Zitate aus dem Buch von E.A. Stemmann und S. Stemmann (2002)

Selbstheilung (Spontanheilung) der Neurodermitis (Das Gelsenkirchener Behandlungsverfahren)

Auslieferung: AuK, Westerholter Straße 143, 45892 Gelsenkirchen, 335 Seiten

 

„Der Erkrankte kann seine Neurodermitis selbst heilen. ... Spontanheilungen belegen, dass die Neurodermitis heilbar ist. S. 4

„Eine Neurodermitis entsteht durch ein Trennungs-, Verlusterlebnis, das unkontrollierbaren Stress hervorruft. ... „Minutiöse Analysen des Lebens Erkrankter haben ergeben, dass dem erstmaligen Auftreten neurodermitischer Hauterscheinungen ausnahmslos (!) eine Trennung, ein Verlusterlebnis vorausgegangen ist und danach sind die Betroffenen auch trennungsempfindlich – ein Zeichen dafür, dass die Trennung traumatisch verlaufen sein muss und unkontrollierbaren Stress ausgelöst hat.“ S. 37

„Eltern haben keinen Einfluß auf die Gedanken und Gefühle ihrer Kinder“. S. 38

„Empfindet das noch Ungeborene ein traumatisches Trennungsgefühl kurz vor der Geburt, so wird es schon mit den Zeichen der Neurodermitis geboren. Tritt die Neurodermitis Tage nach der Geburt auf, so war es das Trennungsereignis durch die Geburt selbst oder unmittelbar nach der Geburt.“ S. 41

„Menschen, die eine andere Krankheit als die Neurodermitis erworben haben, geben ein anderes, spezifisch zu der jeweiligen Krankheit passendes Gefühl an, das traumatisiert worden ist.“ S. 41

„Eine traumatische Trennung kann unterschiedlich erlebt werden: als Trennung von einer Person, einem Lebewesen; als Wechsel in eine neue Umgebung; als Verrat, Aufgabe von Glaubensinhalten, Leitideen; als Nicht-Erreichen eines sehnlich erwünschten Zieles; durch Trennung von einem Gegenstand, an dem das Herz hängt. Aufgrund der Fähigkeit des Menschen, sich Trennungssituationen vorzustellen, zu phantasieren, genügen diese assoziativen Fähigkeiten, um eine entsprechende unkontrollierbare Stressreaktion auszulösen.“  S. 45

„Betroffene, die sich ihre Beschwerden nicht erklären können und deshalb fürchten, zahlreiche Nahrungsmittel würden ihre Neurodermitis bedingen, sind Angstpatienten. S. 112

„Die Erfahrungen mit der eigenen Umweltstation haben ergeben: - Die Umweltbelastung scheint von untergeordneter Bedeutung  zu sein, viel wesentlicher für das Krankheitsgeschehen war der Stress, den der Betroffene selbst hervorrief bzw. der  durch Kontakt mit seiner menschlichen Umgebung tagtäglich  ausgelöst wurde.“  S. 120

„Die Erziehung sollte konsequent und liebevoll umgesetzt werden … Widersetzt sich das neurodermitiskranke Kind der Anweisung, so hat es die

Konsequenzen zu tragen. Es erfährt die Folgen seines Tuns und kann daraus lernen. … Das kranke Kind erleidet auf Dauer Schaden, wenn es nicht gehorcht und dann die Ablehnung seiner Bezugsperson erfährt. … das kranke Kind ist kein harmloses Geschöpf. … das kranke Kind ist voll verantwortlich. „Das kranke Kind meint es nicht so" – mit diesem Satz trösten sich Eltern, wenn sie von dem Kind ausgenutzt und gequält werden. Es ist schwer für die Eltern, den „Terror" des kranken Kindes auszuhalten. Deshalb müssen sich Eltern bei einem derartigen Verhalten auch wehren. Das Kind ist für sein Verhalten voll verantwortlich. “ S. 147

„Letztlich schafft es das neurodermitiskranke Kind, Mitleid und ein schlechtes Gewissen bei seinen Eltern hervorzurufen, die somit zu Sklaven ihres kranken Kindes werden. Die Eltern müssen sich von Mitleid und Schuldgefühlen befreien. … Widersprüche seitens des Kranken werden nicht akzeptiert. Bitten und Versprechungen sich zu bessern, werden nicht angenommen. Es gibt keine Diskussion (nicht ein einziges Wort) und keine zweite Chance. Sie wenden sich ruhig ab oder führenden den protestierenden Kranken auf sein Zimmer und gehen in Ruhe Ihren Angelegenheiten nach. … Wenn Sie den Kranken ernst nehmen und seine Selbstheilung fördern wollen, müssen Sie ihn die Folgen seines Fehlverhaltens spüren lassen. Nur diese Erziehungsmethode funktioniert und sie werden die Bestätigung in einer Änderung des Verhaltens des Kranken finden, … “ S. 148

„Auf das Trennungstraining muss sich die Kontaktperson vorbereiten. Sie muss entschlossen und überzeugt sein, dass das kranke Kind die angstfreie Trennung erlernen muss, selbst unter dem Preis, dass die Neurodermitis kurzzeitig massiv reaktiviert wird und dass sich das Kind blutig kratzt oder dass eine andere (akute) Krankheit, z. B. eine Angina, eine Bronchitis, ein Durchfall u. a. auftritt. Es gilt, ein hohes Ziel, nämlich Gesundheit, zu erreichen. Leider gelingt das nicht, ohne kurzfristig starken Stress zu erzeugen.“ S. 175

„Eine liebevolle, konsequente Erziehung basiert auf der Theorie der logischen Konsequenz. Der Kranke ist für sein Verhalten voll verantwortlich und eine logische Konsequenz ist das Resultat für sein Fehlverhalten. (…) Der Kranke bekommt keine Beachtung seines Verhaltens (z.B. wenn er kratzt) und er erhält auch keine Erlaubnis das zu tun, was er vorhatte (z.B. mit einem Freund spielen, Fernsehen, usw.). Widersprüche seitens des Kranken werden nicht akzeptiert. Bitten und Versprechungen sich zu bessern, werden nicht angenommen. Es gibt keine Diskussion (nicht ein einziges Wort) und keine zweite Chance.“ S.184

„Um Fehlverhalten, das … die Neurodermitis unterhält, zu korrigieren, ist – so paradox es erscheinen mag – starker Stress notwendig. Erst wenn Betroffener und seine Kontaktperson, seine Angehörigen unter hohen Stress geraten, können sie neue Verhaltensweisen, die der Gesundheit dienen, erwerben. Das Stresshormon Cortisol wandert in die Hirnzellen und löscht die dort nicht mehr erwünschten Programme für die krankheitserhaltenden Verhaltensweisen. Der Preis für den Betroffenen ist eine (zeitlich begrenzte) deutliche Verschlechterung seines Hautzustandes und die Kontaktperson erfährt Leid.“ S. 187

„Der Kontaktperson ist zu entgegnen, dass ein derartiges Training, wenn es konsequent durchgeführt wird, nur wenige Tage benötigt. Danach gehorcht das Kind … “ S.190

„Empfohlen wird auch, den Säugling nach sechs Monaten abzustillen und Muttermilch durch Sojamilch zu ersetzen.“ S. 214

„In einer weiteren prospektiven Studie (Langer, Dissertation, im Druck) an 40 Kindern im Alter von 6 Monaten bis 4 Jahren, die im Jahr 1998 behandelt und ein Jahr später nachuntersucht wurden, wurde ebenfalls der Behandlungserfolg überprüft. Die Eltern wurden gebeten, die Behandlung zu beurteilen. … Der Zustand der Haut wurde in 87% als gebessert angegeben. … Der Neurodermitiskranke heilt sich selbst!“ S. 268

„Eine Neurodermitis entsteht offensichtlich nur dann, wenn der Betroffene sich in dem Geschehen handlungsunfähig, ohnmächtig  fühlt – Angst um das Überleben verspürt und dadurch unter unkontrollierbaren Stress gerät.“ S. 288

„Die Sachinformation – Trennung – (in der Trennungsangst) verändert die Funktion des Gyrus postzentralis des Großhirns.“ S. 289

„Die Art der Trennung bestimmt die Lokalisation der Neurodermitis.“ S. 291

„Tägliches Salben, Cremen, Baden findet nicht statt und die Betroffenen erhalten auch langzeitig keine Medikamente. Es gibt keine Grundpflege der Haut. Damit entfällt die fortwährende Verstärkung der Erkrankung.“ S. 301

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Wie mir Ärzte berichtet haben, die 2019 mit Dr. Kurt-André Lion gesprochen haben, hält dieser das Buch von Stemmann und Stemmann (weiterhin) für gut. Da stehe alles drin. Stemmann kombiniert hier Fantasievorstellungen von Hamer mit eigenen psycho-neuro-biologischen Fantasien nach dem Motto „Ich mach mir die Welt, wie sie mir gefällt“. Das hat anscheinend auf viele verzweifelte Mütter an Neurodermitis erkrankter Kinder sowie etliche Journalisten, Politiker,  Mitarbeiter von Krankenkassen und Herrn Dr. Lion großen Eindruck gemacht.

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Die Zitate wurden zusammengestellt von Prof. Dr. Wolfgang Klosterhalfen (Düsseldorf)

Näheres zum „Gelsenkirchener Behandlungsverfahren“ und der „Pädiatrischen Psychosomatik“ der Kinderklink Gelsenkirchen hier:

www.reimbibel.de/GBV-Kinderklinik-Gelsenkirchen.htm

www.reimbibel.de/Chronik-des-Gelsenkirchener-Klinikskandals.htm

www.reimbibel.de/Kritik-an-einem-Gutachten-von-Hendrik-Karpinski.htm

 

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