doch nicht gesandt, und macht, daß
ihr auf Lügen vertraut,
32 darum spricht der HERR
also: Siehe, ich will Semaja von Nehalam heimsuchen samt seinem Samen, daß der
Seinen keiner soll unter diesem Volk bleiben, und soll das Gute nicht sehen,
das ich meinem Volk tun will, spricht der HERR; denn er hat sie mit seiner Rede
vom HERRN abgewendet.
Kap. 30
11 Denn ich bin bei dir,
spricht der HERR, daß ich dir helfe. Denn ich will mit allen Heiden ein Ende
machen, dahin ich dich zerstreut habe; aber mit dir will ich nicht ein Ende
machen; züchtigen aber will ich dich mit Maßen, daß du dich nicht für
unschuldig haltest.
12 Denn also spricht der
HERR: Dein Schade ist verzweifelt böse, und deine Wunden sind unheilbar.
13 Deine Sache behandelt
niemand, daß er dich verbände; es kann dich niemand heilen.
14 Alle deine Liebhaber
vergessen dein, und fragen nichts darnach. Ich habe dich geschlagen, wie ich
einen Feind schlüge, mit unbarmherziger Staupe um deiner großen Missetat und
deiner starken Sünden willen.
15 Was schreist du über
deinen Schaden und über dein verzweifelt böses Leiden? Habe ich dir doch
solches getan um deiner großen Missetat und um deiner starken Sünden willen.
16 Darum alle, die dich
gefressen haben, sollen gefressen werden, und alle, die dich geängstet haben,
sollen alle gefangen werden; die dich beraubt haben sollen beraubt werden, und
alle, die dich geplündert haben, sollen geplündert werden.
20 Ihre Söhne sollen sein
gleichwie vormals und ihre Gemeinde vor mir gedeihen; denn ich will heimsuchen
alle, die sie plagen.
23 Siehe, es wird ein
Wetter des HERRN mit Grimm kommen; ein schreckliches Ungewitter wird den
Gottlosen auf den Kopf fallen.
24 Des HERRN grimmiger
Zorn wird nicht nachlassen, bis er tue und ausrichte, was er im Sinn hat; zur
letzten Zeit werdet ihr solches erfahren.
Kap. 31
30 sondern ein jeglicher
soll um seiner Missetat willen sterben, und welcher Mensch Herlinge ißt, dem
sollen seine Zähne stumpf werden.
Kap. 32
28 Darum spricht der HERR
also: Siehe, ich gebe diese Stadt in der Chaldäer Hände und in die Hand
Nebukadnezars, des Königs zu Babel; und er soll sie gewinnen.
29 Und die Chaldäer, so
wider diese Stadt streiten, werden hereinkommen und sie mit Feuer verbrennen
samt den Häusern, wo sie auf den Dächern Baal geräuchert und andern Göttern
Trankopfer geopfert haben, auf daß sie mich erzürnten.
30 Denn die Kinder Israel
und die Kinder Juda haben von ihrer Jugend auf getan, was mir übel gefällt; und
die Kinder Israel haben mich erzürnt durch ihrer Hände Werk, spricht der HERR.
31 Denn seitdem diese
Stadt gebaut ist, bis auf diesen Tag, hat sie mich zornig gemacht, daß ich sie
muß von meinem Angesicht wegtun
32 um aller Bosheit
willen der Kinder Israel und der Kinder Juda, die sie getan haben, daß sie mich
erzürnten. Sie, ihre Könige, Fürsten, Priester und Propheten und die in Juda
und Jerusalem wohnen,
33 haben mir den Rücken
und nicht das Angesicht zugekehrt, wiewohl ich sie stets lehren ließ; aber sie
wollten nicht hören noch sich bessern.
34 Dazu haben sie ihre
Greuel in das Haus gesetzt, das von mir den Namen hat, daß sie es
verunreinigten,
35 und haben die Höhen
des Baal gebaut im Tal Ben-Hinnom, daß sie ihre Söhne und Töchter dem Moloch
verbrennten, davon ich ihnen nichts befohlen habe und ist mir nie in den Sinn
gekommen, daß sie solche Greuel tun sollten, damit sie Juda also zu Sünden
brächten.
36 Und nun um deswillen
spricht der HERR, der Gott Israels, also von dieser Stadt, davon ihr sagt, daß
sie werde vor Schwert, Hunger und Pestilenz in die Hände des Königs zu Babel
gegeben:
37 Siehe, ich will sie
sammeln aus allen Landen, dahin ich sie verstoße durch meinen Zorn, Grimm und
große Ungnade,
39 und ich will ihnen
einerlei Herz und Wesen geben, daß sie mich fürchten sollen ihr Leben lang, auf
daß es ihnen und ihren Kindern nach ihnen wohl gehe;
40 und will einen ewigen
Bund mit ihnen machen, daß ich nicht will ablassen, ihnen Gutes zu tun; und
will ihnen meine Furcht ins Herz geben, daß sie nicht von mir weichen;
Kap. 34
13 So spricht der HERR,
der Gott Israels: Ich habe einen Bund gemacht mit euren Vätern, da ich sie aus
Ägyptenland, aus dem Diensthause, führte und sprach:
14 Im siebenten Jahr soll
ein jeglicher seinen Bruder, der ein Hebräer ist und sich ihm verkauft und
sechs Jahre gedient hat, frei von sich lassen. Aber eure Väter gehorchten mir
nicht und neigten ihre Ohren nicht.
15 So habt ihr euch heute
bekehrt und getan, was mir wohl gefiel, daß ihr ein Freijahr ließet ausrufen, ein
jeglicher seinem Nächsten; und habt darüber einen Bund gemacht vor mir im
Hause, das nach meinem Namen genannt ist.
16 Aber ihr seid
umgeschlagen und entheiligt meinen Namen; und ein jeglicher fordert seinen Knecht
und seine Magd wieder, die ihr hattet freigegeben, daß sie selbst eigen wären,
und zwingt sie nun, daß sie eure Knechte und Mägde sein müssen.
17 Darum spricht der HERR
also: Ihr gehorchtet mir nicht, daß ihr ein Freijahr ausriefet ein jeglicher seinem
Bruder und seinem Nächsten; siehe, so rufe ich, spricht der HERR, euch ein
Freijahr aus zum Schwert, zur Pestilenz, zum Hunger, und will euch in keinem
Königreich auf Erden bleiben lassen.
18 Und will die Leute,
die meinen Bund übertreten und die Worte des Bundes, den sie vor mir gemacht
haben, nicht halten, so machen wie das Kalb, das sie in zwei Stücke geteilt
haben und sind zwischen den Teilen hingegangen,
19 nämlich die Fürsten
Juda's, die Fürsten Jerusalems, die Kämmerer, die Priester und das ganze Volk
im Lande, so zwischen des Kalbes Stücken hingegangen sind.
20 Und will sie geben in
ihrer Feinde Hand und derer, die ihnen nach dem Leben stehen, daß ihre
Leichname sollen den Vögeln unter dem Himmel und den Tieren auf Erden zur
Speise werden.
21 Und Zedekia, den König
Juda's, und seine Fürsten will ich geben in die Hände ihrer Feinde und derer,
die ihnen nach dem Leben stehen, und dem Heer des Königs zu Babel, die jetzt
von euch abgezogen sind.
22 Denn siehe, ich will
ihnen befehlen, spricht der HERR, und will sie wieder vor diese Stadt bringen,
und sollen wider sie streiten und sie gewinnen und mit Feuer verbrennen; und
ich will die Städte Juda's verwüsten, daß niemand mehr da wohnen soll.
Kap. 35
12 Da
geschah des HERRN Wort zu Jeremia und sprach:
13 So spricht der HERR
Zebaoth, der Gott Israels; gehe hin und sprich zu denen in Juda und zu den
Bürgern zu Jerusalem: Wollt ihr euch denn nicht bessern, daß ihr meinem Wort
gehorcht? spricht der HERR.
14 Die Worte Jonadabs, des
Sohnes Rechabs, die er den Kindern geboten hat, daß sie nicht sollen Wein
trinken, werden gehalten, und sie trinken keinen Wein bis auf diesen Tag, darum
daß sie ihres Vaters Gebot gehorchen. Ich aber habe stets euch predigen lassen;
doch gehorchtet ihr mir nicht.
15 So habe ich auch stets
zu euch gesandt alle meine Knechte, die Propheten, und lasse sagen: Bekehrt
euch ein jeglicher von seinem bösen Wesen, und bessert euren Wandel und folgt
nicht andern Göttern nach, ihnen zu dienen, so sollt ihr in dem Lande bleiben,
welches ich euch und euren Vätern gegeben habe. Aber ihr wolltet eure Ohren
nicht neigen noch mir gehorchen,
16 so doch die Kinder
Jonadabs, des Sohnes Rechabs, haben ihres Vaters Gebot, das er ihnen geboten
hat, gehalten. Aber dies Volk gehorchte mir nicht.
17 Darum so spricht der
HERR, der Gott Zebaoth und der Gott Israels: Siehe, ich will über Juda und über
alle Bürger zu Jerusalem kommen lassen all das Unglück, das ich wider sie
geredet habe, darum daß ich zu ihnen geredet habe und sie nicht wollen hören,
daß ich gerufen habe und sie mir nicht wollen antworten.
Kap. 36
7 ...
denn der Zorn und Grimm ist groß, davon der HERR wider dies Volk geredet hat.
30 Darum spricht der HERR
von Jojakim, dem König Juda's: Es soll keiner von den Seinen auf dem Stuhl
Davids sitzen, und sein Leichnam soll hingeworfen des Tages in der Hitze und
des Nachts im Frost liegen;
31 und ich will ihn und
seinen Samen und seine Knechte heimsuchen um ihrer Missetat willen; und ich
will über sie und über die Bürger zu Jerusalem und über die in Juda kommen
lassen all das Unglück, davon ich ihnen geredet habe, und sie gehorchten doch
nicht.
Kap. 38
2 So spricht der HERR:
Wer in dieser Stadt bleibt, der wird durch Schwert, Hunger und Pestilenz
sterben müssen; wer aber hinausgeht zu den Chaldäern, der soll lebend bleiben
und wird sein Leben wie eine Beute davonbringen.
3 Denn also spricht der
HERR: Diese Stadt soll übergeben werden dem Heer des Königs zu Babel, und sie
sollen sie gewinnen.
17 Und Jeremia sprach zu
Zedekia: So spricht der HERR, der Gott Zebaoth, der Gott Israels: Wirst du
hinausgehen zu den Fürsten des Königs zu Babel, so sollst du leben bleiben, und
diese Stadt soll nicht verbrannt werden, sondern du und dein Haus sollen am
Leben bleiben;
18 wirst du aber nicht
hinausgehen zu den Fürsten des Königs zu Babel, so wird diese Stadt den
Chaldäern in die Hände gegeben, und sie werden sie mit Feuer verbrennen, und du
wirst auch nicht ihren Händen entrinnen.
23 Also werden dann alle
deine Weiber und Kinder hinaus müssen zu den Chaldäern, und du selbst wirst
ihren Händen nicht entgehen; sondern du wirst vom König von Babel gegriffen,
und diese Stadt wird mit Feuer verbrannt werden.
Kap. 39
1 Und es geschah, daß
Jerusalem gewonnen ward. Denn im neunten Jahr Zedekias, des Königs in Juda, im
zehnten Monat, kam Nebukadnezar, der König zu Babel, und all sein Heer vor
Jerusalem und belagerten es.
2 Und im elften Jahr
Zedekias, am neunten Tage des vierten Monats, brach man in die Stadt;
3 und zogen hinein alle
Fürsten des Königs zu Babel und hielten unter dem Mitteltor, nämlich
Nergal-Sarezer, Samgar-Nebo, Sarsechim, der oberste Kämmerer, Nergal-Sarezer,
der Oberste der Weisen, und alle andern Fürsten des Königs zu Babel.
4 Als sie nun Zedekia,
der König Juda's, sah samt seinen Kriegsleuten, flohen sie bei Nacht zur Stadt
hinaus bei des Königs Garten durchs Tor zwischen den zwei Mauern und zogen des
Weges zum blachen Feld.
5 Aber der Chaldäer
Kriegsleute jagten ihnen nach und ergriffen Zedekia im Felde bei Jericho und
fingen ihn und brachten ihn zu Nebukadnezar, dem König zu Babel, gen Ribla, das
im Lande Hamath liegt; der sprach ein Urteil über ihn.
6 Und der König zu Babel
ließ die Söhne Zedekias vor seinen Augen töten zu Ribla und tötete alle Fürsten
Juda's.
7 Aber Zedekia ließ er
die Augen ausstechen und ihn in Ketten binden, daß er ihn gen Babel führte.
8 Und die Chaldäer
verbrannten beide, des Königs Haus und der Bürger Häuser, und zerbrachen die
Mauern zu Jerusalem.
9 Was aber noch von Volk
in der Stadt war, und was sonst zu ihnen gefallen war, die führte Nebusaradan,
der Hauptmann der Trabanten, alle miteinander gen Babel gefangen.
15 Es war auch des HERRN
Wort geschehen zu Jeremia, als er noch im Vorhof des Gefängnisses gefangen lag,
und hatte gesprochen:
16 Gehe hin und sage
Ebed-Melech, dem Mohren: So spricht der HERR Zebaoth, der Gott Israels: siehe,
ich will meine Worte kommen lassen über diese Stadt zum Unglück und zu keinem
Guten, und du sollst es sehen zur selben Zeit.
Kap. 42
13 Werdet ihr aber sagen:
Wir wollen nicht in diesem Lande bleiben, damit ihr ja nicht gehorcht der
Stimme des HERRN, eures Gottes,
14 sondern sagen: Nein,
wir wollen nach Ägyptenland ziehen, daß wir keinen Krieg sehen noch der Posaune
Schall hören und nicht Hunger Brots halben leiden müssen; daselbst wollen wir
bleiben:
15 nun so hört des HERRN
Wort, ihr übrigen aus Juda! So spricht der HERR Zebaoth, der Gott Israels:
Werdet ihr euer Angesicht richten, nach Ägyptenland zu ziehen, daß ihr daselbst
bleiben wollt,
16 so soll euch das
Schwert, vor dem ihr euch fürchtet, in Ägyptenland treffen, und der Hunger, des
ihr euch besorgt, soll stets hinter euch her sein in Ägypten, und sollt
daselbst sterben.
17 Denn sie seien, wer
sie wollen, die ihr Angesicht richten, daß sie nach Ägypten ziehen, daselbst zu
bleiben, die sollen sterben durchs Schwert, Hunger und Pestilenz, und soll
keiner übrigbleiben noch entrinnen dem Übel, das ich über sie will kommen
lassen.
18 Denn so spricht der
HERR Zebaoth, der Gott Israels: Gleichwie mein Zorn und Grimm über die
Einwohner zu Jerusalem ausgeschüttet ist, so soll er auch über euch
ausgeschüttet werden, wo ihr nach Ägypten zieht, daß ihr zum Fluch, zum Wunder,
Schwur und Schande werdet und diese Stätte nicht mehr sehen sollt.
19 Das Wort des HERRN
gilt euch, ihr übrigen aus Juda, daß ihr nicht nach Ägypten zieht. Darum so
wisset, daß ich euch heute bezeuge;
20 ihr werdet sonst euer
Leben verwahrlosen. Denn ihr habt mich gesandt zum HERRN, eurem Gott, und gesagt:
Bitte den HERRN, unsern Gott, für uns; und alles, was der HERR, unser Gott,
sagen wird, das zeige uns an, so wollen wir darnach tun.
21 Das habe ich euch
heute zu wissen getan; aber ihr wollt der Stimme des HERRN, eures Gottes, nicht
gehorchen noch alle dem, das er mir befohlen hat.
22 So sollt ihr nun
wissen, daß ihr durch Schwert, Hunger und Pestilenz sterben müßt an dem Ort,
dahin ihr gedenkt zu ziehen, daß ihr daselbst wohnen wollt.
Kap. 43
10 und sprich zu ihnen:
So spricht der HERR Zebaoth, der Gott Israels: Siehe, ich will hinsenden und
meinen Knecht Nebukadnezar, den König zu Babel, holen lassen und will seinen
Stuhl oben auf diese Steine setzen, die ich verscharrt habe; und er soll sein
Gezelt darüberschlagen.
11 Und er soll kommen und
Ägyptenland schlagen, und töten, wen es trifft, gefangen führen, wen es trifft,
mit dem Schwert schlagen, wen es trifft.
12 Und ich will die
Häuser der Götter in Ägypten mit Feuer anstecken, daß er sie verbrenne und
wegführe. Und er soll sich Ägyptenland anziehen, wie ein Hirt sein Kleid
anzieht, und mit Frieden von dannen ziehen.
13 Er soll die Bildsäulen
zu Beth-Semes in Ägyptenland zerbrechen und die Götzentempel in Ägypten mit
Feuer verbrennen.
Kap. 44
1 Dies ist das Wort, das
zu Jeremia geschah an alle Juden, so in Ägyptenland wohnten, nämlich so zu
Migdol, zu Thachpanhes, zu Noph und im Lande Pathros wohnten, und sprach:
2 So spricht der HERR
Zebaoth, der Gott Israels: Ihr habt gesehen all das Übel, das ich habe kommen
lassen über Jerusalem und über alle Städte in Juda; und siehe, heutigestages
sind sie wüst, und wohnt niemand darin;
3 und das um ihrer
Bosheit willen, die sie taten, daß sie mich erzürnten und hingingen und
räucherten und dienten andern Göttern, welche weder sie noch ihr noch eure
Väter kannten.
4 Und ich sandte stets
zu euch alle meine Knechte, die Propheten, und ließ euch sagen: Tut doch nicht
solche Greuel, die ich hasse.
5 Aber sie gehorchten
nicht, neigten auch ihre Ohren nicht, daß sie von ihrer Bosheit sich bekehrt und
andern Göttern nicht geräuchert hätten.
6 Darum ging auch mein
Zorn und Grimm an und entbrannte über die Städte Juda's und über die Gassen zu
Jerusalem, daß sie zur Wüste und Öde geworden sind, wie es heutigestages steht.
7 Nun, so spricht der
HERR, der Gott Zebaoth, der Gott Israels: Warum tut ihr doch so großes Übel
wider euer eigen Leben, damit unter euch ausgerottet werden Mann und Weib, Kind
und Säugling aus Juda und nichts von euch übrigbleibe,
8 und erzürnt mich so
durch eurer Hände Werke und räuchert andern Göttern in Ägyptenland, dahin ihr
gezogen seid, daselbst zu herbergen, auf daß ihr ausgerottet und zum Fluch und
zur Schmach werdet unter allen Heiden auf Erden?
9 Habt ihr vergessen das
Unglück eurer Väter, das Unglück der Könige Juda's, das Unglück ihrer Weiber,
dazu euer eigenes Unglück und eurer Weiber Unglück, das euch begegnet ist im
Lande Juda und auf den Gassen zu Jerusalem?
10 Noch sind sie bis auf
diesen Tag nicht gedemütigt, fürchten sich auch nicht und wandeln nicht in
meinem Gesetz und den Rechten, die ich euch und euren Vätern vorgestellt habe.
11 Darum spricht der HERR
Zebaoth, der Gott Israels, also: Siehe, ich will mein Angesicht wider euch
richten zum Unglück, und ganz Juda soll ausgerottet werden.
12 Und ich will die
übrigen aus Juda nehmen, so ihr Angesicht gerichtet haben, nach Ägyptenland zu
ziehen, daß sie daselbst herbergen; es soll ein Ende mit ihnen allen werden in
Ägyptenland. Durchs Schwert sollen sie fallen, und durch Hunger umkommen,
beide, klein und groß; sie sollen durch Schwert und Hunger sterben und sollen
ein Schwur, Wunder, Fluch und Schmach werden.
13 Ich will auch die
Einwohner in Ägyptenland mit Schwert, Hunger und Pestilenz heimsuchen, gleichwie
ich zu Jerusalem getan habe,
14 daß aus den übrigen
Juda's keiner soll entrinnen noch übrigbleiben, die doch darum hierher gekommen
sind nach Ägyptenland zur Herberge, daß sie wiederum ins Land Juda möchten,
dahin sie gerne wiederkommen wollten und wohnen; aber es soll keiner wieder
dahin kommen, außer, welche von hinnen fliehen.
20 Da sprach Jeremia zum
ganzen Volk, Männern und Weibern und allem Volk, die ihm so geantwortet hatten:
21 Ich meine ja, der HERR
habe gedacht an das Räuchern, so ihr in den Städten Juda's und auf den Gassen
zu Jerusalem getrieben habt samt euren Vätern, Königen, Fürsten und allem Volk
im Lande, und hat's zu Herzen genommen,
22 daß er nicht mehr
leiden konnte euren bösen Wandel und die Greuel, die ihr tatet; daher auch euer
Land zur Wüste, zum Wunder und zum Fluch geworden ist, daß niemand darin wohnt,
wie es heutigestages steht.
23 Darum, daß ihr
geräuchert habt und wider den HERRN gesündigt und der Stimme des HERRN nicht
gehorchtet und in seinem Gesetz, seinen Rechten und Zeugnissen nicht gewandelt
habt, darum ist auch euch solches Unglück widerfahren, wie es heutigestages
steht.
24 Und Jeremia sprach zu
allem Volk und zu allen Weibern: Höret des HERRN Wort, alle ihr aus Juda, so in
Ägyptenland sind.
25 So spricht der HERR
Zebaoth, der Gott Israels: Ihr und eure Weiber habt mit einem Munde geredet und
mit euren Händen vollbracht, was ihr sagt: Wir wollen unser Gelübde halten, die
wir gelobt haben der Himmelskönigin, daß wir ihr räuchern und Trankopfer opfern.
Wohlan, ihr habt eure Gelübde erfüllt und eure Gelübde gehalten.
26 So hört nun des HERRN
Wort, ihr alle aus Juda, die ihr in Ägyptenland wohnt: Siehe, ich schwöre bei
meinem großen Namen, spricht der HERR, daß mein Name nicht mehr soll durch
irgend eines Menschen Mund aus Juda genannt werden in ganz Ägyptenland, der da
sagt: "So wahr der HERR HERR lebt!"
27 Siehe, ich will über
sie wachen zum Unglück und zu keinem Guten, daß, wer aus Juda in Ägyptenland
ist, soll durch Schwert und Hunger umkommen, bis es ein Ende mit ihnen habe.
30 so spricht der HERR
also: Siehe, ich will Pharao Hophra, den König in Ägypten, übergeben in die
Hände seiner Feinde und derer, die ihm nach dem Leben stehen, gleichwie ich
Zedekia, den König Juda's, übergeben habe in die Hand Nebukadnezars, des Königs
zu Babel, seines Feindes, und der ihm nach seinem Leben stand.
Kap. 45
4 Sage ihm also: So
spricht der HERR: Siehe, was ich gebaut habe, das breche ich ab; und was ich
gepflanzt habe, das reute ich aus nämlich dies mein ganzes Land.
5 Und du begehrst dir
große Dinge? Begehre es nicht! Denn siehe, ich will Unglück kommen lassen über
alles Fleisch, spricht der HERR; aber deine Seele will ich dir zur Beute geben,
an welchen Ort du ziehst.
Kap. 46
1 Dies ist das Wort des
HERRN, das zu dem Propheten Jeremia geschehen ist wider alle Heiden.
2 Wider Ägypten. Wider
das Heer Pharao Nechos, des Königs in Ägypten, welches lag am Wasser Euphrat zu
Karchemis, das der König zu Babel, Nebukadnezar, schlug im vierten Jahr
Jojakims, des Sohnes Josias, des Königs in Juda:
3 Rüstet
Schild und Tartsche und ziehet in den Streit!
4 Spannet Rosse an und
lasset Reiter aufsitzen, setzt Helme auf und schärft die Spieße und ziehet den
Panzer an!
5 Wie kommt's aber, daß
ich sehe, daß sie verzagt sind und die Flucht geben und ihre Helden erschlagen
sind? Sie fliehen, daß sie sich auch nicht umsehen. Schrecken ist um und um,
spricht der HERR.
6 Der Schnelle kann
nicht entfliehen noch der Starke entrinnen. Gegen Mitternacht am Wasser Euphrat
sind sie gefallen und darniedergelegt.
7 Wer ist der, so
heraufzieht wie der Nil, und seine Wellen erheben sich wie Wasserwellen?
8 Ägypten zieht herauf
wie der Nil, und seine Wellen erheben sich wie Wasserwellen, und es spricht:
Ich will hinaufziehen, das Land bedecken und die Stadt verderben samt denen,
die darin wohnen.
9 Wohlan, sitzt auf die
Rosse, rennt mit den Wagen, laßt die Helden ausziehen, die Mohren, und aus Put,
die den Schild führen, und die Schützen aus Lud!
10 Denn dies ist der Tag des
HERRN HERRN Zebaoth, ein Tag der Rache, daß er sich an seinen Feinden räche, da
das Schwert fressen und von ihrem Blut voll und trunken werden wird. Denn sie
müssen dem HERRN HERRN Zebaoth ein Schlachtopfer werden im Lande gegen
Mitternacht am Wasser Euphrat.
11 Gehe hinauf gen Gilead
und hole Salbe, Jungfrau, Tochter Ägyptens! Aber es ist umsonst, daß du viel
arzneiest; du wirst doch nicht heil!
12 Deine Schande ist
unter die Heiden erschollen, deines Heulens ist das Land voll; denn ein Held
fällt über den andern und liegen beide miteinander darnieder.
13 Dies ist das Wort des
HERRN, das er zu dem Propheten Jeremia redete, da Nebukadnezar, der König zu
Babel, daherzog, Ägyptenland zu schlagen;
14 Verkündiget in Ägypten
und saget's an zu Migdol, saget's an zu Noph und Thachpanhes und sprecht:
Stelle dich zur Wehr! denn das Schwert wird fressen, was um dich her ist.
15 Wie geht's zu, daß
deine Gewaltigen zu Boden fallen und können nicht bestehen? Der HERR hat sie so
gestürzt.
16 Er macht, daß ihrer
viel fallen, daß einer mit dem andern darniederliegt. Da sprachen sie: Wohlauf,
laßt uns wieder zu unserm Volk ziehen, in unser Vaterland vor dem Schwert des
Tyrannen!
17 Daselbst schrie man ihnen
nach: Pharao, der König Ägyptens, liegt: er hat sein Gezelt gelassen!
18 So wahr als ich lebe,
spricht der König, der HERR Zebaoth heißt: Jener wird daherziehen so hoch, wie
der Berg Thabor unter den Bergen ist und wie der Karmel am Meer ist.
19 Nimm dein Wandergerät,
du Einwohnerin, Tochter Ägyptens; denn Noph wird wüst und verbrannt werden, daß
niemand darin wohnen wird.
20 Ägypten ist ein sehr
schönes Kalb; aber es kommt von Mitternacht der Schlächter.
21 Auch die, so darin um
Sold dienen, sind wie gemästete Kälber; aber sie müssen sich dennoch wenden,
flüchtig werden miteinander und werden nicht bestehen; denn der Tag ihres
Unfalls wird über sie kommen, die Zeit ihrer Heimsuchung.
22 Man hört sie
davonschleichen wie eine Schlange; denn jene kommen mit Heereskraft und bringen
Äxte über sie wie die Holzhauer.
23 Die werden hauen also
in ihrem Wald, spricht der HERR, daß es nicht zu zählen ist; denn ihrer sind
mehr als Heuschrecken, die niemand zählen kann.
24 Die Tochter Ägyptens
steht mit Schanden; denn sie ist dem Volk von Mitternacht in die Hände gegeben.
25 Der HERR Zebaoth, der
Gott Israels, spricht: Siehe, ich will heimsuchen den Amon zu No und den Pharao
und Ägypten samt seinen Göttern und Königen, ja, Pharao mit allen, die sich auf
ihn verlassen,
26 daß ich sie gebe in
die Hände denen, die ihnen nach ihrem Leben stehen, und in die Hände
Nebukadnezars, des Königs zu Babel, und seiner Knechte. Und darnach sollst du
bewohnt werden wie vor alters, spricht der HERR.
28 Darum fürchte dich
nicht, du, Jakob, mein Knecht, spricht der HERR; denn ich bin bei dir. Mit
allen Heiden, dahin ich dich verstoßen habe, will ich ein Ende machen; aber mit
dir will ich nicht ein Ende machen, sondern ich will dich züchtigen mit Maßen,
auf daß ich dich nicht ungestraft lasse.
Kap. 47
1 Dies ist das Wort des
HERRN, das zum Propheten Jeremia geschah wider die Philister, ehe denn Pharao
Gaza schlug.
2 So spricht der HERR:
Siehe, es kommen Wasser herauf von Mitternacht, die eine Flut machen werden und
das Land und was darin ist, die Städte und die, so darin wohnen, wegreißen
werden, daß die leute werden schreien und alle Einwohner im Lande heulen
3 vor dem Getümmel ihrer
starken Rosse, so dahertraben, und vor dem Rasseln ihrer Wagen und Poltern
ihrer Räder; daß sich die Väter nicht werden umsehen nach den Kindern, so
verzagt werden sie sein
4 vor dem Tage, so da
kommt, zu verstören alle Philister und auszureuten Tyrus und Sidon samt ihren
andern Gehilfen. Denn der HERR wird die Philister, die das übrige sind aus der
Insel Kaphthor, verstören.
5 Gaza wird kahl werden,
und Askalon samt den übrigen in ihren Gründen wird verderbt. Wie lange ritzest
du dich?
6 O du Schwert des
HERRN, wann willst du doch aufhören? Fahre doch in deine Scheide und ruhe und
sei still!
7 Aber wie kannst du
aufhören, weil der HERR dir Befehl getan hat wider die Anfurt am Meer bestellt?
Kap. 48
1 Wider Moab. So spricht
der HERR Zebaoth, der Gott Israels: Weh der Stadt Nebo! denn sie ist zerstört und
liegt elend; Kirjathaim ist gewonnen; die hohe Feste steht elend und ist
zerrissen.
2 Der Trotz Moabs ist
aus, den sie an Hesbon hatten; denn man gedenkt Böses wider sie: "Kommt,
wir wollen sie ausrotten, daß sie kein Volk mehr seien." Und du, Madmen,
mußt auch verderbt werden; das Schwert wird hinter dich kommen.
3 Man hört ein Geschrei
zu Horonaim von Verstören und großem Jammer.
4 Moab
ist zerschlagen! man hört ihre Kleinen schreien;
5 denn sie gehen mit
Weinen den Weg hinauf gen Luhith, und die Feinde hören ein Jammergeschrei den
Weg von Horonaim herab:
6 "Hebt euch weg
und errettet euer Leben!" Aber du wirst sein wie die Heide in der Wüste.
7 Darum daß du dich auf
deine Gebäude verläßt und auf deine Schätze, sollst du auch gewonnen werden;
und Kamos muß hinaus gefangen wegziehen samt seinen Priestern und Fürsten.
8 Denn der Verstörer
wird über alle Städte kommen, daß nicht eine Stadt entrinnen wird. Es sollen
beide, die Gründe verderbt und die Ebenen verstört werden; denn der HERR hat's
gesagt.
9 Moab Federn: er wird ausgehen, als flöge er;
und seine Städte werden wüst liegen, daß niemand darin wohnen wird.
10 Verflucht sei, der des
HERRN Werk lässig tut; verflucht sei, der sein Schwert aufhält, daß es nicht
Blut vergieße!
11 Moab ist von seiner
Jugend auf sicher gewesen und auf seinen Hefen stillgelegen und ist nie aus
einem Faß ins andere gegossen und nie ins Gefängnis gezogen; darum ist sein
Geschmack ihm geblieben und sein Geruch nicht verändert worden.
12 Darum siehe, spricht
der HERR, es kommt die Zeit, daß ich ihnen will Schröter schicken, die sie
ausschroten sollen und ihre Fässer ausleeren und ihre Krüge zerschmettern.
13 Und Moab soll über dem
Kamos zu Schanden werden, gleichwie das Haus Israel über Beth-El zu Schanden geworden
ist, darauf sie sich doch verließen.
14 Wie dürft ihr sagen:
Wir sind die Helden und die rechten Kriegsleute?
15 so doch Moab muß
verstört und ihre Städte erstiegen werden und ihre beste Mannschaft zur
Schlachtbank herabgehen muß, spricht der König, welcher heißt der HERR Zebaoth.
16 Denn der Unfall Moabs
wird bald kommen, und ihr Unglück eilt sehr.
17 Habt doch Mitleid mit
ihnen alle, die ihr um sie her wohnt und ihren Namen kennt, und sprecht:
"Wie ist die starke Rute und der herrliche Stab so zerbrochen!"
18 Herab von der
Herrlichkeit, du Einwohnerin, Tochter Dibon, und sitze in der Dürre! Denn der
Verstörer Moabs wird zu dir hinaufkommen und deine Festen zerreißen.
19 Tritt auf die Straße
und schaue, du Einwohnerin Aroers; frage die, so da fliehen und entrinnen, und
sprich: "Wie geht's?"
20 Ach, Moab ist
verwüstet und verderbt! Heult und schreit; sagt's am Arnon, daß Moab verstört
sei!
21
Die Strafe ist über das ebene Land gegangen,
nämlich über Holon, Jahza, Mephaath,
22 Dibon,
Nebo, Beth-Diblathaim,
23 Kirjathaim,
Beth-Gamul, Beth-Meon,
24 Karioth, Bozra und
über alle Städte im Lande Moab, sie liegen fern oder nahe.
25 Das Horn Moabs ist
abgehauen, und sein Arm ist zerbrochen, spricht der HERR.
26 Macht es trunken (denn
es hat sich wider den HERRN erhoben), daß es speien und die Hände ringen müsse,
auf daß es auch zum Gespött werde.
27 Denn Israel hat dein
Gespött sein müssen, als wäre es unter den Dieben gefunden; und weil du solches
wider dasselbe redest, sollst du auch weg müssen.
28 O ihr Einwohner in
Moab, verlaßt die Städte und wohnt in den Felsen und tut wie die Tauben, so da
nisten in den hohlen Löchern!
29 Man hat immer gesagt
von dem stolzen Moab, daß es sehr stolz sei, hoffärtig, hochmütig, trotzig und übermütig.
30 Aber der HERR spricht:
Ich kenne seinen Zorn wohl, daß er nicht soviel vermag und untersteht sich,
mehr zu tun, denn sein Vermögen ist.
31 Darum muß ich über
Moab heulen und über das ganze Moab schreien und über die Leute zu Kir-Heres
klagen.
32 Mehr als über Jaser
muß ich über dich, du Weinstock zu Sibma, weinen, dessen Reben über das Meer
reichten und bis an das Meer Jaser kamen. Der Verstörer ist in deine Ernte und
Weinlese gefallen;
33 Freude und Wonne ist
aus dem Felde weg und aus dem Lande Moab, und man wird keinen Wein mehr
keltern; der Weintreter wird nicht mehr sein Lied singen
34 von des Geschreies
wegen zu Hesbon bis gen Eleale, welches bis gen Jahza erschallt, von Zoar an
bis gen Horonaim, bis zum dritten Eglath; denn auch die Wasser Nimrims sollen
versiegen.
35 Und ich will, spricht
der HERR, in Moab damit ein Ende machen, daß sie nicht mehr auf den Höhen
opfern und ihren Göttern räuchern sollen.
36 Darum seufzt mein Herz
über Moab wie Flöten, und über die Leute zu Kir-Heres seufzt mein Herz wie
Flöten; denn das Gut, das sie gesammelt, ist zu Grunde gegangen.
37 Alle Köpfe werden kahl
sein und alle Bärte abgeschoren, aller Hände zerritzt, und jedermann wird Säcke
anziehen.
38 Auf allen Dächern und
Gassen, allenthalben in Moab, wird man Klagen; denn ich habe Moab zerbrochen
wie ein unwertes Gefäß, spricht der HERR.
39 O wie ist es verderbt,
wie heulen sie! Wie schändlich hängen sie die Köpfe! Und Moab ist zum Spott und
zum Schrecken geworden allen, so ringsumher wohnen.
40 Denn so spricht der
HERR: Siehe, er fliegt daher wie ein Adler und breitet seine Flügel aus über
Moab.
41 Karioth ist gewonnen,
und die festen Städte sind eingenommen; und das Herz der Helden in Moab wird zu
derselben Zeit sein wie einer Frau Herz in Kindesnöten.
42 Denn Moab muß vertilgt
werden, daß sie kein Volk mehr seien, darum daß es sich wider den HERR erhoben
hat.
43 Schrecken, Grube und
Strick kommt über dich, du Einwohner in Moab, spricht der HERR.
44 Wer dem Schrecken
entflieht, der wird in die Grube fallen, und wer aus der Grube kommt, der wird
im Strick gefangen werden; denn ich will über Moab kommen lassen ein Jahr ihrer
Heimsuchung, spricht der HERR.
45 Die aus der Schlacht
entrinnen, werden Zuflucht suchen zu Hesbon; aber es wird ein Feuer aus Hesbon
und eine Flamme aus Sihon gehen, welche die Örter in Moab und die kriegerischen
Leute verzehren wird.
46 Weh dir, Moab!
verloren ist das Volk des Kamos; denn man hat deine Söhne und Töchter genommen
und gefangen weggeführt.
47 Aber in der letzten
Zeit will ich das Gefängnis Moabs wenden, spricht der HERR. Das sei gesagt von
der Strafe über Moab.
Kap. 49
1 Wider die Kinder Ammon
spricht der HERR also: Hat denn Israel nicht Kinder, oder hat es keinen Erben?
Warum besitzt denn Milkom das Land Gad, und sein Volk wohnt in jener Städten?
2 Darum siehe, es kommt
die Zeit, spricht der HERR, daß ich will ein Kriegsgeschrei erschallen lassen
über Rabba der Kinder Ammon, daß sie soll auf einem Haufen wüst liegen und ihre
Töchter mit Feuer angesteckt werden; aber Israel soll besitzen die, von denen
sie besessen waren, spricht der HERR.
3 Heule, o Hesbon! denn
Ai ist verstört. Schreiet, ihr Töchter Rabbas, und ziehet Säcke an, klaget und
lauft auf den Mauern herum! denn Milkom wird gefangen weggeführt samt seinen
Priestern und Fürsten.
4 Was trotzest du auf
deine Auen? Deine Auen sind ersäuft, du ungehorsame Tochter, die du dich auf
deine Schätze verlässest und sprichst in deinem Herzen: Wer darf sich an mich
machen?
5 Siehe, spricht der
HERR HERR Zebaoth: Ich will Furcht über dich kommen lassen von allen, die um
dich her wohnen, daß ein jeglicher seines Weges vor sich hinaus verstoßen werde
und niemand sei, der die Flüchtigen sammle.
6 Aber darnach will ich
wieder wenden das Gefängnis der Kinder Ammon, spricht der HERR.
7 Wider Edom. So spricht
der HERR Zebaoth: Ist denn keine Weisheit mehr zu Theman? ist denn kein Rat
mehr bei den Klugen? ist ihre Weisheit so leer geworden?
8 Fliehet, wendet euch
und verkriecht euch tief, ihr Bürger zu Dedan! denn ich lasse einen Unfall über
Esau kommen, die Zeit seiner Heimsuchung.
9 Es sollen Weinleser
über dich kommen, die dir kein Nachlesen lassen; und die Diebe des Nachts sollen
über dich kommen, die sollen ihnen genug verderben.
10 Denn ich habe Esau
entblößt und seine verborgenen Orte geöffnet, daß er sich nicht verstecken
kann; sein Same, seine Brüder und seine Nachbarn sind verstört, daß ihrer
keiner mehr da ist.
11 Doch was Übrigbleibt
von deinen Waisen, denen will ich das Leben gönnen, und deine Witwen werden auf
mich hoffen.
12 Denn so spricht der
HERR: Siehe, die, so es nicht verschuldet hatten, den Kelch zu trinken, müssen
trinken; und du solltest ungestraft bleiben? Du sollst nicht ungestraft
bleiben, sondern du mußt auch trinken.
13 Denn ich habe bei mir
selbst geschworen, spricht der HERR, daß Bozra soll ein Wunder, Schmach, Wüste
und Fluch werden und alle ihre Städte eine ewige Wüste.
14 Ich habe gehört vom
HERRN, daß eine Botschaft unter die Heiden gesandt sei: Sammelt euch und kommt
her wider sie, macht euch auf zum Streit!
15 Denn siehe, ich habe
dich gering gemacht unter den Heiden und verachtet unter den Menschen.
16 Dein Trotz und dein
Hochmut hat dich betrogen, weil du in Felsenklüften wohnst und hohe Gebirge
innehast. Wenn du denn gleich dein Nest so hoch machtest wie der Adler, dennoch
will ich dich von dort herunterstürzen, spricht der HERR.
17 Also soll Edom wüst
werden, daß alle die, so vorübergehen, sich wundern und pfeifen werden über
alle ihre Plage;
18 gleichwie Sodom und
Gomorra samt ihren Nachbarn umgekehrt ist, spricht der HERR, daß niemand
daselbst wohnen noch kein Mensch darin hausen soll.
19 Denn siehe, er kommt
herauf wie ein Löwe vom stolzen Jordan her wider die festen Hürden; denn ich
will sie daraus eilends wegtreiben, und den, der erwählt ist, darübersetzen.
Denn wer ist mir gleich, wer will mich meistern, und wer ist der Hirte, der mir
widerstehen kann?
20 So hört nun den
Ratschlag des HERRN, den er über Edom hat, und seine Gedanken, die er über die
Einwohner in Theman hat. Was gilt's? ob nicht die Hirtenknaben sie
fortschleifen werden und ihre Wohnung zerstören,
21 daß die Erde beben
wird, wenn's ineinander fällt, und ihr Geschrei wird man am Schilfmeer hören.
22 Siehe, er fliegt
herauf wie ein Adler und wird seine Flügel ausbreiten über Bozra. Zur selben
Zeit wird das Herz der Helden in Edom sein wie das Herz einer Frau in
Kindsnöten.
23 Wider Damaskus. Hamath
und Arpad stehen jämmerlich; sie sind verzagt, denn sie hören ein böses
Geschrei; die am Meer wohnen, sind so erschrocken, daß sie nicht Ruhe haben
können.
24 ist verzagt und gibt die Flucht; sie zappelt
und ist in Ängsten und Schmerzen wie eine Frau in Kindsnöten.
25 Wie?
ist sie nun nicht verlassen, die berühmte und fröhliche Stadt?
26 Darum werden ihre
junge Mannschaft auf ihren Gassen darniederliegen und alle ihre Kriegsleute
untergehen zur selben Zeit, spricht der HERR Zebaoth.
27 Und ich will in den
Mauern von Damaskus ein Feuer anzünden, daß es die Paläste Benhadads verzehren
soll.
28 Wider Kedar und die
Königreiche Hazors, welche Nebukadnezar, der König zu Babel, schlug. So spricht
der HERR: Wohlauf, zieht herauf gegen Kedar und verstört die gegen Morgen
wohnen!
29 Man wird ihnen ihre
Hütten und Herden nehmen; ihr Gezelt, alle Geräte und Kamele werden sie
wegführen; und man wird über sie rufen: Schrecken um und um!
30 Fliehet, hebet euch
eilends davon, verkriechet euch tief, ihr Einwohner in Hazor! spricht der HERR;
denn Nebukadnezar, der König zu Babel, hat etwas im Sinn wider euch und meint
euch.
31 Wohlauf, ziehet herauf
wider ein Volk, das genug hat und sicher wohnt, spricht der HERR; sie haben
weder Tür noch Riegel und wohnen allein.
32 Ihre Kamele sollen
geraubt und die Menge ihres Viehs genommen werden; und ich will sie zerstreuen
in alle Winde, alle, die das Haar rundherum abschneiden; und von allen Orten
her will ich ihr Unglück über sie kommen lassen, spricht der HERR,
33 daß Hazor soll eine
Wohnung der Schakale und eine ewige Wüste werden, daß niemand daselbst wohne
und kein Mensch darin hause.
34 Dies ist das Wort des
HERRN, welches geschah zu Jeremia, dem Propheten, wider Elam im Anfang des
Königreichs Zedekias, des Königs in Juda, und sprach:
35 So spricht der HERR
Zebaoth: Siehe, ich will den Bogen Elams zerbrechen, ihre vornehmste Gewalt,
36und will die
vier Winde aus den vier Enden des Himmels über sie kommen lassen und will sie
in alle diese Winde zerstreuen, daß kein Volk sein soll, dahin nicht
Vertriebene aus Elam kommen werden.
37Und ich will
Elam verzagt machen vor ihren Feinden und denen, die ihnen nach ihrem Leben
stehen, und Unglück über sie kommen lassen mit meinem grimmigen Zorn, spricht
der HERR; und will das Schwert hinter ihnen her schicken, bis es sie aufreibe.
38Meinen Stuhl
will ich in Elam aufrichten und will beide, den König und die Fürsten, daselbst
umbringen, spricht der HERR.
39Aber in der letzten
Zeit will ich das Gefängnis Elams wieder wenden, spricht der HERR.
Kap. 50
1 Dies ist das Wort,
welches der HERR durch den Propheten Jeremia geredet hat wider Babel und das
Land der Chaldäer:
2 Verkündiget unter den
Heiden und laßt erschallen, werfet ein Panier auf; laßt erschallen, und
verberget's nicht und sprecht: Babel ist gewonnen, Bel steht mit Schanden,
Merodach ist zerschmettert; ihre Götzen stehen mit Schanden, und ihre Götter
sind zerschmettert!
3 Denn es zieht von
Mitternacht ein Volk herauf wider sie, welches wird ihr Land zur Wüste machen,
daß niemand darin wohnen wird, sondern beide, Leute und Vieh, davonfliehen
werden.
4 In denselben Tagen und
zur selben Zeit, spricht der HERR, werden kommen die Kinder Israel samt den
Kindern Juda und weinend daherziehen und den HERRN, ihren Gott, suchen.
5 Sie werden forschen
nach dem Wege gen Zion, dahin sich kehren: Kommt, wir wollen uns zum HERRN
fügen mit einem ewigen Bunde, des nimmermehr vergessen werden soll!
6 Denn mein Volk ist wie
eine verlorene Herde; ihre Hirten haben sie verführt und auf den Bergen in der
Irre gehen lassen, daß sie von den Bergen auf die Hügel gegangen sind und ihre
Hürden vergessen haben.
7 Es fraßen sie alle,
die sie antrafen; und ihre Feinde sprachen: Wir tun nicht unrecht! darum daß
sie sich haben versündigt an dem HERRN in der Wohnung der Gerechtigkeit und an
dem HERRN, der ihrer Väter Hoffnung ist.
8 Fliehet aus Babel und
ziehet aus der Chaldäer Lande und stellt euch als Böcke vor der Herde her.
9 Denn siehe, ich will
große Völker in Haufen aus dem Lande gegen Mitternacht erwecken und wider Babel
heraufbringen, die sich wider sie sollen rüsten, welche sie sollen auch
gewinnen; ihre Pfeile sind wie die eines guten Kriegers, der nicht fehlt.
10 Und das Chaldäerland
soll ein Raub werden, daß alle, die sie berauben, sollen genug davon haben,
spricht der HERR;
11 darum daß ihr euch des
freut und rühmt, daß ihr mein Erbteil geplündert habt, und hüpft wie die jungen
Kälber und wiehert wie die starken Gäule.
12 Eure Mutter besteht
mit großer Schande, und die euch geboren hat, ist zum Spott geworden; siehe,
unter den Heiden ist sie die geringste, wüst, dürr und öde.
13 Denn vor dem Zorn des HERRN
muß sie unbewohnt und ganz wüst bleiben, daß alle, so bei Babel vorübergehen,
werden sich verwundern und pfeifen über all ihr Plage.
14 Rüstet euch wider
Babel umher, alle Schützen, schießt in sie, spart die Pfeile nicht; denn sie
hat wider den HERRN gesündigt.
15 Jauchzt über sie um
und um! Sie muß sich ergeben, ihr Grundfesten sind zerfallen, ihre Mauern sind
abgebrochen; denn das ist des HERRN Rache. Rächt euch an ihr, tut ihr, wie sie
getan hat.
16 Rottet aus von Babel
beide, den Säemann und den Schnitter in der Ernte, daß ein jeglicher vor dem
Schwert des Tyrannen sich kehre zu seinem Volk und ein jeglicher fliehe in sein
Land.
17 Israel hat müssen sein
eine zerstreute Herde, die die Löwen verscheucht haben. Am ersten fraß sie der
König von Assyrien; darnach überwältigte sie Nebukadnezar, der König zu Babel.
18 Darum spricht der HERR
Zebaoth, der Gott Israels, also: Siehe, ich will den König zu Babel heimsuchen
und sein Land, gleichwie ich den König von Assyrien heimgesucht habe.
21 Zieh hinauf wider das
Land, das alles verbittert hat; zieh hinauf wider die Einwohner der
Heimsuchung; verheere und verbanne ihre Nachkommen, spricht der HERR, und tue
alles, was ich dir befohlen habe!
22 Es
ist ein Kriegsgeschrei im Lande und großer Jammer.
23 Wie geht's zu, daß der
Hammer der ganzen Welt zerbrochen und zerschlagen ist? Wie geht's zu, daß Babel
eine Wüste geworden ist unter allen Heiden?
24 Ich habe dir
nachgestellt, Babel; darum bist du auch gefangen, ehe du dich's versahst; du
bist getroffen und ergriffen, denn du hast dem HERRN getrotzt.
25 Der HERR hat seinen
Schatz aufgetan und die Waffen seines Zorns hervorgebracht; denn der HERR HERR
Zebaoth hat etwas auszurichten in der Chaldäer Lande.
26 Kommt her wider sie,
ihr vom Ende, öffnet ihre Kornhäuser, werft sie in einen Haufen und verbannt
sie, daß ihr nichts übrigbleibe!
27 Erwürgt alle ihre
Rinder, führt sie hinab zu Schlachtbank! Weh ihnen! denn der Tag ist gekommen,
die Zeit ihrer Heimsuchung.
28 Man hört ein Geschrei der
Flüchtigen und derer, so entronnen sind aus dem Lande Babel, auf daß sie
verkündigen zu Zion die Rache des HERRN, unsers Gottes, die Rache seines
Tempels.
29 Ruft viel wider Babel,
belagert sie um und um, alle Bogenschützen, und laßt keinen davonkommen!
Vergeltet ihr, wie sie verdient hat; wie sie getan hat, so tut ihr wieder! denn
sie hat stolz gehandelt wider den HERR, den Heiligen in Israel.
30 Darum soll ihre junge
Mannschaft fallen auf ihren Gassen, und alle Kriegsleute sollen untergehen zur
selben Zeit, spricht der HERR.
31 Siehe, du Stolzer, ich
will an dich, spricht der HERR HERR Zebaoth; denn dein Tag ist gekommen, die
Zeit deiner Heimsuchung.
32 Da soll der Stolze
stürzen und fallen, daß ihn niemand aufrichte; ich will seine Städte mit Feuer
anstecken, das soll alles, was um ihn her ist, verzehren.
33 So spricht der HERR
Zebaoth: Siehe, die Kinder Israel samt den Kindern Juda müssen Gewalt und
Unrecht leiden; alle, die sie gefangen weggeführt haben, halten sie und wollen
sie nicht loslassen.
34 Aber ihr Erlöser ist
stark, der heißt HERR Zebaoth; der wird ihre Sache so ausführen, daß er das
Land bebend und die Einwohner zu Babel zitternd mache.
35 Schwert soll kommen,
spricht der HERR, über die Chaldäer und über ihr Einwohner zu Babel und über
ihre Fürsten und über ihre Weisen!
36 Schwert soll kommen
über ihre Weissager, daß sie zu Narren werden; Schwert soll kommen über ihre
Starken, daß sie verzagen!
37 Schwert soll kommen
über ihre Rosse und Wagen und alles fremde Volk, so darin sind, daß sie zu
Weibern werden! Schwert soll kommen über ihre Schätze, daß sie geplündert
werden!
38 Trockenheit soll
kommen über ihre Wasser, daß sie versiegen! denn es ist ein Götzenland, und sie
trotzen auf ihre schrecklichen Götzen.
39 Darum sollen
Wüstentiere und wilde Hunde darin wohnen und die jungen Strauße; und es soll
nimmermehr bewohnt werden und niemand darin hausen für und für,
40 gleichwie Gott Sodom
und Gomorra samt ihren Nachbarn umgekehrt hat, spricht der HERR, daß niemand
darin wohne noch ein Mensch darin hause.
41 Siehe, es kommt ein
Volk von Mitternacht her; viele Heiden und viele Könige werden vom Ende der
Erde sich aufmachen.
42 Die haben Bogen und
Lanze; sie sind grausam und unbarmherzig; ihr Geschrei ist wie das Brausen des
Meeres; sie reiten auf Rossen, gerüstet wie Kriegsmänner wider dich, du Tochter
Babel.
43 Wenn der König zu
Babel ihr Gerücht hören wird, so werden ihm die Fäuste entsinken; ihm wird so
angst und bange werden wie einer Frau in Kindsnöten.
44 Siehe, er kommt herauf
wie ein Löwe vom stolzen Jordan wider die festen Hürden; denn ich will sie
daraus eilends wegtreiben, und den, der erwählt ist, darübersetzen. Denn wer
ist mir gleich, wer will micht meistern, und wer ist der Hirte, der mir widerstehen
kann?
45So hört nun den
Ratschlag des HERRN, den er über Babel hat, und seine Gedanken, die er hat über
die Einwohner im Land der Chaldäer! Was gilt's? ob nicht die Hirtenknaben sie
fortschleifen werden und ihre Wohnung zerstören.
46Und die Erde
wird beben von dem Geschrei, und es wird unter den Heiden erschallen, wenn
Babel gewonnen wird.
Kap. 51
1 So spricht der HERR:
Siehe, ich will einen scharfen Wind erwecken wider Babel und wider ihre
Einwohner, die sich wider mich gesetzt haben.
2 Ich will auch Worfler
gen Babel schicken, die sie worfeln sollen und ihr Land ausfegen, die
allenthalben um sie sein werden am Tage ihres Unglücks;
3 denn ihre Schützen
werden nicht schießen, und ihre Geharnischten werden sich nicht wehren können.
So verschont nun ihre junge Mannschaft nicht, verbannet all ihr Heer,
4 daß die Erschlagenen
daliegen im Lande der Chaldäer und die Erstochenen auf ihren Gassen!
5 Denn Israel und Juda
sollen nicht Witwen von ihrem Gott, dem HERRN Zebaoth, gelassen werden. Denn
jener Land hat sich hoch verschuldet am Heiligen in Israel.
6 Fliehet aus Babel,
damit ein jeglicher seine Seele errette, daß ihr nicht untergeht in ihrer
Missetat! Denn dies ist die Zeit der Rache des HERRN, der ein Vergelter ist und
will ihnen bezahlen.
7 Ein goldener Kelch,
der alle Welt trunken gemacht hat, war Babel in der Hand des HERRN; alle Heiden
haben von ihrem Wein getrunken, darum sind die Heiden so toll geworden.
8 Wie plötzlich ist
Babel gefallen und zerschmettert! Heulet über sie, nehmet auch Salbe zu ihren
Wunden, ob sie vielleicht möchte heil werden!
9 Wir heilen Babel; aber
sie will nicht heil werden. So laßt sie fahren und laßt uns ein jeglicher in
sein Land ziehen! Denn ihre Strafe reicht bis an den Himmel und langt hinauf bis
an die Wolken.
10 Der HERR hat unsre
Gerechtigkeit hervorgebracht; kommt, laßt uns zu Zion erzählen die Werke des
HERRN, unsers Gottes!
11 Ja, schärft nun die
Pfeile wohl und rüstet die Schilde! Der HERR hat den Mut der Könige in Medien
erweckt; denn seine Gedanken stehen wider Babel, daß er sie verderbe. Denn dies
ist die Rache des HERRN, die Rache seines Tempels.
12 Ja, steckt nun Panier
auf die Mauern zu Babel, nehmt die Wache ein, setzt Wächter, bestellt die Hut!
denn der HERR gedenkt etwas und wird auch tun, was er wider die Einwohner zu
Babel geredet hat.
13 Die du an großen
Wassern wohnst und große Schätze hast, dein Ende ist gekommen, und dein Geiz
ist aus!
14 Der HERR Zebaoth hat
bei seiner Seele geschworen: Ich will dich mit Menschen füllen, als wären's
Käfer; die sollen dir ein Liedlein singen!
15 Er hat die Erde durch
seine Kraft gemacht und den Weltkreis durch seine Weisheit bereitet und den
Himmel ausgebreitet durch seinen Verstand.
16 Wenn er donnert, so
ist da Wasser die Menge unter dem Himmel; er zieht die Nebel auf vom Ende der
Erde; er macht die Blitze im Regen und läßt den Wind kommen aus seinen
Vorratskammern.
17 Alle Menschen sind
Narren mit ihrer Kunst, und die Goldschmiede bestehen mit Schanden mit ihren
Bildern; denn ihre Götzen sind Trügerei und haben kein Leben.
18 Es ist eitel Nichts
und verführerisches Werk; sie müssen umkommen, wenn sie heimgesucht werden.
19 Aber also ist der
nicht, der Jakobs Schatz ist; sondern der alle Dinge schafft, der ist's, und
Israel ist sein Erbteil. Er heißt HERR Zebaoth.
20 Du bist mein Hammer,
meine Kriegswaffe; durch dich zerschmettere ich die Heiden und zerstöre die
Königreiche;
21 durch dich
zerschmettere ich Rosse und Reiter und zerschmettere Wagen und Fuhrmänner;
22 durch dich
zerschmettere ich Männer und Weiber und zerschmettere Alte und Junge und
zerschmettere Jünglinge und Jungfrauen;
23 durch dich
zerschmettere ich Hirten und Herden und zerschmettere Bauern und Joche und
zerschmettere Fürsten und Herren.
24 Und ich will Babel und
allen Einwohnern in Chaldäa vergelten alle ihre Bosheit, die sie an Zion
begangen haben, vor euren Augen, spricht der HERR.
25 Siehe, ich will an
dich, du schädlicher Berg, der du alle Welt verderbest, spricht der HERR; ich
will meine Hand über dich strecken und dich von den Felsen herabwälzen und will
einen verbrannten Berg aus dir machen,
26 daß man weder Eckstein
noch Grundstein aus dir nehmen könne, sondern eine ewige Wüste sollst du sein,
spricht der HERR.
27 Werfet Panier auf im
Lande, blaset die Posaune unter den Heiden, heiliget die Heiden wider sie;
rufet wider sie die Königreiche Ararat, Minni und Askenas; bestellt Hauptleute
wider sie; bringt Rosse herauf wie flatternde Käfer!
28 Heiligt die Heiden
wider sie, die Könige aus Medien samt allen ihren Fürsten und Herren und das
ganze Land ihrer Herrschaft,
29 daß das Land erbebe
und erschrecke; denn die Gedanken des HERRN wollen erfüllt werden wider Babel,
daß er das Land Babel zur Wüste mache, darin niemand wohne.
30 Die Helden zu Babel
werden nicht zu Felde ziehen, sondern müssen in der Festung bleiben, ihre
Stärke ist aus, sie sind Weiber geworden; ihre Wohnungen sind angesteckt und
ihre Riegel zerbrochen.
31 Es läuft hier einer
und da einer dem andern entgegen, und eine Botschaft begegnet der andern, dem
König zu Babel anzusagen, daß seine Stadt gewonnen sei bis ans Ende
32 und die Furten
eingenommen und die Seen ausgebrannt sind und die Kriegsleute seien blöde
geworden.
33 Denn also spricht der HERR
Zebaoth, der Gott Israels: "Die Tochter Babel ist wie eine Tenne, wenn man
darauf drischt; es wird ihre Ernte gar bald kommen."
34 Nebukadnezar, der
König zu Babel, hat mich gefressen und umgebracht; er hat aus mir ein leeres
Gefäß gemacht; er hat mich verschlungen wie ein Drache; er hat seinen Bauch
gefüllt mit meinem Köstlichsten; er hat mich verstoßen.
35 Nun aber komme über
Babel der Frevel, an mir begangen und an meinem Fleische, spricht die
Einwohnerin zu Zion, und mein Blut über die Einwohner in Chaldäa, spricht
Jerusalem.
36 Darum spricht der HERR
also: Siehe, ich will dir deine Sache ausführen und dich rächen; ich will ihr
Meer austrocknen und ihre Brunnen versiegen lassen.
37 Und Babel soll zum
Steinhaufen und zur Wohnung der Schakale werden, zum Wunder und zum Anpfeifen,
daß niemand darin wohne.
38 Sie sollen miteinander
brüllen wie die Löwen und schreien wie die jungen Löwen.
39 Ich will sie mit ihrem
Trinken in die Hitze setzen und will sie trunken machen, daß sie fröhlich werden
und einen ewigen Schlaf schlafen, von dem sie nimmermehr aufwachen sollen,
spricht der HERR.
40 Ich will sie
herunterführen wie Lämmer zur Schlachtbank, wie die Widder mit den Böcken.
41 Wie ist Sesach so
gewonnen und die Berühmte in aller Welt so eingenommen! Wie ist Babel so zum
Wunder geworden unter den Heiden!
42 Es ist ein Meer über
Babel gegangen, und es ist mit seiner Wellen Menge bedeckt.
43 Ihre Städte sind zur
Wüste und zu einem dürren, öden Lande geworden, zu einem Lande, darin niemand
wohnt und darin kein Mensch wandelt.
44 Denn ich habe den Bel
zu Babel heimgesucht und habe aus seinem Rachen gerissen, was er verschlungen
hatte; und die Heiden sollen nicht mehr zu ihm laufen; denn es sind auch die
Mauern zu Babel zerfallen.
45 Ziehet heraus, mein
Volk, und errette ein jeglicher seine Seele vor dem grimmigen Zorn des HERRN!
46 Euer Herz möchte sonst
weich werden und verzagen vor dem Geschrei, das man im Lande hören wird; denn
es wird ein Geschrei übers Jahr gehen und darnach im andern Jahr auch ein
Geschrei über Gewalt im Lande und wird ein Fürst wider den andern sein.
47 Darum siehe, es kommt
die Zeit, daß ich die Götzen zu Babel heimsuchen will und ihr ganzes Land zu
Schanden werden soll und ihre Erschlagenen darin liegen werden.
48 Himmel und Erde und
alles was darinnen ist, werden jauchzen über Babel, daß ihre Verstörer von
Mitternacht gekommen sind, spricht der HERR.
49 Und wie Babel in
Israel die Erschlagenen gefällt hat, also sollen zu Babel die Erschlagenen
fallen im ganzen Lande.
50 So ziehet nun hin, die
ihr dem Schwert entronnen seid, und säumet euch nicht! Gedenket des HERRN im
fernen Lande und lasset euch Jerusalem im Herzen sein!
51 Wir waren zu Schanden
geworden, da wir die Schmach hören mußten, und die Scham unser Angesicht
bedeckte, da die Fremden über das Heiligtum des Hauses des HERRN kamen.
52 Darum siehe, die Zeit
kommt, spricht der HERR, daß ich ihre Götzen heimsuchen will, und im ganzen
Lande sollen die tödlich Verwundeten seufzen.
53 Und wenn Babel gen
Himmel stiege und ihre Macht in der Höhe festmachte, so sollen doch Verstörer
von mir über sie kommen, spricht der HERR.
54 Man hört ein Geschrei
zu Babel und einen großen Jammer in der Chaldäer Lande;
55 denn der HERR verstört
Babel und verderbt sie mit großem Getümmel; ihre Wellen brausen wie die großen
Wasser, es erschallt ihr lautes Toben.
56 Denn es ist über Babel
der Verstörer gekommen, ihre Helden werden gefangen, ihre Bogen zerbrochen;
denn der Gott der Rache, der HERR, bezahlt ihr.
57 Ich will ihre Fürsten,
Weisen, Herren und Hauptleute und Krieger trunken machen, daß sie einen ewigen
Schlaf sollen schlafen, davon sie nimmermehr aufwachen, spricht der König, der
da heißt HERR Zebaoth.
58 So spricht der HERR
Zebaoth: Die Mauern der großen Babel sollen untergraben und ihre hohen Tore mit
Feuer angesteckt werden, daß der Heiden Arbeit verloren sei, und daß verbrannt
werde, was die Völker mit Mühe erbaut haben.
59 Dies ist das Wort, das
der Prophet Jeremia befahl Seraja dem Sohn Nerias, des Sohnes Maasejas, da er
zog mit Zedekia, dem König in Juda, gen Babel im vierten Jahr seines
Königreichs. Und Seraja war der Marschall für die Reise.
60 Und Jeremia schrieb
all das Unglück, so über Babel kommen sollte, in ein Buch, nämlich alle diese
Worte, die wider Babel geschrieben sind.
61 Und Jeremia sprach zu
Seraja: Wenn du gen Babel kommst, so schaue zu und lies alle diese Worte
62 und sprich: HERR, du
hast geredet wider diese Stätte, daß du sie willst ausrotten, daß niemand darin
wohne, weder Mensch noch Vieh, sondern daß sie ewiglich wüst sei.
63 Und wenn du das Buch
hast ausgelesen, so binde einen Stein daran und wirf es in den Euphrat
64 und sprich: also soll
Babel versenkt werden und nicht wieder aufkommen von dem Unglück, das ich über
sie bringen will, sondern vergehen. So weit hat Jeremia geredet.
Kap. 52
1 Zedekia war
einundzwanzig Jahre alt, da er König ward und regierte elf Jahre zu Jerusalem.
Seine Mutter hieß Hamutal, eine Tochter Jeremia's zu Libna.
2 Und er tat was dem
HERRN übel gefiel, gleich wie Jojakim getan hatte.
3 Denn es ging des HERRN
Zorn über Jerusalem und Juda, bis er sie von seinem Angesicht verwarf. Und
Zedekia fiel ab vom König zu Babel.
4 Aber im neunten Jahr
seines Königreichs, am zehnten Tage des zehnten Monats, kam Nebukadnezar, der
König zu Babel, samt all seinem Heer wider Jerusalem, und sie belagerten es und
machten Bollwerke ringsumher.
5 Und blieb also die
Stadt belagert bis ins elfte Jahr des Königs Zedekia.
6 Aber am neunten Tage
des vierten Monats nahm der Hunger überhand in der Stadt, und hatte das Volk
vom Lande nichts mehr zu essen.
7 Da brach man in die
Stadt; und alle Kriegsleute gaben die Flucht und zogen zur Stadt hinaus bei der
Nacht auf dem Wege durch das Tor zwischen den zwei Mauern, der zum Garten des
Königs geht. Aber die Chaldäer lagen um die Stadt her.
8 Und da diese zogen des
Weges zum blachen Feld, jagte der Chaldäer Heer dem König nach und ergriffen
Zedekia in dem Felde bei Jericho; da zerstreute sich all sein Heer von ihm.
9 Und sie fingen den
König und brachten ihn hinauf zum König zu Babel gen Ribla, das im Lande Hamath
liegt, der sprach ein Urteil über ihn.
10 Allda ließ der König
zu Babel die Söhne Zedekias vor seinen Augen erwürgen und erwürgte alle Fürsten
Juda's zu Ribla.
11 Aber Zedekia ließ er
die Augen ausstechen und ließ ihn mit zwei Ketten binden, und führte ihn also
der König zu Babel gen Babel und legte ihn ins Gefängnis, bis daß er starb.
12 Am zehnten Tage des
fünften Monats, welches ist das neunzehnte Jahr Nebukadnezars, des Königs zu
Babel, kam Nebusaradan, der Hauptmann der Trabanten, der stets um den König zu
Babel war gen Jerusalem
13 und verbrannte des
HERRN Haus und des Königs Haus und alle Häuser zu Jerusalem; alle großen Häuser
verbrannte er mit Feuer.
14 Und das ganze Heer der
Chaldäer, so bei dem Hauptmann war, riß um alle Mauern zu Jerusalem ringsumher.
15 Aber das arme Volk und
andere Volk so noch übrig war in der Stadt, und die zum König zu Babel fielen
und das übrige Handwerksvolk führte Nebusaradan, der Hauptmann, gefangen weg.
Kap. 1
1 Wie liegt die Stadt so
wüst, die voll Volks war! Sie ist wie eine Witwe, die Fürstin unter den Heiden;
und die eine Königin in den Ländern war, muß nun dienen.
2 Sie weint des Nachts,
daß ihr die Tränen über die Wangen laufen; es ist niemand unter allen ihren
Freunden, der sie tröstet; alle ihre Nächsten sind ihr untreu und ihre Feinde
geworden.
3 Juda ist gefangen in Elend
und schwerem Dienst; sie wohnt unter den Heiden und findet keine Ruhe; alle
ihre Verfolger halten sie übel.
4 Die Straßen gen Zion
liegen wüst; weil niemand auf ein Fest kommt; alle ihre Tore stehen öde, ihre
Priester seufzen; ihre Jungfrauen sehen jämmerlich, und sie ist betrübt.
5 Ihre Widersacher
schweben empor, ihren Feinden geht's wohl; denn der HERR hat sie voll Jammers
gemacht um ihrer großen Sünden willen, und ihre Kinder sind gefangen vor dem
Feinde hin gezogen.
6 Es ist von der Tochter
Zion aller Schmuck dahin. Ihre Fürsten sind wie die Widder, die keine Weide
finden und matt vor dem Treiber her gehen.
7 Jerusalem denkt in
dieser Zeit, wie elend und verlassen sie ist und wie viel Gutes sie von alters
her gehabt hat, weil all ihr Volk darniederliegt unter dem Feinde und ihr
niemand hilft; ihre Feinde sehen ihre Lust an ihr und spotten ihrer Sabbate.
8 Jerusalem hat sich
versündigt; darum muß sie sein wie ein unrein Weib. Alle die sie ehrten,
verschmähen sie jetzt, weil sie ihre Blöße sehen; sie aber seufzt und hat sich
abgewendet.
9 Ihr Unflat klebt an
ihrem Saum; sie hätte nicht gemeint, daß es ihr zuletzt so gehen würde. Sie ist
ja zu greulich heruntergestoßen und hat dazu niemand, der sie tröstet. Ach HERR,
siehe an mein Elend; denn der Feind prangt sehr!
10 Der Feind hat seine
Hand an alle ihre Kleinode gelegt; denn sie mußte zusehen, daß die Heiden in
ihr Heiligtum gingen, von denen du geboten hast, sie sollen nicht in die
Gemeinde kommen.
11 All ihr Volk seufzt
und geht nach Brot; sie geben ihre Kleinode um Speise, daß sie die Seele laben.
Ach HERR sieh doch und schaue, wie schnöde ich geworden bin!
12 Euch sage ich allen,
die ihr vorübergeht; Schauet doch und sehet, ob irgend ein Schmerz sei wie mein
Schmerz, der mich getroffen hat; denn der HERR hat mich voll Jammers gemacht am
Tage seines grimmigen Zorns.
13 Er hat ein Feuer aus
der Höhe in meine Gebeine gesandt und es lassen walten. Er hat meinen Füßen ein
Netz gestellt und mich zurückgeprellt; er hat mich zur Wüste gemacht, daß ich
täglich trauern muß.
14 Meine schweren Sünden
sind durch seine Strafe erwacht und in Haufen mir auf den Hals gekommen, daß
mir alle meine Kraft vergeht. Der HERR hat mich also zugerichtet, daß ich nicht
aufkommen kann.
15 Der HERR hat zertreten
alle meine Starken, die ich hatte; er hat über mich ein Fest ausrufen lassen,
meine junge Mannschaft zu verderben. Der HERR hat der Jungfrau Tochter Juda die
Kelter getreten.
16 Darum weine ich so,
und meine beiden Augen fließen mit Wasser, daß der Tröster, der meine Seele
sollte erquicken, fern von mir ist. Meine Kinder sind dahin; denn der Feind hat
die Oberhand gekriegt.
17 Zion streckt ihre
Hände aus, und ist doch niemand, der sie tröste; denn der HERR hat rings um
Jakob her seinen Feinden geboten, daß Jerusalem muß zwischen ihnen sein wie ein
unrein Weib.
18 Der HERR ist gerecht;
denn ich bin seinem Munde ungehorsam gewesen. Höret, alle Völker, schauet
meinen Schmerz! Meine Jungfrauen und Jünglinge sind ins Gefängnis gegangen.
19 Ich rief meine Freunde
an, aber sie haben mich betrogen. Meine Priester und Ältesten in der Stadt sind
verschmachtet; denn sie gehen nach Brot, damit sie ihre Seele laben.
20 Ach Herr, siehe doch,
wie bange ist mir, daß mir's im Leibe davon weh tut! Mein Herz wallt mir in
meinem Leibe, weil ich so gar ungehorsam gewesen bin. Draußen hat mich das
Schwert und im Hause hat mich der Tod zur Witwe gemacht.
21 Man hört's wohl, daß
ich seufze, und habe doch keinen Tröster; alle meine Feinde hören mein Unglück
und freuen sich; das machst du. So laß doch den Tag kommen, den du ausrufest,
daß es ihnen gehen soll wie mir.
22 Laß alle ihre Bosheit
vor dich kommen und richte sie zu, wie du mich um aller meiner Missetat willen
zugerichtet hast; denn meines Seufzens ist viel, und mein Herz ist betrübt.
Kap. 2
1 Wie hat der HERR die
Tochter Zion mit seinem Zorn überschüttet! Er hat die Herrlichkeit Israels vom
Himmel auf die Erde geworfen; er hat nicht gedacht an seinen Fußschemel am Tage
seines Zorns.
2 Der HERR hat alle
Wohnungen Jakobs ohne Barmherzigkeit vertilgt; er hat die Festen der Tochter
Juda abgebrochen in seinem Grimm und geschleift; er hat entweiht beide, ihr
Königreich und ihre Fürsten.
3 Er hat alle Hörner
Israels in seinem grimmigen Zorn zerbrochen; er hat seine rechte Hand hinter
sich gezogen, da der Feind kam, und hat in Jakob ein Feuer angesteckt, das
umher verzehrt.
4 Er hat seinen Bogen
gespannt wie ein Feind; seine rechte Hand hat er geführt wie ein Widersacher
und hat erwürgt alles, was lieblich anzusehen war, und seinen Grimm wie ein
Feuer ausgeschüttet in der Hütte der Tochter Zion.
5 Der HERR ist gleich
wie ein Feind; er hat vertilgt Israel; er hat vertilgt alle ihre Paläste und
hat die Festen verderbt; er hat der Tochter Juda viel Klagens und Leides
gemacht.
6 Er hat sein Gezelt
zerwühlt wie einen Garten und seine Wohnung verderbt; der HERR hat zu Zion
Feiertag und Sabbat lassen vergessen und in seinem grimmigen Zorn König und
Priester schänden lassen.
7 Der HERR hat seinen
Altar verworfen und sein Heiligtum entweiht; er hat die Mauern ihrer Paläste in
des Feindes Hände gegeben, daß sie im Hause des Herrn geschrieen haben wie an
einem Feiertag.
8 Der HERR hat gedacht zu
verderben die Mauer der Tochter Zion; er hat die Richtschnur darübergezogen und
seine Hand nicht abgewendet, bis er sie vertilgte; die Zwinger stehen kläglich,
und die Mauer liegt jämmerlich.
9 Ihre Tore liegen tief
in der Erde; er hat die Riegel zerbrochen und zunichte gemacht. Ihr König und
ihre Fürsten sind unter den Heiden, wo sie das Gesetz nicht üben können und
ihre Propheten kein Gesicht vom HERRN haben.
10 Die Ältesten der
Tochter Zion liegen auf der Erde und sind still; sie werfen Staub auf ihre
Häupter und haben Säcke angezogen; die Jungfrauen von Jerusalem hängen ihr
Häupter zur Erde.
11 Ich habe schier meine
Augen ausgeweint, daß mir mein Leib davon wehe tut; meine Leber ist auf die
Erde ausgeschüttet über den Jammer der Tochter meines Volkes, da die Säuglinge
und Unmündigen auf den Gassen in der Stadt verschmachteten,
12 da sie so zu ihren
Müttern sprachen: Wo ist Brot und Wein? da sie auf den Gassen in der Stadt
verschmachteten wie die tödlich Verwundeten und in den Armen ihrer Mütter den
Geist aufgaben.
13 Ach du Tochter
Jerusalem, wem soll ich dich vergleichen, und wofür soll ich dich rechnen? Du
Jungfrau Tochter Zion, wem soll ich dich vergleichen, damit ich dich trösten
möchte? Denn dein Schaden ist groß wie ein Meer; wer kann dich heilen?
14 Deine Propheten haben
dir lose und törichte Gesichte gepredigt und dir deine Missetat nicht
geoffenbart, damit sie dein Gefängnis abgewandt hätten, sondern haben dir
gepredigt lose Predigt, damit sie dich zum Lande hinaus predigten.
15 Alle, die
vorübergehen, klatschen mit den Händen, pfeifen dich an und schütteln den Kopf
über die Tochter Jerusalem; Ist das die Stadt, von der man sagt, sie sei die
allerschönste, der sich das ganze Land freut?
16 Alle deine Feinde
sperren ihr Maul auf wider dich, pfeifen dich an, blecken die Zähne und
sprechen: He! wir haben sie vertilgt; das ist der Tag, den wir begehrt haben;
wir haben's erlangt, wir haben's erlebt.
17 Der HERR hat getan,
was er vorhatte; er hat sein Wort erfüllt, das er längst zuvor geboten hat; er
hat ohne Barmherzigkeit zerstört; er hat den Feind über dich erfreut und deiner
Widersacher Horn erhöht.
18 Ihr Herz schrie zum
HERRN. O du Mauer der Tochter Zion, laß Tag und Nacht Tränen herabfließen wie
einen Bach; höre nicht auf, und dein Augapfel lasse nicht ab.
19 Stehe des Nachts auf
und schreie; schütte dein Herz aus in der ersten Wache gegen den HERRN wie
Wasser; hebe deine Hände gegen ihn auf um der Seelen willen deiner jungen
Kinder, die vor Hunger verschmachten vorn an allen Gassen!
20 HERR, schaue und siehe
doch, wen du so verderbt hast! Sollen denn die Weiber ihres Leibes Frucht
essen, die Kindlein, so man auf Händen trägt? Sollen denn Propheten und
Priester in dem Heiligtum des HERRN erwürgt werden?
21 Es lagen in den Gassen
auf der Erde Knaben und Alte; meine Jungfrauen und Jünglinge sind durchs
Schwert gefallen. Du hast erwürgt am Tage deines Zorns; du hast ohne
Barmherzigkeit geschlachtet.
22 Du hast meine Feinde
umher gerufen wie auf einen Feiertag, daß niemand am Tage des Zorns des HERRN
entronnen oder übriggeblieben ist. Die ich auf den Händen getragen und erzogen
habe, die hat der Feind umgebracht.
Kap. 3
1 Ich bin ein elender
Mann, der die Rute seines Grimmes sehen muß.
2 Er hat mich geführt
und lassen gehen in die Finsternis und nicht in Licht.
3 Er hat seine Hand
gewendet wider mich und handelt gar anders mit mir für und für.
4 Er hat mir Fleisch und
Haut alt gemacht und mein Gebein zerschlagen.
5 Er hat mich verbaut
und mich mit Galle und Mühe umgeben.
6 Er hat mich in
Finsternis gelegt wie die, so längst tot sind.
7 Er hat mich vermauert,
daß ich nicht heraus kann, und mich in harte Fesseln gelegt.
8 Und wenn ich gleich
schreie und rufe, so stopft er die Ohren zu vor meinem Gebet.
9 Er hat meinen Weg
vermauert mit Werkstücken und meinen Steig umgekehrt.
10 Er hat auf mich
gelauert wie ein Bär, wie ein Löwe im Verborgenen.
11 Er läßt mich des Weges
fehlen. Er hat mich zerstückt und zunichte gemacht.
12 Er hat seinen Bogen
gespannt und mich dem Pfeil zum Ziel gesteckt.
13 Er hat aus dem Köcher
in meine Nieren schießen lassen.
14 Ich bin ein Spott
allem meinem Volk und täglich ihr Liedlein.
15 Er hat mich mit
Bitterkeit gesättigt und mit Wermut getränkt.
16 Er hat meine Zähne zu
kleinen Stücken zerschlagen. Er wälzt mich in der Asche.
17 Meine Seele ist aus
dem Frieden vertrieben; ich muß des Guten vergessen.
18 Ich sprach: Mein
Vermögen ist dahin und meine Hoffnung auf den HERRN.
19 Gedenke doch, wie ich
so elend und verlassen, mit Wermut und Galle getränkt bin!
42 Wir, wir haben
gesündigt und sind ungehorsam gewesen; darum hast du billig nicht verschont;
43 sondern du hast uns
mit Zorn überschüttet und verfolgt und ohne Barmherzigkeit erwürgt.
44 Du hast dich mit einer
Wolke verdeckt, daß kein Gebet hindurch konnte.
45 Du hast uns zu Kot und
Unflat gemacht unter den Völkern.
46 Alle unsre Feinde
sperren ihr Maul auf wider uns.
47 Wir werden gedrückt
und geplagt mit Schrecken und Angst.
48 Meine Augen rinnen mit
Wasserbächen über den Jammer der Tochter meines Volks.
49 Meine Augen fließen
und können nicht ablassen; denn es ist kein Aufhören da,
50 bis der HERR vom
Himmel herabschaue uns sehe darein.
51 Mein Auge frißt mir
das Leben weg um die Töchter meiner Stadt.
52 Meine Feinde haben
mich gehetzt wie einen Vogel ohne Ursache;
53 sie haben mein Leben
in einer Grube fast umgebracht und Steine auf mich geworfen;
54 sie haben mein Haupt
mit Wasser überschüttet; da sprach ich: Nun bin ich gar dahin.
Kap. 4
1 Wie ist das Gold so
gar verdunkelt und das feine Gold so häßlich geworden und liegen Steine des
Heiligtums vorn auf allen Gassen zerstreut!
2 Die edlen Kinder
Zions, dem Golde gleich geachtet, wie sind sie nun den irdenen Töpfen gleich,
die ein Töpfer macht!
3 Auch Schakale reichen
die Brüste ihren Jungen und säugen sie; aber die Tochter meines Volks muß
unbarmherzig sein wie ein Strauß in der Wüste.
4 Dem Säugling klebt
seine Zunge am Gaumen vor Durst; die jungen Kinder heischen Brot, und ist
niemand, der es ihnen breche.
5 Die zuvor leckere
Speisen aßen, verschmachten jetzt auf den Gassen; die zuvor in Scharlach
erzogen sind, die müssen jetzt im Kot liegen.
6 Die Missetat der
Tochter meines Volks ist größer denn die Sünde Sodoms, die plötzlich umgekehrt
ward, und kam keine Hand dazu.
7 Ihre Fürsten waren
reiner denn der Schnee und klarer denn Milch; ihre Gestalt war rötlicher denn
Korallen; ihr Ansehen war wie Saphir.
8 Nun aber ist ihre
Gestalt so dunkel vor Schwärze, daß man sie auf den Gassen nicht kennt; ihre
Haut hängt an den Gebeinen, und sind so dürr wie ein Scheit.
9 Den Erwürgten durchs
Schwert geschah besser als denen, so da Hungers starben, die verschmachteten
und umgebracht wurden vom Mangel der Früchte des Ackers.
10 Es haben die
barmherzigsten Weiber ihre Kinder selbst müssen kochen, daß sie zu essen hätten
im Jammer der Tochter meines Volks.
11 Der HERR hat seinen Grimm
vollbracht; er hat seinen grimmigen Zorn ausgeschüttet; er hat zu Zion ein
Feuer angesteckt, das auch ihre Grundfesten verzehrt hat.
12 Es hätten's die Könige
auf Erden nicht geglaubt noch alle Leute in der Welt, daß der Widersacher und
Feind sollte zum Tor Jerusalems einziehen.
13 Es ist aber geschehen
um der Sünden willen ihrer Propheten und um der Missetaten willen ihrer
Priester, die darin der Gerechten Blut vergossen.
14 Sie gingen hin und her
auf den Gassen wie die Blinden und waren mit Blut besudelt, daß man auch ihre
Kleider nicht anrühren konnte;
15 man rief sie an:
Weicht, ihr Unreinen, weicht, weicht, rührt nichts an! Wenn sie flohen und
umherirrten, so sagte man auch unter den Heiden: Sie sollten nicht länger
dableiben.
16 Des HERRN Zorn hat sie
zerstreut; er will sie nicht mehr ansehen. Die Priester ehrte man nicht, und
mit den Alten übte man keine Barmherzigkeit.
17 Noch gafften unsre
Augen auf die nichtige Hilfe, bis sie müde wurden, da wir warteten auf ein
Volk, das uns doch nicht helfen konnte.
18 Man jagte uns, daß wir
auf unsern Gassen nicht gehen durften. Da kam auch unser Ende; unsre Tage sind
aus, unser Ende ist gekommen.
19 Unsre Verfolger waren
schneller denn die Adler unter dem Himmel; auf den Bergen haben sie uns
verfolgt und in der Wüste auf uns gelauert.
20 Der Gesalbte des
HERRN, der unser Trost war, ist gefangen worden, da sie uns verstörten; des wir
uns trösteten, wir wollten unter seinem Schatten leben unter den Heiden.
21 Ja, freue dich und sei
fröhlich, du Tochter Edom, die du wohnst im Lande Uz! denn der Kelch wird auch
über dich kommen; du mußt auch trunken und entblößt werden.
22 Aber deine Missetat
hat ein Ende, du Tochter Zion; er wird dich nicht mehr lassen wegführen. Aber
deine Missetat, du Tochter Edom, wird er heimsuchen und deine Sünden aufdecken.
Kap. 5
1 Gedenke, HERR, wie es
uns geht; schaue und siehe an unsre Schmach!
2 Unser Erbe ist den
Fremden zuteil geworden und unsre Häuser den Ausländern.
3 Wir sind Waisen und
haben keinen Vater; unsre Mütter sind Witwen.
4 Unser Wasser müssen
wir um Geld trinken; unser Holz muß man bezahlt bringen lassen.
5 Man treibt uns über
Hals; und wenn wir schon müde sind, läßt man uns doch keine Ruhe.
6 Wir haben uns müssen
Ägypten und Assur ergeben, auf daß wir Brot satt zu essen haben.
7 Unsre Väter haben
gesündigt und sind nicht mehr vorhanden, und wir müssen ihre Missetaten
entgelten.
8 Knechte herrschen über
uns, und ist niemand, der uns von ihrer Hand errette.
9 Wir müssen unser Brot
mit Gefahr unsers Lebens holen vor dem Schwert in der Wüste.
10 Unsre Haut ist
verbrannt wie in einem Ofen vor dem greulichen Hunger.
11 Sie haben die Weiber
zu Zion geschwächt und die Jungfrauen in den Städten Juda's.
12 Die Fürsten sind von
ihnen gehenkt, und die Person der Alten hat man nicht geehrt.
13 Die Jünglinge haben
Mühlsteine müssen tragen und die Knaben über dem Holztragen straucheln.
14 Es sitzen die Alten
nicht mehr unter dem Tor, und die Jünglinge treiben kein Saitenspiel mehr.
15 Unsers Herzens Freude
hat ein Ende; unser Reigen ist in Wehklagen verkehrt.
16 Die Krone unsers
Hauptes ist abgefallen. O weh, daß wir so gesündigt haben!
17 Darum
ist auch unser Herz betrübt, und unsre Augen sind finster geworden
18 um des Berges Zion
willen, daß er so wüst liegt, daß die Füchse darüber laufen.
19 Aber du, HERR, der du
ewiglich bleibst und dein Thron für und für,
20 warum willst du unser so
gar vergessen und uns lebenslang so gar verlassen?
21 Bringe uns, HERR,
wieder zu dir, daß wir wieder heimkommen; erneuere unsre Tage wie vor alters!
22 Denn du hast uns
verworfen und bist allzusehr über uns erzürnt.
Kap. 3
18
Wenn ich dem Gottlosen sage: Du mußt des Todes
sterben, und du warnst ihn nicht und sagst es ihm nicht, damit sich der
Gottlose vor seinem gottlosen Wesen hüte, auf daß er lebendig bleibe: so wird
der Gottlose um seiner Sünde willen sterben; aber sein Blut will ich von deiner
Hand fordern.
19 Wo du aber den
Gottlosen warnst und er sich nicht bekehrt von seinem gottlosen Wesen und Wege,
so wird er um seiner Sünde willen sterben; aber du hast deine Seele errettet.
20 Und wenn sich ein
Gerechter von seiner Gerechtigkeit wendet und tut Böses, so werde ich ihn
lassen anlaufen, daß er muß sterben. Denn weil du ihn nicht gewarnt hast, wird
er um seiner Sünde willen sterben müssen, und seine Gerechtigkeit, die er
getan, wird nicht angesehen werden; aber sein Blut will ich von deiner Hand
fordern.
Kap. 4
16
Und sprach zu mir: Du Menschenkind, siehe, ich
will den Vorrat des Brots zu Jerusalem wegnehmen, daß sie das Brot essen müssen
nach dem Gewicht und mit Kummer, und das Wasser nach dem Maß mit Kummer trinken,
17 darum daß es an Brot
und Wasser mangeln und einer mit dem andern trauern wird und sie in ihrer
Missetat verschmachten sollen.
Kap. 5
1 Und
du, Menschenkind, nimm ein Schwert, scharf wie ein Schermesser, und fahr damit
über dein Haupt und deinen Bart und nimm eine Waage und teile das Haar damit.
2 Das eine dritte Teil
sollst du mit Feuer verbrennen mitten in der Stadt, wenn die Tage der
Belagerung um sind; das andere dritte Teil nimm und schlag's mit dem Schwert
ringsumher; das letzte dritte Teil streue in den Wind, daß ich das Schwert
hinter ihnen her ausziehe.
3 Nimm aber ein klein
wenig davon und binde es in deinen Mantelzipfel.
4 Und nimm wiederum
etliches davon und wirf's in ein Feuer und verbrenne es mit Feuer; von dem soll
ein Feuer auskommen über das ganze Haus Israel.
5 So spricht der HERR
HERR: Das ist Jerusalem, das ich mitten unter die Heiden gesetzt habe und
ringsherum Länder.
6 Aber es hat mein
Gesetz verwandelt in gottlose Lehre mehr denn die Länder, so ringsherum liegen.
Denn sie verwerfen mein Gesetz und wollen nicht nach meinen Rechten leben.
7 Darum spricht der HERR
also: Weil ihr's mehr macht denn die Heiden, so um euch her sind, und nach
meinen Geboten nicht lebt und nach meinen Rechten nicht tut, sondern nach der
Heiden Weise tut, die um euch her sind,
8
so spricht der HERR HERR also: Siehe, ich will auch
an dich und will Recht über dich gehen lassen, daß die Heiden zusehen sollen;
9 und will also mit dir
umgehen, wie ich nie getan habe und hinfort nicht tun werde, um aller deiner
Greuel willen:
10 daß in dir die Väter
ihre Kinder und die Kinder ihre Väter fressen sollen; und will solch Recht über
dich gehen lassen, daß alle deine übrigen sollen in alle Winde zerstreut
werden.
11 Darum, so wahr als ich
lebe, spricht der HERR HERR, weil du mein Heiligtum mit allen deinen Greueln
und Götzen verunreinigt hast, will ich dich auch zerschlagen, und mein Auge
soll dein nicht schonen, und ich will nicht gnädig sein.
12 Es soll ein drittes Teil
an der Pestilenz sterben und durch Hunger alle werden in dir, und das andere
dritte Teil durchs Schwert fallen rings um dich her; und das letzte dritte Teil
will ich in alle Winde zerstreuen und das Schwert hinter ihnen her ausziehen.
13 Also soll mein Zorn
vollendet und mein Grimm an ihnen ausgerichtet werden, daß ich meinen Mut
kühle; und sie sollen erfahren, daß ich, der HERR, in meinem Eifer geredet
habe, wenn ich meine Grimm an ihnen ausgerichtet habe.
14 Ich will dich zur
Wüste und zur Schmach setzen vor den Heiden, so um dich her sind, vor den Augen
aller, die vorübergehen.
15 Und sollst eine
Schmach, Hohn, Beispiel und Wunder sein allen Heiden, die um dich her sind, wenn
ich über dich das Recht gehen lasse mit Zorn, Grimm und zornigem Schelten (das
sage ich, der HERR)
16 und wenn ich böse
Pfeile des Hungers unter sie schießen werde, die da schädlich sein sollen, und
ich sie ausschießen werde, euch zu verderben, und den Hunger über euch immer
größer werden lasse und den Vorrat des Brots wegnehme.
17 Ja, Hunger und böse,
wilde Tiere will ich unter euch schicken, die sollen euch kinderlos machen; und
soll Pestilenz und Blut unter dir umgehen, und ich will das Schwert über dich
bringen. Ich, der HERR, habe es gesagt.
Kap. 6
1 Und
des HERRN Wort geschah zu mir und sprach:
2 Du Menschenkind, kehre
dein Angesicht wider die Berge Israels und weissage wider sie
3 und sprich: Ihr Berge
Israels, hört das Wort des HERRN HERRN! So spricht der HERR HERR zu den Bergen
und Hügeln, zu den Bächen und Tälern: Siehe, ich will das Schwert über euch
bringen und eure Höhen zerstören,
4 daß eure Altäre
verwüstet und euer Sonnensäulen zerbrochen werden, und will eure Erschlagenen
vor eure Bilder werfen;
5 ja, ich will die
Leichname der Kinder Israel vor ihre Bilder hinwerfen und will ihre Gebeine um
eure Altäre her zerstreuen.
6 Wo ihr wohnet, da
sollen die Städte wüst und die Höhen zur Einöde werden; denn man wird eure
Altäre wüst und zur Einöde machen und eure Götzen zerbrechen und zunichte
machen und eure Sonnensäulen zerschlagen und eure Machwerke vertilgen.
7 Und sollen Erschlagene
unter euch daliegen, daß ihr erfahrt, ich sei der HERR.
8 Ich will aber etliche
von euch übrigbleiben lassen, die dem Schwert entgehen unter den Heiden, wenn
ich euch in die Länder zerstreut habe.
9 Diese eure Entronnenen
werden dann an mich gedenken unter den Heiden, da sie gefangen sein müssen,
wenn ich ihr abgöttisches Herz, so von mir gewichen, und ihre abgöttischen
Augen, so nach ihren Götzen gesehen, zerschlagen habe; und es wird sie gereuen
die Bosheit, die sie durch alle ihre Greuel begangen haben;
10 und sie sollen
erfahren, daß ich der HERR sei und nicht umsonst geredet habe, solches Unglück
ihnen zu tun.
11 So spricht der HERR
HERR: Schlage deine Hände zusammen und stampfe mit deinem Fuß und sprich: Weh
über alle Greuel der Bosheit im Hause Israel, darum sie durch Schwert, Hunger
und Pestilenz fallen müssen!
12 Wer fern ist, wird an
der Pestilenz sterben, und wer nahe ist, wird durchs Schwert fallen; wer aber
übrigbleibt und davor behütet ist, wird Hungers sterben. Also will ich meinen
Grimm unter ihnen vollenden,
13 daß ihr erfahren
sollt, ich sei der HERR, wenn ihre Erschlagenen unter ihren Götzen liegen
werden um ihre Altäre her, oben auf allen Hügeln und oben auf allen Bergen und
unter allen grünen Bäumen und unter allen dichten Eichen, an welchen Orten sie
allerlei Götzen süßes Räuchopfer taten.
14 Ich will meine Hand
wider sie ausstrecken und das Land wüst und öde machen von der Wüste an bis gen
Dibla, überall, wo sie wohnen; und sie sollen erfahren, daß ich der HERR sei.
Kap. 7
1 Und des HERRN Wort
geschah zu mir und sprach:
2 Du Menschenkind, so
spricht der HERR HERR vom Lande Israel: Das Ende kommt, das Ende über alle vier
Örter des Landes.
3 Nun kommt das Ende
über dich; denn ich will meinen Grimm über dich senden und will dich richten,
wie du es verdient hast, und will dir geben, was allen deinen Greueln gebührt.
4 Mein Auge soll dein
nicht schonen noch übersehen; sondern ich will dir geben, wie du verdient hast,
und deine Greuel sollen unter dich kommen, daß ihr erfahren sollt, ich sei der
HERR.
5 So spricht der HERR
HERR: Siehe, es kommt ein Unglück über das andere!
6 Das Ende kommt, es
kommt das Ende, es ist erwacht über dich; siehe, es kommt!
7 Es geht schon auf und
bricht daher über dich, du Einwohner des Landes; die Zeit kommt, der Tag des
Jammers ist nahe, da kein Singen auf den Bergen sein wird.
8 Nun will ich bald
meinen Grimm über dich schütten und meinen Zorn an dir vollenden und will dich
richten, wie du verdient hast, und dir geben, was deinen Greueln allen gebührt.
9 Mein Auge soll dein
nicht schonen, und ich will nicht gnädig sein; sondern will dir geben, wie du
verdient hast, und deine Greuel sollen unter dich kommen, daß ihr erfahren
sollt, ich sei der HERR, der euch schlägt.
10 Siehe, der Tag, siehe,
er kommt daher, er bricht an; die Rute blüht, und der Stolze grünt.
11 Der Tyrann hat sich
aufgemacht zur Rute über die Gottlosen, daß nichts von ihnen noch von ihrem
Volk noch von ihrem Haufen Trost haben wird.
12 Es kommt die Zeit, der
Tag naht herzu! Der Käufer freue sich nicht, und der Verkäufer trauere nicht;
denn es kommt der Zorn über all ihren Haufen.
13 Darum soll der
Verkäufer nach seinem verkauften Gut nicht wieder trachten; denn wer da lebt,
der wird's haben. Denn die Weissagung über all ihren Haufen wird nicht
zurückkehren; keiner wird sein Leben erhalten, um seiner Missetat willen.
14 Laßt sie die Posaune
nur blasen und alles zurüsten, es wird doch niemand in den Krieg ziehen; denn
mein Grimm geht über all ihren Haufen.
15 Draußen geht das
Schwert; drinnen geht Pestilenz und Hunger. Wer auf dem Felde ist, der wird vom
Schwert sterben; wer aber in der Stadt ist, den wird Pestilenz und Hunger
fressen.
16 Und welche unter ihnen
entrinnen, die müssen auf dem Gebirge sein, und wie die Tauben in den Gründen,
die alle untereinander girren, ein jeglicher um seiner Missetat willen.
17 Aller Hände werden
dahinsinken, und aller Kniee werden so ungewiß stehen wie Wasser;
18 und werden Säcke um
sich gürten und mit Furcht überschüttet sein, und aller Angesichter werden
jämmerlich sehen und aller Häupter kahl sein.
19 Sie werden ihr Silber
hinaus auf die Gassen werfen und ihr Gold wie Unflat achten; denn ihr Silber
und Gold wird sie nicht erretten am Tage des Zorns des HERRN. Und sie werden
ihre Seele davon nicht sättigen noch ihren Bauch davon füllen; denn es ist ihnen
gewesen ein Anstoß zu ihrer Missetat.
20 Sie haben aus ihren
edlen Kleinoden, damit sie Hoffart trieben, Bilder ihrer Greuel und Scheuel
gemacht; darum will ich's ihnen zum Unflat machen
21 und will's Fremden in
die Hände geben, daß sie es rauben, und den Gottlosen auf Erden zur Ausbeute,
daß sie es entheiligen sollen.
22 Ich will mein
Angesicht davon kehren, daß sie meinen Schatz entheiligen; ja, Räuber sollen
darüber kommen und es entheiligen.
23 Mache Ketten; denn das
Land ist voll Blutschulden und die Stadt voll Frevels.
24 So will ich die
Ärgsten unter den Heiden kommen lassen, daß sie sollen ihre Häuser einnehmen,
und will der Hoffart der Gewaltigen ein Ende machen und ihre Heiligtümer
entheiligen.
25 Der Ausrotter kommt;
da werden sie Frieden suchen, und wird keiner dasein.
26 Ein Unfall wird über
den andern kommen, ein Gerücht über das andere. So werden sie dann ein Gesicht
bei den Propheten suchen; auch wird weder Gesetz bei den Priestern noch Rat bei
den Alten mehr sein.
27 Der König wird betrübt sein, und
die Fürsten werden in Entsetzen gekleidet sein, und die Hände des Volkes im
Lande werden verzagt sein. Ich will mit ihnen umgehen, wie sie gelebt haben,
und will sie richten, wie sie verdient haben, daß sie erfahren sollen, ich sei
der HERR.
Kap. 8
17
Und er sprach zu mir: Menschenkind, siehst du
das? Ist's dem Hause Juda zu wenig, alle solche Greuel hier zu tun, daß sie
auch sonst im ganzen Lande eitel Gewalt und Unrecht treiben und reizen mich
immer wieder? Und siehe, sie halten die Weinrebe an die Nase.
18 Darum will ich auch
wider sie mit Grimm handeln, und mein Auge soll ihrer nicht verschonen, und ich
will nicht gnädig sein; und wenn sie gleich mit lauter Stimme vor meinen Ohren
schreien, will ich sie doch nicht hören.
Kap. 9
1 Und
er rief mit lauter Stimme vor meinen Ohren und sprach: Laßt herzukommen die
Heimsuchung der Stadt, und ein jeglicher habe eine Mordwaffe in seiner Hand.
2 Und siehe, es kamen sechs
Männer auf dem Wege vom Obertor her, das gegen Mitternacht steht; und ein
jeglicher hatte eine schädliche Waffe in seiner Hand. Aber es war einer unter
ihnen der hatte Leinwand an und ein Schreibzeug an seiner Seite. Und sie gingen
hinein und traten neben den ehernen Altar.
3 Und die Herrlichkeit
des Gottes Israels erhob sich von dem Cherub, über dem sie war, zu der Schwelle
am Hause und rief dem, der die Leinwand anhatte und das Schreibzeug an seiner
Seite.
4 Und der HERR sprach zu
ihm: Gehe durch die Stadt Jerusalem und zeichne mit einem Zeichen an die Stirn
die Leute, so da seufzen und jammern über die Greuel, so darin geschehen.
5 Zu jenen aber sprach
er, daß ich's hörte: Gehet diesem nach durch die Stadt und schlaget drein; eure
Augen sollen nicht schonen noch übersehen.
6 Erwürget Alte,
Jünglinge, Jungfrauen, Kinder und Weiber, alles tot; aber die das Zeichen an
sich haben, derer sollt ihr keinen anrühren. Fanget aber an an meinem
Heiligtum! Und sie fingen an an den alten Leuten, so vor dem Hause waren.
7 Und er sprach zu
ihnen: Verunreinigt das Haus und macht die Vorhöfe voll Erschlagener; gehet
heraus! Und sie gingen heraus und schlugen in der Stadt.
8 Und da sie
ausgeschlagen hatten, war ich noch übrig. Und ich fiel auf mein Angesicht,
schrie und sprach: Ach HERR HERR, willst du denn alle übrigen in Israel
verderben, daß du deinen Zorn so ausschüttest über Jerusalem?
9 Und er sprach zu mir:
Es ist die Missetat des Hauses Israel und Juda allzusehr groß; es ist eitel
Blutschuld im Lande und Unrecht in der Stadt. Denn sie sprechen: Der HERR hat
das Land verlassen, und der HERR sieht uns nicht.
10 Darum soll mein Auge
auch nicht schonen, ich will auch nicht gnädig sein, sondern ihr Tun auf ihren
Kopf werfen.
11 Und siehe, der Mann, der
die Leinwand anhatte und das Schreibzeug an seiner Seite, antwortete und
sprach: Ich habe getan, wie du mir geboten hast.
Kap. 11
5 Und
der Geist des HERRN fiel auf mich, und er sprach zu mir: Sprich: So sagt der
HERR: Ich habe also geredet, ihr vom Hause Israel; und eures Geistes Gedanken
kenne ich wohl.
6 Ihr habt viele
erschlagen in dieser Stadt, und ihre Gassen liegen voll Toter.
7 Darum spricht der HERR
HERR also: Die ihr darin getötet habt, die sind das Fleisch, und sie ist der
Topf; aber ihr müßt hinaus.
8 Das Schwert, das ihr
fürchtet, das will ich über euch kommen lassen, spricht der HERR HERR.
9 Ich will euch von dort
herausstoßen und den Fremden in die Hand geben und will euch euer Recht tun.
10 Ihr sollt durchs
Schwert fallen; an der Grenze Israels will ich euch richten, und sollt
erfahren, daß ich der HERR bin.
11 Die Stadt aber soll
nicht euer Topf sein noch ihr das Fleisch darin; sondern an der Grenze Israels
will ich euch richten.
12 Und ihr sollt
erfahren, daß ich der HERR bin; denn ihr habt nach meinen Geboten nicht
gewandelt und habt meine Rechte nicht gehalten, sondern getan nach der Heiden
Weise, die um euch her sind.
13 Und da ich so
weissagte, starb Pelatja, der Sohn Benajas. Da fiel ich auf mein Angesicht und
schrie mit lauter Stimme und sprach: Ach HERR HERR, du wirst's mit den übrigen
Israels gar aus machen!
14 Da geschah des HERRN
Wort zu mir und sprach:
15 Du Menschenkind, zu
deinen Brüdern und nahen Freunden und dem ganzen Haus Israel sprechen wohl die,
so noch zu Jerusalem wohnen: Ihr müsset fern vom HERRN sein, aber wir haben das
Land inne.
16 Darum sprich du: So
spricht der HERR HERR: Ja, ich habe sie fern weg unter die Heiden lassen
treiben und in die Länder zerstreut; doch will ich bald ihr Heiland sein in den
Ländern, dahin sie gekommen sind.
Kap. 12
13
Ich will auch mein Netz über ihn werfen, daß er
in meinem Garn gefangen werde, und will ihn gen Babel bringen in der Chaldäer
Land, das er doch nicht sehen wird, und er soll daselbst sterben.
14 Und alle, die um ihn
her sind, seine Gehilfen und all sein Anhang, will ich unter alle Winde
zerstreuen und das Schwert hinter ihnen her ausziehen.
15 Also sollen sie
erfahren, daß ich der HERR sei, wenn ich sie unter die Heiden verstoße und in
die Länder zerstreue.
16 Aber ich will ihrer
etliche wenige übrigbleiben lassen vor dem Schwert, dem Hunger und der
Pestilenz; die sollen jener Greuel erzählen unter den Heiden, dahin sie kommen
werden, und sie sollen erfahren, daß ich der HERR sei.
17 Und des HERRN Wort
geschah zu mir und sprach:
18 Du Menschenkind, du
sollst dein Brot essen mit Beben und dein Wasser trinken mit Zittern und
Sorgen.
19 Und sprich zum Volk im
Lande: So spricht der HERR HERR von den Einwohnern zu Jerusalem im Lande Israel:
Sie müssen ihr Brot essen in Sorgen und ihr Wasser trinken in Elend; denn das
Land soll wüst werden von allem, was darin ist, um des Frevels willen aller
Einwohner.
20 Und die Städte, so
wohl bewohnt sind, sollen verwüstet und das Land öde werden; also sollt ihr
erfahren, daß ich der HERR sei.
Kap. 14
7 Ist's
nicht also, daß euer Gesicht ist nichts und euer Weissagen ist eitel Lügen? und
ihr sprecht doch: "Der HERR hat's geredet", so ich's doch nicht
geredet habe.
8 Darum spricht der HERR
HERR also: Weil ihr das predigt, woraus nichts wird, und Lügen weissagt, so
will ich an euch, spricht der HERR HERR.
9 Und meine Hand soll
kommen über die Propheten, so das predigen, woraus nichts wird, und Lügen
weissagen. Sie sollen in der Versammlung meines Volkes nicht sein und in der
Zahl des Hauses Israel nicht geschrieben werden noch ins Land Israels kommen;
und ihr sollt erfahren, daß ich der HERR HERR bin.
12
Siehe, so wird die Wand einfallen. Was gilt's?
dann wird man zu euch sagen: Wo ist nun das getünchte, das ihr getüncht habt?
13 So spricht der HERR
HERR: Ich will einen Windwirbel reißen lassen in meinem Grimm und einen
Platzregen in meinem Zorn und große Hagelsteine im Grimm, die sollen alles
umstoßen.
14 Also will ich die Wand
umwerfen; die ihr mit losem Kalk getüncht habt, und will sie zu Boden stoßen,
daß man ihren Grund sehen soll; so fällt sie, und ihr sollt darin auch umkommen
und erfahren, daß ich der HERR sei.
15 Also will ich meinen
Grimm vollenden an der Wand und an denen, die sie mit losem Kalk tünchen, und
will zu euch sagen: Hier ist weder Wand noch Tüncher.
16 Das sind die Propheten
Israels, die Jerusalem weissagen und predigen von Frieden, so doch kein Friede
ist, spricht der HERR HERR.
17 Und du, Menschenkind,
richte dein Angesicht wider die Töchter in deinem Volk, welche weissagen aus
ihrem Herzen, und weissage wider sie
18 und sprich: So spricht
der HERR HERR: Wehe euch, die ihr Kissen macht den Leuten unter die Arme und
Pfühle zu den Häuptern, beide, Jungen und Alten, die Seelen zu fangen. Wenn ihr
nun die Seelen gefangen habt unter meinem Volk, verheißt ihr ihnen das Leben
19 und entheiligt mich in
meinem Volk um eine Handvoll Gerste und einen Bissen Brot, damit daß ihr die
Seelen zum Tode verurteilt, die doch nicht sollten sterben, und verurteilt zum
Leben, die doch nicht leben sollten, durch eure Lügen unter meinem Volk,
welches gerne Lügen hört.
20 Darum spricht der HERR
HERR: Siehe, ich will an eure Kissen, womit ihr Seelen fangt und vertröstet, und
will sie von euren Armen wegreißen und die Seelen, so ihr fangt und vertröstet,
losmachen.
21 Und ich will eure
Pfühle zerreißen und mein Volk aus eurer Hand erretten, daß ihr sie nicht mehr
fangen sollt; und ihr sollt erfahren, daß ich der HERR sei.
Kap. 15
1 Und
des HERRN Wort geschah zu mir und sprach:
2 Du Menschenkind, was
ist das Holz vom Weinstock vor anderm Holz oder eine Rebe vor anderm Holz im
Walde?
3 Nimmt man es auch und
macht etwas daraus? Macht man auch nur einen Nagel daraus, daran man etwas
hängen kann?
4 Siehe, man wirft sie
ins Feuer, daß es verzehrt wird, daß das Feuer seine beiden Enden verzehrt und
sein Mittles versengt; wozu sollte es nun taugen?
5 Siehe, da es noch ganz
war, konnte man nichts daraus machen; wie viel weniger kann nun hinfort etwas
daraus gemacht werden, so es das Feuer verzehrt und versengt hat!
6 Darum spricht der HERR
HERR: Gleichwie ich das Holz vom Weinstock vor anderm Holz im Walde dem Feuer
zu verzehren gebe, also will ich mit den Einwohnern zu Jerusalem auch umgehen
7 und will mein
Angesicht wider sie setzen, daß das Feuer sie fressen soll, ob sie schon aus
dem Feuer herausgekommen sind. Und ihr sollt's erfahren, daß ich der HERR bin,
wenn ich mein Angesicht wider sie setze
8 und das Land wüst mache,
darum daß sie mich verschmähen, spricht der HERR HERR.
Kap. 16
26
Erstlich triebst du Hurerei mit den Kindern
Ägyptens, deinen Nachbarn, die großes Fleisch hatten, und triebst große
Hurerei, mich zu reizen.
27 Ich aber streckte
meine Hand aus wider dich und brach dir an deiner Nahrung ab und übergab dich
in den Willen deiner Feinde, der Töchter der Philister, welche sich schämten
vor deinem verruchten Wesen.
28 Darnach triebst du
Hurerei mit den Kindern Assur und konntest des nicht satt werden; ja, da du mit
ihnen Hurerei getrieben hattest und des nicht satt werden konntest,
29 machtest du der
Hurerei noch mehr bis ins Krämerland Chaldäa; doch konntest du damit auch nicht
satt werden.
30 Wie soll ich dir doch
dein Herz beschneiden, spricht der HERR HERR, weil du solche Werke tust einer
großen Erzhure,
31 damit daß du deine
Götzenkapellen bautest vornan auf allen Straßen und deine Altäre machtest auf
allen Gassen? Dazu warst du nicht wie eine andere Hure, die man muß mit Geld
kaufen.
32 Du Ehebrecherin, die
anstatt ihres Mannes andere zuläßt!
33 Denn allen andern
Huren gibt man Geld; du aber gibst allen deinen Buhlern Geld zu und schenkst
ihnen, daß sie zu dir kommen allenthalben und mit dir Hurerei treiben.
34 Und findet sich an dir
das Widerspiel vor andern Weibern mit deiner Hurerei, weil man dir nicht
nachläuft, sondern du Geld zugibst, und man dir nicht Geld zugibt; also treibst
du das Widerspiel.
35 Darum, du Hure, höre
des HERRN Wort!
36 So spricht der HERR
HERR: Weil du denn so milde Geld zugibst und deine Blöße durch deine Hurerei
gegen deine Buhlen aufdeckst und gegen alle Götzen deiner Greuel und vergießt
das Blut deiner Kinder, welche du ihnen opferst:
37 darum, siehe, will ich
sammeln alle deine Buhlen, welchen du wohl gefielst, samt allen, die du für
deine Freunde hältst, zu deinen Feinden und will sie beide wider dich sammeln
allenthalben und will ihnen deine Blöße aufdecken, daß sie deine Blöße ganz
sehen sollen.
38 Und will das Recht der
Ehebrecherinnen und Blutvergießerinnen über dich gehen und dein Blut vergießen
lassen mit Grimm und Eifer.
39 Und will dich in ihre
Hände geben, daß sie deine Kapellen abbrechen und deine Altäre umreißen und dir
deine Kleider ausziehen und dein schönes Gerät dir nehmen und dich nackt und
bloß sitzen lassen.
40 Und sie sollen Haufen
Leute über dich bringen, die dich steinigen und mit ihren Schwertern zerhauen
41 und deine Häuser mit
Feuer verbrennen und dir dein Recht tun vor den Augen vieler Weiber. Also will
ich deiner Hurerei ein Ende machen, daß du nicht mehr sollst Geld noch zugeben,
42 und will meinen Mut an
dir kühlen und meinen Eifer an dir sättigen, daß ich ruhe und nicht mehr zürnen
müsse.
Kap. 17
18
Denn weil er den Eid verachtet und den Bund
gebrochen hat, darauf er seine Hand gegeben hat, und solches alles tut, wird er
nicht davonkommen.
19 Darum spricht der HERR
HERR also; So wahr ich lebe, so will ich meinen Eid, den er verachtet hat, und
meinen Bund, den er gebrochen hat, auf seinen Kopf bringen.
20 Denn ich will mein
Netz über ihn werfen, und er muß in meinem Garn gefangen werden; und ich will
ihn gen Babel bringen und will daselbst mit ihm rechten über dem, daß er sich
also an mir vergriffen hat.
21 Und alle seine
Flüchtigen, die ihm anhingen, sollen durchs Schwert fallen, und ihre übrigen
sollen in alle Winde zerstreut werden; und ihr sollt's erfahren, daß ich, der
HERR, es geredet habe.
Kap. 18
4 Denn
siehe, alle Seelen sind mein; des Vaters Seele ist sowohl mein als des Sohnes
Seele. Welche Seele sündigt, die soll sterben.
10
Wenn er aber einen Sohn zeugt, und derselbe wird
ein Mörder, der Blut vergießt oder dieser Stücke eins tut,
11 und der andern Stücke keins
tut, sondern auf den Bergen isset und seines Nächsten Weib befleckt,
12 die Armen und Elenden
beschädigt, mit Gewalt etwas nimmt, das Pfand nicht wiedergibt, seine Augen zu
den Götzen aufhebt und einen Greuel begeht,
13 auf Wucher gibt, Zins
nimmt: sollte der Leben? Er soll nicht leben, sondern weil er solche Greuel
alle getan hat, soll er des Todes sterben; sein Blut soll auf ihm sein.
18
Aber sein Vater, der Gewalt und Unrecht geübt
hat und unter seinem Volk getan hat, was nicht taugt, siehe, der soll sterben
um seiner Missetat willen.
20
Denn welche Seele sündigt, die soll sterben.
24
Und wo sich der Gerechte kehrt von seiner
Gerechtigkeit und tut Böses und lebt nach all den Greueln, die ein Gottloser
tut, sollte der leben? Ja, aller seiner Gerechtigkeit, die er getan hat, soll
nicht gedacht werden; sondern in seiner Übertretung und Sünde, die er getan
hat, soll er sterben.
26
Denn wenn der Gerechte sich kehrt von seiner
Gerechtigkeit und tut Böses, so muß er sterben; er muß aber um seiner Bosheit
willen, die er getan hat, sterben.
30
Darum sprich zum Hause Israel: So spricht der
HERR HERR: Ihr verunreinigt euch in dem Wesen eurer Väter und treibt Abgötterei
mit ihren Greueln
31 und verunreinigt euch
an euren Götzen, welchen ihr eure Gaben opfert und eure Söhne und Töchter
durchs Feuer gehen laßt, bis auf den heutigen Tag; und ich sollte mich von
euch, Haus Israel, fragen lassen? So wahr ich lebe, spricht der HERR HERR, ich
will von euch ungefragt sein.
32 Dazu, was ihr gedenkt:
"Wir wollen tun wie die Heiden und wie andere Leute in den Ländern: Holz
und Stein anbeten", das soll euch fehlschlagen.
33