Wolfgang Klosterhalfen

Reimbibel

Heitere Aufklärung über das „Buch der Bücher“

BoD, Februar 2012, 324 S., 20 €

www.reimbibel.de

 

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Dr. Joseph Ratzinger und die systematische Vertuschung sexueller Übergriffe auf Kinder und Jugendliche

 

Die systematische Vertuschung sexuellen Missbrauchs ist bei der römisch-katholischen Kirche nicht zuletzt eine Folge der Überzeugung, es gäbe außerhalb dieser Kirche kein Heil:

 

[Die heilige römische Kirche, durch das Wort unseres Herrn und Erlösers gegründet,] „glaubt fest, bekennt und verkündet, dass niemand außerhalb der katholischen Kirche, weder Heide noch Jude noch Ungläubiger oder ein von der Einheit Getrennter - des ewigen Lebens teilhaftig wird, vielmehr dem ewigen Feuer verfällt, das dem Teufel und seinen Engeln bereitet ist, wenn er sich nicht vor dem Tod ihr (der Kirche) anschließt. ...“

Josef Neuner und Heinrich Roos: Der Glaube der Kirche in den Urkunden der Lehrverkündigung. Regensburg 1992, Nr. 381.

 

Wer dies glaubt und über Missbrauchsfälle öffentlich spricht, schädigt das Ansehen der Kirche, provoziert Kirchenaustritte und nimmt in Kauf, dass viele Menschen „dem ewigen Feuer“ verfallen. Er verstößt dabei gegen die päpstlichen Schreiben „Crimen sollicitationis“ (1962) und „De delictis graviboribus“ (2001), die beide zur Missbrauchsvertuschung aufrufen, indem sie anordnen, Missbrauchsfälle als „päpstliches Geheimnis“ zu behandeln und nur dem Vatikan zu melden. In „De delictis graviboribus“ forderte Kardinal Ratzinger weltweit alle Bischöfe seiner Kirche zur Vertuschung auf, indem er schrieb: „Prozesse dieser Art unterliegen der päpstlichen Geheimhaltung“. Dadurch wurde implizit verboten, bei noch nicht öffentlich bekanntgewordenen Missbrauchsfällen die Staatsanwaltschaft einzuschalten.

        

A      Passive Missbrauchsvertuschung als Erzbischof von München und Freising (März 1977 - Nov. 1981)

B      Aktive Missbrauchsvertuschung als Präfekt der vatikanischen Kongregation für den Glauben (Nov. 1981 – April 2005):

C      Aktive Missbrauchsvertuschung als Papst durch ein Rundschreiben an alle Bischöfe ( Mai/Juni 2010)

 

                                                                                                                          A

Im Verantwortungsbereich des Erzbistums München und Freising gab es von 1945 bis 2009 zahlreiche sexuelle und sonstige Übergriffe durch Priester, Diakone und sonstige pastorale Mitarbeiter. Dazu liegt öffentlich die Zusammenfassung eines Untersuchungsberichts durch die Kanzlei Westphal, Spilker und Wastl vor: http://www.erzbistum-muenchen.de/media/media14418720.PDF

 

Demnach haben „Aktenvernichtungen in erheblichem Umfang stattgefunden“ und es wurden „weitreichende Aktenbestände außerhalb des Ordinariats in Privatwohnungen eingelagert“. Letztere Akten wiesen „teilweise offenkundige Lücken“ auf. Wegen eines euphemistischen und verharmlosenden Sprachgebrauchs könne aus Sicht der Gutachter das Tatgeschehen und die Auswirkungen für die Opfer oftmals nur erahnt werden.

 

Herr Dr. David Berger erklärte im SWR-Nachtcafé am 16.9.2011:

„Aus der Zeit Ratzingers als Erzbischof existiert nur eine einzige Akte, alle anderen scheinen verschwunden zu sein.“

                                                                                      

Zumindest in seiner Funktion als Leiter des Bistums ist Dr. Ratzinger auch für den Skandal in Riekofen verantwortlich. Der Pfarrer Peter K. war nach unzüchtigen Handlungen an einem Knaben in der Gemeinde Viechtach in die Gemeinde Riekofen versetzt worden, ohne dass die neue Gemeinde über den Grund der Versetzung informiert wurde.

http://www.sueddeutsche.de/bayern/fall-riekofen-pfarrer-gesteht-missbrauch-von-ministranten-1.272072

 

B

Herr Dr. Ratzinger war unter Papst Johannes Paul II. als Leiter der Kongregation für den Glauben der Hauptverantwortliche für die Aufklärung bzw. Vertuschung sexueller und weiterer Missbrauchsfälle. Er hat in dieser Zeit nicht gegen „Crimen sollicitationis“ protestiert, und er hat 2001 in „De Delictis graviboribus“ zur Vertuschung aufgerufen. Einen Eindruck von dem Umfang und der Scheußlichkeit der (bisher aufgedeckten) Verbrechen, die katholische Geistliche und weitere Mit-

arbeiter der römisch-katholischen Kirche weltweit begangen haben, vermittelt der folgende Übersichtsartikel: http://de.wikipedia.org/wiki/Sexueller_Missbrauch_in_der_r%C3%B6misch-katholischen_Kirche

 

In die Zuständigkeit von Herrn Dr. Ratzinger fallen die folgenden besonders schwerwiegenden Fälle:

 

B1: Priester Stephen Kiesle

 

Im Fall Kiesle wurde der Vatikan 1981 durch den Bischof von Oakland informiert. Kardinal Ratzinger hat trotz mehrfacher Nachfragen des Bischofs diesem erst 1985 geantwortet: man brauche mehr Zeit für gründliche Untersuchungen, müsse das Wohl der Kirche im Auge behalten, und der Priester sei ja noch relativ jung. Erst 1987 wurde der schon 1978 (!) wegen Missbrauchs von sechs Knaben gerichtlich verurteilte Sexualverbrecher Kiesle aus dem Priesterdienst entlassen. Von 1985 bis 1987 hatte er in seiner alten Gemeinde wieder mit Jugendlichen zu tun.

http://www.stern.de/panorama/missbrauchsskandal-ratzinger-entliess-paedophilen-priester-erst-nach-jahren-1557439.html

http://www.andersonadvocates.com/Files/3/Ratzinger-CDF-involvement-in-Stephen-Kiesle-case

Kopie des Briefs von Kardinal Ratzinger an den Bischof von Oakland (Kopie des lateinischen Originals und englische Übersetzung):

http://www.andersonadvocates.com/Files/5/Letter-from-Ratzinger-with-translation-

 

B2: Priester Marcial Maciel Degollado:

 

1920

Geburt in Mexiko

 

1941

Noch als Schüler eines Priesterseminars gründet Marcial Maciel Degollado den Orden „Legionäre Christi".

Zum Orden gehören heute mehrere Universitäten, 800 Priester, 2600 Seminaristen und über 75000 Laien.

Die Legionäre Christi sind heute vertreten in Australien, Argentinien, Brasilien, Chile, Deutschland, El Salvador, Frankreich, Guatemala, Irland, Italien,

Kanada, Kolumbien, Mexiko, Niederlande, Österreich, den Philippinen, Spanien, Südkorea, Ungarn, Venezuela und den USA.

Video: http://www.necn.com/02/11/10/Inside-look-at-the-Legionaries-of-Christ/landing_newengland.html?blockID=179291&feedID=4206

 

26.11.1944

Maciel wird zum Priester geweiht.

 

1976 und 1978

Bischof John R. McGann zeigt dem Vatikan 20 Fälle an, bei denen Maciel sexueller Missbrauch vorgeworfen wird.

 

1989

Bischof John R. McGann wendet sich an Papst Johannes Paul II.

 

1998

“José Barba, a Mexico City college professor and former Legion seminarian with Vaca, went to Rome with another of the original victims and filed a canon law appeal in the Congregation for the Doctrine of the Faith, then under Cardinal Joseph Ratzinger, requesting a Vatican prosecution of Maciel.”

Quelle: Bericht von Jason Berry, 12.4.2010, s. unten

 

1999

Kardinal Ratzinger beginnt eine Untersuchung zu Pater Maciel.

 

30.1.2001

Kardinal Ratzinger ordnet eine Untersuchung der Vorwürfe an.

 

2002

Kardinal Ratzinger bricht die Untersuchung ab.

(Ob das so war, ist strittig.)

 

2002

Kardinal Ratzinger erklärt einem Reporter von ABC, er sei über den Fall Maciel „not so informed“.

Ratzinger ist verärgert und schlägt dem Reporter leicht auf die Hand.

http://www.youtube.com/watch?v=sBa3ZBFlj3E&feature=player_embedded

 

30.11.2004

Papst Johannes Paul II. empfängt Pater Maciel im Vatikan und überträgt ihm in einer Zeremonie die Leitung des Notre Dame Centre in Jerusalem.

 

2006

Pater Maciel tritt aus Altersgründen von der Leitung des Ordens zurück.

 

19.5.2006 (d.h. 30 Jahre nach der Anzeige von Bischof McGann!)

Der Heilige Stuhl lädt Pater Maciel ein „ein zurückgezogenes Leben des Gebets und der Buße zu führen unter Verzicht auf jeglichen öffentlichen pastoralen Dienst“.

 

2008

Pater Maciel stirbt als Priester im Alter von 87 Jahren.

 

10.3.2009

Der Heilige Stuhl ordnet eine Visitation der Legionäre Christi durch fünf Bischöfe an.

 

25.3.2010

Stellungnahme der Legionäre Christi

http://www.regnumchristi.org/deutsch/articulos/articulo.phtml?id=29162&se=359&ca=84&te=888

 

6.4.2010 und 12.4.2010

Artikel von Jason Berry, National Catholic Reporter

http://ncronline.org/news/accountability/money-paved-way-maciels-influence-vatican

http://ncronline.org/news/accountability/how-fr-maciel-built-his-empire

 

1.5.2010

Am 1. Mai 2010 veröffentlichte der Vatikan eine Erklärung des Papstes an die Legionäre Christi. Darin heißt es u.a.:

„Das extrem schwerwiegende und objektiv unmoralische Verhalten von P. Maciel, das durch unumstößliche Beweise bestätigt worden ist,

 besteht bisweilen in wirklichen Straftaten und offenbart ein skrupelloses Leben ohne echten religiösen Sinn."

http://www.kath.net/detail.php?id=26569

 

Ein angeblicher Sohn von Maciel beschuldigt diesen, ihn jahrelang sexuell missbraucht zu haben.

http://www.youtube.com/watch?v=mNMSRceFQME&feature=player_embedded

 

B3: Priester Lawrence Murphy

 

Bericht der Tiroler Tageszeitung vom 25.3.2010

http://www.tt.com/csp/cms/sites/tt/%C3%9Cberblick/Chronik/489231-6/200-kinder-missbraucht--und-der-vatikan-blieb-tatenlos.csp

 

17.7.1996

Der Erzbischof von Milwaukee (Rembert G. Weakland) informiert Kardinal Ratzinger über den Fall Murphy und bittet um Anweisungen bezüglich des weiteren Vorgehens. Ratzinger hat dies Schreiben nicht selbst beantwortet.

 

24.3.1997

Kardinal Bertone fordert Weakland auf, unter Beachtung der Geheimhaltungsvorschriften ein Verfahren einzuleiten.

 

12.1.1998

Murphy schreibt an Kardinal Ratzinger, er sei 78 Jahre alt und krank.

Er bittet: „I simply want to live out the time that I have left in the dignity of my priesthood. I ask your kind assistance in this matter.”

http://images.zeit.de/gesellschaft/2010-04/dokumente-bertone.pdf S.9

 

6.4.1998

Kardinal Bertone bitte Erzbischof Weakland, die Einwände Murphys zu berücksichtigen.

 

21.8.1998

Lawrence Murphy stirbt. Er wird in vollem Ornat aufgebahrt.

http://www.zeit.de/2010/14/Missbrauch-Priester-Papst

 

B4: Priester Michael Teta

 

Um den Sexualverbrecher Michael Teta in den Laienstand zurückzuversetzen, benötigte der Vatikan 12 Jahre:

http://newstoaster.de/news/schlagzeilen/papst-benedikt-xvi-in-neuen-vertuschungsskandal-verstrickt

 

B5: Priester Oliver O´Grady

 

http://de.wikipedia.org/wiki/Oliver_O%E2%80%99Grady

 

BBC-Dokumentation über O´Grady „Sex, Crimes and the Vatican”:

http://www.youtube.com/watch?v=06qhnIwEdHE

 

Ausführliche Dokumentation: “Deliver us from evil”:

http://www.youtube.com/watch?v=0N86RFBz4rs

 

Zu den von Herrn Dr. Ratzinger begangenen Verbrechen gegen die Menschlichkeit gehören auch die psychische Schädigung von Kindern durch Angst und Schuldgefühle auslösende religiöse Indoktrination sowie das von ihm unterstützte Kondom- und Abtreibungsverbot. Diese Schandtaten sowie die Missbrauchsvertuschung sind Gegenstand einer Strafanzeige der Rechtsanwälte Dr. Sailer und Dr. Hetzel beim Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag: http://www.kanzlei-sailer.de/papst-strafanzeige-2011.pdf

 

„Aktivisten des US-amerikanischen Missbrauchsopferverbandes "Survivors Network of those Abused by Priests" (SNAP) und der Menschenrechtsorganisation "Center for Constitutional Rights" (CCR) haben am Freitag in Wien bestätigt, Klage gegen den Vatikan und namentlich gegen Papst Benedikt XVI. bei dem Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag eingereicht zu haben. Dem Vatikan werden in dem über 20.000-seitigen Dossier u.a. "Verbrechen gegen die Menschlich-

keit", sowie die systematische Verheimlichung und Vertuschung von Missbrauchsfällen vorgeworfen.“

http://derstandard.at/1315006556805/Den-Haag-Missbrauchsklage-gegen-Papst-beim-Strafgerichtshof

Schreiben an den Ankläger des Strafgerichtshofs:

http://www.documentcloud.org/documents/250303-final-german-survivors-network-art-15.html

http://www.bishop-accountability.org/CCR/2011_09_13_CCR_Victims_Communication.pdf

 

Zu den Problemen solcher Prozesse hat der renommierte britische Anwalt Geoffrey Robertson ein Buch geschrieben:

ANGEKLAGT: DER PAPST. Die Verantwortlichkeit des Vatikans für Menschenrechtsverletzungen.

Gabriele-Verlag, Marktheidenfeld, Sept. 2011-11-07  Amazon: http://tinyurl.com/cya68n4

                                                                       

Herr Dr. Ratzinger ist qua Amt seit 1981 der Hauptverantwortliche für die Missbrauchsvertuschung in allen römisch-katholischen Bistümern der Welt.

Er hat das (vermeintliche) Wohl seiner Kirche über das von Tausenden von Kindern und Jugendlichen sowie deren Angehörigen gestellt.

 

Sexuelle Übergriffe auf Kinder und Jugendliche wurden auch auf vielen Ebenen unterhalb der vatikanischen vertuscht:

 

Viele Opfer haben aus Angst und Scham geschwiegen.

Viele Erziehungsberechtigte haben den Opfern nicht geglaubt.

Viele Erziehungsberechtigte haben aus Angst und Scham geschwiegen.

Viele Erziehungsberechtigte sind finanziell abgefunden worden, wobei ihnen auferlegt wurde, über den Missbrauch zu schweigen.

Oft haben Kirchengemeinden ihr Bistum nicht informiert.

Oft haben Bischöfe dafür gesorgt, dass der Missbrauch nicht öffentlich bekannt wurde und die Täter in andere Gemeinden versetzt wurden.

Vermutlich haben Bischöfe oft nicht den Vatikan informiert.

                                                                                                                                          

Die Missbrauchsakten des Vatikans sind ein Staatsgeheimnis.

Der vatikanische Pseudostaat von Mussolinis Gnaden (Lateranvertrag von 1929) schützt sich durch seinen rechtlichen Sonderstatus vor Strafverfolgung.

Wegen des großen Einflusses der römisch-katholischen Kirche ist es für Journalist/inn/en bis heute schwierig und zum Teil unmöglich,

offen und kritisch über Missbrauch zu berichten.

 

Dass der Deutsche Bundestag Herrn Dr. Ratzinger zu einer Rede eingeladen hat, die dieser im September 2011 gehalten hat, ist eine Schande für die Demokratie in Deutschland.

 

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Aus Crimen sollicitationis von Kardinal Ottavani, Kongregation für den Glauben, Rom, 1962:

11. Since, however, in dealing with these causes, more than usual care and concern must be shown that they be treated with the utmost confidentiality, and that, once decided and the decision executed, they are covered by permanent silence (Instruction of the Holy Office, 20 February 1867, No. 14), all those persons in any way associated with the tribunal, or knowledgeable of these matters by reason of their office, are bound to observe inviolably the strictest confidentiality, commonly known as the secret of the Holy Office, in all things and with all persons, under pain of incurring automatic excommunication, ipso facto and undeclared, reserved to the sole person of the Supreme Pontiff, excluding even the Sacred Penitentiary. …

70. All these official communications shall always be made under the secret of the Holy Office; and, since they are of the utmost importance for the common good of the Church, the precept to make them is binding under pain of grave sin.” http://www.vatican.va/resources/resources_crimen-sollicitationis-1962_en.html

 

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Aus dem “Brief an die Bischöfe der ganzen katholischen Kirche und an andere Bischöfe und Hierarchen, die es angeht,
über die der Glaubenskongregation vorbehaltenen schweren Straftaten“ von Kardinal Ratzinger

(Rom, 8.5.2001, De delictis gravioribus):

 

„Straftat gegen die Sittlichkeit, nämlich:

die von einem Kleriker begangene Straftat gegen das sechste Gebot des Dekalogs mit einem noch nicht 18jährigen minderjährigen Menschen.

Nur diese oben namentlich aufgezählten Straftaten sind der Glaubenskongregation als Apostolischem Gerichtshof vorbehalten.“

„Prozesse dieser Art unterliegen der päpstlichen Geheimhaltung.“

 

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„Dass Priester missbrauchen, wird systematisch vertuscht – bis hoch zum Papst. Patrick Wall würde seine Tochter niemals auf eine katholische Schule schicken.

Ein Interview mit dem ehemaligen Benediktinermönch.“

http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/die-kirche-muss-ihre-haltung-zum-sex-aendern/1969730.html

 

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Rundschreiben des Vatkans an die Bischöfe vom 3.5.2011: http://www.atheisten-info.at/downloads/Missbrauchsrichtlinien.pdf

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Herr Dr. theol. Joseph Aloisius Ratzinger, der sich als Benedikt XVI. in seiner päpstlichen Pracht für den Stellvertreter Jesu auf Erden hält,  sagte am 16.9.2010:

Es ist auch sehr traurig, dass die kirchlichen Behörden nicht genügend wachsam waren und nicht schnell und entschieden genug die notwendigen Maßnahmen ergriffen.“

Dass der Vatikan eher Maßnahmen verhindert hat, zeigt auch das Beispiel Irland: http://www.domradio.de/aktuell/70842/stoerfeuer-aus-rom.html

 

C

 

„De delictis graviboribus“ wurde mit Zustimmung von Herrn Dr. Ratzinger überarbeitet, und die veränderte Fassung wurde im Mai/Juni 2010 an alle Bischöfe verschickt und veröffentlicht: http://www.vatican.va/resources/resources_norme_ge.html

Auch in dieser Version wird in Artikel 30 zur Vertuschung der Straftaten aufgefordert:

„§ 1. Die genannten Verfahren unterliegen dem päpstlichen Amtsgeheimnis[41].“

 

Diese Vorschrift ist geeignet, Priester und Bischöfe daran zu hindern, Staatsanwaltschaften einzuschalten sowie die Presse oder die betroffene Gemeinde oder Schule etc. zu informieren. Auf die Straftäter soll nach Möglichkeit nur innerkirchliches Recht, das keine Gefängnisstrafen kennt, angewendet werden.

 

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Vorsicht, Satire: http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=oxaFQIEtqRk

 

 

Verfasser: Dr. Wolfgang Klosterhalfen, In der Donk 30, 40599 Düsseldorf

       

Wolfgang Klosterhalfen

Reimbibel

Heitere Aufklärung über das „Buch der Bücher“

BoD, Oktober 2011, 324 S., 19.90 €

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