Gott regelt im Detail die Darbringung von Tieropfern

(3. Buch Mose, Kap. 1-8)

(4. Buch Mose, Kap. 29 und viele weitere Kapitel)

 

Aus seiner Hütte sprach Jahwe zu Mose:

„Red mit den Kindern des Landes und sage,

wer unter euch bringt dem Herren ein Opfer,

der nehm’s vom Vieh, von den Rindern und Schafen.

 

Will er ein Brandopfer tun von den Rindern,

nehme er männliche Tiere, die stark sind,

lege die Hand auf des Brandopfers Haupt,

so wird es mich, euern Herrgott, versöhnen.

 

Schlachten soll er dieses Rind vor dem Herren.

Priester und Söhne des Aarons besprengen

dann mit dem Blut dieses Tiers den Altar,

der vor der Tür meiner Hütte des Stifts ist.

 

Häutet das Brandopfer, haut es in Stücke,

Söhne des Aarons soll’n Feuer dann machen

auf dem Altar und dann Holz oben drauf tun,

darauf die Stücke, den Kopf und das Fett.

 

Waschet mit Wasser Geweide und Schenkel,

alles entzünde der Priester sodann.

Das ist ein Feuer zum Lobe des Herren.

Opfert auch Tauben und bringt sie dem Priester.

 

Dieser kneift ab dann den Kopf und das Blut soll

laufen herab an der Wand des Altars.

Kröpfe und Federn der Tauben die werfe

man auf den Haufen aus Asche am Morgen.“

 

In dieser Art geht es lange noch weiter:

Speisopfer-, Dankopfer-, Sündopferregeln,

weitere Regeln für Schuldopfergaben,

alles bedachte der Herr im Detail.

 

Hier Gottes Vorschrift zum Laubhüttenfest:

„Brandopfer sollt ihr mir bringen zuerst,

Opfer des süßen Geruchs vor dem Herrn.

Dreizehn der Farren und dann noch zwei Widder,

 

vierzehn der Lämmer, die einjährig sind.

Dazu ein Speisopfer, drei Zehntel Mehl nehmt,

mengt es mit Öl und verteilt’s auf die Tiere.

Niemals vergessen: für Sünden ein Bock.

 

Am zweiten Tag bitte zwölf junge Farren,

dazu zwei Widder und vierzehn der Lämmer.

Speisopfer, Trankopfer gebt zu den Tieren

und einen Ziegenbock opfert mir auch.

 

Am dritten Tage elf Farren, zwei Widder,

Speisopfer, Trankopfer wie schon gehabt.

Makellos seien die jährigen Lämmer,

vierzehn bekomme ich und einen Bock.

 

Am vierten Tage zehn Farren, zwei Widder,

Speisopfer, Brandopfer, vierzehn der Lämmer

und einen Sündenbock opfert mir auch.

 

Am fünften Tage neun Farren, zwei Widder,

Speisopfer, Brandopfer, vierzehn der Lämmer,

schließlich ein Ziegenbock für eure Sünden.

 

Am sechsten Tage acht Farren, zwei Widder,

Speisopfer, Brandopfer, vierzehn der Lämmer,

wieder ein Ziegenbock für eure Sünden.

 

Am siebten Tage nur sieben der Farren,

vierzehn der Lämmer und dazu zwei Widder.

Speisopfer, Brandopfer wie schon gehabt,

nicht zu vergessen: für Sünden ein Bock.

 

Am achten Tag opfert mir einen Farren

und einen Widder und sieben der Lämmer.

Speisopfer, Brandopfer und einen Bock.“

 

Was dieser Gott hier dem Mose einhämmert,

klingt selbst für Christen ein wenig belämmert.

Andererseits: echtes Blut bei der Messe

steigert bestimmt des Besuchers Int’resse.