Wolfgang Klosterhalfen
Reimbibel
Heitere Aufklärung über den
christlichen Aberglauben
BoD, Mai 2010, 320 S., 19.90
€
(Einige davon aus: Edgar Dahl: Wer zur Hölle will schon in
den Himmel?. BoD, 2010, 156 S., 9.80 €)
A theologian is like a blind man in a dark room
searching for a black cat which isn't there - and finding it!
(Autor
unbekannt)
Frauen
schulden keiner einzigen Religion Dank für auch nur einen Impuls der Freiheit.
(Susan Brownell Anthony, am. Pionierin der Frauenbewegung, 1820-1906)
Wenn es
einen Gott gäbe, hätte ich noch zwei Eier.
(Lance
Armstrong, am. Radfahrer)
Kinder
werden zur Taufe gebracht wie zur Schluckimpfung.
(Rudolf Augstein, dt. Publizist u. Hrsg. d. 'Spiegel', 1923-2002)
Gott ist
das einzige Wesen, das, um zu herrschen, noch nicht einmal existieren muss.
(Charles
Baudelaire, frz. Schriftsteller)
Messgewänder
sind das Kostüm der Narren am Himmlischen Hof.
(Ambrose Bierce, am. Schriftsteller, 1842-1914)
Ich frage
mich vieles, vor allem das eine: Wie ist es möglich, daß 800 Millionen Christen
diese Welt so wenig zu verändern vermögen, eine Welt des Terrors, der
Unterdrückung, der Angst.
In seinem
Durchschnitts-'Organ' ist der deutsche Katholizismus mies bis dreckig, in
seinen Methoden dumm bis dreist.
(Heinrich Böll, dt. Schriftsteller, 1917-1985)
Ein
Blutstrom fließt durch achtzehn Jahrhunderte, und an seinen Ufern wohnt das
Christentum.
(Ludwig
Börne, dt. Schriftsteller, 1786-1837)
Wann bist
du eigentlich lieb, lieber Gott?
(Wolfgang Borchert, dt. Schriftsteller, 1921-1947)
Kritik an
der Kirche trifft immer ins Schwarze.
(Manfred Bosch, dt. Schriftsteller)
Die Bibel -
und zwar nicht nur das Alte, sondern auch das Neue Testament - ist in zentralen
Teilen ein gewalttätig-inhumanes Buch, als Grundlage einer heute
verantwortbaren Ethik ungeeignet.
(Franz Buggle, dt. Psychologie-Professor)
Die
Wissenschaft hat in einhundert Jahren mehr für ein zivilisiertes Leben getan
als das Christentum in achtzehnhundert Jahren.
(John
Burroughs, am. Dichter, 1837-1921)
Wer in Glaubenssachen den Verstand befragt, kriegt unchristliche Antworten.
Toleranz
ist gut. Aber nicht gegenüber Intoleranten.
(Wilhelm Busch, dt. Zeichner u. Dichter, 1832-1908)
Die
Moral existiert. Unmoralisch ist das Christentum.
(Albert
Camus, fr. Philosoph, 1913-1960)
Religionen
sind eine Ausgeburt der Angst. Sie sind die Antwort auf eine unverständliche
und grausame Welt.
(Arthur
C. Clarke, brit. Schriftsteller)
Christi
Niederlage war nicht die Kreuzigung, sondern der Vatikan.
(Jean Cocteau, fr. Schriftsteller, 1889-1963)
Des großen
Alexander Reich zerfiel; das der alten Römer und das Napoleons ging in Trümmer;
sie waren gebaut auf die Gewalt der Waffen. Aber das Reich von Neu-Rom besteht
schon fast anderthalbtausend Jahre und wird wer weiß wie lange bestehen, denn
es ruht auf dem solidesten Fundament - auf der Dummheit der Menschen.
(Otto von Corvin, dt. Schriftsteller, 1812-1886)
Religion
ist Feigheit vor dem Schicksal. Nichts weiter.
(Rudolf von Delius, dt. Schriftsteller, 1878-1946)
Der Gott
des Alten Testaments ist – das kann man mit Fug und Recht behaupten – die unangenehmste
Gestalt der gesamten Literatur: Er ist eifersüchtig und auch noch stolz darauf;
ein kleinlicher, ungerechter, nachtragender Überwachungsfanatiker; ein
rachsüchtiger, blutrünstiger ethnischer Säuberer; ein frauenfeindlicher,
homophober, rassistischer, Kinder und Völker mordender, ekliger,
größenwahnsinniger, sadomasochistischer, launisch-boshafter Tyrann.
(Richard
Dawkins, br. Biologie-Professor)
Ein Gott,
der die Hölle gemacht, verdient als einziger darin zu braten.
Der Glaube
lebt vom Gläubigen, nicht umgekehrt - wie gern der Gläubige dies auch glaubt.
Dafür sorgen die wenigen, die tatsächlich vom Glauben leben, wenn auch von dem
der andern mehr als vom eignen, was der Gläubige aber nicht glaubt.
Das
Christentum ist theoretisch der friedliebendste, praktisch aber der
blutrünstigste Glaubensverband der Weltgeschichte.
Seit
Konstantin wurden Heuchelei und Gewalt zum Kennzeichen der Kirchengeschichte,
wurde der Massenmord zur Praxis einer Religion. Einen zu töten war strikt
verboten, Tausende umzubringen ein gottgefälliges Werk. Das Ganze nennt man
nicht Geisteskrankheit, das Ganze heißt Christentum.
Kirchen
sind durchaus kein notwendiges Übel, aber das Übel folgt notwendig daraus.
Religionen
sind Fertighäuser für arme Seelen.
Nicht die Sexualkunde
verdirbt die Minderjährigen - der Religionsunterricht!
Es gibt
kaum einen traurigeren Anblick als eine junge Nonne - ausgenommen eine alte.
Missionare
in der Heimat kommen mir immer wie Seeräuber auf Urlaub vor.
Daß Glaube
etwas ganz anderes sei als Aberglaube, ist unter allem Aberglauben der größte.
Das
Christentum beruht auf verschiedenen Geboten - dem Gebot der Nächstenliebe ,
der Feindesliebe, dem Gebot nicht zu stehlen nicht zu töten, und auf der
Klugheit, keines dieser Gebote zu halten.
Sowenig man
die Liebe den Prostituierten anvertrauen darf, sowenig die Religion den
Pfaffen.
(Karlheinz Deschner, dt. Schriftsteller)
Die
Christen werden mit Volksmärchen aus Arabien, Chaldäa, Assyrien, Ägypten,
Babylon, Persien, Kanaan aufgezogen.
(Anagarika Dharmapala, Vertreter der buddhistischen Revitalisierung, 1864-1933)
"Der Gott, der Gott sterben läßt, um Gott
zu besänftigen"...Hundert Folianten, die für oder wider das Christentum
geschrieben worden sind, ergeben eine geringere Evidenz als der Spott dieser
zwei Zeilen.
Es gibt
wohl keinen guten Vater, der unserem himmlischen Vater gleichen möchte.
Ich habe
mich in einem riesigen Wald verirrt und habe nur ein kleines Licht, um mich zurechtzufinden.
Da kommt ein Unbekannter hinzu und sagt mir: 'Lieber Freund, blas deine Kerze
aus, um deinen Weg besser zu finden.' Dieser Unbekannte ist ein Theologe.
(Denis Diderot, fr. Schriftsteller u. Philosoph, 1713-1784)
Um ein tadelloses
Mitglied einer Schafherde sein zu können, muß man vor allem ein Schaf sein.
Die
Erkenntnis von der Unfreiheit des Willens schützt mich davor, mich selbst und
die Mitmenschen allzu ernst zu nehmen und den guten Humor zu verlieren.
Es war
natürlich eine Lüge, was Sie über meine religiösen Überzeugungen gelesen haben,
eine Lüge, die systematisch wiederholt wird. Ich glaube nicht an einen
persönlichen Gott und ich habe dies niemals geleugnet, sondern habe es deutlich
ausgesprochen. Falls es in mir etwas gibt, das man religiös nennen könnte, so
ist es eine unbegrenzete Bewunderung der Struktur der Welt, so weit sie unsere
Wissenschaft enthüllen kann. ... Das Wort Gott ist für mich nichts als Ausdruck
und Produkt menschlicher Schwächen, die Bibel eine Sammlung ehrwürdiger, aber
doch reichlich primitiver Legenden .... Keine noch so feinsinnige Auslegung
kann etwas daran ändern. Diese verfeinerten Auslegungen sind … höchst
mannigfaltig und haben so gut wie nichts mit dem Urtext zu schaffen. ... Für mich
ist die unverfälschte jüdische Religion wie jede andere der Inbegriff des
kindischsten Aberglaubens.
(Albert
Einstein, Physiker,1879-1955)
Entweder
will Gott das Übel beseitigen und kann es nicht, oder er kann es und will es
nicht, oder er kann es nicht und will es nicht, oder er kann es und will es.
Wenn er nun will und nicht kann, ist er schwach, was auf Gott nicht zutrifft.
Wenn er kann und nicht will, ist er missgünstig, was ebenfalls Gott fremd ist.
Wenn er nicht will und nicht kann, dann ist er sowohl missgünstig wie schwach
und dann auch nicht Gott. Wenn er aber will und kann, was allein sich für Gott
ziemt, woher kommen dann die Übel, und warum nimmt er sie nicht weg?
(Epikur,
gr. Philosoph, 341-ca.270)
Der
Religion ist nur das Heilige wahr, der Philosophie nur das Wahre heilig.
(Ludwig Feuerbach, dt. Philosoph, 1804-1872)
Gott schuf
den Menschen nach seinem Bilde. – Das hat er nun davon.
(Wolfgang
Eschker, dt. Schriftsteller)
Geht man
allen Religionen auf den Grund, so beruhen sie auf einem mehr oder minder
widersinnigen System von Fabeln. Es ist unmöglich, dass ein Mensch von gesundem
Verstand, der diese Dinge kritisch untersucht, nicht ihre Verkehrtheit erkennt.
(Friedrich der Große, König von Preußen, 1712-1786)
Die Bibel
berichtet mehr als hundertmal von durch Gott befohlenem Mord und Völkermord
sowie von 600 weiteren Morden und Massenmorden und rund 1000 Zorn- u.
Strafaktionen eines blindwütigen Gottes.
(Peter Fürer, schweizer Schriftsteller)
Die
Religiosität führt sich biologisch auf die langanhaltende Hilflosigkeit und
Hilfsbedürftigkeit des kleinen Menschenkindes zurück, welches, wenn es später
seine wirkliche Verlassenheit und Schwäche gegen die großen Mächte des Lebens
erkannt hat, seine Lage ähnlich wie in der Kindheit empfindet und deren
Trostlosigkeit durch die regressive Erneuerung der infantilen Schutzmächte zu
verleugnen versucht.
(Sigmund Freud, österr. Psychiatrie-Professor, 1856-1939)
Die Kirche
lehrt uns, in dem Kreuz ein Symbol für die Leiden Jesu Christi zu sehen.
Ich hingegen sehe in dem Kreuz ein Symbol für die Leiden Unzähliger, die im
Namen des Kreuzes ihr Leben lassen mussten: Sei es durch das Feuer des
Scheiterhaufens, durch die Hand der Folterknechte oder durch sogenannte
'heilige Kriege'.
(Markus Gansel, Betreiber von www.unmoralische.de
)
Glaube
denen, die die Wahrheit suchen, und zweifle an denen, die sie gefunden haben.
(André Gide, fr. Schriftsteller, 1869-1951)
Mir willst
du zum Gotte machen solch ein Jammerbild am Holze!
Der Glaube
ist nicht der Aufgang, sondern das Ende allen Wissens.
Es ist gar
viel Dummes in den Satzungen der Kirche. Aber sie will herrschen, und da muss
sie eine bornierte Masse haben, die sich duckt und die geneigt ist, sich
beherrschen zu lassen. Die hohe, reich dotierte Geistlichkeit fürchtet nichts
mehr als die Aufklärung der unteren Massen.
Es bleibt wahr: das Märchen von Christus ist
Ursache, daß die Welt noch 10000 Jahre stehen kann und niemand recht zu Verstand
kommt, weil es ebenso viel Kraft des Wissens, des Verstandes, des Begriffs
braucht, um es zu verteidigen als es zu bestreiten. Brief an Johann
Gottfried Herder vom 4. Sept. 1788
Die
Geschichte des guten Jesus hab ich nun so satt, daß ich sie von keinem, außer
von ihm selbst, hören möchte.
(Johann Wolfgang von Goethe, dt. Dichter, 1749-1832)
Gott ist
die aufs Lächerlichste vermenschlichte Erfindung der ganzen Menschheit. In den
Jahrmilliarden, die unsere Erde alt ist, sollte sich Gott erst vor 4000 Jahren
den Juden und vor knapp 2000 Jahren den Christen offenbart haben, mit
deutlicher Bevorzugung der weißen Rasse unter Vernachlässigung der Schwarzen,
der Gelben und der Rothäute? Auf solche Märchen kann ich mühelos verzichten.
(Claire Goll, fr.-dt. Schriftstellerin, 1891-1977)
Die Bibel,
das konservativste Buch der Weltliteratur, das Buch, mit dem man Todesstrafe,
Obrigkeitsstaat, ewiges Bleiben von reich und arm, Kapitalistenausbeutung und
Ausgebeutet-Sein begründen kann.
(Helmut Gollwitzer, dt. ev. Theologe, 1908-1993)
Ich habe
erkannt, daß Katholiken zum Bösen fähiger sind als irgendwer.
(Graham Greene, engl. Schriftsteller, 1904-1991)
Religion
ist die höchste Eitelkeit.
Die
Offenbarung Gottes in der Bibel folgt nicht einmal aus christlichen Begriffen.
Wenn er sich offenbaren wollte, so hätte er vermöge seiner Liebe, die es ihm
nicht erlaube, die Menschen irre zu führen, und vermöge seiner Allmacht, die es
ihm möglich machte, ein Buch liefern zu müssen, welches über alle Mißdeutung
erhaben war und von jedem erfaßt werden konnte.
(Friedrich Hebbel, dt. Dichter, 1813-1863)
In dunklen
Zeiten wurden dieVölker am besten durch die Religionen geleitet, wie in
stockfinstrer Nacht ein Blinder unserer bester Wegweiser ist; er kennt dann die
Wege und Stege besser als ein Sehender; es ist aber töricht, sobald es Tag ist,
noch immer die alten Blinden als Wegweiser zu gebrauchen.
Religion und Heuchelei sind Zwillingsschwestern, und beide sehen sich
so ähnlich, dass sie zuweilen nicht voneinander zu unterscheiden sind.
Ärgert dich dein Auge, so reiss es aus, ärgert dich deine Hand, so hau
sie ab, ärgert dich deine Zunge, so schneide sie ab, und ärgert dich deine
Vernunft, so werde katholisch.
(Heinrich
Heine, dt. Dichter, 1797-1856)
Was kümmert die Kirche die Tyrannei
mißratener Könige, sofern sie an deren Macht teilhat!
Der Katholizismus verteidigte stets
den Diebstahl, den Raub, die Gewalttat und den Mord.
Ein untätiger Stand ist ehrgeizig:
er möchte reich und mächtig sein und kann dies nur werden, indem er die
Beamtenschaft ihrer Autorität und die Völker ihres Eigentums beraubt. Um sich
dies beides anzueignen, stützten die Priester die Religion auf eine Offenbarung
und erklärten sich selbst zu deren Interpreten
(Claude
Adrien Helvetius, fr. Philosoph, 1715-1771)
In der
Vernunft und in unserer eigenen Natur werden wir Führer haben, die viel
sicherer sind als jene Götter, denen die Geistlichkeit nach ihrem Gutdünken
irgendwelche Worte in den Mund legt und deren Sprache sie ja nach ihren
Interessen auslegt.
(Paul Thiry
D’Holbach, dt.-fr. Philosoph, 1723-1789)
Denn
nur ein Narr beugt heut noch seinen Nacken vor Göttern - die aus Weizenmehl
gebacken!
Das Volk
hat lange graue Ohren, und seine Treiber nennen sich Rabbiner, Pfarrer und
Pastoren.
(Arno Holz, dt. Schriftsteller, 1863-1929)
Gott ist
eine vom Menschen erdachte Hypothese bei dem Versuch, mit dem Problem der
Existenz fertig zu werden.
(Sir Julian Huxley, engl. Biologe, 1887-1975)
Das
Kristentum ist mir ungeheuer auf die Nerven gegangen, diese Zweijahrtausende
sausende Fahrt in die verkehrte Richtung.
(Hans Henny Jahnn, dt. Schriftsteller, 1894-1959)
Die einzige Waffe, die man gegen unverständliche Aussagen einsetzen
kann, ist der Spott. Vorstellungen müssen klar umrissen sein, erst dann kann
die Vernunft sich mit ihnen beschäftigen; und von der Dreieinigkeit hatte kein
Mensch jemals eine klar umrissene Vorstellung. Es ist nur das Abrakadabra jener
Scharlatane, die sich als Priester Jesu bezeichnen.
(Thomas
Jefferson, am. Präsident, 1801-1809)
Moses sagt:
'Gott ist eifersüchtig'; und anderswo: 'Unser Gott ist ein verzehrendes Feuer.'
So seht ihr also etwas Göttliches darin, wenn Gott als neidisch bezeichnet
wird, während ein eifersüchtiger und mißgünstiger Mensch euch tadelnswert
erscheint?
(Kaiser Julian, röm. Kaiser, 331-363)
Im
Gleichnis Christi ist die enge Pforte und der schmale Weg, der zum Leben führt,
der des guten Lebenswandels; die weite Pforte und der breite Weg, den viele
wandeln, ist die Kirche.
(Immanuel Kant, dt. Philosoph, 1714-1788)
Wenn
man glaubt, im Besitz der Wahrheit zu sein, sollte man wissen, dass man glaubt, aber nicht glauben, dass man weiss.
(Jules
Lequier, frz. Philosoph, 1814-1862)
Jesus hat
das Reich Gottes verkündet und gekommen ist die Kirche.
(Alfred
Loisy, fr. Theologe, 1857-1940)
Wenn Männer
Kinder bekämen, wäre die Abtreibung längst ein Sakrament.
(Lore Lorentz, dt. Kabarettistin, 1920-1994)
Die Kirche
muß die Wahrheit unterdrücken, um in der Gesellschaft hoffähig zu bleiben.
Die historische
Kritik hat den Gebrauch des Alten Testaments durch das Neue Testament ad
absurdum geführt, denn an keiner Stelle standen den alttestamentlichen
Verfassern die Personen und Geschehnisse vor Augen, die sie den
neutestamentlichen Autoren zufolge im Blick hatten.
Kein Buch
des Mose stammt von Mose, kein Psalm Davids von David, kein Spruch Salomos von
Salomo, keine Vision Daniels von Daniel, die allerwenigsten Prophetenworte von den
Propheten, unter deren Namen die Bücher überliefert sind. Es gab keinen Exodus
aus Ägypten, keine Sinaioffenbarung und keine Übergabe der Zehn Gebote.
Abraham, Isaak, Mose und Josua sind bloße Namen, Jericho wurde nie erobert.
(Gerd
Lüdemann, dt. Theologie-Professor)
In dieser
Welt gibt es nur zwei Sorten Menschen - intelligente Menschen ohne Religion und
religiöse Menschen ohne Intelligenz.
(Abu'l-Ala-Al-Ma'arri, arabischer Dichter und Schriftsteller, 973-1057)
Religion
ist Opium des Volkes.
(Karl Marx, dt. Philosoph, 1818-1883)
Die Kirche
ist ein Ort, wo Menschen vom Himmel Wunderdinge erzählen, die niemals dort
waren, und dies Menschen gegenüber, die nie dort eintreffen werden.
(Henry Louis Mencken, am. Schriftsteller, 1880-1956)
Wenn Menschen Liebe gepredigt wird, lernen sie nicht lieben,
sondern predigen.
(Alice Miller , schweizer Schriftstellerin)
Ich
verurteile das Christentum, ich erhebe gegen die christliche Kirche die
furchtbarste aller Anklagen, die je in Ankläger in den Mund genommen hat. Sie
ist mir die höchste aller denkbaren Korruptionen...sie hat aus jedem Wert einen
Unwert, aus jeder Wahrheit eine Lüge, aus jeder Rechtschaffenheit eine
Seelen-Niedertracht gemacht... Ich heiße das Christentum den einen großen
Fluch, die eine große innerlichste Verdorbenheit, den einen großen Instinkt der
Rache, dem kein Mittel giftig, heimlich, unterirdisch, klein genug ist - ich
heiße es den einen unsterblichen Schandfleck der Menschheit.
Glaube
heißt nicht wissen wollen, was wahr ist.
Gott die Formel für jede Verleumdung des 'Diesseits',
für jede Lüge vom 'Jenseits'! In Gott das Nichts vergöttlicht, der Wille zum
Nichts heilig gesprochen!"
Man sagt
nicht 'Nichts!', man sagt dafür 'Jenseits' oder 'Gott'.
In Formel ausgedrückt dürfte man sagen: alle Mittel, wodurch
bisher die Menschheit moralisch gemacht werden sollte, waren von Grund aus
unmoralisch.
Da haben
wir es also: Eine kirchliche Ordnung mit Priesterschaft, Theologie, Kultus,
Sakrament; kurz, alles das, was Jesus von Nazareth bekämpft hatte...
(Friedrich Nietzsche, dt. Philosoph, 1844-1900)
Da Gott
schweigt, schwätzen seine irdischen Vertreter um so mehr.
Der
besänftigende Glaube erhält also gegenüber der beunruhigenden Vernunft den
Vorzug, auch wenn der Preis dafür ein ewiger mentaler Infantilismus ist.
Die
Ablehnung wissenschaftlicher Aufklärung ist ein Wesensmerkmal monotheistischer
Religionen.
Die Kirche
... schafft es von Anfang an, immer auf der Seite der Tyrannen, Diktatoren und
Autokraten zu stehen. ... Mein Kampf stand nie auf dem Index librorum
prohibitorum, einer von der katholischen Kirche veröffentlichten Liste mit
Büchern, die eine Gefahr für den Glauben und die Sitten darstellen.
Ohne Gott
ist das Elend groß, aber mit Gott ist es noch größer.
(Michel Onfray,
fr. Philosoph)
Die neunte
Landplage, die Gott den Menschen schickte, war eine dichte Finsternis. Sie
brütete über Ägypten drei Tage lang. Die zehnte Landplage war eine Finsternis,
die sich über ganz Europa und Amerika verbreitete, und sie hat 1900 Jahre
gedauert. Das dürfte genug sein.
(Arnulf Øverland, norweg. Schriftsteller, 1889-1968)
Der größte
Zweifel an den Wundern Jesu entstammt für mich der Tatsache, dass ihre Zeugen
mehrheitlich Fischer waren.
(Arthur
Pinstead, br. Journalist, 1846-1915)
Heirate und
du bist wohlauf für eine Woche! Schlachte ein Schwein und du bist wohlauf für
einen Monat! Werde Priester und du bist versorgt fürs ganze Leben.
(Polnisches Sprichwort)
Christentum
bedeutet heute zum großen Teil Paulus.
(G. Ricciotti, it. Theologe)
Warum hat
der Vater den Sohn geschickt, warum ist er nicht selbst gekommen?
(Erwin
Ringel, österr. Psychiater,1921-1994)
Töte einen
Menschen, und du bist ein Mörder.
Töte Millionen, und du bist ein Eroberer.
Töte alle, und du bist Gott.
(Edmond
Rostand, fr. Dramatiker, 1868-1918)
Das
Christentum predigt nur Knechtschaft und Unterwerfung. Sein Geist ist der
Tyrannei nur zu günstig, als dass sie nicht immer Gewinn daraus geschlagen
hätte. Die wahren Christen sind zu Sklaven geschaffen.
(Jean-Jacques
Rousseau, genfer Philosoph, 1712-1778)
Soweit ich weiß, wird in keinem Kirchenlied das hohe Lied der Intelligenz
gesungen.
Die
Religion stützt sich vor allen und hauptsächlich auf die Angst.
Es ist
möglich, daß sich die Menschheit an der Schwelle eines goldenen Zeitalters
befindet, wenn dies jedoch der Fall ist, muß zuerst der Drache getötet werden,
der den Eingang bewacht, und dieser Drache ist die Religion.
Wenn man
sich auf der Welt umsieht, so muß man feststellen, daß jedes bißchen Fortschritt
im humanen Empfinden, jede Verbesserung der Strafgesetze, jede Maßnahme zur
Verminderung der Kriege, jeder Schritt zur besseren Behandlung der farbigen
Rassen oder jede Milderung der Sklaverei und jeder moralische Fortschritt auf
der Erde durchweg von den organisierten Kirchen der Welt bekämpft wurde. Ich
sage mit vollster Überzeugung, daß die in ihren Kirchen organisierte
christliche Religion der Hauptfeind des moralischen Fortschrittes in der Welt
war und ist.
Ich
betrachte die Religion als Krankheit, als Quelle unnennbaren Elends für die
menschliche Rasse.
(Bertrand Russell, engl. Philosoph, 1872-1970)
Die
Geistlichkeit war von jeher eine Stütze der königlichen Macht und mußte es
sein. Ihre goldene Zeit fiel immer in die Gefangenschaft des menschlichen
Geistes, und wie jene sehen wir sie vom Blödsinn und von der Sinnlosigkeit
ernten.
Da donnern sie Sanfmut und Duldung aus den Wolken und
bringen dem Gott der Liebe Menschenopfer wie einem feuerarmigen Moloch,
predigen Liebe des Nächsten und fluchen den achtzigjährigen Blinden von ihren
Türen hinweg, stürmen wider den Geiz und haben Peru um goldner Spangen willen
entvölkert.
(Friedrich Schiller, dt. Dichter, 1759-1805)
Unsere abendländische
Kultur, auf Altertum und Renaissance beruhend, ist im härtesten Kampf gegen die
ausgesprochen kulturhemmenden Kräfte des Christentums entstanden!
(Arno Schmidt, dt. Schriftsteller, 1914-1979)
Kein noch
so verkommenes Subjekt unserer Spezies hat jemals derartig weitreichende
Verbrechen begangen, wie sie vom Gott der Bibel berichtet werden.
Grundübel
des Christentums: Sie erniedrigten einen Rebellen zur Gottheit.
Potente
Offenbarungs-Religionen kennen -wenn man ihnen den Freiraum läßt- allzu häufig
nur eine Maxime, den Umgang mit dem Andersdenkenden betreffend: Du wirst dran
glauben - oder: Du wirst dran glauben!
Dass
sich der Schöpfer des Universums ausgerechnet in unserer Tierart der
Trockennasenaffen inkarniert habe, dass er sich dafür interessiere, ob Wesen,
die auf einem Staubkorn im Weltall lebten, eine Schweinshaxe äßen oder nicht –
diese Vorstellungen sind lächerlich.
Je kleiner
der Geist, desto größer das Verlangen nach dem Geistlichen.
Theologie
ist das Bemühen, aus Nicht-Geschehenem, frei erfundenen Märchen,
zusammengestückelten Metaphern, verhunzten Überlieferungen, zensierten
Berichten, traditionellen Behauptungen, (und im katholischen Spektrum
zusätzlich) päpstlichen Enzykliken und Konzilsbeschlüssen einen
nachvollziehbaren Zusammenhang herzustellen.
(Michael
Schmidt-Salomon, dt. Schriftsteller)
Die
eigentliche Zentralanschauung des Christentums ist die Sünde.
(August
Wilhelm von Schlegel, dt. Philosoph, 1767-1845)
In meinem
17ten Jahre, ohne alle gelehrte Schulbildung, wurde ich vom Jammer des Lebens
so ergriffen wie Buddha in seiner Jugend, als er Krankheit, Alter, Schmerz und
Tod erblickte. Die Wahrheit, welche laut und deutlich aus der Welt sprach,
überwand bald auch die mir eingeprägten jüdischen Dogmen, und mein Resultat
war, daß diese Welt kein Werk eines allgütigen Wesens sein könnte, wohl aber
das eines Teufels, der Geschöpfe ins Dasein gerufen, um am Anblick ihrer Qual
sich zu weiden; darauf deuteten die Data, und der Glaube, daß es so sei, gewann
die Oberhand.
Die Religionen
sind wie die Leuchtwürmer: Sie bedürfen der Dunkelheit, um zu leuchten.
Glauben und
Wissen verhalten sich wie zwei Schalen einer Waage: in dem Maße, als die eine
steigt, sinkt die andere.
Endlich
kommt noch hinzu, daß der Gott, welcher Nachsicht und Vergebung jeder Schuld,
bis zur Feindesliebe, vorschreibt, keine übt, sondern vielmehr ins Gegenteil
verfällt ... bis auf jene wenigen Ausnahmen, welche durch die Gnadenwahl, man
weiß nicht warum, gerettet werden. Diese aber beiseite gesetzt, kommt heraus,
als hätte der liebe Gott die Welt geschaffen, damit der Teufel sie holen solle;
wonach er denn viel besser getan haben würde es zu unterlassen.
Ich
sehe nicht ein, warum ich, der Einfalt Anderer wegen, Respekt vor Lug und Trug
haben sollte.
(Arthur Schopenhauer,
dt. Philosoph, 1788-1860)
Wer glaubt,
ein Christ zu sein, weil er die Kirche besucht, irrt sich. Man wird ja auch
kein Auto, wenn man in eine Garage geht.
(Albert Schweitzer, dt. Theologe und Arzt, 1875-1965)
Der gemeine
Mann betrachtet die Religion als richtig, der Weise als falsch und der
Politiker als nützlich.
(Seneca, röm. Philosoph, 4-65)
Von
dem Augenblick an, da ihr diesem von Menschen geschaffenen Monstrum, Kirche
geheißen, erlaubt, sich eures Geistes zu bemächtigen, ist euer inneres Licht
wie eine ausgelöschte Kerze, und eure Seele ist in die Finsternis gefallen und
verdammt. Es gibt keinen größeren Atheisten als den Kirchenatheisten.
Die Tatsache, dass sich der
Gläubige glücklicher fühlt, als der Ungläubige, besagt nicht mehr, als dass
sich der Betrunkene glücklicher fühlt als der Nüchterne.
Seine Antwort
auf alles ist nicht Gott, sondern die Kirche, die Kirche. Sie verbrennen sich
gegenseitig, diese Männer der Kirche, sie verfolgen und begehen
Niederträchtigkeiten, deren kein Freund Gottes fähig wäre.
Sie stehen zwischen dem Menschen und seinem Schöpfer und maßen sich göttliche
Macht an, wo ihnen die göttlichen Eigenschaften fehlen.
Why should we take advice on sex from the Pope? If he
knows anything about it, he shouldn't!
Verstand beginnt mit einem
lebensbejahenden Atheismus.
Er befreit die
Seele von Aberglauben, Schrecken, Duckmäusertum, gemeiner Willfährigkeit und
Heuchelei und schafft Raum für das Licht des Himmels.
(George Bernard Shaw, ir. Schriftsteller, 1856-1950)
Die
Heiden haben das Leben vergöttert, die Christen den Tod.
(Germaine de Staël, fr. Schriftstellerin, 1755-1817)
Dogmatiker
- mit solchen Leuten kann man nicht diskutieren, man kann ihnen Nachsicht
angedeihen lassen, sie bedauern, zu heilen versuchen, aber man muss sie als
Geisteskranke betrachten und darf mit ihnen nicht streiten.
(Leo
Tolstoi, russ. Schriftsteller, 1828-1910)
Es
ist eine Tatsache, daß niemals eine Verurteilung, niemals eine Exkommunizierung
gegen das Regime Hitlers ausgesprochen worden ist, nicht einmal, als dieser und
seine Partei in den Konzentrationslagern Millionen von Menschen umbrachten.
(Alighiero Tondi, it. Theologe, 1908-1984)
Als
die ersten Missionare nach Afrika kamen, besaßen sie die Bibel und wir das
Land. Sie forderten uns auf zu beten. Und wir schlossen die Augen. Als wir sie
wieder öffneten, war die Lage genau umgekehrt: Wir hatten die Bibel und sie das
Land.
(Desmond
Tutu, südafrik. Erzbischof)
Dies
ist der Gipfel des Monströsen und Lächerlichen, Gott als einen kleinlichen,
unsinnigen und barbarischen Despoten zu verkünden, der einigen seiner Favoriten
heimlich ein unverständliches Gesetz mitteilt und die übrigen des Volkes
umbringt, weil sie dieses Gesetz nicht gekannt haben.
(Voltaire, fr. Philosoph, 1694-1778)
Falls es einen Gott gibt, der besondere Pläne mit den Menschen hat,
dann hat dieser Gott sich wirklich große Mühe gegeben, sein Interesse an uns
nicht sichtbar werden zu lassen. Es erschiene mir unhöflich, wenn nicht gar
respektlos, einen solchen Gott mit unseren Gebeten zu behelligen.
(Steven Weinberg, am. Physiker und Astronom)
Seit
er meinen Bruder kreuzigen ließ, um sich mit mir zu versöhnen, weiß ich, was
ich von meinem Vater zu halten habe.
(Günter Weisenborn, dt. Schriftsteller, 1902-1969)
Die
Religion hat es immer verstanden, den Menschen ihr Geld aus der Tasche zu
ziehen.
(Carl
Christian von Weizsäcker, dt. Wettbewerbstheoretiker)
Ein
Bischof sagt als Achtzigjähriger noch genau dasselbe, das ihm eingeflößt wurde,
als er achtzehn war.
(Oscar
Wilde, ir. Schriftsteller, 1854-1900)
Zur Reimbibel: www.reimbibel.de
Unter Verweis auf das Telemediengesetz und zweifelhafte hamburger Gerichtsurteile distanziere ich mich von den Inhalten hier verlinkter fremder Webseiten. Ich halte diese Seiten für interessant, kann aber nicht ständig deren Inhalte auf juristische Unbedenklichkeit überprüfen.