Der Brief des Paulus an Titus
“Die Kreter strafe, diese Schlimmen,
sie achten Fabeln, die nicht
stimmen.
Dem Reinen nur ist alles rein,
der Jude aber ist gemein.
Drum stopft der Juden loses Maul,
denn sie sind Schwätzer, frech und
faul.“
Titus 1 (1-16)
„Verleugnet auch an Kretas Küste
die Lügen und die eitlen Lüste.
Seid stets für Jesus Christ bereit
und wartet auf die Herrlichkeit.“
Titus 2 (11-14)
„Der Herr goss aus den heil’gen
Geist,
der uns zum ew’gen Leben weist.
Gesetze und Geschlechtsregister
sind eitel und nur für Philister.
Den Ketzer mahne, aber dann
sieh diesen Menschen nicht mehr an.
Du tatest treulich deine Pflichten,
der Ketzer wird sich selber richten.
Denn wisse, dieser ist verkehrt,
weil er den Herrn nicht recht verehrt.“
Titus 3 (4-11)
„Was die Ketzer
anlangt, so haben sie sich einer Sünde schuldig gemacht, die es rechtfertigt,
dass sie nicht nur von der Kirche vermittels des Kirchenbannes ausgeschieden,
sondern auch durch die Todesstrafe aus dieser Welt entfernt werden.“
Thomas von Aquin, it. Kirchenlehrer
(1225-1274)
„Mit Ketzern braucht
man kein langes Federlesen zu machen, man kann sie ungehört verdammen. Und
während sie auf dem Scheiterhaufen zugrunde gehen, sollte der Gläubige das Übel
an der Wurzel ausrotten und seine Hände in dem Blute der Bischöfe und des
Papstes baden, der der Teufel in Verkleidung ist.“
Martin Luther, Tischreden III. , S.
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Was Paulus aus den
Texten machte,
den Christen Pauli
Kirche brachte.
Ich glaub, die meisten
Kirchenchristen
nennt man am besten
gleich Paulisten.
Recht sperrig war, was Jesus lehrte,
bis Paulus mit dem Besen kehrte.
Ganz simpel hat er so geworben:
„Der Heiland ist für dich gestorben.“
Für Herrscher war es gut zu hören:
„Wir werden nicht beim Herrschen stören,
und weil wir nicht den Kaiser hassen,
kann dieser uns in Ruhe lassen.“
Wenn Christen heute
Paulus ehren,
dann kann sich Jesus
nicht mehr wehren.
Doch könnt´ er „seine“
Kirche sehen,
er würde sich im Grabe
drehen.
Christen gibt es viele,
am Rhein, doch nicht am
Nile.
Unterschiedlich ist
die Zahl,
Wahn lässt meistens
keine Wahl.
Ergo bleibe ich dabei:
Glauben ist und macht
nicht frei.