Wolfgang Klosterhalfen
Reimbibel
Heitere Aufklärung über das „Buch der Bücher“
BoD, Oktober 2011, 324 S., 19.90 €
http://www.ibka.org/files/gottmituns.jpg
Morden mit Gott:
Hitlerverehrung und
Kriegshetze von deutschen Kirchenführern
Zum 70. Jahrestag des Überfalls
der deutschen Wehrmacht auf Polen am 1.9.1939
zusammengestellt von Wolfgang
Klosterhalfen
http://www.reimbibel.de/Kirche-im-Dritten-Reich.htm
Erstellt unter Verwendung von
http://wissen.spiegel.de/wissen/dokument/dokument.html?id=39686027&top=SPIEGEL Herr Matussek, könnten Sie bitte diesen Link
wieder aktivieren?
http://ibka.org/kirche-im-krieg
http://www.unmoralische.de/christlich.htm#dritte
und verschiedenen Büchern, z.B.
http://www.amazon.de/Treu-deutsch-sind-wir-katholisch/dp/3923881215
Korrekturen, Kritik und Ergänzungen bitte an: wk ä
reimbibel.de
Angesichts manchmal aberwitziger Gerichtsurteile
distanziere ich mich ausdrücklich von positiven Äußerungen zu Hitler und zum
Nationalsozialismus, von antisemitischen Äußerungen und von den Inhalten
fremder Internetseiten. W.K.
Bei der folgenden Zitatesammlung bleibt der
heldenhafte Widerstand einzelner Christen gegen „Machtergreifung“ und
Nationalsozialismus unberücksichtigt. Dieser wurde schon oft gewürdigt.
Entsprechend werden hier auch die guten Seiten von Kirchenführern, die sich auf
die Nazis eingelassen haben, kaum erwähnt. Dargestellt werden problematische
Äußerungen von hochrangigen Kirchenvertretern, die auf ihre Weise das Regime
Adolf Hitlers unterstützt haben. Dabei geht es mir nicht primär um diese
Menschen, sondern darum, der Verlogenheit der römisch-katholischen und der
evangelischen Kirche im Umgang mit ihrer jüngeren Geschichte im Rahmen meiner
begrenzten Möglichkeiten etwas entgegenzusetzen.
Von 1933 bis 1945 haben die evangelische und die
katholische Kirche Deutschlands zwar immer wieder ihre kirchlichen Interessen
gegen Übergriffe der Nazis verteidigt. Bischof Graf von Galen hat sich darüber
hinaus klar gegen die „Euthanasie“ ausgesprochen. Ansonsten haben aber die
meisten deutschen Bischöfe unter Berufung auf den christlichen Glauben Hitler
hofiert, ihre Mitarbeit zugesichert, ihm zu seinen Eroberungen gratuliert und
die Soldaten sowie das ganze Volk angespornt, sich für Führer, Volk und
Vaterland aufzuopfern.
Dem Landser ward ins Hirn gebrannt:
MIT GOTT FÜR VOLK UND VATERLAND
„Niemals wandten sich die deutschen Bischöfe gegen die
vielen Tausende von Justizmorden an ihren Gegnern, gegen die Verfolgung von
Liberalen, Demokraten und Kommunisten, die sie ja gerade wünschten. Niemals
protestierten diese Bischöfe gegen Hitlers Überfall auf Österreich, die
Tschechoslowakei, Polen, Dänemark, Norwegen, Belgien, Frankreich oder sogar die
Sowjetunion, einen Krieg, den sie doch heiß begrüßten. Niemals protestierten
sie gegen die grauenhaften Judenpogrome, gegen die Zerstörung von mehr als
zweihundert Synagogen, gegen die Demütigung, Verschleppung und Vergasung der
Juden, die ihre eigene Kirche ja eineinhalb Jahrtausende lang immer wieder
verfolgt und getötet hatte. Niemals protestierten sie gegen das System des
Nationalsozialismus als solches.“
Karlheinz
Deschner: Abermals krähte der Hahn. Taschenbuchausgabe 1996, S. 615
„Jedermann sei untertan der Obrigkeit,
die Gewalt über ihn hat. Denn es ist keine Obrigkeit, ohne von Gott; wo aber
Obrigkeit ist, die ist von Gott verordnet. Wer sich nun der Obrigkeit
widersetzt, der widerstrebt Gottes Ordnung; die aber widerstreben werden über
sich ein Urteil empfangen.“
Brief
des Paulus an die Römer, Kap. 13, 1-2
Abschnitt A: 1920 – 1932
„4. Staatsbürger kann nur sein, wer Volksgenosse ist. Volksgenosse kann nur sein, wer deutschen Blutes ist ohne Rücksichtnahme auf die Konfession. Kein Jude kann daher Volksgenosse sein.“
„24. ... Die Partei als
solche vertritt den Standpunkt eines positiven Christentums, ohne sich
konfessionell an ein bestimmtes Bekenntnis zu binden. ... “
Aus dem Programm der NSDAP, 1920
„In grenzenloser Liebe lese ich als Christ und Mensch die Stelle durch, die uns verkündet, wie der Herr sich endlich aufraffte und zur Peitsche griff, um die Wucherer, das Nattern- und Otterngezücht, hinauszutreiben aus dem Tempel! ... Als Christ habe ich nicht die Verpflichtung, mir das Fell über die Ohren ziehen zu lassen ...“
Adolf Hitler, Rede auf einer
NSDAP-Parteiversammlung, 12.4.1922
„
... Im Besitz der staatsbürgerlichen Gleichberechtigung haben die Juden ihren
Einfluß nur umso ungehemmter geltend gemacht und die Schwierigkeiten, die im
Zusammenleben der Juden mit den übrigen Staatsbürgern liegen, sind nur umso
greller ins Licht getreten. Ihre Wurzel haben diese Schwierigkeiten in der
Rassenverschiedenheit zwischen den Juden und den Völkern, in deren Mitte sie
sich niedergelassen haben. ... Die Juden haben ihre eigene Zeitrechnung, ihren
besonderen Feiertag in der Woche, ihre eigene Kultsprache, sie halten fest an
der Beschneidung und ihren Speiseordnungen, sie haben eine Unmenge Sitten und
Gebräuche bis zum eigenen Jargon; das alles wirkt als trennende Schranke
zwischen ihnen und uns. Sie sind in der Nation eine Nation für sich. ... Mit
einer meisterhaften Fähigkeit ausgestattet, überall den eigenen Vorteil
wahrzunehmen, finden wir sie hauptsächlich
in
den Berufen, welche ein schnelles Vorwärtskommen ermöglichen. ... Der rastlose
Eifer der Juden, ihre zähe Beharrlichkeit in der Verfolgung ihrer Ziele, ihre
Virtuosität im Erfassen der Konjunktur und ihre Anpassungsfähigkeit an die jeweilige
Lage, aber auch die Rücksichtslosigkeit und Skrupellosigkeit ihrer
Geschäftsprinzipien verhelfen ihnen, wohin wir auch sehen, zu dem gewünschten
Erfolg. Ein immer größerer Teil des Volksvermögens gelangt in ihre Hände. Ohne
Uebertreibung kann man sagen, daß sie sich den Löwenanteil an unserem
Volksvermögen gesichert haben. ... Auffallend ist, das wir die Juden fast
ausschließlich in den links gerichteten Parteien finden. ... Altbekannt ist der
jüdische Einfluß in der Literatur, im Theaterwesen und besonders in der Presse.
... Ich will gar nicht daran erinnern, wie brutal der Jude oft seine
wirtschaftliche Ueberlegenheit ausnutzt. ... Es ist oft betont worden, daß der
jüdische Verstand etwas Zerfressendes, Aetzendes, Auflösendes an sich hat. ...
Es liegt etwas durchaus Berechtigtes in der Forderung nach Reinhaltung des
Blutes. So wenig wir etwa Mischehen mit naturalisierten Sklaven gutheißen, so
wenig können wir Mischenehen zwischen Deutsch-Stämmigen mit Juden billigen.
Schon der religiöse Gegensatz sollte Christen die Eingehung einer solchen Ehe
verbieten, wie denn auch unsere Kirche solche Ehen von der kirchlichen Trauung
ausschließt. ... Gott hat jedem Volk seine völkische Eigenart und seine
rassischen Besonderheiten doch nicht dazu gegeben, damit es seine völkische
Prägung in rassisch unterwertige Mischlingsbildungen auflösen läßt. ... Gerade
wer von der Minderwertigkeit der jüdischen Rasse überzeugt ist, dürfte, wenn er
nicht ein blinder Fanatiker ist, mit dem nicht zu rechten ist, nicht das J u d e
n p o g r o m predigen, sondern zur J u
d e n m i s s i o n aufrufen, weil in ihr die Kraft liegt, die Juden auch
rassisch zu veredeln. ... Ganz entschieden wehren wir uns als Kinder
christlicher Eltern dagegen, wenn unsere Kinder dem Einfluß jüdischer Erzieher
unterstellt werden sollen. ... Je bewußter christlich, je überzeugter
evangelisch unser Volk denkt und handelt, desto besser schützt es sich gegen
die von einem entarteten Judentum drohende Gefahr. ... Der ewige Jude wird
bleiben unter den Völkern bis ans Ende der Welt. ... Wir wollen ihm so
begegnen, daß er, wenn Gott dereinst den Fluch von ihm nimmt und er zur Ruhe
eingehen darf, seine Heimat da sucht, wo er die findet, die ihn in seinen
Erdentagen mit Freundlichkeit gegrüßt, mit Selbstverleugnung getragen, durch
hoffende Geduld gestärkt, mit wahrer Liebe erquickt, durch anhaltende Fürbitte
gerettet haben.“
Auszug aus dem Aufsatz von Hans Meiser
(Direktor des evangelisch-lutherischen Predigerseminars) „Die evangelische
Gemeinde und die Judenfrage“, Evangelisches Gemeindeblatt Nürnberg, 1926
Der vollständige Aufsatz ist hier
nachzulesen: http://www.augustana.de/archiv/2007/Meiser_Judenfrage_1926.pdf
Hans Meiser war von 1933 bis 1955
Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern. Er war Antisemit,
hat sich aber gegen die physische Vernichtung der Juden und gegen den
Ausschluss der Juden aus den Kirchengemeinden ausgesprochen. Die Kontroverse um
Meiser hält bis heute an:
http://www.augustana.de/archiv/2007/Meiser_Stegemann_Erinnerungskultur.pdf
Dr. Lukas Bormann, aus allgemeinen
Steuergeldern bezahlter Professor der Theologie an der Universität Bayreuth,
hat sich in einem am 16.8.2009 im Sonntagsblatt erschienenen Artikel zum
historischen Hintergrund des oben auszugsweise dokumentierten Artikels von
Meiser geäußert. Bormann verharmlost den judenfeindlichen Rassismus Meisers als
„Diskurs um Rasse und Deutschtum“, „der innerhalb des nationalkonservativen
Judentums seiner Zeit geführt wurde“ und behauptet abschließend, der heutigen
Generation gehe es vorrangig um die eigene moralische Integrität und habe dabei
den Respekt vor vorausgegangenen Generationen aus dem Blick verloren. Der
Artikel bekam die Überschrift: Hans
Meiser war 1926 in Nürnberg Gegner der NS-Rassenantisemiten .
http://www.sonntagsblatt-bayern.de/news/aktuell/2009_33_09_01.htm
Der
Evangelische Pressedienst formulierte
daraufhin: Theologieprofessor: Bischof Meiser
war Gegner der nationalsozialistischen Rassenantisemiten“ und verbreitet so eine hochgradig irreführende und den
ausgeprägten Antisemitismus Meisers übertünchende These. Es ist kaum zu
glauben, aber der Pressedienst der EKD
versucht noch im Jahr 2009 in
schamloser Weise, den Rassisten und Schreibtischtäter Meiser der Öffentlichkeit
als „Widerstandskämpfer“ zu verkaufen: http://www.epd.de/bayern/bayern_index_67440.html
Abschnitt B: 1933-1944
„Evangelische Christen, erkennt den Ernst und die
Verheißung dieser Wahlentscheidung ... Tretet hinter die Männer der
gegenwärtigen Regierung, um ihnen Gelegenheit zu schöpferischer Arbeit zu
geben. Seid eurer Verantwortung eingedenk: Es geht um Deutschlands Rettung!“
Evangelischer
Bund, Anfang 1933
„Wir
haben von Dr. Martin Luther gelernt, daß die Kirche der rechtmäßigen
staatlichen Gewalt nicht in den Arm fallen darf, wenn sie tut, wozu sie berufen
ist. Auch dann nicht, wenn sie hart und rücksichtslos schaltet.“
Friedrich
Karl Otto Dibelius, Generalsuperintendent
der Kurmark in der Evangelischen Kirche der
altpreußischen Union, Predigt im Rahmen der Eröffnung des Reichstags am
12.3.1933
„Der Kampf gegen eine materialistische Weltauffassung und für die Herstellung einer wirklichen Volksgemeinschaft dient ebenso den Interessen der deutschen Nation wie denen unseres christlichen Glaubens. ... Ebenso legt die Reichsregierung, die im Christentum die unerschütterlichen Fundamente des sittlichen und moralischen Lebens unseres Volkes sieht, den größten Wert darauf, die freundschaftlichen Beziehungen zum Heiligen Stuhle weiter zu pflegen und zu vertiefen.“
Aus der Regierungserklärung des Reichskanzlers Adolf
Hitler, 23.3.1933
„Hier war für die Kirche kein Platz zum
Auf-der-Seite-Stehen, sondern zum Mittun ... und jeden Tag von neuem wird es
uns klar: Wir sind bewußt Zeugen großer werdender Geschichte ... Aber bei aller
Freude über die Wendung im Inneren dürfen wir keinen Tag vergessen, daß die
außenpolitische Befreiung noch erkämpft werden muß!“
Allgemeine
Evangelisch-Lutherische Kirchenzeitung nach der Wahl im März 1933
„Schließlich hat sich die Regierung genötigt gesehen, den Boykott jüdischer Geschäfte zu organisieren – in der richtigen Erkenntnis, daß durch die internationalen Verbindungen des Judentums die Auslandshetze dann am ehesten aufhören wird, wenn sie dem deutschen Judentum wirtschaftlich gefährlich wird. Das Ergebnis dieser ganzen Vorgänge wird ohne Zweifel eine Zurückdämmung des jüdischen Einflusses im öffentlichen Leben Deutschlands sein. Dagegen wird niemand im Ernst etwas einwenden können.“
Friedrich
Karl Otto Dibelius, Generalsuperintendent der Kurmark in der Evangelischen Kirche der
altpreußischen Union, nach dem 1.4.1933 (Boykott der SA gegen
jüdische Geschäfte)
„Zu dieser Wende der Geschichte sprechen wir ein
dankbares Ja. Gott hat sie uns geschenkt. Ihm sei die Ehre!“
Deutscher Evangelischer
Kirchenausschuß (Kapler, Marahrens, Hesse), 2.4.1933
„Man hat mich wegen der Behandlung der Judenfrage angegriffen. Die katholische Kirche hat fünfzehnhundert Jahre lang die Juden als Schädlinge angesehen, sie ins Getto gewiesen usw., da hat man erkannt, was die Juden sind. ...ich sehe die Schädlinge in den Vertretern dieser Rasse für Staat und Kirche, und vielleicht erweise ich dem Christentum den größten Dienst.“
Adolf Hitler, Konferenz mit katholischen
Bischöfen, Berlin, 25./26.4.1933
„daß
sich im öffentlichen Leben unter der neuen Regierung manches gebessert hat: Die
Gottlosenbewegung ist eingedämmt, die Freidenker können nicht mehr offen gegen
Christentum und Kirche toben, die Bibelforscher können nicht mehr ihre
amerikanisch-kommunistische Tätigkeit entfalten“
Kardinal Faulhaber in einem Schreiben an
die bayerischen Staatsminister, München, 5.5.1933
„Nun, deutsche evangelische
Christenheit, nun tritt nicht zögernd, sondern freudig und kraftvoll auf den
Plan auch mit deinem ‚Deutschland erwache´!“
Amtsblatt der Braunschweigischen Landeskirche, am
5.5.1933
„Es fällt uns Katholiken auch keineswegs schwer, die
neue starke Betonung der Autorität im deutschen Staatswesen zu würdigen und uns
mit jener Bereitschaft zu unterwerfen, die sich nicht nur als eine natürliche
Tugend, sondern wiederum als eine übernatürliche kennzeichnet, weil wir in
jeder menschlichen Obrigkeit einen Abglanz der göttlichen Herrschaft und eine
Teilnahme an der ewigen Autorität Gottes erblicken (Röm. 13. 1ff). ...
Wir wollen dem Staat um keinen Preis die Kräfte der
Kirche entziehen, und wir dürfen es nicht, weil nur die Volkskraft und die
Gotteskraft, die aus dem kirchlichen Leben unversiegbar strömt, uns erretten
und erheben kann.“
Die
katholischen deutschen Kardinäle, Erzbischöfe und Bischöfe, Juni 1933
"Diözese und Bischof werden am Aufbau des neuen Reiches
freudig mitarbeiten."
Der katholische Bischof von
Aachen, Joseph Heinrich Peter Vogt, 10.7.1933
„Was die alten Parlamente
und Parteien in 60 Jahren nicht fertigbrachten, hat Ihr staatsmännischer
Weitblick in 6 Monaten weltgeschichtlich
verwirklicht … Uns kommt es aufrichtig aus der Seele: Gott erhalte unserem Volk
unseren Reichskanzler.“
Kardinal Michael von Faulhaber, Glückwunschtelegramm
an Hitler, 20.7.1933
„Der Episkopat
aller Diözesen Deutschlands hat, wie die öffentlichen Kundgebungen erweisen,
soweit es nach der Neugestaltung der politischen Verhältnisse durch Eurer
Exzellenz Erklärungen ermöglicht wurde, sogleich die aufrichtige und freudige
Bereitwilligkeit ausgesprochen, nach bestem Können zusammenzuarbeiten mit der
jetzt waltenden Regierung, die die Gewährleistung von christlicher
Volkserziehung, die Abwehr von Gottlosigkeit und Unsittlichkeit, den Opfersinn
für das Gemeinwohl und den Schutz der Rechte der Kirche als Leitsterne ihres
Wirkens aufgestellt hat.“
Kardinal Bertram an Adolf Hitler, 24.7.1933
„Die
deutschen Bischöfe haben schon längst den neuen Staat bejaht … In diesem Sinne
werde ich nichts unversucht lassen, dem neuen Staat nicht allein mit Worten
Beweise meiner Treue zu geben“.
Der
katholische Bischof von Osnabrück, Hermann Wilhelm Berning, Juli 1933
„Für die Lippische Landeskirche ordnen wir hiermit folgendes an: Sämtliche Pfarrer, Beamte, Angestellte der Landeskirche sowie der Kirchengemeinden grüßen im Dienst und innerhalb der dienstlichen Gebäude und Anlagen durch Erheben des rechten Armes.“
Gesetz- und Verordnungsblatt
der Lippischen Landeskirche, 11.9.1933
„Nicht berufen werden darf, wer nichtarischer Abstammung oder wer mit einer Person nichtarischer Abstammung verheiratet ist.“
§ 1 des im Kirchenblatt der
Thüringer Landeskirche veröffentlichten „Gesetzes über die Stellung der
kirchlichen Amtsträger zur Nation“, 12.9.1933
„Arierparagraph
für sächsische Geistliche.
Der sächsische Landesbischof Coch gab als Ansprache an
die sächsischen Geistlichen bekannt:
In diesen Tagen wird das Gesetz erlassen, das die
Rechtsstellung der sächsischen Geistlichen im Rahmen des allgemeinen deutschen
Beamtenrechts regelt. Dieses Gesetz folgt dem geltenden Staatsrecht und
bedeutet einen wichtigen Abschnitt in der Neuregelung des Verhältnisses von
Staat und Kirche in der Neuordnung der Landeskirche selbst.
Durch dieses Gesetz wird der Staatsregierung deutlich
werden, daß die evangelisch-lutherische Landeskirche treu zum Staat Adolf
Hitlers steht und dass in ihr kein Platz für irgendwelche staatsfeindliche oder
reaktionäre Tendenzen ist. Dieses Gesetz schafft eine Atmosphäre des Vertrauens
zwischen Kirche und Staat. Zur Rechtsgrundlage des neuen Beamtenstaatsrechts
gehört die Zugehörigkeit zur arischen Rasse. Diese Zugehörigkeit zur arischen Rasse muß demzufolge auch in das
kirchliche Beamtengesetz aufgenommen werden. Ein so wichtiger Schritt gibt
mir Veranlassung, mich mit einem besonderen Wort an die Geistlichen der
Landeskirche zu wenden:
Jetzt ist die Stunde gekommen, welche verlangt, daß
eine vom Vertrauen des Tages getragene Kirche sich restlos einsetzt und
mitwirkt an der Aufgabe, die der Führer des deutschen Volkes für Staat und
Kirche als die wichtigste bezeichnet hat: Die Erziehung und Gestaltung des
neuen deutschen Menschen. Ich bitte Sie, die Größe der Stunde für Volk und
Kirche zu erkennen. Es ist eine Stunde, wie sie seit der Reformationszeit wohl
nicht in unserem Volk erlebt worden ist. Diese Stunde erfordert von der Kirche
wagenden, sich in das Volk hineinschenkenden Dienst. ... “
Junge Kirche,
28.9.1933, S. 178 (Fettung entspricht dem Original)
"Wir wollen Gott dem Herrn für seine liebevolle Führung dankbar sein, welche die höchsten Führer unseres Vaterlandes erleuchtet und gestärkt hat, daß sie die furchtbare Gefahr, welche unserem geliebten deutschen Volke durch die offene Propaganda für Gottlosigkeit und Unsittlichkeit drohte, erkannt haben und sie auch mit starker Hand auszurotten suchen."
Der katholische Bischof Graf Clemens
August von Galen am Tag seiner Bischofsweihe (28.10.1933), nachdem er als
erster Bischof vor Reichsminister Hermann Göring den Treueeid auf die neue
Regierung abgelegt hatte
„Freistaat
Sachsen:
Auf der Sitzung der neuen sächsischen Landessynode
tragen mit wenigen Ausnahmen alle Mitglieder der Landessynode die braune
Uniform, darunter auch der Landesbischof Coch.
Als Alterspräsident eröffnete Oberkirchenrat Dr.
Lehmann, Freiberg, die Sitzung mit einer Ansprache, worin er Gott den Dank
dafür aussprach, daß er unserem Volke einen Führer gab und damit dem Volke das
Leben rettete. ...“
Junge Kirche,
7.10.1933, S. 189
„Ich verrate kein Geheimnis, wenn ich erkläre, dass sich im Verlauf der letzten Monate der Verkehr der Kirchenregierung in Freiburg mit der Regierung in Karlsruhe in freundschaftlichster Form vollzogen hat. Ich glaube auch, weder vor ihnen noch vor dem deutschen Volk ein Geheimnis zu verraten, wenn ich sage, dass ich mich restlos hinter die neue Regierung und das neue Reich stelle.“
Der katholische Bischof von Freiburg, Conrad Gröber,
10.10.1933
„D. Marahrens ist dem Nationalsozialismus seit Jahren
besonders positiv zugewandt.“
Junge Kirche,
19.10.1933, S. 219
„Schuldige Dankespflicht gegen Gott und Adolf Hitler
treibt uns, uns feierlich und einmütig hinter den Mann zu stellen, der unserem
Volk und der Welt gesandt ist, die Macht der Finsternis zu überwinden. Wir rufen
darum unsere Gemeinden auf, gleichen Sinnes mit uns sich als ein einig Volk von
Brüdern hinter den Führer zu stellen.“
Der
evangelische Landesbischof von Thüringen, Wilhelm Reichardt, 25.10.1933
"Die Mitglieder des Pfarrernotbundes stehen unbedingt zu dem Führer des Volkes Adolf Hitler. Sie schämen sich, daß sie durch kirchliche Gegner genötigt werden, diese Selbstverständlichkeit überhaupt auszusprechen."
Erklärung des Pfarrernotbundes,
13.11.1933
„Die am 13. November im Berliner Sportpalast versammelten
Mitglieder des Gaues Groß-Berlin der Glaubensbewegung Deutsche Christen haben
folgenden Entschluß gefaßt:
1. Wir sind als nationalsozialistische Kämpfer
gewohnt, das Ringen um die Gestaltung einer großen Idee nicht mit einem faulen
Frieden abzubrechen. Der kirchenpolitische Kampf kann für uns erst dann beendet
sein, wenn das an vielen Orten zwischen Geistlichen und Gemeinden bestehende
Mißtrauen überall beseitigt worden ist, das durch offenen und heimlichen
Widerstand, der uns in der Mehrzahl noch feindlich oder verständnislos
gegenüberstehenden Pfarrer, die entweder nicht willens oder nicht fähig sind,
bei der religiösen Erneuerung unseres Volkes und der Vollendung der deutschen
Reformation aus dem Geiste des Nationalsozialismus führend mitzuwirken. ... “
Völkischer
Beobachter, 15.11.1933
„Dies
alles ist evangelische Diakonie: Dienst und Kampf. Wir grüßen euch alle als die
SA Jesu Christi und die SS der Kirche, ihr wackeren Sturmabteilungen und
Schutzstaffeln im Angriff gegen die Not, Elend, Verzweifelung und
Verwahrlosung, Sünde und Verderben.“
Horst Schirmacher, Pfarrer und Direktor des Centralausschusses der Inneren
Mission, Festvortrag auf dem Diakonentag 1933
"Aufrechten Hauptes und
festen Schrittes sind wir eingetreten in das neue Reich und sind bereit, ihm zu
dienen mit dem Einsatz aller Kräfte unseres Leibes und unserer Seele."
Der katholische Bischof von Trier, Franz Rudolf
Bornewasser, Christkönigsfest, 1933
„Ich kenne nur
einen Feind: Wer diesen Staat Adolf Hitlers nicht will. Mit solchen werde ich
sehr kurz fertig. Das bin ich nicht nur meiner Kirche schuldig, sondern meinem
Staat, meinem Volk und meinem wunderbaren Führer“.
Der evangelische Bischof von Hamburg,
Franz Tügel, 5.3.1934, vor der Synode, unmittelbar nach seiner Wahl zum Bischof
„Wir deutschen Katholiken, die wir als treue Söhne
unserer heiligen Kirche für die Erhaltung und Bewahrung unserer religiösen und
sittlichen Güter eintreten, sind ebenso auch treue Söhne unseres deutschen
Staates, die den Aufbau und Ausbau des neuen Reiches freudig und entschlossen
mitgestalten wollen. Dazu haben wir als deutsche Katholiken das Recht und die
Pflicht.“
Der
katholische Bischof von Osnabrück, Wilhelm Berning, 1934
„Wir wiederholen es an dieser Stelle ausdrücklich, daß
wir unzählige Male seit dem Anbruch unseres nationalsozialistischen Staates
öffentlich und feierlich erklärt haben: daß wir in Opferbereitschaft und Treue
für diesen Staat einzutreten bereit sind. Die Glieder der Bekennenden Kirche
haben es nicht an Bezeugung in Wort und Tat fehlen lassen, daß sie diesem
Staate kraft des ihm verliehenen Amtes der Obrigkeit mit Ehrerbietung und
Einsatzbereitschaft unerbittlich in der Wahrheit gegenüberzutreten ehrlich
gewillt sind und für selbstverständlich halten. Es ist also bis auf diese
Stunde die Verdächtigung politischer Unzuverlässigkeit unbegründet und, von wo
aus sie auch versucht werden sollte, nachdrücklich und feierlich abzuweisen.“
Der
evangelische Landesbischof von Niedersachsen, August Marahrens, 19.2.1936
„Meine lieben katholischen Männer! ... Der Führer, dem
Gottes Vorsehung die Leitung unserer Politik und die Verantwortung für das
Geschick unserer Heimat anvertraut hat, hat in mutigem Entschluß die Ketten
zerrissen, in denen nach dem unglücklichen Ausgang des Krieges feindliche
Mächte unser Volk dauernd gleichsam gefangen hielten. ... dem Führer unseres
Volkes danke für alles, was er für das Recht, die Freiheit und die Ehre des
deutschen Volkes getan hat. Ich bitte den allmächtigen Gott, daß er seine
Arbeit mit seiner Gnade begleite, in ihrem Fortgang segne, und ihm Einsicht und
Kraft gebe, alles zu überwinden und fernzuhalten, was der sittlichen Kraft
unseres Volkes, welche ja die Vorbedingung und Gewähr der Ehrenhaftigkeit jedes
Volkes sind, mindern oder zerstören könnte. ... Der Führer will die Stimme des
Volkes hören. Er soll es hören und wissen, daß wir deutschen Katholiken in
unwandelbarer Treue zu unserm Volk und Vaterland stehen, dass wir hinter ihm
stehen in seinem Ringen um Deutschlands Ehre, Freiheit und Sicherheit, um einen
Völkerfrieden der Gerechtigkeit und gegenseitigen Achtung. ... Ja, die heilige
Kirche Gottes steht fest. Sie hat ja die Verheißung des allmächtigen Gottes:
´Die Pforten der Hölle werden sie nicht überwältigen´ (Matth. 16,18). Daß aber
wir selbst und unsere Nachkommen, dass unser gesamtes deutsches Volk, gestärkt
durch den Glauben und die Gnade Jesu Christi, welche er durch seine Kirche
allen Völkern darbietet, für alle Zukunft an dieser Festigkeit des Reiches
Gottes teilhaben, das ist unser tiefster Herzenswunsch und unser beständiges
Gebet. Diesem Ziel wird auch in Zukunft unsere Arbeit, will´s Gott auch unser
Kampf, ja wenn nötig, auch unser Opfern und Sterben geweiht sein. Wir wissen,
daß wir damit unserer Pflicht gegen Gott genügen, aber auch am besten unserem
lieben deutschen Volk und Vaterlande dienen. In dieser Meinung erbitten wir
Gottes Segen für unser deutsches Volk und seinen Führer. Es segne euch der
allmächtige Gott, der Vater, der Sohn und der Heilige Geist. Amen.“
Der katholische
Bischof Clemens August Graf von Galen, Münster, Predigt in der St.
Urbanus-Kirche zu Buer, 22.3.1936
„Wir stehen mit dem Reichskirchenausschuß hinter dem
Führer im Lebenskampf des deutschen Volkes gegen den Bolschewismus ... Wir
werden unsere Gemeinden unermüdlich aufrufen zum vollen Einsatz der
christlichen Kräfte in diesem Kampf in der Gewißheit, daß damit dem deutschen
Volk der wertvollste Dienst geleistet wird.“
Die
evangelischen Landesbischöfe, 20.11.1936
„Papst Pius XI. hat als erster Souverän des Auslandes
mit der neuen Reichsregierung im Reichskonkordat einen feierlichen Vertrag
abgeschlossen, von dem Wunsche geleitet, ´die zwischen dem Heiligen Stuhl und
dem Deutschen Reich bestehenden freundschaftlichen Beziehungen zu festigen und
zu fördern´. ... In Wirklichkeit ist Papst Pius XI. der beste Freund, am Anfang
sogar der einzige Freund des neuen Reiches gewesen. Millionen im Ausland
standen zuerst abwartend und mißtrauisch dem neuen Reich gegenüber und haben
erst durch den Abschluß des Konkordats Vertrauen zur neuen deutschen Regierung
gefaßt.“
Der
katholische Kardinal Michael von Faulhaber, Amtsblatt für die Erzdiözese
München und Freising, 1936, Nr. 6, Beilage II
„Geliebte Diözesanen! Der Führer und Reichskanzler
Adolf Hitler hat den Anmarsch des Bolschewismus von weitem gesichtet und sein
Sinnen und Sorgen darauf gerichtet, diese ungeheuere Gefahr von unserem
deutschen Volk und dem Abendland abzuwehren. Die deutschen Bischöfe halten es
für ihre Pflicht, das Oberhaupt des deutschen Reiches in diesem Abwehrkampf mit
allen Mitteln zu unterstützen, die ihnen aus dem Heiligtum zur Verfügung
stehen.“
Die deutschen
katholischen Bischöfe, 3.1.1937
„§ 1 Wer ein geistliches Amt in der Evangelischen Kirche der altpreußischen Union erhält, hat seine Treuepflicht gegenüber Führer, Volk und Reich durch folgenden Eid zu bekräftigen: ‚Ich schwöre: Ich werde dem Führer des Deutschen Reichs und Volkes, Adolf Hitler, treu und gehorsam sein, so wahr mir Gott helfe.’ ...
§ 4 Wer sich weigert, den in
§ 1 vorgeschriebenen Treueid zu leisten, ist zu entlassen.“
Gesetzblatt der Deutschen Evangelischen Kirche,
23.4.1938
„Der Führer verkörpert die Einheit des Volkes und
Reiches. Er ist der oberste Träger der staatlichen Gewalt. Ihm als solchem zu
gehorchen, ist der christliche Deutsche auch ohne Eid im Gewissen verbunden.
... Ist dem deutschen Soldaten solche Treue seinem Führer und obersten
Befehlshaber zu geloben schon leicht gemacht, weil er in ihm das Vorbild
wahrhaft soldatischen Wesens und soldatischer Treue erkennt, weil er seine
Treue einem Manne schenkt, der den Sinn seines Lebens in der Mehrung der Größe
und Ehre seines Volkes sieht und Tag und Nacht selbst das Beispiel der Treue
gibt, dann wird der christliche Soldat erst recht sein Gelöbnis in Ernst und
Freudigkeit des Herzens sprechen können, weil ihn sein Glaube lehrt, in der
Person des Herrschers über die rein menschlichen Fähigkeiten und Leistungen
hinaus die ihm von Gott verliehene Herrlichkeit und Ehre zu erkennen und
anzuerkennen.“
Vademecum für
den katholischen Soldaten, Bischöfliches Ordinariat Münster (von Galen),
8.11.1938
In der Nacht
vom 9. auf den 10. November 1938 („Reichskristallnacht“) wurden etwa 400
Menschen ermordet oder in den Suizid getrieben. Über 1400 Synagogen, Betstuben
und Versammlungsräume sowie tausende von Geschäften, Wohnungen und Friedhöfen
wurden zerstört. Wer dazu öffentliche Proteste von Kirchenführern kennt, möge
mich bitte entsprechend informieren. W.K.
„Am 10. November 1938, an Luthers Geburtstag, brennen
in Deutschland die Synagogen. Vom deutschen Volk wird zur Sühne für die
Ermordung des Gesandschaftsrates vom Rath durch Judenhand die Macht der Juden
auf wirtschaftlichem Gebiet im neuen Deutschland endgültig gebrochen und damit
der gottesgesegnete Kampf des Führers zur völligen Befreiung unseres Volkes
gekrönt. ... In dieser Stunde muss die Stimme des Mannes gehört werden, der als
der Deutschen Prophet im 16. Jahrhundert aus Unkenntnis einst als Freund der
Juden begann, der, getrieben von seinem Gewissen, getrieben von den Erfahrungen
und der Wirklichkeit, der größte Antisemit seiner Zeit geworden ist, der Warner
seines Volkes wider die Juden.“
Der
evangelische Landesbischof von Thüringen, Martin Sasse, in seinem Buch“ Martin
Luther über die Juden: Weg mit ihnen!“, Freiburg, 1938
„Mit dem gesamten deutschen Volke feiert die Evangelische Kirche am 20. April in jubelnder Freude den fünfzigsten Geburtstag unseres Führers. In ihm hat Gott dem deutschen Volke einen wahren Wundermann geschenkt ... In tiefer und dankbarer Ergriffenheit erlebt das deutsche Volk, erlebt in ihm auch die deutsche evangelische Christenheit noch einmal die gewaltige Größe des Geschehens, das die mit Adolf Hitler anbrechende Stunde der Deutschen in sich faßt: Die Aufrüttelung aller völkischen Kräfte zu kampfes- und todesfreudigem Einsatz für Freiheit, Ehre und Macht des Vaterlandes ... Daß die Ausmerzung alles wesensfremden Einflusses auf die geistige, sittliche und künstlerische Kultur unseres Volkes begleitet sei von einer immer tieferen Erschließung der Quellen, aus denen unser Volk geboren und seine Geschichte gespeist ist ... das sei unser Begehren, unser Wille, unser Gelübde zum fünfzigsten Geburtstag des Führers.“
Deutsche Evangelische Kirche, 14.4.1939
„Allmächtiger Gott ... Wir bitten Dich von Herzen, nimm auch fernerhin unseren Führer in Deine treue Obhut; erhalte ihm Gesundheit und freudige Kraft und laß ihm sein Werk gelingen, wie Du es bisher sichtbar gefördert hast. Gib Gnade, daß sein ganzes Volk sich immerdar in Treue und Tapferkeit um ihn schare, daß unser Heer zu Lande, zu Wasser und in der Luft ihm allezeit freudig diene und in der Stunde der Not und Gefahr unser Vaterland siegreich schütze ... “
Gebet des Geistlichen Vertrauensrates
der Deutschen Evangelischen Kirche, 14.4.1939
„Dem
Führer des deutschen Volkes entbieten zu seinem fünfzigsten Geburtstag die im
Reichsbund der deutschen evangelischen Pfarrervereine zusammengeschlossenen 16
000 evangelischen Geistlichen ehrerbietigen Glückwunsch. Am heutigen Tag
vereinen wir uns mit allen unseren Gemeinden in dem Gefühl demütigen Dankes vor
dem lebendigen Gott, daß er uns zur rechten Stunde den Führer geschenkt und
durch ihn den Weg des deutschen Volkes aus der Tiefe der Ohnmacht und der
Schmach in machtvollem Aufschwung zur leuchtenden Höhe Großdeutschlands gelenkt
hat. Es bleibt auch in Zukunft unser und unserer Gemeinden allsonntägliches
Gebet, Gott wolle uns den Führer erhalten, ihn schützen und segnen und das Werk
seiner Hände fördern.“
Grußwort der Deutschen Pfarrervereine,
18.4.1939
„In deiner Hand, o Gott, liegt die Herrschaft über
alle Reiche und Völker der Erde. ... Segne die deutsche Wehrmacht, welche dazu
berufen ist, den Frieden zu wahren und den heimlichen Herd zu beschützen, und
gib ihren Angehörigen die Kraft zum höchsten Opfer für Führer, Volk und
Vaterland.“
Gebet aus dem
katholisches Feldgesangbuch, 24.8.1939
„Kameraden! In ernster Stunde, da unser Volk die
Feuerprobe der Bewährung zu bestehen hat und zum Kampfe um seine natürlichen
Lebensrechte angetreten ist, wende ich mich als katholischer Feldbischof der
Wehrmacht an euch Soldaten, die ihr in diesem Kampf in der vordersten Front
steht und die große und ehrenvolle Aufgabe habt, die Sicherheit und das Leben
der deutschen Nation mit dem Schwerte zu schützen und zu verteidigen. ... Wer
als Soldat den Kampf für sein Vaterland jederzeit in Ehren bestehen will, muß
ein Herz besitzen, das Gott selbst gefestigt und gewappnet hat.“
Der
katholische Militärbischof Franz Justus Rarkowski, Verordnungsblatt, 1.9.1939
„Aufruf des
Geistlichen Vertrauensrates. ...
Seit dem gestrigen Tage steht unser deutsches Volk im Kampf für das Land seiner Väter, damit deutsches Blut zu deutschem Blute heimkehren darf. Die Deutsche Evangelische Kirche stand immer in treuer Verbundenheit zum Schicksal des deutschen Volkes. Zu den Waffen aus Stahl hat sich unüberwindliche Kräfte aus dem Werte Gottes gereicht: die Zuversicht des Glaubens, daß unser Volk und jeder einzelne in Gottes Hand steht, und die Kraft des Gebetes, die uns in guten und bösen Tagen stark macht. So vereinigen wir uns auch in dieser Stunde mit unserem Volk in der Fürbitte für Führer und Reich, für die gesamte Wehrmacht und alle, die in der Heimat ihren Dienst für das Vaterland tun. Gott helfe uns, daß wir treu erfunden werden, und schenke uns einen Frieden der Gerechtigkeit. ...
Berlin,
den 2. September 1939
Der
Leiter der Deutschen Evangelischen Kirchenkanzlei: Dr. Werner,
Der
Geistliche Vertrauensrat der Deutschen Evangelischen Kirche:
D. Maharens, Schultz, H. Hymmen.
Das Wort an die Gemeinden der Deutschen Evangelischen
Kirche lautet:
„Die Entscheidung, deren Ungewißheit uns alle in den
letzten Wochen und Tagen aufs tiefste bewegte, ist gefallen: Unser deutsches
Volk ist aufgerufen, für das Land seiner Väter, für seine Freiheit und seine
Ehre zu den Waffen zu greifen.
Wir Glieder der Deutschen Evangelischen Kirche wissen
uns untereinander verbunden in der Fürbitte für Volk und Vaterland, für den
Führer und die gesamte Wehrmacht. So war es immer in der Geschichte unseres Volkes;
so wird es auch bleiben, solange evangelische Männer und Frauen aus dem nie
versiegenden Quell ihres Glaubens schöpfen.
Wer von der Gewißheit lebt, dass Gott uns in Christus
seine Vergebung geschenkt und uns zu seinen Kindern angenommen hat, der wird in
guten und schweren Tagen unbeirrt auf den Schutz des himmlischen Vaters
vertrauen, der uns gerade in der Not zu uns ruft und uns aus dem Schatz seines
ewigen Wortes immer von neuem stärkt. Wer seine Bibel, seinen Katechismus und
sein Gesangbuch kennt und aufzuschlagen weiß, wird dort unter allen
Erschütterungen der Zeit die Kraft finden zu allem, was uns auferlegt wird. Er
kann und wird sich die Freudigkeit schenken lassen zur Hingabe selbst des
Letzten für unseres Vaterlandes Leben und Ehre.
Schwere Opfer an Blut und Leben wird dieser Kampf von
uns fordern. Auf vieles werden wir verzichten müssen. Viel seelische Not wird
unser Volk zu tragen haben. Laßt uns unter dem allen als evangelische Christen
mutig und getrost den Weg des Gehorsams gehen, der uns verordnet ist.
Gott sei mit uns, wie er mit unseren Vätern war. ... “
Junge Kirche,
16.9.1939, S. 759f
„An die
Gemeinden der Deutschen Evangelischen Kirche
Die Entscheidung, deren Ungewißheit uns alle in den letzten
Wochen und Tagen aufs tiefste bewegte, ist gefallen: Unser deutsches Volk ist
aufgerufen, für das Land seiner Väter, für seine Freiheit und seine Ehre zu den
Waffen zu greifen.
Wir Glieder der Deutschen Evangelischen Kirche wissen
uns untereinander verbunden in der Fürbitte für Volk und Vaterland, für den
Führer und die gesamte Wehrmacht. So war es immer in der Geschichte unseres
Volkes; so wird es auch bleiben, solange evangelische Männer und Frauen aus dem
nie versiegenden Quell ihres Glaubens schöpfen. ...“
Abgedruckt
u.a. in „Kirchliches Amtsblatt der Rheinprovinz“, Düsseldorf, 16.9.1939, S. 93
„Geliebte Diözesanen! Ein Krieg ist ausgebrochen, der
uns alle, Heimat und Front, Wehrmacht und Zivilbevölkerung, vor die
gewaltigsten Aufgaben stellt. Darum rufe ich euch auf: Erfüllt eure Pflicht
gegen Führer, Volk und Vaterland! Erfüllt sie, wenn es sein muß, unter Einsatz
der ganzen Persönlichkeit! Zugleich ermahne ich euch, erhebt mit mir die Hände
zum Vater im Himmel empor und bittet ihn inständig und beharrlich, daß er unser
Volk in seinen gnädigen Schutz nehmen, unsere Soldaten, besonders unsere
Angehörigen, behüten und segnen und unser geliebtes Vaterland einem glücklichen
Frieden entgegenführen möge. ... Betet um einen glücklichen Ausgang des Krieges!
... Ja, schart euch zusammen, geliebte Diözesanen, zu einem Feldzug des
Gebetes, zum Kampfe für die Heiligung eurer Seelen, zu einem Ansturm auf
Beichtstuhl, Altar und Kommunionsbank! Bestürmt das Herz des göttlichen
Erlösers, daß er uns in seiner gütigen Vorsehung das Gottesgeschenk eines
glücklichen Friedens schenken wolle. Amen.“
Der
katholische Bischof Joseph Godehard Machens, Hildesheim, Hirtenbrief, 3.9.1939
„Großdeutschland ruft zum Dienst! Es ruft jedermann, alt und jung, Mann und Weib -- es ruft auch uns ... Es ist Kampf. Im Kampf verstummt jeder Mißklang im eigenen Lager. Jetzt stehen wir alle in einer Reihe und tragen alle dieselbe Rüstung: "Ist Gott für uns, wer mag wider uns sein?" Gott segne uns in dieser Verbundenheit des Glaubens zu Dienst und Kampf für unser deutsches Volk und Vaterland!“
Kirchenrat Friedrich Klingler,
Reichsbundesführer der deutschen evangelischen Pfarrervereine, 8.9.1939
„ ... Schon sind ja aus allen unseren Gemeinden, dem
Rufe des Führers folgend, die waffenfähigen Männer zum Schutze von Haus und
Herd an die Grenzen geeilt, und wir wissen, dass sie, ihrem Fahneneid getreu,
bis zum Einsatz ihres Lebens ihre Pflicht erfüllen werden. Gern nehme ich an,
daß alle zum Waffendienst Einberufenen, wie es vor 25 Jahren geschah, im
heimatlichen Gotteshaus oder in der Kirche ihrer Garnison ihr Gewissen im
heiligen Bußsakrament gereinigt und sich mit dem Brot des Lebens gestärkt
haben. Gott sei mit ihnen allen, die sie die schwere Kriegsarbeit auf sich
genommen haben, und verleihe ihnen Mut und Kraft, für das teure Vaterland
siegreich zu kämpfen oder mutig zu sterben.“
Der
katholische Bischof von Rottenburg, Joannes Baptista Sproll, Hirtenbrief,
10.9.1939
„In
dieser entscheidungsvollen Stunde ermuntern und ermahnen wir unsere katholischen
Soldaten, in Gehorsam gegen den Führer, opferwillig, unter Hingabe ihrer ganzen
Persönlichkeit ihre Pflicht zu tun. Das gläubige Volk rufen wir auf zu heißem
Gebet, daß Gottes Vorsehung den ausgebrochenen Krieg zu einem für Vaterland und
Volk segensreichen Erfolg und Frieden führen möge.“
Gemeinsames Wort
der katholischen deutschen Bischöfe, Martinusblatt, 17.9.1939
„Bewundernswert sind die Leistungen unserer Wehrmacht; überraschend
schnell vollzieht sich der Siegeslauf; groß sind Dank und Verehrung für den
Führer und unsere Truppen, die altes deutsches Land vom Terror polnischer
Zwingherrschaft befreit haben.“
Kirchliche
Rundschau für das Gesamtgebiet der Deutschen Evangelischen Kirche, 24.9.1939
„Der Krieg, der 1919 durch einen erzwungenen Gewaltfrieden
äußerlich beendet wurde, ist aufs neue ausgebrochen und hat unser Volk und
Vaterland in seinen Bann gezogen. Wiederum sind unsere Männer und Jungmänner
zum großen Teil zu den Waffen gerufen und stehen im blutigen Kampf oder in
ernster Entschlossenheit an den Grenzen auf der Wacht, um das Vaterland zu
schirmen und unter Einsatz des Lebens einen Frieden der Freiheit und
Gerechtigkeit für unser Volk zu erkämpfen. ... “
Der
katholische Bischof Clemens August Graf von Galen, Münster, September 1939
„ ... Ihr schenkt mit eurem Soldatentum dem Volk das
Wertvollste, das ihr besitzt: Zeit, Schweiß, Willenskraft, Gehorsam, Liebe und
Geist. Und wenn es das Schicksal will: eure Gesundheit, euer Blut und euer
Leben. Mehr könnt ihr dem Volk und Vaterland kaum geben. Und ihr leistet diesen
alles umfassenden Dienst als Pflicht vor Gott, übernommen durch den Eid! ... “
Der
katholische Erzbischof Conrad Gröber, Freiburg, September 1939, Hirtenwort
„Arbeite als ein guter Kriegsmann Christi“
„Es ist ein heiliges Sterben, denn diese Gefallenen
hatten ja alle ihren Kriegsdienst geweiht und geheiligt durch den Fahneneid und
so ihren Lebenseinsatz eingeschrieben in die Bücher Gottes, welche aufbewahrt
werden in den Archiven der Ewigkeit.“
Der
katholische Militärbischof Franz Justus Rarkowski, Verordnungsblatt, 18.10.1939
„Wann aber wären die Sorgen eines Volkes schwerer und der Einsatz eines jeden notwendiger als in Kriegszeiten? Daher müssen wir nicht nur als Deutsche sondern auch als Christen aus unserem Glauben heraus jetzt alle unsere äußeren und inneren Kräfte freimachen zum Dienste am Volke, müssen jedes Opfer bringen, das die Zeitlage von uns verlangt, müssen geduldig jedes Kreuz tragen, das uns auferlegt wird.“
Der katholische Bischof von Trier, Franz Rudolf Bornewasser,
November 1939
„In tiefer Demut und Dankbarkeit beugen wir uns am heutigen Erntedankfest vor der Güte und Freundlichkeit unseres Gottes: Wieder hat er Flur und Feld gesegnet, daß wir eine reiche Ernte in den Scheunen bergen durften; wieder hat er seine Verheißung an uns wahr gemacht, daß er uns Speise geben wird zu seiner Zeit. Aber der Gott, der die Geschicke der Völker lenkt, hat unser deutsches Volk in diesem Jahr noch mit einer anderen, nicht weniger reichen Ernte gesegnet. Der Kampf auf den polnischen Schlachtfeldern ist, wie unsere Heeresberichte in diesen Tagen mit Stolz feststellen konnten, beendet, unsere deutschen Brüder und Schwestern in Polen sind von allen Schrecken und Bedrängnissen Leibes und der Seele erlöst, die sie lange Jahre hindurch und besonders in den letzten Monaten ertragen mußten. Wie könnten wir Gott dafür genugsam danken ! ... Und mit dem Dank gegen Gott verbinden wir den Dank gegen alle, die in wenigen Wochen eine solche gewaltige Wende heraufgeführt haben: gegen den Führer und seine Generale, gegen unsere tapferen Soldaten auf dem Lande, zu Wasser und in der Luft, die freudig ihr Leben für das Vaterland eingesetzt haben. Wir loben Dich droben, Du Lenker der Schlachten, und flehen, mögst stehen uns fernerhin bei.“
Der Geistliche Vertrauensrat der
Deutschen Evangelischen Kirche zum Erntedankfest 1939
„In Not- und Kriegszeiten hängt sehr viel ab von der
seelischen Haltung der Menschen, die seelischen Haltung ist der Glaube an den
allmächtigen, allgütigen und allgerechten Gott und der Glaube an dessen
allweise Vorsehung, die die Geschicke der Völker lenkt und in der Stunde der
Gefahr sorgend über uns wacht.“
Der
katholische Erzbischof von Paderborn, Caspar Klein, Hirtenbrief, 1939
„Handreichung
für das allgemeine Kirchengebet in der
Kriegszeit:
... Daß heute der Entscheidungskampf unseres Volkes um
seine Zukunft und seinen Lebensraum für die christliche Gemeinde deutscher
Zunge im Mittelpunkte steht, bedarf keiner Begründung.“
(Aus empfohlenen Gebetstexten)
„Herr, unser Gott! Vater unseres Herrn Jesu Christi!
Mit unserem Volke und für unser Volk kommen wir zu Dir, zu dessen
Barmherzigkeit wir alle Zeit unsere Zuflucht nehmen dürfen.
Du bist es, der uns aufs neue in eine Stunde der
Bewährung hineingestellt hat. Du warst es, der in den Jahrhunderten unserer
Geschichte unser Volk immer wieder aus schweren Notzeiten emporgeführt hat. Du
hast uns noch in letzter Zeit aufstehen lassen aus Schmach und Zerrissenheit
durch die Tat des Führers, den Du uns gabst. ... Hilf uns, daß wir in der Kraft
Christi bereit sind, willigen Herzens alle Opfer zu bringen. Wir bitten Dich:
Nimm gnädig und freundlich an auch unser Opfer der Liebe und Treue für unser
Volk, unsere Hingabe und all unseren Dienst an der Front und daheim. ... Segne
Du unseren Kampf für die Ehre und Freiheit des deutschen Volkes und sein
tägliches Brot. Segne unsere Wehrmacht auf dem Lande, zu Wasser und in der
Luft. ... Nimm in Deinen gnädigen Schutz unseren Führer. Erhalte ihm Gesundheit
und ein langes Leben. Rüste ihn täglich aus mit Weisheit und Kraft aus der
Höhe, unser Volk zu dem Ziele zu führen, das Du durch ihn Dir vorgenommen
hast.“
Mitteilungsblatt
zum Kirchlichen Amtsblatt, Evangelisches Konsistorium der Rheinprovinz,
Düsseldorf, 18.12.1939
„Wir sind mit banger Sorge über die Schwelle des
Jahres 1940 getreten, denn über derselben steht das ernste, schicksalsschwere
Wort ´Krieg`. Dieses Wort ist getränkt mit Leid und Blut, ist umrahmt mit Not
und Tod. Und doch dürfen wir nicht zagen und klagen. Die Zeit verlangt vielmehr
Opfersinn und Gemeinsinn von allen, nicht bloß an der Front, sondern auch in
der Heimat: Es gilt, in christlicher und vaterländischer Gemeinschaftsgesinnung
treu und stark, opfer- und hilfsbereit zusammenzustehen und alles für das teure
Vaterland einzusetzen!“
Der
katholische Erzbischof von Regensburg, Michael Buchberger, Hirtenbrief,
2.2.1940
„Der Christ bleibt der Fahne treu, der er Ergebenheit
geschworen hat, komme, was kommen mag.“
Der
katholische Bischof von Augsburg, Josef Kumpfmüller, 7.1.1940
„Wir müssen jedes Opfer bringen, das die Situation von
uns verlangt.“
Der
katholische Bischof von Trier, Franz Rudolf Bornewasser, 25.2.1940
„Ich danke Gott für den
großartigen Sieg, den die deutsche Wehrmacht errungen hat.“
Erzbischof Schulte von Köln nach
dem Sieg über Frankreich, Juli 1940
Die Echtheit dieses Zitats ist insofern
fraglich, als mir keine Quellenangabe vorliegt. W.K.
„Wir bekennen uns
freudig zur deutschen Volksgemeinschaft und fühlen uns mit ihr untrennbar
verbunden in guten wie auch in trüben Tagen ... In diesem echt christlichen
Geiste durchleben wir nun auch mit der Teilnahme unseres ganzen Herzens den
großen Kampf unseres Volkes um Sicherung seines Lebens und seiner Geltung in
der Welt. Mit Bewunderung schauen wir auf unser Heer, das in heldenhaftem
Ringen unter hervorragender Führung beispiellose Erfolge erzielt hat und
weiterhin erzielt. Wir danken Gott für seinen Beistand. Gerade als Christen
sind wir entschlossen, unsere ganze Kraft einzusetzen, damit der endgültige
Sieg unserem Vaterland gesichert werde. Gerade als gläubige, von der Liebe
Gottes durchglühte Christen stehen wir treu zu unserem Führer, der mit sicherer
Hand die Geschicke unseres Volkes leitet.“
Der katholische Bischof von Ermland (Ostpreussen),
Maximilian Kaller, Hirtenbrief, 1.2.1941, S. 13-14
„Gott
hat es zugelassen, daß das Vergeltungsschwert gegen England in unsere Hände
gelegt wurde. Wir sind die Vollzieher seines gerechten göttlichen Willens.“
Aus einer fiktiven Geschichte im
Katholischen Kirchenblatt für das nördliche Münsterland, 9.3.1941
„Es gibt nur wenige Männer ... und zu diesen Männern
gehört unstreitig der Mann, der heute seinen 52. Geburtstag feiert – Adolf
Hitler. Am heutigen Tag versprechen wir ihm, daß wir alle Kräfte zur Verfügung
stellen, damit unser Volk den Platz in der Welt gewinnt, der ihm gebührt.“
Katholische
Kirchenzeitung für die Erzdiözese Köln, 20.4.1941
„Geliebte Diözesanen! In
schwerster Zeit des Vaterlandes, das auf weiten Fronten einen Krieg von nie
gekanntem Ausmaße zu führen hat, mahnen wir Euch zu treuer Pflichterfüllung,
tapferem Ausharren, opferwilligem Arbeiten und Kämpfen im Dienste unseres
Volkes. Wir senden einen Gruß dankbarer Liebe und innige Segenswünsche unseren
Soldaten, Euren Männern, Söhnen und Brüdern im Felde, die in heldenmütiger
Tapferkeit unvergleichliche Leistungen vollführen und schwere Strapazen
ertragen. Von Euch allen fordert der Krieg Anstrengungen und Opfer. Bei der
Erfüllung der schweren Pflichten dieser Zeit, bei den harten Heimsuchungen, die
im Gefolge des Krieges über Euch kommen, möge die trostvolle Gewißheit euch
stärken, daß Ihr damit nicht bloß dem Vaterlande dient, sondern zugleich dem
heiligen Willen Gottes folgt, der alles Geschehen, auch das Schicksal der Völker
und der einzelnen Menschen in seiner weisen Vorsehung lenkt. Auf ihn, den
ewigen allmächtigen Gott, setzen wir unser Vertrauen, von ihm erflehen wir
Gottes Schutz und Segen für Volk und Vaterland.“
Hirtenbrief
des katholischen Episkopats, 26.6.1941
„Der Geistliche Vertrauensrat der Deutschen
Evangelischen Kirche, erstmalig seit Beginn des Entscheidungskampfes im Osten
versammelt, versichert Ihnen, mein Führer, in diesen hinreißend bewegten
Stunden aufs neue die unwandelbare Treue und Einsatzbereitschaft der gesamten
evangelischen Christenheit des Reiches ... Das deutsche Volk und mit ihm alle
seine christlichen Glieder danken ihnen für diese ihre Tat.“
Der
Vertrauensrat der Deutschen Evangelischen Kirche, 30.6.1941
„Wir begleiten unsere Soldaten mit unseren Gebeten und
gedenken in dankbarer Liebe der Toten, die ihr Leben für ihr Volk hingaben. Wir
haben immer wieder und noch im Hirtenbrief des Sommers unsere Gläubigen zu
treuer Pflichterfüllung, zu tapferem Ausharren, opferbereitem Arbeiten und
Kämpfen im Dienste unseres Volkes in schwerster Kriegszeit eindringlich
aufgerufen. Mit Genugtuung verfolgen wir den Kampf gegen den Bolschewismus, vor
dem wir deutschen Bischöfe in zahlreichen Hirtenbriefen vom Jahre 1921 bis 1936
die Katholiken Deutschlands gewarnt und zur Wachsamkeit aufgerufen haben, wie
der Reichsregierung bekannt ist.“
Die
katholischen deutschen Bischöfe, 10.12.1941
"Euer Erzbischof
weiß, daß dem christlichen Volk das Scheiden von seinen geweihten Glocken sehr
schwer fällt. (...) Für das teuere Vaterland aber wollen wir auch dieses Opfer
bringen, wenn es nun notwendig geworden ist zu einem glücklichen Ausgang des
Krieges und zur Überwindung des Bolschewismus. Schrecklich ist das Bild des
Bolschewismus,wie es unsere Soldaten kennen lernen. Gewaltig und furchtbar ist
das Ringen gegen diesen Weltfeind und tiefsten Dank zollen wir unseren
todesmutigen Soldaten für alles, was sie in diesem Kampf Großes leisten und
Schweres dulden.“
Michael
Kardinal von Faulhaber, 10.12.1941
„Die nationalsozialistische deutsche Führung hat mit
zahlreichen Dokumenten unwiderleglich bewiesen, daß dieser Krieg in seinen
weltweiten Ausmaßen von den Juden angezettelt ist. Als Glieder der deutschen
Volksgemeinschaft stehen die unterzeichneten deutschen evangelischen
Landeskirchen und Kirchenleiter in der Front dieses historischen Abwehrkampfes,
der unter anderem die Reichspolizeiverordnung über die Kennzeichnung der Juden
als der geborenen Welt- und Reichsfeinde notwendig gemacht hat. Schon Dr. Martin
Luther erhob nach bitteren Erfahrungen die Forderung, schärfste Maßnahmen gegen
die Juden zu ergreifen und sie aus deutschen Landen auszuweisen. Von der
Kreuzigung Christi bis zum heutigen Tage haben die Juden das Christentum
bekämpft oder zur Erreichung ihrer eigennützigen Ziele missbraucht oder
verfälscht. Durch die christliche Taufe wird an der rassischen Eigenart der
Juden, seiner Volkszugehörigkeit und seinem biologischen Sein nichts geändert.
Eine deutsche evangelische Kirche hat das religiöse Leben deutscher
Volksgenossen zu pflegen und zu fördern. Rassejüdische Christen haben in ihr
keinen Raum und kein Recht. Die unterzeichneten deutschen evangelischen Kirchen
und Kirchenleiter haben deshalb jegliche Gemeinschaft mit Judenchristen
aufgehoben. Sie sind entschlossen, keinerlei Einflüsse jüdischen Geistes auf
das deutsche religiöse und kirchliche Leben zu dulden.“
Die
evangelischen Landesbischöfe und Landeskirchenpräsidenten von Sachsen,
Hessen-Nassau, Mecklenburg, Schleswig-Holstein, Anhalt, Thüringen und Lübeck,
17.12.1941
„Damit
komme ich zum Trost, den wir gerade am heutigen Tag brauchen, aber auch zur
besonderen Ehrung, die wir unseren gefallenen Kriegern schulden. ... Sie
wollten in einem neuen Kreuzzug mit dem Feldgeschrei ‘Gott will es’ den Bolschewismus
niederringen, wie es vor wenigen Tagen der spanische Befreier Franco in einer
Rede zu Sevilla mit christlicher Zielsetzung rühmte. Für Europa starben sie, um
die drohende rote Flut abzuwehren ...“
Der
katholische Bischof Clemens August Graf von Galen, Münster, Hirtenbrief,
15.3.1942
„So kann ich euch allen, Kameraden in den Lazaretten
der Front und der Heimat, nichts Besseres wünschen als das eine: Daß jeder von
Euch recht bald genese und sich auf dem Platz, den er einnimmt, weiterhin im
Dienste des Führers, Volkes und Vaterlandes bewähre. Dazu verhelfe Euch der
allmächtige Gott, der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. Amen.“
Der
katholische Militärbischof Franz Justus Rarkowski, Hirtenbrief an die
Verwundeten und Kranken, 5.4.1942
„Sagt es in jedem Morgengebet euerem Herrgott, daß ihr
tapfer marschieren, kämpfen und aushalten wollt aus Liebe zu Volk und Heimat.
Was diese Zeit fordert an Mühe, Blut und Tränen, was der Oberste Befehlshaber
der Wehrmacht euch Soldaten befiehlt und die Heimat erwartet: Hinter all dem
steht Gott selbst mit seinem Willen und seinem Gebot. ... Mit Riesenfäusten
zerrt besonders der Kampf im Osten und die Auseinandersetzung mit dem
bolschewistischen Untermenschentum an der deutschen Soldatenseele. ... Jeder Gottesdienst
ist eine Kraftquelle für Dich. Du brauchst Begeisterung, um Deinen soldatischen
Dienst nicht zu einem geschäftsmäßigen Handwerk herabsinken zu lassen, sondern
ihm zur Ehre Gottes und für die hohe, heilige Sache des deutschen Vaterlands zu
obliegen. ... Fern der Heimat ruhen die Besten unseres Volkes in fremder Erde,
aber jedes Holzkreuz, das an den Straßen dieses Krieges steht und unter dem ein
deutscher Soldat der Auferstehung entgegenschlummert, ist ein herrliches Symbol
der höchsten Treue.“
Der
katholische Militärbischof Franz Justus Rarkowski, Katholik, Hirtenwort zu
Mariä Himmelfahrt, 1942
„Darum zählen, wie der Apostel schreibt, die Leiden
der Gegenwart und der Zukunft nicht im Vergleich mit der kommenden
Herrlichkeit, die an uns offenbar werden soll.“
Der
katholische Militärbischof Franz Justus Rarkowski,Neujahrsgruß an alle in der
Wehrmachtsseelsorge tätigen Geistlichen, 1.1.1943
„Tieferschüttert von den
heutigen Nachrichten über das auf den Führer verübte Attentat ordnen wir
hierdurch an, daß am Sonntag, den 30. Juli im Kirchengebet der Gemeinde etwa in
folgender Form gedacht wird: ‚Heiliger barmherziger Gott! Von Grund unseres
Herzens danken wir Dir, daß Du unserm Führer bei dem verbrecherischen Anschlag
Leben und Gesundheit bewahrt und ihn unserem Volk in einer Stunde höchster
Gefahr erhalten hast.“
Kirchliches Amtsblatt der Evangelisch-Lutherischen
Landeskirche Hannover, 21. 7. 1944
„Gerade weil die Not der Welt so groß ist, braucht
Gott der Herr Menschen, welche diese Not beherrscht auf sich nehmen. ...
Christus erwartet, daß wir gehorsam wie Er das Leiden freiwillig übernehmen und
das Kreuz tapfer tragen.“
Der
katholische Erzbischof von Bamberg, Joseph Otto Kolb, 22.9.1944
„Gibt es für uns Menschen von heute eine bessere
Schule für den treuen Dienst Gott gegenüber als die gegenwärtige Kriegszeit?“
Der
katholische Militärbischof Franz Justus Rarkowski, Hirtenschreiben für die
Fastenzeit, 1944
Abschnitt C: 1945 - 2006
„Mit großem Schmerz sagen
wir:
Durch uns ist unendliches Leid über viele Völker und Länder gebracht worden.
Was wir unseren Gemeinden oft bezeugt haben, das sprechen wir jetzt im Namen
der ganzen Kirche aus: Wohl haben wir lange Jahre hindurch im Namen Jesu
Christi gegen den Geist gekämpft, der im nationalsozialistischen Gewaltregiment
seinen furchtbaren Ausdruck gefunden hat; aber wir klagen uns an, daß wir nicht
mutiger bekannt, nicht treuer gebetet, nicht fröhlicher geglaubt und nicht
brennender geliebt haben.“
Aus der
Stuttgarter Erklärung der Evangelischen Kirche Deutschlands, 19.10.1945
„ ... Wir haben den Krieg und die Niederlage unseres
Volkes sehr schmerzlich empfunden“, sagte er, „und leiden schwer darunter. Wir
haben seit Jahren schwer gelitten unter der Fremdherrschaft des
Nationalsozialismus und wir haben gehofft und gewartet, davon frei zu werden,
jetzt sehen wir, daß wir nur durch sehr schwere Leiden diese Freiheit wieder
erringen können, und wir müssen es in Geduld ertragen. Wir empfinden es ganz
besonders schmerzlich, daß wir heute noch immer von den Siegermächten
verantwortlich gemacht werden für die Taten jener, die uns selber geknechtet
und vergewaltigt haben. ... “
Der
katholische Bischof Clemens August Graf von Galen, Münster, 1945, Interviewer:
Fritz R. Allemann
Unter der Überschrift „Die Wurzeln des
Antisemitismus“, Unterpunkt „Die Verstocktheit der Juden“, ohne Autorenangabe:
„Nein
– nicht der einstige „Gottesmord“ ist die Wurzel der Feindschaft, die sich
Israel zugezogen hat, sondern die stumme und zähe Hartnäckigkeit, mit der sich
die jüdische Welt geweigert hat, die Gottheit Christi anzuerkennen. Seit zwei
Jahrtausenden wartet die Christenheit darauf, daß das jüdische Volk sich
unterwirft, sie lauert auf das leiseste Wort des Nachgebens. Aber Überredung,
Flehen und Drohen, alles ist vergeblich gewesen. Schließlich geriet die
christliche Welt in Raserei und schlug zu.“
Herder-Korrespondenz, 1948/49, S. 508
„Herr der Welt, Vater aller
Menschen, durch deinen Sohn hast du uns gebeten, auch den Feind zu lieben, denen
Gutes zu tun, die uns hassen, und für die zu beten, die uns verfolgen. Doch oft
haben die Christen das Evangelium verleugnet und der Logik der Gewalt
nachgegeben. Die Rechte von Stämmen und Völkern haben sie verletzt, deren
Kulturen und religiösen Traditionen verachtet: Erweise uns deine Geduld und
dein Erbarmen! Vergib uns! Darum bitten wir durch Christus unseren Herrn.“
Eine der „Sieben Vergebungsbitten“ von Karol Józef Wojtyła alias Johannes Paul II., Petersdom, 12.3.2000
http://www.stjosef.at/dokumente/vergebungsbitten_papst_2000.htm#predigt
„Es
war und ist eine Pflicht der Wahrheit, dem Recht derer gegenüber, die gelitten
haben, eine Pflicht vor Gott, als Nachfolger von Johannes Paul II. und als Kind
des deutschen Volkes hier zu stehen – als Sohn des Volkes, über das eine Schar
von Verbrechern mit lügnerischen Versprechungen, mit der Verheißung der Größe,
des Wiedererstehens der Ehre der Nation und ihrer Bedeutung, mit der Verheißung
des Wohlergehens und auch mit Terror und Einschüchterung Macht gewonnen hatte,
so daß unser Volk zum Instrument ihrer Wut des Zerstörens und des Herrschens
gebraucht und mißbraucht werden konnte.“
Joseph Alois Ratzinger alias Papst
Benedikt XVI. am 28.5.2006 in Auschwitz-Birkenau
.......................................................................................................................................................
Michael
Schmidt-Salomon über Hitler und die Kirchen: http://www.youtube.com/watch?v=TRYKUug0Lao&playnext=1&videos=-Mn1uFhCJ7M
(2:28 min.)
Moral
braucht Gott? Im Gegenteil! http://www.reimbibel.de/grauenvolles-altes-testament.htm
Katholiken
brauchen einen Statthalter Jesu? www.reimbibel.de/JL.htm
Sie
wollen sich auf vergnügliche Weise über den Inhalt der Bibel und über Kritik an
Bibel und Kirche informieren? http://www.reimbibel.de
Sie
wollen wissen, was sog. Atheisten denken? http://www.gottlos-glücklich.de/?page_id=9
Sie
sind für eine Trennung von Kirche und Staat? http://www.ibka.org
Sie
möchten sich über die Giordano Bruno Stiftung und das Konzept eines
evolutionären Humanismus informieren? http://www.giordano-bruno-stiftung.de
Unter Verweis auf das
Telemediengesetz und zweifelhafte hamburger Gerichtsurteile distanziere ich
mich von den Inhalten hier verlinkter fremder Webseiten. Ich halte diese Seiten
für interessant, kann aber nicht ständig deren Inhalte auf juristische
Unbedenklichkeit überprüfen.