Gott kündigt Götzendienern
furchtbare Strafen an
(Jeremia, Kap. 1-52)
„Hör, Jeremia, was Zebaoth kundtut:
Gehe zum Volke und lasse es wissen,
weil es so boshaft und räuchert den
Göttern,
weil es nun betet zum Werk seiner
Hände,
sollen die Löwen laut brüllen und
schreien,
sollen die Löwen verwüsten das Land.
Solches tust, Israel, alles dir
selber,
weil du verlässt deinen Gott, der
dich leitet.
Schuld hast du selber, wenn du jetzt
gestäupt wirst,
spüre den Jammer, der dir widerfährt
nun,
weil du so furchtlos den Herren
verlassen,
weil du zerbrochen das Joch und die
Bande,
liefst zu den Hügeln, zu dienen den
Götzen.
Hab dich gepflanzt einen
rechtschaffen Samen,
bist mir geraten zum bitteren
Weinstock.
Wenn du dich wüschest mit Lauge und
Seife,
säh ich nur klarer dein Laster vor
mir.
Könige, Priester und Fürsten,
Propheten
werden zu Schanden, wenn ich sie
ergreife.
Bin ich für Israel Ödland und Wüste?
Warum nur denkt ihr, ihr wäret die
Herren?
Niemals vergisst eine Braut ihren
Schleier,
aber mein Volk, das vergisst seinen
Gott.
Überall findet man Blut von den
armen,
schuldlosen Seelen an so vielen
Orten.
Leugnest das Laster, drum will ich
dich richten,
wirst bald vertrieben und nichts
wird gelingen.
Hurst mit den Buhlen und willst dich
nicht schämen,
darum versage ich dir allen Regen.
Fort tut die Vorhaut, ihr Männer,
des Herzens,
dass ich nicht grimmig wie Feuer
euch brenne.
Flieht nun und säumt nicht, denn nun
bring ich Unglück,
wüst wird dein Land und verbrannt
deine Städte.
Wasche nun, Juda, dein Herz von der
Bosheit,
denn eine Botschaft kommt her vom
Gebirge.
Alles soll wüst sein, denn ich hab’s
geredet,
ich hab’s beschlossen und will es
nicht lassen.
Fort aus den Städten werden sie
fliehen,
laufen in Wälder und kriechen in
Felsen.
Löwen und Wölfe und Parder, sie
lauern,
Holz sollt ihr werden und Feuer mein
Wort.
Fremde von ferne werd ich zu euch
bringen,
Städte verderben sie dann mit dem
Schwert.
Söhne und Töchter, sie werden
gefressen,
Schafe und Rinder, sie werden
verschlungen.
Habt mich verlassen und dient
fremden Göttern,
dient nun den Fremden im eigenen
Land.
Weil sie nicht hören und Greuel nur
treiben,
geb ich die Häuser samt Weibern den
Fremden.
Diebe und Mörder, sie räuchern dem
Baale,
siehe, mein Zorn und mein Grimm, der
soll brennen.
Menschen und Vieh und die Früchte
des Landes,
alles soll brennen, und keiner
kann’s löschen.
Vögel des Himmels und Tiere der Erde
sollen die Leichen des Volkes
verspeisen.
Und in Jerusalem schweige die
Freude,
schweige der Bräutigam, schweige die
Braut.
Königsgebeine, Gebeine der Fürsten,
Priestergebeine, Gebein der
Propheten,
Bürgergebeine wirft man aus den
Gräbern.
Kot soll’n sie werden, zerstreut auf
den Feldern.
Wer dann noch lebt von dem Volk an
dem Orte,
wird lieber tot als lebendig sein
wollen.
Siehe, der Tod kommt, die Kinder zu
würgen,
heimsuchen werde ich Juda und Edom,
Kinder des Ammon und Moab und alle,
die ihre Haare nach Vorschrift nicht
schneiden.
Denn deine Geilheit, die hab ich
gesehen
und deine Greuel auf Hügeln und
Äckern.
Kommt man zum Brunnen, so gibt’s
dort kein Wasser,
weil es nicht regnet, vertrocknet
die Erde.
Bringen sie Opfer, so will ich’s
nicht lohnen,
sondern sie töten durchs Schwert und
durch Hunger.
Söhne und Töchter und Mütter und
Väter:
Dung soll’n sie sein auf den Feldern
des Landes.
Und wenn sie fragen: ‚Warum dieses
Unglück?’,
sage, sie folgten und dienten den
Götzen.
Ewig wird brennen das Feuer des
Zornes,
Fluch sei dem Mann, der den Herren
verlässt.
Wenn ihr nicht achtet den heiligen Sabbat,
werd ich mit Feuer die Häuser
verzehren.
Einer soll fressen des anderen
Fleisch,
Fleisch von den Söhnen und Fleisch
von den Töchtern.“
In dieser Art geht es lange noch
weiter:
wütend und zornig verkündet Jehova,
wie er die Menschen zu strafen
gedenkt,
die ihn verschmähen und beten zu
Götzen.