Wolfgang Klosterhalfen

O Gott: die Bibel!

Bibelgeschichten in Form von Gedichten (Version 7 der Reimbibel)

BoD, März 2013, 308 S., 19.90 €, Kindle: 9.99 €

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Aus den Psalmen

In den Psalmen findet man außer Gotteslob auch Feindseliges.

1

Wer nicht den Weg der Frevler geht,

dem Rat der Sünder widersteht,

ist wie ein Baum, der Früchte bringt,

denn was er tut, ihm gut gelingt.

Die Sünder werden fortgeweht,

der Heiden falscher Weg vergeht.

6

Ich sieche und bin tief verstört,

doch hat mein Weinen Gott erhört.

Gehört hat Er mein Beten, Flehen,

die Frevler soll´n zugrunde gehen.

10

Der Frevler rühmt sich, er lästert und raubt,

an Gott der Frevler nicht denkt und nicht glaubt.

Der Frevler oft von Gewalttaten spricht,

er lacht und er sagt: „Dieser Gott straft mich nicht.“

Zerbrich, oh Herr, des Lästerers Arm.

Auch dieser Psalm hat Rhythmus und Charme.

11

Die Gottlosen spannen die Bögen,

mein Gott, solches kannst du nicht mögen.

Bestrafe, mein Herr, diesen Frevel

mit Blitzen und Feuer und Schwefel.

14 u. 53

„Es gibt keinen Gott“, sagen Toren im Herzen.

Sie handeln verwerflich und keiner tut Gutes.

Der Herr schaut vom Himmel, ob jemand nach Gott fragt.

Doch keiner tut Gutes, kein Einziger tut es.

18

Ich will sie zerstoßen wie Staub vor dem Wind,

ich will sie wegräumen wie Kot auf der Gasse.

Ich will sie zerschlagen, es zittert das Kind,

ich will sie zerschmettern, die ich so sehr hasse.

21

Oh Herr, der du ihn zum König gemacht

und ihn bekleidet mit Hoheit und Pracht,

du kröntest ihn mit der goldenen Krone.

Die Feinde töte und keinen verschone.

22

Warum hast du mich verlassen, mein Gott?

Wurm bin ich nun, dien den Leuten als Spott.

Die, die mich sehen, die lachen mich aus:

„Gott hat Gefallen, er reiße dich raus.“

23

Der Herr ist mein Hirte und nichts wird mir fehlen.

Er führt mich auf Auen und Plätze am Wasser,

er stillt mein Verlangen, ich fürchte kein Unheil.

Und muss ich auch wandern in finsterer Schlucht,

dein Stock und dein Stab, sie trösten mich stets.

Du deckst mir den Tisch vor den Augen der Feinde,

du salbest mein Haupt und du füllst mir den Becher.

Mein Leben lang folgt mir die Güte des Herren,

ich wohne im Hause des Herren für immer.

58

Die gottlos schon im Mutterschoß

wird man nur mit dem Schwerte los.

Oh Gott, zerschlag der Frevler Zähne,

wir weinen um sie keine Träne.

Wir stapfen durch der Heiden Blut,

wie gut das unsern Füßen tut.

Gerechte sehen ihren Lohn,

es richtet Gott auf Erden schon.

59

Wir sind die Guten, sie sind die Bösen.

Uns sollst du retten, sie nicht erlösen.

Wegen der Sünden, wegen der Reden:

Gott, meine Festung, komm mir entgegen.

83

So schweig doch nicht, sei nicht so still,

bekämpf den Feind, weil ich es will.

Verfolge sie mit deinem Wetter

und töte sie, das wäre netter.

101

Für Diener, die fromm sind, werde ich sorgen.

Die Gottlosen werd ich vertilgen am Morgen.

Ich rotte sie aus in der Stadt, auf dem Land.

Als David, der König, bin ich euch bekannt.

109

Ich rufe dich an, oh mein Gott, gib mir Antwort.

Sie haben ihr gottloses Maul aufgetan,

sie reden mit Zungen, die falsch sind und giftig.

Obwohl ich sie liebe, bekämpfen sie mich,

beweisen mir Böses und hassen mich trotzdem.

Beende das Leben des Feindes in Kürze

und stell ihm den Satan zur Seite, zur Rechten.

Gerichtet von dir wird sein Beten zur Sünde,

sein Amt soll ein anderer fortan verwalten.

Sein Weib werde Witwe, die Kinder zu Waisen,

sie betteln und irren, vertrieben vom Hause.

Die Gläubiger pfänden und Fremde soll´n plündern,

und niemand erbarme sich dann seiner Waisen.

Vernichte die Kinder und lösche den Namen.

Der Sünden der Väter, der Sünden der Mutter

gedenke und lasse sie nicht aus den Augen.

Denn er hat verfolgt den, der arm war und elend,

er wollte ihn töten und war ohne Gnade.

Er wollte den Fluch, und der Fluch wird auch kommen,

den Segen verschmäht er, drum wird er auch fern sein.

Den Fluch zog er an wie ein Hemd, das ihn kleidet.

So lohne der Herr die sich gegen mich wenden.

Oh Herr, steh mir bei und erweise mir Gnade,

dem Herrn will ich danken, ihn rühmen und preisen.

118

Im Namen des Herrn will ich Heiden zerhauen,

mit Lust will ich’s tun und auf Gott dabei bauen.

Die Heiden umgeben mich zahlreich wie Bienen,

ich will sie zerhauen und Gott dadurch dienen.

137

Wir sitzen in Babel am Wasser und weinen,

wann können wir endlich nach Zion zurück?

Die Bösen von Babel zerbrachen das Glück,

zerschmettert die Kinder von Babel an Steinen.

143

Möge der Herr mein Gebet nun erhören,

möge der Herr meine Feinde zerstören,

möge der Herr meine Feinde zertreten,

darum hab ich meinen Schöpfer gebeten.

 

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