Kardinal Joseph Ratzinger verzögerte oder verhinderte als Präfekt der Kongregation für den Glauben bei mindestens vier verbrecherischen Priestern die Entlassung aus dem Priesterdienst

Von Wolfgang Klosterhalfen, Düsseldorf, Stand: 30.9.2018

25.3.1977

Dr. Joseph Ratzinger wird von Papst Paul VI. zum Erzbischof von München und Freising ernannt.

 

1980

Der sexuell übergriffige Pfarrer Peter Hullermann, der u.a. einen elfjährigen Jungen zum Oralsex gezwungen hatte, wird 1980 mit Zustimmung von Erzbischof Ratzinger von Essen aus ins Bistum München und Freising versetzt. Dort soll er entgegen der Warnung eines Psychiaters bald wieder Kontakt zu Kindern gehabt haben. 1986 wird er wegen Missbrauchs zu einer 18-monatigen Bewährungsstrafe (!) verurteilt. Auch danach soll er noch als Priester in Garching häufig Kontakt zu Minderjährigen gehabt haben. Ratzingers Generalvikar Gerhard Gruber hat sich als verantwortlich für die mangelnde Beaufsichtigung Hullermanns erklärt. Es gibt anscheinend keinen Beleg dafür, dass Ratzinger 1980/1981 über die mangelnde Beaufsichtigung des Pfarrers informiert war. www.nytimes.com/2010/03/19/world/europe/19church.html

www.spiegel.de/international/germany/sex-abuse-scandal-did-archbishop-ratzinger-help-shield-perpetrator-from-prosecution-a-684970.html

In der Zusammenfassung eines Untersuchungsberichts einer Anwaltskanzlei zu Missbrauch im Bistum München heißt es am 2.12.2010, es habe dort umfangreiche Aktenvernichtungen gegeben. 

www.erzbistum-muenchen.de/media/media14418720.PDF .

 

1982-2005

Herr Dr. Ratzinger war unter Papst Johannes Paul II. als Leiter der Kongregation für den Glauben von März 1982 bis April 2005 verantwortlich für die Bearbeitung sexueller „Missbrauchsfälle“. Er hat in dieser Zeit nicht gegen „Crimen sollicitationis“ protestiert, und er hat 2001 durch das Rundschreiben an ca. 5000 katholische Bischöfe „De Delictis graviboribus (Über schwerere Delikte) im Auftrag von Johannes Paul II. zumindest indirekt zur Vertuschung von sexuellem Missbrauch aufgerufen: „Prozesse dieser Art unterliegen der päpstlichen Geheimhaltung.https://web.archive.org/web/20030131161955/https://uni-tuebingen.de/uni/ukk/nomokanon/quellen/023.htm

 

Verteidiger dieser Schrift argumentieren, eine solche Geheimhaltung beziehe sich nur auf kircheninterne juristische Verfahren. Intern gemachte Aussagen von Priestern, Bischöfen, Opfern und Zeugen werden dadurch aber „eingefroren“, denn sie dürfen nicht in einem anderen Kontext wiederholt werden.  Siehe dazu: http://hpd.de/node/9315 

 

Zur Missbrauchsvertuschung durch Herrn Dr. Ratzinger gehören auch die Seligsprechung des Missbrauchsvertuschers Karol Jozef Wojtyla alias Johannes Paul II am 1.5.2011 und dessen Heiligsprechung am 27.4.2014.

 

In die Zuständigkeit von Herrn Dr. Ratzinger als Präfekt der Kongregation für den Glauben fielen u.a. die folgenden vier besonders schwerwiegenden Fälle:

 

Fall 1: Priester Stephen Kiesle

14.2.1947: Geburt

19.5.1972: Priesterweihe

November 1977 bis Mai 1978: Kiesle vergeht sich sexuell an mindestens sechs Knaben im Alter von 11 bis 13 Jahren.

August 1978: Verurteilung wegen Sexualverbrechen an Knaben zu drei Jahren Gefängnis auf Bewährung. Kiesle hatte der Anklage nicht widersprochen.

25.4.1981: Reverend Dabovich, unter dem K. ab 1971 tätig war, teilt dem Präfekten der Kongregation für den Glauben mit, Kiesle sei wegen mangelnder Reife und Spiritualität nicht für den Priesterdienst geeignet. Er unterstütze Kiesles Bitte, aus dem Priesterdienst entlassen zu werden

8.5.1981: Reverend Crespin, unter dem Kiesle die letzen drei Jahre vor seiner Verurteilung tätig war, bittet den Präfekten der Kongregation für den Glauben, Kiesles Wunsch nach Entlassung aus dem Priesterdienst nachzukommen.

19.6.1981 und 7.7.1981: Der Bischof von Oakland, John S. Cummins, teilt Papst Johannes Paul II. mit, Kiesle bitte um Entlassung aus dem Priesterdienst, und er unterstütze dessen Petition.

17.11.1981: Kardinal Ratzinger bittet den Bischof von Oakland, John S. Cummins, um eine Reihe von Unterlagen.

1.2.1982: Bischof Cummins bittet den neuen Präfekten der Glaubenskongregation, Kardinal Joseph Ratzinger, Kiesles Wunsch nach Entlassung nachzukommen.

11.2.1982: Die Diözese Oakland schickt vom Vatikan angefordertes Material an Kardinal Ratzinger.

24.9.1982: Referend Mockel erkundigt sich für die Diözese Oakland bei Kardinal Ratzinger nach dem Stand der Dinge und fragt, ob eventuell noch etwas fehlt, um die Petition zum Abschluss zu bringen.

21.10.1982: Die Kongregation für den Glauben teilt der Diözese mit, es könnten zur Zeit keine weiteren Auskünfte gegeben werden.

13.9.1985: Bischof Cummins erinnert Kardinal Ratzinger an die Petition Kiesles und fragt nach dem Stand der Dinge.

6.11.1985: Der Präfekt der Kongregation für den Glauben, Kardinal Joseph Ratzinger, teilt Bischof Cummins in lateinischer Sprache mit, man müsse das Wohl der Kirche (Ecclesiae Universalis bonum) berücksichtigen sowie den möglichen Schaden, den eine Entlassung in der Gemeinde hervorrufen könnte (detrimenta, quae dispensationis concessio in christifidelium communitate provocare potest). Zu beachten sei auch, dass der Antragsteller noch jung sei (attenta iuvenili praesertim oratoris aetate). Man müsse diesen Fall noch genauer prüfen, was längere Zeit in Anspruch nehmen würde. (Oportet proinde hanc Congregationem subjicere huiuscemodi casus accuratiori examini, quod longius temporis spatium necessario requiret.)

Kopie des lateinischen Briefs von Kardinal Ratzinger an den Bischof von Oakland und englische Übersetzung: www.andersonadvocates.com/Files/5/Letter-from-Ratzinger-with-translation-

12.12.1985: Referend Mockel teilt in einem internen Memorandum in Hinblick auf den Brief Ratzingers dem Bischof von Oakland mit: „My own reading of this letter is that basically they are going to sit on it until Steve gets quite a bit older.“

1985-1988: Kiesle hat weiterhin in einer Gemeinde Zugang zu Jugendlichen: “Then, from 1985 until 1988, Kiesle volunteered as a youth minister at St. Joseph's in Pinole.“

www.insidebayarea.com/top-stories/ci_15819303

13.3.1987: Kiesle wird vom Vatikan aus dem Priesterdienst entlassen. Welche Nachforschungen der Vatikan von Juni 1981 bis März 1987 angestellt hat, bleibt rätselhaft.

Über den Fall Kiesle: BBC Panorama - What the Pope Knew (15 min.)

www.youtube.com/watch?v=TnxwgDxxAUY

www.youtube.com/watch?v=0px0b5_wvR8&feature=player_embedded (AP-Bericht, 2:31 min.)

www.stern.de/panorama/missbrauchsskandal-ratzinger-entliess-paedophilen-priester-erst-nach-jahren-1557439.html

 

Fall 2: Priester Marcial Maciel Degollado

1920: Geburt in Mexiko

1941: Noch als Schüler eines Priesterseminars gründet Marcial Maciel Degollado den Orden „Legionäre Christi". Zum Orden gehören heute mehrere Universitäten, 800 Priester, 2600 Seminaristen und über 75000 Laien. Die Legionäre Christi sind heute vertreten in Australien, Argentinien, Brasilien, Chile, Deutschland, El Salvador, Frankreich, Guatemala, Irland, Italien, Kanada, Kolumbien, Mexiko, Niederlande, Österreich, den Philippinen, Spanien, Südkorea, Ungarn, Venezuela und den USA. Degollado war neben „Mutter“ Teresa ein besonders erfolgreicher Spendensammler vor dem Herrn.

Video: http://www.necn.com/02/11/10/Inside-look-at-the-Legionaries-of-Christ/landing_newengland.html?blockID=179291&feedID=4206 

Dieses Video war am 19.9.2018 nicht mehr aufrufbar.

26.11.1944: Maciel wird zum Priester geweiht.

1976 und 1978: Bischof John R. McGann zeigt dem Vatikan 20 Fälle an, bei denen Maciel sexueller „Missbrauch“ vorgeworfen wird.

1989: Bischof John R. McGann wendet sich an Papst Johannes Paul II.

1998: “José Barba, a Mexico City college professor and former Legion seminarian with Vaca, went to Rome with another of the original victims and filed a canon law appeal in the Congregation for the Doctrine of the Faith, then under Cardinal Joseph Ratzinger, requesting a Vatican prosecution of Maciel.”

Bericht von Jason Berry, 12.4.2010:

www.theinvestigativefund.org/investigations/rightsliberties/1277/how_father_maciel_built_his_empire/  https://web.archive.org/web/20170628081124/http://www.theinvestigativefund.org/investigations/rightsliberties/1277/how_father_maciel_built_his_empire/

1999: Kardinal Ratzinger beginnt eine Untersuchung zu Pater Maciel.

30.1.2001: Kardinal Ratzinger ordnet eine Untersuchung der Vorwürfe an.

2002: Kardinal Ratzinger bricht die Untersuchung ab. (Ob das so war, ist strittig.)

Kardinal Ratzinger erklärt einem Reporter von ABC, er sei über den Fall Maciel „not so informed“. www.youtube.com/watch?v=sBa3ZBFlj3E&feature=player_embedded

30.11.2004: Papst Johannes Paul II. empfängt Pater Maciel im Vatikan und überträgt ihm in einer Zeremonie die Leitung des Notre Dame Centre in Jerusalem. „Ausdrücklich dankte er dem Mexikaner für „einen von den Gaben des Heiligen Geistes erfüllten priesterlichen Dienst“.“

www.fr-online.de/politik/johannes-paul-ii--eine-unselige-verbindung,1472596,4748524.html

2006: Pater Maciel tritt aus Altersgründen von der Leitung des Ordens zurück.

19.5.2006: Schlappe 30 Jahre nach der Anzeige von Bischof McGann lädt der Heilige Stuhl Pater Maciel ein, „ein zurückgezogenes Leben des Gebets und der Buße zu führen unter Verzicht auf jeglichen öffentlichen pastoralen Dienst“.

2008: Pater Maciel stirbt als Priester im Alter von 87 Jahren.

10.3.2009: Der Heilige Stuhl ordnet eine Visitation der Legionäre Christi durch fünf Bischöfe an.

25.3.2010: Stellungnahme der Legionäre Christi

www.regnumchristi.org/deutsch/articulos/articulo.phtml?id=29162&se=359&ca=84&te=888   https://web.archive.org/web/20121213171616/http://www.regnumchristi.org/de/component/k2/item/178-offizielle-stellungnahme-zur-momentanen-situation-der-legionaere-christi-und-der-bewegung-regnum-christi/

6.4.2010 und 12.4.2010

Artikel von Jason Berry, National Catholic Reporter

http://ncronline.org/news/accountability/money-paved-way-maciels-influence-vatican

http://ncronline.org/news/accountability/how-fr-maciel-built-his-empire

1.5.2010:  Der Vatikan veröffentlicht eine Erklärung des Papstes an die Legionäre Christi. Darin heißt es u.a.: Das extrem schwerwiegende und objektiv unmoralische Verhalten von P. Maciel, das durch unumstößliche Beweise bestätigt worden ist,  besteht bisweilen in wirklichen Straftaten und offenbart ein skrupelloses Leben ohne echten religiösen Sinn."

www.kath.net/detail.php?id=26569

www.spiegel.de/panorama/legionaere-christi-raeumen-verdachtsfaelle-von-sexuellem-missbrauch-ein-a-832679.html

2010: „Erst seit dem Jahr 2000 habe es "konkrete Anhaltspunkte" gegen Maciel gegeben, sagte der Papst im Interview mit Seewald. Vorher hätten eindeutige Zeugnisse dafür gefehlt, um wirklich Gewissheit zu haben, dass die Vorwürfe zutreffen.“ http://www.kath.net/news/29050

 

Eine weitere Dokumentation der Vertuschung dieses Falls durch Kardinal Ratzinger und vor allem durch Papst Johannes Paul II: www.reimbibel.de/Johannes-Paul-Marcial-Maciel-Degollado.htm

 

Fall 3: Kardinal Hans H. Groer, Erzbischof von Wien

„Accused publicly 1995 of abusing boys and young monks. Retired as archbishop soon after, age 75, with JP II saying Christ too faced "unjust accusations." Named head of priory 1996. Removal announced early 1998, after more victims surfaced. Schönborn and 3 others confirmed Groër's abuses February 1998. Resigned April 1998 from all duties. Remained cardinal and Vienna archbishop emeritus. Some estimated 2,000 victims. Died 2003.”

http://www.bishop-accountability.org/bishops/accused/global_list_of_accused_bishops.htm

Bei diesem Fall gibt es viele offene Fragen und es könnte sein, dass Kardinal Ratzinger im Vatikan ausgebremst wurde: https://www.nytimes.com/2010/04/27/world/europe/27vienna.html

Andererseits könnte es auch sein, dass er schon vor der Ernennung von Groer zum Erzbischof von Wien gut über dessen sexuelle Übergriffe informiert war. In jedem Fall ist klar, dass Groer bald nachdem ihm öffentlich Missbrauch vorgeworfen wurde, als Erzbischof von Wien zurücktreten musste. Er ist nie vor ein Kirchengericht oder weltliches Gericht gestellt worden.

Hier eine Chronik bekannt gewordener Ereigniss:

https://derstandard.at/1250027/Chronologie-der-Causa-Groer

https://derstandard.at/1250027/Chronologie-der-Causa-Groer

Fall 4: Priester Lawrence Murphy

 „Murphy war von 1950 bis 1974 in der St. John’s School in St. Francis, einer Einrichtung für gehörlose Kinder in Wisconsin tätig. Obwohl bereits in den 1950er Jahren Vorwürfe gegen ihn erhoben wurden, wurde er 1963 Leiter der Schule. Die Vorwürfe eines gehörlosen Jungen wurden 1973 von den staatlichen Strafverfolgungsbehörden nicht verfolgt. Murphy wurde vom Erzbischof von Milwaukee, William Edward Cousins, im Mai 1974 nach Superior versetzt, wo er weitere 24 Jahre in Gemeinden, Schulen und einer Jugendstrafanstalt arbeitete.  ... Erst Erzbischof Rembert Weakland beschäftigte sich ab 1993 näher mit dem Fall und beauftragte einen Sozialarbeiter mit der Untersuchung. Murphy erklärte dem Beauftragten, er habe 200 Kinder „missbraucht“ und fühle keinerlei Reue.[6]

http://de.wikipedia.org/wiki/Lawrence_C._Murphy

Bericht der New York Times: Vatican Declined to Defrock U.S. Priest Who Abused Boys

http://www.nytimes.com/2010/03/25/world/europe/25vatican.html

 

21.11.1925: Geburt

1950-1974: St. John´s School

Ab 1974: Diözese Superior

17.7.1996:  Murphy ist schon 70 Jahre alt! Der Erzbischof von Milwaukee (Rembert G. Weakland) informiert Kardinal Ratzinger über den Fall Murphy und bittet um Anweisungen bezüglich des weiteren Vorgehens.

www.nytimes.com/interactive/projects/documents/reverend-lawrence-c-murphy-abuse-case#document/p29

24.3.1997: Tarcisio Bertone, Sekretär der Kongregation für den Glauben, fordert Weakland auf, unter Beachtung der Geheimhaltungsvorschriften ein Verfahren einzuleiten.

www.nytimes.com/interactive/projects/documents/reverend-lawrence-c-murphy-abuse-case#document/p41

12.1.1998: Murphy schreibt an Kardinal Ratzinger, er sei 72 Jahre alt und krank. Er bittet Ratzinger: „I simply want to live out the time that I have left in the dignity of my priesthood. I ask your kind assistance in this matter.”

http://documents.nytimes.com/reverend-lawrence-c-murphy-abuse-case#document/p54

6.4.1998: Tarcisio Bertone bitte Erzbischof Weakland, nicht einen Termin für eine Bestrafung festzusetzen und zu berücksichtigen, was Murphys in seinem Brief geschrieben hat.

http://documents.nytimes.com/reverend-lawrence-c-murphy-abuse-case#document/p58

13.7.1998: Tarcisio Bertone teilt dem Erzbischof von Milwaukee, Weakland, mit, er sei guter Hoffnung, dass Murphy kooperiere und ein Skandal vermieden werden könne.

www.nytimes.com/interactive/projects/documents/reverend-lawrence-c-murphy-abuse-case#document/p69

21.8.1998: Lawrence Murphy stirbt. Er wird in vollem Ornat aufgebahrt. www.zeit.de/2010/14/Missbrauch-Priester-Papst

 

Fall 5: Priester Michael Teta

Um den Sexualverbrecher Michael Teta in den Laienstand zurückzuversetzen, benötigte der Vatikan 12 Jahre:

8.6.1992: Kardinal Ratzinger teilt Bischof Moreno mit, er werde sich um den Fall kümmern.

www.oregonlive.com/news/index.ssf/2010/04/ap_reports_ratzinger_before_he.html

1997: “In a sentencing document that runs more than 100 pages, the tribunal recounted the evidence against Teta, saying at one point that ‘there is almost a satanic quality in his mode of acting toward young men and boys.’´”

www.bishop-accountability.org/news2010/03_04/2010_04_03_Rezendes_BenedictCalled.htm

28.4.1997: Bischof Moreno beklagt sich bei Kardinal Ratzinger:

"This case has already gone on for seven years, … I make this plea to you to assist me in every way you can to expedite this case."

www.theatlantic.com/daily-dish/archive/2010/04/ratzinger-and-the-cases-of-father-teta-and-father-trupia/188620/

2004: Teta wird aus dem priesterlichen Dienst entlassen.

Bericht über Teta: BBC Panorama - What the Pope Knew

(Teil 2, 14 min., ab 3:20)

www.youtube.com/watch?v=Nb78v1v4IGY  am 20.9.2018 nicht mehr aufrufbar

www.foxnews.com/world/2010/04/03/vatican-waited-years-ban-arizona-priest.html

 

 

Anhang:

 

Im Juli 2008 hat Herr Dr. Ratzinger als Papst in Sydney öffentlich um Entschuldigung gebeten und von Bedauern, Mitgefühl und Scham gesprochen. Zu einem Eingeständnis eigenen Versagens war er aber anscheinend nicht bereit.

www.welt.de/politik/article2229069/Papst-entschuldigt-sich-fuer-Missbrauch.html

 

Herr Dr. theol. Joseph Aloisius Ratzinger, der sich als Benedikt XVI. in seiner päpstlichen Pracht für den Stellvertreter Jesu auf Erden hielt,  sagte am 16.9.2010:

Es ist auch sehr traurig, dass die kirchlichen Behörden nicht genügend wachsam waren und nicht schnell und entschieden genug die notwendigen Maßnahmen ergriffen.“ In dieser Sache sollte sich Ratzinger mal an die eigene Nase fassen. Zu einem Eingeständnis persönlicher Schuld konnte er sich aber bisher nicht durchringen.

 

Dr. Joseph Ratzinger ist außerdem mitschuldig an den millionenfachen psychischen Schädigungen von Kindern durch Angst (z.B. vor der Hölle) und Schuldgefühle (z.B. im Zusammenhang mit Onanie)  auslösende religiöse Indoktrination. Mit dem von ihm unterstützten Kondom- und Abtreibungsverbot hat er ebenfalls psychisches Leid, gesundheitliche Schäden und sogar Todesfälle in Kauf genommen.

 

Diese Schandtaten Ratzingers sowie dessen „Missbrauchs“vertuschung sind Gegenstand einer Strafanzeige der Rechtsanwälte Dr. Sailer und Dr. Hetzel beim Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag:

www.kanzlei-sailer.de/papst-strafanzeige-2011.pdf

„Aktivisten des US-amerikanischen Missbrauchsopferverbandes "Survivors Network of those Abused by Priests" (SNAP) und der Menschenrechtsorganisation "Center for Constitutional Rights" (CCR) haben am Freitag in Wien bestätigt, Klage gegen den Vatikan und namentlich gegen Papst Benedikt XVI. bei dem Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag eingereicht zu haben. Dem Vatikan werden in dem über 20.000-seitigen Dossier u.a. "Verbrechen gegen die Menschlichkeit", sowie die systematische Verheimlichung und Vertuschung von “Missbrauchsfällen“ vorgeworfen.“

http://derstandard.at/1315006556805/Den-Haag-Missbrauchsklage-gegen-Papst-beim-Strafgerichtshof

www.documentcloud.org/documents/249634-snap-hague-filing-press-release-german.html

Schreiben an den Ankläger des Strafgerichtshofs:

www.documentcloud.org/documents/250303-final-german-survivors-network-art-15.html

www.bishop-accountability.org/CCR/2011_09_13_CCR_Victims_Communication.pdf

Zu den Problemen solcher Prozesse hat der renommierte britische Anwalt Geoffrey Robertson ein Buch geschrieben:

ANGEKLAGT: DER PAPST. Die Verantwortlichkeit des Vatikans für Menschenrechtsverletzungen.

Gabriele-Verlag, Marktheidenfeld, Sept. 2011-11-07  Amazon: http://tinyurl.com/cya68n4

(Sachliche Kritik an der Schrift von Robertson ist mir willkommen. Kritik an der Ausrichtung des Verlags beeindruckt mich nicht. Von wenigen Ausnahmen abgesehen (z.B. Deschner, Dawkins, Hitchens, Flach), ist es bisher kaum möglich, ein kirchenkritsches Buch bei einem renommierten deutschen Verlag unterzubringen.)

 

Herr Dr. Ratzinger war qua Amt seit März 1982 bis zu seinem Rücktritt als Papst im Februar 2013 einer der Hauptverantwortlichen für die „Missbrauchs“vertuschung in allen römisch-katholischen Bistümern der Welt gewesen. Er hat das (vermeintliche) Wohl von klerikalen Sexualverbrechern und das seiner Kirche über das von tausenden von Kindern und Jugendlichen sowie deren Angehörigen gestellt. Er hat durch zwei Rundschreiben an alle (ca. 5000) katholischen Bischöfe und durch seine Verzögerungstaktik dazu beigetragen, dass schwer belastete oder sogar innerkirchlich geständige oder sogar schon weltlich verurteilte Priester und sonstige Angehörige seiner Kirche noch weitere Kinder sexuell „missbrauchen“ konnten.

 

Als Papst schrieb Herr Dr. Ratzinger zur Eröffnung des Priesterjahres 2009 an seine Priester:

„Leider gibt es auch Situationen, die nie genug beklagt werden können, in denen es die Kirche selber ist, die leidet, und zwar wegen der Untreue einiger ihrer Diener. Die Welt findet dann darin Grund zu Anstoß und Ablehnung. Was in solchen Fällen der Kirche am hilfreichsten sein kann, ist weniger die eigensinnige Aufdeckung der Schwächen ihrer Diener, als vielmehr das erneute und frohe Bewusstsein der Größe des Geschenkes Gottes, das in leuchtender Weise Gestalt angenommen hat in großherzigen Hirten, in von brennender Liebe zu Gott und den Menschen erfüllten Ordensleuten, in erleuchteten und geduldigen geistlichen Führern.“ 16.6.2009

 

Auch heute noch sieht man nur die Spitze des Eisbergs. Sexuelle Übergriffe auf Kinder und Jugendliche wurden nicht nur vom Vatikan, sondern auch auf vielen Ebenen unterhalb der vatikanischen vertuscht:

- Viele Opfer haben aus Angst und Scham geschwiegen.

- Viele Erziehungsberechtigte und andere Erwachsene haben den Opfern nicht geglaubt. Eine zusätzliche Traumatisierung.

- Viele Erziehungsberechtigte haben aus Angst und Scham geschwiegen.

- Viele Erziehungsberechtigte sind finanziell abgefunden worden, wobei ihnen auferlegt wurde, über den „Missbrauch“ zu schweigen.

- Oft haben Kirchengemeinden ihr Bistum nicht informiert.

- Oft haben Bischöfe dafür gesorgt, dass der „Missbrauch“ nicht in die kirchlichen Akten kam oder Eintragungen wieder entfernt oder Akten vernichtet wurden, dass Fälle nicht öffentlich bekannt wurden, dass nicht Strafanzeigen erstattet wurden, dass Täter in andere Gemeinden versetzt wurden, dass die neuen Gemeinden nicht informiert wurden. Es ist auch zu vermuten, dass Bischöfe auf Staatsanwälte eingewirkt haben, damit Verfahren eingestellt werden.

- Oft haben Bischöfe nicht den Vatikan informiert.

 

Die „Missbrauchs“akten des Vatikans sind ein Staatsgeheimnis. Der vatikanische Pseudostaat von Mussolinis Gnaden (Lateranvertrag von 1929) schützt sich durch seinen rechtlichen Sonderstatus vor Strafverfolgung. Wegen des großen Einflusses der Kirchen ist es für Journalist/inn/en bis heute schwierig und zum Teil unmöglich, offen und kritisch über klerikalen „Missbrauch“ zu berichten.

 

Dass Herrn Dr. Ratzinger im September 2011 vor dem Deutschen Bundestag sprechen durfte, ist – nicht nur wegen dessen unverantwortlichem Verhalten in Hinblick auf die Sexualdelikte - eine Schande für die Demokratie in Deutschland. Dr. Joseph Ratzinger hätte besser als Angeklagter vor dem Internationalen Gerichtshof in Den Haag ausgesagt.

 

„Dass Priester missbrauchen, wird systematisch vertuscht – bis hoch zum Papst. Patrick Wall würde seine Tochter niemals auf eine katholische Schule schicken. Ein Interview mit dem ehemaligen Benediktinermönch.“

www.tagesspiegel.de/weltspiegel/die-kirche-muss-ihre-haltung-zum-sex-aendern/1969730.html

 

Stellungnahme der Uno: www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/uno-bericht-zu-katholischer-kirche-report-der-doppelmoral-a-951744.html  

Text des Schreibens der Uno:

http://netzwerkb.org/wp-content/uploads/2014/02/CRC_C_VAT_CO_2_16302_E.pdf 

 

Verschiedene Informationen zu „Missbrauch“ und „Missbrauchs“vertuschung in der römisch-katholischen Kirche

Einen Eindruck von dem Umfang und der Scheußlichkeit der (bisher aufgedeckten) Verbrechen, die römisch-katholische Priester, Mönche, Nonnen, Bischöfe, Angestellte von katholischen Heimen usw. weltweit begangen haben, vermittelt der folgende Übersichtsartikel: http://de.wikipedia.org/wiki/Sexueller_Missbrauch_in_der_r%C3%B6misch-katholischen_Kirche  .

 

Besonders viele Mitglieder der römisch-katholischen Kirche leben in Südamerika, Afrika und Asien. Hier hat noch kaum eine Aufklärung des klerikalen „Missbrauchs“ stattgefunden. Dass vermutlich in Deutschland besonders umfangreich vertuscht wurde, legen Studien aus den USA, Irland und den Niederlanden nahe. In diesen Länder sind staatliche Untersuchungs- kommissionen tätig gewesen. In den USA wurden etwa 10.000 Priester beschuldigt, in Irland erhielten 12.000 Opfer jeweils 65.000 Euro an Kompensationszahlungen. Zum größeren Teil nicht von der Kirche,  sondern vom Staat! In den USA gingen wegen hoher Entschädigungszahlungen etliche Diözesen pleite.

 

In Deutschland hat der Staat, haben vor allem dessen Staatsanwaltschaften, auf der ganzen Linie versagt. Stattdessen durfte die Organisation der Täter ab 2010 sich selbst bemühen, ab 1945 in den verschiedenen Bistümern begangene Straftaten aufzuklären. Einen ernstzunehmenden Versuch, durch eine relativ unabhängige Kommission frühere Straftaten aufzuklären, hat aber unter Kardinal Marx das Bistum München und Freising unternommen. Diese Untersuchung belegt wie massiv – vermutlich auch in anderen Bistümern – vertuscht wurde. Zwischen 1945 und 2009 gab es  zahlreiche sexuelle und sonstige Übergriffe durch Priester, Diakone und andere pastorale Mitarbeiter. Dazu liegt öffentlich die Zusammenfassung des Untersuchungsberichts durch die Kanzlei Westphal, Spilker und Wastl vor: www.erzbistum-muenchen.de/media/media14418720.PDF (Der ganze umfangreiche Bericht wird geheim gehalten.) Demnach haben „Aktenvernichtungen in erheblichem Umfang stattgefunden“ und es wurden „weitreichende Aktenbestände außerhalb des Ordinariats in Privatwohnungen eingelagert“. Letztere Akten wiesen „teilweise offenkundige Lücken“ auf. Wegen eines euphemistischen und verharmlosenden Sprachgebrauchs könne aus Sicht der Gutachter das Tatgeschehen und die Auswirkungen für die Opfer oftmals nur erahnt werden.

 

Im September 2018 wurde bekannt, dass in einer viel zu späten und nicht vom Staat in Auftrag gegebenen Untersuchung Wissenschaftler über Fragebögen, die den Diözesen ausgehändigt wurden, feststellten: „1670 Kleriker wurden zwischen 1946 und 2014 als Missbrauchsbeschuldigte innerhalb ihrer Kirche aktenkundig. 3677 Kinder und Jugendliche wurden nach Lage der Akten mutmaßlich zu Opfern. 4,4 Prozent aller Kleriker sollen im genannten Zeitraum Minderjährige sexuell missbraucht haben. "Diese Zahl stellt eine untere Schätzgröße dar", heißt es in einer offiziellen Zusammenfassung der Studie.“ www.zeit.de/2018/38/sexueller-missbrauch-bischoefe-kirche-studie 

Neben den Fragebögen wurden noch andere Methoden verwendet. Wie Prof. Dreßing am 27.9.2018 bei der Pressekonferenz der DBK mitteilte (s. Video im Internet), gab es noch weitere Opfer: 645 in wurden in Strafakten gefunden, 214 durch Interviews und 69 durch anonyme Online-Befragung. In der Summe sind das 4.605 Opfer, wobei die Zahl der Falschbeschuldigungen gering und das Dunkelfeld groß sein dürfte. Bei den in den Personalakten gefundenen Übergriffen gab es in 50.8% der Fälle (angeblich) anale, orale oder vaginale Penetrationen. www.youtube.com/watch?v=SwmBxh2Og4c  (Dreßing ab 12. Minute)

Die Strafakten wurden uns von der Staatsanwaltschaft zur Verfügung gestellt. Wir haben insgesamt 243 Strafakten beschuldigter Kleriker ausgewertet und 77 Strafakten von Beschuldigten in anderen Institutionen." www.daserste.de/information/talk/maischberger/faktencheck/faktencheck-Missbrauch-in-der-katholischen-Kirche-aufklaeren-oder-vertuschen-100.html

Summe der Beschuldigten, die in Bistumsakten und Strafakten gefunden wurden: 1.990. Dazu kommen noch die Beschuldigten aus Interviews und anonymen Umfragen.

 

Sexuelle und sonstige verbrecherische Übergriffe auf schutzbefohlene Kinder und Jugendliche hat es auch zwischen 1945 und 1975 in Heimen der evangelischen und der katholischen Kirche gegeben. Hunderttausende von Kindern wurden – oft ohne ausreichenden Grund- ihren Eltern entrissen, auf vielfältige Weise jahrelang körperlich misshandelt, psychisch terrorisiert, als Arbeitskräfte ausgebeutet und um ihre Bildungschancen gebracht. Auch dieses dunkle Kapitel ist bisher nicht angemessen aufgearbeitet worden. Nur einem kleinen Teil der Betroffenen wurden bisher – ziemlich magere – Geldbeträge überwiesen.

 

Die systematische Vertuschung von Sexualverbrechen durch Kleriker ist bei der römisch-katholischen Kirche nicht zuletzt eine Folge der Überzeugung, es gäbe außerhalb dieser Kirche kein Heil:

[Die heilige römische Kirche, durch das Wort unseres Herrn und Erlösers gegründet,] „glaubt fest, bekennt und verkündet, dass niemand außerhalb der katholischen Kirche, weder Heide noch Jude noch Ungläubiger oder ein von der Einheit Getrennter - des ewigen Lebens teilhaftig wird, vielmehr dem ewigen Feuer verfällt, das dem Teufel und seinen Engeln bereitet ist, wenn er sich nicht vor dem Tod ihr (der Kirche) anschließt. ...“

Josef Neuner und Heinrich Roos: Der Glaube der Kirche in den Urkunden der Lehrverkündigung. Regensburg 1992, Nr. 381.

Wer dies glaubt und über sexuelle Straftaten von Klerikern öffentlich spricht, schädigt das Ansehen der angeblich einzig seligmachenden Kirche, provoziert Kirchenaustritte und nimmt in Kauf, dass viele Menschen dem „ewigen Feuer“ verfallen.

 

Bischöfen war und ist aufgrund der päpstlichen Schreiben „Crimen sollicitationis“ (1962) und „De delictis graviboribus“ (2001, 2010) zumindest indirekt verboten, von sexuellem „Missbrauch“ die betreffenden Gemeinden oder die zuständigen Staatsanwaltschaften oder die Medien zu informieren. Diese Rundschreiben ordnen nämlich an, „Missbrauchs“fälle als „päpstliches Geheimnis“ zu behandeln.

Aus „Crimen sollicitationis“ von Kardinal Ottavani, Kongregation für den Glauben, Rom, 1962:

11. Since, however, in dealing with these causes, more than usual care and concern must be shown that they be treated with the utmost confidentiality, and that, once decided and the decision executed, they are covered by permanent silence (Instruction of the Holy Office, 20 February 1867, No. 14), all those persons in any way associated with the tribunal, or knowledgeable of these matters by reason of their office, are bound to observe inviolably the strictest confidentiality, commonly known as the secret of the Holy Office, in all things and with all persons, under pain of incurring automatic excommunication, ipso facto and undeclared, reserved to the sole person of the Supreme Pontiff, excluding even the Sacred Penitentiary. …

66. No Ordinary is ever to omit informing the Holy Office immediately upon receiving any denunciation of the crime of solicitation. …

70. All these official communications shall always be made under the secret of the Holy Office; and, since they are of the utmost importance for the common good of the Church, the precept to make them is binding under pain of grave sin.” www.vatican.va/resources/resources_crimen-sollicitationis-1962_en.html

 

Aus “De delictis gravioribus”, Rom, 18.5.2001

“… Die der Glaubenskongregation vorbehaltenen schweren Straftaten, die bei der Feier der Sakramente oder gegen die Sittlichkeit begangen werden, sind: … Straftat gegen die Sittlichkeit, nämlich: die von einem Kleriker begangene Straftat gegen das sechste Gebot des Dekalogs mit einem noch nicht 18jährigen minderjährigen Menschen. Nur diese oben namentlich aufgezählten Straftaten sind der Glaubenskongregation als Apostolischem Gerichtshof vorbehalten. Wenn ein Bischof oder Hierarch auch nur vage Kenntnis von einer derartigen Straftat hat, muss er sie nach abgeschlossener Voruntersuchung an die Glaubenskongregation weitermelden, die, wenn sie nicht wegen besonderer Umstände den Fall an sich zieht, durch Weitergabe der entsprechenden Vorschriften dem Bischof beziehungsweise Hierarchen gebietet, durch sein je eigenes Gericht das weitere Verfahren führen zu lassen; das Recht zur Berufung gegen das Urteil ersten Grades, sowohl auf Seiten des Angeklagten und seines Verteidigers als auch auf Seiten des Kirchenanwalts, besteht allein beim Obersten Gericht dieser Kongregation. … Prozesse dieser Art unterliegen der päpstlichen Geheimhaltung. … + Joseph Kardinal Ratzinger Präfekt + Tarcisio Bertone S.D.B. Sekretär“

https://web.archive.org/web/20030131161955/https://uni-tuebingen.de/uni/ukk/nomokanon/quellen/023.htm

 

Ratzinger sorgte sich mehr um das Ansehen der Kirche und die Täter als um deren bisherige und eventuell zukünftigen Opfer. Spätestens nach Auffliegen des Canisius-Skandals Ende Januar 2010 hätte Papst Benedikt XVI. weltweit seine Bischöfe anweisen müssen, bei hinreichend begründetem Verdacht auf sexuelle Straftaten die Staatsanwaltschaft zu informieren und entsprechende Anweisungen an die ihnen untergebenen Kleriker weiterzugeben. Das hat er aber anscheinend nie getan. Es ging ihm weniger um Aufklärung und Schutz der Schutzbedürftigen als um das Wohl der Täter und seiner Kirche.

 

Ein guter Übersichtsartikel von Prof. Lüdecke zur kirchenrechtlichen Problematik bei der Behandlung von Sexualdelikten innerhalb der katholischen Kirche:

https://web.archive.org/web/20150511112530/http://www.zerg.uni-bonn.de/veranstaltungen/zerg-aktuell/sexueller-missbrauch-von-kindern-und-jugendlichen-durch-priester.-statement-aus-kirchenrechtlicher-sicht-fussnoten

 

Verfasser: Dr. Wolfgang Klosterhalfen, In der Donk 30, 40599 Düsseldorf, wk et reimbibel.de

 

Der Chef von Kardinal Ratzinger, Papst Johannes Paul II., beschützte und protegierte fast 25 Jahre lang einen besonders schlimmen priesterlichen Sexualverbrecher: http://www.reimbibel.de/Johannes-Paul-Marcial-Maciel-Degollado.htm

 

Auch der Nachfolger von Herrn Dr. Ratzinger, Papst Franziskus, hat seit vielen Jahren Missbrauch vertuscht: www.reimbibel.de/Franziskus-Missbrauch.htm

 

Zu den Schandtaten der römisch-katholischen Kirche gehört auch ihr Einsatz für das Suizidhilfeverbotsgesetz § 217 StGB, das tausende aus vernünftigen Gründen suizidwillige Menschen zwingt, entweder gegen ihren Willen weiterzuleben oder zu einer brutalen Suizidmethode (Strick, Hochhaus, Pistole, Bahngleis) zu greifen: www.reimbibel.de/217.htm

 

Die dem christlichen Glauben zugrunde liegenden religiösen Wahnvorstellungen von Autoren der Antike präsentiert und kritisiert dieses Buch in zum Teil humorvoller Weise: 

 

Wolfgang Klosterhalfen

O Gott: die Bibel!

Bibelgeschichten in Form von Gedichten

(Version 7 der Reimbibel)

BoD, März 2013, 308 S., 19.90 €, Kindle: 9.99 €

In allen Buchhandlungen und bei Amazon:

www.amazon.de/dp/3837098761/?tag=reimbibel-21

         

Kritische Artikel zu Bibel und Kirche: www.reimbibel.de

 

 

 

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