Gott verkündet pingelige
Bauanleitungen
(2. Buch Mose, Kap. 25-30)
„Sage den Kindern des göttlichen Volkes,
dass sie mir opfern viel Gold und
viel Silber,
Purpur und Scharlach und köstliche
Leinwand,
Ziegenhaar, rötliche Felle vom
Widder,
Dachsfelle, Räucherwerk, Öl für die
Lampe,
edele Steine zum Leibrock und
Schilde.
Sollen mir machen das Heiligtum
Gottes,
dass ich dort wohne inmitten des
Volkes.
So sei die Wohnung und so das Gerät:
Macht eine Lade vom Holz der Akazie,
dreieinhalb Ellen lang soll diese
sein,
anderthalb Ellen die Breite und
Höhe.
Sollst sie mit Gold überziehen von
innen,
sollst sie mit Gold überziehen von
außen.
Ferner mach oben ´nen goldenen
Kranz.
Gieße vier goldene Ringe und mache
sie an vier Ecken, je zwei links und
rechts.
Mache noch Stangen vom Holz der
Akazie,
ganz überziehe dann diese mit Gold.
Steck in die Ringe die goldenen
Stangen,
dass man sie damit umhertragen kann.
Lasset die Stangen nur stets in den
Ringen,
nie soll’n die Stangen die Ringe
verlassen.
Sollst in die Lade das Zeugnis dann
legen,
das ich dir gebe zu späterer Zeit.
Mach einen Gnadenstuhl, mach ihn vom
Golde,
dreieinhalb Ellen lang soll dieser
sein.
Anderthalb Ellen soll sein seine
Breite.
Mach zwei Figuren mit Tierleib und
Flügeln,
beide mach mir aus getriebenem
Golde.
Jeweils ein Cherub beschließt eine
Seite,
also zwei Cherubim fassen den Stuhl.
Tue den Gnadenstuhl dann auf die
Lade,
leg in die Lade das heilige Zeugnis,
das ich dir gebe zu späterer Zeit.
Von diesem Ort will ich dann mit dir
reden,
nämlich vom Gnadenstuhl zwischen den
Engeln,
dir zu gebieten und auch meinem
Volke.
Mach einen Tisch dann vom Holz der
Akazie,
zwei Ellen lang, in der Breite nur
eine.
Anderthalb Ellen betrage die Höhe.
Dann überziehe den Tisch noch mit
Gold,
golden der Kranz auch herum um den
Tisch
und eine Leiste herum um den Tisch
und um die Leiste ein goldener
Kranz.
Mach an die Ecken vier goldene Ringe
unter der Leiste ganz nah an den
Füßen,
dass man mit Stangen drin trage den
Tisch.
Mache aus Gold auch die Schüsseln
und Löffel,
Kannen und Schalen, das Opfer zu
bringen.
Leg auf den Tisch mir stets
Schaubrote hin.
Feines, getriebenes Gold für den
Leuchter,
Schalen mit Knäufen und Blumen am
Schaft.
Röhren soll’n geh’n aus dem Leuchter
zur Seite,
jegliche Seite besteht aus drei
Röhren.
Jegliche Röhre mit drei off’nen
Schalen,
Knäufe und Blumen bei jeder der
Röhren.
Aber der Schaft habe vier off’ne
Schalen,
Schalen mit Knäufen und Blumen
daran.
Und je ein Knauf unter zwei von den
Röhren,
welche verlassen den Leuchter zur
Seite.
Beide, die Knäufe und seitlichen
Röhren,
mache aus reinem, getriebenem Gold.
Mache dann oben auf siebenfach
Lampen,
welche nach vorne hin leuchten, aus
Gold.
Ein Zentner Goldes nimm für die
Geräte,
mach’s nach dem Bilde, dem Bild auf
dem Berge.“
In dieser Art geht es lange noch
weiter:
Stiftshütte, Opferaltar und die
Kleidung,
Weihe der Priester und tägliches
Opfer,
Räucheraltar und das eherne Becken,
Salböl und Räucherwerk, Waschen der
Füße,
alles bedachte der Herr im Detail.
Es war ein Mann der Priesterkaste,
der später diesen Text
verfasste.