Gott besteht Gideons Prüfungen
(Das
Buch der Richter, Kap. 6)
Was dem Herren wirklich stinkt:
wenn man Götzen Opfer bringt.
Jahwes allergrößte Qual:
Opfer für den Götzen Baal.
Gar nichts hält der Herr
davon,
sprach darum zu Gideon:
“Das verletzt des Herren
Stolz,
haue ab das Götzenholz.
Aschraholz brennt
wirklich gut,
opf’re auf des Holzes
Glut
mir dann einen jungen
Farren,
fürchte nicht den Zorn
der Narren.
Wenn mein Engel Fleisch
verzehrt,
hast du mich korrekt
verehrt.”
Also tat des Herren
Knecht,
Jahwe war’s von Herzen
recht.
Doch der Götzen
Fangemeinde
wurde Gideon zum Feinde.
Gideon – im Glauben
schwach –
darum zu Jehova sprach:
“Mache mich im Glauben
fest,
dazu dieser Doppeltest:
Während ich zuhause
penne,
liegt ein Wollfell auf
der Tenne.
Ist auf dich fürwahr
Verlass,
mache mir das Fell ganz
nass.
Doch ich will erst dann
frohlocken,
bleibt die Erde darum
trocken.
Also ward es über Nacht,
denn der Herr hat’s wahr
gemacht.
Gideon – fast
glaubensfest –
machte noch den
Gegentest:
“Erde feucht, doch nicht
das Fell!“
Jahwe reagierte schnell.
Auch bei diesem
Gegentest
ganz gezielt er’s regnen
lässt.
Grabungsfunde zeigen klar:
Jahwes Frau hieß Aschera.
Fruchtbar war die gute Frau,
siebzig Götter ganz genau.
Wurde sehr vom Volk verehrt,
aber Jahwe fand´s verkehrt.
Und in seiner Eifersucht
hat er seine Frau verflucht.
Seitdem ist der Mann alleine,
jagt die Teufel in die Schweine.
Ständig ist er voller Frust,
leidet sehr am Lustverlust.